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Corona aktuell: Spahn: Ab Samstag Testpflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten

Köln -

Corona und die Folgen für Deutschland und den Rest der Welt: Hier bekommen Sie immer alle neuen Infos in der Übersicht.

Das ist der aktuelle Stand vom 6. August 2020 

Update vom 6. August: Neue Fallzahlen vom RKI – Drei-Monats-Rekord

  • Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus müssen sich Einreisende aus internationalen Risikogebieten von diesem Samstag an bei der Rückkehr nach Deutschland testen lassen. Das ordnete Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) an, wie er am Donnerstag in Berlin mitteilte.
    Welche Länder als Risikogebiete gelten, steht auf einer Liste des Robert-Koch-Instituts (RKI) - aus der EU sind derzeit Luxemburg und die die drei spanischen Regionen Aragón, Katalonien und Navarra auf der Liste. Zentrales Kriterium ist, in welchen Staaten oder Regionen es in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner gegeben hat.
    Spahn sagte, mit der Testpflicht für Rückkehrer aus Gebieten mit hohen Fallzahlen wolle man „auf Nummer sicher“ gehen. „Mir ist sehr bewusst, dass das ein Eingriff in die Freiheit des Einzelnen ist.“ Es sei aber ein zumutbarer Eingriff. Wer aus solchen Risikogebieten kommt, muss sich bisher schon direkt für 14 Tage in häusliche Quarantäne begeben und beim Gesundheitsamt melden. Möglich ist auch, ein negatives Testergebnis vorzulegen, das höchstens 48 Stunden alt ist.
    Bereits seit vergangenem Samstag können sich alle Einreisenden aus dem Ausland freiwillig und kostenlos auf das Coronavirus testen lassen. Jede bisher unentdeckte Infektion mache einen Unterschied, sagte Spahn. Er verteidigte es erneut, dass die Reisenden dafür nicht selbst zur Kasse gebeten werden sollen. Die Kosten übernimmt letztlich der Bund.
  • Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 1045 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Zuletzt lag die Zahl der Neuinfektionen am 9. Mai über 1000 – damals waren es 1251. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich somit mindestens 213.067 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Donnerstagmorgen im Internet meldete (Datenstand 6.8., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9175. Bis Donnerstagmorgen hatten 195.200 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 5.8., 0.00 Uhr, in Deutschland bei 0,9 (Vortag: 1,02). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwa einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Zudem gibt das RKI ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert mit Datenstand 5.8., 0.00 Uhr, bei 0,97 (Vortag: 0,99). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

Update vom 5. August: RKI gibt neue Fallzahlen bekannt

  • Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 741 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich somit mindestens 212 022 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Mittwochmorgen im Internet meldete (Datenstand 5.8., 0 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9168. Bis Mittwochmorgen hatten 194 600 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 4.8., 0 Uhr, in Deutschland bei 1,02 (Vortag: 1,09). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwa einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Zudem gibt das RKI ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert mit Datenstand 4.8., 0 Uhr, bei 0,99 (Vortag: 1,00). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

Update vom 4. August: Zweite Corona-Welle schon da, In Deutschland gibt es laut RKI mehr Infizierte als am Vortag, China feiert Oktoberfest

  • Die von vielen befürchtete zweite Corona-Welle hat Deutschland nach Einschätzung des Ärzteverbandes Marburger Bund bereits erfasst. „Wir befinden uns ja schon in einer zweiten, flachen Anstiegswelle“, sagte die Verbandsvorsitzende Susanne Johna der „Augsburger Allgemeinen“. Sie sei aber nicht vergleichbar mit den Zahlen von März und April. Dennoch steige die Zahl der Neuinfektionen. „Damit ist die Gefahr, dass wir die Erfolge, die wir bislang in Deutschland erzielt haben, in einer Kombination aus Verdrängung und Normalitätssehnsucht wieder verspielen“, warnte Johna. Die Krankenhäuser seien auf eine zweite Welle vorbereitet, erläuterte die Verbandschefin. Anders als bei der ersten Welle sollen Krankenhausbetten diesmal nicht pauschal, sondern am Bedarf orientiert freigehalten werden. Johna mahnte eindringlich, die Hygieneregeln einzuhalten und Masken zu tragen.
  • Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 879 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet – am Montag wurden noch 509 Neuinfektionen registriert. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich somit mindestens 211 281 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Dienstagmorgen im Internet meldete (Datenstand 4.8., 0 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9156. Bis Dienstagmorgen hatten 194 000 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 3.8., 0 Uhr, in Deutschland bei 1,09 (Vortag: 1,11). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwa einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Zudem gibt das RKI ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert mit Datenstand 3.8., 0 Uhr, bei 1,00 (Vortag: 1,09). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.
  • In China scheint die Corona-Pandemie weitestgehend unter Kontrolle. Davon profitiert nun auch die ostchinesische Stadt Qingdao, wo das größte Bierfest des Landes planmäßig begonnen hat. Bis zum 23. August wollen die Organisatoren wie in jedem Jahr Hunderttausende Besucher auf das Gelände in der ostchinesischen Provinz Shandong locken. Die Veranstalter bezeichnen das Bierfest von Qingdao gerne als „Chinas Oktoberfest“. Allerdings sind die Besucherzahlen noch weit vom Münchner Original entfernt. Rund sechs Millionen Menschen strömen jährlich auf die Wiesn. In diesem Jahr wurde das Münchener Fest jedoch wegen des Coronavirus abgesagt. Auf dem Bierfest in Qingdao sollen besondere Regeln gelten. Besucher müssen beim Betreten des Geländes Masken tragen, auch wird die Temperatur gemessen und eine Registrierung verlangt. Angestellte müssen wöchentlich einen Corona-Test machen. Einen negativen Einfluss auf das Interesse der Besucher scheinen die Maßnahmen nicht zu haben: Wie Staatsmedien berichteten, kamen zum Auftakt des Bierfestes sogar mehr Gäste als im vergangenen Jahr.

