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Corona aktuell: RKI mit neuen Fallzahlen: Mehr als 10.000 Corona-Tote in Deutschland

Köln -

Corona aktuell: In unserem Ticker bekommen Sie immer alle neuen Infos direkt in der Übersicht.

Das ist der aktuelle Stand vom 24. Oktober

Update vom 24. Oktober: Mehr als 10.000 Corona-Tote in Deutschland seit Pandemie-Beginn

  • In Deutschland sind seit Beginn der Corona-Pandemie mehr als 10.000 Menschen an den Folgen der Infektion gestorben. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am frühen Samstagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden bis Freitag insgesamt 10.003 Todesfälle verzeichnet. Die Zahl lag damit um 49 Todesfälle höher als der in der Nacht zum Freitag vom RKI bekanntgegebene Stand. Auch bei der Zahl der täglich erfassten Neuinfektionen mit dem Coronavirus wurde ein neuer Rekordwert erreicht. Laut RKI stieg die Zahl der erfassten Ansteckungsfälle im Vergleich zum Vortag um 14.714. In diese Zahl sind allerdings Infektionen eingerechnet, die am Vortag aufgrund einer technischen Panne bei der Übermittlung der Daten noch nicht erfasst worden waren. Am Donnerstag und Freitag hatte das RKI täglich registrierte Neuinfektionen von jeweils mehr als 11.000 Fällen bekanntgeben – dies waren die bisherigen Spitzenwerte seit Beginn der Pandemie. Ohne die Technikpanne hätte das Institut am Freitag einen noch höheren Wert ermittelt – und wäre die am Samstag veröffentlichte Zahl dafür niedriger gewesen. Insgesamt haben sich laut Angaben des RKI in Deutschland 418.005 Menschen mit dem Virus infiziert (Stand: 24.10., 00.00 Uhr). Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht vom Freitag bei 1,23 (Vortag: 1,11). Das bedeutet, dass zehn Infizierte etwa zwölf weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Zudem gibt das RKI in seinem Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen liegt dieser Wert nun bei 1,30 (Vortag: 1,23). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

Update vom 23. Oktober: Impfstoff frühestens im Frühling 2021, Spahn-Ehemann Daniel Funke mit Coronavirus infiziert

Besucher einer Kneipe in Amsterdam

Die Niederlande zählen nun komplett zum Risikogebiet. Das Foto zeigt Besucher außerhalb eines Cafes in Amsterdam am 14. Oktober.

Update vom 22. Oktober: Dänemark schließt Grenze für deutsche Urlauber – Polen und Schweiz auf Corona-Risikoliste, Kanaren nicht mehr

  • Dänemark schließt die Grenze für deutsche Urlauber: Menschen aus Deutschland dürfen wegen der steigenden Corona-Neuinfektionszahlen ohne triftigen Einreisegrund nicht mehr nach Dänemark einreisen. Das teilte der dänische Außenminister Jeppe Kofod am Donnerstag mit. Die Maßnahme bedeutet unter anderem, dass deutsche Touristen nicht mehr ins Land kommen dürfen. Für den Großteil der weiteren Staaten in Europa gelten diese Einreisebeschränkungen bereits seit Längerem. Für Einwohner Schleswig-Holsteins sollen Ausnahmen gelten.
  • Deutschland ist nun fast ganz umzingelt von Corona-Risikogebieten. Die Reisewarnung wegen der Pandemie gilt inzwischen wieder für den größten Teil des Kontinents. Ein bisschen Hoffnung machen nur ein paar kleine Inseln weit ab vom europäischen Festland. Die Bundesregierung hat die Nachbarländer Polen und Schweiz, fast ganz Österreich und große Teile Italiens (hinzugekommen sind jetzt unter anderem Rom, Mailand, Venedig, Südtirol, die Toskana und Sardinien) ab kommenden Samstag als Corona-Risikogebiete eingestuft. Das gilt auch für Großbritannienbis auf die Kanalinseln und Überseegebiete, ganz Irland und Liechtenstein. Die sechs Länder, in denen einzelne Regionen zu Risikogebieten erklärt wurden, sind Bulgarien, Estland, Kroatien, Schweden, Slowenien und Ungarn.
    Mit den Kanarischen Inseln wurde dagegen am Donnerstag eins der beliebtesten Winterreiseziele der Deutschen von der Risikoliste des Robert Koch-Instituts gestrichen. Mit den neuen Entscheidungen der Bundesregierung kommen alle Grenzgebiete zu Deutschland außer die in Dänemark auf die Risikoliste. In Österreich ist nur noch das südliche Bundesland Kärnten ausgenommen.
  • Auf der Internetseite der Bundesregierung, auf der die Bevölkerung täglich mit aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) und der Johns Hopkins-Universität (JHU) versorgt wird, kam es laut „WAZ” am Donnerstagmorgen zu einer Panne: Die Bundesregierung hat dort versehentlich mehr als 41 Millionen Todesfälle in Folge einer Corona-Infektion weltweit verkündet. So habe es auf der Internetseite zeitweise geheißen: „Laut JHU haben sich weltweit 41.171.337 Menschen in 189 Ländern mit dem Coronavirus infiziert. An oder mit dem Coronavirus sind 41.171.337 Menschen gestorben (Stand: 22. Oktober, 07.30 Uhr).“ Ein Fehler: Weltweit sind bisher an oder mit dem Coronavirus laut JHU 1.131.528 Menschen gestorben (Stand: 22. Oktober, 10:00 Uhr). Die Bundesregierung hat die Daten umgehend korrigiert.
  • Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages in Deutschland ist erneut stark gestiegen und hat erstmals den Wert von 10.000 überschritten. Die Gesundheitsämter meldeten nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Donnerstagmorgen 11.287 Fälle binnen 24 Stunden. Der bisherige Höchstwert seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland war am Samstag mit 7830 Neuinfektionen erreicht worden. Am Donnerstag vergangener Woche waren mit 6638 Fällen erstmals mehr als im Frühjahr gemeldet worden.
    Die jetzigen Werte sind allerdings nur bedingt mit denen aus dem Frühling vergleichbar, weil mittlerweile wesentlich mehr getestet wird – und damit auch mehr Infektionen entdeckt werden. Experten zufolge sind die neu gemeldeten Infektionen wegen der Zeit zwischen Ansteckung, Test, Ergebnis und Meldung ein Hinweis darauf, wie stark das Virus vor etwa einer Woche in der Gesellschaft unterwegs war. Deshalb dauere es auch, bis sich politische Maßnahmen in den Meldezahlen niederschlagen könnten. Seit Anfang September schwankt die Zahl der Coronatests pro Woche zwischen 1,1 und 1,2 Millionen – mit ganz leicht steigender Tendenz. Die Positivenrate ist in der Zeit jedoch von 0,75 auf 3,63 Prozent gestiegen.
    Zuletzt lagen knapp ein Drittel aller vom RKI erfassten Kreise und Städte über dem Schwellenwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche (Datenstand 21.10.), ab dem vielerorts verschärfte Infektionsschutzmaßnahmen greifen. Bei rund 30 Kreisen und Städten lag der Wert sogar über 100.
    Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion lag bei 9905. Das waren 30 mehr als am Vortag.

