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Corona-Newsblog: Nur jeder achte Landkreis in Deutschland liegt unter Inzidenzwert 35

Corona-Newsblog : Nur jeder achte Landkreis in Deutschland liegt unter Inzidenzwert 35

Die politisch beschlossene Schwelle von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern wird nur von jedem achten Kreis unterschritten. Vor der Bund-Länder-Runde geistert eine neue Beschlussvorlage durch das Land. Alle Corona-News im Blog.

  • Lediglich jeder achte Landkreis in Deutschland liegt bei der sogenannten Sieben-Tage-Inzidenz derzeit unter der politisch definierten Schwelle von 35. Das geht aus Daten des Robert Koch-Instituts von Mittwochmorgen hervor.

  • Die Entwürfe liegen auf dem Tisch, im Kanzleramt wird heute erneut um Öffnungsschritte gefeilscht. Wirklich nachvollziehen kann man das Gebaren und die Papiere der Politik gerade nicht. Unser Kommentar zur bevorstehenden MPK.

  • Bund und Länder könnten ihre Corona-Politik künftig stärker an eine Sieben-Tage-Inzidenz von 100 knüpfen. In einem der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden Entwurf von Dienstagnachmittag wird vorgeschlagen, unterhalb dieser Grenze bestimmte Öffnungsschritte zu erlauben. Gleichzeitig soll dieser Wert der Auslöser für eine "Notbremse" sein: Steige die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche an drei aufeinanderfolgenden Tagen über 100, müssten die bis zum 7. März geltenden strengeren Kontaktbeschränkungen wieder eingeführt werden, heißt es in dem Entwurf. Kanzlerin Angela Merkel hatte am Dienstag von dieser nötigen "Notbremse" bei wieder steigenden Infektionszahlen gesprochen. Was noch in dem Entwurfspapier steht, erfahren Sie hier.
  • Der Intensivmediziner Christian Karagiannidis hat zur Vorsicht bei der Lockerung der Corona-Bestimmungen gewarnt. Die Intensivmediziner treibe die große Sorge um, „dass uns diese britische Mutante um die Ohren fliegt“, sagte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN) am Mittwoch im WDR. „Wir können sicherlich zu einem gewissen Grad selbst sowas wie Läden eröffnen, aber was wir brauchen, ist eine extreme Disziplin.“ Wichtig sei, dass Masken getragen würden, am besten medizinische Masken, und dies müsse von den Geschäften auch richtig kontrolliert werden. „Was man merkt, ist, dass wir eine Lockdown-Effektivität hatten jetzt nach Weihnachten, die ungefähr nur halb so gut war wie die im Frühjahr“, sagte Karagiannidis. Durch die britische Mutante drohe man derzeit wieder in ein exponentielles Wachstum hineinzukommen, und das müsse unbedingt verhindert werden, um eine Überlastung der Intensivstationen zu vermeiden.
  • Die Unternehmen Biontech und Pfizer üben nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums seit Dienstag den weltweiten Rückruf von Impfstoff. Die Bundesländer seien darüber informiert worden, teilte das Ministerium am Mittwoch in Berlin mit. „Die Impfungen vor Ort sind durch den Test nicht beeinträchtigt. Die Impfstoffzentren werden nur virtuell und nicht real in die Übung einbezogen“, erklärte ein Ministeriumssprecher mit Blick auf die laufenden Impfungen gegen das Coronavirus. Der Impfstoff von Biontech/Pfizer gehört zu denen, die in der EU gegen das Coronavirus zugelassen sind und auch weltweit eingesetzt werden

  • Die Menschen in Deutschland sind in der Corona-Pandemie häufig auf das eigene Auto und vor allem auf das Fahrrad umgestiegen. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Digitalverbandes Bitkom. Neun von zehn Befragten (86 Prozent) versuchten, Verkehrsmittel mit vielen Fahrgästen zu vermeiden.

  • Auch das Gebäudereiniger-Handwerk mit seinen rund 700.000 Beschäftigten bekommt die Corona-Krise hart zu spüren, wie der Branchenverband BIV mitteilt. Zwei Drittel der Unternehmen machten demnach 2020 weniger Umsatz, die Einbußen lagen meist zwischen einem und zehn Prozent. Die Pandemie sorge für Licht und Schatten. "Neben steigender Wertschätzung hat es im Gesundheits- und Pflegebereich, in Schulen und Kitas Extra-Aufträge und erhöhte Intervalle für Reinigung und Desinfektion gegeben", erklärt Bundesinnungsmeister Thomas Dietrich. "Auf der anderen Seite sind ganze Felder wie Gastgewerbe, Veranstaltungswirtschaft oder Handel weggebrochen und damit Reinigungsaufträge, die nicht kompensiert werden können." Für 2021 rechnen nur knapp 40 Prozent der Betriebe mit guten oder sehr guten Geschäften.

