Germany

Brandstiftung aus Eifersucht: Solinger schildert vor Gericht bewegte Lebensgeschichte

Köln/Wiehl -

Am Landgericht Köln musste sich am Dienstag ein 23-jähriger Afghane aus Solingen wegen schwerer Brandstiftung verantworten. Die Staatsanwaltschaft warf ihm vor, im Juni diesen Jahres ein Gebäude in Wiehl in Brand gesetzt zu haben.

Dabei soll er zunächst die Terrassentür mit einem Pflasterstein eingeschlagen haben und dann in das erste Obergeschoss eingedrungen sein. Dort soll er mitgebrachtes Benzin auf dem Treppensockel verteilt und mittels Baumwolllappen in Brand gesetzt haben. Glücklicherweise konnten Hausbewohner das Feuer mit nassen Handtüchern schnell löschen, sodass kein größerer Schaden entstanden sei.

Angeklagter berichtet in Terroristencamp entführt worden zu sein

Auf Bitten des Vorsitzenden Richters Harald Helmes schilderte der Angeklagte zunächst seine Lebensgeschichte. Als ältester Sohn eines schwer erkrankten Lebensmittelhändlers habe er für den Lebensunterhalt seiner Eltern und fünf Schwestern sorgen müssen. Eines Tages sei er von fünf Leuten in ein Terroristencamp der Taliban entführt worden, aus dem jedoch schon nach zwei Wochen befreit worden. Ein Onkel habe ihm zur Flucht nach Deutschland verholfen.

Über Social Media habe er eine Frau aus Solingen kennengelernt und sei zu ihr in die Wohnung gezogen. Die beiden haben einen jetzt zweijährigen Sohn, an dem er sehr hängt. Im vergangenen Jahr hätten dann die Differenzen zwischen beiden überhandgenommen und sie hätten sich getrennt. Wegen des Sohns habe er jedoch weiter in der Wohnung der Frau gelebt, bis sie einen neuen Freund aus Wiehl kennengelernt habe.

Nach anfänglich gemeinsamen Unternehmungen des Trios habe er rot gesehen, als er mitbekommen habe, dass die Frau mit ihrem neuen Freund Hand in Hand im Solinger Schlafzimmer verschwunden sei. „Da habe ich ein paar Bier getrunken, obwohl ich sonst Alkohol meide.“

Nach seiner Tat wollte sich der 23-Jährige stellen

Anschließend habe ein Taxi nach Wiehl gechartert und habe das Feuer in der Wohnung des neuen Freundes gelegt. Zurück in Solingen habe er sich der Polizei stellen wollen: „Der Gedanke ist schwer zu ertragen, dass ich jetzt ein Verbrecher bin.“ Doch die Wache am Bahnhof hätte geschlossen gehabt, daher sei er zunächst wieder zur Mutter seines Sohnes gegangen. Dort sei er dann verhaftet worden.

Die 41-jährige Frau bestätigte als Zeugin im Wesentlichen die Angaben des Angeklagten. „Er ist eigentlich so höflich, zurückhaltend und bescheiden.“

Die Verhandlung wird nächste Woche fortgesetzt.

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