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Corona in Rhein-Sieg: Kita-Kind positiv getestet – weitere Tests in Fleischbetrieben

Rhein-Sieg-Kreis -

Das bevölkerungsreichste Land der Bundesrepublik kämpft gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Fast jeden Tag werden neue Entwicklungen im Hinblick auf Präventionsmaßnahmen, Quarantänezahlen oder Veranstaltungsabsagen wichtig. Wir informieren über die wichtigsten Entwicklungen, sowie Hilfsangebote aus der Nachbarschaft.

Donnerstag, 18. Juni: Kita-Kind positiv getestet – weitere Tests in Fleischbetrieben

15.00 Uhr: In einer Niederkasseler Kindertagesstätte gibt es einen bestätigten Corona-Fall. In einer Gruppe einer Einrichtung in Niederkassel-Ort sei bereits in der vergangenen Woche ein Kind positiv getestet worden, bestätigte am Donnerstag der städtische Beigeordnete Carsten Walbröhl auf Anfrage der Redaktion. Kinder und Erzieher der Gruppe, in der das Kind betreut wurde, seien in Quarantäne. Weitere positive Befunde gebe es nicht.

Auch der Vater des Kindes ist nach Angaben der Stadt an Covid-19 erkrankt. Eine Verbindung der Familie zu den fünf weiteren akut Erkrankten in Niederkassel besteht laut Walbröhl nicht. Dass die Zahl der Erkrankten im Stadtgebiet auf einem sehr niedrigen Level sprunghaft angestiegen sei, sei Zufall. Abgesehen von der Gruppe des erkrankten Kindes geht der Betrieb in der Kita weiter. „Die Gruppen arbeiten getrennt voneinander, so dass kein Kontakt besteht, auch im Außengelände der Kita habe wir auf eine strikte Trennung geachtet“, sagte Walbröhl.

Weiterer Massentest in Fleischbetrieben

Unterdessen bereitet sich der Rhein-Sieg-Kreis auf eine neuerliche Massentestung in fleischverarbeitenden Betrieben in der Region vor. „Nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies in Rheda-Wiedenbrück hat uns der Landesgesundheitsminister aufgefordert, Tests in allen fleischverarbeitenden Unternehmen durchzuführen, die Werkvertragsabeitnehmer beschäftigen“, erläuterte Landrat Sebastian Schuster am Donnerstag bei seiner Pressekonferenz zur Corona-Lage in der Region.

Voraussichtlich Anfang nächster Woche sollen diese Test bei den rund 700 Beschäftigten bei Willms Fleisch in Ruppichteroth stattfinden. Auch zu einem fleischverarbeitenden Betrieb in Bornheim wird das in Rheinbach stationierte Abstrich-Team des Kreises ausrücken. Nicht untersucht wird ein Betrieb in Meckenheim. Dort werden nach Auskunft des Kreises keine Werkvertragsarbeiter beschäftigt.

Für die Tests in der Fleischindustrie müssen die bereits vor Wochen begonnenen vorsorglichen Corona-Tests in allen Alten- und Pflegeheimen in der Region gestoppt werden. „Unsere Testkapazitäten sind nun mal begrenzt“, sagte der Landrat. Die Entscheidung sei allerdings vertretbar, da das Corona-Infektionsgeschehen in den Alten- und Pflegeheimen im Kreisgebiet „absolut unauffällig“ sei.

Mittwoch, 17. Juni: Corona-Fall in Lohmarer Flüchtlingsunterkunft

18.20 Uhr: Ein Bewohner einer Flüchtlingsunterkunft in Lohmar-Birk ist mit dem Coronavirus infiziert. Das teilte die Stadt mit. Wegen des bestätigen Corona-Falls stehe die Einrichtung unter Quarantäne, ein Wachdienst kontrolliere rund um die Uhr deren Einhaltung. Der infizierte Bewohner sei in einem separaten Teil der Einrichtung untergebracht. Bei allen 16 Bewohnern würden Abstriche genommen, um sie auf eine Corona-Infektion zu testen.

Der positiv getesteten Person gehe es gesundheitlich gut. Sie arbeite im Einzelhandel ohne Kundenkontakt; der Arbeitgeber sei informiert. Die Stadt arbeite eng mit der Kreisverwaltung zusammen, das Kreisgesundheitsamt verfolge mögliche Kontaktpersonen. (csc)

Dienstag, 16. Juni: 19 Infizierte im Kreis - Organisatoren des Siegburger Keramikmarkts freuen sich auf 2021

18.30 Uhr: Die Corona-Fallzahlen im Rhein-Sieg-Kreis sind um einen Fall auf 19 getiegen. Dies ergeben die neuesten Zahlen. Insgesamt sind im Rhein-Sieg-Kreis  1.456 Personen positiv auf SARS CoV2 getestet worden.

Bis Ende August sind alle Großveranstaltungen und auch Spezialmärkte verboten. Das trifft auch den beliebten Keramikmarkt in Siegburg, welcher eigentlich am 11. und 12. Juli hätte stattfinden sollen. Die Organisatoren rund um den Markt bleiben jedoch zuversichtlich und freuen sich eben umso mehr auf 2021. Den ganzen Artikel dazu gibt es hier.

Montag, 15. Juni: Nur noch 18 Infizierte im Kreis

17.15 Uhr: Die Corona-Fallzahlen im Rhein-Sieg-Kreis sind um einen Fall auf 18 gesunken. Dies ergeben die neuesten Zahlen. Insgesamt sind im Rhein-Sieg-Kreis  1.453 Personen positiv auf SARS CoV2 getestet worden.

Mit Stand Montag, 15. Juni 2020, verzeichnet das Gesundheitsamt der Stadt Bonn außerdem noch 7 Personen, die akut an Covid-19 erkrankt sind.

Chengdu schenkt Bonn 12.000 Masken

13.38 Uhr: Bonns chinesische Partnerstadt Chengdu hat der Bundesstadt 12.000 medizinische Mund-Nasen-Schutzmasken geschenkt. Das teilte die Stadt am Montag mit. Chengdu habe Bonn dieses Angebot gemacht, nachdem in der Hauptstadt der chinesischen Provonz Sichuan die Coronavirus-Epidemie rückläufig war. „Ich danke unserer Projektpartnerstadt Chengdu für dieses Zeichen der Freundschaft. In Zeiten der globalen Krise sind Partnerschaft und Freundschaft umso wichtiger. Den Städten kommt dabei eine besondere Bedeutung zu, weil sie am nächsten dran sind an den Menschen. Ich freue mich darauf, die gute Kooperation zwischen unseren Städten nach dem Ende der Pandemie fortzusetzen“, sagte Oberbürgermeister Ashok Sridharan der Mitteilung zufolge. Bonn unterhält seit dem Jahr 2000 projektgebundene Kontakte zu der 15-Millionen-Stadt in Westchina.

