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Corona in NRW: Hochburgen legen Ideen für Karneval trotz Corona vor

Düsseldorf -

Das Land NRW hat strenge Maßnahmen ergriffen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen. Viele Beschränkungen etwa für gastronomische Betriebe, Geschäfte und im Sport werden seit Mai weiter gelockert. Es gelten aber weiter strenge Hygiene-Vorschriften, der Mindestabstand von 1,5 Metern und weitgehend Maskenpflicht.

Über die Internetseite land.nrw/corona sind alle Entscheidungen der NRW-Landesregierung, die Erlasse und ihre Hintergründe abrufbar. Soforthilfen für Unternehmen und Selbstständige können wieder beantragt werden. Bitte benutzen Sie dazu nur diesen Link: soforthilfe-corona.nrw.de

Wir informieren über die aktuellen Ereignisse hier im Newsblog.

Hochburgen legen Ideen für Karneval trotz Corona vor

13.13 Uhr: Die Karnevalshochburgen Köln, Düsseldorf, Bonn und Aachen haben konkrete Ideen für närrischen Frohsinn unter Corona-Bedingungen ausgearbeitet. Es handle sich um Empfehlungen für Karnevalsveranstaltungen, die man nun der Landesregierung zur Prüfung vorgelegt habe, sagte ein Sprecher des Festkomitees Kölner Karneval am Freitag. Die Idee: Eine Art Leitfaden, an dem sich Karnevalisten landesweit orientieren können, wenn es um die Genehmigung einer Veranstaltung geht. „Es geht nicht darum, mit Gewalt zu feiern, wenn es nicht geht“, sagte er. „Der Punkt ist: Wenn wir feiern, wollen wir ehrenamtlichen Karnevalisten, die sich damit nicht auskennen, konkrete Tipps geben.“

In dem Papier werden den Angaben zufolge viele praktische Probleme erörtert, die sich aus der Kombination von Pandemie und Party ergeben: Welchen Abstand haben Büttenredner zum Publikum? Wie weit müssen die Bläser im Orchester von den anderen Musikern und den Gästen im Saal entfernt sitzen? Wie viele Menschen dürfen in einen Saal? Wo könnte getanzt werden? Mit einem Ergebnis der Prüfung auf Landesebene rechnen die Initiatoren erst im September.

Das Thema Karneval und Corona sorgt NRW seit Wochen für Debatten. Jüngst hatte sich der Landrat des Rhein-Sieg-Kreises für eine Absage der Session ausgesprochen. Die Karnevalisten in Köln etwa aber halten eine Komplettabsage aber für keine Option.

Düsseldorfer Großkonzert: Entscheidung erst vier Tage vorher

15.20 Uhr: Ob das umstrittene Großkonzert in Düsseldorf stattfinden darf, entscheidet sich spätestens am 31. August - vier Tage vor dem eigentlichen Termin. Auf diesen Kompromiss einigten sich die Stadt Düsseldorf und die Landesregierung, wie am Donnerstag aus einer gemeinsamen Mitteilung hervorging. Entscheidend soll dann das aktuelle Corona-Infektionsgeschehen sein.

Die konkreten Parameter wurden zunächst noch nicht bekannt. Damit blieb zunächst auch die Wahrscheinlichkeit offen, mit der das Konzert mit Bryan Adams, Sarah Connor und weiteren Künstlern stattfindet - oder ausfällt.

Angesetzt ist das Großkonzert mit bis zu 13.000 Zuschauern am 4. September im Fußballstadion Merkur Spiel-Arena. Die nordrhein-westfälische Landesregierung hatte offiziell erst vergangenen Freitag von den bereits von der Stadt abgesegneten Plänen erfahren, als der Veranstalter das Konzert per Pressemitteilung öffentlich machte. Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hatte umgehend rechtliche Zweifel angemeldet.

Bonn-Marathon wegen Corona-Pandemie abgesagt

14 Uhr: Die Veranstalter des Bonn-Marathon haben lange gezögert und jetzt doch die Reißleine gezogen. Die für den 18. Oktober geplante Veranstaltung wird wegen der Corona-Pandemie abgesagt. Das war auch schon der Ausweich-Termin. Ursprünglich sollte die 20. Auflage des Rennens im April gestartet werden .Die Veranstalter haben als Trostpflaster eine virtuelle Lau-Alternative entwickelt. Sportler haben zwischen dem 2. und 11. Oktober die Möglichkeit, sich mit einem individuellen Lauf über eine kostenlose Tracking-App des Bonn-Marathon mit anderen zu messen.

Jede gelaufene Zeit fließt in eine entsprechende Ergebnisliste ein. Wo der Lauf absolviert wird, ist egal. Die Läufer können direkt vor ihrer Haustüre starten und mit der App ihre Zeit auf der gewählten Distanz erfassen. Über die App, die in wenigen Wochen freigeschaltet wird und kostenlos ist, können alle Teilnehmer ihren Lauf mit einem Foto oder Video festhalten und mit der Lauf-Community teilen. Die gezahlten Startgelder werden bis auf eine Bearbeitungsgebühr von zehn Euro erstattet. Wer möchte, kann sein Laufshirt und die Medaille vom 2. bis 4. Oktober an einem Stand auf dem Bonner Münsterplatz abholen. 2021 soll der Marathon dann wieder regulär am 18. April starten.

Erster Schultag für I-Dötzchen in NRW

7.49 Uhr: Bei brütender Hitze und mit Masken starten rund 162.000 I-Dötzchen in Nordrhein-Westfalen am Donnerstag in den ersten Schultag. Anders als die Schüler an weiterführenden Schulen brauchen die Grundschüler im Unterricht zwar keinen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, aber auf den Fluren und dem Schulgelände herrscht Maskenpflicht.

Bei den Einschulungsfeiern werde es wegen der Corona-Schutzmaßnahmen zu Einschränkungen kommen, teilte der Lehrerverband Bildung und Erziehung (VBE) mit. An einigen Grundschulen sei es sogar schwierig, beide Elternteile zur Einschulung einzuladen. Dabei komme es auch darauf an, wie viel Platz zur Verfügung stehe. Manche Schulen planten ihre Einschulungsfeiern auch auf dem Schulhof.

In der ganzen Aufregung am ersten Schultag sollten Eltern nicht vergessen, ihren Kindern noch einmal die Hygieneregeln zu erklären, erinnerte der VBE. Kinder sollen sich morgens vor dem Schulbeginn und nach den Pausen die Hände waschen und auf dem Schulweg Abstand halten. Ein mitgebrachtes Pausenbrot könne außerdem die Warteschlangen an Schulkiosken und in der Mensa verringern.

Schule in Viersen wegen Coronavirus bei Lehrerin geschlossen

7.30 Uhr: Kurz nach dem Start in das neue Schuljahr ist eine Grundschule im Viersener Stadtteil Süchteln wieder geschlossen worden. Eine Lehrerin der Martinschule sei positiv auf das Coronavirus getestet worden, teilte die Schule am Mittwoch mit. Da die erste Konferenz des Kollegiums in einem Raum stattgefunden habe, sei vorsorglich das gesamte Personal unter Quarantäne gestellt worden. „Da ohne Lehrerinnen kein Unterricht mehr möglich ist, bleibt die Schule bis zum 24.8.2020 geschlossen“, schrieb die Schule auf ihrer Webseite.

Die Kinder hätten zu keiner Zeit Kontakt mit der Erkrankten gehabt. Ob es eine Notbetreuung für die Schülerinnen und Schüler geben wird, steht demnach noch nicht fest.

Veranstalter: 3000 Tickets für Düsseldorfer Großkonzert verkauft

18.05 Uhr: Für das umstrittene Großkonzert am 4. September in Düsseldorf sind nach Angaben des Veranstalters mittlerweile bislang etwas mehr als 3000 Tickets verkauft worden. „In Anbetracht der Lage“ sei man mit dem Vorverkauf zufrieden, erklärte eine Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. Man müsse in diesem Zusammenhang auch erwähnen, dass die Abwicklung eines Tickets wesentlich länger benötige, da eine Registrierung erforderlich sei.

Bei dem Konzert sollen unter anderem Rocker Bryan Adams und Sängerin Sarah Connor vor bis zu 13.000 Zuschauern auftreten – trotz Corona-Pandemie. Die von Konzertmogul Marek Lieberberg erdachte Veranstaltung hat in den vergangenen Tagen aber zu massivem Streit zwischen der Stadt Düsseldorf und der Landesregierung geführt. Die Stadt segnete das Hygienekonzept ab, das Gesundheitsministerium ließ es sich nachträglich zur Prüfung schicken. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hält das Event „für kein gutes Signal“. Noch immer ist unklar, ob es doch noch zu einer Absage kommen könnte.

Erste Corona-Fälle an Schulen nach Ende der Sommerferien bekannt geworden

16.15 Uhr: Nach dem Ende der Sommerferien und den vielfachen Diskussionen um den Schulstart während der Corona-Pandemie sind erste Fälle von Infektionen in NRW bekannt geworden. In Dorsten wurde eine Lehrerin positiv auf das Virus getestet, sie befindet sich in Quarantäne, sagte ein Sprecher des Kreisgesundheitsamtes. Noch vor dem Test habe die Lehrerin an Konferenzen teilgenommen, 43 Kontaktpersonen wurden bereits ermittelt. An der Sekundarschule in Dorsten ist der Unterricht am Mittwoch ausgefallen.

