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Corona-Kollaps: Berlin meldet Rekordwert an Neuinfektionen - alle Bezirke jetzt Risikogebiet

Berlin hat den Kampf gegen Corona wohl verloren. Weil die Zahlen trotz vieler Maßnahmen rasant steigen, sind strengere Regeln in Kraft getreten. Derweil

Update vom 26. Oktober, 17.18 Uhr: Nächster Rekord in Berlin. Die Hauptstadt meldete am Montagnachmittag 930 neue Corona-Fälle binnen 24 Stunden - noch nie waren es mehr. Den Inzidenzwert gibt der Senat mit 131,3 an.

Die Lage in Berlin ist also höchst prekär. Das wird auch daran deutlich, dass mittlerweile alle der zwölf Bezirke als Corona-Risikogebiet gelten. Im Vergleich zur Vorwoche überschreitet nun auch Marzahn-Hellersdorf mit einer Inzidenz von 55,7 die kritsche Marke. Unangefochtener Spitzenreiter ist nach wie vor der Covid-19-Brennpunkt Neu-Kölln (290,7), Aber auch in Mitte (201,7), Friedrichshain-Kreuzberg (168,7) und Tempelhof-Schöneberg (160,1) ist die Situation angespannt.

Alle zwölf Bezirke gelten mittlerweile als Risikogebiet.

Corona in Berlin: Prüfung der Maßnahmen - Polizei stellt 300 Verstöße fest

Update vom 26. Oktober, 07.55 Uhr: Die Berliner Polizei zieht Bilanz vom Samstag. Hunderte Berliner Polizisten unterstützt von der Bundespolizei hatten in der Hauptstadt die Einhaltung von Corona-Richtlinien kontrolliert und dabei über 300 Ordnungswidrigkeiten festgestellt, wie die BZ berichtet. Diese wurden nach Angaben der Polizei vor allem in den Abendstunden registriert. Tagsüber würden sich demnach die überwiegende Mehrheit der Bürger an die Regeln halten.

80 bis 90 Prozent hätten ihren Mund-Nasen-Schutz getragen und sich an die Sicherheitsabstände gehalten. Die Beamten haben demnach allein am Samstagabend 4000 Personen kontrolliert. Mit 1000 Kontrollierten sei ein „Präventionsgespräch“ geführt worden. Hinzu kamen sechs Anzeigen wegen Verstößen gegen das Öffnungsverbot nach 23 Uhr und drei Anzeigen wegen Verstößen gegen das Alkoholausschankverbot.

Coronavirus in Berlin: Merhrere Versammlungen gegen Corona-Regeln

Update vom 25. Oktober, 18.21 Uhr: Nach Angaben einer Polizeisprecherin ist eine weitere Demonstration, mit der in Berlin gegen die Corona-Politik protestiert werden sollte, kurzfristig abgesagt worden. Der Veranstalter habe die Demonstration am Großen Stern gegen 17 Uhr telefonisch abgesagt, sagte die Sprecherin am Sonntagabend. Ursprünglich waren zu der Kundgebung rund 10.000 Teilnehmer angemeldet worden. Mittags hatten bereits Demonstranten am Alexanderplatz und auf der Karl-Marx-Allee gegen die politischen Entscheidungen in der Pandemie protestiert.

Corona in Berlin: Versammlung vor Veranstaltungszentrum von Anmelder beendet

Eine Versammlung gegen staatliche Corona-Beschränkungen ist am Sonntag in Berlin laut Angaben der Polizei vom Anmelder beendet worden. Demonstranten hatten sich am Nachmittag vor dem Veranstaltungszentrum Kosmos versammelt. Dort sollte ursprünglich die Gesundheitskonferenz „Word Health Summit“ stattfinden. Über Lautsprecher teilte die Polizei mit, der Veranstaltungsleiter habe die Veranstaltung beendet. Die Demonstranten auf dem Platz in Berlin-Friedrichshain reagierten mit Buhrufen und Pfiffen. Polizisten kamen auf die dort aufgebaute Bühne. Die Teilnehmer wurden aufgefordert, den Ort unverzüglich zu verlassen.

Schon zuvor bei einer Versammlung auf dem Alexanderplatz hatte die Polizei mitgeteilt, dass sich die Teilnehmenden weitgehend nicht an die Auflagen wie Mindestabstand und Mund-Nasen-Schutz hielten.

Corona in Berlin: Tumulte bei Demo auf Alexanderplatz

Update vom 25. Oktober, 15.27 Uhr: Bei einer Corona-Demo in Berlin am Sonntag ist es zu Tumulten gekommen: Etwa 3000 Menschen kamen nach Informationen der Bild auf den Alexanderplatz, nachdem die Veranstalter 2500 Teilnehmer angekündigt hatten. Es gab die Pflicht, Mund-Nasen-Schutz zu tragen und einen Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten, worauf die Polizei mit Durchsagen hinwies.