Update vom 21. Oktober: Neue Regeln in Bayern, 7595 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

  • Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat für Regionen mit drastisch erhöhten Corona-Zahlen eine Beschränkung von Veranstaltungen auf maximal 50 Teilnehmer und eine Sperrstunde ab 21 Uhr angekündigt. Dies soll dann greifen, wenn die Zahl von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen überschritten wird. Das sagte Söder am Mittwoch in einer Regierungserklärung zur Corona-Krise im Landtag in München. Ausnahmen soll es laut Söder etwa für Gottesdienste und Demonstrationen geben. Betroffen von der Beschränkung auf 50 Teilnehmer sind nach Worten Söders ansonsten Veranstaltungen aller Art. Zuletzt hatten immer mehr Regionen in Bayern und auch in Deutschland den 50er-Wert teils deutlich überschritten. Acht Landkreise und kreisfreie Städte in Bayern überschritten nach Worten Söders inzwischen sogar die 100er-Marke.
  • Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert-Koch-Instituts vom Mittwochmorgen 7595 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Der Wert bleibt damit knapp hinter der Höchstmarke von 7830 vom Samstag zurück, liegt aber deutlich über den 5132 gemeldeten Neuinfektionen vom vergangenen Mittwoch. Die Zahl der Neuinfektionen hatte am Samstag zum dritten Mal in Folge einen Rekordwert seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland erreicht. Die jetzigen Werte sind allerdings nur bedingt mit denen aus dem Frühjahr vergleichbar, weil mittlerweile wesentlich mehr getestet wird – und damit auch mehr Infektionen entdeckt werden.
    Die Sieben-Tage-Inzidenz – die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen – gab das RKI am Mittwoch im Bundesschnitt mit 51,3 (Vortag 48,6) an. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion lag demnach bei 9875. Das waren 39 mehr als am Vortag.
    Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht vom Dienstag bei 1,25 (Vortag: 1,35). Das bedeutet, dass zehn Infizierte im Mittel 12 bis 13 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Zudem gibt das RKI in seinem Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen liegt dieser Wert nun bei 1,23 (Vortag: 1,25). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

Update vom 20. Oktober: Die Infektionszahlen in Deutschland steigen weiter an, Ausgangssperre im Berchtesgadener Land ab 14 Uhr