Im Kreis Düren wurden zwei Klassen einer Schule wegen positiver Corona-Tests nach Hause geschickt. Zwei Kinder einer Familie, die von einer Reise zurückgekehrt waren und positiv auf das Coronavirus getestet wurden, hatten eine Grundschule und eine Gesamtschule besucht, wie es in einer Mitteilung des Kreises hieß. Die Mitschüler aus den Klassen und die Lehrer mussten nach Hause gehen und sollen auch getestet werden. Für die Grundschüler sei eine häusliche Quarantäne angeordnet worden, die Mitschüler aus der Gesamtschulklasse müssen zunächst bis zum Abstrichergebnis zuhause bleiben.

Auch in Remscheid wurde eine Lehrerin positiv auf das Virus getestet. Sie soll während der ersten Unterrichtsstunde über das Testergebnis informiert worden sein. Der Krisenstab will die Situation bewerten und schnellstmöglich einen Plan entwickeln. Die Infizierte wurde in häusliche Quarantäne geschickt.

Lehrerinnen und Lehrer können sich seit dieser Woche kostenlosen Corona-Tests unterziehen.

Neuer Bußgeld-Katalog: So viel muss bei Verstößen gezahlt werden

13.25 Uhr: Ab sofort droht in Nordrhein-Westfalen Bußgeld für Maskenverweigerer in Bussen und Bahnen – durchsetzen müssen das die Kommunen. Das stellte das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium am Mittwoch auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf klar. Wer keine Maske im öffentlichen Nahverkehr trägt, kann direkt mit 150 Euro Bußgeld zur Kasse gebeten werden – ohne zusätzliche Aufforderung.

Auch sonst hält der überarbeitete Bußgeld-Katalog zur Corona-Schutzverordnung empfindliche Geldbußen parat. 5000 Euro müssen demnach Veranstalter oder Organisatoren berappen, wenn sie eine „große Festveranstaltung“ durchführen. In Düsseldorf wird derzeit über die Rechtmäßigkeit eines geplanten Großkonzerts mit 13.000 Zuschauern gestritten. „Es werden zurzeit noch Gespräche geführt und es wird weiterhin geprüft“, teilte das Gesundheitsministerium mit. „Aktuell gibt es keinen neuen Sachstand.“

10.000 Euro Bußgeld werden laut aktualisiertem Katalog sogar fällig, wenn ein Freizeitpark ohne besonderes Hygiene- und Infektionsschutzkonzept betrieben wird. 250 Euro kostet der Spaß, an einem Sport- oder Musikfest beziehungsweise Festival teilzunehmen.

Jede vierte Corona-Neuinfektion in NRW nach Reiserückkehr

13 Uhr: Etwa jede vierte Corona-Neuinfektion in Nordrhein-Westfalen ist derzeit auf Reiserückkehrer zurückzuführen. Das teilte das NRW-Gesundheitsministerium am Mittwoch auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf mit. Dabei gehe es sowohl um die Rückkehr von Reisen im Inland als auch aus dem Ausland.

Allein am größten NRW-Airport Düsseldorf waren nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein am vergangenen Samstag 71 von gut 1850 Abstrichen im Testzentrum positiv.

Die Corona-Infektionszahlen sind in den vergangenen Wochen bundesweit stetig gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) vermeldete am Mittwoch 1226 neue Infektionen im Vergleich zum Vortag. Das ist der höchste Wert seit Anfang Mai. NRW liegt mit 413 Neuinfektionen und der schlechtesten Entwicklung im Sieben-Tage-Zeitraum weit an der Spitze der Bundesländer.

Die Landesregierung hatte am Dienstag sämtliche Corona-Verordnungen bis Ende August verlängert und zum Teil verschärft. Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat sich in den vergangenen Tagen besorgt über die Entwicklung geäußert und die Bürger gemahnt, weiter die Abstands- und Hygienemaßnahmen einzuhalten.

Als einziges Bundesland startete NRW am Mittwoch mit Maskenpflicht auch im Unterricht ins neue Schuljahr. Ausgenommen sind nur die Grund- und Förderschüler der Primarstufe. Aber auch sie müssen auf den Fluren und dem sonstigen Schulgelände Masken tragen.
Seit Beginn der Corona-Krise haben sich mindestens 218.519 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI meldete (Datenstand 12.8., 0.00 Uhr).

Mehrere Verfahren am OVG zur Maskenpflicht während Schulunterricht

10.36 Uhr: Am ersten Tag des neuen Schuljahres gibt es am Oberverwaltungsgericht (OVG) Münster mehrere Klagen gegen die Maskenpflicht während des Unterrichts an weiterführenden Schulen. Nach Auskunft einer Gerichtssprecherin will eine Familie aus Euskirchen im Rheinland per Eilverfahren klären lassen, ob die Corona-Schutzverordnung des Landes NRW in diesem Punkt rechtlich haltbar ist. Vom Verwaltungsgericht Düsseldorf ist das Verfahren eines Schülers aus Nettetal im Kreis Viersen an das OVG verwiesen worden. Wann das Gericht eine Entscheidung verkünden will, ist derzeit nach Angaben der Sprecherin noch offen.

Düsseldorfer Oberbürgermeister verteidigt geplantes Großkonzert

9.30 Uhr: Der Düsseldorfer Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) hat das umstrittene geplante Großkonzert in der Arena der Landeshauptstadt erneut verteidigt. Gemessen am Alltag in der Großstadt - etwa in Freibädern oder im Freien in der Stadt - sei das Infektionsrisiko bei dem Konzert angesichts der getroffenen Vorkehrungen „sehr, sehr gering“, sagte Geisel am Mittwoch bei WDR5.

Das Hygienekonzept für das am 4. September geplante Konzert sei gründlich geprüft worden. Die einschlägigen Anforderungen würden nicht nur erfüllt, sondern teilweise sogar deutlich übererfüllt. „Vor dem Hintergrund gab es keinen Anlass, die Veranstaltung zu untersagen“, sagte Geisel. Er sei als Verwaltungschef gebunden, nicht nach politischen Opportunitätsüberlegungen eines Oberbürgermeisters zu urteilen, sondern nach der Rechtslage.

Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hatte am Dienstag kritisiert, dass die Stadt vor der Ankündigung nicht auf das Land zugegangen sei und Geisel indirekt Profilierungsversuche vorgeworfen: Es sei klar, dass bei einem solchen Großereignis „ganz Deutschland und viele in Europa auf diese Stadt gucken. Vielleicht war das auch die Absicht, dass man so auf diese Stadt gucken sollte.“ Auf die Frage, ob es hier womöglich auch um eine persönliche Machtprobe mit dem Christdemokraten Laschet vor der Wahl gehe, sagte Geisel: „Es geht mir nicht um Schädeldicke.“

Auch Maskenverweigerer dürfen wählen

6.50 Uhr: Bei den Kommunalwahlen in NRW sollen am 13. September auch Maskenverweigerer ihre Kreuze machen dürfen. In der von diesem Mittwoch an gültigen neuen Coronaschutz-Verordnung wurde der Passus ergänzt, dass in Wahlräumen „durch geeignete Maßnahmen sicherzustellen“ sei, „dass auch Personen, die gegen die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung verstoßen, ihr Wahlrecht ausüben können.“

Grundsätzlich sollen alle Wahllokale ohnehin so gestaltet sein, dass jeweils 1,5 Meter Mindestabstand zu anderen Personen gehalten wird. In einem Gesetz für die Kommunalwahlen wurde allerdings bereits festgehalten, dass die Helfer im Wahllokal notfalls auch Mundschutz tragen dürfen - was eigentlich gegen das Verhüllungsverbot bei Wahlen verstößt. Ansonsten sind „gleichwertige Schutzvorkehrungen“ wie Plexiglasscheiben vorgeschrieben.

Bei den Kommunalwahlen geht es unter anderem um Oberbürgermeister, Stadträte, Bezirksvertreter und Landräte. Bei den Kommunalwahlen 2014 waren fast 14,3 Millionen Menschen wahlberechtigt. Wählen darf, wer die deutsche Staatsangehörigkeit oder die eines anderen EU-Landes besitzt. Briten dürfen wegen des Brexits nicht wählen. Das Mindestalter beträgt 16 Jahre.

Laschet kritisiert Vorverkauf für Großkonzert in Düsseldorfer Stadion

18.30 Uhr: Für das umstrittene Düsseldorfer Großkonzert mit 13.000 Zuschauern hat trotz heftiger Kritik der Vorverkauf begonnen. Der entsprechende Ticket-Shop für das Event mit Rocker Bryan Adams und Sängerin Sarah Connor wurde am Dienstagvormittag freigeschaltet. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) nannte das Konzert im Düsseldorfer Fußballstadion „kein gutes Signal“. Das Kabinett beriet am Dienstag über die rechtliche Lage, eine Entscheidung über eine eventuelle Absage gab es aber zunächst nicht.

Laschet warf dem Düsseldorfer Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) Profilierungsversuche vor. Es sei klar, dass bei einem solchen Großereignis „ganz Deutschland und viele in Europa auf diese Stadt gucken. Vielleicht war das auch die Absicht, dass man so auf diese Stadt gucken sollte.“ Geisel entgegnete in der „Rheinischen Post“, man habe sich lediglich an Recht und Gesetz gehalten. Die Corona-Vorgaben würden durch den Veranstalter sogar übererfüllt.