Sonntag, 14. Juni: Schwimmer dürfen wieder trainieren

Mehr als drei Monate lang saßen die Schwimmer vom SV Hellas praktisch auf dem Trockenen, jetzt konnten sie ihren Trainingsbetrieb im Schwimmbad Oktopus wieder aufnehmen, wenn auch unter Einschränkungen. Maximal  16 Schwimmer dürfen sich derzeit  gleichzeitig im Wasser befinden,  und im Gebäude  müssen die Abstandsregelungen und die  Mundschutzpflicht eingehalten werden. Der Betreiber, die Siegburger Stadtbetriebe, hatten mit dem Vorstand des Vereins ein  Nutzungskonzept abgestimmt und  „zeitnah und ganz unbürokratisch“ die gewünschten Schwimmzeiten ermöglicht. „Voraussichtlich können nach den Sommerferien auch wieder Medaillen auf Wettkämpfen gewonnen werden“, teilte  Jugend-Pressewart Joshua Lison mit.  (ah)

Mittwoch, 10. Juni: Sankt-Franziskus-Krankenhaus kehrt zum Normalbetrieb mit erhöhter Vorsicht zurück

Das Sankt-Franziskus-Krankenhaus hat seinen letzten Corona-Patienten entlassen und geht wieder zur „neuen Normalität“ über, wie Geschäftsführer Falko Rapp es formuliert. Zu Beginn der Corona-Krise waren Wände in die Intensivstation des Hauses eingezogen worden, um sich auf die positiv getesteten Patienten vorzubereiten. Gleichzeitig wurden Corona-Teams gebildet, Beatmungsgeräte aus dem OP umgebaut und auf die Intensivstation gebracht.

Dienstag, 19. Mai: Infiziertenzahl im Flüchtlingsheim in St. Augustin auf 165 gestiegen

Die Zahl der Corona-Infektionen in einem Flüchtlingsheim in St. Augustin bei Bonn ist auf 165 gestiegen – 152 Bewohner und 13 Mitarbeiter. Das teilte die Bezirksregierung Köln am Dienstagabend mit. Alle infizierten Bewohner würden in gesonderten Teilen der Unterkunft untergebracht und zeigten nur schwache oder gar keine Symptome, hieß es. Am Vortag lag die Zahl noch bei 130 mit dem Coronavirus infizierten Menschen. Die Unterkunft biete Platz für 600 Menschen, sei derzeit aber nur mit 312 Personen belegt.

In der Einrichtung leben viele junge Menschen und Familien. Alle Gemeinschaftsaktivitäten seien zwar schon lange gestrichen worden, und die Bewohner seien angehalten, die Abstandsregeln einzuhalten, hatte die Behörde am Vortag betont. Einzelne Bewohner täten das aber nicht immer. Für die Bewohner werde nun ein verstärktes Wlan-Signal zur Verfügung gestellt, damit sie auch in der Quarantäne-Situation Kontakt nach außen halten könnten, hieß es.

Bei der Taschengeldauszahlung am Dienstag wurden laut Behörde 95 Flüchtlinge registriert, die sich bereits vor der Quarantäne-Anordnung außerhalb der Unterkunft aufgehalten hätten. Sie seien befragt worden, um ihre Kontakte nachzuverfolgen und es seien Test-Abstriche gemacht worden. Sieben Personen wurden dabei als Risiko-Träger identifiziert. Sie mussten in der Unterkunft bleiben.

Am vergangenen Donnerstag war in der Landesunterkunft der erste Corona-Fall bekannt geworden. Das Gesundheitsamt hatte daraufhin Tests aller Bewohner und Mitarbeiter veranlasst und die Unterkunft unter Quarantäne gestellt.

Sonntag, 17. Mai: Corona-Ausbruch in Geflüchtetenheim

Zum ersten Mal gibt es offenbar einen großen Corona-Ausbruch in einem Flüchtlingsheim in Nordrhein-Westfalen: Bis zum Sonntagnachmittag hatten die Tests nach Angaben von Sankt Augustins Sozialdezernten Ali Dogan   schon  bei 116 Bewohnern der Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE)   eine Corona-Infektion bestätigt. „Wir haben am Donnerstag, Freitag und Sonntag alle getestet, die erreichbar waren“, erklärte der Dezernent. Laut Dirk Schneemann, Sprecher der Bezirksregierung in Köln, wurden bislang rund 300 Menschen getestet.

70 positiv getestete Bewohner der Flüchtlingsunterkunft des Bundes seien bereits über das Resultat der Untersuchung im Bilde, so Schneemann; diese mussten in einen gesonderten Trakt des Gebäudes umziehen. „Den positiv Getesteten geht es gut“, betonte der Sprecher. Viele der Infizierten zeigten keine oder nur schwache Symptome. Laut Schneemann sind viele junge Menschen und auch Familien unter den bestätigten Infektionsfällen.

Freitag, 15. Mai: 75 aktuelle Fälle – alle Tests in Fleisch-Betrieb negativ

Nachdem das Land NRW Tests auf das Coronavirus in allen Fleisch-Betrieben des Landes angeordnet hat, gibt es erfreuliche Nachrichten für den Rhein-Sieg-Kreis: Die Tests des Ruppichterother Fleisch-Betriebs sind bei allen 760 Mitarbeitern negativ. Dies teilte der Landrat am Freitag mit.

Aktuell gibt es außerdem noch 75 Infektionen mit dem Coronavirus im Rhein-Sieg-Kreis. Insgesamt sind in der Region 1220 Infektionsfälle erfasst worden. 48 Personen sind an den Folgen des Virus gestorben.

Donnerstag, 14. Mai: Ergebnisse aus Tests bei Schlachthof bisher negativ

Im Rhein-Sieg-Kreis haben sich insgesamt 1214 Personen mit dem Coronavirus infiziert. Als aktuell erkrankt gelten nur noch 80 Bürgerinnen und Bürger etwa 1087 sind wieder genesen. 47 Personen aus dem Kreis sind an den Folgen von Covid-19 gestorben. 

Mittwoch, 13. Mai: Mehr als 500 Personen in häuslicher Quarantäne

Im Rhein-Sieg-Kreis sind aktuell noch 80 Personen mit dem Coronavirus infiziert. Seit dem Beginn der Pandemie sind bereits 1081 Personen, die sich mit dem Coronavirus infiziert hatten, wieder genesen, 47 Todesfälle gab es im Kreis. Mehr als 500 Personen sind aktuell in häuslicher Quarantäne, um die weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern.

Die meisten aktuellen Fälle (14) sind derzeit in Bornheim gemeldet, gefolgt von Königswinter (13) und Troisdorf (8).

Dienstag, 12. Mai: Bislang 47 Personen

Im Rhein-Sieg-Kreis sind aktuell noch 86 Personen mit dem Coronavirus infiziert. Wie der Landrat am Montag mitteilte, sind 1207 Infektionsfälle im Kreis erfasst worden, 1074 Personen gelten jedoch wieder als genesen. An Covid-19 starben im Rhein-Sieg-Kreis bislang 47 Personen.

