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Germany

Bundesliga 4. Spieltag: Dortmund holt Punkt in Hoffenheim

In einem spektakulären Verfolgerduell hat Hertha BSC seinen Angstgegner Borussia Mönchengladbach entzaubert und den Traumstart perfekt gemacht. Mit einer offensiven Glanzleistung bezwangen die Berliner den Club vom Niederrhein 4:2 (2:1) und übernahmen zumindest für wenige Stunden die Tabellenführung der Fußball-Bundesliga.

Vor den Augen von Bundestrainer Joachim Löw sorgten Kapitän Vedad Ibisevic (31./63. Minute), Valentino Lazaro (34.) und Ondrej Duda (73.) für den verdienten dritten Sieg im vierten Saisonspiel. Thorgan Hazard (29./Foulelfmeter) hatte die Gäste zunächst in Führung gebracht, Alassane Plea (67.) erzielte den zwischenzeitlichen Anschlusstreffer.

Vor den Augen von Bundestrainer Joachim Löw sorgten Kapitän Vedad Ibisevic (31./63. Minute), Valentino Lazaro (34.) und Ondrej Duda (73.) für den verdienten dritten Sieg im vierten Saisonspiel. Thorgan Hazard (29./Foulelfmeter) hatte die Gäste zunächst in Führung gebracht, Alassane Plea (67.) erzielte den zwischenzeitlichen Anschlusstreffer.

Hertha wirbelte - und vergab Großchancen im Minutentakt. Salomon Kalou verpasste nach Eckball von Valentino Lazaro am hinteren Pfosten (23.), eine erneute Hereingabe des Österreichers erreichten Ibisevic und Duda nicht (27.).

Es ging in atemberaubendem Tempo weiter. Nach Flanke von Herrmann traf Stürmer Plea per Kopf zum Anschlusstreffer. Anschließend hatte Herrmann Glück, für sein Foul an Marko Grujic nur Gelb zu sehen. Herthas Mittelfeldspieler musste verletzt runter. Auch diesen Schock verkraftete Hertha - Duda traf das dritte Spiel in Serie und leitete den Jubel auf der Tribüne ein.

Mit einem eklatanten Patzer hat Torhüter Fabian Giefer seinem FC Augsburg eine Niederlage eingebrockt und Werder Bremen unfreiwillig in die Champions-League-Region gehievt. Der FCA-Schlussmann ließ am Samstag eine einfache Hereingabe durch die Beine flutschen und ermöglichte damit Davy Klaassen in der 75. Minute das Tor zum 3:2 (2:1) der Bremer. Die in der Fußball-Bundesliga weiterhin ungeschlagenen Norddeutschen festigten am vierten Spieltag ihren Rang in der Spitzengruppe, während Augsburg vor dem Derby gegen die Bayern den nächsten Dämpfer kassierte.

Dabei hatten sich die Schwaben in einer ereignisreichen Partie nach einem zwischenzeitlichen 0:2-Rückstand durch die Tore von Max Kruse (34. Minute) und Maximilian Eggestein (36.) zurückgekämpft und dank Ja-Cheol Koo (45.+3) und Philipp Max (47.) ausgeglichen. Dann aber brachte Giefer seine Vorderleute durch seinen Fauxpas um den Lohn. 

Nach einer halben Stunde mit bestenfalls Halbchancen vor beiden Toren sorgten die Gäste mit einem famosen Zwischensprint für Aufsehen und die etwas überraschende Zwei-Tore-Führung: Zunächst konnte Kapitän Kruse nach einer Kainz-Flanke von links unbedrängt und aus kurzer Distanz einköpfen. Zwei Minuten danach traf Eggestein per Fernschuss.

Augsburg drängte angetrieben von Kapitän Daniel Baier in dessen 250. Bundesliga-Partie sowie 300. Pflichtspiel-Einsatz für die Schwaben auf die Führung, Bremen blieb bei Kontern gefährlich. Es entwickelte sich ein phasenweise offener Schlagabtausch. Nachdem Pizarro per Kopf nur das Außennetz traf (54.), hätte Koo seinen zweiten Treffer des Nachmittags machen müssen: Eine starke Vorlage von Framberger drosch der Koreaner aber aus vollem Lauf freistehend über das Tor (62.).