Update vom 3. August: RKI gibt neue Corona-Zahlen für Deutschland bekannt

  • Nach einer Trauerfeier in Schwäbisch Gmünd in Baden-Württemberg ist die Zahl der Coronainfizierten auf rund 100 gestiegen. Mehrere Betroffene seien mittlerweile genesen aus der häuslichen Isolation entlassen worden, teilte das Landratsamt Ostalbkreis am Montag mit. Derzeit gebe es im gesamten Landkreis 58 aktive Fälle - also Menschen, die noch erkrankt sind. Ende vergangener Woche waren es 61. Die Tests in einer Grundschule in Schwäbisch Gmünd seien negativ ausgefallen. Mitarbeiter der Kommunen kontrollieren nach Angaben einer Sprecherin, ob die Infizierten sich an die häusliche Isolation halten. Die Stadt Schwäbisch Gmünd hat zudem Regeln für Trauerfeiern erlassen. So müssen ab 50 Gästen Teilnehmerlisten erstellt werden, erläuterte eine Sprecherin des Landratsamts. Auch Mundschutz ist Pflicht. 
  • Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 509 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich somit mindestens 210 402 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Sonntagmorgen im Internet meldete (Datenstand 3.8., 0 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9148. Bis Montagmorgen hatten 193 500 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 2.8., 0 Uhr, in Deutschland bei 1,11 (Vortag: 1,13). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwa einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Zudem gibt das RKI ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert mit Datenstand 2.8., 0 Uhr, bei 1,09 (Vortag: 1,20). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

Update vom 2. August: Zweite Welle trifft viele Länder, Corona auf Passagierschiff der Reederei Hurtigruten

  • Eine zweite Corona-Welle trifft bereits viele Länder hart. China meldet die höchsten Zahlen seit drei Monaten, in Israel wächst der Protest gegen die Regierung, weil die Corona-Neuinfektionen ein Rekordhoch erreichen, Tokio meldet einen Anstieg um 400 Prozent innerhalb von zwei Tagen – und der australische Bundesstaat Victoria hat den Katastrophenfall ausgerufen. Die Hauptstadt Melbourne ist bis Mitte September unter Lockdown gestellt. Zwischen 20 Uhr und 5 Uhr gilt eine Ausgangssperre, Schulen und Kindergärten sind geschlossen, pro Haushalt darf immer nur eine Person einmal am Tag einkaufen gehen, keiner darf sich weiter als fünf Kilometer von seinem Zuhause entfernen. Australien war dank einer entschlossenen Politik seit einiger Zeit quasi coronafrei.
  • Mindestens 36 Crew-Mitglieder eines in Norwegen vor Anker liegenden Passagierschiffs haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Unter ihnen sei auch ein deutscher Staatsbürger, teilte die norwegische Reederei Hurtigruten mit. 33 andere Betroffene kämen aus den Philippinen, je einer aus Frankreich und aus Norwegen. Keiner von ihnen zeige Anzeichen einer Krankheit. Insgesamt sind derzeit noch 154 Crew-Mitglieder an Bord der „Roald Amundsen“. Das Expeditionsschiff liege weiter im nordnorwegischen Tromsø vor Anker und werde isoliert, Passagiere befänden sich keine an Bord. Planmäßig hatte die „Roald Amundsen“ am Freitagnachmittag in Richtung Spitzbergen in See stechen sollen - die Reise wurde jedoch abgesagt, nachdem am Freitag die ersten Infektionen bei vier Besatzungsmitgliedern des Schiffes bekanntgeworden waren. Diese vier Personen kamen in ein Universitätskrankenhaus. Alle Passagiere, die auf den beiden am 17. und 24. Juli begonnenen Touren mit der „Roald Amundsen“ unterwegs gewesen seien, seien über die Lage informiert worden, hieß es. All diese Passagiere müssten für zehn Tage in Quarantäne. Norwegischen Medienberichten zufolge handelt es sich insgesamt um rund 380 Passagiere.

