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BG Göttingen als starkes Kollektiv

Guter Auftritt in seiner Heidelberger Heimat: BG-Kapitän Akeem Vargas gegen Rob Lowery.

Die BG Göttingen hat an die guten Auftritte in der Basketball-Bundesliga in Berlin, gegen Ludwigsburg und Oldenburg mit Bravour angeknüpft.

Heidelberg/Göttingen – Im achten Spiel kam das Team von Trainer Roel Moors zum fünften Sieg – schon in etwa die halbe Miete, um in der höchsten Spielklasse zu bleiben. Bei den MLP Academics Heidelberg gewannen die Veilchen trotz schmaler Rotation mit nur zehn Spielern mit 96:80 (55:34). Den Grundstein zum zweiten Auswärtserfolg legten die Göttinger im zweiten Viertel, das sie mit 32:12 für sich entschieden.

„Ich bin sehr stolz, weil es ein schweres Spiel für uns war gegen einen guten Gegner, der es hier schon vielen Teams schwer gemacht hat“, freute sich Coach Moors. „Uns fehlen zwei Spieler, aber meine Erfahrung zeigt, dass diese Situation eine Chance für andere Spieler ist. Die Partie heute ist dafür ein unglaublich gutes Beispiel. Jeder Spieler hat heute etwas extra gegeben.“

An so einem Tag wäre ich lieber zuhause geblieben, wenn ich gewusst hätte, was kommt

Trainer Branislav Ignjatovic

Wie zum Beispiel Harper Kamp, der mit Philipp Hartwich die um James Dickey reduzierte Center-Position bekleidete. Der Team-Senior kam auf 15 Punkte wie Kamar Baldwin, war damit nach Jake Toolson (19) erfolgreichster BG-Scorer. „Wir hatten von Anfang an eine gute Energie. Wir hatten im November nur zwei Spiele, haben jetzt alles auf den Boden gebracht“, meinte Kamp bei MagentaSport.

Wie alle anderen Akteure machte Kamp einen Schritt mehr gegenüber der Zeit mit Dickey und Zack Bryant. Maßgeblich zum Sieg bei trugen die vier Dreier am Anfang des zweiten Viertels durch Mathis Mönninghoff, Toolson und zwei Mal Kapitän Akeem Vargas. Nach 14 Minuten hieß es 36:24 für die Veilchen. Mönninghoff hatte am Ende auch die 1500-Punkte-Marke geknackt und steht mit seinen zwölf Zählern in Heidelberg nun bei 1505.

Ein weiterer Aspekt für den Auswärtssieg war das bessere „Inside-Spiel“ der Göttinger, das Moors nach der Bayern-Pleite kritisch angemerkt hatte. Unter dem Heidelberger Korb präsentierten sich die Veilchen energischer, durchschlagskräftiger – und erfolgreicher als die Gastgeber: 36 Zähler (gegenüber 30) standen auf dem Scoutingbogen unter „Points in the Paint“, der farblich abgesetzten Zone unter den Körben.

Und noch etwas vom besagten Statistikzettel: Trainer schauen (nicht nur) auf die Punkte, sondern auf die beiden rechten Spalten mit „Effektivität“ und „Plus/minus“. Und da war die BG deutlich vorn: 115 zu 74 bei der Effektivität und Plus 16 gegenüber minus 16 bei Heidelberg.

Moors abschließend: „Der Grund für den Sieg war unsere Defensive, obwohl wir das Spiel nicht gut beendet haben. Aber aus der Verteidigung heraus haben wir unseren Rhythmus für die Offensive gefunden.“ Kollege Branislav „Frenki“ Ignjatovic lapidar: „Das war ein verdienter Sieg für Göttingen. Wir haben nach dem ersten Viertel fast aufgehört zu spielen. Manchmal kann man nur so gut spielen, wie der Gegner es einem erlaubt.“ (haz/gsd)