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Corona-Lockdown in Hessen verlängert: Regeln nochmals verschärft

Vorerst soll der Lockdown in Hessen bis zum 14. Februar gelten. Die Maskenpflicht und Ausgangsbeschränkungen werden verschärft.

Der Corona-Lockdown wird in Hessen bis Mitte Februar verlängert und mit neuen Regeln weiter verschärft. Die Maßnahmen gelten ab Samstag (23.01.2021). Das hat Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU)Corona-Kabinett verkündet.

Ab einer 7-Tage-Inzidenz von 200 sind von den Kreisen und kreisfreien Städten in Hessen publikumsträchtige Ausflugsziele durch geeignete Maßnahmen zu sperren, in dem etwa Parkplätze gesperrt oder das Betreten der Ausflugziele verboten wird. Die bisherige 15-Kilometer-Radiusregelung entfällt. Diese Sperrungen sowie nächtliche Ausgangssperren sind auch dann zu prüfen, wenn eine Reduzierung des 7-Tage-Werts auf 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner bis Mitte Februar auf andere Weise nicht realistisch ist.

Corona-Pandemie 2021: Lockdown in Hessen wird verlängert

Bereits vor dem Beginn des digitalen Corona-Gipfels der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel ist die Beschlussvorlage bekannt geworden. Wie mehrere Medien übereinstimmend berichten, sieht diese eine Verlängerung des Corona-Lockdowns bis zum 15. Februar vor. Außerdem soll die Pflicht zu medizinischen Masken im Nahverkehr und in Geschäften kommen. Die Regeln für Homeoffice sollen verschärft werden, damit weniger Menschen vor Ort arbeiten gehen.

Demnach soll es zwar keine einheitliche bundesweite Ausgangssperre geben – allerdings sollen die Länder und Landkreise nun auch unterhalb der 7-Tage-Inzidenz von 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner die Möglichkeit haben, Ausgangssperren zu verhängen oder den Bewegungsradius auf 15 KilometerVolker Bouffier mit seinem Kabinett darüber, wie die Beschlüsse des Corona-Gipfels in Hessen umgesetzt werden.

An der Wasserkuppe im Kreis Hersfeld-Rotenburg kontrolliert die Polizei die Einhaltung der 15-Kilometer-Regel.

Corona-Gipfel: Kommt die komplette Ausgangssperre in ganz Hessen?

Wiesbaden – Das Coronavirus hat Hessen weiterhin im Griff. Zwar liegt die 7-Tage-Inzidenz nur noch in einem Landkreis über der kritischen Marke von 200, ab der die höchste Eskalationsstufe gilt, die Lage ist dennoch weiterhin angespannt. Seit Beginn der Pandemie haben sich in Hessen bisher 159.409 Menschen infiziert, bei den Todesfällen liegt die Gesamtzahl bei 4.072. Das geht aus den aktuellsten Zahlen des Robert-Koch-Instituts

Im Rahmen der momentan in Hessen geltenden Allgemeinverfügung gilt in fünf Landkreisen in Hessen eine AusgangssperreCorona weiter einzudämmen. In einigen Regionen, die vor allem von Tagestouristen stark frequentiert werden, gilt zudem die 15-Kilometer-Regel. Nach der Beschlussvorlage vor dem Bund-Länder-Gipfel am Dienstag (19.01.2021) soll die Ausgangssperre weiterhin dort eingesetzt werden, wo die Inzidenz einen Wert von 200,0 überschreitet. Demnach dürften die Menschen in Frankfurt, Offenbach oder Kassel Menschen weiterhin auch zwischen 21 Uhr und 5 Uhr das Haus ohne triftigen Grund verlassen.

Corona in Hessen: Werden Homeoffice und medizinische Masken Pflicht?

Im Gespräch sei zudem eine Homeoffice-Pflicht. Dafür sprach sich auch Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier in der ARD-Sendung „Anne Will“ aus. Seiner Meinung könne man den Menschen nicht von heute auf morgen sagen, dass sie zu Hause bleiben sollen. „Ich bin für Homeoffice, aber gegen Bürokratie“, sagte Bouffier. Außerdem soll im öffentlichen Nahverkehr sowie beim Einkaufen das Tragen von medizinischen Masken Pflicht werden. In Bayern ist dies bereits seit Montag (18.01.2021) Pflicht.