„Ich wundere mich, wie heutzutage alles politisiert wird“, sagte Geisel der „Süddeutschen Zeitung“ (Mittwoch). Er sprach von einem „politischen Profilierungs-Wettbewerb“ zwischen Laschet und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Söder hatte dem Konzert eine „katastrophale Signalwirkung“ im Corona-Kampf bescheinigt.
Die Stadt Düsseldorf hatte das Hygienekonzept abgesegnet. Das Landesgesundheitsministerium ließ es sich allerdings nachträglich zur Prüfung schicken. Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hatte bereits am Freitag heftige Kritik geübt und rechtliche Zweifel angemeldet. Das Konzert soll am 4. September stattfinden.

Veranstalter Marek Lieberberg will für seine Pläne kämpfen. Man habe sich an die zuständige Behörde gewandt. Und die zuständige Behörde für ein Konzert in Düsseldorf sei „in der Zeit dieser Republik“ noch nie die NRW-Landesregierung gewesen. „Wir müssen uns auf die Rechtsgültigkeit solcher Verfahren auch verlassen können. Und das tun wir. Und deshalb werden wir alles tun, damit es bei dieser Genehmigung auch bleibt“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. „Wir haben eine Zusage, wir glauben, dass die Zusage rechtlich bindend ist.“

Aus Sicht von Lieberberg wird das Konzert in politische Probleme hineingezogen, mit denen es gar nichts zu tun hat. Das sei zum einen der Kommunalwahlkampf - am 13. September finden in NRW Wahlen statt, bei denen der Düsseldorfer Sozialdemokrat Geisel erneut als Stadtoberhaupt antritt. Zum anderen sei es der „Ferndiskurs“ zwischen Laschet und Söder.

Lieberberg sagte, er habe Laschet geschrieben und bemühe sich nun seit zwei Tagen, den Regierungschef zu erreichen. Er könne verstehen, dass Laschet sehr beschäftigt sei. „Aber wenn man Zeit hat, sich öffentlich zu äußern zu Veranstaltungen, deren Regularien man offenbar nicht kennt, dann denke ich, müsste man auch Zeit haben, hier zu reagieren, um auch dieses Gespräch zu führen.“

An seinen Plänen hält Lieberberg fest. Auf die Frage, was er im Falle einer Absage tun werde, antwortete er, man werde sich in diesem Fall mit geeigneten Mitteln „dagegen äußern“. Das Hygienekonzept sei sehr gut.

Entscheidung zu Düsseldorfer Konzert weiter offen

13.12 Uhr: In der Diskussion um ein geplantes Großkonzert mit 13.000 Zuschauern in Düsseldorf trotz Corona-Ansteckungsgefahr gibt es noch keine Entscheidung. Aus Regierungskreisen hieß es, es gebe noch dringende Fragen, die geklärt werden müssten, erfuhr die deutsche Presseagentur. Zuvor hatte das nordrhein-westfälische Kabinett über das Konzert diskutiert.

Vor der Kabinettssitzung hatte sich NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) skeptisch geäußert. Er sehe das Konzert als das falsche Signal. Die Stadt Düsseldorf hatte das Konzert, dass für den 4. September geplant ist, bereits genehmigt. Die Stadt verweist auf ein schlüssiges Abstands- und Hygienekonzept.

Laschet steht zu Maskenpflicht an Schulen

13.10 Uhr: Kurz vor dem Start ins neue Schuljahr hat NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) die Maskenpflicht im Unterricht an weiterführenden Schulen gerechtfertigt. Gerade in der jetzigen Phase, in der viele Menschen von Reisen zurückkehrten, müsse man besonders vorsichtig sein, sagte Laschet am Dienstag vor Beginn einer Kabinettssitzung in Düsseldorf. Außerdem mahnten die steigenden Corona-Infektionszahlen: „Die Pandemie ist längst noch nicht vorbei“, so Laschet. „Wenn sich das Geschehen normalisiert, dann könne wir auch schnell wieder von dieser Pflicht Abstand nehmen.“

Zugleich warnte Laschet vor „Panikmache und Angstszenarien“ im Umgang mit dem Coronavirus. Es müsse ein „Weg der Mitte“ gefunden werden. Einerseits sei Vorsicht in der Pandemie geboten. Andererseits müsse versucht werden, das soziale und wirtschaftliche Leben weiter zu leben und Schäden zu minimieren. „Wir werden noch lange mit dem Virus leben müssen“, sagte Laschet.

Vorverkauf für umstrittenes Großkonzert gestartet

10.42 Uhr: Für das in Düsseldorf geplante Konzert mit 13.000 Zuschauern hat am Dienstagvormittag der Vorverkauf begonnen. Der entsprechende Ticket-Shop für das Event „Give Live A Chance“, bei dem unter anderem Rocker Bryan Adams und Sängerin Sarah Connor auftreten sollen, wurde online freigeschaltet. Das Konzert soll am 4. September im Düsseldorfer Fußballstadion stattfinden. Eine Entscheidung der Landesregierung über ein eventuelles Verbot wird für den heutigen Dienstag erwartet.

Die Veranstaltung soll ein Befreiungsschlag für die darbende Konzertbranche sein, die schwer mit der Corona-Pandemie zu kämpfen hat. Zugleich ist sie aber umstritten. Die Stadt Düsseldorf hat das Hygienekonzept abgesegnet, das Gesundheitsministerium ließ es sich nachträglich zur Prüfung schicken. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hatte bereits am Freitag scharfe Kritik geübt und rechtliche Zweifel angemeldet. Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) sagte am Dienstag, er halte das geplante Event „für kein gutes Signal“. Das Kabinett werde noch am Dienstag über die rechtlichen Rahmenbedingungen sprechen. Das Gesundheitsministerium hatte gegenüber der „Rheinischen Post“ eine Entscheidung für den gleichen Tag angekündigt.

Keine weiteren Öffnungen in neuer Verordnung

10.07 Uhr: In der neuen Coronaschutz-Verordnung des Landes NRW, die am Dienstag vorgelegt werden soll, wird es laut Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) „keine weiteren Öffnungen geben“. Er appellierte an alle Reiserückkehrer, sich „zeitnah“ testen zu lassen, besonders, wenn man in einem Risikogebiet war. Die neue Verordnung soll laut Landesregierung zunächst bis zum 31. August gelten.

Kabinett berät neue Corona-Verordnung – Bußgeld für Maskenverweigerer

9.23 Uhr: Das nordrhein-westfälische Kabinett berät am Dienstag (10 Uhr) einen Entwurf für die neue Coronaschutz-Verordnung. Sie soll nach Ankündigung von Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) auch einen Passus enthalten, der bei Verstößen gegen die Maskenpflicht in Bussen und Bahnen ein Bußgeld von 150 Euro vorsieht. Die bisher gültige Verordnung läuft um Mitternacht aus. Die neue – samt Masken-Bußgeld - würde ab Mittwoch in Kraft treten.

Wüst hatte vergangene Woche gesagt, man wolle „keine lange Diskussion mehr mit Maskenmuffeln.“ Daher: „Wer ohne Mund-Nasen-Schutz erwischt wird, muss an der nächsten Haltestelle raus und zahlen.“ Man hoffe, mit dem sofortigen Bußgeld eine abschreckende Wirkung zu erzielen, erläuterte ein Ministeriumssprecher. Das Bußgeld würde just am ersten Tag nach den Sommerferien greifen - mit wieder dichter gefüllten Bussen und Bahnen.

Finden Weihnachtsmärkte in NRW statt?

6.42 Uhr: Bei hochsommerlichen Temperaturen sorgen sich die Organisatoren und Händler bereits um die Weihnachtsmärkte in NRW. Aufgrund der Coronakrise ist es dieses Jahr ungewiss, ob es überhaupt welche geben wird. Die Städte mit den größten Märkten in NRW schätzen die Chancen dafür unterschiedlich ein. So hieß es von der Düsseldorf Tourismus GmbH, nach aktuellem Stand gehe man weiterhin davon aus, dass die Weihnachtsmärkte in der Landeshauptstadt unter Berücksichtigung der Hygieneregeln planmäßig stattfinden werden.
„Alle unsere internen Vorbereitungen sind darauf ausgerichtet“, teilte ein Sprecher mit. Ähnliches sagte die Essen Marketing GmbH: „Wir gehen derzeit davon aus, dass es keine Hinderungsgründe für die Durchführung des Essener Weihnachtsmarktes gibt. Ein Hygienekonzept befindet sich in Arbeit.“

Aus Aachen, Bonn, Köln, Dortmund und Münster hieß es, die Entscheidung sei noch nicht getroffen, man müsse abwarten, wie sich das Infektionsgeschehen weiter entwickle. „Nach unserem Kenntnisstand ist eine grundsätzliche Entscheidung über die Durchführung von Weihnachtsmärkten in NRW im zuständigen Ministerium in der Diskussion“, sagte die Pressesprecherin von Bonn, Monika Hörig. „Wir erwarten dazu in Kürze eine Entscheidung oder Handlungshilfe.“

Eine Sprecherin des NRW-Gesundheitsministeriums in Düsseldorf sagte, es sei jetzt noch zu früh, um zu der Frage, ob die Weihnachtsmärkte dieses Jahr stattfinden könnten, etwas zu sagen.

