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Auf in die Archive! Die Hertie-Stiftung will die eigene Vorgeschichte klären

Frank-Jürgen Weise, der Vorstandsvorsitzende der Hertie-Stiftung Bild: Frank Röth

Die Hertie-Stiftung hat sich entschlossen, ihre Vorgeschichte aufarbeiten zu lassen: Eine Studie soll zeigen, wie die jüdische Familie Tietz arisiert wurde.

Die Hertie-Stiftung hat sich entschlossen, die Vorgeschichte ihres Stiftungsvermögens aufarbeiten zu lassen. Nachdem Studierende und Alumni der in Berlin ansässigen Hertie School seit dem Frühjahr 2019 mehrfach den Umgang der Stiftung mit der Vergangenheit des Hertie-Konzerns kritisiert hatten (F.A.Z. vom 26.November), gibt sich Frank-Jürgen Weise jetzt kompromisslos: In „völliger wissenschaftlicher Freiheit“, so der Vorstandsvorsitzende der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, solle geklärt werden, „was zu klären ist“.

Deshalb habe man die Frankfurter Gesellschaft für Unternehmensgeschichte mbH (GUG) mit der wissenschaftlichen Aufarbeitung der Vorgeschichte des Stiftungsvermögens beauftragt. Dabei soll untersucht werden, „wie das von der jüdischen Familie Tietz gegründete Unternehmen Hermann Tietz oHG 1933 arisiert wurde und danach in den Besitz von Georg Karg kam“. Der 1972 verstorbene Karg war zunächst Textileinkäufer, seit 1933 Geschäftsführer und später Alleininhaber des Unternehmens der jüdischen Gründerfamilie Tietz, die auf Druck der Nationalsozialisten ihr Eigentum aufgeben musste.

Es ist bereits der dritte Anlauf, den die GUG auftragsgemäß unternimmt, um Licht in die Vorgeschichte des etwa eine Milliarde Euro betragenden Stiftungsvermögens zu bringen. Die beiden ersten Versuche aus den Jahren 2000 und 2008 kamen über das Stadium der „Vorstudie“ nicht hinaus. Dass die damaligen Forschungsergebnisse, so mager sie gewesen sein mögen, unpubliziert geblieben sind, gehörte bislang zu den zentralen Kritikpunkten der im unmittelbaren Umfeld der Hertie School angesiedelten „Her.Tietz-Initiative“, die von der Stiftung die Berufung einer drei- bis fünfköpfigen Historikerkommission gefordert hat. Mindestens ein Kommissionsmitglied solle dabei eine internationale Perspektive vertreten. Diese Forderung hat die Hertie-Stiftung bei ihrer Auftragsvergabe an die GUG nicht erfüllt. Als Autoren der Studie werden die Wirtschafts- und Sozialhistoriker Johannes Bähr aus Frankfurt und Ingo Köhler von der Humboldt-Universität Berlin genannt. Welche Ergebnisse sie erzielen können, dürfte wohl vor allem von den Beständen der Archive der Banken, der Unternehmen sowie der Familie Karg abhängen.

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