Nach Meinung des Landesschülersprechers Richard Gamp brauchen die Berliner Schulen gerade in der Corona-Krise eine bessere Ausstattung.

Schüler und Eltern müssten stärker in die Erarbeitung von Konzepten einbezogen werden, sagte er am Freitagmorgen im rbb-Inforadio. Es müsse deutlich mehr Geld für Hygienemaßnahmen und besser ausgearbeitete Notfallkonzepte geben.

Wenn man wolle, dass Schüler besonders oft Hände waschen, brauche man entsprechende Sanitärmöglichkeiten, sagte Gamp. Wenn man wolle, dass Tische desinfiziert werden, brauche man Desinfektionsmittel.

Auch die Bildungsgewerkschaft GEW hatte zuletzt eine Milliarde Euro Soforthilfen für Schulen gefordert, um zum Beispiel auch Personal einzustellen und zusätzliche Räume zu schaffen.

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Die ersten Berliner Schulen hatten kurz nach Schulstart auf Corona-Infektionen reagieren müssen. An acht Schulen waren bis Donnerstagabend positive Tests bekannt, ein Gymnasium wurde vorsorglich geschlossen.

In Berlin gilt eine Maskenpflicht in Schulgebäuden, aber nicht während des Unterrichts. Schülersprecher Gamp findet die Regelung richtig. Im Unterricht solle man darauf achten, Abstand zu halten, regelmäßig zu lüften und Kontaktflächen zu desinfizieren.

Aber im Unterricht sollte meiner Meinung nach – wenn möglich – die Maske abgesetzt werden dürfen, weil es doch sehr, sehr unangenehm wird und das Lernen deutlich erschwert für die Schülerinnen und Schüler.“