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Corona aktuell: Intensivbetten werden knapp: Land vor Ausrufung des Katastrophenfalls

Köln -

Corona aktuell: In unserem Ticker bekommen Sie immer alle neuen Infos direkt in der Übersicht.

Das ist der aktuelle Stand vom 29. Oktober

Update vom 29. Oktober: Bayern erwägt Ausrufung des Katastrophenfalls, RKI meldet 16.774 Neuinfektionen in Deutschland – wann trifft Merkels Prognose ein?

  • Wegen der stark steigenden Corona-Infektionszahlen erwägt Bayern bald wieder die Ausrufung des Katastrophenfalls. In den nächsten Tagen könne dies notwendig werden, um auf die „dramatische Entwicklung“ besser reagieren zu können, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Donnerstag nach einer Sitzung des Kabinetts in München. In Bayern habe sich in den vergangenen neun Tagen die Belegung der Intensivbetten verdoppelt, in einigen Regionen drohten in den kommenden Tagen bereits Kapazitätsengpässe. Durch die Ausrufung des Katastrophenfalls könne das Land die Verteilung der Intensivpatienten besser koordinieren. „Wir sind in einer sehr, sehr ernsten Situation“, betonte Söder. Es müsse zur Eindämmung der Infektionen eine Reduzierung der Kontakte um 75 Prozent erreicht werden. Andernfalls drohe die Lage außer Kontrolle zu geraten, auch in Bayern.
  • Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) will mit dem Einsatz tausender Bundespolizisten die Einhaltung der neuen Corona-Regeln überwachen. Die Beamten sollten in Absprache mit den Ländern in Großstädten, Hotspots und der Einreise an Flughäfen Bahnhöfen und Straßen eingesetzt werden, twitterte sein Ministerium am Mittwoch. Dabei geht es auch um die Schleierfahndung, mit der die Einhaltung der Quarantänepflicht für Rückkehrer aus ausländischen Risikogebieten überprüft werden soll. Es solle „verdachtsunabhängige Kontrollen, insbesondere im grenznahen Bereich“ geben, beschlossen auch die 16 Länderregierungschefs bei ihrer Videokonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch. „Wir werden verstärkt überwachen, auch durch Bundespolizei“, sagte Merkel. Es solle aber keine Grenzkontrollen geben. In der Corona-Pandemie gilt die Regelung, dass sich Rückkehrer aus Risikoländern in eine zweiwöchige Quarantäne begeben müssen, solange sie kein positives Testergebnis vorlegen können. Ab dem 8. November gilt für alle Rückkehrer aus Risikogebieten eine Pflichtquarantäne von zehn Tagen. Sie kann verkürzt werden, wenn der oder die Betroffene „frühestens ab dem fünften Tag nach der Einreise“ einen negativen Corona-Test vorlegen könne.
  • Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Deutschland hat mit 16.774 Fällen binnen eines Tages einen neuen Höchstwert erreicht. Dies geht aus Angaben des Robert Koch-Instituts vom frühen Donnerstagmorgen hervor. Der bisherige Rekordwert vom Vortag lag bei 14.964 Fällen. Die Zahlen rücken damit immer mehr in Richtung einer Prognose, die Angela Merkel vor exakt einem Monat geäußert hatte. Damals warnte die Bundeskanzlerin vor einer vierfachen Verdopplungder Fallzahlen und täglichen Neuinfektionen in Höhe von 19.200 bis Weihnachten. Hält der Anstieg an, droht die gefürchtete Marke schon in den kommenden Tagen zu fallen.
    Am Donnerstag vor einer Woche hatten die Gesundheitsämter noch 11.287 Neuinfektionen gemeldet. Damit hatte der Wert erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland die Marke von 10.000 überschritten. Die jetzigen Werte sind nur bedingt mit denen aus dem Frühjahr vergleichbar, da mittlerweile wesentlich mehr getestet wird und dadurch auch mehr Infektionen entdeckt werden.
  • Einen aktuellen 7-Tage-Inzidenzwert gab es am frühen Morgen noch nicht. Einen Tag zuvor lag er für ganz Deutschland bei 93,6. Nordrhein-Westfalen (121,8) war nach Bremen (143,0), Berlin (130,5) und Hessen (129,2) das am viertstärksten betroffene Bundesland, was Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen anging.
  • Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie stieg um 89 auf 10.272.
  • Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht vom Mittwoch bei 1,03 (Vortag: 1,17). Das bedeutet, dass ein Infizierter etwas mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.
    Zudem gibt das RKI in seinem Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert am Dienstag bei 1,17. Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

