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Bayern hat Respekt vor Superstar: Messi ist die größte Gefahr für Barça

Der FC Barcelona ist ein Weltklub mit einem hochkarätig besetzten Kader. Aber eigentlich dreht sich doch nur alles um einen Spieler: Lionel Messi. Wird das den Katalanen zum Verhängnis? Und was ist eigentlich der Plan des Superstars?

Beim FC Barcelona müsse sich schleunigst "eine Menge ändern", denn der Klub verfüge nur über "eine inkonstante, schwache Mannschaft, die mit Intensität und Willen" geschlagen werden kann. Das sind nicht die Worte eines Barça-Fans, der ob der verloren gegangenen spanischen Meisterschaft erbost ist. Nein, das waren Aussagen von Lionel Messi nach der 1:2-Heimniederlage gegen Osasuna, die Real Madrid vor einem Monat zum Titelgewinn verhalf.

Messi ist auch mit 33 Jahren immer noch der unumwundene Superstar des Weltklubs aus der katalanischen Metropole. Seine Leistungen reichen weiterhin von sehr gut bis galaktisch. Aber der kleine Argentinier lässt seinem Unmut über die letzten Jahre regelmäßiger in aller Öffentlichkeit freien Lauf. Denn obwohl Messi weiterhin auf dem Rasen zaubert, kann er sich immer seltener über Titel freuen. Die laufende Saison könnte für Messi und Barcelona sogar komplett ohne Trophäe enden.

Der 33-Jährige ist sicherlich glücklich darüber, dass er immer noch als einer der weltbesten Spieler angesehen wird. Aber ihm wird es sicherlich Kopfzerbrechen bereiten, dass er weiterhin für Barça Partien gewinnen muss. Das beste Beispiel war der 3:1-Sieg gegen Napoli am vergangenen Samstag. Die restliche Mannschaft war okay, Messi war einmal mehr außergewöhnlich. Mit seinen Dribblings und seiner Ballbehandlung auf engstem Raum durchbrach er die Defensive der Italiener mehrfach und sorgte damit für die notwendigen Akzente in der Offensive.

Kein Ersatz in Sicht

In den vergangenen Jahren haben die Verantwortlichen in Barcelona viele Millionen in die Hand genommen, um andere Stars zu kaufen und damit einen reibungslosen Umbruch einzuleiten. Aber weder Antoine Griezmann, Ousmane Dembélé noch Philippe Coutinho konnten auch nur ansatzweise im Trikot der "Blaugrana" glänzen. Damit läuft für Barça langsam die Zeit ab.

Messi selbst soll sogar einen Wechsel in absehbarer Zeit in Erwägung ziehen. Dieses Szenario würde seinen FC Barcelona zum Handeln zwingen. Im besten Fall würde die junge Garde um Riqui Puig und Ansu Fati sowie die Neuzugänge Trincão und Pedri ihre Chance erhalten. Allerdings würde es ihnen natürlich guttun, könnte sie noch zwei Jahre an der Seite von Messi lernen.

Unbestritten ist, dass ein Abgang Messis ein derber Einschnitt wäre, den Barça sportlich zunächst nicht verkraften könnte. Das Spiel ist auf den Argentinier zugeschnitten. Es dreht sich sogar seit geraumer Zeit - also nachdem die Mittelfeldgiganten Xavi und Andrés Iniesta den Verein verließen - noch stärker um ihn. Er diktiert die Raumaufteilung in der Offensive, wird zuständig mit Pässen gesucht und soll im Notfall einfach mit einem Dribbling für den Durchbruch sorgen.

"Bei Barças Projekt für die Zukunft müssen die Leute mitmachen, die wissen, welcher Stil Barça an die Weltspitze gebracht hat. Ich bin mir sicher, das ist Lionel wichtig", sagte kürzlich Victor Font. Er ist Kandidat für das Präsidentschaftsamt im nächsten Jahr und somit Gegenspieler zum aktuellen Vorsitzenden Josep Maria Bartomeu.

Bartomeu und Messi sollen nicht das beste Verhältnis haben. Neben lautstarken Gerüchten, wonach Bartomeu über einen Abgang des Superstars alles andere als unglücklich wäre, gibt es auch Anschuldigungen hinsichtlich des sogenannten "Barçagate". Laut einer Recherche des Radiosenders SER soll das von Barça beauftragte Unternehmen I3 Ventures sechs Social-Media-Konten mit Namen wie "Respecto y deporte", "Sports Leaks" oder "Alter Sports" unterhalten, von denen negative Botschaften und Fake-News über wichtige Persönlichkeiten verbreitet wurden - unter ihnen der erwähnte Victor Font, Ex-Präsident Joan Laporta, Ex-Trainer Pep Guardiola, Ex-Spieler wie Xavi und auch ein gewisser Lionel Messi.

Selten passte die Analogie zu Watergate besser als in diesem Fall. Wie damals in Washington ging es um die Diskreditierung von Gegnern und wie damals soll dadurch die Unpopularität des Präsidenten überdeckt werden. Bartomeu bestreitet die Vorwürfe und behauptet, die eine Million Euro, die I3 Ventures erhielt, waren lediglich fürs "Monitoring" der sozialen Netzwerke.

Messi, dessen Vertrag 2021 ausläuft und der somit ab dem Januar des kommenden Jahres mit anderen Vereinen offen verhandeln kann, wird seine Zukunft wahrscheinlich auch von der Zukunft auf der Präsidentenposition abhängig machen. Eine Zusammenarbeit mit Bartomeu über den Sommer 2021 hinaus scheint äußerst unrealistisch.

Die unmittelbare Zukunft hält für Messi und seine Mitspieler allerdings zunächst ein Aufeinandertreffen mit Bayern München bereit. Anders als in der Vergangenheit, in der Messi in fünf Spielen gegen den deutschen Rekordmeister bereits sechs Scorerpunkte verbuchen konnte, gehen die Katalanen ausnahmsweise als Außenseiter in die Begegnung.

Allerdings werden die Bayern dem argentinischen Superstar großen Respekt entgegenbringen. Sie wissen, dass gerade in einer K.-o.-Partie wenige magische Momente Messis ausreichen, um für die Entscheidung zu sorgen. Auf Linksverteidiger Alphonso Davies wie auch Nebenmann David Alaba wird eine Mammutaufgabe zukommen. Denn Messi ist und bleibt bis auf Weiteres die zentrale und alles entscheidende Figur beim großen FC Barcelona.

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