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Baden im Kölner Rhein: Nicht verboten, aber lebensgefährlich

Köln -

Heiße Sommertage, volle Flussstrände, unterschätze Gefahr: Seit Anfang Juni ist die Feuerwehr in Köln zu etwa 50 Einsätzen gerufen worden, weil laut Augenzeugen Menschen im Rhein getrieben sind und sich nicht mehr helfen konnten. „Da war alles dabei: vom blinden Alarm bis zur Menschenrettung und leider auch zur Bergung einer Leiche“, sagt Feuerwehrsprecher Ulrich Laschet.

„Es gibt auch Fälle, in denen sich die Personen doch noch selbst aus dem Wasser befreien konnten.“ Auf welchem Niveau die Einsatzzahlen gegenüber den Vorjahreszeiträumen liegen, wertet die Feuerwehr noch aus. Zu Sommerbeginn war befürchtet worden, dass viele Kölner wegen der Corona-Krise auf Reisen verzichten und an Hitzetagen am heimischen Rheinstrand Abkühlung suchen und die Gefahr unterschätzen oder ignorieren.

Kölnerinnen im Rhein abgetrieben

Am Samstagabend ist die Befürchtung einmal mehr Realität geworden. Zwei junge Frauen, 27 und 29, gehen in Rodenkirchen in den Rhein. Beide sind Kölnerinnen, sollten um das eigentlich hinlänglich bekannte Risiko wissen.

Beide verlieren schnell die Kontrolle und werden abgetrieben. Ein Kanufahrer rettet die Ältere, am nächsten Abend wird eine Frau nahe der Unglücksstelle tot im Wasser gefunden. „Mit hoher Wahrscheinlichkeit“ handelt es sich um die 27-Jährige, nach der die Feuerwehr am Samstagabend auch mit einem Hubschrauber vergeblich gesucht hat.

Zweifelsfrei geklärt ist die Identität noch nicht, hieß es von der Polizei. Ob eine Obduktion der Leiche stattfinden soll, war am Montag noch unklar. Die gerettete 29-Jährige kam ins Krankenhaus und wurde später von der Polizei zum Ablauf des Unglücks befragt. Die Ermittlungen zu Ursache und Hergang laufen.

Notruf löst einstudiertes Eingreifen aus

Wenn ein solcher Notruf wie am Samstag gegen 18 Uhr bei der 112 eingeht, bringt das ein fest einstudiertes Prozedere bei der Feuerwehr in Gang. „Wir lassen uns erst vom Anrufer mitteilen, auf welcher Seite und auf welcher Höhe genau die Person im Rhein gesehen oder vermutet wurde und schicken Rettungskräfte dorthin“, sagt Laschet.

„Das gleiche machen wir an anderer Stelle. Die Faustformel lautet: Innerhalb von zehn Minuten treibt die Person etwa zwei Kilometer stromabwärts. Bei Hochwasser etwas schneller, bei Niedrigwasser etwas langsamer.“ Parallel dazu suchten Kräfte an Land die Ufer mit dem Fernglas ab und seien „jederzeit bereit, in den Rhein zu springen, um die Person zu retten“.

Badeunfall1

Die Suchaktion der Rettungskräfte am vergangenen Samstag 

Zeitgleich wird einer der beiden Rettungshubschrauber der Feuerwehr alarmiert, dazu zwei Boote aus dem Deutzer Hafen. „Wir suchen zu Wasser, zu Lande und aus der Luft nach den Patienten“, sagt Laschet.

Wenn die Person in der Innenstadt im Rhein vermutet wird, sucht obligatorisch ein Team die Ketten der linksrheinischen Schiffsanleger in der Altstadt ab. Dort verfingen sich regelmäßig Gegenstände und womöglich auch Körper.

Baden grundsätzlich erlaubt

Die Suche nach der 29-Jährigen in Rodenkirchen wurde nach gut zwei Stunden abgebrochen – ein eher langer Zeitraum. Üblicherweise richten sich die Rettungskräfte ab einer Dreiviertelstunde darauf ein, die Person nur noch tot aus dem Rhein bergen zu können.

„Nach einer bis anderthalb Stunden hat so gut wie niemand mehr eine Chance, noch gerettet zu werden“, sagt Laschet. Die Entscheidung, eine Suche erfolglos abzubrechen, trifft der Einsatzleiter.

Grundsätzlich ist Baden im Rhein in Köln erlaubt. Verboten ist das Schwimmen nur in der Fahrrinne und an Stellen, an denen das Ufer befestigt ist, wie etwa in der Innenstadt, in Mülheim oder Deutz. Dennoch warnen Hinweisschilder an mehreren Stellen vor der Lebensgefahr.

Und auch Experten raten dringend davon ab, in den Rhein zu springen. Auch weil die Buchten der Buhnen an beliebten Stränden wie in Rodenkirchen, Poll und Merkenich Sicherheit vortäuschen, unterschätzen viele die Gefahr.

An besonders heißen Sommertagen wie zuletzt häufen sich daher die Rettungseinsätze. „Fast jedes zweite Wochenende sind wir im Einsatz und müssen Menschen aus dem Rhein retten“, sagt auch Michael Grohe von der DLRG, die die Feuerwehr an Wochenenden unterstützt.

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