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Arp verlässt den FC Bayern - und macht noch mal Kasse

Finanziell, das steht außer Frage, hat Fiete Arp einen goldrichtigen Schritt gemacht, als er im Sommer 2019 zum FC Bayern wechselte. 19 Jahre war er da alt und durch den Transfer zu den Münchnern ein gemachter junger Mann. Fünf Millionen Euro Jahresgehalt, zudem noch ein überaus auskömmlicher Betrag für seine Familie als Handgeld - im Hause Arp war die Freude über den Geldsegen groß. Das Kalkül für das Konto war aufgegangen.

Sportlich dagegen, auch das steht außer Frage, hätte Arp keine schlechtere Entscheidung treffen können, als sich im Sommer 2019 in so jungen Jahren dem FC Bayern anzuschließen. Ein Sturmtalent mit ein paar Bundesligaspielen beim HSV in den Beinen, ohne große Erfahrung oder Spielpraxis auf dem Niveau - bei Bayern München auf Anschluss hoffen zu können, war ein großes Wagnis. Vielleicht sogar naiv.

Nun ist Arp 21. Ein Talent immer noch, aber ein gestrandetes. Und bei den Bayern gescheitert. Er verlässt den Klub, muss sein Glück woanders suchen. Auch das wird ihm finanziell versüßt. Arps Vertrag in München lief ursprünglich noch bis Sommer 2024.

Null Perspektive bei den Profis des FC Bayern

Nach Informationen der „Bild“ werden die Münchner ihm einen zweistelligen Millionen-Betrag als Abfindung mit auf seinen neuen Weg geben. Dem Bericht zufolge sei „die Trennung zwischen Arp und Bayern von keiner Seite offiziell ausgesprochen. Aber beide wissen, dass München Vergangenheit ist“.

Bei den Profis der Bayern hat der 28-malige Jugendnationalspieler null Perspektive. Und Bayern II, gerade aus der 3. Liga abgestiegen, ist als Regionalligist keine Option für Arp.

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Zudem drängt die Zeit, wenn es für Auftritte auf einer etwas größeren Bühne noch mal reichen soll. Arp hat für zwei Jahre bei Bayern München einen hohen Preis kassiert, aber eben auch bezahlt. Entwickeln konnte er sich nicht, schon in seinem letzten Jahr beim HSV kam er nicht mehr in den Tritt.

Dabei hatte alles recht verheißungsvoll angefangen. Es war der 30. September 2017, als sein Stern beim HSV aufging. Seine erste Profi-Minute als 17-Jähriger beim 0:0 im Volkspark-Stadion gegen Werder. Der Mittelstürmer machte einen Monat später sein erstes Tor (1:2 gegen Hertha), wurde jüngster Bundesliga-Torschütze seines Klubs, wenige Tage später noch eins beim 3:1 gegen Stuttgart. Arp war Fanliebling bei seinem Lieblingsverein. Er bekam die Fritz-Walter-Medaille, eine Auszeichnung für besonders hoffnungsvolle Talente.

Doch zu mehr Meriten reichte es nicht. Einen Bundesliga-Abstieg, 17 Zweitliga-Spiele und die Rückstufung in die A-Jugend später wankte das Kartenhaus zwar schon, doch die Bayern meinten in Arp etwas zu sehen, was zu dem Zeitpunkt aus Hamburger Sicht schon nur noch verschwommen wahrnehmbar war: ein Talent mit der großen Chance auf baldigen Durchbruch. Drei Millionen überwiesen sie an den HSV.

Rentiert hat sich das nie. Denn der große Traum vom Durchbruch, es einem Kimmich oder Davies gleichtun zu können, blieb immer nur ein Wunsch und wurde nicht mal ansatzweise Wirklichkeit. In seinen 42 Drittliga-Spielen (acht Tore) war er oft nur Bankdrücker. Einmal durfte Arp für die Profis ran, in Düren (3:0). Das war in der ersten Pokal-Runde für 13 Minuten am 15. Oktober 2020.

Arps selbstkritische Analyse

Fiete Arp ist ein intelligenter junger Mann. Mitte April hat er dem „Kicker“ mal ein Interview gegeben, es fiel sehr selbstkritisch aus. „Ein Problem war das Hoch am Anfang“, sagte er über seinen Wechsel. Nach der passablen Vorbereitung in München habe er sich „Maßstäbe gesetzt, die ursprünglich zu dem Zeitpunkt so noch gar nicht mein Ziel waren“.

Ein Bild aus besseren Tagen: Arp im November 2017 beim Spiel des HSV gegen Stuttgart

Ein Bild aus besseren Tagen: Arp im November 2017 beim Spiel des HSV gegen Stuttgart

Quelle: pa/SvenSimon/Jan Kuppert/SVEN SIMON

Arp berichtete, dass die Zeit bei den Profis des HSV als 17-Jähriger seiner Entwicklung nicht gutgetan hätte. „Vielleicht hätte ich all das Lob konsequenter in Selbstvertrauen ummünzen müssen. Mich hat es eher ausgebremst“, sagte er.

Der wichtigste Bestandteil seines Spiels sei „Selbstvertrauen, aus dem sich im Spiel ein Selbstverständnis für Dinge ergibt, die mich vielleicht von anderen Spielern unterscheiden. Ohne verliere ich meine größte Stärke, dann funktioniert es nicht.“ Er habe nicht damit umgehen können, auf einmal auf der Bank zu sitzen.

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