Update vom 28. Oktober: Monatelanger Lockdown in Melbourne endet, Lauterbach fordert Kontrollen in Privatwohnungen, Rekord bei Neuinfektionen in Deutschland, Daten-Panne beim RKI

  • Einwohner und Geschäftsleute haben in der australischen Stadt Melbourne das Ende des monatelangen Corona-Lockdowns gefeiert. Die Ausgangssperre wurde Punkt 0 Uhr am Mittwoch aufgehoben, kurz darauf waren die Bars voll mit feiernden Gästen. Im Bundesstaat Victoria mit seiner Hauptstadt Melbourne wurden am Mittwoch zwei neue Infektions- sowie zwei weitere Todesfälle registriert. Mehr als 100 Tage stand in der Stadt alles still.
    Victorias Premierminister Daniel Andrews sagte, zum ersten Mal seit Monaten seien nun wieder Besuche in anderen Haushalten erlaubt. Auch Schönheitssalons und Einzelhandelsgeschäfte dürfen wieder Kunden empfangen. Fitnessstudios bleiben noch bis 8. November geschlossen. Anhand der zahlreichen Corona-Tests habe die Regierung eine ziemlich genaue Vorstellung davon, wie stark das Virus noch im Umlauf sei, fügte Andrews hinzu. Er zeigte sich zuversichtlich, eine erneute Ausbreitung des Virus rechtzeitig stoppen zu können. In ganz Victoria gibt es derzeit nur noch Dutzende aktive Coronavirus-Fälle und eine Handvoll Corona-Patienten im Krankenhaus.
    Insgesamt ist Australien bislang vergleichsweise gut durch die Krise gekommen, es gab bisher rund 27.500 Corona-Infektionen und 907 Todesfälle bei einer Einwohnerzahl von 25 Millionen.
  • Vor dem Corona-Gipfel mit Angela Merkel am Mittwoch verschärfen sich die Diskussionen um die Grenzen der Maßnahmen. Während die Politik bislang vor allem die Privatwohnungen als Tabu erachteten, soll laut SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach auch hier künftig kontrolliert werden. „Wir befinden uns in einer nationalen Notlage, die schlimmer als im Frühjahr werden kann. Die Unverletzbarkeit der Wohnung darf kein Argument mehr für ausbleibende Kontrollen sein“, sagte Lauterbach der „RP“. „Wenn private Feiern in Wohnungen und Häusern die öffentliche Gesundheit und damit die Sicherheit gefährden, müssen die Behörden einschreiten können“, forderte Lauterbach. Er widersprach damit NRW-Ministerpräsident Armin Laschet. Der CDU-Politiker hatte betont, dass die Behörden nicht in die Privatwohnungen der Bürger wollten. 
  • Die für Mittwoch angekündigten neuen Corona-Maßnahmen der Bundesregierung dürften auch Sportvereine im Land wieder schwer treffen. Sportanlagen und Plätze sollen in den kommenden Wochen wieder geschlossen werden, Profiklubs müssen zunächst mit Geisterspielen weitermachen. Bei den Kölner Haien startete am Mittwoch eine Aktion, bei der virtuelle Tickets verkauft werden. 100.000 Karten zum Preis von jeweils gehen in den Verkauf, im Idealfall würde das dem KEC 1 Million Euro Mehreinnahmen bescheren.
  • In Deutschland sind nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) innerhalb eines Tages knapp 15.000 neue Coronavirus-Infektionsfälle gemeldet worden. Wie das RKI am Mittwochmorgen unter Berufung auf die Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden am Dienstag insgesamt 14.964 neue Fälle registriert, nach 11.409 neuen Fällen am Vortag. Wegen technischer Verzögerungen hatte die Aktualisierung der Daten länger als üblich gedauert. Die Zahl der insgesamt seit Beginn der Pandemie in Deutschland registrierten Infektionsfälle stieg demnach auf 449.275, die Zahl der mit dem neuartigen Coronavirus im Zusammenhang stehenden Todesfälle auf 10.098 - 27 mehr als am Vortag.
  • Wegen einer technischen Panne waren beim Robert Koch-Institut am Mittwoch zunächst keine aktualisierten Corona-Zahlen vorhanden. Zwar wurde der Datenstand mit 28.10., 0 Uhr angegeben, bei den Angaben zu aktuellen Fällen und Neuinfektionen handelte es sich allerdings noch um die Werte des vergangenen Tages. Dadurch wurden die automatisch berechneten Inzidenzwerte falsch ausgegeben, weil für den 27. Oktober offenbar keine Neuinfektionen in die Rechnung aufgenommen wurden. Für Köln lag der aktuelle Wert laut RKI bei 159,7. Tatsächlich beträgt die Inzidenzzahl derzeit aber 195,5 Das RKI hat auf seiner Internetseite einen Hinweis auf „Verzögerungen in der Datenaktualisierung“ geschaltet.
  • Jetzt trifft die Corona-Pandemie Frankreich und Spanien mit voller Härte. Wie der Deutschlandfunk berichtet, haben beide Länder den höchsten Anstieg an Corona-Toten binnen eines Tages seit April registriert. Paris meldete 523 Todesfälle an oder mit Corona, das seien grob doppelt so viele wie am Tag zuvor. In Spanien berichteten die Behörden von 267 neuen Todesopfern im Zusammenhang mit der Pandemie.

