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Corona-Aus für Ski-Urlaub? Italien fordert europaweites Verbot - Österreich reagiert hart, doch Söder macht Druck

Italien fordert die Skigebiete europaweit bis 10. Januar geschlossen zu lassen. War es das mit den Skiurlauben? Österreich reagierte prompt.

Update vom 24. November, 21.45 Uhr: Kein Ski-Urlaub über Weihnachten? Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) unterstützt den italienischen Vorstoß. „Wenn wir Grenzen offen halten wollen, brauchen wir auch eine klare Übereinkunft, was das Skifahren betrifft. Ansonsten wird es eine schwierige Entwicklung“, sagte er am Dienstag in München. Wer in Risikogebieten Skifahren gehe, müsse zehn Tage in Quarantäne. „Mir wäre lieber, wir würden ein einheitliches Übereinkommen auf europäischer Ebene haben: keine Skilifte offen überall beziehungsweise kein Urlaub überall.“

Corona-Aus für Ski-Urlaube? Italien fordert europaweites Verbot - Österreich reagiert vehement

Erstmeldung vom 24. November: München / Wien - Wie wird im Corona-Jahr 2020 Weihnachten gefeiert? Werden Winterurlaube möglich sein? Fragen über Fragen häufen sich, während viele Teile Europas mit der zweiten Coronavirus-Welle* kämpfen. Die Zahl der Neuinfektionen* steigt vielerorts oder hält sich auf einem hohen Niveau. Noch scheint es trotz vieler Einschränkungen keinen Grund zur Entwarnung zu geben. Am Mittwoch (25. November) treffen sich Angela Merkel und die Länder-Chefs, um über weitere Corona-Maßnahmen zu entscheiden. Besonders Deutschlands Nachbarländer Italien und Österreich haben mit der Pandemie zu kämpfen. Das Thema Ski-Urlaube wird dort heftig diskutiert.

Coronavirus: Conte trübt Aussichten auf Winterurlaub und Weihnachten - „nicht möglich“

„Es ist nicht möglich einen Winterurlaub zuzulassen, wir können uns das nicht leisten“, sagte Italiens Ministerpräsident Guiseppe Conte in einem Interview mit dem Fernsehsender „La7“. Die Aussichten auf Winterurlaub und ein normales Weihnachten hat Conte damit getrübt.

Italien strebt demnach in Abstimmung unter anderem mit Bundeskanzlerin Angela Merkel* (CDU) und Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron einen europäischen Fahrplan zur schrittweisen Öffnung der Skigebiete an. Einigkeit herrscht unter den Regierungschefs Medienberichten zufolge darüber, dass unkoordinierte und zu schnelle Öffnungen wie im Sommer ein Fehler wären. Conte will Skigebiete angesichts der Corona*-Pandemie mindestens bis zum 10. Januar geschlossen halten.

Zumindest eine länderübergreifende Regelung forderten auch die italienischen Regionen. Wenn Skipisten geschlossen würden, sollte das für ganz Europa gelten, sagte der Präsident der Region Venetien, Luca Zaia, im Interview mit der Zeitung „Corriere della Sera“ (Dienstag).

Corona: Skigebiete bis 10. Januar geschlossen? - „Wenn die EU das will, muss sie dafür auch bezahlen“

Österreich, das seit Monaten betont, die Skigebiete mit entsprechenden Vorkehrungen um jeden Preis öffnen zu wollen, reagierte dagegen am Dienstag mit vehementer Ablehnung. Das Land befindet sich aktuell in einem „harten Lockdown“.

„Wenn die EU tatsächlich vorgibt, dass die Skigebiete geschlossen bleiben müssen, dann bedeutet das Kosten von bis zu zwei Milliarden Euro. Wenn die EU das wirklich will, dann muss sie dafür auch bezahlen“, sagte Österreichs Finanzminister Gernot Blümel am Dienstag.

Coronavirus in Österreich: „Wenn Skigebiete geschlossen bleiben müssen, ...“

„Wir haben in Österreich für all jene Bereiche, die wir behördlich geschlossen haben, in kürzester Zeit einen Umsatzersatz auf die Beine gestellt. Wenn Skigebiete geschlossen bleiben müssen, dann muss die EU einen Skifahr-Ausfallersatz leisten“, forderte Blümel.

Bei drei Wochen Schließung rechne man allein für die österreichischen Skigebiete mit einem Umsatzausfall von 2,4 Milliarden Euro. 80 Prozent Umsatzersatz, wie ihn in Österreich wegen der Corona-Pandemie geschlossene Unternehmen erhalten, bedeute Zahlungen von rund 2 Milliarden Euro, begründete sein Ministerium die Rechnung.

Indes kritisierte ein Mediziner die Maßnahmen der Merkel-Regierung während der Corona-Pandemie scharf.*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks (dpa/mbr)

Rubriklistenbild: © Jean-Christophe Bott/KEYSTONE/dpa

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