Germany

Corona Newsticker: Neue Verordnung tritt heute Nacht in Kraft – das gilt in Hamburg

Die Corona-Fallzahlen bleiben hoch, das Virus hat nach wie vor großen Einfluss auf das Leben in Hamburg und Norddeutschland. Wir halten Sie in unserem Liveticker über alle Entwicklungen in Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern auf dem Laufenden.

Neue Corona-Verordnung tritt in Kraft – Private Treffen nur zu fünft 

17.33 Uhr: In Hamburg gelten von Dienstag an schärfere Kontaktbeschränkungen zur Begrenzung der Corona-Pandemie. Ab 0.00 Uhr dürfen sich laut der neuen Eindämmungsverordnung vorerst bis zum 20. Dezember privat nur noch maximal fünf Menschen aus zwei Haushalten treffen. Bislang waren es zehn Personen. Ausgenommen von der Regel sind lediglich Kinder bis 14 Jahre. Außerdem gilt eine strengere Maskenpflicht, die auf alle öffentlich zugänglichen Gebäude ausgeweitet worden ist. Auch in Warteschlangen und auf Parkplätzen vor Geschäften sowie in Menschenansammlungen muss nun ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.

Läden bis zu einer Größe von 800 Quadratmetern dürfen weiterhin einen Kunden je zehn Quadratmeter einlassen. Größere Geschäfte dürfen für die über 800 Quadratmeter hinausgehende Fläche nur einen Kunden je 20 Quadratmeter zulassen. Die Weihnachtsmärkte finden in diesem Jahr coronabedingt nicht statt. Während der Weihnachts- und Silvesterzeit sollen die Kontaktbeschränkungen auf zehn Personen aus vier Haushalten gelockert und Hotelübernachtungen für Familienbesuche erlaubt werden. An Silvester soll das Böllern und Abschießen von Raketen an besonders belebten Orten verboten werden.

Hamburger Pflegeheim: Mehrere Tote und viele Infizierte

15.16 Uhr: Im Hamburger Pflegeheim „Rosendomizil“ in Othmarschen sind zahlreiche Bewohner und Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Vier infizierte Bewohner sind gestorben. Nach MOPO-Informationen soll sich das Virus bereits seit Anfang November im Pflegeheim ausgebreitet haben. Hier geht's zum vollständigen Artikel.

„Cluster-Erfassung“: Hamburg will wichtige Änderung bei Corona-Warn-App

13.23 Uhr: SPD und Grünen fordern in der Hamburgischen Bürgerschaft eine Erweiterung der Funktionen der Corona-Warn-App um eine sogenannte Cluster-Erfassung, also die anonymisierte Dokumentation von Gruppen-Zusammenkünften. Außerdem soll die App um ein redaktionelles Informationsportal erweitert werden, heißt es in einem gemeinsamen Antrag. Der Senat wird aufgefordert, sich für die Verbesserungen auf Bundesebene einzusetzen.

„Wenn wir die Kontrolle über die Pandemie zurückerlangen wollen, müssen wir Infektionsketten so früh wie möglich zerschlagen“, erklärte der Digitalexperte der SPD, Hansjörg Schmidt, am Montag. Die Cluster-Nachverfolgung sei der „nächste logische Schritt für die Corona-Warn-App“, meinte auch Schmidts Grünen-Kollegin Eva Botzenhart. „Wir können mit diesem zusätzlichen Feature eine bessere Nachverfolgung der Infektionsketten erreichen und damit ein weiteres Stoppschild gegen die Pandemie errichten.“

Das Thema Datenschutz bleibe aber auch in Zeiten der Pandemie-Bekämpfung wichtig, die Informationen über eine Zusammenkunft mehrerer Personen würden ausschließlich auf dem eigenen Smartphone gespeichert, hieß es. Eine gemeldete Infektion bleibe anonym.

150 Corona-Neuinfektionen in Hamburg

11.57 Uhr: Die Zahl der Neuinfektionen in Hamburg sinkt weiter: Noch am letzten Montag wurden 237 neue Fälle verzeichnet, eine Woche später vermeldet die Hansestadt nun 150 Neuinfektionen (gestern waren es 104). 

Die 7-Tage-Inzidenz in der Hansestadt liegt damit bei 101,1 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Am Vortag: 105,7). Laut RKI liegt dieser Wert für Hamburg bei 80 (Stand: 30.11.).

Bestätigte Fälle gibt es in Hamburg inzwischen 24.860 – geheilt seien davon bereits 16.400. Die Zahl der Corona-Toten bleibt stabil bei 281. Das RKI zählt für Hamburg 372 Tote (Stand: 30.11.). Die Hamburger Gesundheitsbehörde lässt alle toten Corona-Patienten obduzieren. Das Institut für Rechtsmedizin zählt auf dieser Grundlage dann sämtliche Fälle, in denen jemand an Covid-19 gestorben ist. Das RKI zählt alle Personen, die im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben sind.

312 Fälle werden nach wie vor stationär in den Krankenhäusern und Kliniken behandelt, davon sind 79 auf Intensiv-Stationen (65 Hamburger).

475 neue Corona-Fälle in Niedersachsen – sechs weitere Tote

9.58 Uhr: In Niedersachsen sind am Montag 475 neue Corona-Fälle registriert worden, wie die Landesbehörden am Vormittag mitteilten. Damit erhöht sich die Zahl der seit Beginn der Pandemie registrierten Fälle auf 71.508, 51.680 Personen gelten Schätzungen zufolge als inzwischen genesen. 1154 Personen sind in Niedersachsen bislang in Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion verstorben – sechs mehr als am Vortag. Die 7-Tage-Inzidenz liegt in Niedersachsen jetzt bei 85,9.

Millionen-Betrag! So viel hat Hamburg mit Corona-Bußgeldern eingenommen

6.45 Uhr: Das Bußgeld-Konto der Stadt Hamburg wächst weiter: Mittlerweile wurden über 1,2 Millionen Euro eingenommen. Dabei spielt das Nichteinhalten der Maskenregeln eine untergeordnete Rolle – ein anderer Tatbestand lässt die Kassen richtig klingeln.

Tatsächlich hält sich der größte Teil der Hamburger an die geltenden Corona-Regeln. „Zu verständnislosen und ungehaltenen Reaktionen kommt es nur vereinzelnd“, so ein Polizeisprecher. Trotzdem wurden bislang immerhin Verstöße festgestellt, die insgesamt über 1,2 Millionen Euro Bußgelder nach sich zogen. Dabei gehen „die meisten angezeigten Verstöße auf die Nichteinhaltung des Mindestabstands zurück“, sagte Einwohnerzentralamtssprecher Matthias Krumm. Wer zum Beispiel an öffentlichen Orten seinen Mitmenschen zu nahe kommt (1,5 Meter), muss bis zu 150 Euro zahlen. Dadurch sind bereits rund 840.000 Euro zusammengekommen.

Laut Polizei hat der Teil-Lockdown die Kontrollen vereinfacht. So müssen die Beamten zum Beispiel bei Restaurants nicht mehr kontrollieren, ob Kontaktdatenlisten geführt werden. Insgesamt sind laut Einwohnerzentralamt seit Einführung der Corona-Regeln rund 11.9000 Bußgeldbescheide aus etwa 13.400 Ordnungswidrigkeitenverfahren ergangen.

71 neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein

21.23 Uhr: In Schleswig-Holstein gab es am Sonntag 71 neu registrierte Corona-Fälle. Das gab die Landesmeldestelle am Abend bekannt. Zum Vergleich: Am Samstag wurden 219 Neuinfektionen registriert.

118 Menschen mit Covid19-Erkrankungen werden in Schleswig-Holstein derzeit in Krankehäusern behandelt. 22 Menschen liegen auf der Intensivstation, 12 davon werden beatmet.

Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt landesweit bei 45,7 Fällen pro 100.000 Einwohner. Am höchsten ist der Inzidenzwert im Kreis Pinneberg (92,7 Fälle pro 100.000 Einwohner), in Kiel (72,9 Fälle), im Kreis Segeberg (61), im Kreis Herzogtum Lauenburg (59,1), im Kreis Stormarn (58,6) sowie in Neumünster (52,4). In allen anderen Landkreisen liegt die Inzidenz unter 50.

Meck-Pomm: 46 Corona-Neuinfektionen am Sonntag - Sieben-Tage-Wert bei 47,1

19.53 Uhr: Für Sonntag meldete das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) 46 neue Corona-Fälle in Mecklenburg-Vorpommern. Am Sonntag vor einer Woche waren es 35 gewesen. Am Samstag waren 88 bestätigte Infektionen gemeldet worden nach 91 eine Woche davor. Im Vergleich zu den meisten anderen Bundesländern steht Mecklenburg-Vorpommern aber immer noch gut da.

Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg landesweit leicht von 46,1 am Samstag auf nunmehr 47,1. Aktuell liegen laut Lagus 121 Covid-19-Patienten im Krankenhaus, sieben mehr als am Samstag. Davon müssen 37 auf Intensivstationen behandelt werden - ein Plus von fünf. Laut Intensivregister müssen 17 Patienten beatmet werden. 183 Intensivbetten sind demnach aktuell im Land frei.

In Mecklenburg-Vorpommern starben seit Beginn der Pandemie 61 Menschen an oder mit Covid-19. Landesweit gelten 4486 der bislang 5951 Infizierten als genesen - damit gibt es laut Lagus 1404 bestätigte Fälle, die akut infiziert sind.

Neue Corona-Regeln in Schleswig-Holstein

17.04 Uhr: Schleswig-Holsteins Landesregierung hat am Sonntag eine neue Landesverordnung zur Eindämmung des Coronavirus beschlossen. Lockerungen gelten ab Montag bei körpernahen Dienstleistungen sowie Tier- und Wildparks im Freien, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Grund für die Anpassung der Verordnung waren Beschlüsse der Ministerpräsidenten und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch. Wegen der im bundesweiten Vergleich niedrigen Sieben-Tage-Inzidenz von unter 50 im Norden geht das Land aber einen Sonderweg.

So hält die Landesregierung einschließlich Weihnachten und Silvester an ihrer Zehn-Personen-Kontaktregel fest. Damit dürfen sich maximal zehn Menschen aus zwei Hausständen öffentlich treffen. Im privaten Bereich sollen es maximal zehn Personen sein, die Empfehlung beträgt zwei Haushalte - Kinder jeweils inklusive. Die verschärfte Bund-Länder-Regelung bis Weihnachten mit maximal fünf Personen aus zwei Haushalten plus Kinder bis 14 Jahre macht das Land nicht mit.

Corona erschwert Übergang von Schule in Ausbildung in Hamburg

15.49 Uhr: Die Corona-Pandemie erschwert Schulabgängern den Wechsel in die Berufsausbildung. In Hamburg schafften dieses Jahr 1750 Schüler oder 35,5 Prozent direkt nach dem Haupt- oder Realschulabschluss den Übergang in eine Berufsausbildung, wie die Schulbehörde am Sonntag mitteilte. Aufgrund der Corona-Krise und erschwerter Bedingungen auf dem Ausbildungsmarkt liege die Quote 3,5 Prozentpunkte unter der im vergangenen Jahr.

Um Schulabgängern ohne Ausbildungsplatz eine Perspektive zu bieten, würden die Plätze zur Ausbildungsvorbereitung an den Berufsschulen erhöht. Das Programm setze auf eine Kombination von Unterricht in der Berufsschule und Praktika in den Betrieben. In diesem Jahr sei es 851 Teilnehmern oder 42 Prozent gelungen, im Anschluss eine Ausbildung zu beginnen.

Schulsenator Ties Rabe (SPD) zufolge war die Zahl der betrieblichen Ausbildungsplätze in diesem Jahr rückläufig. Um gegenzusteuern, habe die Schulbehörde außerdem die Zahl der Ausbildungsplätze in den rein schulischen Ausbildungsgängen um rund 800 erhöht.

In diesem Jahr haben den Angaben zufolge in Hamburg 9338 Schüler die zehnte Klasse an Stadtteil- und Sonderschulen abgeschlossen. Von ihnen wollen 4244 Schüler das Abitur machen und gehen weiter zur Schule. Rund 5000 Schüler verließen die allgemeinbildende Schule.

Niedersachsen: Corona-Lage auf Intensivstationen „stabil und kontrollierbar“

13.42 Uhr: In Niedersachsen ist der Anstieg der Zahl von Corona-Patienten in den Kliniken ausgebremst worden. „Die Zahl der Covid-Patientinnen und –Patienten in den niedersächsischen Krankenhäusern hat sich in den letzten Tagen bei rund 1000 stabilisiert“, sagte Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) der dpa in Hannover. „Auch auf den Intensivstationen ist die Lage derzeit stabil und kontrollierbar.“ Zugleich bedeute die Pandemie aber eine große zusätzliche Belastung für das medizinisch-pflegerische Personal. Die Gesundheitsministerin an alle, sich weiterhin an die Hygiene- und Abstandsregeln zu halten und die sozialen Kontakte so weit wie irgend möglich zu beschränken.

„Wir alle können dazu beitragen, dass die Zahl der Patientinnen und Patienten in unseren Krankenhäusern nicht weiter steigen.“ Unterdessen wird das Gesundheitsministerium allen Krankenhäusern auch weiterhin das Vorhalten von Kapazitäten auf Intensiv- und Normalstationen für die Behandlung von Covid-Patienten vorschreiben. Durch die neue Bundesregelung werde die Zahlung eines finanziellen Ausgleichs für freigehaltene Betten an den 7-Tages-Inzidenzwert (mindestens 70 über sieben Tage) im jeweiligen Kreis oder in der jeweiligen kreisfreien Stadt gekoppelt, sowie an die zur Verfügung stehenden Intensivkapazitäten (weniger als 25 Prozent), erklärte das Ministerium.

Hamburg: 104 Neuinfektionen – 7-Tage-Wert sinkt deutlich

12.01 Uhr: Die Zahl der Neuinfektionen in Hamburg sinkt weiter deutlich ab: Noch am letzten Sonntag wurden 172 neue Fälle verzeichnet, eine Woche später vermeldet die Hansestadt 104 Neuinfektionen (gestern waren es noch 300) – das ist der niedrigste Wert seit Wochen! Zuletzt am 19. Oktober waren weniger als 100 Neuinfektionen vermeldet worden (93), danach schossen die Zahlen in die Höhe.

Die 7-Tage-Inzidenz in der Hansestadt liegt damit bei 105,7 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Am Vortag: 109,3). Laut RKI liegt dieser Wert für Hamburg bei 82 (Stand: 29.11., 11 Uhr). 

Bestätigte Fälle gibt es in Hamburg inzwischen 24.710 – geheilt seien davon bereits 16.000, wie die Stadt bestätigt. Die Zahl der Corona-Toten bleibt stabil bei 281. Das RKI zählt für Hamburg 372 Tote (Stand: 29.11., 11 Uhr) – vier mehr als am Tag zuvor. Die Hamburger Gesundheitsbehörde lässt alle toten Corona-Patienten obduzieren. Das Institut für Rechtsmedizin zählt auf dieser Grundlage dann sämtliche Fälle, in denen jemand an Covid-19 gestorben ist. Das RKI zählt alle Personen, die im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben sind.

312 Fälle werden nach wie vor stationär in den Krankenhäusern und Kliniken behandelt, davon sind 79 auf Intensiv-Stationen (65 Hamburger).

Corona-Zahlen in Niedersachsen steigen weiter stark an

10.17 Uhr: Die Zahl der neuen Corona-Infektionen in Niedersachsen steigt weiter stark an. Am Sonntag registrierte das Landesgesundheitsamt 943 mehr Fälle als am Vortag. Am Freitag waren es 859. Landesweit wurden bislang 71.034 Infektionen mit dem Coronavirus labordiagnostisch bestätigt und gemeldet. Von den Betroffenen gelten 51.118 (+1030) Menschen als genesen. Nach einer Infektion gestorben sind bislang 1148 Personen – die Zahl stieg im Vergleich zum Vortag um 8.

Der Inzidenzwert lag bei 86,5 – so viele Menschen pro 100.000 Einwohner haben sich in den vergangenen sieben Tagen angesteckt. Ab einer Inzidenz von 50 gilt ein Landkreis oder eine kreisfreie Stadt als Corona-Risikogebiet. Die große Mehrheit liegt über dieser Marke. Die meisten Infektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen verzeichnete der Landkreis Cloppenburg mit 225,6, gefolgt vom Kreis Vechta (215,7) und dem Landkreis Osnabrück (184,0).

Das waren die News am 28. November:

219 neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein

22.28 Uhr: In Schleswig-Holstein sind am Samstag 219 neue Corona-Fälle registriert worden, wie die Landesbehörden am Abend mitteilten. 118 Personen werden derzeit wegen einer Covid-19-Erkrankung in einem Krankenhaus behandelt, davon 22 auf einer Intensivstation. 12 Menschen müssen beatmet werden.

Corona-Gipfel: Meck-Pomm will Kosmetiksalons und Theater öffnen

21.08 Uhr: Die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns ist am Samstag mit Vertretern von Wirtschaft, Kommunen und Verbänden per Videoschalte zu einem großen Corona-Gipfel zusammengekommen, um über weitere Maßnahmen im Umgang mit der Pandemie zu beraten. Ähnlich wie in Hamburg dürfen auch Hotels und Pensionen in Mecklenburg-Vorpommern vom 23. Dezember bis 1. Januar Familienbesucher beherbergen. Drei Übernachtungen seien für Mitglieder der Kernfamilie möglich, dazu zählen Ehegatten, Lebenspartner, Geschwister, Eltern, Kinder, Großeltern, Enkel, Urgroßeltern und Urenkel sowie deren Lebenspartner. Eine generelle Öffnung des Tourismus und der Gastronomie vom 21. Dezember bis zum Jahresende nur für Gäste aus Meck-Pomm sei von der Branche als nicht wirtschaftlich eingeschätzt worden.

Kosmetiksalons dürfen in Mecklenburg-Vorpommern möglicherweise vom 5. Dezember an wieder öffnen, wenn die Corona-Infektionszahlen am Tag davor erkennbar nach unten weisen. Am nächsten Freitag würden die Zahlen angeschaut und überlegt, ob für diesen Bereich zum zweiten Adventswochenende gelockert werden könne, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD). Wie Gaststätten, Theater, Kinos und Klubs mussten die Anbieter körpernaher Dienstleistungen Anfang November schließen, um die rasante Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Friseurgeschäfte durften hingegen geöffnet bleiben. Die Vereinigung der Unternehmensverbände für Mecklenburg-Vorpommern (VUMV) begrüßte den Beschluss vom Samstag. „Die Betriebe haben somit noch eine realistische Chance, das Vorweihnachtsgeschäft mitzunehmen.“ Die Theater müssen zwar mindestens bis zum 20. Dezember geschlossen bleiben, dürfen aber ihre Weihnachtsmärchen aufführen, wie Schwesig sagte. Schulen könnten die Aufführungen besuchen.

88 neue Corona-Fälle in Mecklenburg-Vorpommern

19.46 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern sind am Samstag 88 neue Corona-Fälle registriert worden. Die Zahl der seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Coronavirus Infizierten stieg damit auf 5908, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock mitteilte. Von ihnen gelten 4390 als genesen.

Am Freitag waren noch 132 Neuinfektionen gezählt worden. Am Donnerstag waren es 187 und am Mittwoch 128. Aktuell liegen laut Lagus 114 Menschen mit Covid-19 in Krankenhäusern, 2 weniger als noch am Vortag. 32 von ihnen befinden sich auf Intensivstationen, dies ist ein Betroffener mehr als zuvor. Die Zahl der im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorbenen Menschen beträgt unverändert 61. Die Sieben-Tage-Inzidenz sank im Vergleich zum Freitag leicht auf 46,1.

Meck-Pomm: Autokorso gegen Corona-Maßnahmen

16.13 Uhr: Mit einem Autokorso haben Gegner der Corona-Einschränkungen am Samstag in Waren demonstriert. 27 Fahrzeuge fuhren am späten Vormittag gut eine Stunde lang durch die Innenstadt, wie ein Sprecher der Polizei am Samstag sagte. Die Demonstranten hätten sich kooperativ verhalten. Das Motto lautete „Die Liebe fährt durch Waren“. Die 14 eingesetzten Polizisten schrieben drei Ordnungswidrigkeiten-Anzeigen, weil Teilnehmer nicht aus Mecklenburg-Vorpommern kommen.

Hamburg: 300 Neuinfektionen – aber 7-Tage-Wert sinkt deutlich

11.44 Uhr: Noch am letzten Samstag wurden in Hamburg 433 neue Corona-Infektionen verzeichnet – eine Woche später sinkt der Wert leicht ab. Am heutigen Samstag vermeldet die Hansestadt 300 Neuinfektionen, gestern waren es 252.

Die 7-Tage-Inzidenz in der Hansestadt liegt damit bei 109,3 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Am Vortag: 116,3). Laut RKI liegt dieser Wert für Hamburg bei 75 (Stand: 28.11., 11 Uhr). 

Bestätigte Fälle gibt es in Hamburg inzwischen 24.606 – geheilt seien davon bereits 15.800, wie die Stadt bestätigt. Die Zahl der Corona-Toten bleibt stabil bei 281. Das RKI zählt für Hamburg 368 Tote (Stand: 28.11., 11 Uhr) – zehn mehr als am tag zuvor. Die Hamburger Gesundheitsbehörde lässt alle toten Corona-Patienten obduzieren. Das Institut für Rechtsmedizin zählt auf dieser Grundlage dann sämtliche Fälle, in denen jemand an Covid-19 gestorben ist. Das RKI zählt alle Personen, die im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben sind.. 

312 Fälle (+3) werden stationär in den Krankenhäusern und Kliniken behandelt, davon sind 79 auf Intensiv-Stationen (65 Hamburger).

Corona-Zahlen in Niedersachsen steigen deutlich

10.35 Uhr: Die Zahl der neuen Corona-Infektionen in Niedersachsen steigt weiter deutlich an. Am Samstag registrierte das Landesgesundheitsamt 859 mehr Fälle als am Vortag. Am Freitag waren es 1438. Landesweit wurden bislang 70.092 Infektionen mit dem Coronavirus labordiagnostisch bestätigt und gemeldet. Von den Betroffenen gelten 50.088 (+1520) Menschen als genesen. Nach einer Infektion gestorben sind bislang 1140 Personen – die Zahl stieg im Vergleich zum Vortag um 19.

Der Inzidenzwert lag bei 87,7 – so viele Menschen pro 100.000 Einwohner haben sich in den vergangenen sieben Tagen angesteckt. Ab einer Inzidenz von 50 gilt ein Landkreis oder eine kreisfreie Stadt als Corona-Risikogebiet. Die große Mehrheit liegt über dieser Marke. Die meisten Infektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen verzeichnete der Landkreis Cloppenburg mit 240,2, gefolgt vom Kreis Vechta (217,8) und dem Landkreis Osnabrück (184,9).

Wegen Corona-Bonus: Gefangene verlassen Gefängnis einen Monat früher

9.36 Uhr: 22 Hamburger Strafgefangene haben in diesem Jahr von einer vorgezogenen Weihnachtsamnestie profitiert. Wegen der Corona-Pandemie konnten sie das Gefängnis sogar schon einen Monat eher als vom Gesetz eigentlich vorgesehen verlassen, wie die Justizbehörde mitteilte. Die Straftäter seien bereits Ende Oktober freigekommen. Die vorzeitige Entlassung solle den Gefangenen die Wiedereingliederung in die Gesellschaft in Zeiten der Pandemie erleichtern, hieß es.

Die traditionelle Weihnachtsamnestie war 2018 neu im Hamburgischen Strafvollzugsgesetz geregelt worden. Statt Gnadenerweisen durch die Behörde auf individuellen Antrag prüfen nun die Gefängnisleitungen von sich aus, wer für eine maximal fünf Wochen vorgezogene Entlassung in Frage kommt.

Bedingung dafür ist, dass die Betroffenen eine Freiheitsstrafe oder eine Ersatzfreiheitsstrafe von weniger als einem Jahr verbüßen. Ihr reguläres Entlassungsdatum muss in die Zeit zwischen dem 1. November und dem 6. Januar fallen. Außerdem müssen sie seit mindestens drei Monaten einsitzen und dürfen sich dort nichts haben zu Schulden kommen lassen. Ausgenommen von der vorzeitigen Entlassung sind auch Gefangene, bei denen eine Ausweisung, Abschiebung oder Auslieferung zu erwarten ist.

Das waren die News am 27. November:

180 neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein

21.55 Uhr: In Schleswig-Holstein sind am Freitag 180 neue Corona-Fälle registriert worden, wie die Landesbehörden am Abend mitteilten. 118 Menschen werden derzeit mit einer Covid-19-Erkrankung im Krankenhaus behandelt, davon befinden sich 22 Personen auf Intensivstationen. 12 Menschen werden beatmet.

Hamburg: Infektionszahlen an Schule sinken

21.22 Uhr: Aktuell wurden 48 Neuinfektionen an 37 Schulen gemeldet, davon 42 Schülerinnen und Schüler sowie sechs Schulbeschäftigte. Im Wochenvergleich sind die Infektionszahlen an Schulen damit um rund 30 Prozent gefallen, von 395 auf 277. Sieben infizierte Schüler meldete die Berufliche Schule für medizinische Fachberufe (BS 15). An der Stadtteilschule Horn sind drei Schüler von Corona betroffen. Es wurden für drei Klassen Quarantänemaßnahmen veranlasst.

Insgesamt liegen aktuell 484 Infektionen von Menschen aus dem schulischen Kontext an 177 Schulen vor, davon 403 Schülerinnen und Schüler (0,16 Prozent) sowie 81 Schulbeschäftigte (0,24 Prozent). Aktuell befinden sich insgesamt 94 Klassen (von rund 9.500) sowie 264 weitere Schulbeschäftigte in Quarantäne. Die betroffenen 2.999 Schülerinnen und Schüler machen 1,2% der Gesamtschülerschaft Hamburgs aus.

Seit Schuljahresbeginn sind insgesamt 2.678 COVID-Infektionen von den Schulen gemeldet worden, davon 2.188 Schülerinnen und Schüler und 490 Schulbeschäftigte. Seit Ende der Herbstferien: 2.152 Neuinfektionen, davon 1.741 Schülerinnen und Schüler sowie 411 Schulbeschäftigte.

Hamburg: Mitarbeiterin von Seniorenheim positiv auf Corona getestet

20.21 Uhr: Eine Mitarbeiterin der Seniorenresidenz „Alsterpark“ ist positiv auf das Coronavirus getestet worden, wie die Einrichtung am Freitag selbst bekanntgab. Die junge Frau (21) sei nach einem positiven Fall in der Berufsschule routinemäßig getestet worden. Bislang gebe es keine Hinweise auf eine Übertragung des Virus auf Bewohner oder weitere Mitarbeiter, hieß es weiter. Die Mitarbeiterin habe während ihres letzten Dienstes eine FFP2-Maske und medizinische Schutzausrüstung getragen. Sie befindet sich derzeit in Quarantäne. Vorsorglich wurde für den betroffenen Bereich der Wohneinrichtung ein Besuchsverbot erlassen.

Hamburg sagt Weihnachtsmärkte ab

18.55 Uhr: In Hamburg wird es in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie keine Weihnachtsmärkte geben. „Die Weihnachtsmärkte im klassischen Sinne sind abgesagt“, sagte Bürgermeister Peter Tschentscher am Freitag im Rahmen einer Pressekonferenz zu den neuen Corona-Verordnungen.

132 neue Corona-Fälle in Mecklenburg-Vorpommern – drei weitere Tote

18.03 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern sind am Freitag 132 neue Corona-Fälle gemeldet worden. Am Donnerstag wurden noch 187 Neuinfektionen gezählt, am Mittwoch 128, am Dienstag 144 und am Montag 55. Wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock mitteilte, stieg damit die offizielle Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen seit Beginn der Pandemie auf 5820. Von ihnen gelten 4270 als genesen.

Aktuell liegen laut Lagus 116 Menschen mit Covid-19 in Krankenhäusern, 2 mehr als noch am Vortag. 31 von ihnen befinden sich auf Intensivstationen, dies sind 4 mehr als am Donnerstag. Seit Beginn der Pandemie starben im Zusammenhang mit dem Coronavirus 61 Menschen, 3 mehr als am Vortag. Die Sieben-Tage-Inzidenz sank leicht auf 46,3.

Hamburg: Feuerwerks-Verbot kommt! Hier darf an Silvester nicht geböllert werden

16.32 Uhr: Der Hamburger Senat hat am Freitag neue Corona-Regeln für Hamburg bekannt gegeben, Thema waren auch die Feiertage und ein Feuerwerks-Verbot an Silvester. Innensenator Andy Grote (SPD) erklärte, dass sich Hamburg auf ein teilweises Feuerwerks-Verbot geeinigt hat, so soll das Böllern an „bekannten Silvester-Treffpunkten“, wie rund um die Binnenalster, am Rathausplatz, an den Landungsbrücken, der Reeperbahn oder dem Alma-Wartenberg-Platz in Ottensen, verboten sein, um größere Menschenansammlungen zu verhindern. Darüber hinaus soll die Polizei ermächtigt werden, das Böllern an anderer Stelle zu untersagen, sollte es zu Menschenansammlungen kommen.

Hamburg: Senat gibt neue Corona-Verordnung bekannt

16.00 Uhr: Der Hamburger Senat gibt am Freitganachmittag neue Corona-Regeln für Hamburg bekannt. Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) spricht am Freitagnachmittag im Rathaus. Wir halten Sie über die Entwicklungen auf dem Laufenden.

Hamburg: Schulsenator kündigt Wechselunterricht an

14.55 Uhr: Die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidenten haben festgelegt, dass nur in Hot-Spots mit mehr als 200 Infektionen in der Woche auf 100.000 Einwohner Wechselunterricht eingeführt werden soll. Schulsenator Ties Rabe (SPD) sieht sich nach der Bund-Länder-Konferenz in seinem Kurs bestärkt: „Diese Entscheidung bestätigt unseren bisherigen Kurs. Hamburg ist kein Hot-Spot, die Inzidenz in Hamburg ist nach Berechnungen des Robert-Koch-Instituts nur halb so hoch.“ Der Präsenzunterricht soll deshalb nur in Ausnahmefällen beschränkt werden.

Die Schulbehörde bietet rund 20 Stadtteilschulen und Gymnasien an, ab der 8. Klasse für maximal sechs Wochen einen Wechselunterricht einzuführen, bis die Infektionszahlen gesunken sind. Die Behörde will den Schulen damit mehr Planungssicherheit und Mitgestaltungsmöglichkeiten einräumen.

Ob und in welchen Klassenstufen die Maßnahmen befristet eingeführt werden, entscheiden die Lehrer-, Eltern- und Schülervertretungen gemeinsam in der Schulkonferenz. Abschussklassen sind von der Regelung ausgenommen.

An den 31 staatlichen Berufsschulen bleibt es bei der bewährten Praxis, dass die Schulleitungen für einzelne duale Ausbildungsberufe in Abstimmung mit den Ausbildungsbetrieben Hybridunterricht einführen können, wenn es notwendig und sinnvoll ist.

Kultur? Politikerin macht vorsichtig Hoffnung

Schleswig-Holsteins Kulturministerin Karin Prien hat dem unter der Corona-Pandemie leidenden Kulturbereich vorsichtig Lockerungsmöglichkeiten im nächsten Jahr in Aussicht gestellt. Noch allerdings seien die Infektionszahlen auch im Norden zu hoch, um Lockerungen zuzulassen, sagte die CDU-Politikerin am Freitag im Landtag. Aber Schleswig-Holstein stehe im Vergleich zu anderen Bundesländern relativ gut da.

„Wenn wir es durch die weiteren Anstrengungen in den nächsten Wochen schaffen, die Zahl der Neuinfektionen konstant unter 50 zu halten, können wir die Kultur in unserem Land schrittweise wieder öffnen“, sagte Prien. Gemeint ist die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen.

Corona in Hamburg: 7-Tage-Inzidenz sinkt deutlich

11.55 Uhr: Gute Nachricht für Hamburg: Die 7-Tage-Inzidenz sinkt weiter auf aktuell 116,3 Fälle pro 100.000 Einwohner. Am Mittwoch lag sie noch bei 137,9, am Donnerstag bei 122,1.Das RKI gibt die Hamburg-Inzidenz sogar nur mit 87 an – die RKI-Werte liegen stets deutlich unter den in Hamburg errechneten. 

Am Freitag vermeldete die Gesundheitsbehörde insgesamt 252 neue Fälle, in den Tagen zuvor waren es immer zwischen 360 und 400. Weitere Tote waren nicht zu beklagen. In den Kliniken werden aktuell 309 Covid-Patienten stationär behandelt, davon 79 auf Intensivstation.  

Corona-Fälle: Starker Anstieg in Niedersachsen

11.50 Uhr: Trotz der Corona-Beschränkungen breitet sich das Virus in Niedersachsen weiter aus. Am Freitagmorgen meldeten die Behörden einen Anstieg um 1438 Fälle auf insgesamt 69.234 Fälle. Am Vortag lag der Anstieg bei 1331 Fällen, am Mittwoch bei 1304. 28 Personen sind an oder mit Corona gestorben. Aber es gibt auch eine positive Nachricht: Die 7-Tage-Inzidenz sinkt leicht von 98 auf 94,9. 

Weihnachten: Hamburger Hotels fordern klare Regeln

11.00 Uhr: Viele Hamburger hoffen an Weihnachten auf Besuch von Verwandten aus anderen Bundesländern. Doch nicht jeder hat zu Hause ausreichend Platz für die ganze Familie. Was nach den neuen Corona-Regeln für Hotels über Weihnachten gelten soll, ist bisher unklar.

Nach Ansicht der Hotelbranche lebe es sich im Hotel sicherer als bei den Verwandten, wo zum Beispiel alle dasselbe Bad benutzen, berichtet der NDR. Die Branche will Klarheit, wie es weitergeht. Nach Informationen des Senders berät der Senat sich dazu, ob für die Verwandtschaft eine andere Regelung gelten wird als für verbotene touristische Reisen. Bisher dürfen ausschließlich Geschäftsreisende in Hotels übernachten.

Das waren die Corona-News vom 26. November:

225 Neuinfektionen in Schleswig-Holstein

21.33 Uhr: In Schleswig-Holstein sind nach Angaben der Landesregierung von Donnerstagabend binnen eines Tages 225 neue Corona-Fälle gemeldet worden. Am Vortag waren es 256. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben sind, stieg um drei auf 245. Seit Beginn der Pandemie sind 13 785 Infektionen nachgewiesen worden, wie die Landesregierung weiter mitteilte.

In den Krankenhäusern in Schleswig-Holstein wurden den Angaben vom Donnerstag zufolge 113 Covid-19-Patienten behandelt; 19 von ihnen in Intensivtherapie. Die Zahl der genesenen Menschen wird auf 10.400 geschätzt.
Die Sieben-Tage-Inzidenz von Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in Schleswig-Holstein lag am Donnerstag nach Angaben der Landesregierung bei 47,6.

187 Corona-Neuinfektionen in Meck-Pomm

20.42 Uhr: Die Zahl der bestätigten Corona-Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern ist am Donnerstag um 187 gewachsen. Am Mittwoch waren es noch 128 Neuinfektionen, am Dienstag 144 und am Montag 55. Wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock mitteilte, stieg damit die offizielle Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen seit Beginn der Pandemie auf insgesamt 5697. Von ihnen gelten 4137 als genesen.

Aktuell liegen laut Lagus 114 Menschen in Krankenhäusern, drei mehr als noch am Vortag. 27 von ihnen befinden sich auf Intensivstationen, dies sind drei weniger als am Mittwoch. Seit Beginn der Pandemie starben im Zusammenhang mit dem Coronavirus 58 Menschen, einer mehr als noch am Mittwoch.

Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg auf 47,1. Der rote Bereich und damit die Ausweisung des Landes als Risikogebiet beginnt bei 50,1.

Neue Zahlen: Corona-Infektionen in Hamburger Kitas

19.58 Uhr: Die Hamburger Sozialbehörde schätzt den Anteil der Kitas am Infektionsgeschehen in der Stadt insgesamt gering ein. Bei lediglich 112 der insgesamt über 94.500 Kita-Kinder in Hamburg sei eine Corona-Infektion nachgewiesen worden, berichtet das „Abendblatt“ unter Bezug auf die Sozialbehörde. Das sind gerade einmal etwa 0,12 Prozent. Zusätzlich seien 317 der rund 18.000 Kita-Mitarbeiter betroffen gewesen (1, 8 Prozent). Behördensprecher Martin Helfrich hatte gegenüber der Zeitung mitgeteilt, dass eine Infektion in der Kita gegenwärtig nicht wahrscheinlich sei.

Hamburg: Rot-Grün will Silvesterböllerei stärker einschränken als vereinbart

18.54 Uhr: Hamburgs rot-grüne Koalition will die von den Ministerpräsidenten und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) vereinbarten Regeln zur Silvesterböllerei noch verschärfen - und nach der Pandemie eine große Lichtshow für die Hamburgerinnen und Hamburger organisieren.

„Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie müssen wir in diesem Jahr zusätzlich dafür Sorge tragen, dass Feuerwerkskörper nicht dazu führen, dass sich große Ansammlungen von Menschen bilden”, erklärte SPD-Fraktionschef Dirk Kienscherf am Donnerstag. Deshalb wolle Rot-Grün neben den böller- und feuerwerksfreien Zonen im Bereich der Binnenalster, der Reeperbahn und an den Landungsbrücken „weitere Straßen und Plätze überprüfen”. Zudem werde überlegt, die Zulassung des allgemeinen Feuerwerks auf einen konkreten Zeitraum - etwa um Mitternacht herum - einzuengen.