Update vom 27. Oktober: Bushido mit Coronavirus infiziert, Zustimmung für aktuelle Corona-Regeln sinkt, Wieder mehr als 11.000 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

  • Rapper Bushido hat sich mit dem Coronavirus infiziert. „Auch wenn ich alle Vorgaben sehr ernst genommen habe, habe ich heute einen positiven Corona-Test erhalten“, teilte der 42-Jährige am Dienstag auf Instagram mit. Er habe Symptome, schrieb er in einer Story auf seinem Account. „Nehmt die Sache ernst und achtet auf eure Mitmenschen“, so der Rapper, der mit bürgerlichem Namen Anis Ferchichi heißt und weiter: „Ich konnte euch Aluhüte noch nie verstehen.“ Damit verwies er wohl auf jene, die die Gefahren des Virus abstreiten und Verschwörungstheorien darüber verbreiten.
  • Bundeskanzlerin Angela Merkel soll auf der Sitzung mit den Ministerpräsidenten am Mittwoch weitreichende Einschränkungen beschließen, berichtet Focus-Online. Ab kommender Woche sollen danach Restaurants und Kneipen und  auch Museen oder Theater geschlossen werden. Der interne Name dafür laute „Wellenbrecher-Shutdown“.
  • Am Mittwoch trifft sich Bundeskanzlerin Angela Merkel erneut mit den Ministerpräsidenten der Länder, um über eine weitere Verschärfung der Maßnahmen zu beraten. Steht dabei nach Sperrstunden und Kontaktbeschränkungen jetzt auch ein Lockdown zur Debatte? Geht es nach dem stellvertretenden CDU-Bundesvorsitzende Thomas Strobl (60), dann sollte in Deutschland erneut alles heruntergefahren werden – für eine Woche. „Wenn die Zahlen sich weiter so entwickeln, dann müssen wir Maßnahmen in den Blick nehmen, etwa, dass wir auch einmal für eine Woche alles dicht machen, dass von Freitag bis Sonntag die Woche drauf gar nichts mehr geht“, sagte der Innenminister Baden-Württembergs im Gespräch mit dem Portal „ThePioneer“. Nur mit einer konsequenten Schließung in allen Bereichen könne so eine Maßnahme Erfolg haben, versicherte Strobl: „Alles heißt alles.“
  • Bei Protesten gegen die Regierungsmaßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Italien ist es in mehreren Städten zu Ausschreitungen sowie Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Polizei gekommen. Hunderte Menschen gingen am Montagabend in Turin und Mailand gegen die Beschränkungen auf die Straße, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Die Polizei habe unter anderem Tränengas gegen Demonstranten eingesetzt, die mit Steinen und Flaschen geworfen hätten und kleinere Feuer legten.
  • Die Mehrheit der Deutschen hält die derzeitigen Corona-Maßnahmen einer Umfrage zufolge für ausreichend. In dem am Dienstag veröffentlichten „Deutschlandtrend“ des ARD-„Morgenmagazins“ gaben 51 Prozent der Befragten an, die geltenden Auflagen zur Eindämmung der Pandemie seien ausreichend. Für 32 Prozent gehen die Einschränkungen angesichts stark steigender Neuinfektionszahlen nicht weit genug. 15 Prozent erachten sie als zu weitgehend. Zwei Prozent machten keine konkreten Angaben. Im Vergleich zu Anfang Oktober ist damit sowohl die Anzahl derjenigen gewachsen, denen die geltenden Einschränkungen zu weit gehen (plus vier Prozentpunkte), als auch die Gruppe von Menschen, denen die Maßnahmen nicht weit genug gehen (plus fünf Prozentpunkte).
    Die Kontrollen zur Einhaltung der bestehenden Corona-Maßnahmen bewerten 50 Prozent der Befragten als nicht weitgehend genug. 34 Prozent empfinden die Kontrollen als ausreichend, zehn Prozent gehen die bestehenden Kontrollen zu weit. Sechs Prozent machten keine konkreten Angaben.
