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Betrüger nehmen Seniorin aus - sie nimmt sich aus Scham das Leben

Es ist ein harter Schicksalsschlag, den diese Familie verkraften muss. Die Schwiegermutter wurde Opfer von falschen Polizisten. Aus Scham nahm sie sich das Leben.

Fürstenfeldbruck – Gerda Rossmanith war ein lebensfroher Mensch, erzählt ihr Schwiegersohn Immanuel Koppitz. „A paar Jahrl gehen no“, hat sie immer gesagt. Doch dass sie fast ihr ganzes Erspartes an Telefonbetrüger verlor, war zu viel für die 82-Jährige aus Fürstenfeldbruck.

Seniorin soll als Lockvogel helfen und wurde um ihr Erspartes beraubt

Anfang September hatte die Rentnerin von einem angeblichen Polizisten einen Anruf erhalten. „Gerdi sollte als Lockvogel mithelfen, korrupte Bankmitarbeiter ihrer Hausbank zu überführen“, erklärt Immanuel Koppitz die Masche der Betrüger. Denn bei Beträgen über 20.000 Euro würden die Mitarbeiter neben richtigem Geld angeblich auch Falschgeld ausgeben. Gerda Rossmanith hob insgesamt dreimal Geld ab: zweimal je 25 000 Euro und einmal 23.000 Euro. Um solch hohe Summen abheben zu können, muss man einen Grund angeben. „Das haben die Betrüger geschickt eingefädelt. Sie haben Gerdi gefragt, ob sie Enkel habe und ob davon einer ein Haus hat“, sagt Koppitz. Seine Schwiegermama konnte die Fragen bejahen. „Der angebliche Polizist sagte dann, dass sie bei der Bank sagen solle, sie brauche das Geld für einen ihrer Enkel und eine Solaranlage auf dessen Haus.“ Auch die Wohnungseinrichtung des anderen Enkels musste als Abhebe-Grund herhalten.

Seniorin hebt mehrfach große Summen ab - Bankmitarbeiterin wird misstrauisch

Ein weiterer Betrüger holte das Geld im Anschluss bei Gerda Rossmanith zu Hause ab. Die gelernte Pelznäherin, die auch bei BMW gearbeitet hatte, hätte am 20. Oktober noch ein viertes Mal Geld abheben sollen. Aber eine aufmerksame Bankmitarbeiterin wurde misstrauisch. „Sie gab meiner Schwiegermutter das Geld in Höhe von 27.000 Euro nicht und rief meine Frau an“, erzählt Immanuel Koppitz. Erst, nachdem er und seine Frau der 82-Jährigen mehrfach gut zugeredet hatten, offenbarte sie die Tragödie gegenüber der echten Kriminalpolizei.

Falsche Polizisten bringen Seniorin um 73 000 Euro - vor Scham bringt sie sich mit Insulin um

Die Beamten teilten ihr mit, dass sie die 73.000 Euro an Betrüger verloren hat. „Wir haben ihr gut zugeredet und gesagt, dass das nicht so schlimm ist und sie normal weiterleben kann, ohne sich groß einschränken zu müssen“, sagt der Schwiegersohn. Lediglich ihr jüngerer Enkelsohn ist der Leidtragende. Er hätte für seine Eigentumswohnung Geld bekommen sollen, da auch sein Bruder für sein Haus Geld bekommen hatte. Dennoch: „Es schien alles in Ordnung zu sein“, sagt Immanuel Koppitz. Und dennoch ließ ihn das Gefühl nicht los, dass der Betrug seine Schwiegermutter verändert hatte. Immer häufiger sagte sie, sie schaffe das nicht mehr.

Koppitz’ Eindruck trügte ihn nicht. Als er am 20. Oktober um halb fünf nachmittags von seiner Schwiegermutter wegfuhr, sah er sie zum letzten Mal lebend. Die Diabetikerin spritzte sich um 18 Uhr noch ganz normal ihre übliche Insulin-Dosis. „Das kann man an ihrem Insulinbuch sehen, das sie sehr gewissenhaft geführt hat.“ Der Eintrag um 22 Uhr fehlt. Gerda Rossmanith hatte sich eine Überdosis gespritzt. Sie konnte nicht mit der Scham leben, auf die falschen Polizisten hereingefallen zu sein. „Die Betrüger haben meine Schwiegermutter in den Tod getrieben“, sagt Immanuel Koppitz.

Nach Betrug durch falsche Polizisten: Seniorin bringt sich mit Insulinspritze um - Schwiegersohn warnt nun

Damit es anderen Senioren nicht ähnlich geht, will er die Geschichte seiner Schwiegermutter öffentlich machen: „Bitte reden Sie mit jemandem drüber oder rufen die 110 an. Lieber einmal zu oft dort angerufen, als einmal zu wenig“, appelliert der 55-Jährige an alle älteren Menschen.

Die Zahl der Anrufe von angeblichen Polizeibeamten in der Region nimmt täglich zu. Mehrere Polizeidienststellen warnten gestern erneut vor Betrügern am Telefon. So teilt etwa die Münchner Polizei mit: „Polizeibeamte in zivil legitimieren sich stets durch Vorzeigen des Dienstausweises.“ Falsche Kriminalbeamte behaupten etwa, es wäre in der Nachbarschaft eingebrochen worden und sie müssten in der Wohnung Geld- bzw. Schmuckaufbewahrungsörtlichkeiten sehen. Die Polizei rät: „Vergewissern Sie sich durch einen selbstständigen Anruf beim Polizeinotruf 110, ob es sich tatsächlich um einen Polizeibeamten handelt, noch bevor Sie einen Unbekannten in Ihre Wohnung einlassen!“ (mm)

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