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Bad Kissingen: 21 Mitglieder sagten dem Kreistag adieu

Die Ehrungen zum Abschied aus dem Kreistag waren wegen der Corona-Pandemie verschoben worden. Jetzt fanden die Feierlichkeiten im würdigen Ambiente der Musikakademie statt.

Eigentlich werden scheidende Kreistagmitglieder noch während der laufenden Wahlperiode im Frühjahr des betreffenden Jahres geehrt. Doch in Zeiten der Corona-Pandemie ist so manches anders als gewohnt, sagte Landrat Thomas Bold bei der Verabschiedung der 21 Kreisrätinnen und Kreisräte in Hammelburg. Für die feierliche "Abschlusssitzung" am 24. September hatte man den Speisesaal der Musikakademie als würdigen Rahmen gewählt.

Gleich zu Beginn erinnerte der Kreischef an die verstorbenen Kreistagsmitglieder Walter Müller (2015), Alfred Schrenk und Wolfgang Back (beide 2018). "Sie waren herausragende Persönlichkeiten, die die kommunalpolitische Landschaft des Landkreises entscheidend mitprägten." An den Anfang stellte Bold auch ein Resümee der "Highlights" der Wahlperiode 2014 bis 2020, in dem er unter anderem auf die Bewältigung der Flüchtlingskrise, auf Erfolge in Sachen SuedLink, auf Baumaßnahmen wie den BBZ-Neubau in Münnerstadt, die Sanierung der Hammelburger Musikakademie oder die Erweiterung des Landratsamts einging.

Fünf Mal den Wappenteller überreicht

Er zählte aber auch Projekte wie zum Beispiel die Fortentwicklung des Zentrums für Telemedizin, das geplante Naturerlebniszentrum am Klaushof und die Gründung der Rhön GmbH zu den wichtigen Maßnahmen, die der Kreistag in den vergangenen Jahren mit Verantwortung und Augenmaß für das Mögliche vorangetrieben habe. Man habe im Gremium stets "konstruktiv und vertrauensvoll" zusammengearbeitet. Bold: "Auch wenn wir uns in der Sache nicht immer einig waren, blieb der Umgang untereinander fair und der Ton sachlich. Das ist keine Selbstverständlichkeit."

Zunächst überreichte der Kreischef als Dank für die geleistete Arbeit im Gremium den Landkreis-Wappenteller an fünf Kreisrätinnen und Kreisräte. Achim Bieber (SPD) ist seit 2008 im Marktgemeinderat Maßbach aktiv und engagierte sich seit 2014 im Kreistag, sagte Bold. 
Ursula Müller-Ahammer (SPD) war von 2002 bis 2014 im Hammelburger Stadtrat aktiv und rückte im Dezember 2018 für den verstorbenen Kreisrat Alfred Schrenk ins Gremium nach.

Ehrung für 12 Jahre Kreistagsarbeit

Michaela Wedemann (CSU) wurde in Abwesenheit geehrt. Sie ist seit 2008 im Münnerstädter Stadtrat vertreten. Im Juli 2015 rückte sie für Walter Müller in den Kreistag nach. Für ihre seit 2014 im Gremium geleistete kommunalpolitische Tätigkeit wurden auch Stefan Lang (Freie Wähler) in Abwesenheit und Norbert Schmäling (ÖDP) feierlich gewürdigt.