Stattdessen soll es nach den Vorstellungen der Regierungskoalition nach Bewältigung der Corona-Pandemie eine große von der Stadt organisierte Lichtshow für alle Hamburgerinnen und Hamburger geben. „Auch Silvester bleibt von Corona nicht verschont, aber wenn wir alle an einem Strang ziehen, werden wir dieser Pandemie die Stirn bieten und am Ende die wiedergewonnene Freiheit mit einer Lichtshow feiern können”, betonte der Grünen-Fraktionschef Dominik Lorenzen. An diesem Freitag will der Senat in einer Sondersitzung über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise entscheiden. Basis sind dabei die am Mittwoch von den Regierungschefs der Länder und Kanzlerin Merkel getroffenen Vereinbarungen.

31 Neuinfektionen an Hamburgs Schulen

17.38 Uhr: Hamburg meldet 31 Neuinfektionen an 29 Schulen, davon 25 Schülerinnen und Schüler sowie sechs Schulbeschäftigte (an der Schule Marckmannstraße zwei betroffene Schüler). Es wurden für zwei Klassen Quarantänemaßnahmen veranlasst.

Insgesamt sind derzeit 502 Menschen aus dem schulischen Kontext mit Corona infiziert, von 185 Schulen. Davon 420 Schülerinnen und Schüler sowie 82 Schulbeschäftigte. Insgesamt 92 Klassen (von rund 9.500) sowie 263 weitere Schulbeschäftigte sind aktuell in Quarantäne, das sind 1,1 Prozent aller Hamburger Schüler.

Seit Schuljahresbeginn sind 2.630 COVID-Infektionen von den Schulen gemeldet worden, davon 2.104 seit den Herbstferien. Betroffen sind insgesamt 2.146 Schülerinnen und Schüler und 484 Schulbeschäftigte.

Edeka kritisiert Corona-Auflagen

15.16 Uhr: Deutschlands größter Lebensmittelhändler Edeka hat scharfe Kritik an der Verschärfung der Corona-Auflagen für den Einzelhandel geübt. „Wir halten die Begrenzung der Kundenzahl ab 800 Quadratmetern Verkaufsfläche für kontraproduktiv und nicht nachvollziehbar”, sage Edeka-Chef Markus Mosa am Donnerstag. Die hohe Nachfrage gerade im Weihnachtsgeschäft lasse sich so nicht bedienen.

Der Hinweis der Politik, dass die Verbraucher ihre Einkäufe auf die Wochentage verteilen sollten, sei auch nicht hilfreich, denn das täten die Kunden bereits seit dem ersten Lockdown, meinte Mosa. „Auch bei einer weiteren Verteilung der Kundenströme könnten wir die hohe Nachfrage gerade im Weihnachtsgeschäft nicht bedienen.”

Zudem verzerre der Beschluss den Wettbewerb, klagte der Edeka-Chef. Supermärkte mit Bedientheken und einer dadurch höheren Verweildauer der Kunden seien extrem benachteiligt im Vergleich zu Konkurrenten, die nur auf Selbstbedienung setzten. „Das wird einen weiteren Schub geben in Richtung SB-Formate mit ausschließlich preisorientierten Angeboten”, prognostizierte der Händler.

Bund und Länder hatten am Mittwochabend beschlossen, dass der Teil-Lockdown mit der Schließung unter anderem von Restaurants, Theatern, Fitnessstudios und Freizeiteinrichtungen bis zum 20. Dezember verlängert wird. Gleichzeitig wurde eine Verschärfung der Vorschriften für den Einzelhandel beschlossen, die dazu führt, dass in Geschäfte mit mehr als 800 Quadratmeter - also auch in praktisch allen Supermärkten - Verkaufsfläche künftig weniger Kunden gleichzeitig einkaufen dürfen als bisher.

Hamburger Weihnachtsferien trotz Corona unverändert

12.58 Uhr: Die Hamburger Weihnachtsferien bleiben nach Angaben des Senats trotz der geplanten Corona-Einschränkungen unverändert. Letzter Schultag ist demnach der 18. Dezember. Am 5. Januar, einem Dienstag, soll der Unterricht wieder beginnen. In einigen Bundesländern wie Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt gibt es Überlegungen, die Ferien zu verlängern. Damit soll die Gefahr minimiert werden, dass die Schulen nach Silvesterfeiern zu Infektionsherden werden. Der Sprecher der Hamburger Schulbehörde, Peter Albrecht, erklärte jedoch am Donnerstag: „Das ist in Hamburg aktuell nicht Gegenstand von Beratungen.“ In Schleswig-Holstein beginnt der Unterricht wieder am 7. Januar, in Niedersachsen sogar erst am 11. Januar.

Hamburg: 360 Neuinfektionen – aber 7-Tage-Wert sinkt deutlich

11.46 Uhr: Noch am letzten Donnerstag wurden in Hamburg 659 neue Corona-Infektionen verzeichnet – eine Woche später sinkt der Wert jetzt ab. Am heutigen Donnerstag vermeldet die Stadt Hamburg 360 Neuinfektionen, gestern waren es 363 Neuinfektionen.

Die 7-Tage-Inzidenz in der Hansestadt liegt damit bei 122,1 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Am Vortag: 137,9). Laut RKI liegt dieser Wert für Hamburg bei 98,9 (Stand: 25.11., 8.45 Uhr). 

Bestätigte Fälle gibt es in Hamburg inzwischen 24.054 – geheilt seien davon bereits 15.100, wie die Stadt bestätigt. Die Zahl der Corona-Toten bleibt stabil bei 281. Das RKI zählt für Hamburg 347 Tote (Stand: 25.11., 8.45 Uhr).

314 Fälle (+2) werden stationär in den Krankenhäusern und Kliniken behandelt, davon sind 79 auf Intensiv-Stationen (65 Hamburger).

Corona-Zahlen in Niedersachsen steigen deutlich

10.49 Uhr: Die Zahl der neuen Corona-Infektionen in Niedersachsen steigt weiter deutlich an. Am Donnerstag registrierte das Landesgesundheitsamt 1331 mehr Fälle als am Vortag. Am Mittwoch waren es 1304. Landesweit wurden bislang 67.797 Infektionen mit dem Coronavirus labordiagnostisch bestätigt und gemeldet. Von den Betroffenen gelten 46.913 (+1635) Menschen als genesen. Nach einer Infektion gestorben sind bislang 1093 Personen – die Zahl stieg im Vergleich zum Vortag um 18.

Der Inzidenzwert lag bei 98,0 – so viele Menschen pro 100.000 Einwohner haben sich in den vergangenen sieben Tagen angesteckt. Ab einer Inzidenz von 50 gilt ein Landkreis oder eine kreisfreie Stadt als Corona-Risikogebiet. Die große Mehrheit liegt über dieser Marke. Die meisten Infektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen verzeichnete der Landkreis Cloppenburg mit 248,4, gefolgt vom Kreis Vechta (226,9) und dem Landkreis Osnabrück (208,6).

Günther: Bund blockiert bessere Finanzierung von Intensivbetten

7.32 Uhr: Schleswig-Holstein Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hat dem Bund vorgeworfen, eine verbesserte Finanzierung von freigehaltenen Intensivbetten für Corona-Patienten vorerst verhindert zu haben. Sämtliche 16 Länder hätten sich dafür ausgesprochen. Der Bund habe dies aber nicht mitmachen wollen, sagte Günther am Mittwoch nach der Corona-Video-Schalte der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Der Streit über die Bundeshilfen für freigehaltene Intensivbetten sei ein Grund für die langen Beratungen gewesen.

Bisher zahlt der Bund Geld für freigehaltene Intensivbetten an Krankenhäuser erst, wenn in einer Region der Sieben-Tage-Wert an Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner über 70 liegt. Die Länder wollen laut Günther einen Inzidenzwert von 50 erreichen. Da in Schleswig-Holstein in vielen Regionen der Inzidenzwert unter 70 liegt, gehen viele Krankenhäuser leer aus. Dies sei nicht fair, sagte Günther. Bei der Schalte sei beschlossen worden, auf Ebene der Gesundheitsminister die Finanzierung der Intensivbetten noch einmal zu evaluieren, sagte Günther. Er bedauerte, dass eine Lösung noch nicht erreicht worden sei.

Das waren die News am 25. November:

Lockerungen in Schleswig-Holstein

22.52 Uhr: Schleswig-Holstein will nicht an alle Beschlüsse der Bund-Länder Konferenz vom Mittwoch umsetzen. Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) sprach im Anschluss an die über siebenstündigen Verhandlungen der Länderchefs mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) von einem „besonderen schleswig-holsteinischen Weg“. Körpernahe Dienstleistungsbetriebe wie Nagelstudios und Massagepraxen sowie Zoos und Tierparks dürften ab Montag wieder öffnen. Auch bei den strengeren Vorgaben für den Einzelhandel und private Treffen werde Schleswig-Holstein „nicht mitgehen“, sagte Günther.

Zwar sei es gelungen, „ein gemeinsames Ergebnis zu erzielen“. In einigen Bereichen wolle die Landesregierung aber andere Maßnahmen ergreifen als verabredet. Im Einzelhandel bleibt es in Schleswig-Holstein bei der Vorgabe von zehn Quadratmetern Ladenfläche pro Kunde, unabhängig von der Größe des Geschäfts. Unter der Bedingung, dass Hygienekonzepte vorliegen, dürften die körpernahen Dienstleister und die Zoos am Montag wieder öffnen.

Auch die Kontaktbeschränkungen im privaten Bereich will Günther abweichend regeln. In Schleswig-Holstein dürften sich privat weiterhin zehn Personen treffen, egal aus wie vielen Hausständen. „Was gewohnte Praxis ist, wird auch über die Feiertage in Schleswig-Holstein eingehalten“, sagte Günther. Die Ausnahmeregel für die Feiertage in den anderen 15 Bundesländern sehe er generell kritisch. „Gerade über Weihnachten, gerade bei Silvester wäre es im Sinne aller, wenn alle sich auch dort zurückhalten“, sagte Günther.

Das sagen Kanzlerin Merkel und Bayerns Ministerpräsident Söder

22.48 Uhr: Was die Bundeskanzlerin und der bayerische Ministerpräsident zu den Beratungen am Mittwoch sagen und welche Maßnahmen noch beschlossen wurden, lesen Sie hier.

256 neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein

22.08 Uhr: In Schleswig-Holstein sind nach Angaben der Landesregierung von Mittwochabend binnen eines Tages 256 neue Corona-Fälle gemeldet worden. Am Vortag waren es 251, davor 145. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben sind, stieg um einen auf 242. Seit Beginn der Pandemie sind 13 560 Infektionen nachgewiesen worden, wie die Landesregierung weiter mitteilte.

In den Krankenhäusern in Schleswig-Holstein wurden den Angaben vom Mittwoch zufolge 122 Covid-19-Patienten behandelt; 20 von ihnen in Intensivtherapie. Die Zahl der genesenen Menschen wird auf 10.200 geschätzt.

Die Sieben-Tage-Inzidenz von Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in Schleswig-Holstein lag am Mittwoch nach Angaben der Landesregierung vom Abend bei 47,8.

Bürgermeister Tschentscher verkündet Maßnahmen für Weihnachten und Silvester

21.30 Uhr: Nach den über siebenstündigen Beratungen mit Kanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten hat sich Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher am Abend in einer Regierungserklärung zu den neu beschlossenen Maßnahmen geäußert. 

Tschentscher zur Lage in Deutschland und Hamburg: „Nach fast drei Wochen der Wellenbrecher-Lockdown-Maßnahmen stellen wir fest, dass es einen Erfolg gibt. Wir haben in Deutschland ein stabiles Infektionsgeschehen. In einigen Bundesländern gibt es sogar einen leichten Trend nach unten. Ohne die Beschlüsse vom 2. November wäre unsere Lage sehr viel ernster. Damit haben wir drastische weitere Maßnahmen verhindert”, sagte Tschentscher.

Tschentscher zum Thema Impfungen in Hamburg: „Wir bereiten uns in Hamburg sehr intensiv darauf vor, ab dem 15. Dezember mit einem möglicherweise vorhandenen Impfstoff Impfungen zu beginnen.”

Tschentscher zum Thema Corona-Beschränkungen: „Weil die Infektionslage noch nicht stabil genug ist, müssen wir die Beschränkungen zunächst bis zum 20. Dezember fortführen. Das ist nötig, damit die Infektionszahlen weiter zurückgehen können. Die November-Hilfen können wir fortführen.”

Tschentscher zu weiteren Beschränkungen: „Es wurde beschlossen, dass wir private Zusammenkünfte weiter auf höchstens fünf Personen und zwei Haushalte begrenzen. Das ist eine weitere Einschränkung der Kontakte, die wir für nötig erachten. Ausgenommen davon sind Kinder bis 14 Jahren. Für die großen Einzelhandelsläden mit mehr als 800 Quadratmetern Verkaufsfläche liegt die zulässige Personenzahl bei einer Person auf 20 Quadratmetern. Unterhalb dieser Größe bleibt eine Person pro zehn Quadratmeter zulässig.”

Tschentscher zur ausgeweiteten Maskenpflicht: „Die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasenbedeckung wollen wir ausweiten. In allen öffentlich zugänglichen geschlossenen Räumen ist das Tragen einer Maske jetzt Pflicht, wie das auch schon in den Öffentlichen Verkehrsmitteln gilt. Am Arbeitsplatz soll eine Maske getragen werden, wenn keine Abstände gehalten werden können. Die Hochschulen sollen ihre Lehre jetzt wieder digital vornehmen.”

Tschentscher zum Thema Weihnachten und Silvester: „Von 23.12. bis höchstens 1.1. sollen Treffen im engsten Familien- und Freundeskreis bis maximal zehn Personen zulässig sein. Das ist eine Lockerung der Kontaktbeschränkung für diese Zeit. Diese Treffen sollen mit aller Vorsicht stattfinden. Unternehmen sollen möglichst großzügig Homeoffice anbieten oder Betriebsferien machen. In Deutschland sollen bundeseinheitlich die Ferien am 19. Dezember beginnen. Für Silvester gilt die dringende Empfehlung, auf Feuerwerk zu verzichten. Auf belebten Straßen und Plätzen soll Feuerwerk verboten werden. Ich gehe davon aus, dass wir Feuerwerke am Jungfernstieg und an den Landungsbrücken verbieten. Im Hinblick auf die Skisaison sollten touristische Reisen ins Ausland unterbleiben.”

Abschließend sagte Tschentscher: „Ich bitte alle Bürgerinnen und Bürger, die bisherige Disziplin weiter aufrecht zu erhalten.”

Am Freitag, 27. November 2020, wird der Senat zu einer Sondersitzung zusammenkommen und darüber beraten, wie die Beschlüsse in Hamburg umgesetzt werden.

47 Corona-Fälle in Behinderten-Werkstatt in Varel

18.42 Uhr: In einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung in Varel-Jeringhave gibt es einen Coronavirus-Ausbruch. Insgesamt seien 47 Menschen positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden, teilte der Landkreis Friesland mit. Das Gesundheitsamt hatte die Werkstatt am Montag geschlossen, nachdem zunächst fünf Menschen positiv getestet worden waren. Daraufhin wurden 200 weitere Personen getestet. Wie die „Nordwest-Zeitung“ berichtet, leben 17 der infizierten Beschäftigten in Wohnstätten im südlichen Friesland. Es werde alles getan, um sie von nicht infizierten Mitbewohnern zu trennen, hieß es.

Hamburg bietet auch im Frühjahr 2021 Lernferien an

18.25 Uhr: Hamburgs Schüler bekommen auch in den Frühjahrsferien kostenlose und freiwillige Lernangebote, um durch die Corona-Pandemie verursachte Lernrückstände aufzuholen. Die Bürgerschaft beschloss am Mittwoch einen entsprechenden Antrag der Koalition aus SPD und Grünen und forderte den Senat zudem auf, gleiche Angebote für die Sommer- und Herbstferien 2021 zu prüfen. Lernferien waren bereits im vergangenen Sommer- und Herbst angeboten worden. Damals beteiligten sich in den Sommerferien 241 Schulen und knapp 7000 Schüler, in den Herbstferien waren es 95 Schulen und knapp 4000 Schüler.

Schulbehörde meldet neue Zahlen für Hamburg

16.14 Uhr: Die Schulbehörde meldet 54 Neuinfektionen an 40 Schulen, davon 39 Schülerinnen und Schüler sowie 15 Schulbeschäftigte (an der Beruflichen Schule für medizinische Fachberufe auf der Elbinsel (BS 15) drei betroffene Schüler; an der Beruflichen Schule Anckelmannstraße (BS 01) fünf betroffene Schüler; an der Schule Bekkamp zwei betroffene Schüler und zwei betroffene Schulbeschäftigte).

Seit Schuljahresbeginn Anfang August sind insgesamt 2.598 COVID-Infektionen von den Schulen gemeldet worden, davon 2.120 Schülerinnen und Schüler und 478 Schulbeschäftigte. Die meisten Ansteckungen passierten nach den Herbstferien: 2.073 Neuinfektionen (davon 1.674 Schülern und Schülerinnen sowie 399 Schulbeschäftigte).

Derzeit gelten 518 Menschen aus dem schulischen Kontext in 177 Schulen als infiziert, davon 433 Schülerinnen und Schüler (0,17 Prozent aller Schüler), sowie 85 Schulbeschäftigte (0,25 Prozent). 90 Klassen (von rund 9.500) sowie 251 weitere Schulbeschäftigte sind in Quarantäne. Insgesamt sind aktuell 2.917 Schülerinnen und Schüler in Quarantäne, also 1,1 Prozent der gesamten Schülerschaft.

Die höchste an einem Tag gemeldete Zahl an Neuinfektionen waren 116 Fälle am 20. November, nach Massentests an zwei Schulen.

Corona-Ausbruch in Fleischerei von Block House

15.40 Uhr: In der hauseigenen „Block House“-Fleischerei haben sich in den vergangenen zwei Wochen 20 Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Die Restaurantkette versichert, sich an alle Vorschriften gehalten zu haben. Zwei Mitarbeiter mussten im Krankenhaus behandelt werden. Mehr dazu lesen Sie hier.

49 Corona-Infektionen in Wilhelmshavener Seniorenheim

15.22 Uhr: In einem Seniorenheim in Wilhelmshaven gibt es nach Angaben der Stadt einen größeren Corona-Ausbruch. Insgesamt sind 49 Menschen, darunter Bewohner und Pflegepersonal, mit dem Coronavirus infiziert, wie die Stadt am Mittwoch mitteilte. Drei Infizierte werden demnach in einer Klinik behandelt. Ein Bewohner, der ebenfalls positiv auf das Coronavirus getestet worden war, starb bereits am Dienstag. Insgesamt leben in dem Seniorenheim 54 Bewohner.

Bereits am vergangenen Wochenende hatte das Gesundheitsamt nach den ersten Fällen ein Besuchsverbot für die Einrichtung verhängt. Nachdem zu Beginn der Woche bei allen Bewohnern und Mitarbeitern Abstriche genommen wurden, wurden am Mittwoch 37 weitere Infektionen bekannt.

Nach Angaben der Stadt ist mit dem Anstieg der Fallzahlen in Wilhelmshaven nun erstmals die kritische Marke von 50 Fällen pro
100.000 Einwohner binnen sieben Tagen überschritten worden. Das Landesgesundheitsamt wies am Mittwoch einen Inzidenzwert von 114,3 aus. Die Stadt erließ daher eine Maskenpflicht für bestimmte öffentliche Orte.

Neue Zahlen: Etwas weniger Corona-Neuinfektionen in Hamburg

12.37 Uhr: In Hamburg wurden seit gestern 363 neue Corona-Fälle gemeldet. Am Dienstag lag die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen bei 392.

312 Menschen mit Covid19-Erkrankung werden - Stand Dienstag - in Hamburg im Krankenhaus behandelt, 88 davon auf einer Intensivstation. Die Zahl der Todesfälle liegt unverändert bei 281.

Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 137,9 Fällen pro 100.000 Einwohner.

Deutlicher Anstieg der Corona-Fallzahlen in Niedersachsen

11.07 Uhr: Nach 762 Fällen am Dienstag gibt es heute einen deutlichen Anstieg der Corona-Fallzahlen in Niedersachsen: Seit gestern kamen 1304 neue Infektionen dazu. 34 weitere Menschen sind an oder mit dem Coronavirus verstorben. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 101,1 Fällen pro 100.000 Einwohner.

In einer Altersgruppe nehmen die Corona-Infektionen besonders stark ab

10.37 Uhr: Vergangene Woche sind insgesamt 2.182 Corona-Fälle von den Gesundheitsämtern erfasst worden. Davon gehen nach Angaben der Sozialbehörde 695 auf die Altersgruppe der 20- bis 39-Jährigen zurück und 275 Fälle beziehen sich auf über 70-jährige Personen. Die gute Nachricht: „In allen Alterssegmenten ist ein Rückgang der Neuinfektionen zu verzeichnen”, heißt es von der Behörde. Dieser sei in der Altersgruppe der 20- bis 39-Jährigen besonders stark.

Für 470 der Fälle sei die Zuordnung zu einem Ausbruchsgeschehen möglich, insgesamt handele es sich um 73 identifizierte Ausbrüche (ab zwei Personen). Aussagen zu den Infektionsumfeldern kann die Behörde nur für einen Teil dieser Ausbrüche gemacht werden. Der Infektionsort liege überwiegend in Hamburg, für zwei Infektionen sei ein Infektionsort im Ausland angegeben.

Hamburg: Hier wütet das Coronavirus besonders stark

9.23 Uhr: Laut Angaben der Sozialbehörde sind in Hamburg aktuell 410 Bewohner und Bewohnerinnen in 30 Pflegeeinrichtungen mit Corona infiziert. Hinzu kommen 197 Beschäftigte, bei denen ebenfalls eine Corona-Infektion festgestellt worden sei. In 15 Pflegeeinrichtungen gebe es zehn oder mehr Fälle.

Weniger Tests, aber mehr positive Befunde in Hamburg

8.09 Uhr: Die Testkapazitäten Hamburgs werden zurzeit umfassend genutzt. Nach Angaben der Sozialbehörde gehen die Testungen im Vergleich zu den Vorwochen aber leicht zurück: „An jedem Werktag werden durchschnittlich 16.300 Tests durchgeführt. Die Rate der positiven Befunde ist auf 5,9 Prozent gestiegen”, teilte die Sozialbehörde mit.

Hinzu kommen Schnelltests, die mittlerweile in mehr als 500 Einrichtungen der Pflege, Eingliederungshilfe und Altenpflege sowie in Krankenhäusern nach Einreichung eines Konzeptes eingesetzt werden können.

Hamburger auf Ostseeinsel erwischt – hohe Bußgelder

6.31 Uhr: Auf der Insel Rügen sind in den vergangenen Tagen mehrere Touristen des Landes verwiesen worden, weil sie gegen die Corona-Landesverordnung verstießen. Wie die Polizei in Stralsund mitteilte, wurde am Montag eine Frau aus dem südlichen Brandenburg in einem Wohnmobil auf einem Parkplatz zwischen Prora und Mukran angetroffen, die sich nur aus touristischen Gründen an der Ostsee aufhielt. In Suhrendorf auf der Insel Ummanz stießen Beamte auf einen Pkw mit Pirnaer Kennzeichen, in dem ein 33-jähriger Deutscher aus Sachsen saß, der zum Kitesurfen an die Ostsee gekommen war.

Zum Kitesurfen waren auch zwei Hamburger gekommen, auf die die Polizei am Strand von Kreptitz bei Wiek stieß. Die 31 und 37 Jahre alten Männer wollten von einem Einreiseverbot nach Mecklenburg-Vorpommern nichts gewusst haben. Im Hafen von Damitz bei Prohn (Landkreis Vorpommern-Rügen) stellten Polizeibeamte ein 20 und 21 Jahre altes Pärchen, das in einem Pkw schlief. Die französischen Staatsbürger studieren in Brandenburg und sagten ebenfalls, sie hätten nichts von einem Einreiseverbot gewusst.

Gegen die Touristen wurden Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen des Verstoßes gegen die Corona-Landesverordnung eingeleitet. Verbotenes Reisen nach Mecklenburg-Vorpommern kann mit Bußgeldern zwischen 150 und 2000 Euro geahndet werden.

Das waren die News am 24. November:

251 neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein – vier weitere Tote

21.59 Uhr: In Schleswig-Holstein sind nach Angaben der Landesregierung von Dienstagabend binnen eines Tages 251 neue Corona-Fälle gemeldet worden. Am Vortag waren es 145, davor 121. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben sind, stieg um vier auf 241. Seit Beginn der Pandemie sind 13.304 Infektionen nachgewiesen worden, wie die Landesregierung weiter mitteilte. In den Krankenhäusern in Schleswig-Holstein wurden den Angaben vom Dienstag zufolge 142 Covid-19-Patienten behandelt; 19 von ihnen in Intensivtherapie. Die Zahl der genesenen Menschen wird auf 9900 geschätzt. Die 7-Tage-Inzidenz von Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in Schleswig-Holstein lag am Dienstag nach Angaben der Landesregierung vom Abend bei 47,0.

Studie der Uni Hamburg: So zufrieden sind Deutsche mit der Lockdown-Politik

21.13 Uhr: Eine Studie der Universität Hamburg zeigt: Die Deutschen blicken vorsichtig optimistisch auf die nächsten Monate. Auch wenn vielen Menschen die wirtschaftliche Situation des Landes Sorgen bereite, unterstützen etwa zwei Drittel die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Das zeigen die Ergebnisse einer repräsentativen Studie unter Leitung des Hamburg Center for Health Economics (HCHE), bei der vom 5. bis 16. November mehr als 7000 Menschen in Deutschland, Dänemark, Frankreich, Italien, den Niederlanden, Portugal und Großbritannien befragt wurden.

„Die neuen Auswertungen zeigen, dass 64 Prozent aller Befragten (in Deutschland 65 Prozent) hinter den aktuellen Lockdown-Maßnahmen stehen“, teilte Jonas Schreyögg, wissenschaftlicher Leiter des HCHE, mit. 46 Prozent der Befragten und damit knapp die Hälfte könne sich sogar vorstellen, dass das Leben in den nächsten Monaten wieder wie vor der Corona-Pandemie werden wird.

Großteil der Corona-Patienten in Krankenhäusern gehören Risiko-Gruppe an

20.43 Uhr: In Hamburg werden in 20 Krankenhäusern momentan 312 Patienten stationär behandelt, davon 261 mit Wohnort in Hamburg, wie der Senat mitteilt. Für 72 der Patienten aus Hamburg und 16 Patienten aus dem Umland ist eine intensivmedizinische Behandlung erforderlich. Insgesamt 186 Patienten sind über 70 Jahre alt.

„Die Auslastung der Normal- und Intensivbereiche ist in den vergangenen Tagen auf einem hohen, aber stabilen Niveau“, heißt es.

Corona-Impfungen in Hamburg sollen am 15. Dezember starten

19.01 Uhr: Der Termin für den geplanten Impfstart in Hamburg steht wohl fest: Ab dem 15. Dezember könnten Impfungen vorgenommen werden, wie das „Abendblatt“ berichtet. Neben dem Impfzentrum in den Messehallen seien auch mobile Impfteams fest eingeplant, – zum Beispiel für Behörden und andere „systemrelevante“ Bereiche – abhängig von der Zulassung der Impfstoffe.

Im Gegensatz zu anderen Bundesländern hat Hamburg noch kein konkretes Konzept zu den geplanten Impfungen vorgestellt. Die Strategie soll erst am Donnerstag offiziell bekannt gegeben werden.

Wieder starker Anstieg bei Corona-Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern

18.19 Uhr: Die Corona-Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern sind am Dienstag im Vergleich zu den Vortagen drastisch angestiegen. Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock meldete 144 neue Infektionen mit dem Sars-CoV-2-Virus. Am Montag waren es 55. Die Zahl der seit März registrierten Infektionen erhöhte sich auf mindestens 5247. Die meisten Neuinfektionen wurden aus dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte mit 38 Fällen gemeldet, gefolgt von den Landkreisen Ludwigslust-Parchim mit 28 und Vorpommern-Greifswald mit 25 neuen Fällen.

Trotz des Anstiegs bei den Neuinfektionen sank die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche, leicht. Sie liegt für Mecklenburg-Vorpommern nun bei 46,8. Die höchsten Werte unter den Landkreisen haben Vorpommern-Greifswald mit 78,5, Nordwestmecklenburg mit 73,1 und die Mecklenburgische Seenplatte mit 53,9. Diese Landkreise gelten als Risikogebiete.

55 Menschen starben seit Beginn der Pandemie in Mecklenburg-Vorpommern an oder mit Covid-19. Das ist ein Todesopfer mehr als am Vortag. Landesweit gelten 3929 der bislang Infizierten als genesen. Nach Angaben der Internetseite intensivregister.de werden derzeit im Land 16 Menschen invasiv beatmet. Dem Lagus zufolge sind derzeit in 43 Schulen Corona-Infektionen gemeldet. Betroffen seien 79 Schüler und 16 Lehrer. In 16 Kitas und Horten seien Corona-Fälle bei jeweils 14 Kindern und Erziehern oder Mitarbeitern registriert worden.

Niedersachsen startet vor Weihnachten nun doch früher in Schulferien

16.51 Uhr: Die Weihnachtsferien in Niedersachsen werden nach Angaben der Staatskanzlei verlängert. Start ist nun doch bereits einige Tage früher als bisher geplant. Das sagte eine Sprecherin von Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am Dienstag. Letzter Schultag vor den Ferien soll Freitag, der 18. Dezember, sein. Bislang war der 22. Dezember als letzter Schultag geplant gewesen. Zuvor hatten sich die Ministerpräsidenten bei ihren Gesprächen über die Corona-Regeln darauf geeinigt, die Ferien zu verlängern – mit Ausnahme von Bremen habe Einigkeit geherrscht, hieß es aus der Stuttgarter Staatskanzlei. Nach bisherigem Stand soll die Schule in Niedersachsen im neuen Jahr am 11. Januar wieder beginnen. Niedersachsens Kultusministerin Grant Hendrik Tonne (SPD) hatte einen früheren Start zuletzt noch abgelehnt.

Schleswig-Holstein richtet 28 Corona-Impfzentren ein

16.09 Uhr: Bis Mitte Dezember sollen in allen 15 Kreisen und kreisfreien Städten Schleswig-Holsteins Corona-Impfzentren startklar sein. „Wir werden bereit sein, sobald ein Covid-19-Impfstoff verfügbar ist“, sagte Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung. Insgesamt sollen im Land 28 Impfzentren aufgebaut werden. In den ersten sechs Monaten nach Verfügbarkeit eines Impfstoffs sollen dort insgesamt 650.000 Schleswig-Holsteiner geimpft werden. Die Kosten für die Impfzentren beziffert die Landesregierung mit 50 Millionen Euro. Die Hälfte davon trägt der Bund. Später sollen die Impfungen in den Hausarztpraxen erfolgen.

In Lübeck wird ein Impfzentrum in der Rotunde (dem runden Foyer) der Musik- und Kongresshalle (MuK) eingerichtet. Dort könnten bis zu 1000 Impfungen am Tag vorgenommen werden, sagte eine Sprecherin. Das Impfzentrum soll ab Ende November einsatzbereit sein. Lübecks Bürgermeister Jan Lindenau (SPD) sagte, Stadt und Land arbeiteten Hand in Hand, um die Impfung der Bevölkerung möglich zu machen. Trotzdem werde es Monate dauern, bis alle Menschen, die das möchten, geimpft werden könnten. Hilfe kommt auch von der Bundeswehr. Pro Impfzentrum stünden etwa fünf Soldaten bereit, sagte Oberst Axel Schneider, Kommandeur des Landeskommandos Schleswig-Holstein.

Zunahme der Intensivpatienten „besorgniserregend“: Senat mit Appell an alle Hamburger

14.48 Uhr: Nach rund drei Wochen Corona-Lockdown zieht der Hamburger Senat eine erste Bilanz: Der Sieben-Tage-Wert sei in der Hansestadt von 156,4 vor einer Woche auf 131,7 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gesunken, erklärte Senatssprecher Marcel Schweitzer am Dienstag. „Das ist ein Zeichen dafür, dass die Welle gebrochen wurde“, sagte er.

Besorgniserregend sei hingegen die Zunahme der Intensivpatienten: Diese stieg innerhalb von einer Woche von 85 auf 90. Deshalb appelliert der Senat an die Bevölkerung, weiterhin alle nicht notwendigen Kontakte zu vermeiden. Hamburg sei auf einem guten Weg, aber das Ziel sei, deutlich unter einen Sieben-Tage-Wert von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner zu kommen.

Corona-Infektionen in Niedersachsen gehen nur langsam zurück

13.50 Uhr: Für Lockerungen des Corona-Teil-Lockdowns ist es nach Einschätzung der niedersächsischen Regierung angesichts eines nur leichten Rückgangs der neuen Ansteckungen noch zu früh. „Wir sind nach wie vor in der Situation, dass wir eine Seitwärtsbewegung haben“, sagte der Leiter des Krisenstabs, Heiger Scholz, am Dienstag.

„Es wird ganz langsam weniger, aber eben ganz langsam“. Die bisherigen Maßnahmen zur Eindämmung des Virus müssten daher fortgeführt und gegebenenfalls noch verschärft werden. Die Lage in den Krankenhäusern sei noch nicht überspannt, aber angespannt. Am Mittwoch beraten Bund und Länder über die Corona-Regeln ab Dezember.

Nach Angaben des Landesgesundheitsamts gab es in Niedersachsen bis Dienstagmorgen 762 neue Corona-Fälle im Vergleich zum Vortag. Das waren 182 Neuinfektionen weniger als am Dienstag vor einer Woche.

Schleswig-Holstein erlaubt weiter private Treffen von zehn Personen

12.46 Uhr: Im Gegensatz zu den anderen Ländern will Schleswig-Holstein keine strengeren Kontaktbeschränkungen ab Dezember. Angesichts im Ländervergleich niedriger Corona-Infektionszahlen hält die Landesregierung daran fest, dass private Zusammenkünfte weiter mit bis zu zehn Personen möglich sind. In den übrigen Ländern soll die Zahl auf fünf Personen beschränkt werden, Kinder bis 14 Jahren ausgenommen. In einem  Beschlussentwurf der Länder für die Beratungen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch gibt es eine entsprechende Fußnote Schleswig-Holsteins.

Laut dem Robert Koch-Institut (RKI) wies Schleswig-Holstein am Dienstag bei der Sieben-Tage-Inzidenz von Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner mit gut 47 den niedrigsten Wert aller Bundesländer auf.

Die Ministerpräsidenten der Länder haben sich auf eine Verlängerung des seit Anfang November geltenden Teil-Lockdowns bis zum 20. Dezember geeinigt. Bei einer Inzidenz von „deutlich“ unter 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen und wenn weitere Bedingungen erfüllt sind, sollen Länder die Möglichkeit bekommen, hiervon abzuweichen.

Die Länder wollen die Kontaktbeschränkungen an Weihnachten und Silvester lockern. Laut dem Beschluss-Entwurf vom Dienstag, sollen vom 23. Dezember bis zum 1. Januar Treffen von maximal zehn Menschen eines Haushaltes mit haushaltsfremden Familienmitgliedern oder Personen zulässig sein. Kinder bis 14 Jahren sind ausgenommen. Für Silvester empfehlen die Regierungschefs, auf Feuerwerk zu verzichten. Auf belebten Straßen und Plätzen wird Feuerwerk und Böllern untersagt.

Geschlossene Betriebe und Einrichtungen, insbesondere die Gastronomie, bleiben geschlossen. Die Hilfen für die betroffenen Betriebe werden verlängert. Die Maskenpflicht soll künftig auch vor Einzelhandelsgeschäften und auf Parkplätzen gelten.

Neuinfektionen in Hamburg: 392 neue Fälle

11.57 Uhr: Am Dienstag vermeldet die Stadt Hamburg 392 Neuinfektionen – am Montag waren es 237 Neuinfektionen. Die 7-Tage-Inzidenz in der Hansestadt sinkt trotzdem von 133,4 auf 131,7  Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. 

Bestätigte Fälle gibt es in Hamburg inzwischen 23.331 – geheilt seien davon bereits 14.200, wie die Stadt bestätigt. Die Zahl der Corona-Toten bleibt stabil bei 281. 

311 Fälle werden stationär in den Krankenhäusern und Kliniken behandelt, davon sind 90 auf Intensiv-Stationen (Vortag: 75). 

Corona-Impfzentrum in den Messehallen: Hamburg sucht bereits Personal

10.17 Uhr: Für das geplante Impfzentrum in den Messehallen sucht Hamburg ab Mitte Dezember bereits Personal über das Job-Portal „doctari“, das speziell auf Ärzte und Pflegekräfte spezialisiert ist, wie die „Bild“ berichtet.

Für 80 Euro die Stunde sollen die Ärzte laut Ausschreibung in dem Impfzentrum arbeiten. Da bundesweit nach Ärzten gesucht wird, soll bei Bedarf auch eine Unterkunft zur Verfügung gestellt werden. Die Ärzte arbeiten im Drei-Schicht-System von 7 bis 21 Uhr, Patienten werden wohl täglich von 8 bis 20 Uhr geimpft.

Gesundheitsminister informiert über geplante Impfzentren

9.40 Uhr: Schleswig-Holsteins Landesregierung berät heute über die geplanten Corona-Impfzentren im Norden. Am Nachmittag (14.00 Uhr) will Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) die Öffentlichkeit über den Stand der Vorbereitungen informieren. Nach den Worten von Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) werden bis Mitte Dezember Corona-Impfzentren in allen Kreisen und kreisfreien Städten einsatzbereit sein. „Ob ein Impfstoff im Dezember schon zur Verfügung steht, wissen wir nicht. Klar ist: Die Massenimpfung darf nicht an fehlenden Räumen scheitern“, sagte Günther dem „Spiegel“.