  • Die Gesundheitsämter haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom frühen Dienstagmorgen 11.409 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Am Dienstag vor einer Woche hatte die Zahl bei 6868 gelegen. Am Samstag war mit 14.714 Neuinfektionen ein neuer Höchstwert seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland erreicht worden. Die jetzigen Werte sind nur bedingt mit denen aus dem Frühjahr vergleichbar, da mittlerweile wesentlich mehr getestet wird und dadurch auch mehr Infektionen entdeckt werden. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Montag um 42 auf insgesamt 10.098.
    Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht vom Montag bei 1,37 (Vortag: 1,45). Das bedeutet, dass zehn Infizierte knapp 14 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Zudem gibt das RKI in seinem Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert am Montag bei 1,30. Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

Update vom 26. Oktober: Lockdown in Rottal-Inn in Bayern, Blutgruppe 0 offenbar weniger anfällig für schweren Verlauf, 8685 neue Corona-Fälle in Deutschland

  • Bereits im Juni gab es erste Studien, die einen Zusammenhang zwischen der Schwere des Verlaufs einer Corona-Erkrankung und der Blutgruppe des Patienten vermuteten. 
    Nun haben Forscher aus Dänemark und Kanada mit zwei weiteren wissenschaftlichen Studien, bekräftigt, dass Patienten mit der Blutgruppe 0 weniger anfällig für einen schweren Verlauf seien. Man betonte jedoch gleichzeitig, dass es weitere Forschung braucht, um gezielte Maßnahmen daraus ableiten zu können.
    Die Studie zeigte, dass von 7.422 positiv getesteten Patienten nur 38,4 Prozent die Blutgruppe 0 aufwiesen. Der Anteil der Menschen mit dieser Gruppe in der Bevölkerung liegt aber bei 41.7%.
    Zudem mussten Patienten mit den Blutgruppen A oder AB im Durchschnitt länger (13,5 Tage) auf der Intensivstation bleiben, als Patienten mit den Blutgruppen 0 oder B (9 Tage).
    Eine Blutgruppe 0 sei jedoch kein Freifahrtsschein, um unvorsichtig mit dem Virus umzugehen, warnen die Forscher. Ebenso sei eine Blutgruppe A oder AB kein Grund zur Panik.
  • Die Gesundheitsämter haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom frühen Montagmorgen 8685 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Erfahrungsgemäß sind die Fallzahlen an Sonntagen und Montagen niedriger, auch weil an Wochenenden weniger getestet wird. Am Montag vor einer Woche hatte die Zahl der Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden bei 4325 gelegen.
    Am Samstag war mit 14.714 Neuinfektionen ein neuer Höchstwert seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland erreicht worden. Die Zahl der Todesfälle übersteig am Wochenende die Marke von 10.000.
    Insgesamt haben sich dem RKI zufolge seit Beginn der Pandemie bundesweit 437.866 Menschen mit dem Virus infiziert (Stand: 26.10., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Montag um 24 auf insgesamt 10.056. Das RKI schätzt, dass rund 321 600 Menschen inzwischen genesen sind.
    Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht vom Sonntag bei 1,45 (Vortag: 1,36). Das bedeutet, dass zehn Infizierte knapp 15 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.
    Zudem gibt das RKI in seinem Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert am Samstag bei 1,39 (Vortag: 1,38). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

