Germany

Angst vor dem Sané-Moment

(Nordphoto)

Wäre alles normal, würde Milot Rashica am übernächsten Wochenende wohl mit RB Leipzig in die Bundesliga starten. Vom 21. bis 23. August sollte laut ursprünglichem Rahmenterminkalender der DFL Saisonauftakt sein. Aber es ist ja nichts normal, in der gesamten Welt nicht und im Fußball ebenso wenig. Nicht nur Starttermine haben sich verschoben in Folge der Corona-Pandemie, ein Transfermarkt ist praktisch nicht vorhanden. 

Statt in Leipzig steht Rashica deshalb weiter in Bremen auf dem Platz. Wie lange noch, ob ein paar Wochen oder eine weitere Saison, wird sich zeigen. So weit man das von außen beurteilen kann, hat Rashica dabei durchaus Freude. Donnerstagvormittag gab es ein Trainingsspiel elf gegen elf und Rashica überzeugte mit Toren ebenso wie mit cleveren Pässen und vollem Einsatz. Immer wieder gab es Lob vom Trainerteam. Nach der Einheit betonte Florian Kohfeldt, wie professionell sich Rashica trotz der etwas komplizierten Lage gibt: „Milot geht sehr gut mit der Situation um. Er trainiert und integriert sich gut. Weil er weiß, dass er sich hier noch weiterentwickeln kann.„ Für den Trainer steht ohnehin fest: „Milot wird kein unglücklicher Mensch sein, wenn er am 6. Oktober noch für Werder Bremen spielt. Und der Trainer auch nicht.“

Kohfeldt spricht von einem „positiven Wechsel"

Kohfeldt selbst hätte nichts dagegen, einen seiner wichtigsten Spieler eine weitere Saison im Kader zu haben. Dass er darüber vielleicht noch Wochen im Ungewissen ist, sieht er nicht als Problem: „Als Trainer will ich sehen, dass er trotzdem engagiert trainiert und die Qualität hoch hält. Das erfüllt er. Er lässt überhaupt nicht abreißen." Aus Sicht des Trainers hat das mit der Art eines möglichen Wechsels zu tun. Kohfeldt spricht von einem „positiven Wechsel". Rashica treibe es nicht mit aller Macht weg aus Bremen. Er würde gerne den nächsten Schritt machen. „Wenn es passiert, dann ist es ein positiver Wechsel für ihn." Wenn es nicht passiert, könne er mit einem weiteren Jahr bei Werder leben.

Als sportlich Verantwortlicher betrachtet Kohfeldt die Personalie Rashica in erster Linie aus Trainer-Sicht. Je mehr gute Spieler, desto höher die Aussichten auf Erfolg. Trotzdem kennt er die finanziellen Zwänge und weiß, dass Transfererlöse erzielt werden müssen. Beim Testspiel gegen Braunschweig saß Rashica auf der Tribüne, um keine Verletzung zu riskieren. Zwar will Kohfeldt Einsätze in den kommenden Testspielen „auf gar keinen Fall ausschließen". Passieren wird das mit großer Wahrscheinlich aber nicht. Zu groß ist die Angst vor dem Sané-Moment, wie sie es bei Werder nennen.

Nur keine Verletzung riskieren

Vor einem Jahr sollte Leroy Sané von Manchester City zum FC Bayern wechseln. Ein mega Geschäft wäre es gewesen, zwischen 80 und 150 Millionen Euro sollte allein die Ablöse betragen. Doch dann riss sich Sané das Kreuzband an, in einem Supercup-Spiel gegen den FC Liverpool. Der Wechsel, der bereits auf der Zielgeraden war, kam nicht zustande.

Mit der Möglichkeit, dass Rashicas Wechsel nicht zustande kommt, weil kein Klub die Ablöseforderung von 25 Millionen Euro erfüllt, beschäftigen sie sich bei Werder schon. Dass er sich in einem unbedeutenden Testspiel so schwer verletzt, dass ein Transfer unmöglich wird, soll unbedingt vermieden werden. 

Football news:

José Mourinho: was mit Dyer passiert ist, ist abnormal, er war dehydriert. Wenn es der Liga egal ist, ob es Spieler gibt, dann bin ich nicht Tottenham-Trainer José Mourinho
Er war während des Spiels auf der Toilette
Lampard über den Abstieg aus dem Ligapokal: wir Müssen das positive behalten. Alles wird kommen, wenn Chelsea das zweite Tor erzielt, während Chelsea-Trainer Frank Lampard die Niederlage gegen Tottenham kommentiert
Der Ruf der Natur, was du tun kannst. Dyer erklärte, warum er während eines Spiels gegen Chelsea in die Umkleidekabine lief
Mourinho und Lampard schüttelten vor dem Elfmeterschießen die Hände. In der ersten Halbzeit stritten Sie
Dest kam nach Spanien, um den Transfer zu Barça zu beenden
Lionel Messi: ich Trage die Verantwortung für meine Fehler. Ich wollte, dass Barcelona stärker wird