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Germany

Brinkumer SV: Späte Wende gegen Werder III

Brinkumer Doppeltorschütze: Saimir Dikollari war nicht wirklich gut im Spiel, erzielte aber dennoch beide Treffer.

Brinkumer Doppeltorschütze: Saimir Dikollari war nicht wirklich gut im Spiel, erzielte aber dennoch beide Treffer. (Thorin Mentrup)

Brinkum. Der Brinkumer SV hat die richtige Antwort auf das überraschende Pokal-Aus beim OSC Bremerhaven gegeben. Beim 2:1 (0:0)-Erfolg über den SV Werder Bremen III bewies der Bremen-Ligist einen langen Atem. Die beiden Tore durch Saimir Dikollari fielen erst in der absoluten Schlussphase der Begegnung.

Fußballerisch blieben die Gastgeber einiges schuldig. „Aber wir nehmen auch so einen Sieg in einem Kampfspiel mit“, sagte Trainer Mike Gabel, der von der Mannschaft ein deutliches Zeichen bekam: Wenn es spielerisch nicht läuft, geht es auch über die Einstellung und den Willen. Nicht umsonst sprach Gabel vom Sieg des gesamten Teams, „auch von denen, die nicht zum Einsatz gekommen sind. Alle, die draußen waren, haben die Mannschaft nach vorn getrieben und sind immer positiv geblieben“, sah der Trainer in dieser Hinsicht deutliche Fortschritte gegenüber der Niederlage in Bremerhaven. Dort sei die Kommunikation auf dem Platz sehr negativ gewesen nach dem Rückstand. „Dieses Mal war das komplett anders. Das war ein Grund dafür, dass wir das Spiel noch gewonnen haben. Alle haben 95 Minuten daran geglaubt, dass wir das schaffen.“ Unter der Woche habe man intensiv über die Kommunikation untereinander gesprochen. „Ich bin stolz, dass die Jungs alles verstanden und direkt umgesetzt haben“, sah Gabel einen großen Schritt in die richtige Richtung.

Vier Neue in der Startelf

Den konnte er spielerisch nicht ausmachen. Es lief nicht viel zusammen bei den Hausherren, die mit Maximilian Degenhardt (Startelfdebüt) sowie Hamudi Taha, Marcel Dörgeloh und Tom Gronewold vier neue Kräfte aufboten. Gegen gut verteidigende Gäste brachten sie jedoch keinen konstruktiven Aufbau zustande. Bremen trat jedenfalls nicht auf wie ein Team, das auf einem Abstiegsplatz steht. Die Elf von Andreas Ernst steckte den frühen Ausfall von Verteidiger Jonas Haubner weg und traute sich auch in der Offensive einiges zu, ohne allerdings die ganz große Gefahr auszustrahlen. Doch das taten die Gastgeber auch nicht. Tahas Schuss strich am Tor vorbei (3.), Hyoungbin Park konnte Jan Niklas Dähne nicht überwinden (12.). Auf der anderen Seite blieb Phil Knauth an Kevin Kuhfeld hängen (22.).

Nach der Pause war das Spiel weiterhin umkämpft, doch die erste Offensivszene der Gäste führte direkt zum Tor: Cameron McGregor behauptete sich im Laufduell mit Kerem Sahan, Kuhfeld eilte Hinaus, konnte mit seiner Grätsche die Situation aber nicht bereinigen und der Bremer hatte keine Mühe mehr, sein Team in Front zu bringen (49.). Brinkum war nun gefordert, agierte aber weiterhin zu ungenau, um dauerhaft Druck auszuüben. Bremen verlegte sich aufs Kontern und musste sich am Ende ärgern, die Partie nicht durch ein zweites Tor entschieden zu haben. Zweimal rettete Kuhfeld die Gastgeber, und als er bereits geschlagen war, klärte Hasan Dalkiran mit beherztem Einsatz auf der Linie den Schuss von Behljulj Salihi. Auch auf diese Art und Weise sendete der BSV Lebenszeichen.

Brinkum, das durch Hamudi Tahas Freistoß ans Aluminium die schnelle Antwort auf den Rückstand verpasst hatte (50.), blieb also im Spiel - und hartnäckig. Die Gastgeber steckten nicht auf, brachten mit Diyar Kücük und Dennis Krefta zwei weitere Offensivkräfte, außerdem stellte Gabel auf ein 3-4-3-System um. Alles auf Angriff lautete die Devise - und sie brachte den erhofften Erfolg. Der beste Brinkumer Angriff führte zum Ausgleich: Sahan trieb den Ball durchs Mittelfeld nach vorn, sein Zuspiel legte Kücük per Hacke direkt wieder in den Lauf des 23-Jährigen, der in den Strafraum eindrang und klug auf Dikollari querlegte, der sich die Chance nicht entgehen ließ (85.). Brinkum wollte jetzt mehr - und Brinkum bekam mehr: Wieder war es Sahan, der mit seinem Antritt die Bremer Defensive in Unordnung brachte, wieder zog er in den Sechzehner, dieses Mal wurde er dabei zu Fall gebracht - Elfmeter. Dikollari schnappte sich den Ball und schoss den BSV zum Sieg. „So ein Spiel zu gewinnen, ist für das Selbstvertrauen unwahrscheinlich wichtig. Es bringt uns aber auch als Mannschaft weiter“, wusste Gabel, dass der Erfolg mehr bedeutete als drei weitere Zähler auf dem Punktekonto. Nur fußballerisch darf es in Zukunft dann gern wieder besser werden. „Daran werden wir auf jeden Fall arbeiten“, versprach der Coach.

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