Update vom 25. Oktober: Gesundheitsämter melden 11.176 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

  • Zehn Tage ist das Corona-Krisentreffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer inzwischen her, die Lage in Deutschland hat sich seitdem weiter verschärft. „Es stehen uns sehr, sehr schwere Monate bevor“, soll Merkel daher am Sonntag laut „Bild“ in einer internen Schalte mit den CDU-Fraktionschefs der Bundesländer geäußert haben.
    Vor dem erneuten Treffen mit den Ministerpräsidenten am Freitag (30. November) habe sie daher „kein so gutes Gefühl“. Schon jetzt ist für Merkel klar: „So kann es nicht weitergehen.“
    Lagen die Zahlen der Neuinfektionen am Tag des letzten Treffens noch bei 6638, haben sich die Werte inzwischen mehr als verdoppelt. Am Samstag (24. Oktober) waren in Deutschland 14.714 neue Fälle gemeldet worden. Ein neuer Negativ-Rekord seit Beginn der Corona-Pandemie. Merkel, die schon beim Treffen am 15. Oktober gerne in einigen Bereichen härtere Beschlüsse umgesetzt hätte, dürfte angesichts dieser Mahnung auf eine Verschärfung der deutschlandweit gültigen Beschränkungen Wert legen. Während Kontakte und Sperrstunde derzeit wieder zum Alltag gehören, gab es einen zweiten Lockdown bislang nur in vereinzelten Gebieten wie dem Berchtesgadener Land.
  • Seit Wochen gelten in Berlin wegen hoher Corona-Zahlen strenge Beschränkungen, dennoch meldet die Polizei immer wieder gravierende Verstöße gegen die geltenden Regeln. Auf die Spitze trieben es am Samstagabend die Gäste einer Fetisch-Party, die von den Beamten gesprengt wurde. „Für ca. 600 Gäste einer Fetisch-Party in Mitte endete diese vermutlich unbefriedigend. Wir lösten die Feier in Amtshilfe für das Bezirksamt Mitte auf“, berichtete die Polizei bei Twitter. „Es waren einfach zu viele für zu wenig Platz“, ergänzte ein Polizeisprecher.
  • Gegen die Fassade eines Gebäudes des Robert-Koch-Instituts (RKI) sind in der Nacht zum Sonntag mehrere Brandsätze geworfen worden. Wie die Polizei am Vormittag mitteilte, bemerkte ein Sicherheitsmitarbeiter gegen 2.40 Uhr mehrere Menschen, die das Gebäude in der General-Pape-Straße mit Flaschen bewarfen. Dabei sei auch ein Feuer entstanden, das der Mitarbeiter aber habe löschen können. Auch eine Fensterscheibe ging laut Polizei zu Bruch. Verletzt wurde aber niemand. Die Angreifer blieben demnach zunächst unerkannt. Da eine politische Motivation nicht ausgeschlossen wurde, nahm der polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes (LKA) Ermittlungen wegen versuchter Brandstiftung auf.
Spuren des Brandanschlags auf das Gebäude des RKI

Die beschädigten Fassade und Fenster an einem Gebäude des Robert Koch-Institut in der General-Pape-Straße. Brandsätze hinterließen deutliche Rußspuren. Verletzt wurde niemand.

