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Brandbrief an Regierung: Tim Mälzer und Co.: „Gastronomie war nie Infektionsherd“

Die angeschlagene Gastro-Szene zittert vor den Entscheidungen, die heute beim Bund-Länder-Gipfel fallen könnten. Zur Eindämmung der Corona-Pandemie steht auch eine Schließung von Bars und Restaurants zur Debatte. 30 führende Vertreter der Gastro-Branche in Deutschland veröffentlichten am Dienstag einen Brandbrief an die Regierung, darunter auch der Hamburger Gastronom Tim Mälzer und Chefs von Restaurantketten wie Block House, Hans im Glück oder Nordsee. 

„Einen zweiten Lockdown überleben viele Betriebe der Branche nicht", schreiben die Initiatoren in dem Brief. Die Gastronomie stehe unter strengen Auflagen, betonen sie. „In der aktuellen zweiten Welle der Corona-Pandemie war die Gastronomie nie ein Infektionsherd", heißt es weiter. 

Brandbrief an Regierung: Gastronomen warnen vor „Lockdown"

Die Gastronomen warnen davor, dass bei einer Schließung Menschen aus den sicheren Restaurants ins private Umfeld verdrängt würden – das aber sei der „Hotspot“ der Infektion. Zudem könnten Schließungen dazu führen, dass die Menschen frustriert werden: „Unverständliche und willkürliche Maßnahmen verstärken diese Müdigkeit und führen zu Protesten sowie nachlassender Aufmerksamkeit."

Der Hamburger Gastronom Tim Mälzer (49) macht sich Sorgen um den Fortbestand von Bars und Restaurants.

Der Hamburger Gastronom Tim Mälzer (49) macht sich Sorgen um den Fortbestand von Bars und Restaurants.

Drohende Schließung: RKI auf Seite der Gastronomie

Nach Informationen der „Bild“ habe selbst das Robert-Koch-Institut (RKI) in einer vertraulichen Regierungsschalte vor dem Gipfel darauf hingewiesen, dass Gaststätten nicht die Treiber der Pandemie seien. Die Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln in der Gastronomie würde mehrheitlich erfolgreich funktionieren. 

Das RKI weist darauf hin, dass die große Mehrheit der Gastronomen mit hohem Verantwortungsbewusstsein mit den Vorgaben umgehe. Deshalb fordern die Unterzeichner ein hartes behördliches Vorgehen gegen alle „schwarzen Schafe“ mit Bußgeldern und Zwangsschließungen, Unterstützung der Branche bei der Durchsetzung der Regeln sowie die Förderung von Gastronomen beim Ausbau der Außenbereiche und Stärkung des Infektionsschutzes.

„Lassen Sie die Branche Ihr Partner im Kampf gegen die Corona-Krise sein“, appellieren die Gastronomen an Angela Merkel. Viele von ihnen hätten in den vergangenen Wochen trotz schwacher Wirtschaftslage in Außenbereiche und den Innenraum investiert, um den Ansteckungsschutz zu erhöhen.

Dehoga: „Einem Drittel der Betriebe droht das Aus"

„Es kann nicht sein, dass wir wieder die Leidtragenden sind“, sagte der Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga), Guido Zöllick, am Dienstag mit Blick auf Bund-Länder-Beratungen an diesem Mittwoch. „Einem Drittel der 245.000 Betriebe droht bei einer erneuten Schließung das Aus.“

Das Kanzleramt will nach „Bild“-Informationen bei der Bund-Länder-Runde für weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens werben. Im Gegensatz zum „Lockdown“ im Frühjahr, bei dem die Wirtschaft und das öffentliche Leben weitestgehend heruntergefahren wurden, sollten Schulen und Kitas jedoch weiter geöffnet bleiben, außer in Regionen mit katastrophal hohen Infektionszahlen. (abu/aba)

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