Eher pessimistisch äußerte sich derweil Monika Flocke von der Kölner Weihnachtsgesellschaft. „Ein klassischer Weihnachtsmarkt, da haben wir eine Deadline irgendwann im September. Aber bei allen Beteiligten sind die Bedenken groß - zurecht.“ Ihre persönliche Meinung sei, dass sie sich derzeit keinen Weihnachtsmarkt vorstellen könne. Das Weihnachtsmarkt-Erlebnis sei ja auch mit Enge und Gedränge verbunden. Wenn man bis zum nächsten Besucher einen weiten Abstand einhalten müsse, könne die gewohnte Atmosphäre kaum aufkommen. „Was man dann veranstalten würde, wäre kein klassischer Weihnachtsmarkt.“

Kamp-Lintfort: 60 Kinder wegen infizierter Erzieherin in Quarantäne

14.08 Uhr: Wegen einer Corona-infizierten Erzieherin sind in Kamp-Lintfort im Kreis Wesel rund 60 Kinder in Quarantäne geschickt worden. Der Betrieb in den übrigen Gruppen der Kindertageseinrichtung laufe aber regulär weiter, teilte der Kreis am Montag mit. Die Kita bestehe aus fünf Gruppen, die zuletzt räumlich voneinander getrennt waren.

Die nun positiv auf das Coronavirus getestete Erzieherin hatte Kinder aus zwei Gruppen betreut. Diesen empfehle das Gesundheitsamt zusätzlich zur Isolation eine Untersuchung beim Kinderarzt und gegebenenfalls einen Coronatest. Auch die Kolleginnen mit Kontakt zur Infizierten werden getestet und sind in Quarantäne. 

Corona-Testpflicht: Fast 3000 Abstriche am Wochenende am Düsseldorfer Airport

13.10 Uhr: An Nordrhein-Westfalens größtem Airport sind am Wochenende in Düsseldorf fast 3000 Menschen auf das Coronavirus getestet worden. Die Ergebnisse sollen bis Mittwoch vorliegen, berichtete ein Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein am Montag. Mit Inkrafttreten der Corona-Pflichttests hatten am Samstag und Sonntag 2964 ankommende Passagiere das Angebot wahrgenommen, sich direkt im Sicherheitsbereich des Airports testen zu lassen.

Am letzten Ferienwochenende erfolgten in Düsseldorf rund 60 Landungen aus Risikogebieten. Der Großteil der Rückkehrer sei aus der Türkei gekommen, hatte ein Flughafensprecher am Sonntag gesagt. Es hätten sich kaum Schlangen gebildet. Die Wartezeiten an den Abstrichkabinen seien kurz gewesen.

Armin Laschet verteidigt Maskenpflicht im Unterricht

9.42 Uhr: Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet hat die Maskenpflicht für ältere Kinder in den Klassenzimmern seines Bundeslandes verteidigt. „Überall da, wo der Abstand nicht einhaltbar ist, müssen wir jetzt gerade am Anfang vorsichtig sein“, sagte der CDU-Politiker am Montag im ZDF-„Morgenmagazin“. Zu der Frage, ob die Verpflichtung auch mit Blick auf die aktuell hohen Temperaturen zumutbar sei, sagte Laschet: „Ja, das ist zumutbar. Es gibt bestimmte Regeln für Kinder, die erkrankt sind oder die besondere Dinge zu berücksichtigen haben.“

Mit der Maskenpflicht, die an weiterführenden und berufsbildenden Schulen Nordrhein-Westfalens ab dem Schulstart am Mittwoch sogar im Unterricht gilt, ist NRW einen bundesweiten Sonderweg gegangen. Die Infektionszahlen seien besonders in städtischen Räumen sehr hoch, argumentierte der Ministerpräsident. Die Verpflichtung gilt bis Ende August. „Ich glaube, das ist eine Vorsichtsmaßnahme, die am Anfang richtig ist“, sagte Laschet. „Auf Dauer wird man das nicht machen können, aber dazu brauchen wir bessere Erfahrung.“

NRW-Flughäfen: 90 Prozent weniger Passagiere als im Vorjahr

9.05 Uhr: Nach dem Einbruch durch die Corona-Pandemie ist der Betrieb an den NRW-Flughäfen im Juni vorsichtig wieder angelaufen, er lag aber immer noch um mehr als 90 Prozent unter dem Vorjahreswert. Von den sechs Hauptverkehrsflughäfen im Bundesland flogen in dem Monat knapp 162 000 Passagiere ab, 92,3 Prozent weniger als im Vergleichsmonat 2019, teilte das Statistische Landesamt IT.NRW am Montag mit. Im Juni 2019 waren es über zwei Millionen Menschen gewesen. Erfasst werden die Flughäfen Düsseldorf, Köln/Bonn, Dortmund, Münster/Osnabrück, Niederrhein und Paderborn/Lippstadt.

Schulen sollen Hitzefrei bei Maskenpflicht großzügiger regeln

6.57 Uhr: Der Städtetag Nordrhein-Westfalen unterstützt grundsätzlich die Maskenpflicht zum Schuljahresbeginn, fordert aber praxistaugliche Erleichterungen. „An heißen Sommertagen brauchen wir dann großzügigere Hitze-Frei-Entscheidungen“, sagte der Vorsitzende des Städtetags, Pit Clausen, der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf.
Auch die Landesschülervertretung fordert, dass Hitzefrei in Zeiten coronabedingter Maskenpflicht nun auch für Oberstufenschüler gelten müsste. Die Hitze setze schließlich nicht nur Schülern der Sekundarstufe I zu, argumentieren sie.

Bislang sieht der Hitzefrei-Erlass der Landesregierung hitzefrei für die Oberstufe nicht vor. In Grundschulen und in der Sekundarstufe I entscheiden die Schulleiter über die Befreiung. Im Erlass heißt es: „Als Anhaltspunkt ist von einer Raumtemperatur von mehr als 27 Grad Celsius auszugehen. Beträgt die Raumtemperatur weniger als 25 Grad Celsius, darf Hitzefrei nicht erteilt werden.“

Dortmund: Demo-Teilnehmer teilweise ohne Mundschutz und Abstand

17.14 Uhr: Knapp 2800 Menschen haben nach Polizeiangaben am Sonntagnachmittag in der Dortmunder Innenstadt gegen die staatlichen Corona-Schutzmaßnahmen demonstriert. Die Kundgebung verlief zunächst friedlich. Nach Appellen der Polizei wurden auch die Abstandsregeln eingehalten, wie eine dpa-Reporterin vor Ort berichtete. Die meisten Teilnehmer der Demo trugen keine Mund-Nasen-Schutzmaske. Die Organisation „Querdenken-231“ hatte die Veranstaltung angemeldet.

Am Samstag hatten sich in Stuttgart einige Hundert Menschen zu einer „Querdenken“-Demo gegen die Corona-Einschränkungen versammelt. In Berlin hatten am vergangenen Wochenende Tausende gegen die staatlichen Auflagen zur Eindämmung der Corona-Pandemie protestiert. Weil viele von ihnen weder Abstandsregeln einhielten noch Masken trugen, löste die Polizei die Kundgebung auf.

Armin Laschet gegen zweiten Corona-Lockdown

17.05 Uhr:
Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen hat sich Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) gegen eine zweite Stilllegung des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens wie im Frühjahr ausgesprochen. Ein weiteres Mal das ganze Land herunterzufahren, könne „nicht die Lösung“ sein, sagte Laschet am Sonntag nach einem Treffen mit Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) in Naumburg. „Es war damals richtig, aber für die Zukunft brauchen wir gezieltere regionale abgestimmte Maßnahmen.“ Ein Lockdown richte auch Schäden wie Arbeitslosigkeit, Kurzarbeit und Insolvenzen an.

Laschet bewirbt sich im Dezember für den CDU-Bundesvorsitz und gilt damit auch als potenzieller Kanzlerkandidat. In der Corona-Krise waren seine Umfragewerte stark gesunken. Laschet verwies immer wieder darauf, dass zwischen den Corona-Schutzmaßnahmen und Einschränkungen der Grundrechte sowie den Folgen abgewogen werden müsse. Dies hatte dem NRW-Regierungschef den Ruf eines „Lockerers“ eingetragen.

Rund ein halbes Jahr nach Ausbruch der Corona-Krise forderte auch Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) eine genaue Überprüfung der bisherigen Maßnahmen. „Nach einem halben Jahr Erfahrung mit dem Virus brauchen wir eine medizinische Einordnung dessen, was falsch gelaufen ist und geändert werden muss“, sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Sonntag). „Wir müssen einen zweiten Lockdown mit aller Macht verhindern. Deshalb brauchen wir zielgenauere Maßnahmen und Korrekturen statt flächendeckender Rundumschläge.“

Laschet verteidigte auch die ab Ferienende in ganz NRW geltende Maskenpflicht an weiterführenden und berufsbildenden Schulen im Schulgebäude und im Unterricht. „Es ist nicht erträglich, wenn Kinder weiter nicht in der Schule sind“, sagte er. Daher seien Vorsichtsmaßnahmen vor allem zu Schulbeginn erforderlich, weil es dann viele Reiserückkehrer gebe. Die Maskenpflicht sei zudem zunächst befristet bis Ende August. Zugleich warnte Laschet davor, „Angstzenarien“ zu erstellen. Vielmehr müsse sachlich erörtert werden, wie man sich vor dem Coronavirus schützen könne. (dpa)

Laschet: Corona-Demos legitim – aber nur mit Hygieneregeln

16.27 Uhr: Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat Demonstrationen der Gegner der staatlichen Corona-Schutzmaßnahmen als legitim bezeichnet. Die Demonstranten müssten sich aber wie alle anderen Bürger an die Corona-Hygieneregeln halten, sagte Laschet am Sonntag nach einem Treffen mit Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) in Naumburg.