  • Die strikten Ausgangsbeschränkungen im bayerischen Landkreis Berchtesgadener Land haben am Dienstag Hunderte Feriengäste zur Abreise gezwungen. Nachdem am Montag der Lockdown beschlossen wurde, mussten viele Urlauber ihren Aufenthalt vorzeitig abbrechen. Die Berchtesgadener Land Tourismus schätzte die Zahl der Urlauber, die in der Bergidylle rund um Watzmann und Königssee teils die Herbstferien verbringen wollten, auf knapp 2500. Seit 14 Uhr gelten strenge Maßnahmen wie eine Maskenpflicht, die Schließung von Gastro-Betrieben und Hotels. Lediglich Geschäftsreisende dürfen noch in der Region übernachten. Am Mittag war eine Vielzahl von Polizisten auf den Straßen zu sehen, die in den oftmals leergefegten Straßen die Einhaltung der Beschränkungen überprüften.
  • Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Dienstagmorgen 6868 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Der Wert liegt damit deutlich über den 4122 gemeldeten Fällen vom Dienstag vergangener Woche. Die Zahl der Neuinfektionen hatte am Samstag mit 7830 zum dritten Mal in Folge einen Höchstwert seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland erreicht. Die jetzigen Werte sind allerdings nur bedingt mit denen aus dem Frühjahr vergleichbar, weil mittlerweile wesentlich mehr getestet wird - und damit auch mehr Infektionen entdeckt werden.
  • Experten zufolge sind die neu gemeldeten Infektionen wegen der Zeit zwischen Ansteckung, Test, Ergebnis und Meldung ein Hinweis darauf, wie stark das Virus vor etwa einer Woche in der Gesellschaft unterwegs war. Deshalb dauere es auch, bis sich politische Maßnahmen in den Meldezahlen niederschlagen könnten. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach RKI-Angaben mindestens 373.167 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion lag bei 9836. Das waren 47 mehr als am Vortag. Nach Schätzungen des RKI gibt es etwa 298.300 Genesene.
  • Ein Alpenidyll ist zum Corona-Hotspot geworden. 272 Neuerkrankungen auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen zählte zuletzt das Berchtesgadener Land. Nun gibt es strikte Maßnahmen: Das Verlassen der eigenen Wohnung ist ab heute (20. Oktober) 14.00 Uhr nur noch bei Vorliegen triftiger Gründe erlaubt. Diese Ausgangsbeschränkungen gelten vorerst für 14 Tage. Angesichts der steigenden Zahlen von Neuinfektionen beraten heute zudem mehrere Länder-Kabinette über das weitere Vorgehen. Gleichzeitig dürfte die Debatte um die Beteiligung des Bundestages an Entscheidungen über Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie weitergehen. Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hatte gestern den Fraktionen Vorschläge vorgelegt.

Update vom 19. Oktober: Coronavirus überlebt auf der Haut fünfmal länger als Grippe, RKI veröffentlicht neue Fallzahlen - „Lockdown“ im Berchtesgadener Land

  • Im Kampf gegen die extrem gestiegenen Corona-Infektionszahlen im oberbayerischen Landkreis Berchtesgadener Land hat Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag einen „Lockdown“ verhängt. Ab Dienstag (20. Oktober) gilt um 14 Uhr eine strikte Ausgangsbeschränkung im gesamten Berchtesgadener Land. Das Verlassen der eigenen Wohnung ist dann nur noch bei Vorliegen triftiger Gründe erlaubt. Alle Gastro-Betriebe in der Region müssen schließen, wie beim ersten Lockdown in Deutschland sind nur noch Lieferdienste erlaubt. Hotels dürfen außerdem nur noch Geschäftsreisende als Gäste aufnehmen. Auch Schulen und Kitas müssen schließen, es soll lediglich eine Notbetreuung geben. Veranstaltungen werden untersagt, mit Ausnahme von Gottesdiensten.
    Das Robert Koch-Institut meldete am Montag für den Landkreis eine Sieben-Tage-Inzidenz von 252,1 - das war zunächst ein bundesweiter Rekord. Das öffentliche Leben müsse im Berchtesgadener Land heruntergefahren werden. „Anders geht es nicht“, sagte Söder. Die Kontakte der Infizierten könnten dort nicht mehr verfolgt werden. „Also müssen Kontakte fundamental beschränkt werden“, sagte er. Es werde sehr konsequent und sehr deutlich reagiert werden. „Es wird das härteste Protokoll sein, das wir jetzt an der Stelle haben werden.“
  • Auf glatten Oberflächen wie von Handydisplays und Bankautomaten kann das Coronavirus unter bestimmten Laborbedingungen bis zu 28 Tage überleben. So das Ergebnis der australischen Wissenschaftsbehörde Csiro im Fachblatt „Virology Journal” vor einigen Tagen. Aber wie lange ist das Virus auf der Haut aktiv? Bislang ist die Faktenlage zu dieser Frage noch dünn, daher ist das Ergebnis einer Studie japanischer Forscher durchaus überraschend: Der in der Fachzeitschrift „Clinical Infectious Diseases” veröffentlichten Studie zufolge bleibt das Virus SARS-CoV-2 bis zu neun Stunden aktiv. Das Grippe auslösende Influenza-A-Virus hingegen überlebt nur 1,8 Stunden. Damit kann das Coronavirus rund fünf Mal so lange auf der menschlichen Haut verbleiben. „Das neunstündige Überleben von SARS-CoV-2 auf der menschlichen Haut kann das Risiko einer Kontaktübertragung im Vergleich zu IAV (Influenza-A-Virus) erhöhen und so die Pandemie beschleunigen", hieß es in dem Blatt. Dafür testete das japanische Forscherteam nach dem Tod von Corona-Infizierten die aus Autopsieproben entnommene Haut. Das Risiko einer Infektion könne daher durch regelmäßiges und gründliches Händewaschen, wie es auch von der Weltgesundheitsorganisation WHO empfohlen wird, reduziert werden, schreiben die Forscher. Sowohl das Coronavirus als auch das Grippevirus könnten zudem innerhalb von 15 Sekunden durch Ethanol, wie es in Handdesinfektionsmitteln enthalten ist, abgetötet werden.
  • Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Montagmorgen 4325 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Der Wert ist vergleichsweise niedrig, auch weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten übermitteln. Gemessen an den 2467 gemeldeten Infektionen vom Montag vergangener Woche ist der aktuelle Wert aber deutlich erhöht. Die Zahl der Neuinfektionen hatte am Samstag mit 7830 zum dritten Mal in Folge einen Höchstwert erreicht. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach RKI-Angaben mindestens 366.299 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Stand: 19.10., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion lag demnach bei 9789. Das waren zwölf mehr als am Vortag. Nach Schätzungen des RKI gibt es etwa 294.800 Genesene. Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht vom Sonntag bei 1,44 (Vortag: 1,40). Das bedeutet, dass zehn Infizierte im Mittel 14 bis 15 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Zudem gibt das RKI in seinem Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen liegt dieser Wert nun bei 1,35 (Vortag: 1,37). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.
  • Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner hat bei den Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie zu Verhältnismäßigkeit aufgerufen. Er rate zur Vorsicht, sagte Lindner am Sonntag in der ARD-Sendung „Bericht aus Berlin“. „Wir sollten aber auch nicht überdramatisieren.“ Eine Ausgangssperre wie in Frankreich wäre in Deutschland unverhältnismäßig und ergänzte: „Im Übrigen halte ich es auch für unverhältnismäßig, wenn bei einer kleinen privaten Feier von zehn Leuten plötzlich die Polizei klingelt, weil Nachbarn sich plötzlich denunziatorisch betätigen.“ Große Feiern und „Massenbesäufnisse“ seien hingegen tabu. Derzeit werde vor allem auf die Zahl der Neuinfektionen geschaut, sagte Lindner in der ARD-Sendung. Dabei gebe es Experten, die sagten, es müsse auch auf andere Parameter geachtet werden. Dazu zählten etwa die Situation in den Arztpraxen und bei der stationären Versorgung. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU), der gemeinsam mit Lindner in der Sendung zu Gast war, macht für die steigenden Infektionszahlen „vor allen Dingen Partys und private Feiern“ verantwortlich. „Da müssen wir an alle appellieren, dass sie für einige Wochen oder Monate das hinten anstellen, damit wir die gesundheitliche Lage unter Kontrolle kriegen“, sagte Altmaier. Schulen, Kitas und Geschäfte könnten dafür geöffnet bleiben. Dort gebe es kaum Ansteckungen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte am Wochenende in einem eindringlichen Appell die Bundesbürger zur Einschränkung ihrer Kontakte und zum Verzicht auf Reisen aufgerufen.

