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Germany

Bremer A-Team will neue Grün-Gold-Geschichte schreiben

Der Triumphator: Trainer Roberto Albanese schreit seine Freude heraus.

Der Triumphator: Trainer Roberto Albanese schreit seine Freude heraus. (VOLKER HEY)

Als die letzte Wertung verkündet und der Titelgewinn perfekt war, fiel er auf die Knie. Beide Arme in die Luft gestreckt, schrie Roberto Albanese seine Freude hinaus in die Alsterdorfer Sporthalle. Das A-Team des Grün-Gold-Clubs Bremen ist Deutscher Meister der Lateinformationen 2019 – und der Cheftrainer des Vereins hat es allen Kritikern gezeigt. Wieder einmal.

„Die Freude musste einfach raus“, sagt Albanese. Sein Team, aber auch er selbst habe viel einstecken müssen in den vergangenen Monaten, „das war schon böse“. Der Druck, räumt Albanese ein, sei immens gewesen. Für ihn, aber auch für seine Tänzer. „Nach den Tiefschlägen im letzten Jahr wollten wir als Verein allen zeigen, dass wir es besser können – wir wollten diesen Titel unbedingt.“

Ein Titel ist eben nicht immer nur ein Titel, auch wenn es nun schon die 13. Deutsche Meisterschaft in Folge ist. Dieser Triumph in Hamburg, er hat für Grün-Gold eine ganz besondere Bedeutung, wie nicht nur Albanese betont. „Wir waren ja schon abgeschrieben in Deutschland“, sagt Klubpräsident Jens Steinmann. In der Tanzsportszene habe man gedacht, „wir sind jetzt durch“. Die nach der aus Bremer Sicht so enttäuschenden Bundesligasaison vielerorts prognostizierte Wachablösung ist indes nicht eingetreten. Weil sich das A-Team quasi neu erfunden hat, wie Steinmann betont. „Wir haben das Alte über Bord geworfen und einen mega Job gemacht – vor allem das Trainerehepaar.“

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Musik ist der Schlüssel

Binnen eines halben Jahres haben Uta und Roberto Albanese dem Bremer A-Team mit der Choreographie „Music is the key“ eine komplett neue DNA eingehaucht. Sie haben in diesen Monaten eine Mannschaft geformt, so strahlend und stark wie lange nicht mehr. Ein neues, junges Team, das eine neue Grün-Gold-Geschichte schreiben wird, sagt Roberto Albanese. Eine Mannschaft, die das Publikum auch dank der klugen Musikauswahl begeistert und abholt. Discomusik der 1980er- und 1990er Jahre, „aus der Generation kommt das Publikum“, sagt Jens Steinmann. In Hamburg sei nun das eingetroffen, was man sich erhofft habe: „Die Zuschauer sind mitgegangen und haben uns zu der Leistung gepuscht.“ Und deshalb, ergänzt der Vereinsboss, habe er im Verlauf der Meisterschaft „nicht eine Sekunde am Titelgewinn gezweifelt“.

Grün-Gold hat also dem Druck standgehalten und mit Gold bei dieser DM auch die Qualifikation für die am 7. Dezember anstehende Weltmeisterschaft in Bremen geschafft. Das A-Team hat also die Gelegenheit, vor heimischer Kulisse seinen WM-Titel zu verteidigen. Diese Qualifikation geschafft zu haben, sei sehr wichtig, sagt Albanese. „Wir haben eine volle Halle und eine Kulisse, die hinter uns steht. Das ist das Schönste, was wir als Grün-Gold-Club haben können.“ Bereits jetzt sind 85 Prozent der rund 5000 Tickets für die WM in der ÖVB-Arena verkauft – und das, obwohl die Teilnahme des Lokalmatadors noch gar nicht feststand. „Ich habe jetzt etwas Angst vor dem Ansturm, der da doch kommt“, sagt Präsident Steinmann.

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Rosige Aussichten also für den Deutschen Rekordmeister aus Bremen. Aussichten, die noch besser werden mit Blick auf den Unterbau. Das B-Team, erst in diesem Frühjahr als Zweitliga-Vizemeister in die Beletage des deutschen Tanzsports zurückgekehrt, schrieb nämlich in Hamburg seine eigene Erfolgsgeschichte. Als Außenseiter in die Titelkämpfe gegangen, belegte die Formation von Trainer Angelo Adler am Ende den fünften Platz. Eine Platzierung, die überraschte. Einerseits. Eine Platzierung aber auch, die zeigt, welch' gute Nachwuchsarbeit im Klub geleistet wird.

„Platz fünf ist echt krass“, sagt Tänzerin Kaya Möller. „Wir haben uns gefreut wie Bolle.“ Überhaupt die Vorrunde überstanden und die Zwischenrunde erreicht zu haben, sei schon sehr bemerkenswert, sagt die DM-Debütantin. „Schließlich war es für viele von uns die erste Deutsche Meisterschaft.“ Lediglich zwei der 16 Aktiven hatten zuvor schon mal auf diesem Niveau getanzt – und nun das. Mit einer nochmal überarbeiteten, verfeinerten Darbietung der bewährten Choreographie „Noises, Voices, Melodies“ ließ das B-Team gleich drei Konkurrenten hinter sich. „Für die jungen Leute ist das natürlich mega“, sagt Jens Steinmann. Und er sagt auch: „Das lässt für die Zukunft hoffen.“

Die Zukunft ist zunächst einmal die im Januar 2020 beginnende Saison in der Bundesliga. „Eine Deutsche Meisterschaft ist immer auch ein Wegweiser für die Saison. Mit dieser Form sollte der Klassenerhalt möglich sein“, sagt Trainer Angelo Adler und ergänzt: „Wir haben hier einen guten Job gemacht!“ Der Plan sei aufgegangen, „mit einer Kirsche obendrauf“.

Zur Sache: Göttingens Standardformation wird erstmals Deutscher Meister

Zusammen fröhlich - dieses Motto sollte sich am Ende bewahrheiten. Mit der neuen Choreographie „Happy together“ hat sich die Standardformation des TSC Schwarz-Gold Göttingen erstmals die Deutsche Meisterschaft gesichert. Bei den parallel zum Wettbewerb der Lateinteams in der Hamburger Sporthalle ausgetragenen Titelkämpfen setzte sich der WM-Dritte mit 33,150 Punkten letztlich vollauf verdient durch. Das Team von Trainer Markus Zimmermann schaffte es, das Publikum mit seinem schnellen, anspruchsvollen und energiegeladenen Vortrag mitzureißen und echte Lebensfreude zu versprühen. Die tänzerisch und musikalisch sehr ansprechende Choreographie wurde auch von den Wertungsrichtern entsprechend honoriert. Weniger „Happy“ war am Ende der Braunschweiger TSC (32,658 Punkte), der Göttingen wie schon zuvor in der Bundesligasaison und auch bei der auf Rang vier abgeschlossenen Weltmeisterschaft in Moskau knapp den Vortritt lassen musste. Auf Rang drei landete der TC Ludwigsburg (31,758), Vierter wurde das TSC Rot-Gold Casino Nürnberg (29,741).

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