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Bad Kohlgrub steht mit Josef Niklas vor schwierigem Spiel gegen Lenggries

Vertrautes Bild: Josef Niklas ist wieder für den FC Bad Kohlgrub am Ball. Der 32-Jährige lief bereits im Alter von 19 Jahren für die Ammertaler auf.

Trotz Niederlage auf Niederlage, betont Trainer Pajonkowski immer wieder, wie gut seine Truppe mitzieht. Ehemaliger Spieler will den Ammertalern jetzt helfen.

Bad Kohlgrub – Die Fußballschuhe verstaubten langsam aber sicher in der Ecke, unberührt – und das seit Monaten. Josef Niklas hatte keine Lust mehr auf Fußballspielen, widmete sich lieber anderen Dingen. Doch nach und nach kam die Begeisterung wieder. Diese Vorfreude, den grünen Rasen unter den Füßen zu spüren, mit den Teamkollegen gemeinsam um Punkte zu kämpfen.

Als dann der FC Bad Kohlgrub bei seinem Mittelfeldmann anfragte, ob er Lust habe ab und an auszuhelfen, war es vorbei mit der fußballfreien Zeit. Niklas sagte zu, trainierte wieder mit dem Kreisliga-Team und gab vergangenes Wochenende sein Comeback bei der knappen Niederlage in Waldram (1:2). Der 32-Jährige hat Blut geleckt, will seinem Herzensverein helfen. Auch beim schweren Auswärtsspiel in Lenggries an diesem Samstag (15 Uhr).

„Schön war’s nicht“, erzählt Niklas mit Blick auf den Horror-Start der Bad Kohlgruber in die Saison mit zahlreichen hohen Niederlagen. Auch wenn er nicht auf dem Platz stand, tat es dem Routinier weh, seine Teamkollegen Woche für Woche leiden sehen zu müssen. Mit dem ersten Training nach langer Pause gewann Niklas die Lust am Fußball wieder zurück. Ein entscheidender Faktor dabei: die ausgezeichnete Stimmung im Team. „Jeder gibt Gas, keiner lässt sich von der aktuellen Situation runterziehen.“ Noch immer steht in Sachen Punkte in Bad Kohlgrub die Null. Der Klassenerhalt ist in weite Ferne gerückt. Und dennoch: ein Aufwärtstrend ist erkennbar. In Waldram hätte es beinahe mit etwas Zählbarem geklappt – der FC führte bis kurz vor Schluss mit 1:0.

Wir sind gut drauf, wie die ganze Saison schon“

„Die Niederlage hat natürlich geschmerzt. Dennoch war der Frust nicht riesig. Wir sind gut drauf, wie die ganze Saison schon“, betont FC-Trainer Oliver Pajonkowski. Neben Niklas konnte der Coach in Waldram auch auf die Dienste von Stefan Freisl, Benjamin Strauß und Tobias Ollert bauen. Wichtige Stützen für die Bad Kohlgruber. Von dem Begriff „Rückkehrer“ will Pajonkowski aber aus einem bestimmten Grund nichts wissen: „Sie werden nicht jedes Mal dabeisein können, sind häufig beruflich oder privat verhindert.“ Angst und Bange ist dem Trainer aber auch ohne das Quartett nicht, die ganze Mannschaft habe sich zuletzt gesteigert. „Auch schon gegen Miesbach, als die vier Jungs noch nicht dabei waren.“ Zweifelsohne würden die genannten Spieler aber die Qualität beim FC steigern.

Niklas wird auch bei der Herkules-Aufgabe beim Ligazweiten aus Lenggries mit von der Partie sein. Bei Strauß, Freisl und Ollert hingegen sieht es schlecht aus, eine finale Entscheidung gibt es allerdings noch nicht. Angst vor hohen Niederlagen bei einem Spitzenteam wie in Murnau (0:6) oder Kreuth (0:11) haben die Ammertaler jedoch nicht. „Klar wird es schwer. Aber wir gehen in jede Partie rein, um zu punkten“, betont Pajonkowski. Ähnlich wie in Waldram ginge es erneut darum, kompakt in der Defensive zu stehen und nach vorne Nadelstiche zu setzen. Dabei könnte auch Niklas wieder eine entscheidende Rolle spielen. (MARCO BLANCO UCLES)