Update vom 18. Oktober: Hohe Strafen für alle Hochzeitsgäste in Italien, RKI meldet 5587 Corona-Neuinfektionen in Deutschland, Lauterbach rechnet mit lokalen Shutdowns

  • Wegen eines Festes mit rund 80 Gästen in der Gemeinde Pontinia südlich von Rom sollen alle Beteiligten hohe Strafgelder zahlen. Nach Medienberichten vom Wochenende rückte die Polizei vergangene Woche zu der Hochzeitsfeier in einem Restaurant in der Region Latium an. Die Beamten stoppten die Party und verteilten die Geldbußen. Den Berichten nach soll die Strafe 400 Euro pro Person betragen. Wer das Geld innerhalb weniger Tage zahlt, kann den Betrag etwas senken. Die Region sprach von einem „unverantwortlichen” Verhalten. Seit vergangenen Mittwoch sind Partys in Italien grundsätzlich verboten. Nur Feierlichkeiten wie Hochzeiten dürfen stattfinden - aber mit höchstens 30 Teilnehmern, wie die Regierung in Rom festlegte. Grund sind die stark steigenden Coronazahlen in dem Mittelmeerland mit seinen 60 Millionen Einwohnern. Italien registrierte am Sonntag über 11.700 Neuinfektionen mit dem Coronavirus innerhalb von 24 Stunden. Die Regierung wollte am Sonntag weitere Verschärfungen im Kampf gegen das Virus beschließen.
  • Bei einer weiterhin so schnellen Ausbreitung des Coronavirus rechnet SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach mit lokalen Shutdowns in Deutschland. „Es ist ganz simpel. Der R-Wert liegt bei etwa 1,3. Wenn wir den nicht runter bekommen, steigen die täglichen Fallzahlen innerhalb kürzester Zeit so stark an, dass die Kliniken und Gesundheitsämter überlaufen werden. Dann kommen lokale Shutdowns“, sagte der Mediziner den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Die auch R-Wert genannte Reproduktionszahl gibt an, wie viele weitere Menschen ein Infizierter ansteckt. Laut Lagebericht des Robert Koch-Instituts von Samstagabend lag der R-Wert bei 1,40.
    „Das exponentielle Wachstum hat eine solche Kraft - da würde jedem einleuchten, dass nichts mehr stattfinden kann“, so Lauterbach weiter. „Dann würde auch die Wirtschaft einbrechen.“ Im Kampf gegen das Virus zählt der Politiker auf das Verhalten der Menschen - weniger auf die Eindämmungsmaßnahmen: „Es wird darauf ankommen, wie sich die Bevölkerung verhält. Das ist wichtiger als einzelne Maßnahmen. Viele Auflagen lassen sich ohnehin schwer überprüfen.“
  • Erwartungsgemäß haben die Gesundheitsämter in Deutschland vergleichsweise wenig neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert am frühen Sonntagmorgen mit 5.587 an. An Sonntagen wie auch an Montagen sind die erfassten Fallzahlen meist niedriger, auch weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI übermitteln. Im Vergleich zu den 3.483 Infektionen am Sonntag vergangener Woche ist der aktuelle Wert aber deutlich erhöht.
    Die Zahl der Neuinfektionen hatte am Samstag mit 7.830 zum dritten Mal in Folge einen Höchstwert erreicht. Das RKI weist in seinem Lagebericht von Samstagabend darauf hin, dass mittlerweile mehr als die Hälfte aller Landkreise eine erhöhte Verbreitung des Coronavirus von mehr als 25 nachgewiesenen Infektionen pro Woche und 100.000 Einwohner haben.
    Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach RKI-Angaben mindestens 361.974 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Stand: 18.10., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion lag demnach bei 9.777. Das waren zehn mehr als am Vortag. Nach Schätzungen des RKI gibt es etwa 291.900 Genesene.
    Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht vom Samstag bei 1,40 (Vortag: 1,22). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel rund 1,4 weitere Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.
    Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 1,37 (Vortag: 1,30). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

