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Attacke in U-Bahn-Station: Mutter von mutmaßlichem Täter: Er hat sich nur gewehrt

Essen -

Es sind Szenen, die dem Betrachter Schauer über den Rücken jagen: Teenager schlagen und treten einen jungen Mann und schubsen ihn schließlich wie Dreck in die U-Bahn-Gleise. Passiert ist das in Essen.

U-Bahn-Schubser in Essen: Wertvolle Tipps aus der Bevölkerung

Am Mittwochmorgen kam dann ganz offiziell die gute Nachricht: Die Polizei in Essen hatte sehr viele Hinweise aus der Bevölkerung bekommen. Da waren offensichtlich einige wertvolle Tipps dabei. In der Polizeimeldung heißt es: „Innerhalb kurzer Zeit sind zahlreiche Hinweise eingegangen, die zur Identifizierung der Tatverdächtigen – und dem mutmaßlichen Haupttäter – führten.“

U-Bahn-Schubser in Essen: Fahndung mit Fotos

Die Polizei suchte mit Bildern aus einer Überwachungskamera nach der besagten Gruppe junger Männer, die an einer zentralen Essener U-Bahnhaltestelle einen Mann angegriffen und auf die Gleise geschubst haben soll. Auf einem der Fotos sah man die mutmaßlichen Täter dann tatsächlich dreist in die Überwachungskamera grinsen. 

Die Tennager-Bande habe den 20-Jährigen bereits Ende Juni 2019 an der Haltestelle Berliner Platz „unvermittelt“ geschlagen und getreten, teilten die Ermittler am Dienstag mit.

U-bahn Schubser Fahndungsfoto aus Essen

Dreist: Diese Jungs sollen einen Mann erst geschlagen und getreten haben, bevor sie ihn in U-Bahn-Gleise in Essen schubsten. Am Mittwochmorgen gab die Polizei bekannt, dass die Teenager durch viele Hinweise identifiziert werden konnten.

U-Bahn-Schläger von Essen filmten brutale Tat

„Der 20-Jährige wurde schließlich auf die Gleise geschubst“, so die Polizei weiter. Glücklicherweise konnte er sich vor der nächsten Einfahrt einer U-Bahn selbst zurück auf den Bahnsteig retten.

Der junge Mann erlitt – wie durch ein Wunder – nur leichte Verletzungen. Unfassbar: Die Angreifer sollen die Tat sogar aus der Gruppe heraus gefilmt haben.

In Gleise geschubst: Polizei Essen fahndete nach brutalen Schlägern

Laut Polizei zeichnete eine Überwachungskamera die Szenen auf. Bilder der brutalen Schläger veröffentlichten die Ermittler, um schneller einen Fahndungserfolg zu erzielen. Und dieser Plan ging nun auf. Denn die Polizei hatte Erfolg mit der Fahndung.

Jetzt meldet sich gegenüber „Der Westen“ die Mutter des vermeintlichen Haupttäters (14) zu Wort. Sie behauptet: Ihr Sohn habe sich nur gewehrt.

Mutter von mutmaßlichem U-Bahn-Schläger in Essen: Er hat sich nur gewehrt

Nur gewehrt? Die Bilder aus der Überwachungskamera sehen anders aus. Die Mutter erklärt das so: Das Opfer sei zuerst aggressiv gewesen. Aus der Gruppe um ihren Sohn sei dann ein „Scheiß BVB“ gefallen (das Opfer hatte ein Trikot von Borussia Dortmund an).

Daraufhin soll das Opfer den drei Jungs nachgerannt sein und einen von ihnen getreten haben. Erst dann seien weitere Freunde ihres Sohnes hinzugekommen. Gemeinsam hätten sie beschlossen, den BVB-Fan noch einmal aufzusuchen.

Da habe dann jemand anderes als ihr Sohn auf das Opfer eingeschlagen. Weil diese Person geflüchtet sei, sei der BVB-Fan dann auf ihren Sohn losgegangen, woraufhin dieser sich mit Faustschlägen gewehrt habe. Das sei auf den Bildern zu sehen, meint die Mutter.

Polizei Essen spricht von „Lauf- und Jagdszenen“ in U-Bahn-Station

Also alles anders? Die Polizei widerspricht. In der U-Bahn-Station hätten sich „Lauf- und Jagdszenen“ abgespielt. „Das Opfer wurde dabei massiv angegriffen.“

Wie sich aber inzwischen herausstellte, scheint der Mann insgesamt von zwei Teenager-Gruppen attackiert worden zu sein. Ob für den Stoß auf die Gleise vielleicht nur die zweite – ohne den Sohn der sprechenden Mutter – verantwortlich ist, müssen die weiteren Ermittlungen zeigen.

Anmerkung der Redaktion: Solang die Fahndung lief, waren die Polizei-Fotos aus der Überwachungskamera von den gesuchten jungen Männern im Original einsehbar. Nun hat die Polizei Essen die Fahndung zurückgenommen. Aus diesem Grund sind die Bilder inzwischen gepixelt.

(fj/dob/so)

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