Montag, 11. Mai: 1202 Infektionsfälle im Kreis erfasst

Im Rhein-Sieg-Kreis sind aktuell noch 93 Personen mit dem Coronavirus infiziert. Wie der Landrat am Montag mitteilte, sind 1202 Infektionsfälle im Kreis erfasst worden, 1063 Personen gelten jedoch wieder als genesen. An Covid-19 starben im Rhein-Sieg-Kreis bislang 46 Personen.

Sonntag, 10. Mai: 21 Neuninfektionen in sieben Tagen in Bonn

15.25 Uhr: In Bonn sind in den letzten sieben Tagen 21 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Insgesamt wurden in Bonn seit Ende Februar 687 Personen positiv auf Covid-19 getestet. Sechs Menschen sind an den Folgen der Coronavirus-Infektion verstorben. Die Zahlen der akut Erkrankten sowie der in Quarantäne befindlichen Personen sind derzeit wegen der laufenden Aufarbeitung der Angaben nicht verfügbar.

Freitag, 8. Mai: Noch 152 aktuelle Infektionen im Rhein-Sieg-Kreis

17.45 Uhr: Im Rhein-Sieg-Kreis sind rund 150 Personen noch mit dem Coronavirus infiziert. Wie der Landrat am Freitagnachmittag mitteilte, sind 1196 Infektionsfälle im Kreis erfasst worden, 1044 Personen gelten jedoch wieder als genesen. An Covid-19 starben im Rhein-Sieg-Kreis 46 Personen.

Donnerstag, 7. Mai: 10.000 Corona-Tests in allen Alten- und Pflegeheimen

19.30 Uhr: Die Zahl der Corona-Infizierten in der Region wird in den kommenden Wochen mit Sicherheit steigen, zumindest auf dem Papier. Denn ab Montag sollen nach und nach sämtliche Bewohner und Mitarbeiter der 135 Senioren- und Pflegeheime getestet werden, das wären in der Spitze 10.000 Kontrollen jede Woche. Die Dunkelziffer der Infizierten dürfte somit kleiner werden. Das kündigte Landrat Sebastian Schuster Donnerstag an. Zuvor hatten in einer Konferenz mit dem Kreis etliche Bürgermeister der 19 Rhein-Sieg-Kommunen dieses Verfahren vorgeschlagen.

Der Oberbergische Kreis praktiziere dies schon seit längerem, seit kurzem auch die Stadt Bonn. Schuster verweist allerdings auf einen Unterschied: die Einwohnerzahl. Diese liegt in Oberberg (rund 270.000) und Bonn (knapp 320.000) nur etwa halb so hoch. Für die Reihentests müssten Laborkapazitäten zur Verfügung stehen. Schuster: „Wir reden da über eine Riesen-Arbeit.“

Ungeklärt sei nach wie vor die Finanzierung, bedauert der Landrat. Vor zwei Wochen sei man davon ausgegangen, dass die Krankenkassen die Tests bezahlten, dann aber habe „die AOK einen Rückzieher gemacht“. Jetzt gehe man davon aus, dass der Bund die Kosten trägt, so Schuster: „Bis das geklärt ist, steigen wir ein.“

Unterstützung der Hausärzte

Zunächst stehen die 13 Einrichtungen für Senioren und Behinderte auf dem Plan, in denen es bereits Corona-Fälle gab. Nach und nach würden dann die 122 weiteren Heime an die Reihe kommen, erläuterte Kreis-Sozialdezernent Dieter Schmitz, der Zeitraum sei noch nicht einschätzbar. Die Testungen der insgesamt 6500 Bewohner und 3500 Beschäftigten nehmen die mobilen Abstrichzentren voraussichtlich mit Unterstützung der Haus- und Heimärzte vor; und künftig eventuell auch einzelne Heime in Eigenregie, „dort arbeiten ja examinierte Alten- und Krankenpflegekräfte“.

Die Ergebnisse sollen nicht mehr per Fax übermittelt werden, sondern auf einer Datenbank abrufbar sein. Durch die neue Besuchsregelung, durch zusätzliche Hygienekonzepte und Kontrollen werde die Situation in den Einrichtungen nicht einfacher, sagte der Landrat: „Mit dem Muttertagserlass bin ich nicht sehr glücklich.“ Die Landesregierung habe mit der Lockerung hohe Erwartungen bei den Angehörigen geweckt.

Um die Pandemie in den Griff zu bekommen und die Ansteckungsgefahr zu verringern, soll auch die Ermittlung der Kontaktpersonen effektiver werden. Neben 30 Mitarbeitern beim Kreis arbeiten in Kürze 124 in den einzelnen Kommunen mit einem Fragenkatalog und der „Sormas“-App, erklärte Kreis-Dezernent Dr. Michael Rudersdorf. Diese, vor Jahren entwickelt zur Bekämpfung von Ebola in Afrika, ist von der Helmholtz-Stiftung für Corona überarbeitet worden.

Auch wenn die Zahl der bekannt gewordenen Infizierten ansteigt, rechnet Landrat Sebastian Schuster damit, „dass wir die Lage im Griff behalten“. Er lobte die Disziplin der Bevölkerung im Kreis; „Abstand halten und die Hygieneregeln beachten“ sei weiterhin nötig, damit die Grenze von 50 Neuinfizierten pro 100.000 Einwohnern in der Woche nicht überstiegen werde. Im Rhein-Sieg-Kreis wäre bei 300 pro Woche Schluss mit locker. Aktuell sind im Kreis noch 115 Personen mit dem Virus infiziert. 1025 Menschen sind mittlerweile wieder genesen (Stand: Donnerstag, 17 Uhr).

Freibäder in Bonn sollen Ende Mai öffnen

17.30 Uhr: Nach der Ankündigung des Landes NRW, dass Freibäder ab 20. Mai unter strengen Auflagen wieder öffnen dürfen, soll die Freibadsaison in Bonn Ende Mai beginnen. Am 21. Mai soll als erstes das Panoramabad in Rüngsdorf den Betrieb aufnehmen, die übrigen fünf Freibäder sollen ab 30. Mai folgen, teilte die Stadt mit.

Mittwoch, 6. Mai: Klinik entlässt beatmeten Patienten - 82-jähriger Mann hat Corona überstanden

Im Rhein-Sieg-Kreis sind aktuell noch 129 Personen an Covid-19 erkrankt. Bis Mittwochabend konnten außerdem 1009 Personen als genesen aus der Quarantäne entlassen werden. Dies gab das Land am Mittwoch bekannt.

(Die Zahl der bestätigten Infektionen ist im Vergleich zum Vortag niedriger. Der Kreis hat die Zahlen intern bereinigt und etwa Personen mit anderem Wohnort aus der Zählung ausgelassen.)

Nach sechs Wochen medizinischer Behandlung konnte in der vergangenen Woche der erste beatmete Covid-19-Patient aus dem Helios Klinikum Siegburg entlassen werden. Der 82-Jährige war aufgrund seiner schweren Pneumonie mit Lungenversagen 30 Tage im künstlichen Koma auf der Intensivstation beamtet worden, teilte das Krankenhaus mit.