Update vom 17. Oktober: 32.000 Corona-Neuinfektionen in Frankreich, Bundespräsident Steinmeier in Quarantäne, Merkel schwört Bürger auf Kampf gegen Corona ein

  • In Frankreich sind binnen 24 Stunden erstmals mehr als32.000 neue Corona-Infektionen registriert worden. Die Gesundheitsbehörde meldete am Samstagabend 32.427 neu erfasste Ansteckungen. Damit gab es einen Spitzenwert innerhalb eines Tages seit Beginn der großflächigen Corona-Testung in Frankreich. In Frankreich leben rund 67 Millionen Menschen. Die Corona-Lage in Frankreich verschlechtert sich seit Wochen. Seit Samstag gilt in Paris und acht weiteren größeren Städten eine nächtliche Ausgangssperre von 21 Uhr abends bis 6 Uhr morgens. Zu dieser Zeit dürfen die Menschen nur mit einem triftigen Grund vor die Tür. Die Gesundheitsbehörden meldeten am Samstag außerdem 90 weitere Tote. Mehr als 33.000 Menschen sind seit Beginn der Pandemie im Land im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkankung gestorben.
  • Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich am Samstag in Quarantäne begeben. Wie eine Sprecherin des Bundespräsidialamtes in Berlin mitteilte, ist ein Personenschützer des Staatsoberhauptes positiv auf das Coronavirus getestet worden. Bei dem Mann aus dem Kommando des Bundeskriminalamtes handele es sich um eine Kontaktperson ersten Grades. Steinmeier habe sich nun selbst einem Corona-Test unterzogen, das erste Ergebnis sei negativ, sagte die Sprecherin am Samstagnachmittag. Ende März hatte sich auch Kanzlerin Angela Merkel vorsorglich für knapp zwei Wochen in häusliche Quarantäne begeben, weil sie Kontakt mit einem infizierten Arzt hatte. In dieser Zeit hatte sie drei Corona-Tests machen lassen, die jedoch alle negativ waren. Der Bundespräsident wollte an diesem Sonntag zum Abschluss der Frankfurter Buchmesse eigentlich den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels in der Frankfurter Paulskirche verleihen.
  • Kanzlerin Angela Merkel hat angesichts weiter steigender Corona-Infektionszahlen in Deutschland eindringlich an die Bürger appelliert, zur Eindämmung der Pandemie beizutragen. „Wir müssen jetzt alles tun, damit das Virus sich nicht unkontrolliert ausbreitet. Dabei zählt jetzt jeder Tag“, sagte die CDU-Politikerin in ihrem am Samstag veröffentlichten wöchentlichen Podcast. „Ich bitte Sie: Verzichten Sie auf jede Reise, die nicht wirklich zwingend notwendig ist, auf jede Feier, die nicht wirklich zwingend notwendig ist. Bitte bleiben Sie, wenn immer möglich, zu Hause, an Ihrem Wohnort.
    Deutschland befinde sich in einer „sehr ernsten Phase“, sagte Merkel. „Tag für Tag steigt die Zahl der Neuinfektionen sprunghaft.“ Die Pandemie breite sich wieder rapide aus, schneller noch als zu Beginn vor mehr als einem halben Jahr. „Der vergleichsweise entspannte Sommer ist vorbei, jetzt stehen uns schwierige Monate bevor. Wie der Winter wird, wie unser Weihnachten wird, das entscheidet sich in diesen kommenden Tagen und Wochen. Das entscheiden wir alle durch unser Handeln.“
  • Die Gesundheitsämter in Deutschland haben 7830 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet, mehr als je zuvor seit Beginn der Pandemie. Das geht aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Samstagmorgen hervor. Am Vortag war mit 7334 neuen Fällen der bis dato höchste Wert registriert worden. In der vergangenen Woche meldete das RKI am Samstag 4721 Neuinfektionen. Die jetzigen Werte sind nur bedingt mit denen aus dem Frühjahr vergleichbar, weil mittlerweile wesentlich mehr getestet wird - und damit auch mehr Infektionen entdeckt werden.
    Experten zufolge sind die neu gemeldeten Infektionen wegen der Zeit zwischen Ansteckung, Test, Ergebnis und Meldung ein Hinweis darauf, wie stark das Virus vor etwa einer Woche in der Gesellschaft unterwegs war. Deshalb dauert es auch, bis sich politische Maßnahmen in den Meldezahlen niederschlagen könnten.
    Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach RKI-Angaben mindestens 356.387 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Stand: 17.10., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion lag demnach bei 9767. Das waren 33 mehr als am Vortag. Nach Schätzungen des RKI gibt es etwa 290.000 Genesene.
    Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht vom Freitag bei 1,22 (Vortag: 1,08). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel rund 1,2 weitere Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Update vom 16. Oktober: Sperrstunde in Berlin gekippt, Bayern hebt Beherbergungsverbot auf, 7334 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

