Bielefeld – Die kleine Sophie ist erst zwei Jahre alt – aber seitdem sie auf der Welt ist, kämpft sie um ihr Leben!

Das Mädchen aus Brilon (NRW) wurde mit einer schlimmen Herz-Fehlbildung geboren und schon mehrfach operiert. Jetzt muss Sophie noch einmal tapfer sein: Nach der nächsten OP soll ihr kleines Herz endlich ganz heil sein!

Die Kinderklinik des „Herz- und Diabeteszentrum NRW“. Sophie liegt im Bett, kuschelt mit ihrer Stoffschildkröte. Ein Schlauch versorgt sie mit Medikamenten. Daneben wacht Mutter Tanja Schmidt (39): „Sophie ist so tapfer, erträgt all die Strapazen.“

Teaser-Bild

Mutter Tanja Schmidt (39) wacht beim Klinik-Aufenthalt am Krankenbett ihres Töchterchens

Foto: Ralf Meier

Das große Problem: Ihre Tochter leidet an einem Hypoplastischen Linksherzsyndrom (HLHS, siehe unten). Der Fehler wurde in der 27. Schwangerschaftswoche festgestellt. Die Mama: „Nach dem Kaiserschnitt kam Sophie sofort auf die Intensivstation.“

Pro Jahr treten bundesweit etwa 20 HLHS-Fälle auf. Früher mit tödlicher Folge. Inzwischen können Ärzte 75 Prozent der Babys retten. Die Ursache des Fehlers ist unbekannt: möglicherweise genetisch bedingt, vielleicht auch ausgelöst durch Umwelteinflüsse.

Die Klinik-Verwaltungsangestellte: „Seit der Diagnose leben wir natürlich in Angst. Aber wir sind auch hoffnungsvoll.“ Sophie geht in eine Kita, spielt gern mit ihrem Bruder (5) Lego. Doch sie ist schnell erschöpft …

Teaser-Bild

Tanja Schmidt (39) hofft, bald nicht mehr um das Leben ihres Kindes bangen zu müssen

Foto: Ralf Meier

Sophie musste bereits zwei Marathon-OPs durchstehen. Die eine acht, die andere fünf Stunden lang. In insgesamt drei Eingriffen wollen Mediziner schaffen, dass Blut nur noch vom rechten Herzmuskel durch den Körper gepumpt wird. Eine große Hohlvene soll noch mit der Lungenarterie verbunden werden. Dafür werden jetzt Sophies Blutgefäße per Ballonkatheter erweitert.

Klinik-Chef Professor Dr. Stephan Schubert (45): „Wenn alles normal läuft, kann Sophie mit diesem reparierten Herzen sehr lange leben.“