Betreut wurde der Mann von dem ärztlichen Team um Privatdozent Dr. Selcuk Tasci, Chefarzt der Pneumologie, und Dr. Peter Noetges, Chefarzt der Anästhesiologie und Intensivmedizin.

Ärzte bangten mit

„Wenn wir Patienten über so viele Wochen begleiten, entsteht eine persönliche Beziehung. Man leidet mit und freut sich“, berichtete Tasci. „Ein solcher Verlauf gibt neue Kraft und macht Hoffnung.“ Der 82-Jährige sei ein tatkräftiger Mann, der noch in seinem Betrieb mitarbeitet. Als aktiver Karnevalist sei er in diesem Jahr im Kölner Rosenmontagszug mitgegangen. „Ich war nie krank, und dann so etwas“, habe er bei seiner Entlassung aus der Klinik gesagt. „Aber das ist jetzt wie ein zweites Leben.“

Für den Mann gehe es jetzt erst einmal in die pneumologische Rehabilitation, erläuterte Selcuk Tasci, der seinen Patienten in vier Wochen zur ambulanten Kontrolle erwartet. (gvn)

Dienstag, 05. Mai:

Im Rhein-Sieg-Kreis sind insgesamt 1196 Personen positiv auf SARS CoV2 getestet worden. Aktuell gibt es noch 130 Fälle - das ist ein Rückgang von 13 Fällen im Vergleich zum gestrigen Tag.

Die Zahl der Personen, die genesen sind, steigt zudem auf 1021. Die Zahlen gab das Land am Dienstagabend bekannt.

Montag, 04. Mai: Noch 143 Personen infiziert

Im Rhein-Sieg-Kreis sind aktuell noch 143 Personen an Covid-19 erkrankt. Bis Sonntagabend konnten außerdem 1011 Personen als genesen aus der Quarantäne entlassen werden. Dies gab das Land am Montag bekannt.

Sonntag, 03. Mai: Mittlerweile 960 Personen wieder vom Coronavirus genesen

Nach Auskunft der Kreisverwaltung sind im Rhein-Sieg-Kreis mittlerweile 960 Personen wieder vom Coronavirus genesen. Aktuell sind noch 194 Personen infiziert. Gleichzeitig stieg die Zahl der Covid-19-Todesfälle auf 43 an.

Freitag, 01. Mai: 198 Menschen in Bonn akut am Coronavirus erkrankt

Insgesamt 661 bestätigte Coronavirus-Fälle verzeichnet die Stadt Bonn am Freitag, 1. Mai 2020. 457 Menschen sind seitdem wieder genesen, verstorben sind sechs, 1085 Personen befinden sich in Quarantäne. Damit sind 198 Bonnerinnen und Bonner akut erkrankt. Die Bezirksregierung hatte am Donnerstag, 30. April, eine weitere Bewohnerin der Erstaufnahmeeinrichtung Ermekeilkaserne als positiv getestet gemeldet. Damit sind von den dort untergebrachten 271 Geflüchteten 41 akut erkrankt.

Donnerstag, 30. April: Fast 950 Genesene im Rhein-Sieg-Kreis

21.00 Uhr: Nach Auskunft der Kreisverwaltung sind im Rhein-Sieg-Kreis mittlerweile 947 Personen wieder vom Coronavirus genesen. Aktuell sind noch 187 Personen infiziert (Stand: Donnerstag, 17 Uhr). Gleichzeitig stieg die Zahl der Covid-19-Todesfälle um einen auf 41 an.

In Bonn gibt es derzeit noch 190 akut Erkrankte, wie die Stadt am Donnerstag mitteilte. Bereits genesen sind laut Gesundheitsamt 453 Personen.

Mittwoch, 29. April: Aktuelle Zahlen aus dem Kreis

18.33 Uhr: Insgesamt haben sich 1170 Personen im Rhein-Sieg-Kreis mit dem Coronavirus infiziert. 932 sind davon bereits wieder genesen, es gab 40 Todesfälle. Dementsprechend verbleiben 198 aktive Erkrankungen im Kreisgebiet. 

Am stärksten betroffen ist aktuell Königswinter mit 44 aktiven Erkrankungen, gefolgt von Sankt Augustin. Dort sind momentan 33 Personen an Covid-19 erkrankt. 

SPD fordert viel mehr Tests

18.10 Uhr: Die SPD-Kreistagsfraktion hat einen offenen Brief an Landrat Sebastian Schuster (CDU) geschickt. Den Anlass gab seine Ankündigung, das Abstrichzentrum in Hennef in einen Bereitschaftsmodus zu versetzen (wir berichteten). „Wir fordern Sie auf, die geplante Schließung zurückzunehmen und stattdessen die vorhandenen Testkapazitäten vollständig auszunutzen“, schreiben die Sozialdemokraten.

Dietmar Tendler, Ute Krupp und Denis Waldästl regen an, Menschen aus kontaktreichen Berufen wie im Einzelhandel, im Nahverkehr, in der Pflege, Medizin, Schule und Kita zu ermutigen, sich testen zu lassen. Bereits vor Wochen habe die SPD flächendeckende Vorsorgetests für Beschäftigte und Bewohner der Alten- und Pflegeeinrichtungen sowie für die mobilen Pflegedienste gefordert.

Nach einschlägiger Beurteilung von Virologen und Epidemiologen sei eine hohe Anzahl an Tests ein wichtiger Baustein bei der Bekämpfung des Corona-Virus. „Wir können daher nicht nachvollziehen, warum Sie hier zögern und nicht endlich loslegen“, heißt es in dem Brief an Schuster. Das am Dienstag in der Kreispressekonferenz angesprochene Problem der Kostenfrage zwischen Krankenkassen, Land und Kreis lasse sich nach Ansicht der SPD-Fraktion „sicherlich klären“. Abschließend bittet die SPD den Landrat, entsprechende Maßnahmen „kurzfristig zu veranlassen“ oder die Sache andernfalls auf die Tagesordnung der nächsten Kreisausschuss-Sitzung zu nehmen. (kh)

Dienstag, 28. April: 187 Menschen in Bonn akut am Coronavirus erkrankt

Das Gesundheitsamt der Stadt Bonn verzeichnet aktuell 187 Menschen, die akut am Coronavirus erkrankt sind. Seit 29. Februar 2020 wurden insgesamt 638 Menschen positiv auf Covid-19 getestet; 445 Personen sind zwischenzeitlich wieder gesund, sechs verstorben. Derzeit befinden sich 1067 Menschen in Quarantäne.

Montag, 27. April: 1155 Infektionen am Montagnachmittag - Maibaum vor der Haustür der Liebsten erlaubt

Im Rhein-Sieg-Kreis sind insgesamt 1.155 Personen positiv auf SARS CoV2 getestet worden (Stand: Montagnachmittag). Das sind 29 mehr, als am vergangenen Freitag.