Update vom 1. August: RKI meldet steigende Infektionszahlen

Update vom 31. Juli: Fallzahlen bleiben hoch, RKI spricht sich weiter für Grippe-Impfungen aus

  • Erstmals seit der Wiedereröffnung der Balearen-Inseln mit Mallorca für den internationalen Tourismus sind Urlauber nach Behördenangaben positiv auf das Coronavirus getestet und in Quarantäne geschickt worden. Über die Herkunft oder die Nationalität der Betroffenen teilte die regionale Gesundheitsbehörde am Freitag auf Anfrage zunächst nichts weiter mit. Die Zeitung „Diario de Mallorca“ schrieb, es handele sich insgesamt um zehn Urlauber mit nur leichten oder gar keinen Krankheitssymptomen. Die Gesundheitsbehörde bestätigte die von der Zeitung genannte Zahl zunächst nicht. Bei einigen der in einem Hotel untergebrachten Menschen könne es sich auch um Familienangehörige handeln, die nicht infiziert seien. Die Urlauber seien in dem von der Regionalregierung eigens für Quarantäne-Maßnahmen angemieteten Hotel Morlans Garden in der Stadt Peguera knapp 25 Kilometer westlich von Palma de Mallorca untergebracht worden. Die Regionalregierung übernehme alle Kosten für Unterbringung und Verpflegung, aber nicht möglicherweise anfallende Kosten für eine medizinische Behandlung. Die bei deutschen beliebten Balearen hatten sich als erste spanische Region schon am 15. Juni in einem Pilotprojekt zunächst nur für Urlauber aus Deutschland wieder geöffnet. Seit dem 1. Juli dürfen alle Bürger aus der EU und aus Schengenstaaten nach Spanien einreisen. Die Infektionszahlen auf den Inseln sind im Vergleich zu stärker betroffenen spanischen Regionen wie Barcelona oder Aragón und Navarra relativ niedrig. Allerdings sorgten Bilder von wilden Partys vor allem deutscher und britischer Urlauber, bei denen keine Vorsichtsmaßnahmen eingehalten wurden, für Empörung. Einen schweren Rückschlag für die Tourismusbranche der Balearen und ganz Spaniens war die Entscheidung der britischen Regierung, für alle Rückkehrer aus Spanien eine vierzehntägige Quarantäne anzuordnen. Daraufhin stornierten viele Urlauber ihre Reservierungen. Deutschland rät nur von touristischen Reisen nach Katalonien, Navarra und Aragón ab. 
  • Die spanischen Regionen Aragón, Katalonien und Navarra gelten für das Corona-Krisenmanagement in Deutschland nun auch als Risikogebiete. Das geht aus einer Aktualisierung der entsprechenden Liste des Robert Koch-Instituts (RKI) von Freitag hervor. In den drei Gebieten in Spanien wurde laut Bundesgesundheitsministerium die Schwelle von mehr als 50 Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen überschritten. In der EU steht bisher schon Luxemburg auf der Liste, die auch für deutsche Touristen wichtig ist. Für Reiserückkehrer aus offiziell eingestuften Risikogebieten soll in der kommenden Woche eine Corona-Testpflicht kommen - über freiwillige Tests hinaus, die für alle Einreisenden aus dem Ausland kostenfrei möglich sein sollen. Wegen des starken Anstiegs der Infektionen rät das Auswärtige Amt (AA) bereits seit Dienstag von touristischen Reisen in die drei spanischen Regionen ab.Das erfolgte unabhängig von der RKI-Bewertung. Von einer formellen Reisewarnung für die drei Gebiete hat das Ministerium bisher abgesehen. Das kann sich aber noch ändern. Auf der Internetseite des AA heißt es dazu: „Überschreitet ein Land die Neuinfiziertenzahl im Verhältnis zur Bevölkerung von 50 Fällen pro 100.000 Einwohner kumulativ in den letzten sieben Tagen, können Reisewarnungen wieder ausgesprochen werden.“ Das trifft laut RKI jetzt für die drei spanischen Regionen zu. Eine Reisewarnung würde Urlaubern die kostenlose Stornierung von Buchungen ermöglichen. Das Abraten von Reisen ist quasi eine Alarmstufe darunter.
  • Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) haben die Gesundheitsämter in Deutschland 870 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Damit bleiben die täglichen Fallzahlen weiterhin auf einem hohen Niveau. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich somit mindestens 208.698 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Freitagmorgen im Internet meldete (Datenstand 31.7., 0.00 Uhr). Am Donnerstag hatte die Zahl der täglich registrierten Neuinfektionen bei 902 gelegen und einen neuen Höchststand für Juli markiert. Aufgrund der steigenden Fallzahlen fürchtet das RKI eine Trendumkehr in Deutschland. Grund dafür sei Nachlässigkeit bei der Einhaltung der Verhaltensregeln. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9141. Bis Donnerstagmorgen hatten 191.800 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Aufgrund einer technischen Störung lagen am Freitagmorgen zunächst keine aktualisierten Zahlen vor. Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 30.7., 0.00 Uhr, in Deutschland bei 1,02 (Vortag: 1,14). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwa einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Zudem gibt das RKI ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert mit Datenstand 30.7., 0.00 Uhr, bei 1,17 (Vortag: 1,13). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.
  • Die Ständige Impfkommission (Stiko) spricht sich trotz der Corona-Pandemie weiterhin für Grippeimpfungen vor allem für Risikogruppen in Deutschland aus. Der Fokus in der Grippesaison 2020/21 solle „klar auf Risikogruppen für schwere Krankheitsverläufe liegen“, schreibt das Expertengremium am Robert Koch-Institut (RKI) in einer aktuellen Stellungnahme. Als Beispiele werden Senioren und chronisch Kranke genannt. Die Stiko stellt sich damit gegen Vorschläge, die Impfempfehlung auf die gesamte Bevölkerung auszuweiten. Zum Schutz der Menschen und zur Entlastung der Gesundheitssysteme sei der größte Effekt zu erreichen, wenn die Impfquoten vor allem in den Risikogruppen „erheblich gesteigert“ würden, betont die Kommission. Möglichst geimpft werden sollten laut dem Papier auch Ärzte, Pflegekräfte, Schwangere und Bewohnern von Alten- und Pflegeheimen. „Durch eine Ausweitung der Impfempfehlung auf die gesamte Bevölkerung der Bundesrepublik Deutschland könnte es zu einer Unterversorgung der Risikogruppen kommen“, lautet eines der Argumente. Demnach wird für die nächste Grippesaison mit etwa 25 Millionen Dosen Impfstoff gerechnet - deutlich mehr als in den vergangenen Jahren. Weiter hieß es, gleichzeitige Infektionen mit Corona und Grippe seien zwar beschrieben. Diese deuteten bislang aber nicht auf schwerere Verläufe für Covid-19 in Nicht-Risikogruppen hin. Schutzeffekte für die Gemeinschaft durch Impfung dieser Gruppen würden „aufgrund von kontaktreduzierenden Maßnahmen im Rahmen der Covid-19-Bekämpfung von begrenzter Wirkung“ sein, hieß es weiter. So sei nach den Kontaktbeschränkungen im März die Zahl der Grippefälle sehr deutlich und abrupt gesunken. 

