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Corona in Deutschland: Gewaltiger Anstieg bei Neuinfektionen - neuer Ausbruch in Fleischbetrieb

Im September hatte Angela Merkel noch vor einer gewissen Neuinfektions-Marke zu Weihnachten gewarnt. Nun werden die düsteren Befürchtungen wohl schon Anfang November wahr.

Update vom 30. Oktober, 11.04 Uhr: In einem fleischverarbeitenden Betrieb bei Grimmen im Landkreis Vorpommern-Rügen sind 57 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das ist der größte konzentrierte Corona-Ausbruch in Mecklenburg-Vorpommern seit Beginn der Pandemie, wie die Ostsee-Zeitung berichtet.

Ein Mitarbeiter konnte als Quelle des Ausbruchs identifiziert werden. Er war am vergangenen Wochenende aufgrund von Symptomen auf das Coronavirus getestet worden. Nach dem positiven Testergebnis haben die Behörden bereits am Montag eine Quarantäne-Anordnung für alle 118 Kontaktpersonen verhängt. Am Mittwoch wurden diese Personen ebenfalls getestet - rund die Hälfte der Ergebnisse war ebenfalls positiv.

In einem fleischverarbeitenden Betrieb in Mecklenburg-Vorpommern kam es zu einem Corona-Ausbruch. 57 Mitarbeiter wurden positiv getestet. (Symbolbild)

Wie eine Sprecherin des Landkreises berichtete, stammen viele der Mitarbeiter aus Osteuropa. „Der betroffene Betrieb arbeitet transparent und sehr kooperativ mit dem Gesundheitsamt zusammen, um eine weitere Verbreitung so gut es nur geht einzudämmen“, teilte der Landkreis Vorpommern-Rügen mit.

Corona in Deutschland: 7-Tage-Inzidenz bundesweit auf über 100 gestiegen

Update vom 30. Oktober, 9.29 Uhr: Wie das RKI am Freitagmorgen mitteilte, ist der 7-Tage-Inzidenz-Wert in Deutschland über 100 gestiegen. Der Wert liegt nun bundesweit bei 104,9. Insgesamt meldeten sechs Bundesländer einen 7-Tage-Inzidenz-Wert von mehr als 100.

Die Bundesländer mit einer 7-Tage-Inzidenz über 100 im Überblick:

Coronavirus in Deutschland: Pandemie entwickelt sich rasanter als von Merkel vorhergesagt

Update vom 30. Oktober, 6.20 Uhr: Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Deutschland hat mit 18.681 neuen Fällen innerhalb eines Tages erneut einen neuen Höchstwert erreicht. Das geht aus den Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) vom frühen Freitagmorgen hervor. Damit haben sich seit Beginn der Pandemie insgesamt 499.694 Menschen in Deutschland mit dem Coronavirus infiziert. Die Weihnachtsprognose von Kanzlerin Angela Merkel, wonach es zu Heiligabend rund 20.000 Neuinfektionen geben könnte, rückt damit immer näher.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus ist innerhalb eines Tages um 77 auf insgesamt 10.349 gestiegen. Laut Lagebericht vom Donnerstag lag die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, in Deutschland bei 0,97 (Vortag: 1,03). Das bedeutet, dass ein Infizierter etwa eine weitere Person ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Corona in Deutschland: Zahl der Neuinfektionen über 18.000

Update vom 29. Oktober, 21.12 Uhr: Angela Merkel warnte schon Ende September, dass die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland zu Weihnachten bei knapp 19.000 liegen könnte. Dafür wendete sie eine simple Rechnung an. Damals gab es offene Empörung. Jetzt ist klar: Die Pandemie entwickelt sich wohl noch rasanter, als die Kanzlerin es in ihrer Rechnung prognostiziert hatte. So sollen sich in Deutschland in 24 Stunden mehr als 18.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert haben. Das geht aus Berechnungen des Senders ntv hervor, der die Angaben der einzelnen Landesbehörden zusammengeführt hat. Die offiziellen Zahlen des RKI folgen am Freitag.