Das waren die Corona-News vom 23. November

145 neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein – drei weitere Tote

21.41 Uhr: In Schleswig-Holstein sind am Montag 145 neue Corona-Fälle gemeldet worden. Am Vortag waren es 121, davor 153. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben sind, stieg um drei auf 237. Seit Beginn der Pandemie sind im nördlichsten Bundesland 13.053 Infektionen nachgewiesen worden, wie die Landesregierung weiter mitteilte. In den Krankenhäusern in Schleswig-Holstein behandelt wurden den Angaben zufolge 155 Covid-19-Patienten – also mehr als an den Vortagen. Die Zahl der genesenen Menschen wird auf 9600 geschätzt. Die 7-Tage-Inzidenz von Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in Schleswig-Holstein lag am Montag nach Angaben des Robert Koch-Instituts bei 46,49. Nach Angaben der Landesregierung vom Abend lag der Wert bei 47,2.

Hamburger Senat will faire Miet-Lösungen in Corona-Zeiten

20.43 Uhr: Angesichts andauernder coronabedingter Einbußen haben Senat, Handel und Immobilienwirtschaft gewerbliche Mieter und Vermieter in Hamburg zu fairer Zusammenarbeit aufgerufen. Beide Mietparteien säßen in einem Boot und müssten sich über eine faire Risiko- und Lastenverteilung in der Krise einigen, hieß es am Montag von Senat, Handelsverband Deutschland (HDE) und Zentralem Immobilien Ausschuss (ZIA).

Gewerbliche Vermieter wurden aufgerufen, einzelfall- und lösungsorientiert mindestens für das Corona-Jahr 2020 Verständigungen zu vereinbaren, wenn ihre gewerblichen Mieter eine Stundung oder Senkung der Miete beziehungsweise Ratenzahlung begehren. Viele Vermieter hätten sich bereits auf ihre Mieter zubewegt, „denn auch sie wissen, dass Kündigung und Leerstand keine gute Alternative in der Krisenbewältigung sind“, sagte Finanzsenator Andreas Dressel (SPD). „Aber uns berichten immer wieder Gewerbemieter, dass es auch Vermieter gibt, die zu keinerlei Zugeständnissen bereit sind.“

Lockerungen zu Weihnachten? Norden will Feiern möglich machen

19.22 Uhr: Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hat sich am Montag in Kiel zu Lockerungen der Corona-Maßnahmen, insbesondere mit Blick auf die kommenden Feiertage geäußert. „Für substanzielle Lockerungen in großem Stil sehe ich vorerst keinen Raum“, so Günther, allerdings sehe er für eine Verschärfung der Regelungen im Norden derzeit keinen Grund.

Am Mittwoch werden die Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) über weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie beraten. Günther bekräftigte seine Forderung nach einem Regelwerk, das regionale Spielräume eröffne, in denen bestehende Einschränkungen an das Infektionsgeschehen angepasst werden könnten. Aus seiner Sicht werden Weihnachtsfeiern im kleinen Kreis bis zehn Personen auch in der Pandemie möglich sein. „Wir wollen definitiv ein Regelwerk zu Weihnachten haben, das Begegnungen ermöglicht, auf die sich viele freuen – im engen Kreis der Familie oder auch mit Freunden“, sagte Günther der Deutschen Presse-Agentur. „Große Feste mit 30 Personen sehe ich nicht und hielte ich auch nicht für verantwortbar.“

Gerade im öffentlichen Raum werde das Land darauf achten, dass die Regeln eingehalten werden, sagte Günther. „Aber wir sagen auch klar, dass es nicht Aufgabe von Ordnungsbehörden ist, in Schleswig-Holstein in Wohnungen zu kontrollieren, ob dort zehn oder zwölf Personen sitzen.“

55 neue Corona-Fälle in Mecklenburg-Vorpommern – ein weiterer Toter

17.55 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern sind am Montag laut Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) 55 neue Corona-Fälle registriert worden. Damit stieg die Zahl der seit März registrierten Infektionen auf 5247. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt landesweit bei 48,5. In Mecklenburg-Vorpommern starben seit Beginn der Pandemie 54 Menschen an oder mit Covid-19, das ist einer mehr als noch am Vortag. Landesweit gelten 3845 aller Infizierten als genesen.

Hamburg: 237 Neuinfektionen gemeldet – Inzidenz steigt wieder leicht

12.02 Uhr: Noch am letzten Montag wurden in Hamburg 185 neue Corona-Infektionen verzeichnet – eine Woche später steigt der Wert wieder leicht an. Am heutigen Montag vermeldet die Stadt Hamburg 237 Neuinfektionen, gestern waren es 172 Neuinfektionen.

Die 7-Tage-Inzidenz in der Hansestadt steigt damit von 130,6 auf 133,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Laut RKI liegt dieser Wert für Hamburg bei 105,7 (Stand: 23.11., 8.30 Uhr). 

Bestätigte Fälle gibt es in Hamburg inzwischen 22.939 – geheilt seien davon bereits 13.700, wie die Stadt bestätigt – 300 mehr als Sonntag. Die Zahl der Corona-Toten bleibt stabil bei 281. Das RKI zählt für Hamburg 338 Tote (Stand: 23.11., 8.30 Uhr), 2 mehr als am Vortag.

320 Fälle werden stationär in den Krankenhäusern und Kliniken (Stand: 20.11.) behandelt, davon sind 89 auf Intensiv-Stationen (70 Hamburger).

Zahlen in Niedersachsen steigen deutlich – mehrere Tote

10.52 Uhr: Die Zahl der neuen Corona-Infektionen in Niedersachsen steigt weiter deutlich an. Am Montag registrierte das Landesgesundheitsamt 1118 mehr Fälle als am Vortag. Am Sonntag waren es 751. Landesweit wurden bislang 64.401 Infektionen mit dem Coronavirus labordiagnostisch bestätigt und gemeldet. Von den Betroffenen gelten 43.234 (+570) Menschen als genesen. Nach einer Infektion gestorben sind bislang 1019 Personen – die Zahl stieg am Montag im Vergleich zum Vortag um 10. Der Inzidenzwert steigt von 94,6 auf 103,0 – so viele Menschen pro 100.000 Einwohner haben sich in den vergangenen sieben Tagen angesteckt.

Ab einer Inzidenz von 50 gilt ein Landkreis oder eine kreisfreie Stadt als Corona-Risikogebiet. Die große Mehrheit liegt über dieser Marke. Die meisten Infektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen verzeichnete der Landkreis Cloppenburg mit 285,3, gefolgt vom Kreis Vechta (256,3) und dem Landkreis Osnabrück (249,7).

Schwesig fordert strenge Kontaktbeschränkungen für Corona-Hotspots

9.37 Uhr: Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig pocht vor den Corona-Beratungen mit den anderen Ländern und dem Bund auf strenge Regeln für Corona-Hotspots. Zugleich müssten Lockerungen möglich sein für Gebiete, die deutlich und dauerhaft weniger als 50 Neuinfektionen binnen einer Woche pro 100.000 Einwohner haben, sagte die SPD-Politikerin am Montag im Deutschlandfunk. Unter diesem sogenannten Inzidenzwert liegen laut Robert Koch-Institut derzeit nur Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein (beide 46,5). An diesem Montag wollen die Landesregierungschefs ihre Position festlegen für die Beratungen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch.

Mit Blick auf Gesamtdeutschland sagte Schwesig: „Die Zahlen sind gedämpft, aber sie bleiben weiter hoch. Und deshalb muss nach Auffassung vieler Länder der November-Shutdown fortgeführt werden, insbesondere in den Risikogebieten.“ Sie plädierte aber dafür, dass die Kontaktbeschränkungen über die Weihnachtszeit und den Jahreswechsel gelockert werden. „Ich finde es richtig, dass man zu Weihnachten ermöglicht, dass wenigstens zehn Personen zusammenkommen können“, sagte die Ministerpräsidentin. Diese Zahl scheint unter den Ländern allerdings noch nicht ausverhandelt zu sein, wie aus dem letzten bekannten Beschlussvorschlag des Landes Berlin hervorgeht, das derzeit der Ministerpräsidentenkonferenz vorsteht. Auch eine Beschränkung auf fünf Personen steht demnach noch im Raum.

Niederegger rechnet trotz Corona mit gutem Weihnachtsgeschäft

6.49 Uhr: Trotz der Corona-Pandemie läuft die Marzipanproduktion bei der Lübecker Firma Niederegger seit Wochen auf Hochtouren. Die Nachfrage nach weihnachtlichen Artikeln wie Herzen, Sternen und Broten aus Marzipan aus dem In- und Ausland sei ungebrochen, sagte Unternehmenssprecher Kathrin Gaebel am Mittwoch. Die Produktionsmengen bewegten sich in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. In der Saison verlassen nach Firmenangaben täglich rund 30.000 Kilogramm Marzipan das Werk in Lübeck.

„Süßwaren sind erfahrungsgemäß recht krisenfest, die werden immer gekauft“, sagte Gaebel. Solange der Einzelhandel geöffnet bleibe, mache man sich keine Sorgen. „Außerdem hat auch der Verkauf über unseren Onlineshop schon im ersten Lockdown im Frühjahr kräftig zugelegt“, sagte sie.

Auch der Export von Niederegger-Produkten ins Ausland läuft nach Angaben der Unternehmenssprecherin nach wie vor gut. Die größten Exportmärkte Niedereggers sind nach Unternehmensangaben die USA, England und Russland. Das Weihnachtsgeschäft macht rund 60 Prozent des Jahresumsatzes aus. Zu dessen Höhe macht das Familienunternehmen stets keine Angaben.

Das waren die News am 22. November:

121 Neuinfektionen in Schleswig-Holstein

20.48 Uhr: In Schleswig-Holstein wurden am Sonntag 121 Corona-Neuinfektionen gemeldet, weniger als am Vortag: Am Samstag lag die Zahl der neuen Fälle bei 153.

Die meisten Neuinfektionen gab es laut Zahlen der Landesmeldestelle in Lübeck (36 Fälle) sowie in den Landkreisen Pinneberg (31) und Segeberg (25). In Kiel wurden neun Neuinfektionen gemeldet, im Kreis Dithmarschen sieben.

141 Menschen mit Covid19-Erkrankung werden derzeit in Schleswig-Holstein in Krankenhäusern behandelt, 27 davon auf einer Intensivstation.

Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 46,5 Fällen pro 100.000 Einwohner.

MeckPomm: 35 Corona-Neuinfektionen - 7-Tage-Wert bei 46,8

18.34 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern sind am Sonntag 35 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Damit stieg die Zahl der seit März registrierten Infektionen auf mindestens 5192, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte. Die meisten Neuinfektionen wurden mit jeweils sieben aus dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte und der Stadt Rostock gemeldet. Am Freitag waren landesweit 136 Neuinfektionen registriert worden. Am Samstag waren es 91.

Die Sieben-Tage-Inzidenz kletterte landesweit um 0,2 auf 46,8. Am höchsten ist dieser wichtige Wert laut Lagus in Nordwestmecklenburg mit 86,4 (Vortag: 83,3), gefolgt von Vorpommern-Greifswald mit 72,6 (Vortag: 71,7). Diese beiden Landkreise gelten als Risikogebiete. Landkreise werden zu Risikogebieten erklärt, sobald die 50er-Grenze dieses Werts überschritten wird.

In Mecklenburg-Vorpommern starben seit Beginn der Pandemie unverändert 53 Menschen an oder mit Covid-19. Landesweit gelten 3790 der Infizierten als genesen - 96 mehr als am Vortag. Nach Angaben des DIVI-Intensivregisters werden derzeit in MV 18 Menschen invasiv beatmet, zwei mehr als am Vortag.

Corona-Regeln: Nichersachsens Ministerpräsident will „Klarheit und Verlässlichkeit“ bis Neujahr

16.53 Uhr: Vor der nächsten Bund-Länder-Runde zu den Corona-Schutzmaßnahmen fordert Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil eine belastbare Planung für die Bürger mindestens bis Neujahr. „Meine Prioritäten sind Klarheit und Verlässlichkeit - die Menschen müssen wissen, was im Dezember, in der Advents- und Weihnachtszeit und über den Jahreswechsel möglich ist“, sagte der SPD-Politiker am Sonntag. Was genau an Weihnachten und Silvester gelten werde, sei derzeit aber noch nicht absehbar. "Das kann ich erst nach der Ministerpräsidenten-Konferenz sagen, es handelt sich um zwei durchaus schwierige Beratungspunkte." Die Regierungschefs der Länder wollen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch weiter über die Lage sprechen.

Viele Beobachter fragen sich, ob die seit Anfang November geltenden Verschärfungen des Teil-Lockdowns möglicherweise bis in den Dezember hinein anhalten müssen. "Wir brauchen zumindest oberhalb einer Inzidenz von 50 ein möglichst einheitliches und ausgewogenes Geflecht von Maßnahmen, die zur weiteren Eindämmung der Corona-Infektionen beitragen", meinte Weil als generelle Einschätzung. "Ich glaube, es ist wichtig, so klar und so gemeinsam wie möglich vorzugehen."

Dehoga MeckPomm fordert klare Ansagen beim Corona-Gipfel

15.32 Uhr: Der Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) Mecklenburg-Vorpommern erwartet vom Gespräch der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch klare Ansagen über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise. „quälende Unsicherheit” für Unternehmen und Beschäftigte müsse ein Ende haben, sagte Verbandspräsident Lars Schwarz am Sonntag. Es müsse klar sein, wann etwa die Hotels und Gaststätten wieder geöffnet werden dürften. „Wir brauchen klare Aussagen, weil wir einen Vorlauf brauchen und nicht in der Lage sind, von heute auf morgen zu öffnen.”

Schwarz forderte bundesweit einheitliche Regelungen und - sollte der Teil-Lockdown doch verlängert werden - Ausgleichszahlungen wie im November. „Wenn es zu einer Verlängerung kommt, dann muss von vornherein klar sein, wie es mit einer Entschädigung aussieht”, sagte er. Aktuell mache er sich große Sorgen um die Betriebe, Zulieferer und Beschäftigten. Denn wenn wegen Reisewarnungen kein Tourist in den Nordosten komme, betreffe das nicht nur das Gastgewerbe, sondern auch viele andere Branchen wie etwa den Einzelhandel.

Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen: Das ändert sich ab morgen

13.17 Uhr: Hamburgs rot-grüner Senat hat die Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen an einigen Stellen gelockert und an anderen verschärft. So muss ab morgen an den Sankt-Pauli-Landungsbrücken, in der Straße Mühlenkamp und rund um die Muharrem-Acar-Brücke in Wilhelmsburg vorerst keine Mund-Nasen-Bedeckung mehr getragen werden, wie die Sozialbehörde mitteilt.

Doch auf bestimmten Wegen, Straßen und Plätzen wird die Dauer der Maskenpflicht ausgeweitet. Dies gilt unter anderem für den Steindamm sowie rund um den Steintorplatz, für die Straße Schulterblatt und rund um den Alma-​Wartenberg-​Platz.

„Eine großflächige ganztägige Maskenpflicht im öffentlichen Raum ist nach wie vor nicht vorgesehen“, so Sprecher Martin Helfrich. Mit den aktuellen Anpassungen soll vielmehr eine solche allgemeine Maskenpflicht vermieden werden. Die Einschränkungen betreffen Bereiche, in denen wegen eines erhöhten Passantenaufkommens oder räumlicher Enge kein ausreichender Abstand eingehalten werden kann.

Neben einer Beschilderung vor Ort ist eine Auflistung der betroffenen Gebiete online einzusehen unter hamburg.de/corona.

Hamburg: Weniger Neuinfektionen als letzten Sonntag

12.02 Uhr: Noch am letzten Sonntag wurden in Hamburg 243 neue Corona-Infektionen verzeichnet – eine Woche später sinkt der Wert jetzt leicht ab. Am heutigen Sonntag vermeldet die Stadt Hamburg 172 Neuinfektionen, gestern waren es 433 Neuinfektionen.

Die 7-Tage-Inzidenz in der Hansestadt liegt damit bei 130,6 neuen Infektionen pro 100.000 Einwohner (Am Vortag: 134,4) . Laut RKI liegt dieser Wert für Hamburg bei 107,1 (Stand: 22.11., 9.30 Uhr). 

Bestätigte Fälle gibt es in Hamburg inzwischen 22.702 – geheilt seien davon bereits 13.400, wie die Stadt bestätigt – 200 mehr als Samstag. Die Zahl der Corona-Toten bleibt stabil bei 281. Das RKI zählt für Hamburg 336 Tote (Stand: 22.11., 9.30 Uhr), 2 mehr als am Vortag.

320 Fälle werden stationär in den Krankenhäusern und Kliniken behandelt, davon sind 89 auf Intensiv-Stationen (70 Hamburger).

Zahlen in Niedersachsen steigen deutlich – drei Kreise mit sehr hohen Inzidenz-Werten

10.26​ Uhr: Die Zahl der neuen Corona-Infektionen in Niedersachsen steigt weiter deutlich an. Am Sonntag registrierte das Landesgesundheitsamt 751 mehr Fälle als am Vortag. Am Samstag waren es 1225.

Landesweit wurden bislang 63.283 Infektionen mit dem Coronavirus labordiagnostisch bestätigt und gemeldet. Von den Betroffenen gelten 42.664 (+1170) Menschen als genesen.

Nach einer Infektion gestorben sind bislang 1009 Personen – die Zahl stieg am Sonntag im Vergleich zum Vortag um 6. Der Inzidenzwert lag bei 94,6 – so viele Menschen pro 100.000 Einwohner haben sich in den vergangenen sieben Tagen angesteckt.

Ab einer Inzidenz von 50 gilt ein Landkreis oder eine kreisfreie Stadt als Corona-Risikogebiet. Die große Mehrheit liegt über dieser Marke. Die meisten Infektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen verzeichnete der Landkreis Cloppenburg mit 290,0, gefolgt vom Kreis Vechta (253,5) und dem Landkreis Osnabrück (246,0).

Günther fordert unterschiedliche Corona-Maßnahmen in Ländern

9.41 Uhr: Aus Sicht des schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Daniel Günther sind bundesweit einheitliche Regeln im Kampf gegen die Corona-Pandemie unabdingbar. „Das bedeutet aber nicht, dass jedes Land die gleichen Maßnahmen ergreifen muss“, sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur im Blick auf die Ministerpräsidentenkonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am nächsten Mittwoch. Dies hänge von den Infektionszahlen ab.

Auf die Frage, wie weit regionale Differenzierungen gehen können, sagte Günther: „Wichtig ist, dass wir entsprechende Möglichkeiten für die Länder haben“. Er würde jetzt aber auch nicht ausschließen, auch innerhalb des Landes zu differenzieren. Auch dies hänge vom Infektionsgeschehen ab. Auch in Zeiten mit niedrigeren Infektionszahlen sei im Land differenziert worden. So seien beim Überschreiten bestimmter Schwellenwerte wie 35er- oder 50er-Inzidenz härtere Maßnahmen ergriffen worden. Als Beispiele nannte Günther Sperrstunden für Gaststätten und die Pflicht zum Tragen von Masken auch in der Grundschule. „Ich halte es zumindest für denkbar, in einer solchen Art und Weise weiterhin zu differenzieren.“

Zur Frage, ob es möglich sein wird, im Dezember wieder Gaststätten zu öffnen, wolle er derzeit keine Prognose abgeben, sagte der Ministerpräsident. Hier müsse auch die weitere Entwicklung der Infektionszahlen abgewartet werde.

Das waren die News am 21. November:

Uni-Klinikum verschiebt jede dritte nicht dringliche OP wegen Corona

22.12 Uhr: Wegen der gestiegenen Anzahl von Corona-Intensivpatienten verschiebt das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) zurzeit rund 40 nicht dringend notwendige Operationen pro Tag. Das sei etwa jeder dritte Eingriff dieser Art, erklärte eine Sprecherin.

Dabei gehe es etwa um Adipositasoperationen, die Behandlung von Leistenbrüchen, Kieferfehlstellungen oder um Operationen bei gutartigen Diagnosen wie zum Beispiel Schilddrüsenfunktionsstörungen. Auch ein Teil der ambulanten Termine müsse derzeit verschoben werden. «Das UKE reagiert damit auf die dynamische und ernstzunehmende Lage», erklärte die Sprecherin weiter.

Die Asklepios-Kliniken, die in ihren sieben Häusern rund 60 Prozent der Hamburger Corona-Patienten behandeln, haben bislang keine Regelung zur Verschiebung von Operationen getroffen. Allerdings hätten Patienten in wenigen Fällen von sich aus Eingriffe auf einen späteren Termin verlegen lassen.

Ein Asklepios-Sprecher warnte davor, notwendige Behandlungen aufzuschieben: „Es ist ein Desaster, wenn die Patienten, die wirklich was Ernstes haben, nicht ins Krankenhaus gehen.“ Während der ersten Corona-Welle im Frühjahr seien ein Drittel weniger Herznotfall-Patienten in die Asklepios-Kliniken gekommen als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Das Verschieben von Operationen bedeutet für die Krankenhäuser auch Einnahmeausfälle. Der Ärztliche Direktor und Vorstandsvorsitzender des UKE, Prof. Burkhard Göke, zeigte sich darum erfreut, dass mit dem am Mittwoch beschlossenen Bevölkerungsschutzgesetz die Pauschalen für Betten, die für Corona-Patienten freigehalten werden, wieder eingeführt werden.

Dem Intensivregister der Deutschen Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin zufolge waren am Freitag 586 von insgesamt 718 verfügbaren Intensivbetten in Hamburg belegt. 86 der Intensivpatienten - knapp 15 Prozent - wurden wegen Covid-19 behandelt.

153 neue Covid-19-Infizierte in Schleswig-Holstein

21.55 Uhr: In Schleswig-Holstein sind nach Angaben der Landesregierung von Samstagabend binnen eines Tages 153 neue Corona-Fälle gemeldet worden. Am Vortag waren es 250, davor 264. Ein weiterer Mensch verstarb im Zusammenhang mit einer Sars-CoV-2-Infektion, damit stieg die Zahl auf 234. Seit Beginn der Pandemie sind 12 787 Infektionen nachgewiesen worden, wie die Landesregierung weiter mitteilte. In den Krankenhäusern in Schleswig-Holstein behandelt wurden den Angaben zufolge aktuell 141 Covid-19-Patienten, ebenso viele wie an den beiden Vortagen.

91 neue Infektionen in Mecklenburg-Vorpommern

20.31 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern sind am Samstag 91 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Damit stieg die Zahl der seit März registrierten Infektionen auf mindestens 5157, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte. Die meisten Neuinfektionen wurden mit 20 aus dem Landkreis Vorpommern-Greifswald gemeldet, gefolgt vom Landkreis Mecklenburgische Seenplatte mit 15 Fällen. Am Freitag waren landesweit noch 136 Neuinfektionen registriert worden.

Die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in einer Woche, kletterte landesweit um 0,3 auf 46,6. Am höchsten ist dieser wichtige Wert laut Lagus in Nordwestmecklenburg mit 83,3 (Vortag: 85,2), gefolgt von Vorpommern-Greifswald mit 71,7 (Vortag: 69,2). Diese beiden Landkreise gelten als Risikogebiete. Landkreise werden zu Risikogebieten erklärt, sobald die 50er-Grenze dieses Werts überschritten wird.

In Mecklenburg-Vorpommern starben seit Beginn der Pandemie unverändert 53 Menschen an oder mit Covid-19. Landesweit gelten 3694 der Infizierten als genesen - 107 mehr als am Vortag. Nach Angaben des DIVI-Intensivregisters werden derzeit in MV unverändert 16 Menschen invasiv beatmet, einer weniger als am Vortag.

Corona-Zahlen in Niedersachsen steigen weiterhin deutlich

19.59​ Uhr: Die Zahl der neuen Corona-Infektionen in Niedersachsen steigt weiter deutlich an. Am Samstag registrierte das Landesgesundheitsamt 1225 mehr Fälle als am Vortag. 

Landesweit wurden bislang 62.532 Infektionen mit dem Coronavirus labordiagnostisch bestätigt und gemeldet. Von den Betroffenen gelten 41.494 Menschen als genesen.

Nach einer Infektion gestorben sind bislang 1003 Personen – die Zahl stieg am Samstag im Vergleich zum Vortag um 21. Der Inzidenzwert lag bei 99 – so viele Menschen pro 100.000 Einwohner haben sich in den vergangenen sieben Tagen angesteckt.

Ab einer Inzidenz von 50 gilt ein Landkreis oder eine kreisfreie Stadt als Corona-Risikogebiet. Die große Mehrheit liegt über dieser Marke. Die meisten Infektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen verzeichnete der Landkreis Cloppenburg mit 280,6, gefolgt vom Kreis Vechta (256,3) und dem Landkreis Osnabrück (254,1).

Hamburger Studierende wollen für mehr Präsenzunterricht demonstrieren

19.46 Uhr: Rund 200 Studierende wollen am Dienstag für mehr Präsenzunterricht an den Hochschulen in der Corona-Krise demonstrieren. Die fortgesetzte Schließung der Universität Hamburg sei aus Sicht des Infektionsschutzes nicht zu rechtfertigen und gesellschaftlich schädlich. Der Protestzug soll am Joseph-Carlebach-Platz starten und zum Verwaltungsgebäude der Universität Hamburg am Mittelweg führen.

Das Wintersemester erfolgt derzeit in sogenannter hybrider Form, bei Lehrveranstaltungen grundsätzlich in digitaler Form stattfinden und in Präsenz nur, wenn es zwingend erforderlich ist. Laborpraktika können laut Hochschule unter besonderen Hygiene- und Schutzmaßnahmen durchgeführt werden.

Querdenker-Demo in Hannover

17.50 Uhr Mehr als 900 Menschen haben am Samstag in Hannover gegen die Corona-Maßnahmen demonstriert. Veranstalter der Protestkundgebung im Stadtzentrum war die Organisation „Querdenken“, die in vielen Städten Proteste gegen die aktuelle Politik im Kampf gegen die Pandemie organisiert. Mehr als 300 Menschen beteiligten sich an Gegenkundgebungen, darunter rund 120 Linksautonome, die zu einem spontanen Protest an die Polizeiabsperrung der „Querdenker“-Demonstration drängten. Die Polizei rief zum Halten von Abstand auf und drängte die Gegendemonstranten einige Dutzend Meter zurück.

Zu möglichen Festnahmen konnte die Polizei zunächst nichts sagen. Im Bereich der „Querdenker“-Demo wurde zwischenzeitlich mutmaßlich von Gegnern Pyrotechnik gezündet, Beamte hielten die Lage aber unter Kontrolle. Die „Querdenken“-Demonstration auf dem Platz vor der Oper in Hannover war von der Polizei mit Schutzzäunen und einem großen Aufgebot an Beamten von den Gegendemonstranten abgetrennt worden, der Zutritt war nur an einzelnen Schleusen möglich. Die Organisatoren riefen die Teilnehmer zwischenzeitlich zum Einhalten der Maskenpflicht auf.

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) hatte vor der Kundgebung klar gewarnt: „Wir werden uns nicht auf der Nase herumtanzen lassen von denjenigen, die diesen Staat vorführen wollen„, so der Minister auf Twitter. „Das wird nicht passieren.“

Neuinfektionen mit Corona: Hamburg meldet 433 Fälle

10.55 Uhr: In Hamburg haben sich 433 Menschen neu mit dem Coronavirus angesteckt, meldet die Gesundheitsbehörde am Samstag. Am Freitag hatte es  362 neue Fälle gegeben. Damit steigt die Zahl der in Hamburg gemeldeten Fälle auf 22.530. Davon gelten 13.200 als geheilt. Die Sieben-Tages-Inzidenz sank von 139,4 auf 134,4. 320 Menschen werden in Krankenhäusern behandelt, davon 89 auf der Intensivstation. Die Zahl der Todesfälle liegt weiterhin bei 281.

Das waren die News vom 20. November: 

Trotz Lockerungen: Auch im September kamen deutlich weniger Touristen nach Hamburg

21.27 Uhr: 42 Prozent weniger Touristen und 37,9 Prozent weniger Übernachtungen im Vergleich zum Vorjahresmonat – auch im September hat die Hamburger Tourismusbranche gelitten. Am Freitag teilte das Statistikamt Nord mit, dass in dem Monat nur 386.000 Gäste nach Hamburg kamen. Bei Touristen aus dem Ausland war mit 64,9 Prozent ein besonders starker Einbruch zu beobachten, aber auch 29,2 Prozent weniger Gäste aus Deutschland kamen in die Hansestadt.

Der Blick auf die ersten neun Monate des Corona-Jahres 2020 zeigt die Einbrüche für Branche ebenso deutlich: Sie musste bislang auf die Hälfte der sonst üblichen Übernachtungen verzichten. Das Statistikamt zählte nur noch fast 5,9 Millionen Übernachtungen und eine Auslastung von 45,5 Prozent bei den Hotels und Pensionen. 2019 hatten bis Ende September die Betriebe dagegen fast 11,5 Millionen Übernachtungen verbucht und waren zu 77,5 Prozent ausgelastet.

Corona in Schleswig-Holstein: 250 neue Fälle gemeldet

20.40 Uhr: Das Bundesland Schleswig-Holstein hat am Freitagabend 250 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet, am Vortag waren es 264. Insgesamt hat es in dem Bundesland damit bereits 12.634 Erkrankte gegeben, etwa 9100 von ihnen gelten als genesen. 141 Patienten befinden sich derzeit im Krankenhaus. Die Zahl der Verstorbenen hat sich um zwei auf 233 erhöht. 

Im Norden: Trotz Corona knapp 4300 neue Ausbildungen gestartet

20.08 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern haben im Herbst 2020 bisher 4294 junge Frauen und Männer eine Ausbildung bei Unternehmen der drei Industrie- und Handelskammern (IHK) begonnen. Das sind knapp 400 weniger als vor einem Jahr, wie die Neubrandenburger IHK am Freitag mitteilte. Im Osten des Landes sei die Zahl der Lehrverträge konstant geblieben. Rostock hatte zuvor 300 Ausbildungsverträge und Schwerin hatte etwa 100 Verträge weniger gemeldet. 350 Ausbildungsverträge, und somit 8 Prozent, seien von Jugendlichen mit ausländischen Wurzeln geschlossen worden.

136 Corona-Neuinfektionen in MV gemeldet – vier weitere Tote

19.11 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern sind am Freitag laut Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) 136 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Damit stieg die Zahl der seit März registrierten Infektionen auf mindestens 5066. Die meisten Neuinfektionen wurden am Freitag demnach mit 29 aus dem Landkreis Vorpommern-Greifswald gemeldet, gefolgt von Ludwigslust-Parchim mit 24.

Die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche, liegt demnach landesweit bei 46,3. Am höchsten ist dieser wichtige Wert laut Lagus in Nordwestmecklenburg mit 85,2, gefolgt von Vorpommern-Greifswald mit 69,2. Diese beiden Landkreise gelten als Risikogebiete. Landkreise werden zu Risikogebieten erklärt, sobald die 50er-Grenze dieses Werts überschritten wird.

In Mecklenburg-Vorpommern starben seit Beginn der Pandemie 53 Menschen an oder mit Covid-19, das sind vier mehr als noch am Vortag. Im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte starben eine 85-Jährige und eine 88-Jährige im Zusammenhang mit Covid-19, wie der Landkreis mitteilte. Beide hatten den Angaben nach schwere Vorerkrankungen. Landesweit gelten 3587 aller Infizierten als genesen.

Hamburg: Rekordzahl an infizierten Schülern

18.03 Uhr: Aktuell sind 116 Neu-Infektionen an 44 Schulen gemeldet, davon 101 Kinder sowie 15 Schulbeschäftigte. Das ist die bislang höchste Zahl, die Schulen an einem Tag gemeldet haben. Bisher lag der Rekordwert bei 113 (10. November)

Allein an der Schule Auf der Veddel wurden nach einem Massentest weitere 65 Neuinfektionen gemeldet, so dass dort aktuell insgesamt 94 Infektionen vorliegen (62 Schüler, 32 Lehrkräfte). Auch an der sehr kleinen Schulzweigstelle Billbrookdeich mit rund 100 Schülerinnen und Schülern deutet eine Reihentestung darauf hin, dass viele Schülerinnen und Schüler mit Corona infiziert sind. Beide Schulen werden bis zur Aufklärung der Lage vorsorglich auf Distanzunterricht umgestellt.

Seit Ende der Herbstferien sind damit 1874 Neuinfektionen im Schulbereich gemeldet worden, davon 1511 bei Schülerinnen und Schüler plus 363 bei Schulbeschäftigten.

Aktuell wurden für weitere 24 Klassen Quarantänemaßnahmen veranlasst.
Insgesamt liegen aktuell 633 Infektionen von Menschen aus dem schulischen Kontext an 206 Schulen vor, davon 528 Schülerinnen und Schüler (0,2 Prozent) sowie 105 Schulbeschäftigte (0,3 Prozent). Aktuell befinden sich insgesamt 121 Klassen (von rund 9.500, also 1,2 Prozent) sowie 303 weitere Schulbeschäftigte in Quarantäne. Insgesamt sind von 256.000 Schulkinder aktuell 3724 in präventiver Quarantäne, also 1,5 Prozent.

Hamburger Kulturchefs schreiben Brandbrief an Bürgermeister

16.50 Uhr: In einem Offenen Brief an Hamburgs Ersten Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) haben Chefdirigenten, Intendanten und Museumsdirektoren mehr Engagement für die Kultur in der Corona-Krise gefordert. „Setzen Sie sich beim nächsten Treffen mit der Kanzlerin und Ihren Kolleginnen und Kollegen der anderen Länder dafür ein, dass Kultur- und Bildungseinrichtungen wie Opern, Theater, Konzertsäle, Kinos und Museen zügig wieder geöffnet werden“, heißt es in dem Brief, den Thomas Hengelbrock, Gründer und Leiter der Balthasar-Neumann-Ensembles, initiiert hat. Zuerst hatte das „Hamburger Abendblatt“ darüber berichtet.

Am Mittwoch wollen die Länderchefs zusammen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über neue Corona-Verordnungen beraten. Zu den Unterzeichnern des Appells gehören unter anderem Christoph Lieben-Seutter, Generalintendant Elbphilharmonie und Laeiszhalle, NDR-Chefdirigent Alan Gilbert, Generalmusikdirektor Kent Nagano, Thalia-Intendant Joachim Lux, Schauspielhaus-Intendantin Karin Beier, Kampnagel-Intendantin Amelie Deuflhard, Kunsthallen-Direktor Alexander Klar und Filmfest-Leiter Albert Wiederspiel.

Weiter heißt es in dem Schreiben: „Auch wir, Kulturschaffende in Hamburg, sind uns bewusst, dass einschneidende und schmerzhafte Maßnahmen nötig sind, um die steigenden Infektionszahlen in der Pandemie zu reduzieren.“ Während des ersten Lockdowns hätten die Häuser jedoch viel Zeit und Energie eingesetzt, um den Bürgern gefahrlos Kulturerlebnisse zu ermöglichen.

Die Kultur solle daher wie Kirchen und andere Religionsgemeinschaften behandelt werden. „Auch wir wollen Freude, Zuversicht und Trost spenden. Wir wollen dem ,weniger Kontakt' ein ,mehr Zuwendung' an die Seite stellen. Kultur stabilisiert die Gemeinschaft und stärkt den Einzelnen“, heißt es weiter. Es könne nicht sein, „dass der Erwerb nicht unmittelbar notwendiger Konsumartikel in Kaufhäusern höher gewichtet wird als die Versorgung mit Bildung, Kunst und Kultur.“

Corona in Hamburg:  Bar auf St. Pauli öffnet heute virtuell

15.45 Uhr: Der Teil-Lockdown sorgt für geschlossene Kneipen und Bars. Die Kiezkneipe „Silbersack“ öffnet ab heute allerdings seine Pforten – zumindest virtuell. Um 20 Uhr sendet die Kneipe immer freitags eine eigene Late-Night-Show im Internet: „Auf fünf Bier in’n Silbersack“. „Die Leute fehlen uns – das können wir nicht ändern. Aber auch wir fehlen den Leuten – und das werden wir ändern!“, so Wirt Dominik Großefeld.

Am virtuellen Tresen könne man Getränke bestellen. Die Sendung will neben Musik über Leute und Projekte im Stadtteil berichten, die mit der Pandemiesituation in Zusammenhang stünden sowie Interviews mit Musikern ermöglichen. Moderiert wird die Late-Night-Show von Thomas p. Langkau und Thomas Bissinger, die seit 2015 in Hamburg das Literaturformat „Lesen für Bier“ präsentieren. Gäste müssen sich vorher auf der Silbersack-Seite anmelden.

Flüchtlingsheim in Norderstedt unter Quarantäne

12.48 Uhr: Nach einem Corona-Ausbruch in einer Flüchtlingsunterkunft in Norderstedt hat das Gesundheitsamt des Landkreises Segeberg die Einrichtung unter Quarantäne gestellt. Dadurch solle das Infektionsgeschehen lokal begrenzt gehalten werden, teilte der Kreis am Freitag mit. In der Unterkunft gibt es nach seinen Angaben bislang 16 Infizierte (Stand 19.11.).

Einer Kreissprecherin zufolge sollten am Freitag alle Heimbewohner erneut getestet werden. In der Unterkunft, die von der Stadt Norderstedt betrieben wird, leben den Angaben zufolge 98 Menschen verschiedener Nationalitäten in 18 separaten Wohneinheiten. Ein Stadt-Sprecher appellierte am Freitag auch an die Medien, die Privatsphäre der Bewohner zu respektieren und keinen direkten Kontakt zu ihnen aufzunehmen.

Niedersachsen gegen große Silvesterfeiern

12.03 Uhr: Die Silvesterpartys in Niedersachsen sollen nach Vorstellung der Landesregierung in diesem Jahr coronabedingt kleiner ausfallen als üblich. „Es gibt auf jeden Fall den Wunsch der Landesregierung, dass es an Silvester keine großen Feiern gibt“, sagte eine Regierungssprecherin am Freitag in Hannover. Über ein mögliches Böllerverbot, das derzeit bundesweit diskutiert wird, habe sich die Regierung aber noch nicht ausgetauscht. Hintergrund der Debatte über die Silvesterfeiern sind die Bund-Länder-Beratungen in der kommenden Woche, bei denen ein Corona-Regelwerk beschlossen werden soll, das möglichst bis ins neue Jahr reicht.