  • Der Impfstoff des chinesischen Herstellers Sinovac hat einem türkischen Medienbericht zufolge eine Wirksamkeit von 83,5 Prozent. Dies gehe aus Zahlen eine finalen Phase-3-Studie hervor, berichtet die Agentur Anadolu unter Berufung auf die Universität Hacettepe. Der Impfstoff verhindere zudem einen Krankenhausaufenthalt in 100 Prozent der Fälle. Mitte Januar hatten Studienergebnisse aus Brasilien Zweifel an dem Sinovac-Vakzin geschürt.

  • Im Märkischen Kreis ist die Inzidenz in NRW aktuell am höchsten, im Kreis Coesfeld am niedrigsten. Insgesamt sind die Zahlen im Bundesland leicht gesunken. Ein Überblick über die Infektionszahlen aus NRW am Mittwoch.

  • Im Kampf gegen eine weitere Ausbreitung des Coronavirus hält Israel vorerst an einer weitgehenden Schließung des Flughafens Ben Gurion bei Tel Aviv fest. Das Corona-Kabinett beschloss am Dienstagabend zwar, Reisebeschränkungen für Israelis aufzuheben. Zugleich setzte es aber eine Obergrenze von 3000 Einreisen pro Tag fest. Verkehrsministerin Miri Regev kündigte unmittelbar danach eine Absenkung auf 1000 pro Tag an. Die Zahl soll schrittweise steigen.

  • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will die empfohlenen Intervalle zwischen erster und zweiter Impfung ausreizen, um mehr Menschen eine Erstimpfung zu ermöglichen. Mit dem Vakzin von Biontech/Pfizer solle möglichst erst nach sechs Wochen eine Zweitimpfung erfolgen, mit dem von AstraZeneca nach zwölf Wochen, sagt er in der ARD. "Dann können wir mehr Erstimpfungen machen und, das ist das Spannende etwa bei AstraZeneca, die Wirksamkeit ist auch noch höher." Zudem lägen inzwischen ermutigende Daten zur Wirksamkeit des AstraZeneca-Impfstoffs auch für Personen im Alter von über 65 Jahren vor. "Wenn wir die Über-65-Jährigen mit AstraZeneca impfen könnten, würde das richtig Geschwindigkeit bringen." Er hoffe hier auf eine Entscheidung der Ständigen Impfkommission binnen Tagen.

  • In Deutschland könnten einer Studie des Ifo-Instituts zufolge deutlich mehr Menschen in der Corona-Krise im Homeoffice tätig arbeiten. Demnach waren im Februar nur rund 30 Prozent der Beschäftigten mindestens teilweise von zu Hause aus tätig, wie die Münchner Forscher am Mittwoch zu ihrer Untersuchung mitteilten. "Das Potenzial liegt bei 56 Prozent. Die Firmen und die Mitarbeiter schöpfen es bei weitem nicht aus", sagte Ifo-Forscher Jean-Victor Alipour. "Die im Januar beschlossene Pflicht der Firmen zum Homeoffice, um die Corona-Ansteckungen zu verringern, ist deshalb bislang zum Teil verpufft." Der Anteil der Firmen, die Heimarbeit nutzten, lag den Angaben nach im Februar bei 81 Prozent.

  • Bund und Länder könnten ihre Corona-Politik künftig stärker an eine Sieben-Tage-Inzidenz von 100 knüpfen. In einem der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden Entwurf von Dienstagnachmittag wird vorgeschlagen, unterhalb dieser Grenze bestimmte Öffnungsschritte zu erlauben. Gleichzeitig soll dieser Wert der Auslöser für eine "Notbremse" sein: Steige die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche an drei aufeinanderfolgenden Tagen über 100, müssten die bis zum 7. März geltenden strengeren Kontaktbeschränkungen wieder eingeführt werden, heißt es in dem Entwurf. Kanzlerin Angela Merkel hatte am Dienstag von dieser nötigen "Notbremse" bei wieder steigenden Infektionszahlen gesprochen.

