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Corona macht den Wohnungsmarkt für Studenten unsicherer

Eine Studentin steht vor dem Schwarzen Brett in einem Gebäude der Goethe Universität Frankfurt (Archivbild). Bild: Patricia Kühfuss

Nebenjob gekündigt, Miete gestiegen. In der Pandemie wird das eigene Zimmer in Campusnähe zunehmend zum Luxusgut. In den Ballungsräumen lässt der Druck auf den Wohnungsmarkt nicht nach.

Für eine einzige Nacht in ihrem neuen Zuhause hat die Lehramtsstudentin Valentina 1800 Euro gezahlt. Eine Übernachtung im Luxushotel Adlon Kempinski wäre günstiger gewesen. Doch als die 22 Jahre alte Studentin Anfang März die Schlüssel für ihr WG-Zimmer in Gießen überreicht bekam, konnte sie nicht ahnen, dass innerhalb kürzester Zeit alle ihre Pläne auf den Kopf gestellt würden.

Mit Beginn der Pandemie wurde das Semester vom Hörsaal in den digitalen Raum verlegt, und die Studentin entschied sich für einen Wohnortwechsel. Um näher an ihrer Mutter zu sein, die als Teil der Risikogruppe auf ihre Unterstützung angewiesen ist, zog sie zurück in einen Vorort von Hanau. Ihr angemietetes Zimmer in Gießen stand sechs Monate lang leer. „Ich habe lange gebraucht bis ich etwas gefunden hatte, habe mir neue Möbel gekauft und es mir gemütlich eingerichtet. Aber es hilft nichts. Ich bin auf absehbare Zeit nicht in meiner Unistadt“, sagt Valentina. Im August hat sie ihr Zimmer wieder abgegeben, ohne je darin gewohnt zu haben. Das kleinste Problem war da noch, einen Nachmieter zu finden. Denn auch in der Pandemie ist die Nachfrage nach studentischem Wohnraum da, die Preisspirale entwickelt sich weiter nach oben.

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