„Mit Abstand und Mundschutz darf jeder demonstrieren und seine Meinung sagen und die Maßnahmen auch kritisieren“, sagte Laschet. „Sonst fällt auch das Land auseinander, wenn man den Eindruck vermittelt, man dürfe seine Meinung nicht sagen.“ Der überwiegende Teil der Menschen in Deutschland teile die Meinung der Demonstranten aber ohnehin nicht.

Testpflicht an NRW-Flughäfen problemos gestartet

14.29 Uhr: An den Flughäfen in Düsseldorf und Köln sind die Corona-Pflichttests von Rückkehrern aus Risikogebieten am Wochenende zügig angelaufen. Allein in Düsseldorf, dem größten Flughafen Nordrhein-Westfalens, wurden am letzten Ferienwochenende rund 60 Landungen aus Risikogebieten erwartet - mit etwa 8000 Passagieren.

Der Großteil der Rückkehrer komme aus der Türkei, sagte ein Flughafensprecher am Sonntag. Weitere Flüge wurden unter anderem aus Montenegro, Pristina (Kosovo) und Barcelona erwartet. Bei den Teststellen hätten sich auch am Sonntag kaum Schlangen gebildet, sagte der Sprecher. Die Wartezeiten an den Abstrichkabinen seien kurz gewesen.

Auf dem Fernbusbahnhof am Köln-Bonner Flughafen waren Zelte aufgebaut, in denen Rückkehrer Nasen-Rachen-Abstriche machen lassen konnten. Nach Angaben eines dpa-Reporters kamen sie stoßweise nach Ankunft der jeweiligen Flieger etwa aus Marokko oder der Türkei. Sie seien zügig getestet worden. Vier Ärzte seien dort im Einsatz. Nach Angaben einer Flughafensprecherin können sich in den Zelten auch Busreisende testen lassen, die aus Risikogebieten zurückkommen. Zahlen, wie viele Tests am Wochenende am Köln-Bonner-Flughafen gemacht wurden, will die Stadt Köln am Montag herausgeben.

Die Flugreisenden haben nach ihrer Rückkehr 72 Stunden Zeit für einen Corona-Test. Sie können sich auch in Arztpraxen oder anderen Stellen testen lassen, müssen bis zum Ergebnis aber in häuslicher Quarantäne bleiben, wie eine Verordnung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vorsieht.

Die Testzentren an den Flughäfen Düsseldorf, Dortmund und Münster/Osnabrück werden von den Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) organisiert. Ärzte und medizinisches Fachpersonal nehmen die Abstriche ab. Am Flughafen Köln/Bonn werden die Tests von der Johanniter Unfallhilfe und der Stadt organisiert.

Polizei rüstet sich für Demo gegen Corona-Schutzmaßnahmen in Dortmund

9.40 Uhr: Die Polizei in Dortmund hat sich für eine am Sonntagnachmittag geplante Demonstration gegen die staatlichen Corona-Schutzmaßnahmen gerüstet. Sie appellierte an die Teilnehmer des „Festivals für Frieden & Freiheit - Wahrung unserer Grundrechte“, Hygienekonzepte dringend zu beachten.

„Gegen gesundheitsgefährdendes Verhalten werden wir entschlossen und konsequent einschreiten“, hatte Einsatzleiter Udo Tönjann gesagt. Die Organisation „Querdenken-231“ hatte die Veranstaltung angemeldet. Erwartet werden nach Angaben der Polizei rund 1500 Teilnehmer auf dem Hansaplatz in der Innenstadt.

In Berlin hatten am vergangenen Wochenende Tausende gegen die staatlichen Auflagen zur Eindämmung der Corona-Pandemie protestiert. Weil viele von ihnen weder Abstandsregeln einhielten noch Masken trugen, löste die Polizei die Kundgebung auf.

Nach einer Umfrage lehnt eine große Mehrheit der Bevölkerung Demonstrationen gegen die Maßnahmen zum Schutz vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus ab. In einer am Samstag veröffentlichten Befragung des Forsa-Instituts im Auftrag der Mediengruppe RTL gaben 91 Prozent an, kein Verständnis für die Proteste zu haben. Nur neun Prozent äußerten sich dem „RTL/ntv-Trendbarometer“ zufolge zustimmend. Eine klare Mehrheit (87 Prozent) war auch der Meinung, dass die Menschen, die gegen die Maßnahmen auf die Straße gehen, nur eine Minderheit der Bevölkerung repräsentieren.

Keine größeren Corona-Verstöße in Großstädten in NRW

12.20 Uhr: In der Nacht zum Samstag hat die Polizei in mehreren Großstädten Nordrhein-Westfalens kaum Verstöße gegen die Corona-Regelungen verzeichnet. Lediglich in Bonn nahmen die Beamten sieben junge Männer frühzeitig in Gewahrsam, die zum Teil stark alkoholisiert und aggressiv gewesen sein sollen. Die Männer seien Platzverweisen nicht nachgekommen, teilte die Polizei mit. Insgesamt wurden 20 Menschen verwiesen. Darüber hinaus habe es jedoch kaum Gründe für ein Einschreiten der Einsatzkräfte gegeben.

In Köln kam es zu keinen größeren Vorfällen. „Es waren zwar viele Leute wegen des guten Wetters unterwegs, aber es gab keine nennenswerten Störungen“, sagte ein Sprecher der Polizei. Es sei eine ziemlich normale Nacht an den Rheinufern gewesen.

„Es war tatsächlich nicht so voll wie in den Wochen zuvor“, berichtete ein Sprecher der Düsseldorfer Polizei. Es habe dort keinerlei Corona-Verstöße gegeben.

In den vergangenen Wochen hatte es immer wieder größere Partys mit mancherorts mehreren Hundert Menschen gegeben. Einige Veranstaltungen waren wegen grober Verstöße gegen die Corona-Schutzverordnung aufgelöst worden.

Corona-Testpflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten startet

17.45 Uhr: Für Rückkehrer aus Risikogebieten greift von diesem Samstag an bei der Heimkehr nach Nordrhein-Westfalen die Testpflicht auf das Coronavirus. In Düsseldorf sind dafür schon seit vergangener Woche Teststellen am Flughafen geschaffen worden. Die Testkapazitäten im Sicherheitsbereich des Airports werden nun erweitert.

Auch am Köln-Bonner Flughafen kann man sich testen lassen.
Die Flugreisenden haben drei Tage Zeit, sich auch woanders testen zu lassen, müssen bis zum Ergebnis aber in häusliche Quarantäne, wie eine Verordnung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vorsieht.
Welche Länder als Risikogebiete gelten, geht aus einer Liste des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor - aktuell stehen darauf etwa 130 Staaten von Ägypten bis zu den USA.

Aus der EU sind derzeit Luxemburg, die belgische Provinz Antwerpen und die spanischen Regionen Aragón, Katalonien und Navarra auf der Liste. Die Testpflicht gilt den Behörden zufolge nicht, wenn man ohne Zwischenaufenthalt durch ein Risikogebiet reist.

Mit Blick auf die Testpflicht würden Kapazitäten des Airport-Testzentrums in Düsseldorf nun kurzfristig aufgestockt, teilte ein Sprecher mit. Neben einer Verdoppelung der Anmeldeplätze von sechs auf zwölf wird auch die Anzahl der Abstrichkabinen von 6 auf 14 erweitert.
Am letzten Ferienwochenende werden am größten Flughafen Nordrhein-Westfalens rund 60 Landungen aus Risikogebieten erwartet - mit etwa 8000 Passagieren.

Mehr als 300 neue Corona-Fälle in NRW: Auch durch Reiserückkehrer

17.12 Uhr: In Nordrhein-Westfalen sind innerhalb eines Tages 324 neue Corona-Fälle registriert worden. Das teilte das NRW-Gesundheitsministerium am Freitag in Düsseldorf mit. Insgesamt gab es seit Beginn der Pandemie damit 50 937 bestätigte Corona-Infektionen im bevölkerungsreichsten Bundesland. Inzwischen seien aber 45 532 Erkrankte wieder genesen, berichtete das Ministerium. Dem standen 1755 Todesfälle gegenüber.

Zuletzt gab es den Zahlen des Ministeriums zufolge in fast allen Kreise und kreisfreien Städte Neuinfektionen. Einige davon sind wohl auf Reiserückkehrer aus Risikogebieten zurückzuführen. „Wir beobachten erste Fälle, bei denen ein epidemiologischer Zusammenhang mit Reiserückkehrern naheliegt, die sich nicht an die geltenden Bestimmungen gehalten haben“, teilte Barbara Nieters, Leiterin des Gesundheitsamtes des Kreises Viersen, am Freitag mit. Dadurch seien vermutlich zahlreiche vermeidbare Infektionsketten in Gang gesetzt worden. Eigentlich müssten sich die Urlauber aus Risikogebieten beim örtlichen Gesundheitsamt melden und sich in eine 14-tägige Quarantäne begeben. Bei Verstößen gegen die Verordnung droht ein Bußgeld.

Ein wichtiger Wert, um das Infektionsgeschehen vergleichbar zu machen, ist die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner, die innerhalb von sieben Tagen gemeldet werden. Der landesweite Durchschnitt für NRW lag hier laut Landesgesundheitsministerium am Freitag bei 12. Er war damit deutlich höher als in anderen Bundesländern. In fünf Kreisen und kreisfreien Städten lag der Wert am Freitag sogar über 20, zum Beispiel in den Kreisen Kleve und Düren.
Die Zahl der bundesweiten Neuinfektionen lag nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) am Freitag bei 1147. Damit wurde der höchste Wert seit Anfang Mai erreicht.

