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„Bedrohliche Lage“ : Karl Lauterbach besucht Klinik und rät Kölnern zu hartem Schritt

Köln -

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (57) hat am Dienstag die Infektionsstation im Krankenhaus in Holweide besucht. In der Klinik sind aktuell die Intensivkapazitäten mit über 90 Prozent ausgelastet.

Alle verschiebbaren OP-Termine musste das Krankenhaus absagen. Lauterbach hat sich vor Ort ein Bild von der Lage gemacht und beurteilt die Situation in Köln insgesamt als „bedrohlich.“

Der SPD-Gesundheitsexperte rät allen Kölnern zu einem drastischen Schritt, um das Infektionsrisiko vor den Feiertagen kleiner zu halten.

Köln: Krankenhaus Holweide hat nur noch zwei freie Intensivplätze

An diesem Dienstag ist Karl Lauterbach in Holweide unterwegs und auch sonst kommt der Corona-Experte seit Beginn der Pandemie viel rum. Doch viel Schlaf bekommt der international gefragte Epidemiologe aktuell nicht. Wie wenige Stunden es sind, will er gegenüber EXPRESS nicht sagen.

„Es ist viel zu wenig Schlaf, viel weniger als ich meinen Patienten raten würde. Ich bin als Epidemiologe zwar Wegweiser, gehe aber selbst nicht mit“, schmunzelt Lauterbach. Was ihn bis in die Nacht umtreibt, ist auch die Corona-Lage in Köln.

„Ich finde die Situation in Köln bedrohlich. Ich glaube, dass wir hier ein großes Risiko eingehen, indem wir die Intensivkapazitäten über die Feiertage voll ausreizen“, sagt Karl Lauterbach vor Ort. Die Krankenhaus-Leitung Holweide sieht die Situation ähnlich.

Köln-Holweide: 20 Corona-Patienten in Behandlung

Die zweite Welle habe das Krankenhaus diesmal bei voller Arbeit getroffen und von leeren Betten, wie zu Anfang des Jahres, könne nun absolut keine Rede mehr sein.

Damit nimmt das Krankenhaus auch die gesamte Lage für Köln in den Blick. Gerade behandelt das Klinik-Team Holweide 20 Covid-Patienten, davon vier auf der Intensivstation und drei werden beatmet. Auch aufgrund anderer Intensivpatienten auf der Station, seien im Krankenhaus sonst nur noch zwei Intensivbetten frei, so die Klinik-Leitung rund um Geschäftsführer Holger Baumann vor Ort.

Karl Lauterbach sieht geöffneten Einzelhandel kritisch

Karl Lauterbach zeigt sich in Köln-Holweide vom Engagement der Klinik in diesen Zeiten angetan. Vor dem Eindruck dieses Besuchs, rät Gesundheits-Experte Karl Lauterbach den Kölnern eindringlich von Shopping-Ausflügen in die Kölner Innenstadt ab.

Nicht gefallen habe ihm auch die aktuelle Diskussion um die verkaufsoffenen Sonntage.

„Dafür ist jetzt nicht die Zeit“, so Lauterbach klar. Stattdessen rät der Kölner zur Vorisolation und Shopping-Ausflüge in Köln lieber auf nach Weihnachten zu verschieben.

Lauterbach: „Lieber mit den Einkäufen bis nach Weihnachten warten“

„Dann lieber ein paar Tage mehr mit dem Einkauf warten, als jemanden an Weihnachten zu gefährden“, so Lauterbach. Der SPD-Gesundheitsexperte würde sich wünschen, dass auch das Einzelhandel-Personal über die Feiertage zu Hause bleiben könnte.

Der Kölner Corona-Experte hofft, dass sich das Infektionsgeschehen nach den Feiertagen nicht noch weiter verschärft. „Damit es nicht doch noch zu Triage-Entscheidungen kommen muss“, appelliert Lauterbach.

Karl Lauterbach feiert Weihnachten 2020 mit Mutter (85)

Der Corona-Mahner selbst will Weihnachten im kleinen Kreis in Köln feiern.

„Meine Schwester und ich versuchen uns für den Besuch meiner Mutter mindestens fünf Tage vor Weihnachten zu isolieren. Meine Mutter ist 85 und wird 86 Jahre alt. Wir wollen ihr als Weihnachtsgeschenk die Gesundheit schenken und alles versuchen, um sie nicht zu infizieren“, so Lauterbach zum Schluss.

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