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Autohersteller in der Krise: Noch mehr Verluste für Aston Martin

Zwei Aston Martin vor dem Werk in St. Athan, Wales Bild: Reuters

Es läuft weiter nicht rund für Aston Martin und nun geht auch noch der Finanzchef. Besserung versprechen sich die Briten durch den neuen SUV.

Der britische Luxusautohersteller Aston Martin ist tiefer in die Verluste gefahren. Sinkende Verkaufszahlen und hohe Investitionen in den neuen Geländewagen DBX sorgten dafür, dass im abgelaufenen Jahr ein Verlust vor Steuern von 104 Millionen Pfund (umgerechnet rund 123 Millionen Euro) zu Buche stand, wie der Hersteller des legendären James-Bond-Autos am Donnerstag mitteilte. Im Jahr zuvor hatte der mit Ferrari und Porsche konkurrierende britische Hersteller einen Vorsteuerverlust von 68 Millionen Pfund ausgewiesen. Die Auslieferungen schrumpften um neun Prozent auf 5862 Fahrzeuge.

Im laufenden Jahr will sich Aston Martin stärker dem Verkauf von SUV zuwenden, die in der Branche im Trend liegen und von denen die Rivalen schon länger profitieren. Den Anfang macht der DBX, das erste Modell von Aston Martin dieser Bauart. Den Absatz von Sportwagen an Händler wollen die Briten zurückfahren, um die Lagerbestände zu verringern.

Das Unternehmen aus der Nähe von Birmingham kündigte zudem an, dass Finanzchef Mark Wilson spätestens Ende April von seinem Posten zurücktreten werde. Gefeuert werde er nicht. Aston Martin hatte unlängst angekündigt, dass sich der kanadische Milliardär und Formel-1-Rennstallbesitzer Lawrence Stroll mit 20 Prozent an dem Unternehmen beteiligen wird. Insgesamt will Aston Martin einschließlich einer Kapitalerhöhung bei seinen Anteilseignern rund eine halbe Milliarden Pfund einsammeln, um seine Liquidität aufzupolstern.