Zahl der Neuinfektionen sinkt – auch der Inzidenzwert

11.49 Uhr: Nach den 659 registrierten Neuinfektionen am Donnerstag meldet Hamburg am Freitag „lediglich“ einen Zuwachs von 362 neuen Corona-Fällen. Damit steigt die Zahl der in Hamburg gemeldeten Fälle auf 22.097. Davon gelten  12.900 als geheilt. Die Sieben-Tages-Inzidenz sank von 148,5 auf 139,4. 315 Menschen werden in Krankenhäusern behandelt, davon 85 auf der Intensivstation. Die Zahl der Todesfälle liegt weiterhin bei 281.

Die 659 Neuinfektionen vom Vortag hatten sich allerdings nicht über einen Tag gesammelt. Wie der Senat gestern Abend noch mitteilte, kam die Zahl 659 durch einige verspätet gemeldete Fälle von den Vortagen zustande (siehe Eintrag gestern um 17.59 Uhr).

Corona-Kontrollen an Heiligabend? Das sagt Daniel Günther

10.21 Uhr: Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) will im Norden am Weihnachtsabend das Einhalten der Corona-Regeln nicht kontrollieren lassen. „Das schließe ich aus! Wir schicken Heiligabend keine Polizei zu den Menschen“, sagte Günther im Interview mit der „Bild“-Zeitung. Die Menschen dürften Weihnachten so verbringen, wie sie es aus den vergangenen Jahren gewohnt sind – „solange sie nicht rauschende Feste und riesengroße Familienfeiern daraus gemacht haben“.

Günther will beim Treffen der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in der kommenden Woche für bundesweit einheitliche Regeln werben, die sich an den Inzidenzwerten ausrichten. Im Norden ist die Zahl der Ansteckungen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen deutlich niedriger als im Süden. Schleswig-Holstein hat dem Robert Koch-Institut zufolge derzeit eine Sieben-Tage-Inzidenz von 48,01. Bayern liegt demnach bei 168,39.

Günther könne sich deshalb auch durchaus vorstellen, regionale Lockerungen möglich zu machen. „Das ist auf jeden Fall denkbar, weil wir uns für regionale Lösungen einsetzen werden, die das regionale Infektionsgeschehen auch berücksichtigen.“ Dabei müsse das Zulassen von Tourismus deutlich sensibler behandelt werden als die Öffnung von Betrieben ohne mittelbaren touristischen Bezug.

Niedersachsens Innenminister: „Werden uns nicht auf der Nase herumtanzen lassen“

9 Uhr: Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) hat Demonstranten dazu aufgefordert, sich an die Corona-Regeln zu halten. Bei Versammlungen in Niedersachsen gelte: „Wir werden uns nicht auf der Nase herumtanzen lassen von denjenigen, die diesen Staat vorführen wollen. Das wird nicht passieren“, warnte der Politiker in der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“. Vorschläge, Demonstrationen in der Corona-Zeit nicht zuzulassen, sehe er skeptisch, sagte er. Das Demonstrationsrecht sei ein hohes Gut, das man nur unter engen Voraussetzungen antasten dürfe.

Pistorius sagte: „Um das einmal klarzustellen: Jeder darf hier seine Meinung sagen. Dabei ist es egal, ob jemand an die Pandemie glaubt oder nicht. Jeder kann auch Verschwörungstheorien anhängen oder mit dem Aluhut auf eine Demonstration gehen. Letztlich ist aber entscheidend, dass alle sich an die Auflagen halten." Wenn die Regeln nicht eingehalten würden, wie kürzlich in Berlin, „dann löst die Polizei die Versammlung auf“.

Es gehe immer um die Verhältnismäßigkeit der Mittel – auch bei der Reaktion auf Demonstrantinnen und Demonstranten, die sich nicht an die Regeln halten, erklärte der Minister. „Und wer glaubt, Parlamente stürmen zu können auf die eine oder andere Weise, oder wer glaubt, Polizeibarrieren durchbrechen zu können und Polizisten anzugreifen, der muss eben mit den Konsequenzen leben. Der Staat kann auch klare Kante zeigen, wenn er herausgefordert wird.“ Für Samstag ist in Hannover eine Kundgebung der Gruppe "Querdenken" angekündigt.

Corona-Schulbetrieb: Viele Lehrer in Niedersachsen verunsichert

8.26 Uhr: Viele Lehrer in Niedersachsen fürchten sich vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus im Schulbetrieb. „Die Sorge bei den Kollegen, sich anzustecken, ist sehr groß. Die Verunsicherung ist extrem“, sagte Torsten Neumann, Landeschef des Lehrerverbands VNL/VDR. Das schlage sich auch in der Stimmung der Kollegen nieder, viele seien angespannt – auch weil sich oft nicht klären lasse, ob manche positiv getesteten Schüler sich nicht doch in der Schule angesteckt haben.

Unter den Schülern selbst sei die Sorge dagegen nicht allzu groß, sagte der Vorsitzende des Landesschülerrats, Florian Reetz. Ein „gewisses Unwohlsein“ gebe es aber schon – in der Schule, und erst recht bei der Anfahrt mit Bus und Bahn. Angesichts anderer Vorgaben für das Verhalten abseits der Schulen sei es bedrückend, mit vielen Leuten auf engem Raum im Bus zu sitzen.

Das waren die News vom 19. November:

Urteil in Hamburg: Schließung von Fitnessstudios doch rechtmäßig

21.53 Uhr: Die Schließung der Hamburger Fitnessstudios zur Eindämmung der Corona-Pandemie ist doch rechtmäßig. Wie das Oberverwaltungsgericht in einer Pressemitteilung erklärte, habe es eine vorangegangene Entscheidung des Verwaltungsgerichtes auf die Beschwerde der Stadt Hamburg hin geändert. Zuvor war die Betreiberin eines Fitnessstudios mit einem Eilantrag gegen die Schließung in erster Instanz vor dem Verwaltungsgericht erfolgreich gewesen. Die Stadt Hamburg hatte allerdings Beschwerde gegen diese Entscheidung erhoben und nun Recht bekommen. Wie das Oberverwaltungsgericht erklärte, halte es „auch angesichts der seit dem Ausbruch der Pandemie verstrichenen Zeit an seiner Auffassung fest, dass die Coronavirus-Eindämmungsverordnung in dem Infektionsschutzgesetz (…) eine hinreichende gesetzliche Grundlage“ für die Schließungen biete. Die Regelung sei „nach derzeitig erkennbarer Sach- und Rechtslage (…) geeignet, erforderlich und angemessen“. Zudem sei diese Entscheidung nicht anfechtbar.

So viele neue Corona-Fälle gibt es an Hamburgs Schulen

21.09 Uhr: Wie die Schulbehörde meldete, sind an Hamburgs Schulen 49 Corona-Neuinfektionen registriert worden. Davon sind 42 Schülerinnen und Schüler sowie sieben Schulbeschäftigte an insgesamt 39 Schulen betroffen. Für zwei Klassen wurden Quarantänemaßnahmen veranlasst. Die 49 Corona-Fälle im schulischen Kontext machen 7,4 Prozent der heute für ganz Hamburg gemeldeten 659 Neuinfektionen aus. Im Wochenvergleich sind die Infektionszahlen von Schulbeteiligten um knapp 30 Prozent gesunken.

Aktuell liegen Meldungen von 629 Infektionen vor, die im schulischen Kontext registriert worden sind und sich auf 217 Schulen verteilen. Davon sind 525 Schülerinnen und Schüler sowie 104 Schulbeschäftigte betroffen. Derzeit befinden sich 3.685 Schüler in präventiver Quarantäne. Bei 256.000 Schülerinnen und Schülern in Hamburg macht das einen Anteil von 1,4 Prozent aus.

Seit Schuljahresbeginn sind insgesamt 2.286 Corona-Infektionen von den Schulen gemeldet worden, davon 1.862 Schülerinnen und Schüler und 424 Schulbeschäftigte.

264 neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein – zwei weitere Tote

20.45 Uhr: In Schleswig-Holstein sind nach Angaben der Landesregierung von Donnerstagabend 264 neue Corona-Fälle gemeldet worden. Am Vortag waren es 208, davor 294. Die Zahl der gemeldeten Todesfälle stieg um zwei auf 231. Wie die Landesregierung weiter mitteilte, sind seit Beginn der Pandemie 12.384 Infektionen nachgewiesen worden. In den Krankenhäusern in Schleswig-Holstein behandelt werden den Angaben zufolge aktuell 141 Covid-19-Patienten – am Mittwoch waren es 151, am Dienstag 145.

151 neue Corona-Fälle in Mecklenburg-Vorpommern

19.51 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern sind am Donnerstag 151 neue Corona-Fälle registriert worden, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte. Damit stieg die Zahl der seit Beginn der Pandemie erfassten Fälle auf 4933, etwa 3466 Personen gelten als mittlerweile genesen.

Auf den Intensivstationen im Land liegen aktuell laut Deutscher Interdisziplinärer Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin 27 Patienten, von denen 17 beatmet werden müssen. Seit Beginn der Pandemie starben in Mecklenburg-Vorpommern im Zusammenhang mit dem Coronavirus 49 Menschen, dies bedeutete innerhalb einer Woche eine Zunahme um 13 Tote.

Die Sieben-Tage-Inzidenz sank leicht auf 45,3. Der rote Bereich und damit die Ausweisung des Landes als Risikogebiet beginnt bei 50,1. Mecklenburg-Vorpommern ist unter den Bundesländern weiterhin das Land mit der mit Abstand geringsten Inzidenz.

Bund schießt 500 Mio. Euro für Hamburg nach: So kommen Selbstständige jetzt an Corona-Hilfen

18.48 Uhr: Die von der Corona-Pandemie gebeutelte Hamburger Wirtschaft bekommt weitere Unterstützung vom Bund: Mehr als eine halben Milliarde Euro gibt es für die Stadt, wie Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) am Donnerstag sagte. Solo-Selbstständige können ab dem 25. November Abschlagszahlungen bis zu 5000 Euro aus den Novemberhilfen beantragen. Auch Unternehmen und Einrichtungen, die besonders von den verordneten Schließungen betroffen sind, können diese Hilfen in Anspruch nehmen. Unternehmen sollen 75 Prozent des durchschnittlichen Umsatzes vom November 2019 bekommen.

Zudem soll es eine zweite und dritte Phase an Überbrückungshilfen für kleinere und mittlere Unternehmen wie Hotels oder Veranstalter geben: Sie decken den Zeitraum bis zum 30. Juni 2021 ab. Alle Antragsteller sollen professionelle Hilfe durch Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Rechtsanwälte in Anspruch nehmen können. Die Kosten dafür übernimmt ebenfalls der Bund. „Auch auf Druck aus Hamburg hat der Bund seine Hilfen noch einmal massiv aufgestockt. Da hier einige Branchen für die ganze Gesellschaft ein Sonderopfer bringen, war das absolut zwingend“, so Dressel.

„Kein sprunghafter Anstieg“: Fehler bei Hamburger Corona-Zahlen

17.59 Uhr: Wie der Senat am Donnerstag bekanntgab, hat es bei der Übermittlung der Corona-Fallzahlen für Hamburg offenbar einen Fehler gegeben. Der vergleichsweise hohe Wert von 659 Neuinfektionen, der am Donnerstag gemeldet wurde (siehe Ticker-Eintrag von 12.16 Uhr) und einen sprunghaften Anstieg der Infektionszahlen bedeuten würde, muss nach unten korrigiert werden, da aufgrund eines Übermittlungsproblems am Donnerstag 427 zusätzliche Neuinfektionen gezählt wurden, die sich eigentlich über die vergangenen Tage verteilen. „Es liegt also kein sprunghafter Anstieg von gestern auf heute vor“, so der Hamburger Senat auf Twitter.

1527 neue Corona-Fälle in Niedersachsen – 16 weitere Tote

14.33 Uhr: In Niedersachsen sind am Donnerstag 1527 neue Corona-Fälle registriert worden, damit erhöhte sich die Gesamtzahl der seit Beginn der Pandemie nachgewiesenen Corona-Infektionen auf 59.674. Die Landesbehörden meldeten außerdem 16 weitere Todesfälle in Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung, insgesamt sind in Niedersachsen damit 964 Personen an oder mit einer Corona-Infektion verstorben. Die 7-Tage-Inzidenz für Niedersachsen liegt am Donnerstag bei 102,2.

Hohe Zahl an Corona-Neuinfektionen in Hamburg

12.16 Uhr: Seit gestern gab es in Hamburg 659 neu gemeldete Corona-Infektionen – das ist nur eine Neuinfektion weniger als der bisherige Höchststand. Am Montag wurden 246 neue Fälle gemeldet.

Die Inzidenz liegt unverändert bei 148,5 Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner. Die Gesamtzahl der bestätigten Fälle liegt bei 21.735. Davon gelten 12.400 Erkrankte als wieder geheilt.

310 Menschen (-1) werden – Stand Donnerstag – in Hamburger Krankenhäusern behandelt. 79 (-3) davon liegen auf einer Intensivstation.

Die Zahl der Todesfälle liegt bei 281 – das ist der Stand vom 17.11.

Trotz Erkältungssaison: Weniger Patienten in Hamburger Kinderarztpraxen 

8.27 Uhr: Die Corona-Zahlen steigen stark, die Erkältungssaison ist in vollem Gange – doch die Ärzte haben weniger tun:  Derzeit kommen deutlich weniger Patienten in die Hamburger Kinder- und Jugendarztpraxen als normalerweise im Herbst. Doch die Angst vor einer Ansteckung im Wartezimmer ist nur einer der Gründe.

„Wir haben etwa 10 bis 20 Prozent weniger Patienten als üblich. Auch, weil die Leute die Kontakte scheuen“, sagt der Kinderarzt Stefan Renz, Landesvorsitzender des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte in Hamburg.

Zudem würden derzeit aber auch deutlich weniger Termine wegen der klassischen Erkältungsinfekte vereinbart. „Die Maskenpflicht und die Tatsache, dass die Leute weniger draußen unterwegs sind, hat das schon deutlich reduziert“, sagte Renz. Gleichzeitig aber sei der Aufwand in den Praxen mindestens genauso hoch, wenn nicht höher. 

UKE-Mediziner Kluge geht von dritter Welle aus

8.07 Uhr: Wie entwickelt sich die Corona-Lage in Hamburg aus Sicht eines Mediziners, der tagtäglich mit schwererkrankten Patienten zu tun hat? Prof. Stefan Kluge, Chef der Klinik für Intensivmedizin am UKE sieht im Interview mit den „Hamburger Abendblatt“ zwar „kleine positive Signale“ – insgesamt sieht er aber keinen Grund, aufzuatmen und wanrt vor einer dritten Pandemie-Welle.

„Wir werden einen Jojoeffekt sehen, wenn die Zahlen jetzt runtergehen und es nach und nach Lockerungen gibt“, sagt Kluge im Interview. „Ich befürchte, dass die Menschen dann wieder leichtsinniger werden. Im Sommer hat es ja sehr lange gedauert, bis die Zahlen wieder anstiegen, aber im Winter halten sich die Menschen angesichts der Temperaturen viel mehr drinnen auf. Ich habe die Sorge, dass dann die dritte Welle kommt – davon müssen wir eigentlich ausgehen.“

Sein Appell: „Wichtig ist aber, dass jeder Einzelne seine Kontakte so weit wie möglich beschränkt – auch über Monate.“

Eine weitere Befürchtung des Intensivmediziners ist, „dass Nicht-Covid-Patienten derzeit trotz schwerer Erkrankungen nicht ins Krankenhaus kommen.“

600 Löffel für Tschentscher - Corona-Hilferuf von Kellnern und Köchen

6.07 Uhr: Gastronomie-Beschäftigte wollen heute (11 Uhr) mit einer Aktion am Hamburger Rathausplatz auf ihre Situation in der Corona-Pandemie aufmerksam machen. Unter dem Motto „Wir müssen den Löffel abgeben” wollen sie Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) rund 600 Löffel übergeben. Die knapp 55.000 Beschäftigten der Hamburger Gastronomie hätten seit März knapp 40 Prozent Einkommensverlust gehabt, erklärte eine Sprecherin der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). Die sich abzeichnende Verlängerung und Verschärfung des Teil-Lockdowns macht demnach Hilfen für die Beschäftigten immer drängender.

Das waren die Corona-News vom 18. November:

208 Neuinfektionen und zwei Tote in Schleswig-Holstein

21.56 Uhr: In Schleswig-Holstein sind nach Angaben der Landesregierung von Mittwochabend binnen eines Tages 208 neue Corona-Fälle gemeldet worden. Am Vortag waren es 294, davor 100. Die Zahl der gemeldeten Todesfälle stieg um 2 auf 229. Wie die Landesregierung weiter mitteilte, sind seit Beginn der Pandemie 12.120 Infektionen nachgewiesen worden. In den Krankenhäusern in Schleswig-Holstein behandelt wurden den Angaben zufolge aktuell 151 Covid-19-Patienten – am Dienstag waren es 145, am Montag 148.

Norden: Mediziner und Wissenschaftler gegen Schulschließungen

19.05 Uhr: Sechs Stunden lang befragte Schleswig-Holsteins Landtag Experten zur richtigen Strategie gegen die Corona-Pandemie. Immer wieder fragten Abgeordnete auch nach den Schulen. Mehrere Wissenschaftler sprachen sich klar gegen neuerliche Schulschließungen aus. Dies hätte Folgen für die Wirtschaft, wenn Betriebe ihre Mitarbeiter deshalb vermehrt ins Homeoffice schickten, sagte der Krisenforscher Frank Roselieb. „Das käme einem Lockdown gleich.“

Die Direktorin der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Kieler Uniklinikum, Kamila Jauch-Chara, sprach sich dafür aus, Schulen so lange wie möglich offen zu halten. Sie trügen bei Kindern im Alter bis 13 Jahren zur Ausbildung der Persönlichkeit bei. Eltern riet sie, ihren Kindern bei Gesprächen über die Corona-Pandemie die Wahrheit zu sagen.

Nach Ansicht des Kinder- und Jugendarztes Ralf van Heek sind Kinder und Jugendliche wenig gefährdet durch Corona. „Andere Infektionen oder Nicht-Impfungen sind wesentlich gefährlicher für unsere Kinder.“ Das Virus gelange eher über Erwachsene in die Familien. Das Infektionsrisiko in und aus den Einrichtungen sei eher niedrig. Als „absolut undenkbar und lebensfremd“ bezeichnete er Überlegungen, Kindern vorzuschreiben, nur noch einen ihrer Freunde zu treffen.

Die leitende Amtsärztin des Gesundheitsamts Neumünster, Alexandra Barth, lobte die Hygienekonzepte an Schulen. Im Idealfall trügen Schüler immer eine Maske, es werde der Abstand eingehalten und regelmäßig gelüftet. Kinder seien „nicht die Superspreader“.

Senatorin: Leicht zurückgehende Zahlen sind keine Entwarnung

18.21 Uhr: Hamburgs Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard hat davor gewarnt, die leicht zurückgehenden Neuinfektionen als belastbare Entwarnung anzusehen. „Die Anzahl Krankenhaus-Patienten dürfte wahrscheinlich sogar noch steigen, weil schwere Verläufe nicht unmittelbar nach einer Infektion auftreten, sondern erst etliche Tage später“, sagte die SPD-Politikerin am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. „Für die kommenden Wochen werden wir gut beraten sein, weiter vorsichtig vorzugehen.“

Sie ist überzeugt: „Verordnung und Beschlüsse hin oder her – insbesondere an Weihnachten wird es viele Begegnungen von Menschen geben. Das müssen wir berücksichtigen.“ Mehr Begegnungen bedeuten ihren Worten zufolge auch mehr mögliche Infektionen. „Deshalb müssen wir jetzt auch schon auf den Januar blicken, um dann auch mit womöglich leicht steigenden Zahlen umgehen zu können, ohne in Hektik zu verfallen.“ Die Zahl der in Hamburg bestätigten Corona-Neuinfektionen war am Mittwoch um 246 gestiegen. Das waren 178 Fälle weniger als am Vortag und 150 Fälle weniger als am Mittwoch vergangener Woche.

173 Corona-Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern

17.44 Uhr: Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern ist erneut verhältnismäßig stark gestiegen. 173 neue Fälle meldete das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock von Dienstag zu Mittwoch (Stand: 16.23 Uhr). Das ist einer der höchsten Werte im Land überhaupt. Damit stieg die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen auf 4789. Von ihnen gelten rund 3313 als genesen. 402 Patienten werden lauf Lagus in Krankenhäusern behandelt, 50 davon intensivmedizinisch.

Die Sieben-Tage-Inzidenz - die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche - stieg von 43,2 am Dienstag auf 46,6. Der rote Bereich und damit die Ausweisung des Landes als Risikogebiet beginnt bei 50,1. Mecklenburg-Vorpommern ist unter den Bundesländern weiterhin das Land mit der mit Abstand geringsten Inzidenz.

Wie am Vortag gelten momentan nur die Landkreise Vorpommern-Greifswald und Nordwestmecklenburg als Risikogebiete mit Inzidenzwerten von 84,5 beziehungsweise 75,6. Seit Beginn der Pandemie starben im Zusammenhang mit dem Coronavirus 47 Menschen. Die Zahl entspricht einem Prozent der bestätigten Corona-Fälle.

Die meisten Neuinfektionen wurden am Mittwoch mit 49 Fällen aus dem Kreis Vorpommern-Greifswald gemeldet. Mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 27,3 hat der Landkreis Rostock den derzeit niedrigsten Wert unter den Landkreisen und kreisfreien Städten.

Amtsärztin fordert lange Ausgangssperre in Schleswig-Holstein

16.07 Uhr: Die leitende Amtsärztin des Gesundheitsamts Neumünster, Alexandra Barth, hat striktere Corona-Einschränkungen gefordert. „Wenn die Einschränkungen lasch bleiben, werden wir auch in Schleswig-Holstein bald nicht mehr handlungsfähig sein“, sagte Barth am Mittwoch in einer Expertenanhörung des Landtags. Familienfeiern und religiöse Feste seien die Hotspots der Übertragung. In den Betrieben gebe es mittlerweile weniger Infektionen. „Die meisten Übertragungen sind im privaten Bereich.“

Barth warnte davor, sich angesichts im Vergleich zu anderen Bundesländern niedrigeren Infektionszahlen in Sicherheit zu wiegen. „Wenn wir in Deutschland einen Monat eine komplette Ausgangssperre haben, dann läuft sich die Epidemie tot.“ Dann könnten die Gesundheitsämter die Nachverfolgung noch auftretender Fälle gut bewältigen.

Auch der Direktor des Instituts für Klinische Molekularbiologie der Kieler Uni, Philip Rosenstiel, sprach davon, dass das nördlichste Bundesland in der Pandemie bislang wahrscheinlich Glück gehabt habe. Aber dennoch füllten sich auch hier die Kliniken, sagte er. „Auch in Schleswig-Holstein wird auf den Intensivstationen gestorben.“

Während des Lockdowns: Mobilität sinkt in Hamburg drastisch

15.52 Uhr: In der zweiten Woche nach Inkrafttreten des Teil-Lockdowns zur Eindämmung der Corona-Pandemie ist die durchschnittliche Mobilität in Deutschland gegenüber der Vorwoche um weitere 2,6 Prozent gesunken (46. Kalenderwoche 2020 im Vergleich zur 45. Kalenderwoche). Wie eine Sonderauswertung experimenteller Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) zeigt, lag die Mobilität in den beiden Wochen vom 2. bis 15. November 2020 im Durchschnitt 8,8 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

In 14 von 16 Bundesländern gingen in diesem Zeitraum die Bewegungen im Vorjahresvergleich zurück. Am stärksten war der Mobilitätsrückgang in den Stadtstaaten Berlin und Hamburg mit gut einem Fünftel weniger Bewegungen als im Vorjahr (jeweils -21 Prozent). Entgegen dem Bundestrend stieg die Mobilität in Brandenburg (12 Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern (8 Prozent).

Die Ergebnisse basieren auf einer Sonderauswertung anonymisierter und aggregierter Mobilfunkdaten, die das Statistische Bundesamt insbesondere hinsichtlich ihres Nutzens für die kleinräumige und aktuelle Abbildung der Bevölkerung und ihrer Mobilität untersucht (siehe www.destatis.de/exdat).

Hamburger Virologin ist Medizinerin des Jahres

14.11 Uhr: Die Virologin Marylyn Addo vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) hat die Auszeichnung Medizinerin des Jahres 2020 erhalten. Die Leiterin der Sektion Infektiologie, die aus Nordrhein-Westfalen stammt, erhalte den undotierten German Medical Award für ihre Arbeit an der Entwicklung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus, teilte der German Medical Club am Mittwoch mit. Er verleiht den Preis eigenen Angaben zufolge jährlich in unterschiedlichen Kategorien an Kliniken, Ärzte, Praxen, Forscher und Unternehmen, die sich in besonderer Weise verdient gedient gemacht haben.

Corona-Zahlen aus Hamburg: Deutlich weniger Neuinfektionen als am Vortag

12.04 Uhr: Seit gestern gab es in Hamburg 246 neu gemeldete Corona-Infektionen – deutlich weniger als am Vortag: Am Dienstag wurden 424 neue Fälle gemeldet.

Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 148,5 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Die Gesamtzahl der bestätigten Fälle liegt bei 21.076. Davon gelten 12.000 Erkrankte als wieder geheilt.

311 Menschen werden – Stand Dienstag – in Hamburger Krankenhäusern behandelt. 82 davon liegen auf einer Intensivstation.

Die Zahl der Todesfälle liegt unverändert bei 262.

Medizinerin aus dem Norden spricht über Ausgangssperre

11.55 Uhr: Die leitende Amtsärztin des Gesundheitsamts Neumünster, Alexandra Barth, hat striktere Corona-Einschränkungen gefordert. "Wenn die Einschränkungen lasch bleiben, werden wir auch in Schleswig-Holstein bald nicht mehr handlungsfähig sein", sagte Barth am Mittwoch in einer Expertenanhörung des Landtags. Familienfeiern und religiöse Feste seien die Hotspots der Übertragung. In den Betrieben gebe es mittlerweile weniger Infektionen. "Die meisten Übertragungen sind im privaten Bereich."

Barth warnte davor, sich angesichts im Vergleich zu anderen Bundesländern niedrigeren Infektionszahlen in Sicherheit zu wiegen. "Wenn wir in Deutschland einen Monat eine komplette Ausgangssperre haben, dann läuft sich die Epidemie tot." Dann könnten die Gesundheitsämter die Nachverfolgung noch auftretender Fälle gut bewältigen.

Auch der Direktor des Instituts für Klinische Molekularbiologie der Kieler Uni, Philip Rosenstiel, sprach davon, dass das nördlichste Bundesland in der Pandemie bislang wahrscheinlich Glück gehabt habe. Aber dennoch füllten sich auch hier die Kliniken, sagte er. "Auch in Schleswig-Holstein wird auf den Intensivstationen gestorben."

Erneut viele Neuinfektionen in Niedersachsen

10.39 Uhr: In Niedersachsen gab es seit gestern 1320 Neuinfektionen. Am Vortag wurden 944 Neuinfektionen gemeldet. Landesweit sind 21 weitere Menschen an oder mit Covid19 gestorben. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 103,4 Infektionen pro 100.000 Einwohner.

Die Gesamtzahl der Corona-Fälle in Niedersachsen liegt bei 58.147. Davon gelten 37.523 Menschen als genesen.

Nach größerem Corona-Ausbruch: Pflegeheim im Norden gesperrt

8.34 Uhr: Angesichts eines größeren Corona-Ausbruchs sind Bewohner eines Seniorenheims in Melle im Landkreis Osnabrück isoliert worden. Eine Reihentestung habe ergeben, dass 50 Bewohner und 8 Mitarbeiter mit dem Virus infiziert seien, teilte die Einrichtung mit. Derzeit gebe es ein Besuchsverbot und es würden noch weitere Testergebnisse erwartet, sagte ein Landkreissprecher am Mittwoch. Insgesamt werden ihm zufolge 75 Menschen dort betreut.

Laut dem Pflegeheim befinden sich zurzeit drei Bewohner zur medizinischen Versorgung im Krankenhaus. In der Einrichtung sind demnach die Wohnbereiche so aufgeteilt worden, dass alle Infizierten isoliert sind. Das Team stehe im engen Kontakt mit Angehörigen, der Aufsicht und dem Gesundheitsamt Osnabrück und werde zum weiteren Verlauf informieren.

Linke bemängelt Umgang mit Corona-Fällen in Hamburger Frauenhäusern

7.13 Uhr: Die Linksfraktion in der Bürgerschaft hat die Vorbereitungen auf mögliche Corona-Fälle in den Hamburger Frauenhäusern kritisiert. "Wir sind mitten in der zweiten Welle der Pandemie und es gibt keinen vernünftigen Plan für die Unterbringung von positiv getesteten Bewohnerinnen der Frauenhäuser oder dortige Verdachtsfälle", sagt die Fraktionsvorsitzende Cansu Özdemir. In seiner Antwort auf eine Kleine Anfrage Özdemirs hatte der Senat mitgeteilt, dass Frauen notfalls in den Quarantäneunterkünften der öffentlich-rechtlichen Unterbringung aufgenommen werden sollen.

Voraussetzung sei jedoch, dass es dort freie Kapazitäten gibt, so der Senat. "Das kann nicht ernst gemeint sein", sagt Özdemir. "Gerade erst wurde die Quarantäne-Einrichtung der öffentlich-rechtlichen Unterbringung in Rahlstedt aufgelöst, weil die Zustände dort unhaltbar waren."

Nach Angaben des Senats steht die Sozialbehörde auch in Kontakt mit verschiedenen Hotelbetreibern. "Die Verhandlungen sind noch nicht abgeschlossen", heißt es in der Antwort. "Der Senat hätte sich schon längst um eine Lösung für dieses absehbare Problem bemühen müssen", bemängelt Özdemir.

Das waren die News am 17. November:

294 Neuinfektionen in Schleswig-Holstein

21.07 Uhr: Nach den 100 Neuinfektionen am Montag meldet Schleswig-Holstein am Dienstag 294 neue Corona-Fälle. Pinneberg (+51), Stormarn (30), Lübeck und Kiel (je 29) waren die am stärksten betroffenen Regionen. Insgesamt gibt es in dem Bundesland jetzt 11.912 gemeldete Fälle. Verstorben sind bislang 227 Menschen.

156 neue Corona-Fälle in Mecklenburg-Vorpommern

20.20 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern haben die Behörden 156 neue Fälle von Corona-Infektionen gemeldet. Am Montag waren es noch 30 und vor sieben Tagen 130. Die meisten neuen Fälle (38) wurden in Nordwestmecklenburg bestätigt. 

19 weitere Todesfälle in Hamburg

18.05 Uhr: Der Senat hat am Dienstagnachmittag aktualisierte Zahlen zum Coronavirus in Hamburg veröffentlicht. Unter anderem brachte das auch die traurige Nachricht mit sich, dass in Hamburg 19 weitere Menschen an den Folgen des Virus gestorben sind. Damit stieg die Zahl der Todesopfer von 262 auf 281. 

Insgesamt sind im zurückliegenden Sieben-Tages-Zeitraum 2971 neue Corona-Fälle gemeldet worden, das entspricht einer aktuellen Inzidenz von 156,4 und damit einem Rückgang gegenüber der Vorwoche, berichtet die Gesundheitsbehörde.

Rund 20.830 Infektionen bei Hamburgerinnen und Hamburgern seit Beginn der Pandemie stehen damit gut 11.800 Personen gegenüber, die als geheilt gelten. Während die rasche Zunahme der Neuinfektionen von Woche zu Woche, die insbesondere im Oktober zu beobachten war, mittlerweile gebremst werden konnte, gibt die Anzahl der erkrankten und stationär behandlungspflichtigen Personen allerdings keinen Anlass zur Entwarnung.

In Hamburg werden in 20 Krankenhäusern gegenwärtig 311 Patienten stationär behandelt, insgesamt 267 von ihnen mit Wohnort in Hamburg. Für 63 davon ist eine intensivmedizinische Behandlung erforderlich. 

Die Auslastung der Intensivbereiche ist mittlerweile mit der Situation zu Beginn des Jahres vergleichbar und von einer deutlichen Steigerung in den vergangenen Tagen geprägt. Die Notwendigkeit zur Krankenhausbehandlung entsteht üblicherweise nicht unmittelbar nach der Infektion, weshalb davon auszugehen ist, dass die gegenwärtige Lage in den Krankenhäusern sich überwiegend auf einen Infektionszeitraum kurz vor Beginn der Kontaktbeschränkungsmaßnahmen bezieht. Es besteht also die Hoffnung, dass sich die Maßnahmen hier erst noch positiv auswirken werden.

Die Testkapazitäten Hamburgs werden umfassend genutzt: An jedem Werktag werden durchschnittlich 16.700 Tests durchgeführt, die Rate der positiven Befunde liegt bei 5,6 Prozent der Tests.  

Die Hamburger Asklepios Kliniken riefen erneut genesene Corona-Patienten zur Blutplasmaspende auf. Mit großem Erfolg seien mit dem sogenannten Rekonvaleszenten-Plasma bereits im Mai mehr als ein Dutzend schwer erkrankter Patienten behandelt worden, teilten die Kliniken mit. „Angesichts der vielen neuen Covid-19-Fälle auf den Intensivstationen steigt der Bedarf an zusätzlichen Plasmaspenden rapide an“, hieß es. Voraussetzung sei, dass die Spender die Covid-Erkrankung bereits gut überstanden haben und eine bestimmte Menge an Antikörpern im Blut aufweisen.

Wegen Corona: Stadt im Norden zäunt Wohnblocks ein

17.50 Uhr: Die Stadt Helmstedt in Niedersachsen greift im Kampf gegen die Corona-Pandemie zu rigorosen Maßnahmen. Bereits seit Freitag sind zwei Wohnblocks des Helmstedter Wohnviertels Dammgarten eingezäunt. Die knapp 100 Bewohner der beiden Häuser stünden unter Quarantäne, die trotz Gesprächen mit den Bewohnern mehrfach missachtet worden sei, teilte der Landkreis Helmstedt am Dienstag mit. Die Lage sei aber entspannt. „Wie bei allen Maßnahmen haben wir auch hier den rechtsstaatlichen Grundsatz der Verhältnismäßigkeit geprüft, also ob die Maßnahme geeignet, erforderlich und angemessen ist”, sagte Landrat Gerhard Radeck (CDU). Ein milderes Mittel, den Infektionsschutz sicherzustellen, sei nicht möglich gewesen.

Ende vergangener Woche sei es in dem Wohnviertel zu einem
Corona-Ausbruch gekommen, teilte der Landkreis mit. Inzwischen seien 16 von 40 Testergebnissen positiv. Die Quarantäneanordnung vom vergangenen Freitag gelte für zwei Wochen, der Landkreis kümmere sich um die medizinische Versorgung während dieser Zeit. Das Rote Kreuz übernehme zusammen mit den Jusos die Einkäufe für die Bewohner.

350.000 FFP-2-Masken für Hamburger Schüler

17.30 Uhr: Die Schulbehörde stellt ab sofort allen rund 35.000 Lehrkräften und Beschäftigten an den Hamburger Schulen zusätzlich kostenlose Masken mit verbessertem Infektionsschutz nach FFP-2-Standard zur Verfügung. Das gab der Senat am Dienstag bekannt. „Hamburgs Pädagogen und Schulbeschäftigte leisten einen wichtigen und sehr verantwortungsvollen Dienst an der Allgemeinheit und verdienen deshalb einen besonderen Schutz, den wir mit den zusätzlichen und besonders sicheren Masken erfüllen“, sagt Schulsenator Ties Rabe.

Die Schulbehörde liefert rund 350.000 Masken mit Infektionsschutz nach FFP-2-Standard an Hamburgs 472 staatliche und private Schulen aus. Die Auslieferung an die Schulen wird aufgrund der erheblichen logistischen Herausforderung einige Tage in Anspruch nehmen, Ziel ist die Auslieferung an alle Schulen im Laufe dieser Woche sicherzustellen.

Für jeden Beschäftigten sollen entsprechend der Empfehlungen der Gesundheitsämter und der einschlägigen Fachleute zwei bis drei Masken pro Woche zur Verfügung gestellt werden.

Die Masken können in begrenztem Umfang mehrfach getragen werden, wenn sie fachgerecht eingesetzt und gelagert werden und bei besonderer Beanspruchung nach Gebrauch gereinigt werden. Lehrkräfte und Schulbeschäftigte sind nicht verpflichtet, exakt diese neuen Masken zu tragen, sie können auch herkömmliche Mund-Nasen-Bedeckungen tragen.

Senat besorgt: Neuinfektionen bei alten Menschen steigen

16.50 Uhr: Die Corona-Entwicklung seit dem zweiten Lockdown-Light zeigt erste Wirkung, immerhin ist die 7-Tage-Inzidenz mit 156,4 niedriger als in den vergangenen Tagen. „Wir gehen davon aus, dass wir ein Plateau erreicht haben, aber wir sind nach wie vor auf einem sehr hohen Niveau“, so Senatsprecher Marcel Schweitzer. Entwarnung könne man deshalb nicht geben. Eine Entwicklung bereitet der Politik allerdings ganz besonders Sorgen. In der Vergangenheit wurde immer wieder darauf hingewiesen, dass sich vor allem Menschen zwischen 20 und 40 mit dem Coronavirus infizieren würden, doch hier sind die Zahlen, wenngleich immer noch überdurchschnittlich, insgesamt rückläufig. Dafür steigen die Infektionen bei den Menschen über 70, in der Kalenderwoche 46 kamen 50 Fälle dazu. 

