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Atemwegserkrankungen: Familie aus Oberzielenbach bietet Sole-Anwendungen für Tiere an

Freiwillig in den Anhänger? Da traben wohl die wenigsten Pferde gerne rein, sind die Fahrten im Pferdeanhänger doch in vielen Fällen mit dem Weg zu Leistungsturnieren oder einem Besuch beim Tierarzt verbunden. Anders sieht das jedoch auf dem Hof von Familie Hunold in der Morsbacher Ortschaft Oberzielenbach aus. Dort können es die beiden Ponys Flicka und Kobold kaum erwarten, in den Pferdeanhänger zu kommen, denn dieser bedeutet für die Ponys „durchzuatmen“.

Seit Dezember 2020 bietet Anika Hunold unter dem Namen „DurchAtmen“ Sole-Anwendungen für Tiere und Menschen mit Atemwegserkrankungen oder Hauterkrankungen an. In ihren Pferdeanhänger hat sie dazu einen sogenannten Ultraschallvernebler eingebaut, der feinen, dichten und salzigen Nebel mit lungengängigen Aerosolen produziert und in den Anhänger pustet. Ein Sauerstoffkonzentrator speist zusätzlich hochkonzentrierten Sauerstoff ein, ein Negativ-Ionisator bindet in der Luft vorhandene Schwebstoffe und sorgt für ein reines Klima.

Die Behandlung erfolgt in einem speziell ausgestatteten Pferdeanhänger.

Die Behandlung erfolgt in einem speziell ausgestatteten Pferdeanhänger.

Eine Anwendung dauert 45 Minuten. Tiere oder auch Menschen halten sich dafür in dem vernebelten Anhänger auf und atmen den salzigen Dampf ein. „Viele Besitzer wissen gar nicht, dass ihre Tiere Atemwegserkrankungen haben“, weiß Hunold. Durch das trockene Heu auf den Wiesen und in den Ställen sowie durch den Klimawandel leide jedoch fast jedes Pferd darunter.

Möglichst viel „Schnodder“ sei gut

„Einige mieten aus Interesse eine Anwendung und sind richtig überrascht, wenn sie sehen, was mit ihren Tieren passiert“, erzählt sie. Schnauben und niesen die Pferde nach der Anwendung, sei das ein gutes Zeichen. Es sei gut, wenn möglichst viel „Schnodder“ – wie Anika Hunold den festgesetzten Schleim nennt – herauskomme. Auch Hunden und Katzen könne die salzige Brise helfen.

Für ihre Sole-Anwendungen verwendet Hunold eine fünfprozentige Solelösung mit Salz aus dem Toten Meer, die reich an Magnesiumsalzen ist und entspannend und entzündungshemmend wirkt. Die Wärme von zwei Infrarot-Heizplatten im Pferdeanhänger sorgen zudem dafür, dass die Gefäße erweitert und die Durchblutung der Tiere verbessert werden.

Ultraschallvernebler werden auch vermietet

Aber nicht nur im Anhänger sind die Anwendungen möglich. Anika Hunold vermietet auch kleinere mobile Ultraschallvernebler, die ganz einfach zu Hause verwendet werden können. Oft reiche es schon, sich einfach vor das Gerät zu setzen und den Dampf einzuatmen, erklärt die 32-Jährige. Tierwohl und Tierschutz – das habe schon immer ganz oben auf ihrer Agenda gestanden.

„Deshalb war ich auch immer auf der Suche nach einer tollen Sache, um den Gesundheitszustand meiner Tiere zu fördern“, berichtet Hunold. Sie selbst litt zudem lange an Keuchhusten, musste oft an die See fahren, da ihr die salzige Brise am Meer half, besser Luft zu bekommen. So kam es, dass sie auf die Anwendungen aufmerksam wurde und beschloss, diese selbst auszuprobieren und auch anderen anzubieten.

Nachfrage ist groß

Mittlerweile besitzt sie vier Mietgeräte, die sie deutschlandweit per Post an ihre Kundschaft verschickt. In der Region ist sie derzeit die einzige, die solche Anwendungen anbietet. Die Nachfrage ist entsprechend groß, die Wartezeit beträgt aktuell einen Monat. Bucht jemand den Anhänger samt Geräten, fährt Hunold fast jede Strecke, um diesen vorbeizubringen.

Die Erfolge motivieren sie dranzubleiben. An ihren eigenen Pferden und an ihrem Hund nahm sie schnell Verbesserungen an Fell und der Atmung war. Auch sie selbst nutzt die Geräte mit ihrer Familie regelmäßig. Da der Anhänger oft ausgebucht und immer seltener auf dem Hof der Familie steht, haben sich die Hunolds daheim kurzerhand selbst eine Solekammer gebaut, die sie sich mit ihren Tieren teilen. Auf den Liegestühlen in der beleuchteten Kammer lassen es sich auch die Töchter Lilli und Holli gerne gut gehen.

Die Kenntnisse über die Sole-Anwendungen hat sich Hunold selbst angeeignet. Sie spricht deshalb von Anwendungen statt von Behandlungen. Von den Tierärzten, die diese Anwendungen der alternativen Medizin zuordnen, bekommt sie hauptsächlich positiven Zuspruch. Und auch eine neue Klientel könnte von den Inhalatoren profitieren: Corona-Patienten mit geschädigten Atemwegen kann der salzige Dampf helfen, besser Luft zu bekommen. Parkinson-Patienten profitiert ebenfalls davon. Für die Zukunft plant Anika Hunold außerdem eine Zusammenarbeit mit Kindergartengruppen.

Zweimal im Jahr für drei Tage empfiehlt die 32-Jährige eine Sole-Anwendung bei Tieren. Zum „Reinschnuppern“ bietet sie die Anwendung für zwei Pferde im Anhänger für 50 Euro an. Je länger gebucht wird, desto günstiger wird es. Ich stehe voll hinter der Sache, und wie gut die Sole-Anwendungen sind, das zeigen einem die Tiere.“

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