  • Das Berliner Verwaltungsgericht hat die vom Senat beschlossene Sperrstunde in der Hauptstadt gekippt. Das sagte ein Gerichtssprecher am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Mehrere Gastronomen hatten Eilanträge gegen die Verordnung eingereicht. Insgesamt hatten sich nach Angaben von Rechtsanwalt Niko Härting rund ein Dutzend Berliner Bars und Clubs gegen die Sperrstunde gewandt. Sie kritisierten die Sperrstunde als unverhältnismäßig. Aus ihrer Sicht gibt es keine überzeugende Begründung für die Schließung der Gaststätten um 23 Uhr. Mit einer Sperrstunde für die Gastronomie werde erreicht, dass sich junge Menschen dann an anderen Orten träfen, für die keine Hygienekonzepte gelten, so die Argumentation.
  • Das umstrittene Beherbergungsverbot für Reisende aus Corona-Hotspots läuft in Bayern an diesem Freitag aus. Die Staatsregierung verzichte auf eine Verlängerung der Vorschrift, „wir belassen es dabei“, sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in München. Damit endet das Beherbergungsverbot mit Ablauf des Tages. Zur Begründung sagte Herrmann, dass man darauf setze, dass die Länder die Beschlüsse der Bund-Länder-Vereinbarung aus dieser Woche umsetzten. Herrmann betonte, dass das Beherbergungsverbot aber weiter im „Instrumentenkasten“ für den Kampf gegen die Pandemie enthalten bleibe. Sollte es notwendig werden, könne es somit wieder angewendet werden.
  • In Deutschland ist erneut eine Rekordzahl bei den Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet worden. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) vom frühen Freitagmorgen wurden binnen eines Tages 7334 neue Ansteckungsfälle von den Gesundheitsämtern gemeldet. Dies waren nochmal knapp 700 Fälle mehr als am Tag davor. Bereits die am Donnerstag vom RKI bekanntgegebene Zahl von 6638 Neuinfektionen war der höchste Wert in Deutschland seit Beginn der Pandemie gewesen. Die vorherigen Spitzenwerte waren im Frühjahr verzeichnet worden. Die Zahl der mit dem neuartigen Coronavirus im Zusammenhang stehenden Todesfälle wuchs auf 9734 – das waren 24 mehr als am Vortag. In ganz Deutschland sind gerechnet auf 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen 37,2 Menschen positiv auf Corona getestet worden. Spitzenreiter bei den Ländern sind weiterhin Berlin (73,9) und Bremen (73,1), auch Nordrhein-Westfalen liegt mit einem Wert von knapp 50 klar über dem Schnitt.

Update vom 15. Oktober: RKI kritisiert Beherbergungsverbot, Zahl der Neuinfektionen steigt erneut um weiter über 1000