So viele Betrugsfälle gibt es bei Corona-Soforthilfen in Hamburg

16.35 Uhr: Als es im März zum ersten Lockdown in Hamburg kam, konnten Unternehmen umgehend Hilfsgelder beantragen. Doch nicht alle Antragssteller brauchten wirklich Hilfe, einige versuchten sogar auf kriminelle Art und Weise an die Gelder zu kommen. Doch wie groß war das Problem wirklich? Laut Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) habe die Stadt mittlerweile bei insgesamt 66.000 Soforthilfeanträgen in 171 Fällen einen Betrugsverdacht erhoben. Bislang seien 169 Strafanzeigen gestellt worden.

Zahl der Corona-Patienten in Kliniken in Niedersachsen steigt stark an

15.17 Uhr: Die Zahl der Corona-Patienten in Kliniken ist in Niedersachsen binnen eines Tages von 898 auf 972 angestiegen. 210 der Erkrankten müssten auf der Intensivstation behandelt und 125 davon künstlich beatmet werden, teilte das Sozialministerium am Dienstag in Hannover mit. Die Zahl der nachgewiesenen Neuinfektionen betrug demnach 944, am Dienstag der Vorwoche waren es noch 1163. Binnen 24 Stunden stieg die Zahl der Corona-Toten in Niedersachsen um 19 auf insgesamt 927 seit Beginn der Epidemie.

Die höchste Zahl nachgewiesener Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen – gerechnet auf 100.000 Einwohner – gibt es derzeit im Kreis Vechta (230,4), gefolgt von den Kreisen Osnabrück (224,5) und Cloppenburg (205,6). Vergleichsweise schwach ist die Verbreitung der Corona-Epidemie weiterhin im Landkreis Holzminden (27,0), der Stadt Wilhelmshaven (31,5) sowie in den Kreisen Goslar (32,3) und Lüchow-Dannenberg. Nur noch 7 der 45 Kreise und kreisfreien Städte in Niedersachsen gelten derzeit nicht als Hotspot mit einer Inzidenz von weniger als 50.

Neue Corona-Fälle in Hamburg: 424 Neuinfektionen gemeldet

12.25 Uhr: Am heutigen Dienstag vermeldet die Stadt Hamburg 424 Neuinfektionen, am Montag waren es 185. Die Inzidenz in der Hansestadt steigt damit von 156,3 auf 156,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen. Interessant ist ein Vergleich mit der Vorwoche: Während die Montagszahlen einen deutlichen Rückgang zeigten, sind die gemeldeten Fälle am Dienstag auf dem gleichen Niveau wie eine Woche zuvor (422 Fälle). Damals allerdings lag die Inzidenz bei 164,1 – hier zumindest zeigt sich eine leichte Verbesserung.

Die Zahl der Corona-Toten bleibt stabil bei 262. Bestätigte Fälle gibt es in Hamburg inzwischen 20.830 – geheilt seien davon bereits 11.800, wie die Stadt bestätigt. 306 Fälle (gestern: 273) werden stationär behandelt, davon sind 85 (gestern: 77) auf Intensivstationen.

Corona-Kontrollen: Jetzt patrouilliert die Polizei vor Hamburgs Schulen

11.24 Uhr: Die Hamburger Schulbehörde setzt weiterhin auf Präsenzunterricht und will die Schulen so lange wie möglich offenhalten. Doch während auf dem Gelände Mundschutz und Abstand genau kontrolliert werden, kommen immer wieder Beschwerden über Vestöße außerhalb der Schultore. Dort sollen größere Schülergruppen rauchend und klönend in Gruppen herumstehen und sich nicht um Abstandsregeln scheren. Deshalb sollen jetzt verstärkt Polizisten vor den Schulen kontrollieren, ob die Regeln eingehalten werden. Das kündigte Schulsenator Ties Rabe (SPD) gegenüber den Schulen im aktuellen Schulbrief mit. „Ab sofort werden die Cop4you und Polizisten der umliegenden Polizeistationen gezielt die EInhaltung der Abstands- und Hygieneregeln im Umfeld von Schulen überprüfen”, so Ties Rabe zu den Schulleitern. Dabei würden Bus- und Bahnstationen ebenso wie Wege und Plätze rund um Schulen in den Blick genommen. Rabe weiter an seine Schulleiter: „Es wäre sicherlich im Sinne ihrer Schüler, wenn Sie sie auf geeignete und altersangemessene Weise darauf hinweisen würden.”

Neue RKI-Studie: Das bringen Luftfilter in Schulen wirklich

10.36 Uhr: Viele Hamburger Eltern fordern Luftfilter für Klassenräume. Doch sie ersetzen das Lüften nicht. Zu dem Ergebnis kommt eine Studie vom Umweltbundesamt: Der Einsatz von mobilen Luftreinigern allein ist kein Ersatz für ausreichendes Lüften an Schulen. Mobile Luftreiniger wälzen die Raumluft lediglich um und ersetzen nicht die notwendige Zufuhr von Außenluft. Es gibt aber Fälle, wo Luftreiniger das Lüften sinnvoll ergänzen können. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Stellungnahme der Kommission für Innenraumlufthygiene (IRK) am Umweltbundesamt (UBA). Die Kommission empfiehlt Luftreiniger in Schulen dort einzusetzen, wo die Fenster nicht ausreichend geöffnet werden können und auch keine unterstützenden, einfachen Zu- und Abluftsysteme in Frage kommen. Die Geräte sollten aber vor dem Einsatz fachgerecht bewertet werden, damit sie zum entsprechenden Raum passen. So muss der Luftdurchsatz groß genug sein, das Gerät darf nicht zu laut sein und es darf keine unerwünschten Schadstoffe freisetzen.

Günther: Für neue Corona-Entscheidungen noch zu früh

8.40 Uhr: Die Länder haben den Bund gestoppt: Noch gibt es keine Entscheidungen über weitere Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus. Dafür hat sich auch Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther eingesetzt. Erst müsse die weitere Entwicklung der Infektionszahlen abgewartet und bewertet werden, sagte der CDU-Politiker am Montagabend nach stundenlangen Beratungen zwischen Bund und Ländern. Nach zwei Wochen Teil-Lockdown sei es noch zu früh, über Lockerungen oder Verschärfungen zu reden. Bisher seien die Corona-Zahlen auch im Norden noch zu hoch, selbst wenn sie hier niedriger seien als anderswo, sagte Günther. Er bekräftigte den Appell an die Bürger, möglichst wenig andere Menschen zu treffen und auf private Feiern generell zu verzichten. Oberstes Ziel bleibe es, Schulen mit Präsenzunterricht und Kitas offen sowie die Wirtschaft am Laufen zu halten. Die Länder wollen bis kommenden Montag dem Bund eigene Vorschläge zum weiteren Vorgehen in der Pandemie unterbreiten, wie Günther ankündigte. Am Mittwoch nächster Woche soll es dann die nächste Konferenz der Regierungschefs mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) geben. Günther bekräftigte seine Auffassung, bundeseinheitliche Regelungen zu schaffen und diese dem regionalen Infektionsgeschehen entsprechend umzusetzen. "Wir legen alle gemeinsam Wert auf eine regionale Differenzierung", sagte er im Blick auf die von ihm geführte Koalition aus CDU, Grünen und FDP. Schleswig-Holstein gehört zu den Ländern mit den niedrigsten Infektionszahlen.

Corona: Nordseeinseln fordern Schnelltests für Touristen

7.50 Uhr: Die Bürgermeister der Inseln in Norddeutschland machen sich Sorgen: Die Wirtschaft breche ein, denn die Touristen fehlen – schuld seien die Corona-Maßnahmen. In einem Brandbrief an Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) schlagen sie einen neuen Ansatz vor. „Um das Infektionsrisiko in den Tourismusdestinationen Deutschlands einzudämmen, sollten Urlaubsreisen ab Januar an den Nachweis einer Negativtestung gekoppelt sein. Bis dahin müssten ausreichend Schnelltests vorliegen, die – ebenso wie PCR-Tests – genutzt werden sollten”, heißt es in dem Brief, berichtet das „Hamburger Abendblatt” berichtet. Dabei könnte ein zentrales Testzentrum in Sylt „unterstützend eingesetzt werden”, so der Vorschlag der Verfasser. Zusätzlich fordern die Bürgermeister digitale Kontakterfassungen, wie Kontakttagebücher, die über eine entsprechende App gesammelt werden könnten. „Auf diese einfache Weise ergäben sich auch im Veranstaltungsbereich Chancen, wieder größere Zuschauerzahlen zuzulassen”, schreiben die Verfasser im Brandbrief.

Das waren die Corona-News vom 16. November

100 neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein

21.17 Uhr: In Schleswig-Holstein sind nach Angaben der Landesregierung binnen eines Tages 100 neue Corona-Fälle gemeldet worden. Am Vortag waren es 161, am Montag vergangener Woche 215. Die Zahl der Todesfälle stieg um 5 auf 227. Wie die Landesregierung weiter mitteilte, sind somit seit Beginn der Pandemie 11.618 Infektionen nachgewiesen worden. In den Krankenhäusern in Schleswig-Holstein behandelt wurden den Angaben zufolge 148 Covid-19-Patienten – am Sonntag waren es 116.

Tschentscher denkt an zusätzliche Maßnahmen

20.12 Uhr: Der sogenannte Wellenbrecher-Lockdown zur Eindämmung der Corona-Pandemie ist nach Ansicht des Hamburger Bürgermeisters Peter Tschentscher erfolgreich. Für eine Lockerung der Maßnahmen Richtung Weihnachten und Silvester sei es aber noch zu früh, sagte der SPD-Politiker am Montagabend nach Beratungen der Länderregierungschefs mit der Kanzlerin. Auch weitere Einschränkungen wollte er nicht auszuschließen.

Mit dem Teil-Lockdown habe man noch drastischere Maßnahmen abwenden können. „Die Infektionszahlen sind nicht weiter exponentiell angestiegen (...) In den letzten Tagen ist sogar ein leichter Trend nach unten zu bemerken“, sagte der ehemalige Laborarzt. Um das Gesundheitswesen sei er deshalb „heute weniger besorgt als noch vor zwei Wochen“, auch wenn wegen des durch den Krankheitsverlauf bedingten Zeitverzugs in den kommenden Wochen noch mit einem weiteren Anstieg der Intensivpatienten zu rechnen sei.

„Wir sind dadurch, dass wir diese Welle gebrochen haben, in einer sehr viel beherrschbareren Situation“, sagte Tschentscher. „Aber derzeit ist noch nicht sicher beurteilbar, wie es weitergeht.“ Zunächst müsse deshalb die weitere Entwicklung abgewartet werden, da noch keine ausreichende Planungsperspektive gegeben werden könne.

„Wir haben uns aber vorgenommen, diese Perspektive so bald wie möglich zu entwickeln und dann auch zu sagen, wie es Weihnachten und Silvester weitergehen kann“, sagte Tschentscher. In einigen Bereichen könnten auch noch zusätzliche Maßnahmen sinnvoll sein, „um die Infektionszahlen in den kommenden Wochen noch deutlicher zu senken“.

0,21 Prozent aller Schüler Hamburgs mit Corona infiziert

18.32 Uhr: Derzeit wird viel diskutiert, ob die Entscheidung Schulen offen zu lassen die richtige ist. Doch wie sehen die Infektionszahlen an Hamburgs Bildungseinrichtungen genau aus? Seit den Herbstferien wurden laut Schulbehörde 1604 Neuinfektionen an Hamburgs Schulen gemeldet. Davon betroffen sind 1278 Schüler und 326 Schulbeschäftigte.

Die vergangenen Tage lieferten folgende Zahlen: Freitag 60 Neuinfektionen, Samstag 36 Neuinfektionen und Sonntag 29 Neuinfektionen, die an 77 Schulen gemeldet wurden. Betroffen sind 102 Schüler und 23 Beschäftigte.

82 Klassen von rund 9500 Klassen befinden sich derzeit in Quarantäne. Akut gibt es 640 (531 Schüler, 109 Beschäftigte) Infektionen an Hamburgs Schulen, verteilt auf 205 Einrichtungen. Damit sind 0,21 Prozent aller Schüler Hamburgs mit Corona infiziert und 0,32 Prozent der Beschäftigten. 

30 neue Corona-Fälle in Mecklenburg-Vorpommern

17.02 Uhr: Nach den 38 registrierten Neuinfektionen am Sonntag meldet Mecklenburg-Vorpommern am Montag 30 neue Corona-Fälle.Damit stieg die Gesamtzahl der Sars-CoV-2-Infektionen im Land auf 4463. Als genesen gelten 3043 Menschen. Zwei Menschen sind seit gestern an den Folgen des Virus gestorben.

Auch Hamburger dabei: Polizei löst „Corona-Seminar“ auf

15.42 Uhr: Die Polizei hat mit Hilfe von Gerichten ein Wochenendseminar auf der Insel Rügen vorzeitig beendet. Wie eine Polizeisprecherin am Montag in Stralsund sagte, hatten sich sieben Frauen und Männer aus drei anderen Bundesländern am Freitag in einer Ferienanlage in Altefähr (Vorpommern-Rügen) getroffen. Veranstalter der Tagung zum Thema "Angst vor dem Tod durch Corona" sei eine Frau aus Berlin gewesen. Anwohner hätten auf die Gruppe aufmerksam gemacht. Die sieben Teilnehmer im Alter zwischen 33 und 61 Jahren, die aus Berlin, Hamburg und Brandenburg angereist waren, hätten die Abreise zunächst verweigert.

Nachdem das Greifswalder Oberverwaltungsgericht in zweiter Instanz die Rechtsauffassung der Gruppe abgelehnt hatte, seien die Leute am Samstagabend dann doch abgereist. Sie müssten nun wegen Verstoßes gegen die Festlegungen der Corona-Landesverordnung MV – darunter das strikte Einreiseverbot für Touristen – mit einer Ordnungsstrafe rechnen. Auch gegen den 27-jährigen Leiter der Ferienanlage aus dem Landkreis werde ermittelt.

Gute Nachricht: Deutlich weniger Neuinfektionen in Hamburg gemeldet

12.01 Uhr: Noch am letzten Montag wurden in Hamburg 298 neue Corona-Infektionen verzeichnet – eine Woche später sinkt der Wert weiter deutlich ab. Am heutigen Montag vermeldet die Stadt Hamburg 185 Neuinfektionen, gestern waren es noch 243 Neuinfektionen. Die Inzidenz in der Hansestadt sinkt damit von 162,3 auf 156,3 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen. Laut RKI liegt die Inzidenz für Hamburg bei 121,8 (Stand: 16.11., 8.40 Uhr).

Die Zahl der Corona-Toten bleibt stabil bei 262 (Stand: 10.11.). Das RKI zählt für Hamburg 313 Tote (Stand: 16.11., 8.40 Uhr). Bestätigte Fälle gibt es in Hamburg inzwischen 20.406 – geheilt seien davon bereits 11.600, wie die Stadt bestätigt. 273 Fälle werden weiterhin stationär behandelt (Stand: 13.11.), davon sind 77 auf Intensiv-Stationen (63 Hamburger).

Gute Nachrichten aus Niedersachsen: Mehr Genesene als Neuinfizierte

10.26 Uhr: In Niedersachsen wurden am Montag 468 neue Corona-Fälle registriert, wie die Landesbehörden am Vormittag mitteilten – am Vortag waren es 1060. Die Gesamtzahl der seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Coronavirus infizierten Personen erhöhte sich damit auf 55.883. Außerdem meldete das Land fünf weitere Todesfälle in Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung, insgesamt sind es nun 908. Als genesen gelten nach Angaben der Landesregierung 35598 Menschen (+554).

Der Inzidenzwert für Niedersachsen liegt bei 103,4. Acht von 45 Kreisen und kreisfreien Städten liegen derzeit unter dem als kritisch erachteten Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche und gelten deshalb nicht als Risikogebiete. Dabei handelt es sich um die Kreise Friesland, Goslar, Holzminden, Lüchow-Dannenberg, Lüneburg, Northeim, Stade und die Stadt Wilhelmshaven.

Zahl der in Hamburg gedrehten Kinofilme wegen Corona halbiert

9.14 Uhr: Filmteams bauen ihre Kameras gern in Hamburg auf, hier wurden schon Blockbuster wie „James Bond“ und „Drei Engel von Charlie“ gedreht. Wegen Corona wurde 2020 in der Hansestadt allerdings so wenig Filme hergestellt  wie lange nicht. Die Zahl der in Hamburg gedrehten Kinofilme hat sich im Vergleich zum Vorjahr mehr als halbiert. So seien viele Dreharbeiten wegen der Pandemie verschoben worden, unter anderem weil die Finanzierung fehlte, sagte Alexandra Luetkens von der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein der Deutschen Presse-Agentur. 

Zählte die Filmförderung im Vorjahr noch 13 in der Hansestadt gedrehte Filme, waren es Anfang November nur noch 6. „Besonders betroffen vom Ausfallrisiko waren und sind Kinofilme“, sagte Luetkens. Demnach sind vor allem große, internationale Projekte dieses Jahr ausgeblieben. Gerade freie Filmschaffende und Produktionsfirmen sind aktuell wegen der Pandemie in eine Notlage geraten, wie Luetkens weiter sagte. Durch die Eindämmungsmaßnahmen am Set seien Dreharbeiten zudem teuerer geworden. Zum Beispiel müssten weitere Fahrzeuge angemietet werden, damit die Filmcrews beim Catering die Abstände einhalten können. In der Regel müsse die Crew auch zwei Mal die Woche auf das Virus getestet werden – das belaste das Budget zusätzlich, sagte Luetkens.

Peter Tschentscher fordert Verbot für Großdemos in Innenstädten

6.45 Uhr: Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hat sich dafür ausgesprochen, große Demonstrationen in Innenstädten in Corona-Zeiten nicht zu erlauben. „Demonstrationen mit Tausenden Teilnehmern, die auf engen Straßen und Plätzen zusammenkommen, sollten unter den derzeit schwierigen Pandemiebedingungen nicht genehmigt werden“, sagte der SPD-Politiker der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ (Montag). Vor eineinhalb Wochen war in Leipzig eine „Querdenken“-Kundgebung von mehr als 20.000 Gegnern der Corona-Maßnahmen aus dem Ruder gelaufen.

Einen Spielraum für Lockerungen sieht der Bürgermeister derzeit nicht. „Es ist derzeit nicht erkennbar, ob die bisherigen Maßnahmen ausreichen, um die Infektionsdynamik über das bereits erzielte Maß hinaus abzubremsen“, sagte er der Zeitung weiter. Dies sei aber erforderlich, um in Hinblick auf Weihnachten mit weniger Beschränkungen auszukommen. 

Am heutigen Montag treffen sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Regierungschefs der Bundesländer, um über die Corona-Lage zu beraten. 

Das waren die News am 15. November:

Schleswig-Holstein: Drei neue Todesfälle

21.11 Uhr: In Schleswig-Holstein gab es am Sonntag 161 neu bestätigte Corona-Fälle und drei neue Todesfälle. Das gab die Landesmeldestelle am Abend bekannt. Die meisten Neuinfektionen wurden in Lübeck (+45 neue Fälle), im Kreis Segeberg (+39), im Kreis Stormarn (+22) und im Kreis Pinneberg (+18) registriert. In Kiel gab es sieben neue Fälle.

Am Vortag wurden 158 Neuinfektionen gemeldet. Die Gesamtzahl der Corona-Fälle liegt bei 11.518. Davon gelten 8100 Erkrankte als genesen.

116 Menschen mit Covid19-Erkrankung werden derzeit in Schleswig-Holstein in Kliniken behandelt. 

Hamburg aktualisiert seine Corona-Vorschriften

20.25 Uhr: Hamburg hat einige Corona-Vorschriften noch einmal überarbeitet, beziehungsweise konkretisiert. Demnach gilt die Beschränkung von maximal 10 Personen aus zwei verschiedenen Haushalten bei privaten Treffen auch in Fahrzeugen.

Zudem gilt bei Versammlungen ab sofort eine Maskenpflicht ab 100 Teilnehmern vor Ort.

MeckPomm: 38 Neuinfektionen

18.57 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern wurden heute 38 neue Corona-Fälle gemeldet – deutlich weniger als am Samstag, als 108 neue Fälle gemeldet wurden. 365 Menschen mit Covid-19-Erkrankungen werden stationär behandelt, neun mehr als gestern.

Die Gesamtzahl der Corona-Fälle liegt bei 4434. Davon gelten 2991 Erkrankte als genesen. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 41,9 Fällen je 100.000 Einwohner.

Lockerungen? Verlängerung der Beschränkungen? Das sagt Hamburgs Bürgermeister

17.27 Uhr: Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hat sich gegen eine Lockerung der bestehenden Corona-Kontaktbeschränkungen ausgesprochen. „Es ist derzeit nicht erkennbar, ob die bisherigen Maßnahmen ausreichen, um die Infektionsdynamik über das bereits erzielte Maß hinaus abzubremsen”, sagte Tschentscher der „Rheinischen Post”. „Dies wäre erforderlich, um im Hinblick auf die Weihnachtsfeiertage mit weniger Beschränkungen auszukommen.”

Mit Blick auf die Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) am Montag mit Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte der SPD-Politiker auf die Frage, ob die Kontaktbeschränkungen über den November hinaus verlängert werden müssen: „Eine Lockerung der Maßnahmen kann vor diesem Hintergrund am Montag voraussichtlich nicht beschlossen oder konkret in Aussicht gestellt werden.” Der Ende Oktober für den November beschlossene „Wellenbrecher-Lockdown” wirke aber. „Er hat dazu geführt, dass die Infektionszahlen nicht weiter exponentiell gestiegen sind.”

Derzeit gibt es in Deutschland täglich um die 20.000 Neuinfektionen täglich. „Ohne die Beschlüsse der MPK wären sie vermutlich bereits bei über 40.000 Neuinfektionen pro Tag. Wir müssten dann - wie derzeit Österreich - weitere drastische Maßnahmen beschließen und eine akute Überlastung des Gesundheitswesens befürchten”, sagte Tschentscher.

Pflegeheime in Hamburg: Senatorin mit wichtigem Appell!

16.40 Uhr: Bisher sind Hamburgs Pflegeheime noch immer geöffnet und Menschen dürfen ihre Angehörigen dort besuchen. Das war beim großen Lockdown im Frühjahr anders. Aber eine komplette Schließung für Außenstehende soll diesmal möglichst vermieden werden. Helfen sollen dabei Antigen-Schnelltests für Pfleger, Bewohner und Besucher. Das Problem: Das Personal in den Einrichtungen ist schon jetzt so belastet, dass gar keine Zeit für die Testung vorhanden ist.

Daher appellien Senatorin Melanie Leonhard und die Gesundheitsbehörde jetzt an alle examinierten Pflegekräfte in Hamburg, die derzeit noch freie Kapazitäten haben, sich zu melden und bei der Durchführung der Abstriche zu helfen. Interessierte können sich hier registrieren. Das Portal wird u. a. durch die Bertelsmann Stiftung und die Bundespflegekammer verantwortet. Nachfragen zu diesem Aufruf beantwortet die Hamburgische Pflegegesellschaft e. V. und berät unter der Telefonnummer 040 23 80 87 88 oder per Mail an hpg@hpg-ev.de.

Mittlerweile gibt es in 19 Hamburger Pflegeeinrichtungen Fälle von Corona-Infektionen. Zuletzt waren 267 Bewohner und 129 Pfleger infiziert (Stand Dienstag).

Diese Änderungen wurden in der Corona-Verordnung auch noch vorgenommen:
· Jede pflegebedürftige Person darf je Kalenderwoche insgesamt mindestens insgesamt drei Stunden besucht werden. Die o.g. Besuchszeit darf nicht einseitig durch die Einrichtung um Wartezeiten, Anmeldeformalitäten o.ä. reduziert werden. Sofern die wöchentliche Gesamtbesuchszeit von drei Stunden nicht überschritten wird, darf eine zeitliche Beschränkung einzelner Besuche nur in gegenseitigem Einvernehmen stattfinden.
· Besuche dürfen maximal durch zwei Besuchende gleichzeitig stattfinden. Die Beschränkung auf feste Besuchspersonen entfällt, jede pflegebedürftige Person darf also grundsätzlich von unbegrenzt vielen Personen besucht werden.

Schulen weiter öffnen? Das sagt Niedersachsens Landeschef

16.24 Uhr: Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil wirbt dafür, trotz des Teil-Lockdowns an der Öffnung der Schulen festzuhalten. „In der vergangenen Woche konnten in Niedersachsen mehr als achtzig Prozent der Schulen den vollständigen Präsenzunterricht erteilen“, sagte der SPD-Politiker der „Neuen Osnabrücker Zeitung”. Einschränkungen gebe es konsequent überall dort, wo Corona-Infektionen auftreten. „Dieser Kurs hat sich bislang bewährt, und wir sollten ihn fortsetzen, solange das Infektionsgeschehen dies zulässt”, sagte der Regierungschef vor dem Bund-Länder-Treffen am Montag. Ein solches Vorgehen sei im Interesse der Schüler, „vor allem derjenigen mit einem erhöhten Förderbedarf”, erklärte Weil. Außerdem diene es den Familien, die anderenfalls ganz erheblich belastet würden.

Hamburg: Weniger Neuinfektionen als letzten Sonntag

12.30 Uhr: Noch am letzten Sonntag wurden in Hamburg 285 neue Corona-Infektionen verzeichnet – eine Woche später sinkt der Wert jetzt leicht ab. Am heutigen Sonntag vermeldet die Stadt Hamburg 243 Neuinfektionen, gestern waren es 528 Neuinfektionen. Die 7-Tage-Inzidenz in der Hansestadt liegt damit bei 162,3 neuen Infektionen pro 100.000 Einwohner. Bestätigte Fälle gibt es in Hamburg inzwischen 20.221 – geheilt seien davon bereits 11.400, wie die Stadt bestätigt. 273 Fälle werden stationär behandelt, davon sind 63 Hamburger auf Intensiv-Stationen, 14 weniger als gestern.

Corona-Infektionen in Niedersachsen weiter auf hohem Niveau

11.33 Uhr: Die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen bleibt in Niedersachsen auf hohem Niveau. Das Landesgesundheitsamt meldete am Sonntag 1060 neue Fälle im Vergleich zum Vortag. Zudem wurden fünf weitere Todesfälle registriert. Die sogenannte Sieben-Tages-Inzidenz pro 100 000 Einwohner betrug im Landesdurchschnitt 106,1. Dies lag unter dem Wert vom Samstag (109,1). Insgesamt stieg die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus Infizierten in Niedersachsen auf 55 415. Rund 63,2 Prozent von ihnen gelten als genesen.

Das Land Bremen verzeichnete am Samstag 192 neue Fälle, dort lag der Wert der Neuinfektionen binnen sieben Tagen auf 100 000 Einwohner bei 178,8 für die Stadt Bremen und bei 90,9 für Bremerhaven. Werte für Sonntag lagen aus Bremen zunächst nicht vor.

Das waren die Corona-News vom 14. November

158 Neuinfektionen in Schleswig-Holstein

21.01 Uhr: Nach den 296 gemeldeten Neuinfektionen am Freitag liegt die Zahl der Neuinfektionen in Schleswig-Holstein heute mit 158 ein gutes Stück niedriger. Insgesamt haben sich im nördlichsten Bundesland 11.357 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Die Kreise Pinneberg (+43), Kiel  (+22) und Nordfriesland (+15) legten am meisten zu. Im Herzogtum Lauenburg starb ein Patient an Covid-19. Damit erhöhte sich die Zahl der Todesopfer in Schleswig-Holstein auf 219.

Einsatzkräfte kontrollieren Maskenpflicht an Hamburger Bahnhöfen

20.14 Uhr: Mit etwa 150 Einsatzkräften halten Bundespolizei, Polizei, Hochbahn-Wache und Mitarbeiter der Bahn am Samstagabend in Hamburg Ausschau nach Masken-Muffeln gehalten. Dabei soll kontrolliert werden, wie sich die Menschen an und in den Bahnhöfen, wo Maskenpflicht herrscht, an die Regeln halten. 

Erst vor drei Wochen hatte es eine solche Kontrolle schon einmal gegeben. Damals waren 330 Verstöße gegen die Maskenpflicht festgestellt worden, zudem wurden 200 fast 200 Schwarzfahrer ertappt. Polizei-Pressesprecherin Sandra Levgrün sagte dem NDR: „Die Verkehrsbetriebe haben in den vergangenen Wochen zwar festgestellt, dass es eine hohe Akzeptanz bezüglich der Maskenpflicht gibt, diese zum Abend und zum Wochenende hin aber sinkt. Insofern haben wir uns entschieden, an einem Samstagabend noch einmal nachzusetzen.“

Wer in Hamburg an den entsprechenden Orten ohne Mund-Nasen-Schutz erwischt wird, muss mit einer Strafe rechnen. Wie hoch die ausfällt, hängt davon ab, wo genau man erwischt wird. Im Geltungsbereich der Hochbahn fällt einerhöhtes Beförderungsentgelt in Höhe von 40 Euro an. Anderswo kann es noch teurer werden: „Sobald wir aber auf öffentliche Plätze und Flächen kommen, wo eine Maskentragepflicht gilt, sind wir auch schon schnell bei 150 Euro Strafe“, sagte Levgrün.

SH-Ministerpräsident fordert Differenzierung der Corona-Maßnahmen

18.55 Uhr: Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hat vor den anstehenden Corona-Beratungen zwischen Bund und Ländern eine stärkere Differenzierung der Corona-Maßnahmen gefordert. „Wir haben uns jetzt auf einen gemeinsamen Weg verständigt, weil die Lage außer Kontrolle zu geraten schien. Aber auf Dauer kann das so nicht bedeuten, dass überall die gleichen Maßnahmen greifen, egal wie hoch die Inzidenzzahlen sind”, sagte Günther dem „Spiegel” in einem am Samstag veröffentlichten Interview mit Blick auf mögliche unterschiedliche Wege der Bundesländer. Laut ihm müsse die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Virus deutlich verringert werden. „Wir müssen die Inzidenz unter 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen drücken. Am besten sogar noch unter 35.”

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten beraten an diesem Montag über die seit dann zwei Wochen geltenden Corona-Einschränkungen. Bei Ihrem letzten Treffen war der aktuelle Teil-Lockdown beschlossen worden. 

108 neue Corona-Fälle in Meck-Pomm

17.35 Uhr: Mecklenburg-Vorpommern weist nach wie vor die geringsten Corona-Zahlen im bundesweiten Vergleich auf. Im Vergleich zu Freitag kamen im Nordosten nun 108 neu registrierte Corona-Fälle hinzu, am Vortag waren es 127 Neuinfektionen gewesen. Insgesamt gab es dort bislang 4396 Infektionen. Die Zahl der Todesfälle ist im Vergleich zu gestern um einen auf 38 gestiegen. 

1482 Neuinfektionen in Niedersachsen

15.24 Uhr: Nach den 1602 Meldungen vom Freitag hat Schleswig-Holstein am Samstag 1482 neue Corona-Fälle registriert. Im Vergleich zu den Neuinfektionen von vor genauer einer Woche sind dies über 300 Fälle mehr (Neuinfektionen am 7. November: 1149). Die meisten neuen Fälle wurden in der Region Hannover (+282), im Landkreis Osnabrück (+124) und im Landkreis Emsland (+104) bestätigt. Der Sieben-Tage-Inzidenzwert liegt in Niedersachsen bei 109,1. Gemeldet wurden auch neun weitere Todesfälle, insgesamt wurden in Niedersachsen jetzt 898 Menschen Opfer des Virus.

Wegen Corona: Gesundheitsämter müssen wichtige Aufgabe hintenanstellen

13.40 Uhr: Kontakte nachverfolgen, Abstriche nehmen, Quarantäne überwachen: Die Gesundheitsämter im Norden haben in der Corona-Pandemie alle Hände voll zu tun und arbeiten über ihre Kapazitätsgrenzen hinaus. Folgen hat dies auf andere Aufgaben der Ämter – etwa die Schuleingangsuntersuchungen, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur unter Gesundheitsämtern in Schleswig-Holstein ergab. In vielen Kreisen und Städten werden priorisiert Kinder begutachtet, bei denen ein Förderbedarf wahrscheinlich erscheint. Es sollen aber so viele kommende Erstklässler wie möglich untersucht werden.

Denn die Schuleingangsuntersuchung bringt nicht nur Erkenntnisse über die Gesundheit des einzelnen Kindes, wie etwa eine Sprecherin des Kreises Segeberg erklärte. Sie spiele beispielsweise bei der kindgemäßen Gestaltung des schulischen Arbeitsplatzes oder der Unfallprävention eine Rolle. Erkenntnisse aus der Untersuchung werden auch für die kommunale Gesundheitsplanung genutzt.

Hamburg meldet am Samstag 528 Corona-Neuinfektionen

11.56 Uhr: Wie die Stadt am Samstag vermeldet, sind seit gestern 528 Corona-Infektionen neu dazugekommen. Am vergangenen Samstag waren es noch 592 Neuinfektionen. Im Krankenhaus werden derzeit 273 Menschen behandelt, auf der Intensivstation liegen 77 Patienten, 6 mehr als gestern. Der Inzidenzwert sinkt von gestern 167,9 auf 164,5 Neuinfektionen während der vergangenen sieben Tage auf 100.000 Einwohner. Damit wurden in Hamburg bislang 19.987 Corona-Fälle bestätigt. Davon geheilt: 11.200.

Niedersachsens Verfassungsschutzchef warnt vor Anschlägen aus Reihen der Corona-Gegner

9.56 Uhr: Niedersachsens Verfassungsschutzpräsident Bernhard Witthaut warnt vor einer fortschreitenden Radikalisierung der Anti-Corona-Bewegung und schließt auch weitere Anschläge aus diesen Reihen nicht aus. Im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ sagte er, der Protest richte sich zunehmend nicht mehr gegen einzelne Maßnahmen zur Einschränkung der Pandemie, sondern gegen eine vermeintliche Corona-Diktatur. Es würden „offen Umsturzfantasien gegen die deutsche Regierung propagiert“.

Es fände eine Radikalisierung durch Verschwörungstheorien statt. Einzelne Personen schreckten schon jetzt nicht mehr vor Anschlägen zurück, wie ein Brandanschlag auf das Robert-Koch-Institut und eine Sprengstoffexplosion in Berlin-Mitte samt entsprechendem Bekennerschreiben gezeigt hätten. Witthaut sagte: „Ich will nicht ausschließen, dass es weitere Anschläge gibt, was ich allerdings nicht hoffe.“

Für einen Anti-Corona-Terror sehe er bislang noch keine Anhaltspunkte, aber es gebe in der Bewegung ein entsprechendes Radikalisierungspotenzial. Die Entwicklung müsse genau im Blick behalten werden, „bevor Schlimmeres passiert”. In Niedersachsen selbst sei die Organisation „Querdenken“, die hinter mehreren größeren Anti-Corona-Demos der vergangenen Wochen steckt, noch kein Beobachtungsobjekt des Verfassungsschutzes. Witthaut sagte: „Das kann sich allerdings angesichts der dynamischen Entwicklung auch ändern. Wir schauen uns genau an, wer zu welchen Demonstrationen aufruft und hingeht.“

Es sei festzustellen, dass deutschlandweit auch Rechtsextremisten für die entsprechenden Demonstrationen mobilisierten. Sie biederten sich der Bewegung und den Teilnehmern an.

Das waren die News am 13. November 2020:

Hamburger Virologe macht Hoffnung auf neue Strategie für Schulen

Für Hoffnung sorgten am Freitag Äußerungen des Virologen Jonas Schmidt-Chanasit vom Bernhard-Nocht-Institut. Er betonte, dass klar gewesen sei, dass die Infektionen nicht aus der Schule herausgehalten werden könnten, sie aber absolut kein Treiber seien, von wo aus Infektionen massenhaft nach außen getragen würden.

Er wollte sich auf MOPO-Anfrage nicht dazu äußern, ab welcher Infektionsrate Schulen hamburgweit in den Hybrid-Unterricht wechseln sollten. Er betonte aber, dass die Quarantäne-Problematik sich mit einer guten Test-Strategie in den Griff bekommen ließe. „Mit Tests können wir die Lage ohne die 14 Tage Quarantäne sichern“, so der Virologe. „Sie sorgen dafür, dass der Schul- und Kitabetrieb weiter aufrechterhalten werden kann.“

Fünf neue Todesfälle in Schleswig-Holstein durch Covid-19

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein ist von Donnerstag auf Freitag um 296 gestiegen. Das teilte die Landesregierung am Freitagabend mit. Am Vortag waren es 192 Neuinfektionen, davor 247. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich um fünf auf 218. Wie die Landesregierung weiter mitteilte, haben sich seit Beginn der Pandemie 11.199 Menschen nachweislich mit Sars-CoV-2 infiziert.

127 neue Infektionen in Mecklenburg-Vorpommern

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern ist um 127 Fälle gestiegen. Einen Tag zuvor waren es 140 neue Fälle. Im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte ist ein Covid-19-Patient verstorben, damit stieg die Zahl der Todesfälle in dem Land um einen auf 37. Im Vergleich zu anderen Bundesländern hat Mecklenburg-Vorpommern weiter die niedrigsten Fallzahlen.

Oberverwaltungsgericht: Maskenpflicht für Grundschüler ist rechtmäßig

Das Oberverwaltungsgericht Schleswig-Holstein hat die Maskenpflicht für Grundschüler für rechtmäßig erklärt. Das sagte eine Gerichtssprecherin am Freitagabend zu einem entsprechenden Bericht „Funke Mediengruppe“. Ein sieben Jahre alter Schüler, der im Kreis Pinneberg die zweite Klasse besucht, hatte einen Antrag gegen die Masken-Regelung im Unterricht eingereicht.