In diesem Jahr wird es in den Kommunen des Rhein-Sieg-Kreises keine Dorf-Maibäume geben. Die Coronavirus-Pandemie stoppt damit nach den Kirmessen und Schützenfesten einem weiteren wichtigen rheinischen Brauch. Im Fall der Maibäume aber nicht ganz: Wer privat seiner Liebsten einen Maibaum vors Haus stellen möchte, darf das auch in diesem Jahr tun – vorausgesetzt der Maibaum lässt sich von maximal zwei Personen transportieren. Zwar sind also die Maifeiern von Vereinen untersagt und die regionalen Forstämter verkaufen keine Maibäume. Privatanbieter dagegen schon: Sie stehen etwa in Sankt Augustin an den bekannten Stellen und bieten Bäume an, die zu zweit getragen werden können.

In Bonn ist wie im Rhein-Sieg-Kreis das Aufstellen großer Maibäume auf öffentlichen Plätzen verboten. Darauf weist die Stadt in einer Mitteilung hin. „Dagegen dürfen junge Männer (und im Schaltjahr 2020 auch Frauen), die privat einen Maibaum vor die Haustür ihrer oder ihres Liebsten setzen wollen, dies tun, wenn sie die infolge der Corona-Pandemie notwendigen Regeln beachten“, heißt es in der Mitteilung weiter. Auch der Verkauf von Maibäumen ist in Bonn gestattet. Wie im Kreis gilt in Bonn: Der Maibaum muss von zwei Personen getragen werden können, die Abstandsregeln müssen dabei eingehalten werden.

Landrat weist Vorwürfe scharf zurück

12.44 Uhr: Landrat Sebastian Schuster ist „entsetzt über die massiven Vorwürfe“, die „offensichtlich bar jeder Kenntnis der tatsächlichen Vorgänge in der Senioreneinrichtung Sankt Monika“ erhoben würden. Die Kreistagsfraktion Die Linke Rhein-Sieg und die Gruppe FUW/Piraten hatten die Ablösung von Dr. Rainer Meilicke gefordert, des Leiters des Kreisgesundheitsamts.

Fast alle Menschen, die in Sankt Augustin an einer Covid-19-Infektion gestorben sind, lebten im CBT-Wohnhaus St. Monika. Der Linken-Abgeordnete Frank Kemper: „Möglicherweise wären einige dieser Todesfälle vermeidbar gewesen.“ Man wisse nicht, ob Meilicke „Schuld auf sich geladen“ habe. Als Leiter des Kreisgesundheitsamts gehe er zu „locker mit der Pandemie“ um und habe damit „das Vertrauen der Menschen verspielt“. Daher sei er „in der jetzigen Situation nicht mehr tragbar“.

Landrat Schuster setzt dem entgegen, Meilicke habe als Arzt, Virologe und Mensch „in dieser beispiellosen Krisensituation immer einen kühlen Kopf behalten“. Er setze sich „überaus kompetent und verantwortungsbewusst dafür ein, dass wir die Krise hier in unserer Region meistern“. Die Anschuldigungen gegen Meilicke „sind völlig haltlos und entbehren jeder Grundlage“, betont Schuster.

Unterdessen hat Unternehmer Heinz-Peter True aus Sankt Augustin von den Tagen vor dem Tod seiner Mutter berichtet, die in der Einrichtung lebte. „Am 28. März wurde ich gegen 20.30 Uhr aus dem Haus Monika angerufen, es hieß, meiner Mutter gehe es schlecht.“ Es sei sofort losgefahren, konnte jedoch erst ins Zimmer, nachdem er Schutzkleidung angezogen hatte. „Ich habe dann am 30 . März von mir aus darauf bestanden, dass bei meiner Mutter ein Abstrich gemacht wird, um zu erfahren, ob sie mit dem Covid-19-Virus infiziert ist.“ Dies hätte schon viel früher gemacht werden müssen, so sein Vorwurf an die Heimleitung. 

Bis heute kenne er das Testergebnis nicht. Seine Mutter starb am 1. April im Alter von 89 Jahren. „Mit der Arbeit des Pflegepersonals war ich mehr als zufrieden“, betont True.

Freitag, 24. April: Infektionszahlen „Relativ stabil und überschaubar“

„Relativ stabil und überschaubar“ seien nach wie vor die Infektionszahlen im Kreis, berichtete am Freitag Landrat Sebastian Schuster bei der telefonischen Pressekonferenz. Im Rhein-Sieg-Kreis sind insgesamt 1.126 Personen positiv auf SARS CoV2 getestet worden. Die Kreisverwaltung die Bemühungen verstärken, Infektionen möglichst früh zu erkennen: Bei einem Treffen von Vertretern der Heimaufsicht beim Rhein-Sieg-Kreis, der Kassenärztlichen Vereinigung und den Trägern von Pflegeheimen und -diensten wurden am Donnerstag regelmäßige Abstriche verabredet. Einer Empfehlung des Robert-Koch-Instituts folgend, werden die Pflegenden in 123 stationären Einrichtungen und 87 ambulanten Diensten im Kreis – nach Schätzung der Heimaufsicht etwa 7000 Personen – und die etwa 5500  Bewohner der Heime immer wieder getestet werden.

Bonn: Das Gesundheitsamt der Stadt Bonn meldet 172 Menschen, die akut an Covid-19 erkrankt sind. Seit 29. Februar wurden insgesamt 598 Menschen positiv auf Covid-19 getestet; 420 Personen sind zwischenzeitlich wieder gesund, sechs Menschen sind gestorben. Derzeit befinden sich 1062 Menschen in Quarantäne.

Donnerstag, 23. April: Wenige weitere Fälle im Rhein-Sieg-Kreis bekannt

19.05 Uhr: Im Rhein-Sieg-Kreis ist am Donnerstag ein positiver Trend zu erkennen: Im Vergleich zum Vortag ist kein neuer Todesfall bekannt geworden. 1113 Menschen im Rhein-Sieg-Kreis sind mit dem Coronavirus infiziert, im Vergleich zum Vortag ist das ein Anstieg von nur sieben weiteren Fälle. 814 Personen zählen im Kreis wieder als genesen. 264 Personen zählen als akuter Fall.

Mittwoch, 22. April: 288 Fälle im Rhein-Sieg-Kreis

17.51 Uhr: Wie der Rhein-Sieg-Kreis mitteilt, gibt es im Moment 288 aktive Fälle einer Coronainfektion. Seit dem Beginn der Pandemie sind bereits 783 Personen, die sich mit dem Coronavirus infiziert hatten, wieder genesen. Insgesamt gab es bisher 1106 Infektionen im Rhein-Sieg-Kreis. Seit Dienstag sind vier weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 gemeldet worden, die Gesamtzahl der Toten im Kreis erhöht sich also auf 35. Mehr als 3000 Personen sind in häuslicher Quarantäne.

