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Chaotisches TV-Duell gegen Biden: Trump lehnt Regeländerungen ab

Kultivierte Diskussionen? Fehlanzeige. Die erste Debatte zwischen US-Präsident Trump und Herausforderer Biden war chaotisch. Immer wieder unterbrach der Amtsinhaber seinen Konkurrenten. Nun sind neue Regeln für TV-Duelle im Gespräch. Doch Trump lehnt diese ab.

US-Präsident Donald Trump sträubt sich nach dem chaotischen ersten Fernsehduell mit seinem Wahl-Herausforderer Joe Biden gegen Regeländerungen bei den Debatten. "Warum sollte ich der Debatten-Kommission erlauben, die Regeln für die zweite und dritte Debatte zu ändern, wenn ich die erste so leicht gewonnen habe?", schrieb der Republikaner bei Twitter.

Die für die Organisation der Präsidentschaftsdebatten zuständige Kommission hatte am Mittwoch angekündigt, nach dem viel kritisierten Debattenauftakt zwischen Trump und Biden die Regeln verschärfen zu wollen. Geplant seien "zusätzliche Instrumente, um die Ordnung aufrecht zu erhalten".

Das erste Fernsehduell des republikanischen Amtsinhabers und seines demokratischen Rivalen am Dienstagabend war höchst chaotisch verlaufen: Trump unterbrach Biden ständig und ließ sich auch von Moderator Chris Wallace nicht bändigen. Eine richtige Diskussion kam über weite Teile des Abends nicht zustande.

Auch Vize-Kandidaten debattieren

Wallace zeigte sich später frustriert über den Verlauf der Debatte: "Ich bin ein Profi. Ich habe noch nie so etwas durchgemacht", sagte der Journalist des konservativen Nachrichtensenders Fox News der "New York Times".

Während Umfragen Biden als Sieger des ersten Fernsehduells sehen, sagte Trump wiederholt, er habe die Debatte gewonnen. Die zweite TV-Debatte der Präsidentschaftskandidaten ist am 15. Oktober geplant, die dritte am 22. Oktober. Bereits am kommenden Mittwoch treten die Vize-Kandidaten Mike Pence und Kamala Harris gegeneinander an.

In Umfragen für die Wahl am 3. November liegt Trump derzeit zurück. Für ihn ist es deswegen besonders wichtig, bei den Fernsehduellen gegen Biden zu punkten. Die Regeln für die Debatten werden von der zuständigen Kommission in Abstimmung mit den Wahlkampfteams getroffen.

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