Dem Bericht nach kamen zudem 89 Todesfälle hinzu. Aktiv infiziert sein, sollen aktuell 143.200 Menschen in Deutschland.

Corona in Deutschland: Düstere Weihnachts-Prognose von Angela Merkel wohl bald Realität

Erstmeldung vom 29. Oktober: München - In der Regierungserklärung zu dem neuen Maßnahmenpaket im Kampf gegen das Coronavirus* hat Angela Merkel erneut auf eine harte Zeit hingewiesen: „Der Winter wird schwer. Vier lange schwere Monate, aber er wird enden.“ Die derzeitige „dramatische Lage“ beträfe alle. Daher seien die Maßnahmen auch „erforderlich und verhältnismäßig“. „Im gegenwärtigen exponentiellen Infektionsgeschehen können die Hygienemaßnahmen ihre Kraft nicht mehr entfalten“.

Wenn es um die exponentielle Steigung der Infektionsfälle geht, sollte man der Kanzlerin* mittlerweile glauben. Denn schon Ende September warnte sie vor einem damals noch massiven Anstieg der Zahlen. Zu Weihnachten könne es zu 19.200 Neuinfektionen am Tag kommen, prognostizierte sie bei einer virtuellen CDU-Präsidiumssitzung. In der Woche wurden damals durchschnittlich „nur“ 1665 Neuinfektionen gemeldet.

Peter Altmeier: Marke von 20.000 Corona-Neuinfektionen wird noch diese Woche geknackt

Mittlerweile hat uns die Merkel-Prognose also nahezu eingeholt. Alleine am Donnerstag meldete das Robert-Koch-Institut* 16.774 neue Fälle in Deutschland - Tendenz steigend. Die düstere 20.000-Marke wird wohl noch in dieser Woche geknackt. Im Vergleich zur Vorwoche steigt die Zahl jeden Tag um circa 70,75 Prozent. „Und das bedeutet: Wir werden wahrscheinlich schon Ende dieser Woche 20.000 Neuinfektionen am Tag haben“, so Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier am Dienstag beim Deutsch-Französischen-Wirtschaftstag.

Dabei handele es sich um eine Zahl, die man sich noch vor drei Wochen gar nicht habe vorstellen können. „Wir haben es mit einem exponentiellen Wachstum zu tun“, resümiert er. Auch der Chef des Weltärztebundes, Ulrich Montgomery, warnte letzte Woche vor dem Erreichen der 20.000-Marke. Ab der Zahl gerate die Lage außer Kontrolle, weil die „Infektionsketten nicht mehr nachzuvollziehen“ seien.

Coronavirus in Deutschland: Henrik Streeck will Angst wegen Neuinfektionen eindämmen

Mitte Oktober war es allerdings der Bonner Top-Virologe Hendrick Streeck, der insbesondere vor solch „apokalyptischen“ Szenarien abriet: „Es kann gut sein, dass wir wir Frankreich auf bis 20.000 Neuinfektionen pro Tag kommen werden. Das sollte einem aber jetzt erstmal nicht Angst machen. Man habe in den letzten Monaten gesehen, dass sich die Infektionszahlen von den wirklich schweren Fällen „ein wenig entkoppelt“ hätten.

„Wir müssen damit rechnen, dass die Infektionszahlen so stark steigen, dass die Kontaktnachverfolgung nicht mehr möglich sein wird.“ Daher dürfe man zwar die reinen Infektionszahlen nicht außer Acht lassen, jedoch müsse man sie in einem Verhältnis sehen „zu der Anzahl von Tests, die durchgeführt werden, und im Verhältnis zur stationären und intensivmedizinischen Belegung“. So würde man ein ganzes Bild der Pandemie bekommen. Merkel und Co. beriefen sich trotzdem auf schnelle Maßnahmen, um die reinen Infektionszahlen zu senken - auch, um weitere düstere Prognosen vorerst zu verhindern. (ta) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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