Die meisten aktuellen Fälle (53) sind derzeit in Sankt Augustin gemeldet, gefolgt von Königswinter (36) und Bornheim (31).

Stadt rüstet Schulen mit Hygienezubehör aus

17.38 Uhr: Am 23. April beginnt in den Schulen in NRW für einige Schülerinnen und Schüler wieder der Unterricht. In Berufskollegs sind das etwa 2600 Schülerinnen und Schüler, in den Gesamt-, Förder-, Real- und Hauptschulen 1600. Den 1400 Abiturientinnen und Abiturienten der städtischen Gymnasien ist die Teilnahme am Unterricht freigestellt. Die Stadt Bonn hat in den 36 weiterführenden Schulen deswegen Hygienevorkehrungen getroffen. 

Die Gebäude wurden bereits in den Ferien gründlich gereinigt, im jetzt anlaufenden Betrieb sollen alle genutzten Räume außerdem täglich geputzt werden. In Zusammenarbeit mit Feuerwehr, Schulamt und städtischem Gebäudemanagement werden weiterhin 1500 Flaschen Desinfektionsmittel zur Verfügung gestellt. Wie die Stadt mitteilt, wurden außerdem 100 Deesinfektionsspendersäulen bestellt, die heute ausgeliefert werden.

Dienstag, 21. April: Huma-Einkaufszentrum wieder geöffnet

8.00 Uhr:Das Huma-Einkaufszentrum in Sankt Augustin hat seit Montag wieder geöffnet. Jedoch ist ein Ansturm von Kunden am ersten Tag der Wiedereröffnung der meisten Geschäfte des Einkaufszentrums nicht zu bemerken. Das bestätigen die Verkäufer in zahlreichen Shops.

Montag, 20. April: Fast doppelt so viele Genesene wie aktive Fälle

18.20 Uhr: Im Rhein-Sieg-Kreis sind aktuell 359 Personen mit Covid-19 erkrankt. Seit dem Beginn der Pandemie sind bereits 696 Personen, die sich mit dem Coronavirus infiziert hatten, wieder genesen, 31 Todesfälle gab es im Kreis. Mehr als 3000 Personen sind in häuslicher Quarantäne, um die weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern.

Die meisten aktuellen Fälle (61) sind derzeit in Sankt Augustin gemeldet, gefolgt von Königswinter (40) und Bornheim (39).

Dienstag, 14. April: Corona-Ausbruch in Altenheim St. Augustin – 37 Bewohner weiter im Krankenhaus

12.50 Uhr: Von dem wegen eines Coronavirus-Ausbruchs teilgeräumten Altenheim in St. Augustin bei Bonn sind am Dienstag 37 Bewohner weiter in Krankenhäusern untergebracht gewesen. Eine Sprecherin des Caritas-Verbundes, zu dem das Heim gehört, erklärte am Dienstag, die Situation sei stabil und ruhig.

Die 45 nicht mit dem Virus infizierten Bewohner würden weiterhin im Heim versorgt. Die Einrichtung war am Freitag geräumt worden, weil es nicht mehr genug Personal gab. Von den 95 Mitarbeitern waren 36 positiv auf das Coronavirus getestet worden. Weitere 20 hatten unmittelbar Kontakt zu positiv Getesteten und wurden in Quarantäne geschickt. Der Auslöser des Ausbruchs blieb zunächst weiter unklar.
„Es war anders nicht zu lösen“, sagte die Sprecherin über die Unterbringung der infizierten Bewohner in Krankenhäusern. Eine Frau sei bereits genesen.

Über Ostern hatten im Heim auch freiwillige Helfer mit Pflegeerfahrung ausgeholfen: Zwei Krankenschwestern und eine Rettungssanitäterin hatten sich gemeldet und mit angepackt. Je mehr Mitarbeiter aus der Quarantäne zurückkämen, desto mehr genesene Bewohner könnten zurückgeholt werden, sagte die Sprecherin. Die Mitarbeiter seien mit Mundschutz und Handschuhen ausgestattet. (dpa)

Montag, 13. April: Zwei weitere Todesfälle in Bonn, 518 Infizierte

12.40 Uhr: Zwei weitere Menschen, die eine Coronavirus-Infektion aufwiesen, sind über Ostern in Bonner Pflegeeinrichtungen gestorben. Eine Person lebte im Josephinum, eine andere im Evangelischen Altenhilfezentrum Ernst-Stoltenhoff-Haus. Damit gibt es vier Tote mit einem positiven Befund. Insgesamt registrierte die Stadt am Ostermontag, 13. April 2020, 518 positiv getestete Personen seit Ausbruch der Krankheit. 128 sind inzwischen genesen, 1033 stehen unter Quarantäne. Akut erkrankt sind 386.

Seit Karfreitag war der Stadtordnungsdienst im gesamten Stadtgebiet in 145 weiteren Einsätzen zum Gesundheitsschutz aktiv. Dabei mussten 110 neue Anzeigen aufgenommen werden, weil Uneinsichtige sich in unerlaubt großen Gruppen im Freien aufgehalten haben. Ein größerer Einsatz war Samstagabend auf dem viel zu vollen Vorplatz des  Frankenbades notwendig, den der Stadtordnungsdienst mit Unterstützung der Polizei gegen 20 Uhr räumen lassen musste. Vorhergehende Aufforderungen an die zahlreichen Besucher des Platzes, die Kontaktverbote zu beachten und den Bereich zu verlassen, wurden leider nur wenig befolgt.

Samstag, 11. April: Stadt Bonn verzeichnet 366 akute Fälle - 1007 in Qurantäne

Am Ostersamstag registrierte die Stadt Bonn mittags 366 akute Fälle der Erkrankung mit dem Coronavirus. Seit dem 29. Februar, als die Pandemie erstmals in Bonn nachgewiesen wurde, sind es insgesamt 484. Genesen sind 116 positiv Getestete, zwei betagte Patienten sind verstorben.

Donnerstag, 9. April: 111 positiv Getestete in Bonn inzwischen genesen

15.45 Uhr: Am Gründonnerstag registrierte die Stadt Bonn mittags 334 akute Fälle der Erkrankung mit dem Coronavirus, das sind drei weniger als am Vorabend. Seit dem 29. Februar, als die Pandemie erstmals in Bonn nachgewiesen wurde, sind es insgesamt 447. Genesen sind 111 positiv Getestete, zwei betagte Patienten sind verstorben. Die Verdoppelungsgeschwindigkeit der Ausbreitung des Virus liegt in Bonn bei 13 Tagen.

Oberbürgermeister Ashok Sridharan bat, aus dem leichten Rückgang keine voreiligen Schlüsse zu ziehen: „Im günstigsten Fall spricht das dafür, dass die Maßnahmen allererste vorsichtige Erfolge zeigen. Allerdings heißt das auch, dass wir den Weg des Kontaktverbots mit all seinen unvermeidlichen Einschränkungen unbedingt weitergehen müssen.“

In den Krankenhäusern befinden sich 69 Patienten aus dem In- und Ausland, 24 auf Normalstation, 26 auf Intensivstation, 19 werden beatmet.