Update vom 30. Juli: Höchste neue Corona-Zahl seit Wochen: über 900 registrierte Fälle

  • Urlaubsrückkehrer, Gemeindemitglieder, Teilnehmer einer Baby-Party: Wo viele Menschen eng zusammenkommen, steigt das Risiko einer Corona-Infektion. Die jüngsten Zahlen bestätigen den Trend nach oben. Es ist die höchste Zahl seit Wochen: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) innerhalb eines Tages 902 neue Corona-Infektionen gemeldet. Das ist die höchste Zahl seit Mai – abgesehen vom lokalen Corona-Ausbruch beim Fleischfabrikanten Tönnies im Juni. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich somit mindestens 207.828 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Donnerstagnachmittag im Internet meldete (Datenstand 30.7., 0.00 Uhr). Die Zahl registrierter Neuinfektionen von 902 bedeutet auch für den endenden Juli einen Höchstwert. Bereits zuvor hatte das RKI aufgrund der gestiegenen Zahlen eine Trendumkehr in Deutschland befürchtet. Als Ursache für den Anstieg nannte RKI-Präsident Lothar Wieler am Dienstag Nachlässigkeit bei der Einhaltung der Verhaltensregeln. Ob es sich um den Beginn einer möglichen zweiten Welle handle, sei unklar. Bis vor einiger Zeit habe man es geschafft, die Fallzahlen stabil bei täglich neu gemeldeten 300 bis 500 Fällen zu halten.
  • Eine regionale Häufung von Infektionen gibt es derzeit unter anderem in Schleswig-Holstein, in Baden-Württemberg und in Mecklenburg-Vorpommern. Dort sind im Raum Hagenow nach einer Familienfeier mittlerweile 13 Menschen infiziert, wie ein Sprecher des Landkreises Ludwigslust-Parchim mitteilte. Zwischen 150 und 200 Kontaktpersonen seien in Quarantäne, mehr als 100 weitere wurden am Donnerstag getestet. Die Ergebnisse stehen noch aus. Nach einem Bericht der „Schweriner Volkszeitung“ war wohl eine Baby-Begrüßungsparty mit mehr als 35 Personen der Ursprung. Diese habe zum größten Teil im Freien stattgefunden, wegen des Wetters sei aber auch in einer Garage weitergefeiert worden. Unter den Infizierten ist demnach auch eine Mitarbeiterin des Jobcenters in Hagenow. Es wurde bis auf weiteres komplett geschlossen. In Sinsheim in Baden-Württemberg haben sich 40 Mitglieder einer christlichen Gemeinde mit dem Coronavirus infiziert. Wie der stellvertretende Leiter des Gesundheitsamtes in Heidelberg mitteilte, wurden bisher 105 Gemeindemitglieder untersucht, nun sollen auch noch die restlichen 77 Mitglieder getestet werden. Nach einer Trauerfeier am 14. Juni in Schwäbisch Gmünd ist die Zahl der Corona-Infizierten weiter gestiegen, mittlerweile wurden 84 Menschen positiv auf das Virus getestet, wie das Landratsamt mitteilte. 24 Erkrankte seien inzwischen wieder gesund. In Heide im Kreis Dithmarschen in Schleswig-Holstein sollen von Samstag an wegen stark gestiegener Infektionszahlen wieder strengere Schutzmaßnahmen wie Kontaktbeschränkungen geben, auch öffentliche Veranstaltungen werden vorerst ausgesetzt.
  • In Deutschland starben nach den RKI-Angaben bislang 9136 mit dem Virus infizierte Menschen - seit dem Vortag kamen somit sechs neue Todesfälle hinzu. Bis Donnerstagmorgen hatten 191.800 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.
  • Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 29.7., 0.00 Uhr, in Deutschland bei 1,14 (Vortag: 1,25). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.
  • Zudem gibt das RKI ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert mit Datenstand 29.7., 0.00 Uhr, bei 1,13 (Vortag: 1,12). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.
  • In Australien hat der besonders schwer von der Corona-Pandemie betroffene Bundesstaat Victoria am Donnerstag die bisher höchste Zahl an Neuinfektionen seit Beginn der Krise verzeichnet. Innerhalb von 24 Stunden seien 723 Fälle hinzugekommen, 13 Menschen seien in Zusammenhang mit Covid-9 gestorben, teilte der Premierminister von Victoria, Daniel Andrews, mit. Am Vortag waren noch weniger als 300 Neuinfektionen gemeldet worden. Nun sollen die Corona-Regeln weiter verschärft werden. Nach dem bereits seit mehr als drei Wochen geltenden Lockdown in der Metropole Melbourne kündigte Andrews jetzt auch eine allgemeine Maskenpflicht für die gesamte Region im Südosten des Landes an. Zudem dürfen in weiten Teilen von Victoria die Menschen keine Besucher mehr in ihren Häusern empfangen. Allerdings werde das Virus besonders häufig am Arbeitsplatz übertragen, sagte Andrews. „Zu viele Menschen gehen weiter zur Arbeit, manche sogar mit einem positiven Testergebnis.“ Der strikte Lockdown in Melbourne soll zunächst noch bis zum 19. August dauern. Ob er noch einmal verlängert wird, ist noch nicht entschieden. Am Mittwoch wurde auch die Millionenmetropole Sydney zu einem Corona-Hotspot erklärt. Der nördliche Nachbar-Bundesstaat Queensland führte Beschränkungen für Besucher ein: Bürger aus Sydney dürfen die Grenze nach Queensland nicht mehr überqueren. Heimkehrer müssen 14 Tage in Quarantäne.

