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Clowns in der Weinbergschule

Die zwei wetterfesten Clowns Nele Hoffmann mit Ukulele und Theaterleiterin Julia Lehn. Im Gras liegen der Abstandhalter und ein Lautsprecher. Rechts, komplett mit Masken ausgestattet, steht ein Teil der Klasse 1a der Weinbergschule und Sozialpädagoge Michael Görner. Foto: Dietmar Elsner

Die zwei wetterfesten Clowns Nele Hoffmann mit Ukulele und Theaterleiterin Julia Lehn. Im Gras liegen der Abstandhalter und ein Lautsprecher. Rechts, komplett mit Masken ausgestattet, steht ein Teil der Klasse 1a der Weinbergschule und Sozialpädagoge Michael Görner. (Foto: Dietmar Elsner)

HOCHHEIM - So macht Schule richtig Spaß. Gleich am Montagvormittag gestalteten zwei lustige Clowns mit roten Kugeln auf den Nasen den „Unterricht“, während die erstklassigen Zuschauer allerdings den kompletten Mund- und Nasenschutz tragen mussten. Alle rund 100 Kinder der ersten Klassen der Weinbergschule bekamen das liebevoll gestaltete Stück „Clowns to go“ zu sehen. Fünf Mal, für jede Klasse einzeln, spielten die lustigen jungen Damen aus Darmstadt zwanzig Minuten lang ihre Rollen als tollpatschige Clowns. Nicht im Klassenzimmer oder der Aula. Nein, im Freien, beinahe versteckt in einer windgeschützten Ecke hinter der Turnhalle.

Die Handlung war nicht nur einfach und deshalb für die Schulanfänger gut verständlich, sondern auch richtig lustig. Zwei Clowns, dargestellt von Julia Lehn und Nele Hoffmann, wollten den Kindern auf dem Hügel gegenüber ein Ständchen vortragen und ein kleines Geschenk überreichen. Aber wie das bei Clowns nicht anders sein kann, gab es vorher viele Probleme zu lösen, Missverständnisse aufzuklären und durchaus auch ein wenig Schabernack zwischen den beiden zu ertragen.

Alle Kinder waren warm angezogen, die Clowns sogar in Regenmänteln, und man bekam eine Vorstellung davon, wie zukünftige Veranstaltungen im Corona-Winter aussehen könnten. Die Wirklichkeit und die Handlung des Stückes gingen fließend ineinander über. Zuerst wuschen sich die Clowns regelgerecht die Hände und zeigten den Kindern, wie sie hier und jetzt die Abstandsregeln einhalten werden. Ganz einfach: Sie klappten einen Zweimeterstab aus und legten ihn auf die Wiese. Der Abstand zwischen der „Bühne“ und den Besuchern war eindeutig und anschaulich erklärt und schon befanden sie sich mitten im Spiel.

Die Clowns waren sich erst mal überhaupt nicht einig. Geht’s jetzt los? Ja. Aber wo ist die Ukulele? Also doch noch nicht? Sie war da und doch nicht da. Mal in die Luft gehalten, mal hinter dem Rücken versteckt. Die beiden führten sich gegenseitig gehörig in die Irre: „Schau mal, da drüben. Ich sehe nichts. Aber da hinten. Auch nichts. Aber ganz weit da oben am Himmel? Auch nichts.“

Die Kinder hatten ihren Spaß, versuchten lautstark zu helfen, allerdings erst mal erfolglos. Dann war die winzige Gitarre plötzlich wieder da, wie von Zauberhand herbeigeholt. Sie konnten nun endlich ihr Ständchen singen von einer Schule voller Abenteuer, von der Einmaligkeit eines jeden Kindes, auch von Ruhe und Gemütlichkeit. Zuhause bleiben wollten sie und nicht für alles Geld der Welt fortgehen (die Reisebeschränkungen schauten durch die Ritzen des Liedes). Ameisen entdeckten sie neben dem Bett: „Probier mal drei davon!“

Geschenke auf möglichst umständliche Weise verteilt

Die Kinder waren begeistert, als die Geschenke auf möglichst umständliche Weise verteilt wurden. Karten zum Ausmalen und Sticks zum Anheften lagen in einem Korb bereit. Aber wie kommen die nun coronagerecht zu den Kindern? Die kuriose Lösung: Mit einem langen Paddel, das natürlich auch seine Tücken hatte.

Alle Kinder holten sich, ohne lange zu warten, ihr Präsent aus dem Korb. Habt ihr alle einen Button? Nein! Clown Julia bewies, wie gut sie werfen kann. Genau in die richtigen Hände schaffte sie es. Dann folgte nur noch das Schlussbild mit einem handgemalten Regenbogen und dem Versprechen: „Alles wird gut!“

Während die Kinder in die Klassenräume zurückgeführt und die nächste Klasse erwartet wurde, war noch Zeit für ein kurzes Gespräch mit den Schauspielerinnen. Hier in Hochheim schenkten die Clowns gerade mit ihrem Spiel, dem Tanz, der Musik, dem Gesang und den Geschenken viel Freude. Das Theater Lakritz mit dem Sitz im Moller Haus in Darmstadt hat jedoch derzeit selbst nicht viel zu lachen.

Das Kernteam besteht aus fünf hauptberuflichen selbständigen Schauspielern. Dazu kommen noch Techniker und Bühnenbildner. Sechs Wochen ging gar nichts, doch das Team wollte dem Corona-Koller entkommen, und versuchte, mit Haustürkonzerten wieder Kontakt zum Publikum herzustellen. Zum Beispiel mit Geburtstagsständchen. Aus diesen kleinen Auftritten entstand das Stück „Clowns to go“, das sie nun in Schulen zeigen. Diese Schulaufführungen sind das einzige, das sie derzeit machen können. Aber so sind sie endlich wieder aktiv, mit den Kindern zusammen und kommen einigermaßen über die Runden.

Dabei ist 2020 ihr Jubiläumsjahr: 20 Jahre Theater Lakritz! Obwohl sie derzeit nur von den Schulen leben, versuchen sie mit dem neuen Stück „Das wilde Määäh“ am 1. November im Theater Moller Haus eine Premiere. Theaterleiterin Julia Lehn wurde nachdenklich: „Das Leben in Corona-Zeiten ist schwierig. Mal sehen wie das Stück angenommen wird. Wir leben auf dünnem Eis.“

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