  • Vor der Bund-Länder-Schaltkonferenz haben Spitzen-Politikerinnen dazu aufgerufen, vorrangig weitere Öffnungsschritte an Schulen in der Corona-Krise zu beschließen. "Wir sollten den Schulen weitere Möglichkeiten zur Lockerung geben. Das muss bei der gegenwärtigen Diskussion mit an erster Stelle stehen", sagte Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Mittwoch). "Eine Erweiterung des Präsenzunterrichts wird aber nur möglich sein, wenn bei Lockerungen in anderen Bereichen mit Umsicht und Vorsicht vorgegangen wird, damit die Pandemie insgesamt beherrschbar bleibt", so die CDU-Politikerin. Schulen und Kindergärten gehörten zu den wichtigsten Bereichen der Gesellschaft. Der Einsatz von Tests sei auf vielen Feldern sinnvoll, fügte Karliczek hinzu.
  • Co-Gastgeber Kolumbien plant bei der diesjährigen Copa America (11. Juni bis 10. Juli) die Rückkehr der Fans in die Fußball-Arenen. "Eine Copa America ohne Zuschauer macht wenig Sinn", sagte Sportminister Ernesto Lucena dem Radiosender Caracol. Lucena setzt dabei auf eine Auslastung von maximal 30 Prozent. In Kolumbiens Stadien sind seit März 2020 keine Zuschauer zugelassen. Ein Hygieneprotokoll soll die Sicherheit der Fans und aller Beteiligten gewährleisten. Die Zuschauerzahl könnte laut Lucena erhöht werden, wenn das Land sein Impfprogramm wie geplant umsetzt und die Coronafälle sinken. Bislang haben etwa 150.000 Kolumbianer einen Impfstoff gegen das Coronavirus erhalten, diese Zahl soll nach den Plänen der Regierung in 2021 auf 35 Millionen steigen. Die südamerikanische Kontinentalmeisterschaft war ursprünglich für 2020 geplant, musste aufgrund der Pandemie aber verschoben werden. Sie wird erstmals von zwei Ländern veranstaltet, zweiter Gastgeber ist Argentinien.
  • Die Erzdiözese von New Orleans hat US-Katholiken vor dem Corona-Vakzin von Johnson & Johnson gewarnt. Dieses sei moralisch bedenklich, weil für die Produktion Zelllinien verwendet würden, die von abgetriebenen Föten stammten, hieß es in einer Mitteilung, die bereits in der vergangenen Woche versandt wurde.

  • Brasilien hat bei den an einem Tag erfassten Corona-Tote einen neuen Höchstwert registriert. 1641 Menschen sind nach Daten des Gesundheitsministeriums vom Dienstag (Ortszeit) innerhalb von 24 Stunden gestorben. Der bisherige Höchstwert hatte am 29. Juli bei 1595 gelegen. Insgesamt sind damit in Brasilien 257 361 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Neu infiziert haben sich 59 925 Menschen, womit die Zahl der Corona-Infizierten in dem größten Land Lateinamerikas auf mehr als 10,6 Millionen stieg. Nur in den USA und in Indien sind die Zahlen noch höher.

  • Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff hat eine neue Diskussion über eine Impfpflicht in Deutschland angestoßen. Die Impfpflicht könnte "ein Thema für den Ethikrat sein", sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Mittwoch). Der amtierende Präsident des Bundesrats fügte hinzu: "Impfpflicht hatten wir in der DDR. Ich habe es überlebt." Als ostdeutscher Politiker würde er sich aber "niemals anmaßen, der Mehrheitsgesellschaft Ratschläge zu geben".
    Haseloff regte zugleich Strafen für Impfdrängler an. "Wer sich beim Impfen vordrängelt, muss sich auch der anschließenden Diskussion stellen und zu seiner Verantwortung stehen", sagte er. "Ich bin schon dafür, hier sehr genau zu schauen, ob es Sanktionsmöglichkeiten für Fehlverhalten gibt."
  • Das UN-Kinderhilfswerk Unicef beklagt eine "katastrophale Bildungskrise" weltweit aufgrund von Lockdowns. "Mit jedem Tag, der vergeht, bleiben Kinder, die keinen Zugang zu direktem Unterricht haben, weiter zurück - und die am meisten benachteiligten Kinder zahlen den höchsten Preis", sagte Exekutivdirektorin Henrietta Fore am Mittwoch in New York anlässlich der seit rund einem Jahr andauernden Covid-19-Pandemie. "Wir können es uns nicht leisten, in das zweite Jahr zu gehen, in dem diese Kinder nur eingeschränkt oder gar nicht in der Schule lernen können", so Fore weiter. Es dürfe nichts unversucht bleiben, um die Schulen offen zu halten oder ihrer raschen Wiedereröffnung Priorität einzuräumen.
  • Die deutschen Intensivmediziner begrüßen die geplante Verlängerung des Lockdowns als notwendige Entlastung des deutschen Gesundheitssystems. "Es ist wichtig, dass wir noch drei Wochen durchhalten, weil wir durch das Impfen vieler Menschen trotz der Virusmutationen eine dritte Welle deutlich abflachen können", sagt der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmediziner (DIVI) der Zeitung "Augsburger Allgemeinen" (Mittwochausgabe) laut einem Vorabbericht. "Wir gewinnen dadurch wertvolle Zeit", erklärt der Aachener Medizinprofessor. "Wer geimpft ist, kommt nicht auf die Intensivstation."

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