Corona in Hessen: Landkreis Fulda verlängert Ausgangssperre

Unter den kreisfreien Städten und Landkreisen in Hessen liegt der Kreis Fulda mit einem Inzidenzwert von 271,6 (Vortag: 275,2/Stand: 19.01.2021) an der Spitze. Dort gilt weiterhin die höchste Corona-Warnstufe „schwarz“. Deshalb hat der Landkreis die Allgemeinverfügung mit Wirkung vom 19. Januar bis zum 31. Januar verlängert. Die Ausgangssperre zwischen 21 Uhr und 5 Uhr gilt somit ebenso weiterhin wie die 15-Kilometer-Regel für tagestouristische Aktivitäten. Insbesondere das Gebiet rund um die Wasserkuppe in der Rhön soll damit vor Menschenaufläufen geschützt werden, um nicht zum Corona-Hotspot für überregionale Touristen zu werden. Viele Parkplätze und Zufahrtsstraßen sind deshalb gesperrt. Die 15-Kilometer-Regel wird jedoch erst seit Verlängerung der Maßnahmen am 18. Januar umgesetzt.

Die Ausgangssperre könnte bald in ganz Hessen gelten. In Gießen gilt diese bereits bis 31. Januar.

Corona in Hessen: Inzidenz in den meisten Kreisen stabil unter 200

In den restlichen kreisfreien Städten und Landkreisen in Hessen liegt die Inzidenz durchweg unter 200,0. In den Kreisen Hersfeld-Rotenburg, Gießen und Vogelsbergkreis gilt die Ausgangssperre wegen Corona dennoch bis zum 31. Januar, im Kreis Limburg-Weilburg soll die Ausgangssperre bis zum 11. Februar greifen. Diese Maßnahmen wurden in den vergangenen Wochen notwendig, weil die Inzidenz über mehrere Tage hinweg über 200,0 lag. In den Großstädten Frankfurt, Offenbach, Darmstadt und Kassel gilt derzeit keine Ausgangssperre. Im Stadtgebiet von Hanau ist die Ausgangssperre nach einem deutlichen Rückgang der Inzidenz bereits am vergangenen Donnerstag (14.01.2021) aufgehoben worden*.

RegionAusgangssperre vorläufig gültig bis
Kreis Fulda31. Januar
Kreis Hersfeld-Rotenburg31. Januar
Vogelsbergkreis31. Januar
Kreis Gießen31. Januar
Kreis Limburg-Weilburg11. Februar

Im Landkreis Limburg-Weilburg ist die Inzidenz am Wochenende wieder unter 200 gefallen*. Am Samstag lag sie bei 196,1, am Sonntag bei „nur“ noch 162,5. Sollte der Wert fünf Tage in Folge unter 200 liegen, können nach derzeitigem Stand sowohl die nächtliche Ausgangsbeschränkung als auch die 15-Kilometer-Regel – gegen die geklagt wurde* – für tagestouristische Ausflüge am Donnerstag aufgehoben werden.

Corona in Hessen: Ausgangssperre bei Inzidenz über 200 notwendig

Die sogenannte 7-Tage-Inzidenz von Hessen bleibt mit 129,3 fast unverändert (Vortag: 129,8). Hinter dem Landkreis Fulda folgen die Stadt Offenbach (188,8), der Kreis Offenbach (186,3) und der Landkreis Hersfeld-Rotenburg (183,1) mit den derzeit höchsten Inzidenzen in Hessen. Da an Sonntagen nicht alle Gesundheitsämter ihre Zahlen melden, sind die Neuinfektionen an Montagen in der Regel niedriger als an den anderen Tagen.

Noch immer ist in Hessen eine Corona-Allgemeinverfügung des Landes in Kraft, welche Ausgangssperren für Kreise mit einer Inzidenz von mehr als 200 von 21 bis 5 Uhr vorsieht. Zusätzlich zu den Ausgangssperren gilt für Regionen mit einer Corona-Inzidenz von mehr als 200 auch ein eingeschränkter Bewegungsradius. Wer in einem solchen Kreis wohnt, darf sich nicht weiter als 15 Kilometer von seinem Wohnort entfernen. Ausnahmen seien triftige Gründe wie medizinische Versorgungen, die Begleitung Sterbender und berufliche Tätigkeiten. Sollten die Inzidenzen bis zu den gegebenen Zeitpunkten nicht gesunken sein, ist eine Verlängerung der Ausgangssperren möglich. Auch sind Kreise, deren Inzidenz über den Wert von 200 steigt, verpflichtet, neue Allgemeinverfügungen inklusive Ausgangssperren zu erlassen.

Das Corona-Kabinett der schwarz-grünen Landesregierung in Hessen wird am Mittwoch (20.01.2021) die neuen Maßnahmen zum Schutz vor einer Ansteckung mit dem Virus beschließen und damit wieder eine Grundlage für die lokalen Allgemeinverfügungen schaffen. (Erik Scharf) *fnp.de und op-online.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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