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Bald Stützmauern im neuen Baugebiet in Northeim möglich

Stadtverwaltung stellt Änderungen für Bebauungsplan „Südlicher Wieter“ vor

Bald Stützmauern im neuen Baugebiet in Northeim möglich

Der Einbau von Stützmauern soll künftig hier möglich sein.

Die Northeimer Stadtverwaltung hat auf die Kritik von Bauherren bezüglich des Bebauungsplans 125 reagiert.

Northeim – Im aktuellen Neubaugebiet am südlichen Wieter soll es künftig möglich sein, dass Bauherren zur Absicherung und zum Ausgleich des Geländes auf ihren Grundstücken Stützmauern einbauen lassen. Das sieht die geplante Änderung des Bebauungsplanes 125 („Südlicher Wieter“) vor, die die Northeimer Stadtverwaltung in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Planen, Bauen und Umwelt vorgestellt hat.

Mit dieser Änderung reagiert die Verwaltung auf massive Kritik aus Reihen der Bauherren, die sich durch das bislang geltende Verbot für solche Stützmauern bei der Gestaltung ihrer in Hanglage befindlichen Grundstücke stark eingeschränkt fühlen und sogar zum Teil fürchten, keinen Versicherungsschutz für ihre Häuser zu bekommen (wir berichteten).

Auch hinsichtlich der im Bebauungsplan geltenden Höhen will man den Bauwilligen jetzt entgegenkommen. Die derzeit festgesetzte Traufenhöhe, die aus Sicht vieler Bauherren Probleme bei der Nutzung der Dachgeschosse macht, soll komplett gestrichen werden. Darüber hinaus soll die Höhe der baulichen Anlagen künftig an der mittlere Oberkante der an das jeweilige Baugrundstück angrenzenden Straße und nicht mehr am natürlich gewachsene Gelände bemessen werden. Die bisherige Regelung hatte zu Unsicherheiten bei den Planungen der Eigenheime geführt.

Wirksam werden die vorgestellten Änderungen laut Stadtverwaltung allerdings erst, wenn das Verfahren zur Änderung des Bebauungsplanes abgeschlossen ist. Aus rechtlichen Gründen sei es daher nicht möglich, vorab Ausnahmeregelungen für Bauherren zu genehmigen.

Zusätzlich zu den von den Bauwilligen geforderten Änderungen soll auch die Gestaltung der Vorgärten im Neubaugebiet neu geregelt werden. Demnach sind künftig sogenannte Schottergärten grundsätzlich ausgeschlossen. Bislang sind im Neubaugebiet Beete auf Folien sowie Kiesbeete ausschließlich in Vorgärten bis zu einer Größe von insgesamt zehn Quadratmeter zulässig.