  • Schockierende zahlen aus Frankreich: Binnen 24 Stunden wurden erstmals mehr als 30.000 neue Corona-Infektionen registriert. Die Gesundheitsbehörde meldete am Donnerstagabend 30.621 neu erfasste Infektionen. Damit gab es einen neuen Spitzenwert innerhalb eines Tages seit Beginn der großflächigen Corona-Testung in Frankreich. Zudem habe es gut 1200 neue Fällen gegeben, die in Krankenhäuser gebracht werden mussten, teilte das Gesundheitsministerium mit. Die Zahl der Todesfälle stieg auf 33.125. In Frankreich leben rund 67 Millionen Menschen. Die Corona-Lage in Frankreich verschlechtert sich seit Wochen. In mehreren französischen Städten, darunter in Paris, gelten ab Samstag zudem von 21.00 Uhr abends bis 6.00 Uhr morgens Ausgangssperren. Außerdem sind private Feiern wie etwa Hochzeiten in Festsälen oder anderen öffentlichen Orten landesweit nicht mehr erlaubt. Zur Überwachung der Ausgangssperren in den Metropolen sollen rund 12.000 Polizisten eingesetzt werden.
  • Die Bundesregierung hat die ganzen Niederlande, fast ganz Frankreich und erstmals auch Regionen in Italien und Polen mit Wirkung ab dem kommenden Samstag zu Corona-Risikogebieten erklärt. Außerdem werden dann Malta und die Slowakei komplett sowie einzelne Regionen in neun weiteren EU-Ländern auf die Risikoliste gesetzt, wie das Robert Koch-Institut am Donnerstag auf seiner Internetseite mitteilte. Dazu zählen acht Regionen der Schweiz, darunter der an Deutschland grenzende Kanton Zürich, erstmals Gebiete in Schweden und Finnland sowie weitere Regionen in Großbritannien, Irland, Kroatien, Portugal, Slowenien und Ungarn. Es wird erwartet, dass das Auswärtige Amt für alle neuen Risikogebiete auch eine Reisewarnung ausspricht. Mit der Aufnahme von fünf polnischen Regionen einschließlich der Metropolen Danzig und Krakau auf die Risikoliste wird ab Samstag keines der neun Nachbarländer Deutschlands mehr ohne Risikogebiet sein. Die polnischen Grenzgebiete bleiben allerdings noch verschont.
  • In Frankreich werden Korsika und das am Anfang der Corona-Pandemie besonders stark betroffene Grenzgebiet Grand Est auf die Risikoliste gesetzt. Damit wird der europäische Teil des Landes komplett betroffen sein. Von den fünf Übersee-Departements ist ab Samstag nur noch die Insel Mayotte im Indischen Ozean „risikofrei“. In den Niederlanden wird Zeeland an der Nordsee als letzte Provinz zum Risikogebiet. Mit Italien wird nun auch das zweitbeliebteste Urlaubsland der Deutschen nach Spanien zumindest teilweise auf die Risikoliste gesetzt. Mit Ligurien und Kampanien trifft es zwei sehr gefragte Touristenziele: Das süditalienische Kampanien mit Neapel, der Amalfiküste und den Inseln Capri und Ischia sowie die nordwestliche Küstenregion Ligurien um Genua. Die Einstufung als Risikogebiet erfolgt, wenn ein Land oder eine Region den Grenzwert von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen überschreiten.
  • Während die Bundesländer weiter über das Beherbergungsverbot für Urlauber aus Risikogebieten streiten und sich bei diesem Thema einfach nicht einig werden, hat das Robert Koch-Institut (RKI) das Beherbergungsverbot stark kritisiert. Im Corona-Lagebericht des Instituts vom 14. Oktober heißt es zur aktuellen Laborsituation in Deutschland: „Der zusätzliche Testbedarf durch Urlauber nach Einführung des Beherbergungsverbots mit der Option zur 'Freitestung' durch Vorlage eines negativen Testergebnisses hat die Situation weiter verschärft und es kam regional zu einem zusätzlich stark erhöhten Probeaufkommen.“ Folge: Die Labore könnten sich nicht mit Reagenzien bevorraten, um im Herbst und Winter Lieferengpässe zu überbrücken.

Update vom 14. Oktober: Erstmals seit April über 5000 Corona-Neuinfektionen in Deutschland; WHO über Tuberkulose-Ausbreitung besorgt

  • Die Corona-Pandemie droht nach Ansicht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die bislang erzielten Erfolge im Kampf gegen die Tuberkulose zunichte zu machen. In von der Tuberkulose schwer getroffenen Ländern wie Indien und Südafrika seien wichtige Ressourcen in die Bekämpfung des Coronavirus umgeleitet worden, teilte die WHO am Mittwoch in einem Bericht mit. Demnach könnten in diesem Jahr 200.000 bis 400.000 Menschen mehr an Tuberkulose sterben als im vergangenen Jahr. „Die Auswirkung der Pandemie auf die Tuberkulosebehandlung war gewaltig“, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Abgesehen von der erschwerten Patientenversorgung durch örtliche Lockdowns seien zur Bekämpfung des Coronavirus auch wichtige finanzielle und technische Ressourcen abgezogen worden. Bis heute zählt die Infektionskrankheit Tuberkulose zu den zehn häufigsten Todesursachen weltweit, wobei 95 Prozent aller Fälle in Entwicklungsländern auftreten. Im vergangenen Jahr starben rund 1,4 Millionen Menschen an der Krankheit, das war laut WHO ein leichter Rückgang im Vergleich zu den Vorjahren. Die WHO hatte sich ehrgeizige Ziele zur Ausrottung der Tuberkulose bis 2030 gesetzt. Das Etappenziel für dieses Jahr wird laut WHO jedoch vermutlich nicht erreicht werden.
  • Durch die Verbreitung des Coronavirus ist die Gesundheitsversorgung in den Niederlanden gefährdet. In Amsterdam, Rotterdam und Den Haag mussten die Notaufnahmen von Krankenhäusern bereits zeitweilig geschlossen werden, wie der Leiter des Netzwerkes Akute medizinische Versorgung, Ernst Kuipers, am Mittwoch dem Parlament in Den Haag mitteilte. Weil alle Betten belegt waren und zu wenig Personal zur Verfügung stand, mussten Erste-Hilfe-Abteilungen für mehrere Stunden schließen und Krankenwagen Patienten in andere Krankenhäuser oder Städte bringen. In Krankenhäusern und auf Intensivstationen in den Niederlanden nimmt die Zahl der Covid-19-Patienten indes schnell zu. Die Regierung verschärfte die Maßnahmen und verhängte einen „Teil-Lockdown“ (siehe unten).
    Trotz der neuen Corona-Maßnahmen rechnen die Krankenhäuser damit, dass bis November im günstigsten Fall 40 Prozent der regulären Versorgung gestrichen werden müsse. Sollten die Maßnahmen nicht greifen, wird im schlimmsten Fall mit einer Reduzierung von 75 Prozent gerechnet. „Dann bleibt neben der Covid-19-Pflege nur noch die Erste Hilfe übrig“, sagte Kuipers.
  • Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwochmorgen (14. Oktober) erstmals seit April mehr als 5000 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Insgesamt belief sich die Zahl laut RKI auf 5132. Das waren mehr als 1000 Fälle mehr als noch am Vortag. Zuletzt waren Mitte April die Zahlen so hoch wie aktuell. Allerdings sind die Werte nicht miteinander vergleichbar, weil mittlerweile wesentlich mehr getestet wird – und damit auch mehr Infektionen entdeckt werden. Die 7-Tage-Inzidenz liegt für ganz Deutschland bei 29,6, NRW liegt mit einem Wert von 39,7 deutlich darüber. Am meisten Menschen stecken sich gerechnet auf 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche weiterhin in Bremen an, hier liegt der Wert bei 70,8. 
  • Die Zahl der Corona-Patienten auf der Intensivstation stieg zwar in den vergangenen Tagen merklich – am Dienstag wurden rund 620 Covid-Patienten intensivmedizinisch behandelt – ist aber weiterhin vergleichsweise niedrig. Insgesamt sind in Deutschland noch knapp 9000 Intensivbetten frei.
  • Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach RKI-Angaben mindestens 334.585 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 14.10., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion lag demnach bei 9677. Das waren 43 mehr als am Vortag. Nach Schätzungen des RKI gibt es etwa 281.900 Genesene.
  • Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Lagebericht vom Dienstag bei 1,18 (Vortag: 1,29). Nach RKI-Schätzungen lag der Sieben-Tage-R-Wert nach Angaben vom Dienstag bei 1,20 (Vortag: 1,25). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen. 