  • Das RKI, das eine zentrale Rolle im Kampf gegen die Corona-Pandemie spielt, und seine führenden Vertreter sind im Internet und auf Versammlungen immer wieder Gegenstand von Attacken von Corona-Leugnern oder Anhängern von Verschwörungstheorien.
  • Laut SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach könnte der Lockdown womöglich nur noch eine Frage von Wochen sein, sollte eine Eindämmng der Infektionen nicht funktionieren. Lauterbach hat die von Bund und Ländern getroffenen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie als unzureichend kritisiert und vor einem deutlichen Anstieg der Todesfallzahlen im Dezember gewarnt. „Da müssen wir nachjustieren“, sagte er der „Bild am Sonntag“. Ohne eine entschlossenere Beschränkung persönlicher Kontakte sei ein zweiter Lockdown nicht zu vermeiden. „Wenn es uns in den kommenden zwei bis drei Wochen nicht gelingt, die persönlichen Kontakte zu beschränken, werden die Zahlen in wenigen Wochen so stark gestiegen sein, dass uns nur noch ein erneuter Lockdown bleibt“, warnte Lauterbach. Es reiche allein nicht mehr, „nur vorsichtig zu sein und die AHA+L-Regeln einzuhalten”, sagte er. „Zusätzlich sollte jeder seine Kontakte wieder so stark wie möglich reduzieren.” Lauterbach forderte, die Möglichkeit, von zu Hause zu arbeiten, auszuweiten. Zur derzeitigen Entwicklung der Corona-Zahlen sagte Lauterbach: „Die Realität ist schon da, das exponentielle Wachstum kommt zurück.” Weiter schlug der SPD-Politiker eine Verkleinerung der Schulklassen vor. „Wenn wir nicht wollen, dass die Schulen mit regelmäßigem Schulausfall auch noch zu Hotspots werden, sollten die Schulklassen jetzt aufgeteilt werden in Vormittags- und Nachmittagsunterricht.“
  • Die Gesundheitsämter in Deutschland haben laut Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) innerhalb eines Tages 11.176 neue Corona-Infektionen gemeldet. An Sonntagen sind die erfassten Fallzahlen allerdings meist niedriger, auch weil am Wochenende weniger getestet wird. Insgesamt haben sich demnach seit Beginn der Pandemie 429.181 Menschen in Deutschland mit dem Virus infiziert. (Stand: 25.10., 00.00 Uhr) Vor genau einer Woche waren es noch 5587 Neuinfektionen an einem Tag. Die Zahl der Todesfälle in Deutschland im Zusammenhang mit dem Virus erhöhte sich um 29 auf insgesamt 10 032. Die Marke von 10 000 war am Vortag überschritten worden. Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht vom Samstag bei 1,36 (Vortag: 1,23). Das bedeutet, dass zehn Infizierte knapp 14 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Zudem gibt das RKI in seinem Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert am Samstag bei 1,38 (Vortag: 1,30). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.
  • Der Stabschef von US-Vizepräsident Mike Pence ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der Test bei Pence selbst sei negativ ausgefallen und er wolle an seinem Programm unter anderem mit Wahlkampfauftritten festhalten, teilte Pence' Sprecher in der Nacht zum Sonntag mit. Sein Stabschef Marc Short sei jetzt in Quarantäne. Es ist bereits das zweite Mal, dass die US-Regierungsspitze direkt von der Pandemie getroffen wird. Erst Anfang des Monats waren Präsident Donald Trump und diverse Mitarbeiter des Weißen Hauses positiv getestet worden. Trump erholte sich von seiner Covid-19-Erkrankung, nachdem er unter anderem mit einem noch experimentellen Antikörper-Mittel behandelt worden war.