Die für den Schulbetrieb geltende Maskenpflicht sei nicht unverhältnismäßig, heißt es in dem Beschluss. „Sondern im Gegenteil deshalb geboten und erforderlich, um einem weiteren raschen Wiederanstieg der Infektionszahlen und einem damit möglicherweise einhergehenden (erneuten) Herunterfahren gesellschaftsrelevanter Bereiche wirksam entgegenzuwirken.“

Weiterhin hohe Zahl an Neuinfektionen in Niedersachsen

Am Freitag meldete das Land Niedersachsen 1602 Corona-Neuinfektionen, acht Personen starben im Zusammenhang mit Covid-19. Aktuell gelten 19.082 Personen als infiziert. 

Tschentschers Corona-Appell: „Licht am Ende des Tunnels“

„Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger, ich glaube wir sind weiterhin sehr gut aufgestellt im Gesundheitswesen, wir sind bestens präpariert für die nächste Zeit.“ Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) zeigte sich zuversichtlich zum Abschluss einer Pressekonferenz mit den führenden Virologen und Ärzten der Stadt. In der Konferenz ging es um die aktuelle Lage der Corona-Pandemie in Hamburg, die Bereitstellung eines potentiellen Impfstoffs und die Kapazitäten in den Krankenhäusern.

„Ich bin überzeugt davon, dass wir, wenn wir in diesem Geist weiterarbeiten, der Pandemie weiter standhalten werden und Licht am Ende des Tunnels erleben“, so Tschentscher. Aber er betonte auch, dass weder die Wissenschaft, noch die Politik jedem Einzelnen die Aufgabe abnehmen könne, sich an die Regeln zu halten. „Wir müssen jeder für uns selbst Verantwortung tragen und uns im Alltag an die Regeln halten. Insofern bin ich sehr zuversichtlich, dass es gut weitergeht die nächsten Monate.“

Jetzt Live: Hamburgs Bürgermeister und Virologen zur Corona-Lage

Immer mehr Neuinfektionen, immer weniger Kapazitäten: Wie geht es für Hamburg in der Corona-Pandemie weiter? Darüber sprechen Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) und Hamburgs führende Virologen und Ärzte jetzt in einer Pressekonferenz. Vor Ort sind anwesend: Jonas Schmidt-Chanasit, Virologe am Bernhard-Nocht-Institut; Stefan Kluge, Leiter der Intensivmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf (UKE); Marylyn Addo, Leiterin Infektiologie am UKE; Martin Scherer, Leiter der Allgemeinmedizin am UKE und Pedram Emami, Präsident der Ärztekammer Hamburg.

Neue Corona-Zahlen für Hamburg

12.12 Uhr: Wie die Stadt am Freitag vermeldet, sind seit gestern 535 Neuinfektionen dazugekommen – nach dem gestrigen Höchststand von 660 Neuinfektionen. Im Krankenhaus werden demnach 282 Menschen behandelt, 71 von ihnen liegen auf der Intensivstation.

Der Inzidenzwert steigt auf 167,9 Neuinfektionen während der vergangenen sieben Tage auf 100.000 Einwohner.

Die Zahl der Todesfälle wird unverändert seit gestern auf 262 beziffert. 

Das waren die Corona-News vom 12. November

192 neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein

21.01 Uhr: In Schleswig-Holstein sind am Donnerstag 192 neue Corona-Fälle registriert worden, wie die Landesregierung am Donnerstagabend mitteilte. Damit haben sich seit Beginn der Pandemie 10.903 Menschen nachweislich mit Sars-CoV-2 infiziert. Am Vortag waren es 247 Neuinfektionen, davor 252. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich nicht. 213 Corona-Infizierte sind in Schleswig-Holstein seit Beginn der Pandemie gestorben. In den Krankenhäusern in Schleswig-Holstein behandelt wurden den Angaben zufolge 119 Covid-19-Patienten.

Corona-Ausbruch in Hamburger Klinik

20.21 Uhr: In der Asklepios Klinik Wandsbek hat es offenbar einen Corona-Ausbruch gegeben: Wie das „Abendblatt“ unter Berufung auf den Klinik-Konzern berichtet, haben sich sieben Patienten und drei Mitarbeiter der Geriatrie-Station mit dem Coronavirus infiziert. Alle sieben Patienten seien auf einer eigens eingerichteten Station isoliert worden, die positiv getesteten Mitarbeiter befänden sich in häuslicher Quarantäne. Zudem sei die gesamte Geriatrie-Station vorläufig unter Quarantäne gestellt worden, weitere Tests unter den Patienten seien aber bislang negativ.

140 neue Corona-Fälle in Mecklenburg-Vorpommern – zwei weitere Tote

18.34 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern sind am Donnerstag 140 neue Corona-Fälle gemeldet worden, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte. Damit liegt die Gesamtzahl der seit Beginn der Pandemie registrierten Infektionen nun bei 4146. 2634 Personen gelten als mittlerweile genesen. Im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung sind im Nordosten laut Lagus bislang 36 Patienten gestorben, zwei mehr als am Vortag.

Hamburg: Bereits Tausende Schüler in Corona-Quarantäne

16.53 Uhr: In Hamburg befinden sich aktuell 98 von 9500 Klassen in präventiver Quarantäne, wie die Schulbehörde am Donnerstag mitteilte. Betroffen seien knapp 4000 von insgesamt 256.000 Schülerinnen und Schüler sowie 284 von 34.400 Schulbeschäftigten. Derzeit sei in Hamburg lediglich eine von 472 Schulen komplett auf Distanzunterricht umgestellt worden, die Ida-Ehre-Schule. Dort hatte es zuvor Reihentests gegeben. Insgesamt 55 Personen - von rund 1200 - wurden nach Angaben vom Dienstag dabei positiv getestet.

1613 neue Corona-Fälle in Niedersachsen

15.19 Uhr: In Niedersachsen sind am Donnerstag 1613 neue Corona-Fälle registriert worden, außerdem gab es 21 weitere Todesfälle in Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung, wie das Gesundheitsministerium in Hannover mitteilte. Am Vortag waren es 1512, am Donnerstag vor einer Woche 1423 Fälle. Die Zahl der Erkrankten in Kliniken blieb mit 866 nach 865 am Vortag praktisch konstant. 197 der Patienten befinden sich auf der Intensivstation, 130 davon müssen künstlich beatmet werden. Auch zehn Kinder werden aktuell mit einer Corona-Infektion stationär behandelt.

„Die Lage ist nach wie vor sehr, sehr ernst“, sagte Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD). Es sehe zwar so aus, als würden sich die Infektionszahlen derzeit auf einem hohen Niveau stabilisieren, aber noch sei es zu früh, um die Auswirkungen der Maßnahmen wirklich zu bewerten. „Vor diesem Hintergrund ist es aus meiner Sicht zum jetzigen Zeitpunkt nicht angebracht, über Lockerungen nachzudenken.“

Hamburg: Hafengeburtstag 2021 fällt aus

14.25 Uhr: Bittere Nachricht für alle Fans des Hafengeburtstags! Nachdem der Hafengeburtstag 2020 schon nicht stattfinden konnte, wird er auch 2021 nicht stattfinden. Das teilte Wirtschaftssenator Michael Westhagemann (parteilos) am Donnerstag mit. „Nach 2020 jetzt auch den Hafengeburtstag 2021 absagen zu müssen, bedauere ich sehr. Es wäre aber unverantwortlich gegenüber den vielen ehrenamtlichen Partnern, den zahllosen mit dem Hafengeburtstag verbundenen Unternehmen, gegenüber unseren Dienstleistern, gegenüber allen für die der Hafengeburtstag eine Herzensangelegenheit ist, weiter Kosten und Aufwand zu produzieren, obwohl keine realistische Chance auf eine Durchführung besteht”, sagte er. 

Die Pandemieentwicklung sei zu unklar, um eine Veranstaltung im Mai mit einer Million Besuchern durchzuführen. Der Hafengeburtstag war ursprünglich für 7. bis 9. Mai geplant.

Hamburg: Menschen meiden Bus und Bahn

13.42 Uhr: Die Zahl der Fahrgäste in den Bussen und Bahnen Hamburgs ist seit Anfang November wieder deutlich nach unten gegangen. „Die Fahrgastzahlen im HVV liegen derzeit bei rund 60 Prozent des "Vor-Corona-Niveaus". Damit zeigt sich ein Effekt des aktuellen Teil-Lockdowns, gleichzeitig liegen die Zahlen aber deutlich über den Werten des Frühjahrs, als auch Schulen, Kitas und viele Geschäfte geschlossen waren“, sagte ein Sprecher des Hamburger Verkehrsverbundes (HVV) am Donnerstag.

Zu Beginn der Pandemie war die Zahl der HVV-Fahrgäste stark gesunken. Zeitweise hatte sich ihre Zahl im Vergleich zu den Monaten vor Corona um ungefähr 70 Prozent reduziert.

Im HVV fahren den Angaben zufolge weiterhin alle Busse und Bahnen planmäßig, damit die Fahrgäste mehr Platz haben. Zudem werden alle Türen an den Stationen automatisch geöffnet, damit regelmäßig frische Luft durch die Wagen strömen kann.

Neuer Corona-Höchststand in Hamburg

12.00 Uhr: Erneuter Negativ-Rekordwert bei Corona-Neuinfektionen in Hamburg: Wie die Stadt am Donnerstag vermeldet sind seit gestern 660 Neuinfektionen dazugekommen – der bisherige Höchststand lag bei 647 Neuinfektionen. Am Mittwoch waren es noch 396. Im Krankenhaus werden demnach 292 Menschen behandelt (+11), 72 von ihnen liegen auf der Intensivstation (+1).

Der Inzidenzwert steigt um 0,7 auf 165,2 Neuinfektionen während der vergangenen sieben Tage auf 100.000 Einwohner.

Die Zahl der Todesfälle wird auf 262 beziffert, sechs mehr als noch gestern vermeldet. 

Verbindung nach Hamburg: Lufthansa testet Passagiere vor Flug auf Corona

8.46 Uhr: Die Lufthansa hat auf der Fluglinie München-Hamburg mit dem angekündigten Probelauf mit Corona-Schnelltests für alle Passagiere begonnen. Vor dem Start der ersten Maschine des Tages vom Münchner Flughafen nach Hamburg am Donnerstagmorgen um 9.10 sollten sämtliche Passagiere getestet werden. Ersatzweise konnten die Fluggäste einen höchstens 48 Stunden alten negativen PCR-Test vorlegen oder sich kostenfrei auf einen anderen Flug umbuchen lassen.

Die Antigen-Schnelltests weisen nicht den Covid-19-Erreger als solchen nach, sondern mit diesem verbundene Proteine. Die Funktionsweise ähnelt einem Schwangerschaftstest, die Ergebnisse sollen nach 30 bis 60 Minuten vorliegen. Allerdings sind die Tests ungenauer als die üblichen PCR-Tests.

Die unter hohen Verlusten leidende Fluggesellschaft hofft, wieder mehr Flugverbindungen insbesondere nach Übersee anbieten zu können. Ein großes Hemmnis für die Wiederbelebung des Luftverkehrs sind bisher die Quarantäneregeln, die in den meisten Ländern für internationale Fluggäste gelten. In der Lufthansa-Gruppe wurden die Schnelltests bereits bei Flügen der Tochter Austrian zwischen Berlin und Wien erprobt.

Das waren die Corona-News am 11. November:

247 Corona-Neuinfektionen und drei Tote in Schleswig-Holstein

22.08 Uhr: Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein ist erneut deutlich gestiegen. Nach Angaben der Landesregierung von Mittwochabend wurden binnen eines Tages 247 Neuinfektionen gemeldet – am Vortag waren es 252. Die Zahl der Todesfälle stieg um fünf auf 213. Wie die Landesregierung weiter mitteilte, haben sich somit seit Beginn der Pandemie 10.711 Menschen nachweislich mit Sars-CoV-2 infiziert. In den Krankenhäusern in Schleswig-Holstein behandelt wurden den Angaben zufolge 113 Covid-19-Patienten. Am Dienstag waren es 116.

Opposition kritisiert Corona-Kurs des Hamburger Senats

20.30 Uhr: Die Opposition in der Hamburgischen Bürgerschaft hat den Kurs des rot-grünen Senats in der Corona-Krise scharf kritisiert. Leidtragende der „grotten-schlechten Corona-Politik“ seien vor allem Schüler, Lehrer und Eltern, sagte CDU-Fraktionschef Dennis Thering am Mittwoch in der Aktuellen Stunde. Auch nach Monaten seien die Schulen nicht auf die Krise vorbereitet.

Die Linke warf dem Senat vor, den privaten Bereich in der Krise zu vergessen und sprach sich für die Förderung von Luftfilteranlagen und einen Pandemie-Zuschlag für Hartz-IV-Empfänger aus. Die AfD forderte eine Beteiligung des Parlaments bei der Entscheidung über Corona-Maßnahmen. In der Debatte um den richtigen Corona-Kurs würden zunehmend „Lautsprecher“ gehört, sagte Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD). Der Senat gehe aber nicht den leichten Weg und höre auch auf diejenigen, die in der aktuellen Debatte kaum mehr zu Wort kämen.

117 Corona-Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern

18.17 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen am Mittwoch um 117 gestiegen. Elf weitere Patienten wurden ins Krankenhaus gebracht, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales in Rostock mitteilte. Auf Intensivstationen in MV liegen derzeit nach Angaben des bundesweiten Intensivregisters 23 Patienten, fünf mehr als am Dienstag. Zwölf werden invasiv beatmet, einer mehr als am Vortag. Gestorben sind bislang im Nordosten 34 Patienten mit Covid-19. Die Zahl der seit März registrierten Corona-Infektionen im Nordosten liegt nunmehr bei 4028, wie das Lagus weiter mitteilte.

Die Landkreise Vorpommern-Greifswald, Nordwestmecklenburg und Vorpommern-Rügen gelten als Risikogebiete. Sie haben einen Inzidenzwert von mehr als 50, also mehr als 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. MV insgesamt liegt den Angaben des Lagus zufolge bei 43,3 - ein leichter Rückgang zum Vortag.

An der Stralsunder Integrierten Gesamtschule Grünthal müssen die Schüler von diesem Donnerstag an auch im Unterricht Maske tragen. An der Schule sind nach Angaben des Landkreises aktuell 14 Schüler und ein Lehrer infiziert. Täglich kämen neue positive Testergebnisse hinzu, erklärte ein Kreissprecher. Die Maßnahme gelte bis zum 20. November. In Lübow (Nordwestmecklenburg) schlossen die Behörden eine Grundschule bis zum 24. November. Von der verordneten Quarantäne betroffen seien 93 Schüler, sechs Lehrkräfte und drei weitere Angestellte der Schule, teilte der Landkreis mit.

Masken sollten abgesetzt werden – Junge bedroht Kinder mit Messer

16.50 Uhr: Zwei Kinder sind in einer Straßenbahn in Rostock von einem unbekannten Täter bedroht und aufgefordert worden, ihren Mund-Nasen-Schutz abzusetzen. Der mutmaßlich jugendliche Täter holte am Montagnachmittag ein Taschenmesser aus seiner Jacke und hielt es vor das Gesicht des 13 Jahre alten Mädchens, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Zudem unterstrich er seine drohenden Worte mit einer Geste, indem er einen Finger vor seinem Hals lang zog.

Die beiden Kinder nahmen daraufhin die Masken ab. Als sie diese wieder aufsetzen wollten, wiederholte der mutmaßliche Täter seine Forderung. Das Mädchen und ein elf Jahre alter Junge stiegen daraufhin aus der Straßenbahn aus. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen.

Senatorin: Wollen den Anschluss nicht verlieren

14.08 Uhr: Trotz steigender Corona-Zahlen will Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard (SPD) den Anschluss zum Infektionsgeschehen in Hamburg und damit die Kontrolle nicht verlieren. Helfen soll dabei eine neue Corona-Taskforce. "Unter anderem stellt es sich als sehr aufwendig heraus, dass die Menschen weiterhin viele Kontakte haben - trotz aller Einschränkungsmaßnahmen", sagte Leonhard.

Zusammen mit Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) besuchte sie die Leitstelle der neuen Taskforce in Hamburg-Wandsbek. Auf etwa 1000 Quadratmetern verfolgen dort bis zu 40 Mitarbeiter seit Anfang dieser Woche Kontaktpersonen von Conrona-Infizierten. Etwa 250 Helfer sollen es den Angaben zufolge in Zukunft werden.

"Nicht jeder weiß spontan, mit wem er Kontakt hatte", sagte Leonhard. Bei Hunderten Infektionen am Tag und mehreren Kontakten pro Person werde die Nachverfolgung schnell zur Fleißarbeit. Seit März sei deshalb das Personal in der Kontaktverfolgung fast verfünffacht worden. Die Zentrale in Wandsbek soll die Gesundheitsämter in den Bezirken schrittweise entlasten, damit sich diese mehr um die Infizierten und um größere Infektionsfälle kümmern können.

396 Neuinfektionen in Hamburg

12.04 Uhr: Hamburg meldet heute 396 Corona-Neuinfektionen. Zum Vergleich: Gestern wurden 422 neue Corona-Fälle gemeldet. Die Gesamtzahl der bestätigten Fälle steigt damit auf 18255. 10600 Erkrankte gelten als genesen.

Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt in Hamburg aktuell bei 164,5 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner.

In Hamburg werden - Stand Dienstag - 283 Menschen mit Covid19-Erkrankung stationär behandelt, 71 davon auf der Intensivstation.

Die Zahl der Todesfälle liegt seit dem 3. November unverändert bei 256.

Mehr als 1500 Neuinfektionen und 19 Todesfälle in Niedersachsen

10.55 Uhr: Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Niedersachsen steigt weiter stark an: Nach 1163 Fällen am Dienstag meldete das Land heute 1512 weitere Infektionen. 19 Menschen starben seit gestern an oder mit der Covid19-Erkrankung. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 106,1 Fällen pro 100.000 Einwohner.

Mehrere Corona-Fälle in Pflegeheim - Tests für alle Senioren

9.46 Uhr: Nach mehreren Corona-Fällen werden alle Bewohner und Mitarbeiter eines Pflegeheims in Woldegk (Mecklenburgische Seenplatte) jetzt getestet. Zuvor war das Coronavirus bei zwei älteren Heimbewohnern nachgewiesen worden, die am Dienstag mit Symptomen in ein Krankenhaus gebracht wurden, wie der Landkreis mitteilte. Außerdem gelten vier Mitarbeiter als infiziert. Diese seien aber mit "milden Symptomen" in häuslicher Quarantäne. Alle Kontaktpersonen würden derzeit ermittelt.

Das Pflegeheim hat nach eigenen Angaben 30 Plätze für Senioren und Pflegebedürftige. Der Landkreis hatte bisher mit 19,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche den niedrigsten Inzidenzwert in Mecklenburg-Vorpommern, wo der Wert bei 46,1 lag.

Mehr als 240 Soldaten leisten Corona-Hilfe in Niedersachsen

9.16 Uhr: Fast die Hälfte der niedersächsischen Gesundheitsämter erhält in der Corona-Krise bereits Unterstützung von der Bundeswehr. Mit Stand vom Dienstagnachmittag sind 244 Soldatinnen und Soldaten in Niedersachsen im Corona-Einsatz, wie die Bundeswehr mitteilte. Betroffen sind demnach 21 der 43 Gesundheitsämter im Land.

Ziel der Bundeswehr-Hilfe ist es, die Ämter bei der Nachverfolgung von Infektionsketten zu entlasten. Die Soldaten haben für diesen Telefondienst eine vom Sanitätsdienst der Bundeswehr entwickelte Schulung zum "Containment-Scout" durchlaufen.

Deutschlandweit leistet die Bundeswehr nach eigenen Angaben mit rund 4400 Soldaten Corona-Hilfe verteilt auf 297 Gesundheitsämter im gesamten Bundesgebiet. Rund 80 Prozent der deutschen Gesundheitsämter erhielten somit Unterstützung in Uniform, hieß es.

Wieso gilt an einigen Schulen keine Maskenpflicht?

8.23 Uhr: Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft übt massive Kritik an der Gesundheitsbehörde. Sie habe die Weiterbildung völlig aus dem Blick verloren und schütze die Lehrenden dort nicht ausreichend. Denn während es an weiterführenden Schulen und Berufsschulen eine Mundschutzpflicht ab Klasse fünf gibt, gilt das für Sprach- und Integrationskurse für Flüchtlinge nicht. Auch bei Qualifizierungen für den Arbeitsmarkt sind sie nicht Pflicht. „Aber hier findet der Unterricht häufig in kleinen Räumen ohne ausreichende Lüftungsmöglichkeiten statt. Zudem leben viele der Teilnehmer in beengten Unterkünften für Geflüchtete, in denen eine Infektion sich schnell verbreiten kann”, heißt es von der GEW. In diesem Sektor sind rund 2500 Lehrende in Hamburg tätig. Sie fühlen sich nicht ausreichend geschützt.

Hamburg: „Querdenker“ kapern Lehrer-Verteiler

7.31 Uhr: „Querdenker“ warnen mit abstrusen Theorien und falschen Fakten vor Corona-Maßnahmen und Folgen des Maskentragens – immer wieder Ziel von Aktionen: Schulen. Auch in Hamburg gingen bereits Mails und Briefe an Schulen ein, in denen zum Widerstand gegen einzelne Maßnahmen aufgerufen wird. Nach einem Aufruf, nur noch „Pseudo-Masken“ zu tragen, wendete sich nun laut „Abendblatt“ Peter Albrecht, Sprecher der Schulbehörde, mit einem Warnaufruf an alle Hamburger Schulleiter. Offenbar leitete jedoch mindestens einer der Schulleiter die Mail an die Corona-Verschwörer weiter, oder gehört selbst zu ihnen. Denn nun erreichen Mails der „Querdenker“ alle Menschen im Verteiler. „Das ist ein massiver Verstoß gegen die Dienstvorschriften, wir werden jetzt rechtliche Schritte prüfen“, sagte Albrecht dem „Abendblatt“.

Das waren die News am 10. November:

252 Corona-Neuinfektionen und drei Tote in Schleswig-Holstein

22.03 Uhr: Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein ist erneut deutlich gestiegen. Nach Angaben der Landesregierung von Dienstagabend wurden binnen eines Tages 252 Neuinfektionen gemeldet – am Vortag waren es 215. Die Zahl der Todesfälle stieg um drei auf 208. Wie die Landesregierung weiter mitteilte, haben sich somit seit Beginn der Pandemie 10.464 Menschen nachweislich mit Sars-CoV-2 infiziert. In den Krankenhäusern in Schleswig-Holstein behandelt wurden den Angaben zufolge 116 Covid-19-Patienten. Am Montag waren es 126.

Sprunghafter Anstieg der Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern

20.34 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern hat sich die Zahl der Corona-Neuinfektionen am Dienstag wieder sprunghaft erhöht. Dem Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) zufolge wurde bei weiteren 130 Menschen Sars-CoV-2 nachgewiesen. Damit wuchs die Zahl der seit März registrierten Infektionen auf mindestens 3912, wie eine Sprecherin mitteilte. Am Montag waren noch 46 Neuinfektionen gemeldet worden.

Die Landkreise Vorpommern-Greifswald, Nordwestmecklenburg, Vorpommern-Rügen und die Stadt Schwerin haben einen Inzidenzwert von mehr als 50, also mehr als 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von einer Woche, und gelten somit als Risikogebiete. MV insgesamt liegt den Angaben des Lagus zufolge bei 46,1. In Mecklenburg-Vorpommern starben seit Beginn der Pandemie 34 Menschen an oder mit Covid-19. Landesweit gelten knapp 2400 aller Infizierten als genesen. Laut Lagus werden 310 Patienten mit Covid-19 stationär behandelt. Zur Zahl der Menschen, die auf Intensivstationen liegen, gibt es unterschiedliche Angaben: Laut Lagus sind es 41, nach Angaben der Internetseite intensivregister.de mit Stand vom Dienstag 16.00 Uhr werden 18 Menschen auf Intensivstationen behandelt, von ihnen werden elf invasiv beatmet.

Eilantrag gegen Schließung mehrerer Hamburger Fitnessstudios erfolgreich

19.43 Uhr: Das Verwaltungsgericht Hamburg hat dem Eilantrag der Betreiberin mehrerer Fitnessstudios stattgegeben, mit dem diese sich gegen die Schließung wegen des Teil-Lockdowns wehrte. Die im Infektionsschutzgesetz geregelte Generalklausel genüge „für einen derart schwerwiegenden Grundrechtseingriff“ nicht, urteilten die Richter laut einer Mitteilung vom Dienstagabend. Anders als im März diesen Jahres, als das Infektionsgeschehen nicht vorhersehbar gewesen war, sei dieses nun erwartbar, heißt es in einer Mitteilung des Gerichts.

Vor diesem Hintergrund könne die Kammer nicht erkennen, dass der Gesetzgeber alle wesentlichen Entscheidungen getroffen habe, die es im Infektionsschutzgesetz hätte treffen müssen. Die Entscheidung des Verwaltungsgerichts gilt nur für die Antragstellerin. Dagegen hat die Freie und Hansestadt Hamburg bereits Beschwerde bei dem Hamburgischen Oberverwaltungsgericht erhoben. 

Am gleichen Gericht waren zuvor die Eilanträge von Betreibern mehrerer Fitnessstudios und eines Tattoo-Studios abgelehnt worden, die sich nach dem neuen Teil-Lockdown gegen ihre Schließung wehrten. Damit waren andere Kammern befasst. Es sei davon auszugehen, dass die Maßnahme einen spürbaren Beitrag zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus leiste, hieß es in diesen Fällen.

1163 neue Corona-Fälle und 14 Tote in Niedersachsen

18.02 Uhr: In Niedersachsen wurden am Dienstag 1163 neue Corona-Fälle registriert – am Vortag waren es 677. Die Gesamtzahl der seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Coronavirus infizierten Personen erhöhte sich damit auf 48.146. Außerdem meldete das Land 14 weitere Todesfälle in Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung, insgesamt sind es nun 841.

Der Inzidenzwert für Niedersachsen stieg von 102 auf 103,5. Nur noch sieben von 45 Kreisen und kreisfreien Städten liegen derzeit unter dem als kritisch erachteten Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche und gelten deshalb nicht als Risikogebiete – am Vortag waren es noch zehn. Dabei handelt es sich um die Kreise Friesland, Goslar, Helmstedt, Holzminden, Lüchow-Dannenberg, Uelzen und die Stadt Wilhelmshaven.

Hamburger Staatsrat positiv auf Corona getestet – Senatoren in Quarantäne

16.30 Uhr: Der Hamburger Wirtschaftsstaatsrat Andreas Rieckhof (SPD) soll nach MOPO-Informationen positiv auf das Coronavirus getestet worden sein. Er habe derzeit nur leichte Grippe-Symptome, die er zu Hause auskuriere. Weiterhin sollen weitere Senatoren nach einem Treffen vergangen Woche vorsorglich in Quarantäne gegangen sein: Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne) und Wirtschaftssenator Michael Westhagemann (parteilos). Auch Justizsenatorin Anna Gallina (Grüne) und der Chef der Senatskanzlei, Jan Pörksen (SPD), sollen sich freiwillig isoliert haben.

Patienten-Höchststand in Hamburger Kliniken

Die Hamburger Asklepios-Kliniken haben den Patienten-Höchststand von Mitte April bereits überschritten. Aktuell sind in den sieben Einrichtungen 172 Covid-Patienten in Behandlung, davon 40 auf den Intensivstationen, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Die anderen beteiligten Krankenhäuser, darunter das UKE, behandeln nach Angaben der Hamburger Behörden zusammen rund 90 Covid-Patienten (Stand Montag).

„Die Kliniken sind deutlich besser auf Covid-Patienten vorbereitet als zu Beginn der ersten Welle“, sagte Professor Christoph Herborn. Asklepios habe viele zusätzliche Beatmungsgeräte beschafft, außerdem seien genügend Masken und Schutzkleidung vorhanden.

Kontaktverfolgung: Hamburg bildet neue Task Force

14.27 Uhr: Die Zahlen der Corona-Neuinfektionen in Hamburg steigen weiter. „Das alles hat große Auswirkungen auf die Gesundheitsämter“, sagte Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) am Mittwoch auf der Landespressekonferenz. „Wir haben uns dazu entschieden, dass wir das gesamte Kontaktpersonennachverfolgungsgeschäft zentralisieren wollen.“ Das Personal in den Gesundheitsämtern werde somit von diesem „Massengeschäft“ entlastet. Amt für Amt werde schrittweise durch diese Zentrale entlastet. Zunächst seien 45 geschulte Mitarbeiter in dem neuen Zentrum im Wandsbek im Einsatz. Diese ersten Mitarbeiter seien aus anderen Ämtern abgezogen worden. Langfristig sollen dort laut Leonhard Arbeitszeiten von 7 bis 21 Uhr mit bis zu 250 Mitarbeitern eingeplant sein.

Bremen verteilt FFP2-Gratismasken

12.55 Uhr: In Bremen gibt es ab sofort Gratismasken für Risikogruppen: Die geplante kostenlose Ausgabe von FFP2-Masken zum Schutz vor Corona-Ansteckungen soll am Freitag starten. Wie der „Weser-Kurier” und Radio Bremen unter Berufung auf Angaben der Landes-Apothekerkammer meldeten, können Mitglieder von Risikogruppen - etwa Menschen ab 65 Jahren - die Masken demnächst in Apotheken abholen. Pro Monat sollen sie eine Packung mit jeweils zehn Stück erhalten, hieß es. Insgesamt würden nun rund 140 Apotheken in Bremen und Bremerhaven beliefert. Unklar war zunächst, ob auch jüngere Bürgerinnen und Bürger mit Vorerkrankungen einen grundsätzlichen Anspruch auf die Masken haben.

Der FFP2-Standard bietet einen höheren Schutz gegen Tröpfcheninfektionen als einfache Mund-Nase-Bedeckungen. Der Bremer Senat hatte ein möglichst einfaches Ausgabeverfahren angekündigt: "Wir wollen den bürokratischen Aufwand dabei so gering wie möglich halten." Nach Angaben eines Sprechers aus der vorigen Woche sind weder ein ärztliches Attest noch ein Rezept nötig. "Es reicht, den Anspruch glaubhaft vorzutragen." Das Land Bremen will dafür zunächst zwei Millionen Euro zur Verfügung stellen. Die Ausgabe der Masken soll die übrigen Corona-Schutzmaßnahmen zusätzlich unterstützen.

422 neue Corona-Fälle in Hamburg

11.58 Uhr: Erneut hohe Zahl an neuen Corona-Neuinfektionen in Hamburg: Wie die Stadt am Dienstag mitteilte, sind 422 neue Fälle seit gestern dazugekommen. Am Montag waren es noch 298. Damit steigt die Gesamtzahl der Corona-Infektionen in Hamburg auf 17.859, 10.400 gelten als genesen.

In Hamburgs Krankenhäusern werden derzeit 264 Menschen (Montag 240) behandelt, 68 (58 Montag) von ihnen auf der Intensivstation (54 davon stammen aus Hamburg).

Die Zahl der Todesfälle bleibt unverändert bei 256.

Die Inzidenz fällt leicht von 165,9 auf 164,1 Fälle pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen.

Rettet uns der neue Impfstoff? Das sagt UKE-Expertin Addo

8.39 Uhr: Diese neue Studie macht Hoffnung: Der Corona-Impfstoff der Mainzer Firma Biontech soll mehr als 90-prozentigen Schutz vor der Krankheit bieten. Schwere Nebenwirkungen seien nicht registriert worden. Rettet uns dieser Impfstoff nun? Die Hamburger UKE-Expertin Dr. Marylyn Addo, die selbst eine Studie zur Entwicklung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus leitet, reagierte eher verhalten: Die ersten Signale seien erfreulich, allerdings müsse man noch exakte Daten über die Wirksamkeit abwarten.

Auch von einer Rettung könne man nicht sprechen. „In den vergangenen Wochen und Monaten hat es leider manchmal Missverständnisse in der Kommunikation gegeben. Es hieß immer wieder, sobald ein Impfstoff da ist, können wir wieder sofort zur Normalität zurückkehren: Karneval feiern, ins Stadion oder auf die Wiesn gehen. Das ist ein Trugschluss“, erklärt Addo im „Spiegel“-Interview. Die Impfstoffe, die demnächst zugelassen werden könnten, seien nur eine weitere wichtige Säule, die uns in Kombination mit den anderen Maßnahmen helfen würde, die Pandemie einzudämmen.

Die UKE-Expertin rechnet nicht damit, dass das Coronavirus wieder verschwinden wird. „Das halte ich für unwahrscheinlich, wenn man sich die starke globale Ausbreitung ansieht. Wir werden mit dem Virus leben müssen.“ Möglicherweise würde uns das Virus weiter saisonal begleiten. „Wir sollten uns in jedem Fall an den Gedanken gewöhnen, dass wir noch mindestens das kommende Jahr Masken tragen und Abstand halten müssen.“

Tschentscher im MOPO-Interview über Maskenpflicht und härte Maßnahmen für Hamburg

6.45 Uhr: Laut Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) wirken die getroffenen Corona-Maßnahmen in der Hansestadt. „Die Frage ist, ob sie ausreichen, die Infektionszahlen deutlich zu senken und wieder in eine stabile Lage zu kommen”, sagte er im Interview mit der MOPO.

Eines sei aber klar: „Einen Lockdown wie er derzeit in vielen anderen europäischen Ländern nötig ist, wollen wir in Deutschland unbedingt vermeiden”, so Tschentscher. Jede Maßnahme müsse immer begründet und verhältnismäßig sein, damit sie vor Gericht bestand haben. Zum kompletten MOPO-Interview mit dem Bürgermeister geht es hier.  

Das waren die Corona-News am 9. November:

Schon über 10.000 Fälle in Schleswig-Holstein

21.05 Uhr: Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein ist über den Wert von 10.000 gestiegen. Nach Angaben der Landesregierung von Montagabend wurden binnen eines Tages 215 Neuinfektionen gemeldet – am Vortag waren es 177. Die Zahl der Todesfälle stieg um 4 auf 205. Wie die Landesregierung weiter mitteilte, haben sich somit seit Beginn der Pandemie 10.212 Menschen nachweislich mit Sars-CoV-2 infiziert. In den Krankenhäusern in Schleswig-Holstein behandelt wurden den Angaben zufolge 126 Covid-19-Patienten. Am Sonntag waren es 120.

Hamburger Unternehmen zahlt Mitarbeitern Corona-Prämie

19.50 Uhr: Große Geste in schweren Zeiten: Das Hamburger Logistikunternehmen Jungheinrich zahlt seinen Mitarbeitern in diesem Jahr eine Corona-Prämie. Mit dieser einmaligen Sonderzahlung will der Flurförderzeug-, Lager- und Materialflusstechnikhersteller (unter anderem Gabelstapler oder Schlepper) seinen weltweit über 18.000 Mitarbeitern „für die herausragende Leistung während der Corona-Krise danken und die zusätzliche Belastung durch die Pandemie würdigen”, heißt es in einer Erklärung des Unternehmens. Die Prämie beläuft sich auf 500 bis 1000 Euro, Führungskräfte sind davon allerdings ausgenommen.

„Die Corona-Pandemie ist die größte medizinische und wirtschaftliche Krise seit dem Zweiten Weltkrieg. Es sind unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die durch ihren unermüdlichen Einsatz dafür gesorgt haben, dass Jungheinrich diese Krise bisher verhältnismäßig gut überstanden hat. Dafür gilt den Kolleginnen und Kollegen der Dank von Vorstand, Aufsichtsrat und der Gesellschafterfamilien”, sagt Dr. Lars Brzoska, Vorsitzender des Vorstandes der Jungheinrich AG.

Die Corona-Prämie wird an alle Jungheinrich-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausgezahlt, die vor dem 1. Juli 2020 in das Unternehmen eingetreten sind. Die Auszahlung erfolgt im Dezember.

Corona-Maßnahmen an den Hamburger Schulen – das sagt Bürgermeister Tschentscher

17.25 Uhr: Seit Ende der Herbstferien hat es in einer Hamburger Schule, der Ida Ehre Schule, einen größeren Corona-Ausbruch gegeben. Doch Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) bleibt konsequent: Die Schulen wolle er erst schließen, wenn das Infektionsgeschehen in den kommenden Wochen nicht zurückgeht. „Bildung und Betreuung haben eine hohe Priorität, denn sie sind wichtig, damit Kinder und Jugendliche sich gut entwickeln können”, sagte Tschentscher im Interview mit der MOPO.

Die getroffenen Schutzmaßnahmen an den Schulen hätten ermöglicht, dass der Unterricht weiterhin stattfinden kann. Zudem sei Hamburg bei der Maskenpflicht einer der Vorreiter im Vergleich zu den anderen Bundesländern gewesen. Was er über eine mögliche Teilung der Klassen sagt, können Sie hier im kompletten MOPO-Interview lesen.

46 neue Corona-Fälle in Mecklenburg-Vorpommern

17.19 Uhr: Nach 52 Neuinfektionen am Vortag meldet Mecklenburg-Vorpommern am Montag 46 neue Corona-Fälle. Das Bundesland hat damit eine Sieben-Tages-Inzidenz von 49,7.

Im Einzelhandel bleiben die Kunden weg

16.47 Uhr: Nach einer Woche Teil-Lockdown leidet der Einzelhandel in Hamburg verstärkt unter Kundenschwund. Zwar dürften die Geschäfte im Gegensatz zur Gastronomie öffnen, was erst einmal positiv klinge, sagte Mareike Petersen vom Handelsverband Nord am Montag. „Aber es kommen keine Kunden.“ Bundesweit liege der Kundenrückgang etwa zwischen 30 und 40 Prozent. Ausgenommen seien dabei nur Lebensmittel- und Onlinehandel.

Besonders schwer getroffen seien Läden, die auf Touristen angewiesen sind. „Das ist in Hamburg ja auch ein ganz entscheidender Faktor“, sagte Petersen. „Für Geschäfte, die lokal verankert sind und Stammkunden haben, ist es natürlich besser.“ Bundesweit rechne der Verband damit, dass die Pandemie das Aus für bis zu 50.000 Unternehmen bringen werde.