Update vom 29. Juli: Berliner Amtsarzt kritisiert Gratis-Corona-Tests für Urlaubs-Rückkehrer

  • Urlaubs-Rückkehrer, die via Flugzeug nach Berlin einreisen, müssen ab nächster Woche verpflichtend einen Corona-Test absolvieren. Dieser ist gratis, was nach Angaben des „Tagesspiegel”-Newsletters „Checkpoint” von Mittwochmorgen offenbar den Reinickendorfer Amtsarzt Patrick Larscheid nicht so ganz schmeckt. Der für Tegel zuständige Mediziner wird mit den Worten zitiert: „Ich verstehe nicht, warum Leute, die in Barcelona drei Tage durchkoksen und Party machen, dafür einen kostenfreien Corona-Test bekommen.” 
  • Die mehr als 700 Corona-Infektionen auf dem Kreuzfahrtschiff „Diamond Princess“ gehen einer Studie zufolge höchstwahrscheinlich auf einen einzigen Passagier zurück. Eine genetische Analyse zeige, dass alle Coronaviren dieselbe Mutation aufwiesen, berichtete ein Team des japanischen Instituts für Infektionskrankheiten in der US-Fachzeitschrift PNAS. Dies deute darauf hin, dass „die Ausbreitung von SARS-CoV-2 an Bord der Diamond Princess von einem einzigen Ereignis vor Beginn der Quarantäneperiode ausging“, folgerten die japanischen Wissenschaftler. Die Forscher entnahmen Virus-Genomsequenzen von 148 Passagieren und Besatzungsmitgliedern des Schiffes, das am 3. Februar von den japanischen Behörden im Hafen von Yokohama unter eine 14-tägige Quarantäne gestellt worden war. Zuvor war ein 80-jähriger Passagier, der in Hongkong von Bord gegangen war, positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Ansteckungen begannen den Forschern zufolge wahrscheinlich während großer Versammlungen in Gemeinschaftsräumen, „wo die Passagiere tanzten, sangen, einkauften und Shows besuchten“. Die „Diamond Princess“ mit mehr als 3.600 Menschen an Bord hatte im Februar für Schlagzeilen gesorgt, nachdem sich 712 Menschen an Bord mit dem Coronavirus infiziert hatten und sieben Menschen starben. Zeitweise wurden dort die meisten Infektionen außerhalb Chinas registriert.
  • Der Bundesverband Nachhilfe- und Nachmittagssschulen befürchtet große Lerndefizite bei den Schülern nach den Sommerferien. „Der VNN erwartet angesichts der Schwierigkeiten des Homeschoolings und der misslungenen Sommerschulen, dass sich das ganze Ausmaß der Lernlücken im kommenden Schuljahr nach den ersten Klassenarbeiten zeigt”, sagte die Sprecherin des Bundesverbandes der Nachhilfe- und Nachmittagsschulen, Marion Steinbach, der Deutschen Presse-Agentur.