Bereits am Donnerstag lag die Zahl der Neuinfektionen mit 1045 Fällen erstmals wieder über der Schwelle von 1000. Zuvor war sie das letzte Mal am 7. Mai überschritten worden. Danach war die Zahl in der Tendenz gesunken, seit Ende Juli steigen die Werte wieder. Der Höhepunkt bei den neuen Ansteckungen wurde Anfang April mit mehr als 6000 erreicht.

Laumann: „Begründete rechtliche Zweifel“ an Grundlage für Großkonzert

16.05 Uhr: NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) zweifelt an der rechtlichen Grundlage eines in Düsseldorf geplanten Konzerts mit 13 000 Zuschauern. „Konzept und Genehmigung sind jedenfalls nicht mit dem Land abgestimmt und ich habe begründete Zweifel an der rechtlichen Grundlage“, teilte er am Freitag der Deutschen Presse-Agentur mit. Bei einer Großveranstaltung dieser Art hätte er in diesen Zeiten eine Abstimmung mit den Landesbehörden erwartet.

Sein Ministerium habe das Düsseldorfer Gesundheitsamt angewiesen, „unverzüglich die Rechtsgrundlage für diese Genehmigungsentscheidung darzustellen und das Hygienekonzept für die Veranstaltung selbst zur Prüfung durch die Fachaufsicht vorzulegen.“

Im Gesundheitsministerium stießen die Pläne offenkundig übel auf. „Dass ein lokales Gesundheitsamt in dieser Lage eine Veranstaltung dieser Größenordnung im Alleingang genehmigt, hat mich als Gesundheitsminister nachhaltig irritiert“, erklärte Ressortchef Laumann. „Dass die Stadt selbst Mitveranstalter dieses Festival zu sein scheint und keinerlei Abstimmung mit dem Land sucht, macht das Verhalten noch unverständlicher.“

Kurz vor Ende der Reisesaison gebe es eine komplexe Infektionslage. „In dieser Situation Menschen aus ganz Deutschland zu animieren, quer durch das Land nach Düsseldorf zu reisen und zu Tausenden zusammen zu kommen, halte ich schlicht für verantwortungslos.“

Gericht gibt Wursthersteller Recht: Kein Zwang zum Corona-Test

14.47 Uhr: Das Land darf wegen der Corona-Pandemie beim Infektionsschutz nicht alle Betriebe in der Fleischindustrie gleich behandeln. Das hat Verwaltungsgericht Münster in einem Eilverfahren entschieden und am Freitag mitgeteilt. Ein Wursthersteller aus dem Kreis Warendorf hatte sich gegen eine Allgemeinverfügung des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen gewandt.

Wie alle Unternehmen in der Fleischwirtschaft mit mehr als 100 Beschäftigten sollte die Firma seit dem 20. Juli 2020 grundsätzlich seine Mitarbeiter mindestens zweimal Mal pro Woche auf eigene Kosten auf das Coronavirus testen. Dies sei im Fall des Wurstherstellers aber nicht erforderlich, entschied das Gericht (Az.: 5 L 596/20, Beschluss vom 6. August 2020).

Der Betrieb dürfe nicht - zumindest nicht ohne nähere Begründung - mit Schlachthöfen und Zerlegebetrieben gleichgestellt werden. Vom Land sei nicht vorgebracht worden, warum die Gefahrenlage in der Fleischindustrie auf den Betrieb im Kreis Warendorf zutreffe. Eine generalisierende Anordnung steht nach Überzeugung der Verwaltungsrichter dazu im Widerspruch. Gegen den Beschluss kann innerhalb von zwei Wochen Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht NRW eingelegt werden.

Landesregierung will 1000 zusätzliche Schulbusse einsetzen

14.17 Uhr: Die Landesregierung will mit dem Schulstart am kommenden Mittwoch bis zu 1000 zusätzliche Schulbusse einsetzen. Das geht aus einem Brief von NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) hervor, der der Deutschen Presse-Agentur am Freitag vorlag.

Damit sollen die Schüler mehr Abstand haben, wenn sie zur Schule fahren und trotz Maskenpflicht nicht dicht gedrängt eine Virusinfektion riskieren müssen. Die Maßnahme ist zunächst für die 43 Schultage bis zu den Herbstferien vorgesehen. Dafür sollen 13,5 Millionen Euro bereitgestellt werden.

Das Ministerium hatte zuvor bei der privaten Buswirtschaft nachgefragt, wie viele Busse derzeit, auch bedingt durch die Corona-Pandemie, zur Verfügung stehen. Zusätzlich soll der Schulbeginn versetzt stattfinden, um das Schüleraufkommen zu entzerren. Die Landräte und Oberbürgermeister wurden über das Vorhaben entsprechend unterrichtet.

Wuppertal schließt Kita nach Corona-Infektionsfall

12.14 Uhr: Die Stadt Wuppertal hat nach dem Auftreten eines Corona-Infektionsfalls eine Kindertagesstätte geschlossen. Zuvor war eine Beschäftigte der Kita positiv auf das Coronavirus getestet worden, wie Stadtsprecherin Martina Eckermann am Freitag mitteilte. Die Kita bleibe bis auf Weiteres geschlossen.

Konzert mit 13.000 Zuschauern in Düsseldorf geplant

09.30 Uhr: Ein Konzert mit Bryan Adams, Sarah Connor und „The Boss Hoss“ soll am 4. September vor 13 000 Zuschauern in Düsseldorf stattfinden. „Das ist das Zeichen, auf das Fans, Künstler und Crews sowie die gesamte Musikindustrie sehnsüchtigst gewartet haben“, sagte Veranstalter Marek Lieberberg laut einer Mitteilung vom Freitag. Es wäre laut Veranstalter das erste Großkonzert seit Mitte März in Deutschland.

Das Konzert im Düsseldorfer Fußballstadion („Merkur Spielarena“) werde in enger Abstimmung mit den Behörden geplant. Dem Infektionsschutz werde „in vollem Umfang Rechnung getragen“, so die Veranstalter. Die Fans würden verpflichtet, Schutzmasken zu tragen. Zwischen den Sitztplätzen werde der Sicherheitsabstand gewahrt.

Das 150-minütige Konzert mit dem Namen „Give Live A Chance“ soll teilweise „unplugged“, also ohne elektrische Gitarren und ähnliches, bestritten werden. Außer dem Rockstar Bryan Adams, Deutsch-Pop-Sängerin Sarah Connor und der Berliner Band „The Boss Hoss“ sollen auch die Sänger Rea Garvey, Joris und der Comedian Michael Mittermaier auftreten.

„Die Synchronisation mit den Düsseldorfer Behörden und der Merkur Spiel-Arena war für uns von Anfang an Grundlage dieses Projekts“, so Lieberberg. „Dies werden wir während und nach der Veranstaltung fortsetzen, um ein positives Beispiel zu geben, wie Großveranstaltungen in Zeiten von Corona aussehen können.“ Lieberberg ist einer der größten Konzertveranstalter in Deutschland. Er organisiert unter anderem das Festival „Rock am Ring“, das in diesem Jahr wie etliche andere Events durch die Corona-Pandemie und die einhergehenden Verbote ausgefallen war.

NRW beruhigt Eltern –  Kinder nicht getrennt isoliert

23.00 Uhr: Das Gesundheitsministerium in Nordrhein-Westfalen hat Eltern beruhigt, dass im Falle von Corona-Verdachtsfällen ihrer Kinder kein Kindesentzug drohe. „In NRW drohen Gesundheitsämter nicht mit der Inobhutnahme von Kindern und ordnen auch nicht die Isolation von Kindern getrennt von der Familie in häuslicher Quarantäne an“, sagte ein Ministeriumssprecher. „Mir ist kein Fall bekannt.“ Er ergänzte: „Wenn in NRW aufgrund eines Corona-Verdachtsfalls ein Kind in Quarantäne muss, suchen die Gesundheitsämter immer nach lebensnahen Lösungen, die den Gesundheitsschutz gewährleisten. Wie zum Beispiel, dass ein Elternteil ebenfalls mit in Quarantäne geht.“

Zuvor hatte in Hessen der Kreis Offenbach Kritik an seinen Quarantäne-Vorgaben für Kinder mit einem Verdacht auf eine Corona-Infektion zurückgewiesen. Nach Medienberichten sollen Gesundheitsämter, darunter auch das im Kreis Offenbach, Eltern auffordern, Kinder mit einer Infektion getrennt von der Familie zu isolieren. Der Kreis wies dies zurück. In Baden-Württemberg hatte ein Behördenschreiben zur häuslichen Quarantäne von Kindern viele Eltern empört. Stein des Anstoßes war ein Fall in Bruchsal, das entsprechende Schreiben hat die Initiative „Familien in der Krise“ veröffentlicht. Nachdem dort an einer Grundschule eine Lehrerin positiv auf das Coronavirus getestet worden war, wurden im Juli zwei Klassen nach Hause geschickt - begleitet von einer Information der Stadt, in der bei Nichteinhaltung der „Isolation in sogenannter häuslicher Quarantäne“ mit einer zwangsweisen Unterbringung des Kindes in einer geschlossenen Einrichtung gedroht wird.