Mittwoch, 8. April: Zahl der Infektionen steigt linear – Weniger Betrieb in Abstrichzentren

18.00 Uhr: Die Kurve bei den bestätigten Infektionen verläuft weiterhin linear. Das verkündete der Leiter des Kreisgesundheitsamtes, Dr. Rainer Meilicke, beim täglichen Lagebericht. 866 infizierte Menschen waren es am Mittwochnachmittag, 15 Menschen sind bislang gestorben. Die Einschränkungen hätten gegriffen: „Infektiologisch haben wir den Berg geschafft.“ Das Coronavirus werde aussterben, jedoch werde das acht Jahre dauern.

Deshalb betonte Meilicke, dass die „ganz starken Maßnahmen“ zurückgedreht werden müssten. Das sei aus volkswirtschaftlicher und gesellschaftlicher Sicht genauso geboten wie aus Gründen der Erreichung einer sogenannten Herdenimmunität. Zugleich sei in den USA zu beobachten, was bei einer erneuten exponentiellen Steigerung geschehe. Dort starben allein am Mittwoch mehr als 2000 Menschen.

Wie zuvor Landrat Sebastian Schuster berichtete Meilicke, dass die Abstrichzentren nicht mehr voll ausgelastet seien. So werde in Hennef zurückgefahren, in Rheinbach würden am Osterwochenende keine Abstriche durchgeführt. Dafür seien mobile Teams im Einsatz, die ambulanten Dienste der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) besuchten Senioreneinrichtungen. Von den KVen berichtete Schuster, Hausärzte gingen verstärkt in die ambulante Behandlung, um die Kreisgesundheitsämter zu entlasten.

Nach den Beratungen im Bundeskabinett erwartet der Landrat eine schrittweise Reduzierung der Kontaktsperre. Im Regierungsbezirk wollen nach einem Gespräch mit Regierungspräsidentin Gisela Walsken alle abgestimmt bei der Öffnung der Verwaltungen vorgehen.

Nur dringende Fälle

Der Leiter des Straßenverkehrsamts, Harald Pütz, schilderte die Innensicht seiner Abteilung. Das Zulassungsgeschäft laufe weiter, aber nur dringende Fälle würden bearbeitet. Ein drittes Motorrad für den Sommer gehöre nicht dazu, die Ab- und Anmeldung beim Fahrzeugwechsel schon. Indes machten das ausschließlich neun gewerbliche Zulassungsdienste, die die Beutel mit den Unterlagen vor die Tür stellten oder dem Sicherheitsdienst übergäben. Am folgenden Tag könnten die Unterlagen abgeholt werden.

Schusters Stellvertreterin Svenja Udelhoven erzählte vom Zwei-Schicht-Betrieb bei 1500 Mitarbeitern, unter denen es bislang lediglich zwei Covid-19-Fälle gegeben habe. Telearbeit und Home Office wird gemacht, im Katastrophen- und Bevölkerungsschutz aber durchaus der 24-Stunden-Dienst. Sie dankte allen Beschäftigten: „Wir bekommen das gut geregelt.“

Montag, 6. April: 799 Infizierte im Rhein-Sieg-Kreis

19.58 Uhr: Es gibt vier weitere Corona-Tote im Kreis. Das teilte Dr. Rainer Meilicke, Leiter des Kreisgesundheitsamtes, mit. Diese könnten aber erst in die Statistik einfließen, wenn der Totenschein vorliegt. Und der kommt per Post. Für den 70. Lagebericht hatte Landrat Sebastian Schuster erneut zu einer Telefonkonferenz eingeladen. Am Vormittag waren beim Kreis 799 bestätigte Corona-Fälle registriert.  Zehn Menschen starben an den Folgen der Infektion.

„Dramatische Veränderungen“, so Meilicke, gebe es bei den Neuinfektionen, die in großer Zahl bei den Senioren- und Pflegeeinrichtungen bekannt würden. Besonders dramatisch   ist die Situation in einem Alten- und Pflegeheim in Sankt Augustin (Caritas-Betriebsführungs- und Trägergesellschaft CBT St. Monika).

Nach zwei an einer Corona-Infektion gestorbenen Seniorinnen in der vergangenen Woche und verdächtigen Symptomen bei anderen seien alle Bewohner auf Covid 19 getestet worden, teilte  die CBT mit. Das Ergebnis: Von 94 Senioren im Wohnhaus waren 38 positiv, bei den rund 100 Mitarbeitern gab es für 23 einen positiven Covid-19-Befund.

Am Wochenende ist ein „hochbetagter Senior“ im Krankenhaus gestorben, das dritte Opfer. Sechs Patienten werden im Krankenhaus behandelt, die restlichen Erkrankten können im Haus versorgt werden. Sie befinden sich in Quarantäne auf ihren Zimmern, betreut von Pflegekräften in Schutzausrüstung. Derzeit arbeitet die Geschäftsleitung an neuen Dienstplänen, Kolleginnen und Kollegen des Trägers helfen aus. Insgesamt gebe es im Kreisgebiet fünf Heime mit positiv Getesteten, sagte Meilicke.

Beruhigt zeigte sich Landrat Sebastian Schuster nach dem Wochenende: „Im Großen und Ganzen ist das sehr gut gelaufen. Die Appelle sind erfolgreich aufgegriffen worden.“ Vielleicht sind deshalb die Zahlen bei Neuinfektionen konstant bis leicht rückläufig.

412 bestätigte Infektionsfälle in Bonn

412 bestätigte Infektionsfälle sind in Bonn bekannt. Das teilte die Stadt am Montag mit. 49 Personen werden derzeit in Bonner Krankenhäusern versorgt, 18 Personen werden intensivmedizinisch mit Beatmung behandelt. Die Stadt teilte außerdem mit, dass 103 Personen als genesen gelten, 806 Bürger befinden sich in Quarantäne.

Das Bonner Ordnungsamt hat 26 neue Anzeigen gegen Personen geschrieben, die sich nicht an das Kontaktverbot gehalten haben. Seit Beginn der Kontrollen sind bereits 313 Anzeigen erstellt worden.

Dritter Toter in Sankt Augustiner Seniorenheim

Am Sonntag ist ein dritter Bewohner aus dem CBT-Wohnhaus St. Monika in Sankt Augustin im Krankenhaus gestorben. Das bestätigte Pressesprecherin Annette Zang auf Nachfrage. Nachdem in der vergangenen Woche zwei an einer Corona-Infektion erkrankte Bewohnerinnen verstorben sind und einige Bewohner verdächtigte Symptome aufwiesen, wurde gemeinsam mit den Behörden veranlasst, alle Menschen in der Einrichtung auf Covid-19 zu testen.