Das Goldene Landkreis-Ehrenzeichen bekamen Reimar Glückler, Edgar Kast, Robert Kiesel, Walter Gutmann und Hans-Dieter Scherpf.
Das Goldene Landkreis-Ehrenzeichen bekamen Reimar Glückler, Edgar Kast, Robert Kiesel, Walter Gutmann und Hans-Dieter Scherpf. Foto: Isolde Krapf

Acht frühere Mitglieder des Kreistags wurden mit dem Landkreis-Ehrenzeichen für zwölf Jahre kommunalpolitischer Tätigkeit bedacht. Helmut Blank (CSU) war 2008 bis 2020 Bürgermeister in Münnerstadt und genauso lang im Kreistag vertreten. Manfred Dittmar (FDP) setzte sich, wie Bold hervorhob, 30 Jahre nach der ersten Wahlperiode im Kreistag (1978 bis 1984) seit 2014 erneut für die Anliegen der Kreisbürgerinnen und -bürger ein. Dass Dittmar sich nach drei Jahrzehnten wieder politisch engagierte, nannte er eine Besonderheit. Jürgen Englert (SPD) wurde in Abwesenheit geehrt. Er ist seit 1996 im Marktgemeinderat Elfershausen vertreten, 2002 bis 2020 sogar als Zweiter Bürgermeister. Seit 2008 war er im Kreistag tätig und hatte seit Dezember 2018 das Amt des weiteren Stellvertreters des Landrats inne.

Großer Einsatz für die Bürgerschaft gelobt

Peter Hart (CSU) setzte sich seit 1990 in der Kommunalpolitik ein, sagte Bold. Zunächst war er Mitglied im Fuchsstadter Gemeinderat und wurde 2002 schießlich an die Spitze des Gremiums gewählt, ist also 18 Jahre dort Bürgermeister gewesen. Im Kreistag ist er seit 2008 vertreten. Hart habe sich seinen Ehrenämtern "weit über das übliche Maß hinaus" gewidmet, sagte Bold und lobte seinen "großen Einsatz für die Gemeinschaft". So war er zum Beispiel auch Feldgeschworenen-Obmann für den Landkreis Bad Kissingen.

Anna Maria Krug (CSU) war im Juli 2018 für Wolfgang Back in den Kreistag nachgerückt. Aber sie war bereits von Dezember 2004 bis 2014 schon einmal Mitglied im Gremium gewesen. Seit 1995 ist Robert Römmelt (SPD) in der Kommunalpolitik aktiv gewesen. Bis 2014 lenkte er als Bürgermeister die Geschicke der Gemeinde Riedenberg. In den Kreistag wurde er 2008 gewählt. Dass Römmelt im Kreistag stets sagte, was er für richtig hielt, selbst wenn es nicht der eigenen Parteidoktrin entsprach, dafür zollte ihm Bold Lob.

Drei Landkreis-Ehrenzeichen in Silber verliehen

Peter Sell (CBB-FW) sei zahlreichen Menschen vor allem auch durch sein Engagement bei der Feuerwehr als Kommandant, Kreisbrandmeister, Kreisbrandinspektor und Stellvertreter des Kreisbrandrats ein Begriff, sagte Bold. Im Kreistag vertrat er die Interessen der Bürger seit 2008 auf vielfältige Weise. Oswald Türbl war 1996 bis 2014 im Marktgemeinderat Schondra vertreten und engagierte sich seit 2008 auch im Kreistag, so zum Beispiel im Kulturausschuss und im Sportbeirat.

Landrat Bold verlieh das Landkreis-Ehrenzeichen in Silber an Wolfgang Görner (SPD), der seit 2008 im Kreistag war und neun Jahre lang als Vorsitzender seiner Fraktion fungierte. Bold sagte, man habe überlegt, ob die "Kreistagsband", bestehend aus Görner, Walter Gutmann und Bernd Hammer, am Donnerstag in der Musikakademie nochmals aufspielen sollte. Aber zur eigenen Verabschiedung zu spielen, wäre zuviel verlangt gewesen, fand Bold. Gute Musik gab's dennoch von Roman Riedel (Posaune) und seinem Schüler Jonas Greubel (12 Jahre).

Silber gab es auch für Bernd Hammer (CSU), der sich seit 2002 in die Kreistagspolitik einbrachte. Bold hob zudem seine Verdienste in der Musik hervor. So war er unter anderem zehn Jahre lang Kreisvorsitzender des Nordbayerischen Musikbundes gewesen.

