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Biden ist „erleichtert“ über den Schuldspruch in Floyd-Prozess

Der amerikanische Präsident Joe Biden spricht nach dem Schuldspruch gegen den Polizisten Derek Chauvin im Weißen Haus. Bild: EPA

„Dein Papa hat die Welt verändert“, sagte Biden der sechsjährigen Tochter Floyds in einem Telefonat. Auch Amerikas Vizepräsidentin Kamala Harris und Ex-Präsident Obama begrüßen Urteil.

Der amerikanische Präsident Joe Biden hat sich „erleichtert“ über den Schuldspruch im Prozess um den gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd geäußert. Biden rief am Dienstag Floyds Familie an, nachdem die Geschworenen in der Stadt Minneapolis den angeklagten Ex-Polizisten Derek Chauvin in allen Punkten schuldig gesprochen hatten.

„Wir sind alle so erleichtert“, sagte der Präsident in dem Telefonat, das der Anwalt der Familie Floyd öffentlich machte. „Es ist wirklich wichtig.“

Eigenen Angaben nach sprach Biden auch mit Floyds sechsjähriger Tochter Gianna. „Ich habe ihr heute Nachmittag gesagt: Papa hat die Welt verändert“, sagte Biden. Floyd hinterlasse ein Vermächtnis des Friedens, der Gerechtigkeit und des friedlichen Protests, sagte Biden.

Biden versprach in dem Telefonat Maßnahmen im Kampf gegen Polizeigewalt gegen Schwarze – und stellte der Familie scherzhaft in Aussicht, sie an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One nach Washington einzuladen.

„Ein Tag der Gerechtigkeit“

An dem Gespräch nahm auch Vizepräsidentin Kamala Harris teil. „Das ist ein Tag der Gerechtigkeit in Amerika“, sagte die erste schwarze Vizepräsidentin des Landes. Die Geschichte werde „auf diesen Moment zurückblicken“. Bei einem späteren Auftritt im Weißen Haus mahnte Harris Reformen an, um strukturellen Rassismus in den Vereinigten Staaten zu überwinden.

Die institutionalisierte Diskriminierung sei nicht nur ein Problem des schwarzen Amerikas oder anderer Minderheiten, sagte Harris am Dienstagabend im Beisein von Präsident Biden. „Es ist ein Problem für jeden Amerikaner. Denn es hält uns davon ab, das Versprechen von Freiheit und Gerechtigkeit für alle zu erfüllen. Und es hält unsere Nation davon ab, unser volles Potenzial auszuschöpfen.“

Obama: „Die Jury hat das Richtige getan“

Auch Ex-Präsident Barack Obama begrüßte den Schuldspruch gegen Chauvin. „Heute hat eine Jury das Richtige getan“, schrieb der erste schwarze Präsident der amerikanischen Geschichte im Kurzbotschaftendienst Twitter. „Aber wahre Gerechtigkeit verlangt nach viel mehr.“ Obama spielte damit vermutlich einerseits auf die Debatte über Reformen bei der Polizei an, der immer wieder gewaltsame Übergriffe gegen Minderheiten zur Last gelegt werden. Obama könnte auch auf die Diskriminierung von Afroamerikanern in anderen Bereichen Bezug genommen haben.

Im Floyd-Prozess hatten die Geschworenen in Minneapolis den weißen Ex-Polizisten Chauvin zuvor in den Anklagepunkten Mord zweiten Grades, Mord dritten Grades und Totschlag zweiten Grades schuldig gesprochen. Das Strafmaß wird erst in einigen Wochen verhängt. Dem 45-Jährigen droht eine langjährige Gefängnisstrafe.

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