Zahlreiche Werft-Mitarbeiter mit Corona infiziert

16.02 Uhr: Am Freitag wurden auf der Lürssen-Werft in Schacht-Audorf in Schleswig-Holstein (Kreis Rendsburg-Eckernförde) 341 Mitarbeiter auf das Coronavirus getestet. Am Montag wurde bekannt, dass 17 Testergebnisse positiv sind. Alle 341 Mitarbeiter hatten gemeinsam an einem Projekt gearbeitet.
Eine andere Gruppe von 21 Arbeitern befindet sich ebenfalls in Quarantäne. Sie hatte an einem anderen Projekt gearbeitet. Dort wurden elf positive Corona-Fälle festgestellt.

Wegen Corona: 75 Jahre nach Kriegsende keine Gedenkveranstaltung in Stade

15.14 Uhr: Die traditionelle Kranzniederlegung auf der Stader Horst vor dem Volkstrauertag am 15. Oktober fällt für die Öffentlichkeit in diesem Jahr aus. Dies teilte der Landkreis Stade am Montag mit. „75 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges wird es im Jahr 2020 kein öffentliches Gedenken auf Einladung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge zentral für den Landkreis Stade geben”, bedauert Landrat Michael Roesberg.
Grund für die Absage sind die aufgrund der Corona-Pandemie geltenden Kontaktbeschränkungen. Auch die Haus- und Straßensammlungen des Volkbundes sind verschoben worden. Zur Absage der Gedenkfeier sagte Roesberg: „Der Schutz der Gesundheit, gerade auch der älteren Menschen, die an der Feier teilnehmen würden, hat auch zum Volkstrauertag höchste Priorität.”

Stellvertretend für alle werden Roesberg, der Bürgermeister der Hansestadt Stade, Sönke Hartlef, Superintendent Dr. Thomas Kück, ein Vertreter der Bundeswehr und des Volksbundes aber eine „stille Kranzniederlegung” vornehmen.

Wer zum Volkstrauertag spenden möchte, kann dafür das Konto
IBAN DE22 2415 1005 0000 0270 03 des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Kreisverband Stade, nutzen.

298 Neuinfektionen in Hamburg – 7-Tage-Inzidenz steigt weiter

12.02 Uhr: Hamburg vermeldet am Montag erneut viele Corona-Neuinfektionen. Wie die Gesundheitsbehörde mitteilte, haben sich 298 Menschen mit dem Virus angesteckt. Am Vortag waren 285 Fälle registriert worden.

Insgesamt steigt die Zahl damit auf 17.437 Fälle in Hamburg. 10.200 von ihnen gelten als genesen. In Hamburgs Krankenhäusern werden derzeit 240 Personen betreut (Stand: 6.11.). 58 von ihnen liegen unverändert auf der Intensivstation. Die Inzidenz steigt weiter von 163,4 auf 165,9 Fälle pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Laut RKI liegt die Inzidenz für Hamburg bei 127,1 (Stand: 9.11, 8.30 Uhr). 

Die Zahl der Corona-Toten bleibt stabil bei 256. Das RKI zählt für Hamburg 304 Tote (Stand: 9.11., 8.30 Uhr).

Die Hamburger Gesundheitsbehörde lässt alle gestorbenen Corona-Patienten obduzieren. Das Institut für Rechtsmedizin zählt auf dieser Grundlage dann sämtliche Fälle, in denen jemand an Covid-19 gestorben ist. Das RKI zählt alle Personen, die im Zusammenhang mit einer Sars-CoV-2-Infektion gestorben sind.

677 neue Corona-Fälle in Niedersachsen – immer mehr Risikogebiete

10.26 Uhr: In Niedersachsen wurden am Montag  677 neue Corona-Fälle registriert, wie die Landesbehörden am Vormittag mitteilten – am Vortag waren es 1320. Die Gesamtzahl der seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Coronavirus infizierten Personen erhöhte sich damit auf 46.983. Außerdem meldete das Land fünf weitere Todesfälle in Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung, insgesamt sind es nun 827. Als genesen gelten nach Angaben der Landesregierung 29.011 Menschen (+367).

Der Inzidenzwert für Niedersachsen liegt bei 102. Nur noch sieben von 45 Kreisen und kreisfreien Städten liegen derzeit unter dem als kritisch erachteten Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche und gelten deshalb nicht als Risikogebiete – am Vortag waren es noch zehn. Dabei handelt es sich um die Kreise Friesland, Helmstedt, Holzminden, Leer, Stade, Uelzen und die Stadt Wilhelmshaven.

Corona-Auflagen: Niedersachsen offenbar vor weiteren Verschärfungen

8.17 Uhr: Die kommunalen Spitzenverbände in Niedersachsen rechnen damit, dass das Land die Corona-Auflagen verschärft, wenn die Zahl der Ansteckungen nicht bald sinkt. „Aufgrund der angespannten und sehr ernsten Lage plant das Land Niedersachsen offenbar weitere Schritte zur Eindämmung des Covid-Infektionsgeschehens”, sagte der Hauptgeschäftsführer des Städtetages, Jan Arning. Auch der Sprecher des Städte- und Gemeindebundes, Thorsten Bullerdiek, erklärte, wenn die Infektionszahlen nicht sänken, müsse mehr getan werden. Kontaktbeschränkungen seien dann auch noch im Dezember notwendig.

Am Wochenende kontrollierte die Polizei landesweit, ob die neuen Auflagen wie die Schließung von Restaurants und Bars sowie die maximale Größe für Zusammenkünfte eingehalten werden. So war die Polizei in Garbsen bei Hannover im Einsatz, wo sich am Samstag rund 50 Menschen zu einer Trauerfeier zusammengefunden hatten. Zunächst sei die Stimmung sehr aufgebracht gewesen, die Lage habe sich dann beruhigt, teilte die Polizei mit. Die Feier wurde aufgelöst. Auch die Polizei in Hannover berichtete von Ansammlungen und Feiern größerer Menschengruppen, die am Wochenende beendet wurden. Platzverweise wurden erteilt und Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. Zurzeit dürfen maximal zehn Menschen aus zwei Haushalten zusammenkommen.

Das waren die News am 8. November:

177 Neuinfektionen und ein Todesfall in Schleswig-Holstein

22.06 Uhr: In Schleswig-Holstein wurden am Sonntag 177 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Es gab einen neuen Todesfall. Das gab die Landesmeldestelle am Abend bekannt.

Die meisten Neuinfektionen gab es in Lübeck sowie im Kreis Segeberg (jeweils 40). Im Kreis Pinneberg wurden 24 Neuinfektionen gemeldet, im Kreis Stormarn 20.

Aktuell werden in Schleswig-Holstein 120 Covid19-Erkrankte in einer Klinik behandelt.

MeckPomm: 52 Corona-Neuinfektionen

17.43 Uhr: Dem Landesamt für Gesundheit und Soziales in Mecklenburg-Vorpommern sind am Sonntag 52 neue Corona-Infektionen gemeldet worden – weniger als die Hälfte der Neuinfektionen am Vortag (111 Fälle).

Die Zahl der seit März registrierten Ansteckungen stieg insgesamt auf 3741. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung seit Beginn der Pandemie stieg um einen neuen Fall auf 30.

Die Sieben-Tage-Inzidenz erhöhte sich landesweit von 49,1 auf 49,7. Damit ist das Land weiter als bundesweit einziges nicht Risikogebiet. Mit jeweils 17 meldeten der Landkreis Vorpommern-Rügen und die Hansestadt Rostock die meisten neuen Fälle. Die höchsten Inzidenzwerte haben weiter Vorpommern-Greifswald (84,0), Vorpommern-Rügen (81,4) und Schwerin (64,8). Nordwestmecklenburg (47,7) zählt nun nicht mehr als Risikogebiet. Dort hatte der Wert am Samstag noch bei 52,1 gelegen.

Landesweit gelten laut dem Landesamt 2242 aller Infizierten als genesen. 301 Patienten werden stationär behandelt, 40 von ihnen auf Intensivstationen.

Niedersachsen: So viele Kunden verzichten auf Einkaufsbummel

14.12 Uhr: Etwa die Hälfte der Kunden verzichtet derzeit wegen des Teil-Lockdowns auf einen Einkaufsbummel. 40 bis 50 Prozent der Käufer fehlten derzeit, sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Niedersachsen-Bremen, Mark Alexander Krack, der dpa. Obwohl Geschäfte anders als Restaurants weiter öffnen dürften, gebe es immense Umsatzeinbrüche. „Es verwundert nicht, dass die Kunden wegbleiben, wenn ringsherum alles schließt, die Gastronomie und die Kultur.“ Der Handel hoffe nun, dass es nicht wie zu Beginn der Corona-Pandemie zu einem Lockdown auch für die Geschäfte komme, sagte Krack.

Neue Anpassung der Corona-Regeln in Hamburg

12.09 Uhr: „Kontakte reduzieren“ heißt eines der obersten Gebote der Stunde, um die Corona-Pandemie einzudämmen. Die Hamburger Sozialbehörde hat deshalb einige Anpassungen der aktuellen Eindämmungsverordnung verkündet. Außerdem ruft sie die Bürger dazu auf, ein Kontakttagebuch zu führen, um die Kontakte im Falle einer Ansteckung besser nachverfolgen zu können.

Neu in der Verordnung steht, dass Hafenrundfahrten, Stadtrundfahrten und touristische Gästeführungen untersagt sind. Seniorentreffpunkte und Seniorengruppen dürfen nicht mehr für den Publikumsverkehr öffnen. Freizeit- und Hobbyangebote in Bildungseinrichtungen sind untersagt. Im Lehrplan vorgesehener Schulsport ist erlaubt. Zusätzlich wurden die Bußgeldtatbestände zum Teil angepasst und Ausnahmen für die Quarantäne bei Einreisen aktualisiert. Die Verordnung kann hier im Internet eingesehen werden.

„Es liegen noch einige Wochen vor uns, in denen wir alle uns etwas einschränken. Das ist kein Selbstzweck, sondern ein Akt der Solidarität“, so Sozialsenatorin Melanie Leonhardt. „Neben den Dingen, die per Verordnung untersagt sind, sollten wir auch andere Kontakte daraufhin überprüfen, ob sie erforderlich sind – und im Zweifel in den kommenden Wochen darauf verzichten.“

1320 neue Corona-Fälle in Niedersachsen

11.48 Uhr: In Niedersachsen wurden am Sonntag 1320 neue Corona-Fälle registriert, wie die Landesbehörden am Vormittag mitteilten – am Vortag waren es 1149. Die Gesamtzahl der seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Coronavirus infizierten Personen erhöhte sich damit auf 46.306. Außerdem meldete das Land sechs weitere Todesfälle in Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung, insgesamt sind es nun 822. Als genesen gelten nach Angaben der Landesregierung 28.644 Menschen (+755).

Der Inzidenzwert für Niedersachsen liegt bei 102,2. 10 von 45 Kreisen und kreisfreien Städten liegen derzeit unter dem als kritisch erachteten Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche: Dabei handelte es sich um die Kreise Friesland, Göttingen, Helmstedt, Holzminden, Rothenburg, Leer, Stade, Uelzen, Wesermarsch und die Stadt Wilhelmshaven.

285 Neuinfektionen in Hamburg – 7-Tage-Inzidenz bleibt hoch

10.57 Uhr: Hamburg vermeldet am Sonntag erneut viele Corona-Neuinfektionen. Wie die Gesundheitsbehörde mitteilte, haben sich 285 Menschen mit dem Virus angesteckt. Immerhin deutlich weniger als am Vortag: Da waren 592 Fälle registriert worden – zweithöchste Zahl seit Beginn der Pandemie.

Insgesamt steigt die Zahl damit auf 17.139 Fälle in Hamburg. 10.000 von ihnen gelten als genesen. In Hamburgs Krankenhäusern werden derzeit 240 Personen betreut (Stand: 6.11.). 58 von ihnen liegen unverändert auf der Intensivstation. Die Inzidenz steigt ganz leicht von 163,3 auf 163,4 Fälle pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Laut RKI liegt die Inzidenz für Hamburg bei 123,7 (Stand: 8.11, 10.25 Uhr). 

Die Zahl der Corona-Toten bleibt stabil bei 256. Das RKI zählt für Hamburg 304 Tote (Stand: 8.11., 10.25 Uhr).

Die Hamburger Gesundheitsbehörde lässt alle gestorbenen Corona-Patienten obduzieren. Das Institut für Rechtsmedizin zählt auf dieser Grundlage dann sämtliche Fälle, in denen jemand an Covid-19 gestorben ist. Das RKI zählt alle Personen, die im Zusammenhang mit einer Sars-CoV-2-Infektion gestorben sind.

Das waren die News am 7. November:

233 neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein

22.01 Uhr: In Schleswig-Holstein sind am Samstag 233 neue Corona-Fälle registriert worden, wie die Landesbehörden am Abend mitteilten. Die Gesamtzahl der seit Beginn der Pandemie offiziell erfassten Infektionen liegt somit jetzt bei 9.820. 6800 Personen gelten Schätzungen des RKI zufolge als mittlerweile genesen. Im Krankenhaus behandelt wurden den Angaben zufolge 124 Covid-19-Patienten. Am Freitag waren es 118.

Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung hat sich am Samstag nicht erhöht und liegt nach wie vor bei 200.

111 neue Corona-Fälle in Mecklenburg-Vorpommern

19.37 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern sind am Samstag 111 neue Corona-Fälle registriert worden, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte. Damit stieg die Zahl der seit März offiziell erfassten Infektionen mit dem Coronavirus auf 3689. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung blieb bei 29. Die 7-Tages-Inzidenz, also die Zahl der Erkrankungen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche, erhöhte sich landesweit leicht von 47,8 auf 49,1. Damit zählt das Land weiterhin als bundesweit einziges nicht als Risikogebiet.

Corona-Ausbruch in Pflegeheim bei Hamburg – zwei weitere Tote

18.09 Uhr: Die Zahl der nach einer Covid-19-Erkrankung gestorbenen Bewohner des Alten- und Pflegeheims Steertpooghof in Norderstedt ist innerhalb eines Tages um zwei weitere auf elf gestiegen, wie der Kreis Segeberg am Freitag mitteilte. Es handelt sich dabei um eine 76 Jahre alte Frau und einen 91 Jahre alten Mann. 

Allein im Steertpooghof hatten sich nach früheren Angaben mindestens 33 Bewohner und 9 Mitarbeiter infiziert. Auch in einem Seniorenzentrum in Kaltenkirchen starben zwei Bewohnerinnen (80 und 89 Jahre). Dort wurde bislang bei 16 Bewohnern und drei Mitarbeitern das Coronavirus festgestellt. Damit erhöhte sich die Gesamtzahl der Gestorbenen an oder mit Covid-19 im Kreis Segeberg um 5 auf 21 Fälle.

1149 neue Corona-Fälle in Niedersachsen

15.08 Uhr: In Niedersachsen wurden am Samstag 1149 neue Corona-Fälle registriert, wie die Landesbehörden am Vormittag mitteilten. Die Gesamtzahl der seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Coronavirus infizierten Personen erhöhte sich damit auf 44986. Außerdem meldete das Land zehn weitere Todesfälle in Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung.

8 von 45 Kreisen und kreisfreien Städten liegen derzeit unter dem als kritisch erachteten Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche: Dabei handelte es sich um die Kreise Friesland, Gifhorn, Helmstedt, Holzminden, Leer, Stade, Uelzen und die Stadt Wilhelmshaven.

592 Neuinfektionen in Hamburg

12.12: Hamburg vermeldet erneut eine hohe Zahl an Corona-Neuinfektionen! Wie die Gesundheitsbehörde am Samstag mitteilte, haben sich 592 Menschen mit dem Virus angesteckt. Das ist die zweithöchste Zahl an Neuinfektionen, die Hamburg seit Ausbruch vermeldete. Der bisherige Negativ-Rekord lag bei 647. Gestern waren 485 Neuinfektionen gemeldet worden.

Insgesamt steigt die Zahl damit auf 16.854 Fälle in Hamburg. 9900 von ihnen gelten als genesen.

In Hamburgs Krankenhäusern werden derzeit 240 Personen betreut, fünf mehr als noch gestern. 58 von ihnen liegen unverändert auf der Intensivstation. Die Zahl der Corona-Toten bleibt stabil bei 256.

Die Inzidenz steigt von 153 auf 163,3 Fälle pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen.
 

Das waren die Corona-News vom 6. November: 

274 neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein – sieben weitere Tote

20.58 Uhr: In Schleswig-Holstein sind am Freitag 274 neue Corona-Fälle registriert worden, wie die Landesbehörden am Abend mitteilten – am Vortag waren es 220. Die Gesamtzahl der seit Beginn der Pandemie mit dem Virus infizierten erhöhte sich damit auf 9.587, etwa 5500 Personen gelten Schätzungen des RKI zufolge als mittlerweile genesen. Die Zahl der neu positiv getesteten Menschen enthält in der Regel auch nachgemeldete Fälle aus mehreren Tagen.

Aktuell werden 118 Personen im Krankenhaus stationär behandelt. Die Zahl der Todesopfer in Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung erhöhte sich im nördlichsten Bundesland zuletzt um sieben Fälle auf 200. Ein Todesfall aus Lübeck wurde inzwischen korrigiert und aus der Statistik zurückgenommen. Die Verstorbenen stammen aus den Kreisen Stormarn (2), Segeberg (4) und Dithmarschen (1). 

139 Corona-Neuinfektionen und fünf Todesfälle in Mecklenburg-Vorpommern

18.37 Uhr: Dem Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Mecklenburg-Vorpommern sind am Freitag 139 neue Corona-Infektionen gemeldet worden. Damit stieg die Zahl der seit März registrierten Infektionen auf mindestens 3578. Zudem meldeten die Landkreise und kreisfreien Städte dem Lagus fünf weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion, wie eine Sprecherin mitteilte.

Darunter sind zwei Fälle in Schwerin, von denen die Landeshauptstadt bereits am Donnerstagabend berichtete. Im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte starben zwei Frauen im Alter von 85 und 71 Jahren, in Rostock ein 81 Jahre alter Mann. Alle hatten schwere Vorerkrankungen, hieß es. Damit stieg im Land die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Corona seit Beginn der Pandemie auf 29.

Die 7-Tages-Inzidenz, also die Zahl der Erkrankungen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche, verringerte sich landesweit leicht von 50,0 auf 47,8. Damit zählt das Land weiterhin als bundesweit einziges nicht als Risikogebiet. Die meisten Neuinfektionen meldeten am Freitag der Landkreis Vorpommern-Greifswald und die Stadt Rostock mit jeweils 29 Fällen. Die höchsten Inzidenzwerte haben derzeit Vorpommern-Greifswald (83,6), Schwerin (73,2) und Vorpommern-Rügen (71,2), die wie Nordwestmecklenburg (52,8) als Risikogebiete zählen.

Landesweit gelten laut Lagus 2097 aller Infizierten als genesen. 289 Patienten werden stationär behandelt, 39 von ihnen auf Intensivstationen.

Fitness- und Tattoo-Studios: Eilanträge gegen Corona-Regeln abgelehnt

16.27 Uhr: Mit zwei Beschlüssen hat das Verwaltungsgericht Hamburg am Freitag die Eilanträge der Betreiberin mehrerer Fitnessstudios sowie der Betreiberin eines Tattoo- und Piercing-Studios gegen die neuen Corona-Regelungen abgelehnt.

Hintergrund: Seit dem 2. November dürfen unter anderem Fitness-​, Sport- und Yogastudios nicht für den Publikumsverkehr geöffnet werden. Zudem sind Dienstleistungen im Bereich der Körperpflege (Kosmetikstudios, Massagesalons, Tattoo-​Studios und ähnliche Betriebe) untersagt.

Die Verbote, Fitnessstudios für den Publikumsverkehr zu öffnen und Dienstleistungen im Bereich der Körperpflege anzubieten, verstoßen laut Gericht – auch angesichts der exponentiell steigenden Infektionszahlen – nicht gegen den Verhältnismäßigkeitsgrundsatz. Vielmehr würden sie „einen spürbaren Beitrag zur Eindämmung des SARS-CoV-2-Virus“ leisten. Zudem sei zu berücksichtigen, dass es mittlerweile zahlreiche staatliche Förder- und Unterstützungsmaßnahmen für betroffene Unternehmen gebe. 

Gegen die Entscheidung können die Antragstellerinnen jeweils Beschwerde bei dem Hamburgischen Oberverwaltungsgericht erheben. 

Hamburgs Schulsenator Ties Rabe spricht sich gegen Raumluftfilter aus

15.54 Uhr: Der Hamburger Schulsenator Ties Rabe (SPD) hat sich am Freitag gegen Raumluftfilter an Schulen ausgesprochen: „Wir haben den Schulen Geld überwiesen, damit Sensoren angeschafft werden können, die anzeigen, wann die Luft im Klassenzimmer verbraucht ist und man weiß, wann eine Lüftung sinnvoll ist“, sagte er dem Sender Radio Hamburg. „Von Raumluftfiltern nehmen wir Abstand. Unserer Ansicht nach reicht es völlig aus, wenn in einem normalen Klassenzimmer alle 20 Minuten stoßgelüftet wird.“

Zuvor hatte der Professor Christian Kähler in einer Studie der Bundeswehruniversität in München bestimmte Luftfilter als wirksamsten Schutz gegen die Ausbreitung von Coronaviren an Schulen erkannt.

Niedersachsen meldet Rekord-Zahlen für Corona-Neuinfektionen

13.16 Uhr: Niedersachsen meldete am Freitag 1594 bestätigte Neuinfektionen mit dem Coronavirus, so viele wie noch nie innerhalb von 24 Stunden. Am Donnerstag waren es 1423 bestätigte Fälle. Insgesamt wurden damit bis heute 43.837 Fälle registriert. Den zuvor höchsten Wert innerhalb eines Tages erreichte Niedersachsen am 29. Oktober mit 1524 Fällen.

Als genesen gelten nach Angaben der Landesregierung 27.217 Menschen, 853 mehr als noch am Donnerstag. Die Zahl der Todesfälle stieg um zehn auf 806. Der Inzidenzwert für Niedersachsen stieg von 101,3 auf 101,5. 

485 neue Corona-Fälle in Hamburg

12.06 Uhr: Hamburg vermeldet nach dem gestrigen Rekordwert (647) am heutigen Freitag 485 neue Corona-Fälle. Das ist der zweithöchste Wert, der bislang in der Hansestadt vermeldet wurde. Die Inzidenz steigt auf 153 Fälle pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen.

Auch die Zahl der Krankenhauspatienten steigt: Aktuell werden 235 Fälle stationär behandelt (Vortag: 227). Auf Intensivstationen liegen 58 Personen (+6). 44 davon stammen aus Hamburg. Die Zahl der Todesfälle liegt weiterhin bei 256.

So viele Hamburger Schüler haben Corona

11.23 Uhr: Der Hamburger Schulsenator Ties Rabe (SPD) äußerte sich heute zu den aktuellen Corona-Fallzahlen an den Schulen: „Wir haben per heute 900 infizierte Schülerinnen und Schüler an rund 200 Schulen. Ich kann aber so viel sagen, dass wir im Hamburger Durchschnitt liegen. Also wenn wir rund 150 Infektionen pro Woche auf 100.000 Einwohner habenn, dann trifft dieses Verhältnis auch auf den Bereich Schule zu", sagte er dem Sender Radio Hamburg.

Die meisten hätten sich laut Rabe außerhalb der Schule angesteckt. Deshalb sei man der Meinung, Schulen offen lassen zu können.

Zwei weitere Heimbewohner in Norderstedt an Covid-19 gestorben – insgesamt neun Todesfälle

8.05 Uhr: Die Zahl der nach einer Covid-19-Erkrankung gestorbenen Bewohner des Alten- und Pflegeheims Steertpogghof in Norderstedt ist innerhalb eines Tages um zwei auf neun gestiegen. Das berichtete das „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Wie der Kreis Segeberg am Donnerstag mitteilte, handelt es sich um zwei Frauen im Alter von 84 und 87 Jahren.
Allein im Steertpogghof hatten sich nach früheren Angaben mindestens 33 Bewohner und 9 Mitarbeiter infiziert. Die Gesamtzahl der Gestorbenen an oder mit Covid-19 im Kreis Segeberg erhöhte sich auf 16.

Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister kritisiert Rettungsschirm der Bundesregierung

6.58 Uhr: Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) hat den „November-Rettungsschirm“ der Bundesregierung kritisiert: „Vor allem die Definition der vom November-Lockdown mittelbar betroffenen Betriebe ist nicht nur unpraktikabel, sondern auch ungerecht – denn sie lässt auch bei uns im Norden eine Menge von Betrieben im Regen stehen“, sagte er. Indirekt von Schließungen betroffene Firmen – also etwa Lieferanten für Kneipen – erhalten bei dem Rettungsschirm finanzielle Unterstützung, wenn sie „nachweislich und regelmäßig“ 80 Prozent ihrer Umsätze mit direkt von Schließungen betroffenen Unternehmen erzielen.

„Das heißt, dass nahezu alle Einzelhandelsbetriebe in Tourismusorten keine Hilfen bekommen werden“, so Buchholz. Das sei geradezu das Gegenteil der vom Bund ursprünglich versprochenen Hilfe. Buchholz begrüßte an dem am Donnerstag vorgestellten Paket, dass nun auch Solo-Selbständige in den Genuss von Hilfen kommen sollen. „Allerdings drängt sich hier die Frage auf, warum dies nur für den November gilt“, sagte der Minister am Donnerstag.

Das waren die Corona-News vom 5. November:

220 neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein – zwei weitere Tote

22.08 Uhr: In Schleswig-Holstein sind am Donnerstag 220 neue Corona-Fälle registriert worden, wie die Landesbehörden am späten Abend mitteilten. Die Gesamtzahl der seit Beginn der Pandemie mit dem Virus infizierten erhöhte sich damit auf 9313, etwa 5500 Personen gelten Schätzungen des RKI zufolge als mittlerweile genesen.

Die Zahl der Todesopfer in Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung erhöhte sich im nördlichsten Bundesland zuletzt um zwei auf 194, die Verstorbenen stammen aus Lübeck und dem Kreis Ostholstein.

Corona-Massentests: Hamburger Schule bis Montag geschlossen  

21.14 Uhr: Die Ida Ehre Schule in Harvestehude hat sich angesichts der steigenden Corona-Zahlen entschieden, ab Freitag alle Klassen und das gesamte Kollegium testen zu lassen. Dies berichtet der NDR. Demnach bleibt die Stadtteilschule bis einschließlich Montag geschlossen. Zur Anwendung kommt den Angaben zufolge ein Antigen-Test, der in einer Viertelstunde ein Resultat liefern soll. Die Teilnahme sei laut Schulleitung freiwillig.

Laut Schulbehörde gibt es mittlerweile in etwa 200 Hamburger Schulen Infektionen. Derzeit befinden sich fast 90 Klassen und 280 Schulbeschäftigte in Quarantäne. Auch an der Ida Ehre Schule waren in dieser Woche mehrere Fälle dazugekommen. 

Trotz Hygiene-Konzept: Weihnachtsmarkt bei Hamburg fällt aus

19.44 Uhr: Der Stader Weihnachtsmarkt fällt in diesem Jahr aus. Die Niedersächsische Verordnung über Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus hat ein Betriebsverbot für jegliche Spezialmärkte und Weihnachtsmärkte ausgesprochen. Obwohl bereits ein Hygienekonzept mit den beteiligten Schaustellern und Gastronomen entwickelt wurde, muss nun die Reißleine gezogen werden. Auch ein verkürzter Markt im Dezember wird nicht stattfinden.

Die aktuelle Entwicklung im Landkreis Stade mit stetig steigenden Infektionszahlen lässt nicht auf eine kurzfristige Verbesserung hoffen. „Wir können nicht auf der einen Seite Kontakte weitestgehend einschränken und auf der anderen Seite zum gemütlichen Beisammensein auf dem Weihnachtsmarkt einladen“, so die Veranstalter der Stade Marketing und Tourismus GmbH.

136 neue Corona-Fälle und zwei Tote in Mecklenburg-Vorpommern

17.31 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern sind am Donnerstag 136 neue Corona-Fälle registriert worden, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte. Der bisherige Höchstwert liegt bei 181, dieser wurde gestern gemeldet.

Die Zahl der seit März in Mecklenburg-Vorpommern registrierten Corona-Infektionen stieg auf 3443. 26 Menschen starben seit Beginn der Pandemie in Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung, dieser Wert hat sich im Vergleich zum Vortag um zwei Fälle erhöht. Landesweit gelten 1999 (+82) aller Infizierten als genesen.

1423 Neuinfektionen in Niedersachsen – Inzidenz im Landkreis Cloppenburg bei 336,9

14.00 Uhr: Die Zahl der bestätigten Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist am Donnerstag in Niedersachsen um 1423 Fälle gestiegen. Am Vortag waren es 1301 bestätigte Fälle. Insgesamt wurden damit 42.243 Fälle registriert. 26.364 Menschen (+731) gelten inzwischen als genesen. Die Zahl der Toten steigt um sechs Fälle auf 796.

Landesweit stieg der sogenannte Inzidenzwert von 100 auf 101,3, am höchsten lag der Wert im Landkreis Cloppenburg mit 336,9. Insgesamt gelten 37 von 45 Landkreisen und kreisfreien Städten als Risikogebiete.

Neuer Höchstwert: Hamburg meldet 647 Neuinfektionen

12.12 Uhr: Hamburg vermeldet einen neuen Rekord bei den Corona-Neuinfektionen! 647 Fälle kamen laut Gesundheitsbehörde am Donnerstag hinzu. Der bisherige Höchstwert war am Dienstag mit 456 Fällen vermeldet worden. Am Mittwoch gab es 388 Fälle. Die Inzidenz steigt auf 149,1 Fälle pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen.

Auch die Zahl der Krankenhauspatienten steigt: Aktuell werden 227 Fälle stationär behandelt (Vortag: 222). Auf Intensivstationen liegen 52 Personen (+1). 41 davon stammen aus Hamburg. Die Zahl der Todesfälle liegt weiterhin bei 256.

Gastro-Branche gibt heute „den Löffel ab“

9.44 Uhr: Beschäftigte der Hamburger Hotel- und Gastronomiebetriebe wollen am heutigen Donnerstag  ab 11.30 Uhr vor dem Gewerkschaftshaus am Besenbinderhof (St. Georg) demonstrieren, um auf ihre Situation im Corona-Teil-Lockdown aufmerksam machen. Zu der Protestkundgebung unter dem Motto "Wir müssen den Löffel abgeben" hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) aufgerufen.

Viele Beschäftigte befürchteten durch die Schließung der Betriebe im November Lohneinbußen, Kurzarbeit oder Jobverlust. „Und das in einer Branche, die sowieso schon stark von prekärer Beschäftigung und niedrigen Löhnen betroffen ist“, teilte die NGG mit.

Für Unternehmen und Betriebe seien umfangreiche Ausgleichszahlungen zugesagt worden, „die Lage der Beschäftigten findet allerdings einmal mehr keine Beachtung“, hieß es.

Bei der Aktion würden die Beschäftigten symbolisch eigene Löffel mit persönlichen Statements abgeben, die später Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) übergeben werden sollen.

Gesundheitsämter melden mehr Quarantäne-Brecher

9.09 Uhr: Es drohen bis zu fünf Jahre Haft, von der Gefährdung der Mitmenschen abgesehen – doch das scheint immer mehr Hamburgern egal zu sein: Die Zahl der Personen, die sich trotz Corona-Verdacht nicht an die Quarantänepflicht halten, steigt. Das melden die Hamburger Gesundheitsämter, wie der NDR berichtet.

Genaue Zahlen, wie viele Quarantäne-Brecher bislang aufgefallen sind, hat die Gesundheitsbehörde nicht erfasst. Es würde aus den Gesundheitsämtern aber gehäuft solche Fälle gemeldet. Auch würden viele Betroffene unwillig auf die Anordnung zur häuslichen Isolation reagieren.

Wer Kontakt zu einem Corona-Infizierten hatte und somit als Kontaktperson ersten Grades gilt, darf die eigene Wohnung beziehungsweise das eigene Grundstück nur mit ausdrücklicher Genehmigung des zuständigen Gesundheitsamtes verlassen und muss Kontakt zu anderen Personen komplett vermeiden.

Die Behörde stellt gegenüber der MOPO noch einmal klar: Betroffene können sich von dieser Quarantänepflicht auch nicht durch einen negativen Corona-Test selbst befreien. Die Aufhebung der Isolation kann nur das Gesundheitsamt anordnen.

Bei Verstößen drohen Geldbußen und sogar bis zu fünf Jahre Haft.

Restaurant-Mitarbeiter in Quickborn positiv getestet

08.18 Uhr: Bis vor Kurzem bedienten sie noch die Gäste im „La Bella Vita“ in Quickborn – nun sind sie in Quarantäne: Zwei Mitarbeiter des Restaurants in der Kieler Straße sind positiv auf Corona getestet worden. Das meldet die Kreisverwaltung.

Das Gesundheitsamt bittet nun alle Gäste, die seit dem 22. Oktober, das Lokal besucht haben, sich schnellstmöglich beim Gesundheitsamt zu melden. Die Gästelisten des Restaurants wurden der Kreisverwaltung zufolge angefragt, liegen aber aktuell noch nicht vor. Daher könnten einzelne Personen, für die ein erhöhtes Ansteckungsrisiko besteht, eventuell erst verspätet erreicht werden können.

Wichtig ist es in diesem Zusammenhang auch, zu erfahren, wer möglicherweise bereits Symptome hat. Betroffene Personen sollten sich in häusliche Quarantäne begeben, ihre Kontakte auf das direkte häusliche Umfeld reduzieren und sich unter der Telefonnummer 04121 4502-5000 beim Bürgertelefon des Kreises melden. Die Hotline ist Montag bis Donnerstag von 8 bis 16 Uhr und Freitag von 8 bis 14 Uhr erreichbar.

Alternativ könnten die Kontaktdaten (Name, Adresse, Telefonnummer, Uhrzeit des Besuchs) per E-Mail an buergerservice@kreis-pinneberg.de gesandt werden. Das Gesundheitsamt werde  sich mit allen gemeldeten Kontakten in Verbindung setzen.

Das waren die News vom 4. November:

262 neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein – zwei weitere Tote

21.08 Uhr: In Schleswig-Holstein sind am Mittwoch 262 neue Corona-Fälle registriert worden, wie die Landesbehörden am Abend mitteilten.  Die Gesamtzahl der seit Beginn der Pandemie mit dem Virus infizierten erhöhte sich damit auf 9.093, etwa 5500 Personen gelten Schätzungen des RKI zufolge als mittlerweile genesen.

Die Zahl der Todesopfer in Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung erhöhte sich im nördlichsten Bundesland zuletzt um zwei auf 192, beide Verstorbenen stammen aus dem Kreis Segeberg, bei mindestens einem der Toten handelt es sich um einen Bewohner eines Pflegeheims (siehe Ticker-Eintrag von 16.56 Uhr).

Studie: Luftfiltersystem effektiver als Fensterlüften

20.16 Uhr: Das Deutsche Zentrum für Luft- und Rumfahrt hält Luftfiltersysteme in Bezug auf die Sicherheit vor einer Corona-Infektion für sicherer als das unkontrollierte Fensterlüften, wie aus einer neuen Studie im Auftrag der OHB System AG, der HT Group und DASTEX hervorgeht. Getestet wurde ein „vertikales Belüftungskonzept“ mit Filtersystem für Klassenzimmer, Restaurants und Kinos. „Dabei wird Frischluft am Boden eingebracht, an der Decke abgesaugt und nach Filterung wieder bodennah zugeführt“, so die Forscher. Durch die vertikale Strömung werde die Ausbreitung von Aerosolen im Raum minimiert, beim Lüften durch ein geöffnetes Fenster könnten sich Aerosole durch unkontrollierte Luftströmung hingegen unter Umständen noch besser verteilen.

Neuer Höchstwert: 181 neue Corona-Fälle in Mecklenburg-Vorpommern

18.52 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern sind am Mittwoch 181 neue Corona-Fälle registriert worden, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus)  mitteilte. Damit erreichte die Zahl der Neuinfektionen innerhalb eines Tages im Bundesland einen neuen Höchstwert. Der bisherige Höchstwert hatte bei 173 gelegen, dieser wurde in der vergangenen Woche gemeldet. Am Vortag wurden noch 154 neue Infektionen registriert.

Die Zahl der seit März in Mecklenburg-Vorpommern registrierten Corona-Infektionen stieg auf 3308, 24 Menschen starben seit Beginn der Pandemie in Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung, dieser Wert hat sich im Vergleich zum Vortag nicht erhöht. Landesweit gelten 1916 aller Infizierten als genesen.

UKE verschiebt Operationen und Termine – „Betten voll“

17.29 Uhr: Wegen der steigenden Zahl an Corona-Patienten verschiebt das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) nicht dringliche Operationen und einen Teil der ambulanten Termine. „Das UKE reagiert damit auf die dynamische und ernstzunehmende Lage“, erklärte eine Sprecherin des Klinikums am Mittwoch. Klinikdirektor Prof. Stefan Kluge sagte Sat.1 Regional: „Die Betten sind relativ voll, und dadurch können wir nicht alle Patienten, die wir sonst aufnehmen würden, aufnehmen. Die ersten Operationen werden leider abgesagt.“

Aktuell befänden sich 29 Covid-19-Patienten in stationärer Behandlung, sieben von ihnen würden in der Klinik für Intensivmedizin versorgt. Der Altersdurchschnitt der Intensiv-Patienten liege zurzeit bei 51 Jahren, sie seien jünger als während der ersten Corona-Welle im Frühjahr.

Inzwischen sieben Heimbewohner in Norderstedt an Corona gestorben

16.56 Uhr: Die Zahl der in Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung verstorbenen Bewohner des Alten- und Pflegeheims Steertpogghof in Norderstedt ist auf sieben gestiegen. Wie der Kreis Segeberg am Mittwoch mitteilte, starb ein 86 Jahre alter Mann. Allein im Steertpogghof hatten sich nach früheren Angaben mindestens 33 Bewohner und 9 Mitarbeiter infiziert.