„Die Ergebnisse der am 2. April 2020 vorgenommen Testung liegen nun vor“, so Zang . Es wurden 38 der 94 Bewohner des Alten- und Pflegeheims positiv auf das Coronavirus getestet, sieben weitere Corona-Infektionen haben Tests bei Mietern im Betreuten Wohnen ergeben. Sechs Bewohner werden derzeit stationär behandelt, alle anderen Senioren mit Covid-19 Befund könnten im Haus versorgt werden. Viele Angehörige wurden am Wochenende kontaktiert. Da nicht alle erreicht werden konnten, befinden sich Briefe an diejenigen Angehörigen von Bewohnern auf dem Postweg, bei denen ein positives Covid-19 Testergebnis vorliegt.

Die am Donnerstag durchgeführten Tests haben zudem ergeben, dass bei 23 Mitarbeitern ein positiver Covid-19 Befund vorliegt. Diese Mitarbeiter befänden sich in häuslicher Quarantäne. Es wurden neue Dienstpläne erstellt und das Wohnhaus wird durch Kollegen der CBT personell unterstützt, so die Pressesprecherin. 

Vera Druckrey, Geschäftsleitung der Einrichtung St. Monika: „Die Situation ist für uns alle sehr herausfordernd, aber der bereits bewältigte Kraftakt der vergangenen Tage hat gezeigt, dass wir uns aufeinander verlassen können. Das gibt Zuversicht für das, was kommt.“ 

Sonntag, 5. April: 395 bestätige Corona-Infektionen in Bonn

15.00 Uhr: Die frühlingshaften Temperaturen und die beginnende Kirschblüte haben am ersten April-Wochenende viele Menschen ins Freie gelockt. Insgesamt mussten 37 Anzeigen gegen Personen in nicht erlaubten Ansammlungen geschrieben werden. Bei einem Einsatz am Brassertufer wurde auf die Hinweise auf das Kontaktverbot nicht nur uneinsichtig, sondern aggressiv reagiert. Daher mussten hier zwei Personen ins Gewahrsam genommen werden. Die hinzugezogene Polizei unterstützte dabei den Stadtordnungsdienst.

Außerdem hielten sehr viele Besucherinnen und Besucher der Kirschblüte in den Straßen der Altstadt nicht die notwendigen Abstände ein, wie die Stadt mitteilt. Gleiches galt für den Bad Godesberger Wochenmarkt, der am Samstag sehr stark frequentiert war.

Unterdessen wurden dem Gesundheitsamt der Stadt Bonn von 29. Februar bis Sonntagmittag, 5. April 2020, 13 Uhr, insgesamt 395 bestätigte Coronavirus-Fälle gemeldet. Während sich derzeit 768 Menschen in Quarantäne befinden, sind zwischenzeitlich 92 Infizierte wieder gesund. Zwei Menschen starben bisher an den Folgen der Infektion. 

Freitag, 3. April:

Deutsche Bank spendet 100.000 Atemschutzmasken

16.15 Uhr: Die Deutsche Bank stellt der Stadt Bonn 100.000 OP-Masken zur medizinischen Versorgung kostenfrei bereit. Das Personal- und Organisationsamt der Stadt Bonn wird die OP-Masken zunächst lagern. In Abstimmung mit dem Gesundheitsamt und der Feuerwehr Bonn erhalten Kliniken, Pflegeeinrichtungen und Arztpraxen die Masken nach Bedarf, teils durch das Fuhrparkmanagement der Stadt, teils durch die Feuerwehr. Bis Samstagnachmittag wird der erste dringende Bedarf gedeckt sein.

Oberbürgermeister Ashok Sridharan sagt: „Das ist in dieser Zeit eine großzügige Geste der Deutschen Bank, die dazu beitragen wird, die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Ich bedanke mich im Namen all jener, die die Masken nutzen werden und damit sich und andere schützen“.

353 Infizierte in Bonn

15.33 Uhr: Dem Gesundheitsamt der Stadt Bonn sind (Stand: Freitag, 3. April, 13 Uhr) insgesamt 353 bestätigte Fälle an Coronavirus-Infektionen gemeldet. 85 Menschen sind wieder gesund, zwei Bonnerinnen und Bonner sind gestorben. 734 Menschen befinden sich in Quarantäne. In den Bonner Krankenhäusern werden derzeit insgesamt 43 Menschen aus Bonn, dem Umland sowie dem Ausland stationär behandelt, zwei von ihnen intensivmedizinisch ohne Beatmung und 16 von ihnen intensivmedizinisch mit Beatmung.

Im Seniorenheim Josefshöhe sind zwischenzeitlich 20 Bewohnerinnen und Bewohner sowie 13 Beschäftigte positiv getestet. Den Seniorinnen und Senioren geht es nach Anagen der Stadt soweit gut.

Donnerstag, 2. April: Bonner Hofgartenwiese verschiebt Mai-Konzerte

12.16 Uhr: Die beliebten Konzerte der Bonner Hofgartenwiese im Mai werden wegen des Coronavirus verschoben. Dies teilte der Veranstalter am Donnerstag mit. Die Gesundheit und Sicherheit der Konzertbesucher, Musiker und Mitarbeiter stehe an erster Stelle, heißt es in der Mitteilung.

Das Konzert von Kraftwerk wird von 16. Mai auf den 29. August (Beginn 21 Uhr) verlegt, das Konzert der Fantastischen Vier wird vom 17. Mai auf den 30. August (Beginn 19 Uhr) verschoben und der Auftritt von Robbie Williams soll statt am 18. Mai nun am 31. August (Beginn 20 Uhr) stattfinden. Bereits erworbene Tickets behalten ihre Gültigkeit, teilte der Veranstalter mit. Viele Konzerte sind jedoch bereits ausverkauft.

Mittwoch, 1. April: Zwei weitere Tote durch Coronavirus

15.35 Uhr: Im Rhein-Sieg sind zwei weitere Todesfälle durch das Coronavirus zu beklagen. Nach Angaben des Kreisgesundheitsamtes verstarben heute zwei Bewohner eines Seniorenheimes an den Folgen von SARS CoV2. Damit steigt die Zahl der Corona-Toten in der Region auf vier. Bis zum Mittwochnachmittag erhöhte sich die Zahl der Senioreneinrichtungen, in denen Bewohner oder Pflegekräfte positiv auf das Coronavirus getestet wurden auf drei.

Weil man im Krisenstab des Rhein-Sieg-Kreises einen weiteren erheblichen Anstieg der Infektionsfälle in Altenheimen befürchtet, hat der Leiter des Amtes für Bevölkerungsschutzes am Mittwoch bei der Bundeswehr ein Amtshilfeersuchen gestellt. Der Kreis hofft so, aus Beständen der Bundeswehr Schutzausrüstung in größerem Umfang bekommen zu können. Gleichzeit wurde eine Abfrage unter den rund 200 stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen im Kreisgebiet gestartet. Sie sollen angeben, in welchem Umfang sie Schutzmasken, -anzüge, -handschuhen, -brillen und Ähnliches benötigen. (pf)

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