Das hätten viele Demonstranten ignoriert, heißt es in dem Bericht: „Als sie dann trotzdem versuchten, den Demozug über die Karl-Marx-Allee zum Besarinenplatz zu starten, stellten sich ihnen etwa 20 Polizisten entgegen – vergeblich. Es kam zu Rangeleien und Festnahmen. Mehr Einsatzkräfte trafen ein und die Menge verstreute sich.“

Der Protestzug sollte bis zu einem ehemaligen Kino führen, in dem ursprünglich der „World Health Summit“ geplant war. Die Veranstaltung findet wegen steigender Infektionszahlen inzwischen aber online statt. Unter anderem sollten der Virologe Christian Drosten und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU*) sprechen.

Berliner Corona-Kollaps: Hauptstadt kann Ansteckungen nicht mehr nachverfolgen - 600 machen trotzdem Party

Update vom 25. Oktober, 8.47 Uhr: Mit Hunderten Einsatzkräften hat die Berliner Polizei am Samstag die Einhaltung der Corona-Regeln kontrolliert (siehe Erstmeldung) - für eine Fetischparty mit etwa 600 Gästen im Bezirk Mitte bedeutete die das Aus.

Die Beamten lösten die Veranstaltung in der Alten Münze auf. „Es waren einfach zu viele für zu wenig Platz“, hieß es bei der Polizei am späteren Abend. Die Veranstalterin erwartet demnach ein Verfahren wegen Verstoßes gegen die Infektionsschutzverordnung.

Sperrstunden-Kontrolle wegen Corona in Berlin: Die Polizei hat eine 600-Gäste-Party aufgelöst.

Der Mindestabstand habe nicht eingehalten werden können. Die Veranstalterin habe die Party nach Aufforderung durch die Beamten beendet. Die Gäste wurden in die Berliner Nacht entlassen und nach Hause geschickt. Die Berliner Polizei twitterte dazu Folgendes:

Berliner Corona-Kollaps: Hauptstadt kann Ansteckungen nicht mehr nachverfolgen - Polizei reagiert mit Groß-Aktion

Erstmeldung vom 24. Oktober: Berlin - Die bisherige Pandemiebekämpfung ohne einen strengen Lockdown ist in Berlin wohl gescheitert. Weil die Corona-Fallzahlen in der bundesdeutschen Hauptstadt unaufhörlich steigen, kommt es in der größten deutschen Stadt wohl bald zu einem kompletten Lockdown. Da vermutet die Berliner SPD-Gesundheitsenatorin Dilek Kalayci.

Coronavirus Berlin: „Ein Lockdown mit strengeren Regeln steht vor der Tür“

„Ein Lockdown mit strengeren Regeln steht vor der Tür“, sagte sie, und gab bekannt, dass die Nachverfolgung einzelner Corona-Fälle in allen Berliner Bezirken nunmehr unmöglich geworden sei. Der Grund: Die hohe Zahl der Infizierten.

Alle positiv getesteten Berliner sollen sich in häusliche Quarantäne begeben, egal, ob sie Kontakt zum Gesundheitsministerium hatten oder nicht. Auch sollen sie selbst alle möglichen Kontaktpersonen informieren, die wiederum auch in Quarantäne sollen.

Mund-Nasen-Schutz und ein Werbeschild für die Corona-Warn-App am U-Bahn-Fenster: Szene in Berlin im Oktober 2020.

Zwei Berliner Bezirke gehören zu den Top-3-Corona-Hotspots in ganz Deutschland

Zwei Bezirke in der Haupstadt gehören zu den Top-3-Hotspots in der gesamten Republik: Neukölln (Platz 2, 211,76 Fälle pro 100.000 Einwohner) und Berlin-Mitte (Platz 3, 203, 87 Fälle pro 100.000 Einwohner). Skurril: Friedrichshain-Kreuzberg lehnte die Hilfe der Bundeswehr ab, obwohl es auf der bundesweiten Corona-Liste auf Platz 13 steht (130,47).

Mit Spannung wird die Konferenz der Ministerpräsidenten am Freitag erwartet. Die Stadt Hamburg beschloss derweil bereits eigene Maßnahmen: Dort dürfen sich nur noch zehn Personen aus zwei Hausständen im öffentlichen oder privaten Raum treffen.

Berliner demonstrieren gegen Beschränkungen

Die Berliner Polizei will mit Hilfe der Bundespolizei mit einem Großeinsatz dafür sorgen, dass die Corona-Regeln eingehalten werden und so die Reproduktionszahl* während der zweiten Welle sinkt. Der Einsatz soll bis in die Nacht dauern und 1000 Beamte umfassen.

Für Sonntag stellt sich die Polizei auf mehrere Demonstrationen ein, die sich gegen politische Entscheidungen in der Corona-Krise richten. Am Mittag (2500 Teilnehmer angemeldet) ist eine Demo am Alexanderplatz geplant, abends (10.000, eine „Querdenken“-Initiative) am Großen Stern im Tiergarten. *merkur.de ist Teil des Ippen-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Screenshot www.berlin.de/corona/lagebericht

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