In einem emotionsgeladenen Spiel bei der TSG 1899 Hoffenheim hat Christian Pulisic Borussia Dortmund einen glücklichen Punkt beschert. Der US-Nationalspieler erzielte beim 1:1 (0:1) am Samstag vor 30 150 Zuschauern in der 84. Minute den Ausgleich. Zuvor hatte der Brasilianer Joelinton für die Kraichgauer im Duell der Champions-League-Teams in der Fußball-Bundesliga getroffen (44.). Der meist harmlose BVB verpasste es, mit einem Sieg Meister Bayern München dicht auf den Fersen zu bleiben.

Nach dem Champions-League-Debüt mit dem 2:2 bei Schachtjor Donezk veränderte Nagelsmann seine weiter ersatzgeschwächte Mannschaft auf drei Positionen und brachte Steven Zuber, den zuletzt suspendierten Joshua Brenet und Bicakcic von Beginn an. Lohn und Sinnbild für das aggressive Auftreten der Hoffenheimer war das 1:0 durch Joelinton: Der von Rapid Wien zurückgekehrte Brasilianer kämpfte unermüdlich um jeden Ball und belohnte sich mit einem Flachschuss ins BVB-Tor zur verdienten Führung - sein erster Treffer im Oberhaus.

Als nach der Pause Referee Osmers den Treffer von Bicakcic per Videobeweis zurücknahm, weil Angreifer Kramaric im Abseits gestanden haben soll, gab es große Aufregung. Nagelsmann tobte kurz darauf an der Außenlinie, da Neu-Nationalspieler Nico Schulz bei einem Konter seiner Ansicht nach regelwidrig gestoppt worden war.

Dortmunder Fans hatten unmittelbar vor dem Anpfiff massiv gegen das Vorgehen von TSG-Mäzen Dietmar Hopp protestiert und ihn beleidigt. Die Anhänger zeigten im Gäste-Block ein großes "Hasta la vista, Hopp"-Plakat. Darauf war außerdem ein Konterfei von Hopp hinter einer Zielscheibe gemalt. Ein ähnliches Plakat hatte vor zehn Jahren schon einmal für Aufsehen gesorgt.

Hintergrund der neuen Proteste ist der Strafantrag Hopps, der selbst im Stadion war, gegen mehr als 30 BVB-Fans, nachdem es im Spiel beider Teams am Ende der vergangenen Saison Schmähgesänge gegen den Milliardär gegeben hatte. Gleichzeitig galt ein Hausverbot für die Beschuldigten rund um das Spiel.

Der SC Freiburg hat den bisherigen Saisonverlauf völlig auf den Kopf gestellt. Seinen ersten Saisonsieg feierte der Sport-Club am Samstag ausgerechnet beim zuletzt so starken VfL Wolfsburg. Der am meisten gefeierte wie auch bedauerte Mann dieses Spiels war Freiburgs ungarischer Neuzugang Roland Sallai. Der 21 Jahre alte Offensivspieler brauchte in seinem ersten Bundesliga-Spiel nur sieben Minuten für sein erstes Bundesliga-Tor (7.). Vor dem 0:2 durch Nils Petersen (21.) holte Sallai den Elfmeter heraus, den Petersen erst im Nachsetzen nutzte. Am dritten Treffer durch Mike Frantz (51.) konnte Sallai allerdings schon nicht mehr beteiligt sein, weil er noch vor der Halbzeitpause verletzt ausgewechselt werden (41.) musste.

Die in den ersten drei Spielen noch ungeschlagenen "Wölfe" waren ihren Gästen vor 23 011 Zuschauer in fast allen relevanten Statistiken überlegen. Der VfL hatte mehr Torchancen, mehr Ballbesitz und auch die besseren Zweikampfwerte. Trotzdem war der Freiburger Sieg weder zufällig noch glücklich, weil die Wolfsburger viel zu fahrig und fehlerhaft spielten, um ihre Überlegenheit zu nutzen. Die besten Gelegenheiten entsprangen bezeichnenderweise einem Eckball (John Anthony Brooks/10.) und einem Fernschuss (Ignacio Camacho/20.).