Kein Corona-Test nach Griechenland-Reise: SPD kritisiert Laschet

18.51 Uhr: Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat Vorwürfe der SPD zurückgewiesen, weil er keinen Corona-Test nach seiner Rückkehr aus Griechenland gemacht habe. „Diese Aussage, die sie übrigens da tätigt, ist falsch“, sagte Laschet am Donnerstag. Nach dpa-Informationen hatte sich Laschet tatsächlich nach seiner Rückkehr testen lassen. Das Ergebnis war demnach negativ.

SPD-Fraktionschef Thomas Kutschaty (SPD) hatte der „Neuen Westfälischen“ gesagt, er hätte „von einem Ministerpräsidenten mit Vorbildfunktion erwartet, dass er sich nach seiner Rückkehr sofort testen lässt. Er hätte damit ein wichtiges Zeichen setzen können“. Bereits am Mittwoch hatte der SPD-Landesverband Laschet den Vorwurf gemacht, keinen Test gemacht zu haben. Die Partei bezog sich dabei auf einen Facebook-Eintrag der Landesregierung: Die hatte einem Nutzer, der von Laschet eine Quarantäne von zwei Wochen gefordert hatte, geantwortet, es bestehe „kein Grund, dass der Ministerpräsident und seine Delegation nach Rückkehr einen Pflichttest machen müssen oder sich in Quarantäne begeben, da weder Lesbos und das Flüchtlingslager noch weitere Teile Griechenlands Risikogebiete sind“. Der Eintrag entstand allerdings, als Laschet noch in Griechenland war. Nach seiner Landung ließ er sich testen. Das Ergebnis war negativ - wie es nach dpa-Informationen auch bei vorigen Tests war, die Laschet aus Vorsicht und ohne Symptome hatte machen lassen.

Die Reise nach Lesbos war für Kutschaty durchaus sinnvoll. „Es war wichtig, auf die Situation der Flüchtlinge aufmerksam zu machen.“ Durch die Corona-Krise sei ihre Lage zuletzt etwas in Vergessenheit geraten. Laschet hatte am Dienstag mehrere Flüchtlingscamps auf der griechischen Insel Lesbos besucht und danach von einem „Aufschrei der Verzweifelten“ gesprochen. Sein Besuch im überfüllten Camp Moria war aus Sicherheitsgründen abgebrochen worden, nachdem sich Gruppen von Flüchtlingen versammelten und in Sprechchören „Free Moria“ riefen.

Der Ministerpräsident hatte am Donnerstag zudem die verpflichtenden Tests, die von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) angekündigt worden waren, begrüßt. Er verwies auch auf die freiwilligen Tests, die unter anderem an Flughäfen in NRW bereits möglich sind. (dpa)

Gewerkschaft fordert kostenlose Corona-Tests für Polizisten

08.17 Uhr: Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in NRW fordert regelmäßige und kostenlose Corona-Tests für Polizisten. Das Land müsse seine bisherigen Schutzmaßnahmen ergänzen „und allen Beschäftigten im 14-tägigen Rhythmus einen Corona-Test mindestens anbieten“, heißt es in einem Schreiben an die GdP-Mitglieder.

Die GdP verweist auf die Ankündigung der Landesregierung, dass sich Lehrer zum Start des neuen Schuljahrs alle 14 Tage testen lassen können. Das Land trägt die Kosten. Das gilt auch für Kita-Personal. „Das Ansteckungsrisiko ist aber auch für Polizeibeschäftigte hoch“, so die Gewerkschaft: „Da immer wieder größere Teile der Belegschaft engen Kontakt zu möglicherweise infizierten Mitmenschen nicht vermeiden können.“

„Masken-Muffel“ in Bus und Bahn sollen 150 Euro Bußgeld zahlen

12.22 Uhr: Nordrhein-Westfalen will bei Verstößen gegen die Maskenpflicht in Bussen, S-Bahnen oder Straßenbahnen künftig sofort ein Bußgeld von 150 Euro verhängen. NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) sagte: „Inzwischen sollte jeder verstanden haben, dass in Bus und Bahn Maskenpflicht gilt. Deshalb ist ganz klar: Wer ohne Mund-Nasen-Schutz erwischt wird, muss an der nächsten Haltestelle raus und zahlen.“ Wüst kündigte an: „Wir wollen eine Verschärfung, so dass unmittelbar beim ersten Verstoß gegen die Maskenpflicht ein Bußgeld von 150 Euro fällig ist.“

Die Verschärfung solle mit einer Überarbeitung der NRW-Coronaschutzverordnung Mitte nächster Woche in Kraft treten, sagte ein Ministeriumssprecher. Sie gelte dann für alle Züge, auch Fernzüge in NRW.

Bisher werden Bußgelder in NRW nur erhoben, wenn Fahrgäste sich trotz einer entsprechenden Aufforderung weiter weigern, die Maske aufzusetzen. Diese Ermahnung soll wegfallen. Wüst sagte, man wolle „keine lange Diskussion mehr mit Masken-Muffeln“. Es gehe um die Solidarität mit den schwächsten der Gesellschaft. „Die kleine Unbequemlichkeit, die Maske zu tragen, verhindert eine mögliche Katastrophe.“

Probleme mit „Maskenmuffeln“ gebe es in der Praxis vor allem bei Freizeitverkehren, sagte der Ministeriumssprecher. Berufspendler trügen dagegen zu fast 100 Prozent die Maske.

Tafeln in NRW erhalten „Notfallpaket“ von 900.000 Euro

11.26 Uhr: Die rund 170 Tafeln zur Speisung Bedürftiger in Nordrhein-Westfalen werden mit einem 900 000 Euro umfassenden „Corona-Notfallpaket“ unterstützt. Das kündigte NRW-Sozialminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Mittwoch in Düsseldorf an.
„Bei vielen Tafeln hat Corona zu Einschränkungen geführt, bei manchen sogar zu Schließungen“, begründete er die Hilfe. Andere hätten hohe Zusatzausgaben gehabt, um ihre Lebensmittelausgabe neu zu organisieren, damit die Sicherheit ihrer Mitarbeiter und Kunden gewährleistet bleibe.

Nun könnten pro Einrichtung jeweils 5000 Euro beim Landesverband der Tafeln beantragt werden, erklärte Laumann. Damit seien etwa Plexiglas-Trennwände, Masken, Desinfektionsmittel, Verpackungsmaterial für Lebensmittel oder die Kosten für den zusätzlichen Organisationsaufwand - etwa für Lieferservice - zu finanzieren.

Die Gesellschaft schulde allen Bürgern, die sich bei den Tafeln ehrenamtlich für Bedürftige und gegen die Verschwendung von Lebensmitteln einsetzten, großen Dank, betonte Laumann. Vor allem, da über 80 Prozent der Helfer selbst schon älter und damit besonders vor Corona zu schützen seien. 

Gesichtsvisiere erfüllen Maskenpflicht an NRW-Schulen nicht

07.10 Uhr: Die neue Maskenpflicht im Unterricht kann nur im Ausnahmefall mit Gesichtsvisieren erfüllt werden. Das hat das nordrhein-westfälische Schulministerium klargestellt. Der Infektionsschutz durch ein Visier - etwa aus Plexiglas - sei nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts nicht genauso sicher wie eine eng am Gesicht anliegende Mund-Nase-Bedeckung.

Der Verband Lehrer NRW hatte zuvor gefordert, die „drastische Maßnahme“ einer sogar für den Unterricht geltenden Maskenpflicht an allen weiterführenden und berufsbildenden Schulen etwas abzumildern - etwa durch Gesichtsvisiere für Lehrer.

Im Ausnahmefall sei das denkbar, erklärte das Schulministerium. „Visiere können bei Personen zum Einsatz kommen, bei denen das dauerhafte Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung aus medizinischen Gründen nicht möglich ist.“ Falls deswegen eine gesundheitliche Beeinträchtigung drohe, könne „der Ersatz durch ein Visier auch aus Gründen des Arbeitsschutzes geboten sein“. Vorrang habe zugunsten des Infektionsschutzes eindeutig die übliche Mund-Nase-Bedeckung.

Verstöße der Maskenpflicht in Bus und Bahn sollen 150 Euro kosten

12.17 Uhr: Nordrhein-Westfalen will bei Verstößen gegen die Maskenpflicht in Bussen, S-Bahnen oder Straßenbahnen künftig sofort ein Bußgeld von 150 Euro verhängen. NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) sagte: „Inzwischen sollte jeder verstanden haben, dass in Bus und Bahn Maskenpflicht gilt.

eshalb ist ganz klar: Wer ohne Mund-Nasen-Schutz erwischt wird, muss an der nächsten Haltestelle raus und zahlen.“ Wüst kündigte an: „Wir wollen eine Verschärfung, so dass unmittelbar beim ersten Verstoß gegen die Maskenpflicht ein Bußgeld von 150 Euro fällig ist.“
Die Verschärfung solle mit einer Überarbeitung der NRW-Coronaschutzverordnung Mitte nächster Woche in Kraft treten, sagte ein Ministeriumssprecher. Sie gelte dann für alle Züge, auch Fernzüge in NRW.

Bisher werden Bußgelder in NRW nur erhoben, wenn Fahrgäste sich trotz einer entsprechenden Aufforderung weiter weigern, die Maske aufzusetzen. Diese Ermahnung soll wegfallen. Wüst sagte, man wolle „keine lange Diskussion mehr mit Masken-Muffeln“. Es gehe um die Solidarität mit den schwächsten der Gesellschaft. „Die kleine Unbequemlichkeit, die Maske zu tragen, verhindert eine mögliche Katastrophe.“
Probleme mit „Maskenmuffeln“ gebe es in der Praxis vor allem bei Freizeitverkehren, sagte der Ministeriumssprecher. Berufspendler trügen dagegen zu fast 100 Prozent die Maske.