Update vom 13. Oktober: Niederlande beschließen Teil-Lockdown, RKI meldet 4122 Neuinfektionen

  • Angesichts drastisch steigender Infektionszahlen verschärfen die Niederlande ihre Corona-Maßnahmen. Ministerpräsident Mark Rutte kündigte auf einer im Fernsehen übertragenen Pressekonferenz am Dienstag einen „Teil-Lockdown“ an. „Es tut weh, aber es ist der einzige Weg. Wir müssen strenger sein“, sagte Rutte. Bars, Cafés und Restaurants müssen demnach schließen und dürfen Speisen und Getränke nur noch zum Mitnehmen anbieten. Zudem gilt künftig in öffentlichen Räumen eine Maskenpflicht. In der Zeit zwischen 20.00 Uhr und 07.00 Uhr gilt darüber hinaus ein Verbot für den Verkauf und den öffentlichen Konsum von Alkohol und Cannabis. Auch Mannschaftssport für über 18-Jährige ist demnach verboten. Die Niederländer dürfen zudem nur noch drei Besucher pro Tag bei sich zu Hause empfangen. Die Regelungen gelten ab Mittwochabend 22.00 Uhr, in zwei Wochen will die niederländische Regierung ihre Wirksamkeit überprüfen. 
  • Bundestagsabgeordnete der Union schlagen als Schutzmaßnahme gegen das Coronavirus eine deutliche Verlängerung der Weihnachtsferien an den Schulen vor. Der CDU-Abgeordnete Christoph Ploß, der auch Landesvorsitzender seiner Partei in Hamburg ist, sagte der „Bild“-Zeitung (Dienstagsausgabe), um Schülerinnen und Schüler besser zu schützen, solle über eine Verlängerung der Weihnachtsferien „um zwei bis drei Wochen“ nachgedacht werden. Die Ferien im Sommer könnten dann entsprechend gekürzt werden. Der CSU-Abgeordnete Stephan Pilsinger, der selber Arzt ist, regte sogar bis zu vier Wochen längere Weihnachtsferien mit entsprechender Kürzung über Ostern und im Sommer an. „Das Wohl der Schüler und Lehrer muss im Vordergrund stehen“, betonte er im Gespräch mit der „Bild-Zeitung. Am Montag hatte der Deutsche Philologenverband empfohlen, dass Schüler und Lehrer im Unterricht dicke Kleidung tragen, da zum Schutz gegen das Coronavirus regelmäßig gelüftet werden müsse. 
  • Nach einem Rückgang der Zahlen am Sonntag und Montag haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstagmorgen erneut mehr als 4000 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Insgesamt beläuft sich die Zahl laut RKI auf 4122. Am Donnerstag hatte die Anzahl neuer Infektionen mit 4058 erstmals seit April die 4000er-Grenze überschritten. Am Samstag waren es gar 4721 neu nachgewiesene Fälle. Am Montag waren 2467 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet worden. Erfahrungsgemäß liegen die erfassten Zahlen an Sonntagen und Montagen meist niedriger, auch weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI weitergeben. Am Dienstag vor einer Woche waren es 2639 Fälle gewesen. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach RKI-Angaben mindestens 329.453 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 13.10., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion lag demnach bei 9634. Das waren 13 mehr als am Vortag. Nach Schätzungen des RKI gibt es etwa 279 300 Genesene. Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Lagebericht vom Montag bei 1,29 (Vortag: 1,40). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel knapp 1,3 weitere Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert nach Angaben vom Montag bei 1,25 (Vortag: 1,37). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

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