Update vom 24. Oktober: Angela Merkel wendet sich wegen Zuspitzung der Corona-Lage an die Nation – Mehr als 10.000 Corona-Tote in Deutschland seit Pandemie-Beginn, Polens Präsident Duda positiv getetstet

  • Angesichts der Zuspitzung der Corona-Lage hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) alle Bürgerinnen und Bürger zum Kontaktverzicht aufgerufen. „Das Gebot der Stunde heißt für uns alle: Kontakte reduzieren, viel weniger Menschen treffen“, sagte Merkel am Samstag in ihrem wöchentlichen Video-Podcast. „Der vergleichsweise entspannte Sommer ist vorbei, jetzt stehen uns schwierige Monate bevor“, sagte die Kanzlerin mit Verweis auf den sprunghaften Anstieg der Zahl der Neuinfektionen. Merkel rief dazu auf, alles zu tun, „damit das Virus sich nicht unkontrolliert ausbreitet“. Alle Bürgerinnen und Bürger müssten sich an die Abstands- und Hygieneregeln halten. Wichtig sei darüber hinaus aber auch, dass „jeder von uns seine Begegnungen außerhalb der eigenen Familie jetzt eine Zeitlang deutlich verringert“. Daher sei ihr Appell: „Treffen Sie sich mit deutlich weniger Menschen, ob außerhalb oder zu Hause“. Es müsse jetzt darum gehen, „die Ansteckungsketten zu unterbrechen“. „Wir sind nicht machtlos gegen das Virus, unser Verhalten entscheidet, wie stark und wie schnell es sich ausbreitet.“ Die Kanzlerin hatte bereits vor einer Woche in ihrem Podcast eindringlich dazu aufgerufen, zur Eindämmung der Pandemie beizutragen. Was sie gesagt habe, gelte weiterhin, „Wort für Wort“, sagte Merkel nun. Der Unterschied sei nur, dass es ihr mit ihrem Appell nun noch dringender geworden sei.
  • Polens Präsident Andrzej Duda ist nach offiziellen Angaben positiv auf das Coronavirus getestet worden. Dem Präsidenten gehe es gut, teilte der Staatssekretär in der Präsidentschaftskanzlei, Blazej Spychalski, am Samstag im Kurzbotschaftendienst Twitter mit. Polen verzeichnete zuletzt ein Rekordhoch an Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Duda habe sich am Freitag auf das Coronavirus testen lassen, schrieb Spychalski. „Das Ergebnis ist positiv ausgefallen.“ In Polen mit seinen 38 Millionen Einwohnern waren am Freitag 13.632 neue Corona-Fälle gemeldet worden. Wegen der starken Ausbreitung des Virus kündigte Regierungschef Morawiecki die Rückkehr zum Online-Unterricht für alle Schüler ab der vierten Klasse an. Morawiecki bat auch alle Menschen über 70 Jahre, zu Hause zu bleiben. Vergangene Woche hatte er bereits die Bürger zur Arbeit im Homeoffice aufgerufen.
  • In Deutschland sind seit Beginn der Corona-Pandemie mehr als 10.000 Menschen an den Folgen der Infektion gestorben. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am frühen Samstagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden bis Freitag insgesamt 10.003 Todesfälle verzeichnet. Die Zahl lag damit um 49 Todesfälle höher als der in der Nacht zum Freitag vom RKI bekanntgegebene Stand. Auch bei der Zahl der täglich erfassten Neuinfektionen mit dem Coronavirus wurde ein neuer Rekordwert erreicht. Laut RKI stieg die Zahl der erfassten Ansteckungsfälle im Vergleich zum Vortag um 14.714. In diese Zahl sind allerdings Infektionen eingerechnet, die am Vortag aufgrund einer technischen Panne bei der Übermittlung der Daten noch nicht erfasst worden waren. Am Donnerstag und Freitag hatte das RKI täglich registrierte Neuinfektionen von jeweils mehr als 11.000 Fällen bekanntgeben – dies waren die bisherigen Spitzenwerte seit Beginn der Pandemie. Ohne die Technikpanne hätte das Institut am Freitag einen noch höheren Wert ermittelt – und wäre die am Samstag veröffentlichte Zahl dafür niedriger gewesen. Insgesamt haben sich laut Angaben des RKI in Deutschland 418.005 Menschen mit dem Virus infiziert (Stand: 24.10., 00.00 Uhr). Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht vom Freitag bei 1,23 (Vortag: 1,11). Das bedeutet, dass zehn Infizierte etwa zwölf weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Zudem gibt das RKI in seinem Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen liegt dieser Wert nun bei 1,30 (Vortag: 1,23). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

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