Gebauer: Bei groben Verstößen gegen Maskenpflicht droht Schulverweis

10.24 Uhr: Wenn Schüler in NRW dauerhaft gegen die neue Maskenpflicht verstoßen, können sie auch von der Schule verwiesen werden. Darauf hat Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) in einem WDR2-Interview hingewiesen. Gebauer sagte dem Sender: „Wenn sich Schülerinnen und Schüler konstant nicht - weder im Unterricht noch auf den anderen Flächen - daran halten, kann das auch mit einem Verweis von der Schule beziehungsweise einem vorübergehenden einhergehen.“

Gebauer verwies darauf, dass die Maske aus „pädagogisch sinnvollen Gründen“ auch zwischendurch abgenommen werden könne. Auch aus medizinischen Gründen. So sei ihr bewusst, dass ein Mund-Nasen-Schutz bei heißem Wetter eine besondere Beeinträchtigung sei. Gebauer verteidigte die Maskenpflicht dennoch: Das derzeitige Infektionsgeschehen in NRW mache sie alternativlos.

„Hohe Trefferquote“ bei Corona-Rückkehrertests an Flughäfen

16.10 Uhr: Bei Corona-Tests von Reiserückkehrern aus Risikogebieten an den nordrhein-westfälischen Flughäfen werden rund 2,5 Prozent der Urlauber corona-positiv getestet. Dies sei eine „relativ hohe“ Trefferquote, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Montag im Deutschlandfunk. 40 bis 50 Prozent der Rückkehrer machten von dem kostenlosen Angebot Gebrauch. Rückkehrer aus diesen Gebieten müssen nach der Corona-Einreiseverordnung seit Mitte Juli einen negativen Test vorweisen, der nicht älter als 48 Stunden ist oder sich für 14 Tage in Quarantäne begeben.

Diese Auflagen nannte Laumann „absolut richtig“. „Wer in einem Risikogebiet Urlaub macht, der muss ja wenigstens, finde ich, so viel Solidarität gegenüber den Menschen hier haben, dass er ausschließt, wenn er wiederkommt, dass er andere Menschen ansteckt.“ Wenn Reisende einen Test verweigerten, sollten ihre Personalien an das örtliche Gesundheitsamt weitergegeben werden, sagte Laumann.

Allein am Flughafen Köln/Bonn würden derzeit rund 600 Abstriche für Corona-Tests pro Tag genommen, sagte eine Sprecherin der Stadt. Vom 18. bis zum 30.7. habe es knapp 5000 Tests gegeben. Dabei seien 51 infizierte Urlauber identifiziert worden. „Ohne den Test würden die jetzt draußen rumlaufen.“ Allerdings müssten die Urlauber im Schnitt rund eine Stunde auf den Abstrich warten. Am vergangenen Samstag, als zahlreiche Maschinen aus Risikogebieten in kurzer Folge gelandet seien, habe die Wartezeit bis zu zweieinhalb Stunden betragen.

NRW: Land bezahlt freiwillige Corona-Tests für Lehrer

13.36 Uhr: Ab dem 10. August können sich zum Start des neuen Schuljahrs Lehrer an allen Schulen in Nordrhein-Westfalen freiwillig alle 14 Tage auf das Corona-Virus testen lassen. Das Land übernehme dafür die Kosten. Das Angebot gelte bis zum 9. Oktober. Bei einem positiven Befund würde das zuständige Gesundheitsamt die betroffene Schule informieren.

Einschulungsfeiern trotz Corona unter Einschränkungen möglich

13.25 Uhr: Einschulungsferien kann es in der kommenden Woche in Nordrhein-Westfalen trotz der Corona-Pandemie geben. Dabei seien allerdings alle Corona-Schutzvorschriften zu beachten, sagte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP). Entscheidend für die Ausgestaltung seien – wie auch bei Zeugnisübergaben – die Rahmenbedingungen vor Ort. Deshalb seien unterschiedliche Umsetzungen auch innerhalb einer Kommune möglich.

Zunächst bis 31. August: Maskenpflicht in NRW auch im Unterricht

13.18 Uhr: Nordrhein-Westfalen führt eine weitgehende Maskenpflicht an Schulen ein: An allen weiterführenden und berufsbildenden Schulen soll sie ab Ferienende bis zunächst zum 31. August sowohl im Schulgebäude als auch im Unterricht gelten. Das kündigte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Montag in Düsseldorf an. Soweit Lehrkräfte den empfohlenen Mindestabstand von 1,5 Metern nicht sicherstellen können, gilt die Pflicht zur Mund-Nasen-Bedeckung auch für sie. Die Regelung läuft zunächst bis zum 31. August. Dann soll neu entschieden werden, ob sie verlängert wird.

An Grundschulen müssen die Jahrgänge 1 bis 4 im Schulgebäude und auf dem Gelände einen Mund-Nasen-Schutz tragen – nicht aber, wenn die Schüler auf ihren festen Plätzen im Unterricht sitzen. Die Pflicht, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, werde angesichts steigender Infektionszahlen ausgeweitet, sagte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP).

Ausnahmen für die Maskenpflicht im Unterricht sind vorgesehen, wenn das Tragen „mit den pädagogischen Erfordernissen und Zielsetzungen der Unterrichtserteilung und der sonstigen schulischen Arbeit nicht vereinbar ist.“ Dann könne eine Schule „zumindest zeitweise oder für bestimmte Unterrichtseinheiten beziehungsweise in Prüfungssituation“ von der Pflicht absehen. Dann müsse aber der Abstand zwischen den Schülern gewahrt werden.

Kreis Kleve: Corona-Tests nach Hochzeitsfeier werden fortgesetzt

09.33 Uhr: Nach einer Hochzeitsfeier, nach der zahlreiche Gäste positiv auf das Coronavirus gestestet wurden, werden die Tests im Kreis Kleve in dieser Woche fortgesetzt. „Bei 50 Gästen fielen die ersten Tests negativ aus. Sie werden in den nächsten Tagen noch einmal getestet, um sicherzugehen“, sagte eine Sprecherin am Montag. Insgesamt waren seit Mitte der vergangenen Woche 111 Hochzeitsgäste getestet worden. Bei 61 von ihnen war der Test positiv, das letzte Ergebnis lag demnach am Sonntag vor.

Die Feier hatte im benachbarten Kreis Wesel stattgefunden. Bis auf wenige Ausnahmen seien allerdings alle Gäste in Geldern im Kreis Kleve beheimatet, sagte die Sprecherin. Als sich ein Gast nach dem Fest als Corona-Fall meldete, wurden 111 Gäste aus Geldern getestet und unter Quarantäne gestellt.

Politologe: Corona beeinflusst auch NRW-Kommunalwahlen

05.00 Uhr: Die Corona-Pandemie kann bei den NRW-Kommunalwahlen am 13. September nach Einschätzung des Politologen Stefan Marschall Einfluss auf das Wahlverhalten haben. „Die ganze Corona-Situation wird bei den Kommunalwahlen eine große Rolle spielen“, sagte der Düsseldorfer Politik-Professor der Deutschen Presse-Agentur. Nicht nur die Bundesländer führen eine unterschiedliche Politik, sondern auch die Städte, Gemeinden und Kreise hätten beim Krisenmanagement „eine neue Rolle“ bekommen.

Die Stimmung habe sich insgesamt geändert. „Jetzt schaut man etwas kritischer auf das Krisenmanagement“, sagte Marschall. Da gehe es etwa auch um die Frage der Schul- und Kitaöffnungen.

Generell gilt zwar, dass bei Kommunalwahlen eher Persönlichkeiten vor Ort im Fokus stehen. Je größer die Gemeinde oder Stadt, umso eher gebe es aber auch parteipolitische Erwägungen der Wähler, sagte Marschall. Auch wenn es um Kommunalpolitik gehe: „Das wird keinen davon abhalten, in dieser Wahl auch einen Hinweis auf die Kanzler- und Parteivorsitzenden-Fähigkeit von Armin Laschet zu sehen.“ Der NRW-Ministerpräsident will im Dezember CDU-Bundesvorsitzender werden und gilt damit auch indirekt als möglicher Kanzlerkandidat.

Nordrhein-Westfalen: Kita-Personal kann sich ab sofort testen lassen

04.34 Uhr: Erzieherinnen und Tagesmütter haben ab Montag die Möglichkeit, sich vorsorglich und kostenlos auf das Coronavirus testen zu lassen. In der Woche darauf starten die Testmöglichkeiten für Schulbeschäftigte. Zunächst bis zu den Herbstferien kann das Personal in Kitas und Schulen - insgesamt rund 360.000 Beschäftigte – dann im Wechsel alle zwei Wochen freiwillig einen Abstrich machen lassen. Die Kosten übernimmt das Land. Für Schüler und Kitakinder ist ein solches Angebot hingegen nicht geplant.

Die Möglichkeit, sich ohne konkreten Anlass regelmäßig testen zu lassen, gilt nach Angaben des NRW-Gesundheitsministeriums für Lehrer, Erzieher, Kindertagespfleger, Mitarbeiter im offenen Ganztag sowie sozialpädagogisches und nicht-pädagogisches Personal. Zudem soll es ab Mitte der Woche eine Corona-Testpflicht für Reiserückkehrer aus Risikogebieten geben. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte diese Testpflicht angekündigt. (dpa)

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