Für den VfL sprach an diesem Tag nur, dass er nie aufgab. Nach Mehmedis schnellem Anschlusstor war sogar noch mehr als eine halbe Stunde zu spielen. Doch mehr als eine gute Schussmöglichkeit für Maximilian Arnold (69.) spielten sich die "Wölfe" nicht heraus. Torwart Casteels verhinderte bei zwei dicken Konterchancen für Florian Niederlechner sogar eine noch höhere Niederlage (78./80.).

Dank Jungstürmer Törles Knöll hat der 1. FC Nürnberg seinen ersten Bundesligasieg in dieser Saison gefeiert. Nach einer umstrittenen Rote Karte wegen einer Notbremse gegen Verteidiger Miiko Albornoz (29. Minute) hatte der "Club" lange in Überzahl gespielt und sich am Ende auch den ersten Bundesliga nach viereinhalb Jahren verdient.

Trotz Unterzahl kamen die Hannoveraner mutig aus der Kabine und suchten ihre Chance. Nürnbergs Torwart Fabian Bredlow war aber auch bei einem Schuss des früheren "Club"-Stürmers Niclas Füllkrug (54.) auf dem Posten. Vier Minuten später tobte Köllner erneut an der Seitenlinie, nachdem Yuya Kubo im Strafraum von 96 zu Fall kam. Dankert entschied aber nicht auf Foulelfmeter.

Dem Aufsteiger aus Franken fehlte weiter in der Offensive die klare Linie, nicht zwingend genug trat er vorne auf. Entschlossen war dagegen Füllkrug an alter Wirkungsstätte, als er einen Schuss (72.) an die Latte hämmerte. Dann hatte Knöll seinen Auftritt. 13 Minuten nach dessen Einwechslung lenkte Anton den Schuss unglücklich ins eigene Tor ab, nachdem Hanno Behrens an den linken Pfosten geköpft hatte. Nur Sekunden später versenkte Knöll nach einer optimalen Vorlage von Ishak zum 2:0 für glückliche Hausherren.

Der VfB Stuttgart wartet auch nach dem fünften Pflichtspiel der Saison auf den ersten Sieg. Düsseldorf erarbeitete sich mit viel Disziplin den fünften Punkt der noch jungen Saison und steht zumindest bis Samstag auf Rang acht der Tabelle.

Im Auftaktspiel des 4. Spieltags war Fortuna Düsseldorf taktisch bestens auf das VfB-Spiel eingestellt. Die Mannschaft von Trainer Friedhelm Funkel zeigte ein hohes Laufpensum und ließ den Gastgebern nur wenige Räume. Dem VfB fehlte es an Ideen und Überraschungsmomenten.

Ex-Nationalspieler Mario Gómez vom VfB Stuttgart erspielte die einzigen beiden Chancen seiner Mannschaft in den ersten 45 Minuten. Nach einem Schuss von Chadrac Akolo ließ Düsseldorfs Keeper Michael Rensing den Ball fallen. Doch sowohl Gómez als auch Nicolás González konnten den Fehler nicht ausnutzen (34.). Und kurz vor der Pause traf Gómez nach Flanke von González den Ball nicht richtig (41.). 

Klare Torchancen ergaben sich in der ersten Halbzeit aber auch nicht auf Düsseldorfer Seite. Ein Distanzschuss von Alfredo Morales strich knapp über das Tor (14.), kurz darauf wurde ein Schuss von Zimmer abgeblockt (16.).

Zur zweiten Halbzeit nahm das Spiel an Fahrt auf. Die Schwaben erhöhten den Druck, Düsseldorf konterte gefährlich. Dabei spielten Zimmer und Raman eine 2:1-Situation schlecht aus (49.). Anschließend rettete VfB-Keeper Ron-Robert Zieler gleich fünfmal gegen Kaan Ayhan (51. und 87.), Marcel Sobottka (52.), Marvin Ducksch (62.) und Alfredo Morales (82.).

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