Update vom 28. Juli: Das RKI informiert, Reisewarnung für Nordspanien

  • Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen in Deutschland hat sich das Robert-Koch-Institut (RKI) alarmiert gezeigt. „Die neueste Entwicklung der Fallzahlen macht mir und allen im Robert-Koch-Institut große Sorgen“, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Dienstag in Berlin. „Wir sind mitten in einer sich rasant entwickelnden Pandemie“, warnte er. „Die ganze Welt ist mittendrin.“ Wieler rief zur Disziplin auf und ermahnte zum Einhalten der Regeln zu Abstand, Hygiene und Alltagsmaske. „Bitte helfen Sie alle weiter mit“, appellierte er. Die Menschen hätten es weitgehend selbst in der Hand, wie die Pandemie sich in Deutschland weiter verbreite. „Wir müssen jetzt verhindern, dass sich das Virus wieder rasant ausbreitet, dass es sich unkontrolliert ausbreitet“, mahnte er. Am Dienstag hatte das RKI einen Anstieg bestätigter Infektionen um 633 gemeldet. In den letzten sieben Tagen wurden demnach 3611 Fälle gemeldet. Die Entwicklung sei „wirklich sehr beunruhigend“.
  • Das Auswärtige Amt rät wegen der Corona-Pandemie von nicht notwendigen touristischen Reisen in die nordspanischen Regionen Katalonien, Aragón und Navarra ab. Ein entsprechender Reise- und Sicherheitshinweis wurde am Dienstag auf der Internetseite des Außenministeriums veröffentlicht. Begründet wurde dies mit erneut hohen Infektionszahlen dort sowie örtlichen Absperrungen. Betroffen von der offiziellen Empfehlung sind damit auch die beliebten Touristenziele Barcelona, die Costa Brava sowie das gesamte spanische Pyrenäengebiet. Eine Reisewarnung gibt es für Spanien ebenso wie für alle anderen EU-Staaten außer Luxemburg damit zwar weiterhin nicht, allerdings wird auf Gefahren durch regionale Infektionsherde sowie damit verbundene Einschränkungen des öffentlichen Lebens hingewiesen. Nicht betroffen sind die Balearen oder südlicher gelegene spanische Urlaubsgebiete.
  • In Belgien sind angesichts eines starken Anstiegs der Neuinfektionen mit dem Coronavirus die Beschränkungen des öffentlichen Lebens nochmals verschärft worden. Ab Mittwoch dürfen die Menschen im Land privat nur noch maximal fünf Menschen auf einmal treffen, mit denen sie nicht zusammen wohnen, wie Ministerpräsidentin Sophie Wilmès am Montag ankündigte. Bisher waren Treffen mit bis zu 15 Menschen erlaubt. In Antwerpen wurde zudem eine nächtliche Ausgangssperre verhängt. Wilmès zeigte sich sehr besorgt über den jüngsten Anstieg der Infektionsraten. Die neuen Regeln gelten nach ihren Angaben für zunächst vier Wochen und zielen darauf ab, landesweite Ausgangssperren möglichst zu verhindern. Die Regierungschefin appellierte an die Geduld und den Mut der Bürger.
  • Nach einer Trauerfeier sind im Großraum Schwäbisch Gmünd in Baden-Württemberg 47 Gäste positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie eine Sprecherin des Landratsamts am Montag sagte, könnten noch mehr Menschen infiziert sein. Eine Teilnehmerliste zu der Trauerfeier vor rund zwei Wochen gebe es nicht, man gehe aber von mehr als hundert Gästen aus. Zuvor hatten mehrere Medien darüber berichtet. Unter den Infizierten sind nach Angaben der Sprecherin auch Kinder. Eine Kita in Schwäbisch Gmünd sei vorübergehend geschlossen worden, eine Grundschulklasse sei getestet worden – offenbar habe sich jedoch kein Mitschüler angesteckt. Bis Mittwoch seien weitere Tests in mehreren Klassen an verschiedenen Schulen geplant. Darüber hinaus wird laut der Sprecherin weiter nach den Teilnehmern der Feier gesucht.
  • Lehrer, Eltern und Schüler sorgen sich um den baldigen Start des neuen Schuljahres: Ist ein Regelbetrieb, wie er im neuen Schuljahr geplant ist, realistisch, wenn die Infektionszahlen wieder steigen? Der Deutsche Lehrerverband befürchte ein „großes Durcheinander“, sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger. Der Bundeselternrat rechnet mit erneuten Schulschließungen und geht davon aus, dass das Schuljahr „keineswegs planmäßig verläuft“, wie der Vorsitzende Stephan Wassmuth sagte. Laut der Bundesärztekammer könnte ein längerer Zeitraum ohne ausreichend Unterricht zwar enorme Folgeprobleme, etwa in Bezug auf die körperliche und psychische Entwicklung mit sich bringen. Der geplante Regelbetrieb ohne Abstandsregelungen steht zu aktuellem Zeitpunkt jedoch auf der Kippe.  Zusätzlich fehlen für einen Vollbetrieb Lehrkräfte, da rund 20 Prozent zur Risikogruppe zählen und für den Präsenzunterricht ausfallen könnten. Die Planungen für das neue Schuljahr seien nicht zu Ende gedacht. „Ideale Unterrichtsbedingungen wird es noch lange nicht geben“, bemerkte Lehrerverbandspräsident Meidinger. Zur Vorbereitung auf weitere mögliche Schulschließungen müssten Meidingers Ansicht nach die für die Schuldigitalisierung vorgesehenen Milliarden-Fördergelder jetzt „mit Hochdruck in die Schulen gepumpt werden“. Die stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende Katja Suding rief Schulträger und Länder dazu auf, die verbleibende Ferienzeit zu nutzen, um sicherzustellen, dass Präsenzunterricht nach den Ferien in größtmöglichem Umfang stattfinden könne. „Ein Unterrichtsdesaster wie zu Beginn der Corona-Krise darf es kein zweites Mal geben.“ Mecklenburg-Vorpommern startet bereits am nächsten Montag in das neue Schuljahr. Mehrere andere Bundesländer starten kurze Zeit später.

Update vom 27. Juli:

Update vom 26. Juli: Corona-Ausbruch in Touristen-Ort, Zwei Werte gehen hoch

  • Im beliebten oberösterreichischen Touristenort St. Wolfgang ist es zu einem Corona-Ausbruch gekommen. Die Behörden reagierten umgehend mit Hunderten von Tests. Die Zahl der bestätigten Fälle stieg auf 48 an, wie die Landesbehörden in Linz mitteilten, doch mehr als 100 Resultate waren am Sonntagabend (26. Juli) noch ausständig. Demnach sind viele der Infizierten junge Praktikanten in Tourismusbetrieben, doch auch zumindest ein Feriengast wurde positiv getestet. Einwohner, Gäste und Tourismusmitarbeiter wurden gebeten, am Samstagabend in ihren Unterkünften zu bleiben. Die Sperrstunde wurde mit 23 Uhr festgelegt. „Es gibt dort und da Absagen und Stornierungen“ von Buchungen, sagte der Chef des Tourismusverbandes Wolfgangsee, Hans Wieser, der dpa. Auch seien vereinzelt Gäste vorzeitig abgereist. St. Wolfgang ist der wichtigste Touristenort Oberösterreichs, mit mehr als 400.000 Übernachtungen im vorigen Jahr. In einer normalen Saison sind rund ein Drittel der Gäste Deutsche. Am Freitag waren die ersten Infektionen öffentlich bekannt geworden. Der Leiter der Bezirksbehörde, Alois Lanz, verteidigte am Samstag das Verhalten der Praktikanten, die in mehreren Lokalen gefeiert hatten und sich dort angesteckt haben könnten. „Das haben wir alle gerne gemacht in unserer Jugend“, sagte er dem Radiosender Ö1. Allerdings wurden am Freitag zwei Bars geschlossen, um weiteren Infektionen vorzubeugen. Der Tourismusverband startete eine Informationskampagne, um junge Mitarbeiter für die Gefahren von Covid-19 zu sensibilisieren. Ab Samstag wurden dann Hunderte von Angestellten, Urlaubern und Einheimischen getestet. Zusätzlich wurden alle Gäste kontaktiert, die ab 15. Juli in St. Wolfgang waren. Der Ausbruch weckt Erinnerungen an den österreichischen Ski- und Partyort Ischgl in Tirol, der in der Anfangsphase der Pandemie ein Zentrum der Corona-Ausbreitung in ganz Europa war. Insgesamt sind in Österreich aktuell mehr als 1500 Menschen mit dem Virus infiziert. Schwerpunkte bei den Neuinfektionen sind Wien und Oberösterreich.
  • Wieder ein Corona-Ausbruch in Deutschland: In Bayern sind fast 200 Erntehelfer eines Betriebes infiziert, der Gurken erntet. Die komplette Belegschaft (fast 500 Personen) sind in Quarantäne.
  • Das Robert Koch-Institut (RKI) hat aktuell 305 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Damit waren seit Beginn der Corona-Krise mindestens 205.269 Menschen in Deutschland nachweislich infiziert. In Deutschland starben nach den RKI-Angaben bislang 9118 mit dem Virus infizierte Menschen. Bis Sonntagmorgen gab es 190.000 Genesene. Zwei Werte steigen: Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen bei 1,24 (Vortag: 1,08). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Zudem gibt das RKI ein Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 1,25 (Vortag: 1,16). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

Update vom 25. Juli: WHO meldet Rekord an Neuinfektionen, R-Wert steigt – Neue Fallzahlen

  • Es sind beunruhigende Nachrichten: Noch nie seit Beginn der Coronavirus-Pandemie sind der Weltgesundheitsorganisation (WHO) innerhalb von 24 Stunden so viele Neuinfektionen gemeldet worden wie am Freitag (24. Juli). Insgesamt waren es 284.196 Fälle, wie die WHO am Freitagabend mitteilte. Mit Abstand die meisten Infektionen verzeichneten die USA mit knapp 70.000 neuen Fällen und Brasilien mit fast 68.000. In Indien waren es fast 50.000, in Südafrika 13.000.
    Weltweit waren der WHO zufolge seit dem Beginn der Epidemie Ende des vergangenen Jahres bis Freitag 15,3 Millionen Infektionen gemeldet worden. Knapp 630.000 Menschen starben nachweislich mit einer Coronavirus-Infektion.
    WHO-Direktor Tedros Adhanom Ghebreyesus erklärte zu der Entwicklung, man sehe intensive Übertragungen „in einer relativ kleinen Gruppe von Ländern“. Demnach entfallen fast die Hälfte aller bisherigen Fälle auf nur drei Länder - die USA, Brasilien und Indien haben zusammen fast 7,5 Millionen Fälle. Fast zwei Drittel aller Infektionen gehen demnach auf zehn Länder zurück.
    Auch in Deutschland war die Zahl der registrierten Neuinfektionen zuletzt deutlich gestiegen. Das Robert Koch-Institut hatte am Donnerstag und Freitag jeweils rund 800 neue Fälle registriert und die Entwicklung „sehr beunruhigend“ genannt.
  • Das Robert Koch-Institut (RKI) hat 781 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Damit waren 204.964 Menschen in Deutschland mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. 9118 Tote forderte das Virus bislang in Deutschland – ein Plus von 7 im Vergleich zum Vortag. 189.800 Menschen haben die Infektion bisher nach RKI-Schätzungen überstanden. Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, ist gestiegen und lag in Deutschland bei 1,08 (Vortag: 0,93). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwa einen weiteren Menschen ansteckt. Zudem gibt das RKI ein Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 1,16 (Vortag: 1,05). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

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