Zu Beginn gaben Jonas Greubel (vorn) und Roman Riedel die 'Ode an die Freude' zum Besten.
Zu Beginn gaben Jonas Greubel (vorn) und Roman Riedel die "Ode an die Freude" zum Besten. Foto: Isolde Krapf

Gold für politische Urgesteine

Ein politisches Urgestein ist Irmgard Heinrich (CSU). 1984 wurde sie erstmals in den Marktgemeinderat Oberthulba gewählt und war dort 18 Jahre vertreten. Seit 2002 setzte Heinrich sich dann im Kreistag für die Belange der Bürgerinnen und Bürger ein. Bold hob hervor, dass sich Heinrich "mit großem Einsatz für die Gemeinschaft" stark machte. Das sei auch dem Kreistag zu Gute gekommen, wenn er unterwegs war, schmunzelte der Landrat. Denn Heinrich habe auf den Fahrten stets für alle gesorgt: "Sie ist so etwas wie die Mutter der Kompagnie." 

Und schließlich gab's noch viermal Gold in dieser Sitzung. Reimar Glückler (CBB) ist seit mehr als drei Jahrzehnten Stadtratsmitglied in Hammelburg. Von 1996 bis 2008 hatte er als Dritter und von 2008 bis 2020 als Zweiter Bürgermeister die Geschicke der Stadt mitgestaltet. Seit 2002 gehörte er dem Kreistag an und war von Beginn an Vorsitzender seiner Fraktion. Bold zählte die zahlreichen Funktionen und Kreistagsgremien auf, in denen sich Glückler Verdienste erwarb. Nach Bolds Ansicht habe Glückler sich "weit über das übliche Maß hinaus" engagiert.

In zahlreichen Gremien und Ämtern aktiv

Walter "Pizzi" Gutmanns (CSU) kommunalpolitische Laufbahn begann vor 50 Jahren. 1970 wurde er in den Gemeinderat Wildflecken gewählt und war dort ab 1979 für 23 Jahre Bürgermeister. Seit 1984 ist er im Kreistag gewesen. Von 1985 bis 2008 fungierte er als stellvertretender Landrat. Gutmann habe sein breites Wissen stets "gewinnbringend" in allen Kreis-Gremien eingebracht, in denen er vertreten war, sagte Bold. Edgar Kast (CSU) ist seit 1996 im Kreistag gewesen. Auch Kast habe sich in den vergangenen 24 Jahren "in erheblichem Maße für die Belange der Bürgerinnen und Bürger eingesetzt", lobte Bold.

Er nannte ihn den "Mr. Verkehrssicherheit", weil Kast sich Jahrzehnte lang darum bemühte, Kindern das adäquate Verhalten im Verkehr beizubringen. Später wurde er durch seine Rollatorkurse für Senioren berühmt. Hans-Dieter Scherpf wurde zweimal in den Kreistag gewählt (1984 bs 1996 und 2002 bis 2020). Zudem war er 1978 bis 2017 auch im Hammelburger Stadtrat tätig. Durch "sachkundige Arbeit" habe er sich das Vertrauen der Bürger erworben, hob Bold hervor.

Statt Gold gab's einmal ein kulinarisches Präsent

Das Goldene Landkreis-Ehrenzeichen konnte Landrat Bold an Robert Kiesel (CSU) nicht überreichen. Denn das besitzt Kiesel bereits. Nichtsdestotrotz hob Bold natürlich die außerordentlichen Verdienste Kiesels hervor, der freilich auch als Landtagsabgeordneter (1990 bis 2013) über die Grenzen des Landkreises hinaus bekannt wurde. 25 Jahre war er im Kreistag vertreten (1990 bis 1991 und 1996 bis 2020). Kiesel habe sein breites Wissen bereitwillig in den verschiedenen Kreisgremien eingebracht, so Bold. Zum Abschied bekam Kiesel dann doch noch etwas überreicht: einen fränkischen Schoppen.

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