Viele Verstöße: Polizei kontrolliert Maskenpflicht an Schulen bei Hamburg

15.44 Uhr: Die Stader Polizei hat am Mittwoch die geltenden Masken- und Abstandsregeln rund um die Berufsbildenen Schulen in der Glückstädter Straße kontrolliert. Den Beamten zufolge achteten dort viele Schüler nicht auf die geltenden Vorschriften.

Man habe es zunächst bei Hinweisen und Verwarnungen belassen, hieß es von Seiten der Polizei – es sei aber gut möglich, dass es in den kommenden Tagen zu weiteren Kontrollen kommen werde, bei denen auch Verfahren eingeleitet und Bußgelder verhängt würden.

388 Neuinfektionen in Hamburg – 7-Tage-Inzidenz sinkt leicht

12.01 Uhr: In Hamburg wurden seit gestern 388 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Zum Vergleich: Am Vortag gab es 456 neue Fälle, am vergangenem Mittwoch waren es 404. Die Gesamtzahl der Coronainfektionen liegt jetzt bei 15.130. Davon gelten 9300 an Covid-19 Erkrankte als genesen.

Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt laut der Gesundheitsbehörde wieder leicht von 136,4 auf 135,5. Laut RKI liegt die Inzidenz für Hamburg bei 100,2 (Stand: 4.11, 8.25 Uhr). 

In Hamburger Kliniken werden 222 an Covid-19 erkrankte Patienten behandelt – 16 mehr als am Vortag. Auf Intensivstationen liegen 51 Menschen (+3). Von diesen kommen 41 aus Hamburg. Die Zahl der Todesfälle liegt bei 256 (Stand: 3.11.). Das RKI zählt für Hamburg 294 Tote.

Die Hamburger Gesundheitsbehörde lässt alle gestorbenen Corona-Patienten obduzieren. Das Institut für Rechtsmedizin zählt auf dieser Grundlage dann sämtliche Fälle, in denen jemand an Covid-19 gestorben ist. Das RKI zählt alle Personen, die im Zusammenhang mit einer Sars-CoV-2-Infektion gestorben sind.

Twitter: Gesundheitsbehörde meldet sich mit Appell an die Hamburger

1301 Neuinfektionen und zehn Tote in Niedersachsen

10.27 Uhr: Die Zahl der bestätigten Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist am Mittwoch in Niedersachsen um 1301 Fälle gestiegen. Am Vortag waren es 1027 bestätigte Fälle. Insgesamt wurden damit 40.820 Fälle registriert. 25.633 Menschen (+41) gelten inzwischen als genesen. Die Zahl der Toten steigt um zehn Fälle auf 790.

Wie das niedersächsische Gesundheitsministerium am Mittwoch bekannt gab, gelten inzwischen 34 von 45 Landkreisen und kreisfreien Städten in Niedersachsen als Corona-Risikogebiete mit über 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Landesweit stieg der sogenannte Inzidenzwert von 99,8 auf 100, am höchsten lag der Wert im Landkreis Cloppenburg mit 305,8.

Offener Brief: Hamburger Profs wollen Präsenzlehre statt Digitalunterricht 

8.05 Uhr: Am vergangenen Freitag gab das Präsidium der Universität Hamburg bekannt, alle geplanten Präsenzveranstaltungen abzusagen. Wie die MOPO erfuhr, wollen sich viele Professoren aus verschiedenen Fakultäten das nicht gefallen lassen: Sie verfassten einen Offenen Brief an das Präsidium und fordern, die geplanten Präsenzveranstaltungen auf Grundlage der Schutzkonzepte im vollen Umfang zu ermöglichen.

In den letzten Monaten sei viel Arbeit in die Erstellung von Schutz- und Hygienekonzepten für die Realisierung von Präsenzlehre investiert worden, heißt es in dem Brief. Ein verantwortungsbewusster Umgang mit der Pandemie bestehe in der sorgfältigen Realisierung von Lehre in Präsenz, von Lernen und Begegnung in den Hochschulen. Zudem seien diese Begegnungen das beste Mittel gegen Vereinsamung, Frustration und Stress. „Solange Präsenzlehre an Hochschulen rechtlich zulässig ist, muss die Entscheidung über die Abhaltung von Präsenzveranstaltungen den Lehrenden überlassen bleiben.“

Virologin im Corona-Podcast: Nur Risikogruppen zu schützen ist „irrsinnig“

7.26 Uhr: Weder möglich noch machbar sei es, nur Risikogruppen vor dem Coronavirus zu schützen – das sagte die Frankfurter Virologin Sandra Ciesek im Corona-Podcast des „NDR“. Das Robert Koch-Institut liste Vorerkrankungen auf, die ein Risiko für einen besonders schweren Verlauf haben. Damit seien 21,9 Millionen Menschen, also mehr als jeder vierte Deutsche betroffen. „Wenn man sich jetzt mal überlegt, was das bedeutet: 21,9 Millionen Menschen sollen geschützt werden vor den restlichen 60 Millionen, dann glaube ich merkt man, wie irrsinnig und wie schwierig das ist.“

Zur Risikogruppe würden nicht nur alte Menschen im Pflegeheim gehören, „das ist einfach nicht der Fall.“ Ein Drittel – also etwa 7,3 Millionen Menschen – dieser knapp 22 Millionen seien unter 60 Jahre alt. Die Strategie, nur die Risikogruppen zu schützen, hält Ciesek daher für nicht durchdacht: „Wie das gehen soll, das stelle ich mir extrem schwierig vor.“

Das waren die News am 3. November:

236 neue Corona-Fälle und sieben Tote in Schleswig-Holstein

21.55 Uhr: Nach den 142 vermeldeten Neuinfektionen am Montag hat sich die Zahl der Neuinfektionen in Schleswig-Holstein am Dienstag erhöht: Das nördlichste Bundesland Deutschlands vermeldete 236 neue Fälle, dazu sieben weitere Todesfälle. Die Gesamtzahl der Fälle liegt nun bei 8831, insgesamt starben bislang 190 Menschen. Den höchsten Zuwachs hatte der Kreis Nordfriesland (49), gefolgt von Segeberg und Kiel (je 27).

Mecklenburg-Vorpommern meldet 154 Neuinfektionen

21.14 Uhr: Nach den 54 Neuinfektionen vom Vortag meldet Mecklenburg-Vorpommern am Dienstag 152 neu registrierte Corona-Fälle. Die Gesamtzahl stieg damit auf 3132 Fälle. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 46,7.

Stadt im Norden verhängt Maskenpflicht in der gesamten Innenstadt

21.03 Uhr: In der historischen Salzstadt Lüneburg gilt seit Montag in der gesamten Innenstadt die Pflicht, einen Mund- und Nasenschutz in der Fußgängerzone und den angrenzenden Straßen zu tragen. Das Gebiet umfasst etwa die komplette historische Altstadt und alle Bereiche mit Geschäften in der City.

Auch in Stade gibt es in der Innenstadt Maskenpflicht, allerdings zunächst in ausgewählten Straßenzügen. Dort, wo es nicht möglich ist, die Abstände einzuhalten.

Traurige Bilanz: Doch mehr Tote in Hamburg durch Covid-19

18 Uhr: Die Gesundheitsbehörde hat am Dienstagnachmittag Zahlen und Einschätzungen rund um das Infektionsgeschehen in Hamburg veröffentlicht. Überraschende und traurige Erkenntnis dabei: Im Laufe des Oktobers wurde für 15 der verstorbenen Personen nach Untersuchung durch das Institut für Rechtsmedizin die Covid-19-Erkrankung als todesursächlich festgestellt, so dass in Hamburg insgesamt bisher nicht 241, sondern 256 Todesfälle auf eine Corona-Infektion zurückzuführen sind. Weitere Zahlen lesen Sie hier. 

Corona an Hamburger Schulen: 71 Klassen derzeit in Quarantäne

16.45 Uhr: Auch an Hamburgs Schulen sind immer mehr Schüler und Lehrer mit dem Corona-Virus infiziert. Laut Schulbehörde sind deshalb derzeit 71 Klassen (von 9500) in Quarantäne. Allerdings ist die Zahl der Klassen, die derzeit nicht an den Schulen unterrichtet werden können, höher. Denn es sind 111 Lehrer und andere Schulbeschäftigte infiziert und 252 in Quarantäne. Das führt dazu, dass an einigen Schulen nicht genügend Lehrer im Einsatz sind, um den Unterricht sicherzustellen. Wie viele Klassen durch dieses Problem nicht im Präsenzunterricht sind, kann die Behörde derzeit nach eigener Aussage nicht angeben.

Mit Stand Montag sind 104 Neu-Infektionen an 66 Schulen gemeldet worden davon 85 Schüler sowie 19 Schulbeschäftigte (drei betroffene Schüler an der Ida Ehre Schule, der Stadtteilschule Mümmelmannsberg und der Max-Schmeling-Stadtteilschule; vier betroffene Schüler an der Stadtteilschule Flottbek; 19 betroffene Schüler an der Grund- und Stadtteilschule Eppendorf).

Seit Ende der Herbstferien gab es insgesamt 681 Neuinfektionen, davon 536 Schüler plus 145 Schulbeschäftigte. In 204 Fällen war das noch eine Folge der Herbstferien. Die Schulbehörde betont, dass derzeit gerade mal 406 Schüler mit Corona infiziert sind und das bei 256.000 Schülern nur rund 0,16 Prozent ausmache. Bei Lehrern sind 111 infiziert, das seien bei 34.400 Beschäftigten rund 0,32 Prozent.

Über 100 Neuinfektionen in Niedersachsen

15.17 Uhr: Nach den 830 Fällen am Vortag meldet Niedersachsen am Dienstag wieder eine vierstellige Anzahl an Neuinfektionen mit dem Coronavirus: 1027 Fälle wurden am Dienstag registriert. Die meisten Zuwächse gab es in der Region Hannover (226) und im Landkreis Osnabrück (107). Sieben weitere Todesfälle kamen hinzu.. Die Sieben-tages-Inzidennz liegt bei knapp 100.

Neuer Höchstwert: Starker Anstieg der Infektionszahlen in Hamburg

12.27 Uhr: Hamburg meldet heute 456 neue Corona-Infektionen – über 200 Fälle mehr als am Montag (251 Fälle). Es ist der stärkste Anstieg der Infektionszahlen innerhalb von 24 Stunden, der bisherige Höchstwert lag bei 410 Infektionen am vergangenen Freitag. Die Gesamtzahl der bestätigten Fälle steigt damit auf 14742. Davon sind schätzungsweise 9300 Erkrankte wieder genesen.

Der Sieben-Tage-Inzidenzwert liegt bei 136,4.

In Hamburger Krankenhäusern werden 204 Patienten mit Covid19-Infektion behandelt, 48 davon auf einer Intensivstation. 38 der Intensiv-Patienten kommen aus Hamburg.

UKE-Arzt: Zahl der jüngeren Intensivpatienten steigt

9.51 Uhr: Der Direktor der Intensivmedizin am Hamburger Universitätskrankenhaus Eppendorf (UKE), Stefan Kluge, berichtet von immer mehr jungen Corona-Patienten auf der Intensivstation. Anders als bei der ersten Welle der Virusausbreitung im Frühjahr seien dieses Mal viele Jüngere betroffen, sagte der Professor am Dienstag dem Radiosender Bayern 2. „Wir betreuen mehrere Patienten deutlich unter 50 Jahren und teilweise ohne Vorerkrankungen.“

Kluge, der auch Präsidiumsmitglied der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) ist, wies darauf hin, dass die Entwicklung bei der Zahl der Intensivpatienten der der Infizierten um mehrere Tage hinterherläuft: „In wenigen Tagen werden wir, was die Zahl der Krankenhauspatienten angeht, die erste Welle übertreffen. Und das ist besorgniserregend.“

Das waren die Nachrichten von Montag, dem 2. November

142 neue Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein

21.47 Uhr: 161 Neuinfektionen meldete Schleswig-Holstein am Sonntag – am Montag kamen 142 weitere hinzu, teilte das nördlichste Bundesland am Abend mit. Mit 32 Neuinfektionen registrierte der Kreis Pinneberg die höchste Zahl an Corona-Fällen, in Stormarn und Segeberg kamen 18 weitere Fälle hinzu. Zudem gab es sechs weitere Todesopfer, vier davon aus dem Kreis Segeberg. Drei dieser Toten waren Bewohner eines Alten- und Pflegeheims in Norderstedt.

54 Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern

18.31 Uhr: Nach den 52 registrierten Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern am Sonntag meldet das Bundesland am Montag 54 neue Fälle. Die Gesamtzahl der Infektionen stieg auf 2978. Einen weiteren Todesfall gab es im Kreis Ludwigslust-Parchim, insgesamt kamen durch das Coronavirus im Nordosten Deutschlands 24 Menschen ums Leben.

Corona-Ausbruch an Grundschule: Notbetrieb eingerichtet

17.40 Uhr: Erstmals seit Beginn der Schule nach den Herbstferien gibt es an einer Hamburger Schule wieder einen größeren Corona-Ausbruch. Die Grundschule Tornquiststraße in Eimsbüttel muss für zwei Wochen erst einmal in einen Notbetrieb gehen. In drei Klassen wurden Schülerinnen und Schüler positiv auf das Virus getestet, die Klassen wurden mitsamt der dort unterrichtenden Lehrerinnen und Lehrer in Quarantäne geschickt – nach MOPO-Informationen müssen insgesamt 14 Lehrer in Quarantäne.
Die Schulbehörde bestätigte der MOPO den Corona-Ausbruch, die Klassenstufe 1 bis 4 werde in einen Notbetrieb geschickt. Die Vorschulklassen seien davon allerdings nicht betroffen.

In den betreffenden Quarantäneklassen wird es laut Gesundheitsamt keine Serientestung der Kinder geben. Erst wenn Symptome (Atemwegserkrankungen, aber auch Durchfall und Erbrechen) dazu kommen, sollten die betreffenden Eltern ihr Kind testen lassen. Auch ein negativer Test würde die Quarantänezeit nicht aufheben, dies gilt ebenfalls für die Lehrkräfte.

Wildgehege in Altona muss schließen

17.35 Uhr: Corona greift jetzt auch in die Natur ein: Aufgrund der geltenden Eindämmungsverordnung muss das Wildgehege Klövensteen mit seiner Waldschule bis auf Weiteres seine Pforten schließen. Das teilte das Bezirksamt am Montag mit.

Als zoologische Einrichtung muss das Wildgehege zunächst bis zum 30. November 2020 für alle Besucher geschlossen und die Freizeitangebote der Waldschule bis auf Weiteres eingestellt werden.

Der Forst Klövensteen als Naherholungsgebiet wird für die Bevölkerung hingegen offen gehalten. Es wird jedoch darum gebeten, auch hier die gängigen Hygiene- und Abstandsregelungen einzuhalten sowie aus Rücksicht gegenüber der Natur die Wege nicht zu verlassen.

Um dies sicher zu stellen, wird das Bezirksamt auch am Wochenende mit erhöhter Präsenz die Freizeitnutzung begleiten.

35 Verfahren wegen Corona-Regeln an Hamburger Verwaltungsgerichten

17.20 Uhr: In 35 Verfahren müssen sich die Hamburger Verwaltungsgerichte derzeit mit den Corona-Regeln befassen. In der ersten Instanz seien aktuell 13 Eilverfahren und 19 Hauptsacheverfahren anhängig, teilte am Montag ein Gerichtssprecher mit. Am Oberverwaltungsgericht sind demnach noch drei Beschwerden gegen Eilentscheidungen offen. Eines der Eilverfahren vor dem Verwaltungsgericht richte sich explizit gegen die aktuelle Fassung der Hamburger Corona-Verordnung und betreffe die Schließung eines Fitnessstudios.

Die neue Verordnung war am Freitag vom Senat beschlossen worden. Sie trat am Montag in Kraft. Praktisch alle Kultur-, Freizeit- und Sporteinrichtungen sowie Restaurants und Kneipen müssen demnach bis Ende November schließen.

UKE verhängt Besuchsverbot

16.32 Uhr: Das Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) in Hamburg verhängt ab sofort ein Besuchsverbot. Grund dafür ist die stark steigende Zahl an Covid-19-Infizierten und das damit verbundene Risiko. „Dies dient dem Schutz unserer Patientinnen und Patienten sowie Mitarbeitenden und soll eine weitere Ausbreitung des neuartigen Corona-Virus verhindern“, heißt es in einer Mitteilung der Klinik.

Ausnahmen gelten jedoch im Kinder-UKE sowie bei schwerkranken Patienten, die sich in einem kritischen Zustand befinden. Schwangere dürfen ihren Partner ebenfalls zur Entbindung mitnehmen.

Ambulante Termine sollen fortan allein wahrgenommen werden. Erkrankte Kinder und ältere oder demente Patienten dürfen nur maximal eine Begleitperson mitbringen.

Auch in den Asklepios-Kliniken gilt derzeit ein Besuchsverbot.

251 Neuinfektionen in Hamburg – 7-Tage-Inzidenz sinkt

12.03 Uhr: In Hamburg wurden seit gestern 251 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Zum Vergleich: Am Vortag gab es 283 neue Fälle, am vergangenen Montag waren es 339. Die Gesamtzahl der Coronainfektionen liegt jetzt bei 14.286. Davon gelten 9200 an Covid-19 Erkrankte als genesen.

Es gibt eine gute Nachricht: Erstmals seit Tagen sinkt die Sieben-Tage-Inzidenz laut der Gesundheitsbehörde wieder von 132,8 auf 128,2. Laut RKI liegt die Inzidenz für Hamburg bei 104,6 (Stand: 2.11, 8.10 Uhr). 

In Hamburger Kliniken werden nach wie vor 163 an Covid-19 erkrankte Patienten behandelt. Auf Intensivstationen liegen 40 Menschen. Von diesen kommen 34 aus Hamburg. Die Zahl der Todesfälle liegt seit dem 2. Oktober gleichbleibend bei 241. Das RKI zählt für Hamburg 288 Tote, drei mehr als am Vortag.

Die Hamburger Gesundheitsbehörde lässt alle gestorbenen Corona-Patienten obduzieren. Das Institut für Rechtsmedizin zählt auf dieser Grundlage dann sämtliche Fälle, in denen jemand an Covid-19 gestorben ist. Das RKI zählt alle Personen, die im Zusammenhang mit einer Sars-CoV-2-Infektion gestorben sind.

830 Neuinfektionen in Niedersachsen – Zahl der Risikogebiete steigt rasant

9.36 Uhr: Die Zahl der bestätigten Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist am Montag in Niedersachsen um 830 Fälle gestiegen. Am Vortag waren es 972 bestätigte Fälle. Insgesamt wurden damit 38.714 Fälle registriert. 24.791 Menschen (+246) gelten inzwischen als genesen. Die Zahl der Toten steigt um einen weiteren Fall auf 762.

Wie das niedersächsische Gesundheitsministerium am Montag bekannt gab, gelten inzwischen 33 von 45 Landkreisen und kreisfreien Städten in Niedersachsen als Corona-Risikogebiete mit über 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen – gestern waren es noch 30. Landesweit stieg der sogenannte Inzidenzwert von 90,2 auf 95,2, am höchsten lag der Wert im Landkreis Cloppenburg mit 281,2.

52 neue Corona-Fälle in Mecklenburg-Vorpommern – 180 Intensivbetten noch frei

6.45 Uhr: Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern ist von Samstag auf Sonntag um 52 Fälle gestiegen. Insgesamt wurden dem Landesamt für Gesundheit und Soziales (LaGuS) seit März im Land 2.928 Infektionen gemeldet. Laut Robert Koch-Institut sind 1.748 (+42) Menschen von einer Covid-19-Erkrankung genesen. Die Zahl der Todesfälle liegt bei 23.

Aktuell liegen in Mecklenburg-Vorpommern laut Intensivregister 18 Covid-19-Patienten im Krankenhaus, sechs von ihnen müssen beatmet werden. Insgesamt sind im Nordosten zurzeit 558 Intensivbetten belegt, 180 sind aktuell frei. 

Weiterhin gelten die Landkreise Vorpommern-Greifswald, Ludiwgslust-Parchim, Vorpommern-Rügen sowie die Landeshauptstadt Schwerin als Risikogebiete.

Das waren die News am 1. November:

Zwei neue Corona-Todesfälle im Norden

21.14 Uhr: In Schleswig-Holstein gab es am Sonntag 161 Corona-Neuinfektionen. Zwei Menschen starben an oder mit dem Virus. Das gab die Landesmeldestelle am späten Abend bekannt. Am Samstag hatte das Bundesland 265 Neuinfektionen gemeldet.

Die meisten neuen Fälle gab es in Lübeck (64). Im Kreis Segeberg wurden 30 neue Fälle gemeldet, in Neumünster 15 und im Kreis Stormarn 13.

Die Gesamtfallzahl in Schleswig-Holstein liegt bei 8353. Schätzungsweise 5500 Covid-19-Erkrankte gelten als genesen. 79 Erkrankte werden derzeit in Krankenhäusern behandelt.

FC St. Pauli verschiebt Mitgliederversammlung

17.04 Uhr: Wegen der Corona-Pandemie und der entsprechenden Kontaktbeschränkungen hat der FC St. Pauli entschieden, die ordentlichen Mitgliederversammlung im Millerntor-Stadion zu verschieben. Mehr dazu lesen Sie hier.

Ab Montag: Neue Quarantäne-Regeln am Hamburger Flughafen

14.11 Uhr: In Hamburg gelten ab morgen neue Quarantäne- und Testbestimmungen für Fluggäste, die aus einem ausländischen Risikogebiet einreisen. Dies teile der Hamburger Flughafen am Sonntag mit. Demnach sind Reisende dazu verpflichtet, sich nach Ankunft in eine zehntägige häusliche Quarantäne zu begeben. Unter bestimmten Voraussetzungen können sich Fluggäste durch ein negatives Testergebnis von der Quarantänepflicht befreien. Dabei ist der Reisegrund entscheidend:

Für alle Fluggäste, die in ein Land oder Gebiet reisen, das vom Robert-Koch-Institut nicht als Risikogebiet eingestuft ist, läuft die Flugreise wie gewohnt ab – ohne verpflichtende Quarantäne-Maßnahmen. Zu beachten sind jedoch die Einreisebestimmungen in das jeweilige Urlaubs- oder Reiseland.

Das Testzentrum von Centogene im Terminal 1 bietet kostenpflichtige (Express-)Tests an.

Mehr Infos unter: hamburg.de/verordnung

St. Pauli-Pastor ruft zum spontanen „Gottesdienst der Künste“ auf

13.31 Uhr: Der Pastor an der St. Pauli-Kirche in Hamburg, Sieghard Wilm, hat am Sonntag auf Facebook zu einem spontanen „Gottesdienst der Künste“ um 14 Uhr im Thalia Theater aufgerufen. „Nicolas Altstaedt wird spielen. Zahlreiche weitere Künstler sind dabei. Ich darf die Predigt halten“, schrieb der Pastor.

Die Kulturschaffenden sollen ein gemeinsames Programm zeigen, jedoch nicht, um gegen die Corona-Maßnahmen zu protestieren, „sondern um uns am letzten Tag vor der Schließung gemeinsam zu einer Feier der Zuversicht zu treffen,” so Thalia Intendant Joachim Lux. „Kunst und Kultur sind keine Nebensache. Wir glauben an die Kunst und ihre Möglichkeiten und sind sicher, dass die Freiheit der Kunst überleben wird. So wie das Recht der freien Religionsausübung.”

Die Veranstaltung findet statt unter Mitwirkung von Staatsoper Hamburg, Deutsches Schauspielhaus Hamburg, Elbphilharmonie, Thalia Theater und Kampnagel.

283 Neuinfektionen in Hamburg – 7-Tage-Inzidenz über 130

11.47 Uhr: In Hamburg wurden seit gestern 283 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Zum Vergleich: Am Vortag gab es 396 neue Fälle, am vergangenen Sonntag waren es 168. Die Gesamtzahl der Coronainfektionen liegt jetzt bei 14.035. Davon gelten 9000 an Covid-19 Erkrankte als genesen. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg laut der Gesundheitsbehörde von 126,7 auf 132,8. Laut RKI liegt die Inzidenz für Hamburg bei 100,7 (Stand: 1.11, 11.20 Uhr) . 

In Hamburger Kliniken wurden am Sonntag 163 an Covid-19 erkrankte Patienten behandelt. Auf Intensivstationen lagen 40 Menschen - so viele wie am Vortag. Von diesen kommen 34 aus Hamburg. Die Zahl der Todesfälle liegt seit dem 2. Oktober gleichbleibend bei 241. Das RKI zählt für Hamburg 285 Tote.

Die Hamburger Gesundheitsbehörde lässt alle gestorbenen Corona-Patienten obduzieren. Das Institut für Rechtsmedizin zählt auf dieser Grundlage dann sämtliche Fälle, in denen jemand an Covid-19 gestorben ist. Das RKI zählt alle Personen, die im Zusammenhang mit einer Sars-CoV-2-Infektion gestorben sind.

972 Neuinfektionen und 14 Tote in Niedersachsen

10 Uhr: Die Zahl der bestätigten Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist am Sonntag in Niedersachsen um 972 Fälle gestiegen. Am Vortag waren es 1467 bestätigte Fälle. Insgesamt wurden damit 37.884 Fälle registriert. 24.545 Menschen (+368) gelten inzwischen als genesen. Die Zahl der Toten steigt um 14 weitere Fälle auf 761.

Wie das niedersächsische Gesundheitsministerium am Sonntag bekannt gab, gelten inzwischen 30 von 45 Landkreisen und kreisfreien Städten in Niedersachsen als Corona-Hotspots mit über 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Landesweit stieg der sogenannte Inzidenzwert auf 90,2, am höchsten lag der Wert im Landkreis Cloppenburg mit 268,3.

Hamburger Sterne-Koch Fehling: Erneute Schließung „ein großer Schock“

9.18 Uhr: Drei-Sterne-Koch Kevin Fehling (43) hat die erneute Schließung seines Restaurants „The Table“ hart getroffen. „Für uns Gastronomen ist der erneute Lockdown unserer Branche ein großer Schock“, sagte Fehling der Deutschen Presse-Agentur. Die Gastronomie fühle sich – ähnlich wie die Unterhaltungsindustrie – schon „sehr bestraft“. Es sei auch nicht nachvollziehbar, dass man gleichzeitig in einem großen Möbelhaus Reihe an Reihe weiter einkaufen könne. Die Gastronomie habe in den vergangenen Monaten die Hygienemaßnahmen vorbildlich umgesetzt und zum Teil hohe Summen für die Sicherheit der Gäste investiert.

„Dass etwas gegen die Corona-Krise gemacht werden muss, ist klar. Aber man sollte die Gastronomie nicht über einen Kamm scheren“, meinte der Sterne-Koch. Es sollte zum Beispiel zwischen Betrieben mit und ohne Sitzplätzen unterschieden werden. „Der wirtschaftliche Schaden ist auf jeden Fall immens.“ Er sei gespannt, was tatsächlich an Hilfe von der Bundesregierung ankomme, da die laufenden Kosten trotzdem bezahlt werden müssten. Das Kurzarbeitergeld für die Mitarbeiter reiche nicht aus, da auch das Trinkgeld wegfalle. „Außerdem ist die Unsicherheit sehr groß, wie es weitergehen soll“, sagte Fehling.

85 Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern

8.05 Uhr: Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern ist von Freitag auf Samstag um 85 Fälle gestiegen. Insgesamt wurden dem Landesamt für Gesundheit und Soziales (LaGuS) seit März im Land 2.876 Infektionen gemeldet. Laut Robert Koch-Institut sind 1.707 (+50) Menschen von einer Covid-19-Erkrankung genesen. Die Zahl der Todesfälle liegt bei 23.

Insgesamt drei Kreise sowie die Landeshauptstadt überschreiten den kritischen Inzidenzwert von 50 und gelten damit als Risikogebiet. Allen voran der Landkreis Vorpommern-Greifswald, wo die 7-Tage-Inzidenz bei 68,8 liegt. Es folgen die Kreise Ludiwgslust-Parchim (59,5) und Vorpommern-Rügen (53,4) sowie die Stadt Schwerin (51,2).

Das waren die News am 31. Oktober:

Quarantäne für mehr als 100 Schüler im Landkreis Rostock angeordnet

22.12 Uhr: Nach einem Corona-Fall an der Warnowschule in Papendorf (Landkreis Rostock) müssen 104 Schüler sowie alle 47 Lehrer und Beschäftigte des Regionalschulteils in Quarantäne. Davon seien Schüler unterschiedlicher Klassenstufen betroffen, teilte der Landkreis mit. Die Quarantäne gelte bis zum 11. November. Der Grundschulteil an dem Standort sei davon nicht betroffen.

An den beiden landesweiten Ferientagen am Montag und Dienstag sollen die Lehrer getestet werden. Dann solle das Schulamt Rostock den Präsenzunterricht für die verbliebenen Schüler des Regionalschulteils organisieren.

265 Neuinfektionen in Schleswig-Holstein

20.51 Uhr: In Schleswig-Holstein wurden am Samstag 265 neue Corona-Infektionen registriert. Das gab die Landesmeldestelle am Abend bekannt. Am Vortag gab es 313 Neuinfektionen.

Die meisten neuen Corona-Fälle gibt es im Kreis Pinneberg (67 Neuinfektionen), gefolgt vom Kreis Segeberg (36 Neuinfektionen), dem Kreis Stormarn (29), Lübeck (26), Herzogtum Lauenburg (22) und Kiel (20).

79 Covid19-Erkrankte aus Schleswig-Holstein werden derzeit in Krankenhäusern. Die Gesamtzahl der Fälle liegt bei 8292. Davon gelten 5500 Erkrankte als genesen. In Schleswig-Holstein sind bislang 175 Menschen an oder mit dem Coronavirus verstorben.

Größerer Corona-Ausbruch in Hamburger Pflegeheim

20.32 Uhr: In der Pflegeeinrichtung "Hospital zum Heiligen Geist" hat es offenbar einen größeren Corona-Ausbruch gegeben: Sechzehn Bewohnerinnen und Bewohner sowie sieben Pflegekräfte seien bei einer Reihentestung positiv auf das Coronavirus getestet worden, berichtet das "Abendblatt".

Die Reihentestung wurde laut dem Bericht veranlasst, nachdem das Virus bei einer Bewohnerin festgestellt worden war. Sie war laut "Abendblatt" nach einem Sturz ins Krankenhaus eingeliefert worden, wo sie auch auf Corona getestet wurde.

Den Corona-Betroffenen gehe es den Umständen entsprechend gut, teilte der Vorsitzende des Vorstands, Frank Schubert, der Zeitung mit. Erforderliche Isolations- und Quarantänemaßnahmen seien umgehend eingeleitet worden.

Hamburg: Rund 400 Euro für Schutz in jedem Klassenraum an staatlicher Schule

18.03 Uhr: Für zusätzliche Schutzmaßnahmen angesichts der Corona-Pandemie stellt die Schulbehörde für jeden Klassenraum in einer staatlichen Schule in Hamburg rund 400 Euro zur Verfügung. Damit sollen etwa Plexiglasscheiben oder sogenannte C02-Ampeln gekauft werden können, wie aus einem Brief von Schulsenator Ties Rabe (SPD) hervorgeht, den die Schulbehörde am Samstag auf Twitter veröffentlichte.

Mit C02-Ampeln sollen demnach Lüftungszeiträume besser abgeschätzt werden können. Dies könne das regelmäßige Lüften jedoch nicht ersetzen, dies würde weiterhin die größte Sicherheit darstellen.

Das Programm hat den Angaben zufolge ein Volumen von mehr als vier Millionen Euro. Details sollen in der kommenden Woche genannt werden.

Ab Montag: Besuchsverbot in Hamburger Asklepios Kliniken

16.16 Uhr: Um Patientinnen und Patienten sowie auch die Mitarbeiter der Krankenhäuser zu schützen, gilt ab Montag ein Besuchsverbot in Hamburgs Asklepios Kliniken. Nur in Ausnahmefällen darf von diesem abgewichen werden.

Ausgenommen von dem eingeführten Besuchsverbot sind lediglich die Elternteile von neugeborenen Kindern sowie Eltern, die ihre erkrankten Kinder besuchen. Angehörige von Patienten auf den Palliativstationen dürfen ebenfalls weiterhin in die Klinik kommen. In Einzelfällen kann es nach Absprache mit der Klinik oder der Station zu zusätzlichen Ausnahmen (in Härtefällen) kommen.

Striktes Besuchsverbot gilt generell weiterhin für alle Personen, die Symptome einer akuten Atemwegsinfektion aufweisen oder kürzlich Kontakt zu einem mit dem neuen Corona-Virus Infizierten hatten.

Hamburg vor dem Teil-Lockdown: Kein erhöhter Andrang auf Schwimmbäder

15.39 Uhr: Der Hamburger Schwimmbadbetreiber Bäderland rechnet am letzten Wochenende vor dem durch Corona bedingten Teil-Lockdown mit keinem erhöhten Besucheraufkommen. Der Andrang auf die durch die Corona-Pandemie ohnehin schon stark reduzierten Kapazitäten lasse im Gegenteil in den vergangenen Tagen bereits spürbar nach, teilte Bäderland Pressesprecher Michael Dietel mit.

Die Online-Tickets für beliebte Standorte wie das Kaifu-Bad im Stadtteil Eimsbüttel seien für Sonntag zwar ausverkauft, doch dies sei aufgrund des stark limitierten Zutritts bereits während der gesamten Zeit der Pandemie immer wieder der Fall.

Wegen der Corona-Auflagen mussten die Eintrittskarten für die Bäderland-Einrichtungen in den vergangenen Wochen online und für festgelegte Zeitintervalle gekauft werden. Im Zuge des neuen Teil-Lockdowns müssen die Bäder von Montag an bis voraussichtlich Ende November komplett schließen.

Schleswig-Holstein überschreitet Inzidenzwert von 50

13.02 Uhr: Schleswig-Holstein hat die kritische Marke von 50 Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen überschritten. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab für das Bundesland einen Wert von 50,14 (Stand Samstag 0.00 Uhr) an. Am Vortag hatte dieser Wert demnach noch bei etwa 46 gelegen.

Am Freitagabend hatte die Landesregierung mit 313 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages einen neuen Höchststand vermeldet. Den Angaben zufolge haben sich seit Beginn der Pandemie somit 8027 Menschen nachweislich mit Sars-CoV-2 infiziert. Der bisherige Höchstwert lag bei 280 Corona-Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. Dieser wurde am Mittwoch gemeldet.

Zahl der Corona-Infektionen in Niedersachsen wächst weiter

12.04 Uhr: Die Zahl der gemeldeten Corona-Infektionen in Niedersachsen steigt weiter deutlich. Am Samstag meldeten die Gesundheitsämter 1467 Fälle mehr als am Vortag, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Inzwischen wurden 36 912 Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 festgestellt; 65,5 Prozent der Betroffenen gelten als genesen; 747 Menschen mit einer Corona-Infektion sind gestorben. Der landesweite Inzidenzwert liegt derzeit bei 88,6 - so viele Menschen pro 100.000 Einwohner haben sich in den vergangenen sieben Tagen angesteckt.

Ab einem Wert von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen gilt ein Landkreis als Corona-Risikogebiet. Die große Mehrheit aller Kreise und kreisfreien Städte haben die Marke inzwischen überschritten. Den höchsten Wert verzeichnete am Samstag (Stand 9 Uhr) der Landkreis Cloppenburg mit einer Inzidenz von 274,2, gefolgt vom Kreis Vechta mit 247,2 und der Stadt Delmenhorst mit 205.

396 bestätigte Neuinfektionen in Hamburg

11.47 Uhr: Die Hamburger Gesundheitsbehörde vermeldet am Samstag 396 neue Corona-Fälle. Am Vortag waren es 410 Fälle, davor 390. Die Gesamtzahl der Coronainfektionen liegt jetzt bei 13.752. Davon gelten 8900 Erkrankte als genesen. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg laut der Gesundheitsbehörde von 121,8 auf 126,9. 

In Hamburger Kliniken wurden am Freitag 163 an Covid-19 erkrankte Patienten behandelt (Vortag: 150). Auf Intensivstationen lagen 40 Menschen (Vortag: 39). Von diesen kommen 34 aus Hamburg. Die Zahl der Todesfälle liegt seit dem 2. Oktober gleichbleibend bei 241. Das RKI zählt für Hamburg 283 Tote.

Die Hamburger Gesundheitsbehörde lässt alle gestorbenen Corona-Patienten obduzieren. Das Institut für Rechtsmedizin zählt auf dieser Grundlage dann sämtliche Fälle, in denen jemand an Covid-19 gestorben ist. Das RKI zählt alle Personen, die im Zusammenhang mit einer Sars-CoV-2-Infektion gestorben sind.

Busse und Bahnen: So viele Maskenverweigerer bislang im HVV erwischt

10.05 Uhr: Rund 6000 Vertragsstrafen sind seit Ende August für Maskenverweigerer im Hamburger Verkehrsverbund (HVV) verhängt worden. Mit einer Strafe von mindestens 40 Euro müssen diejenigen rechnen, die in den Bussen, Bahnen und Fähren des HVV die Mund-Nasen-Bedeckung nicht ordnungsgemäß tragen, wie Hochbahn-Sprecherin Constanze Dinse am Freitag sagte.

Mit Stand Ende Oktober liege die Tragequote im ÖPNV der Hansestadt bei etwa 95 Prozent. „Seit Einführung der Vertragsstrafe ist die Quote relativ gleichbleibend”, berichtete Dinse. Da gegen eine Vertragsstrafe Einspruch erhoben werden kann und die Verfahren dazu meist noch laufen, ist die Angabe einer Summe für die eingenommenen Strafgelder den Angaben zufolge nur sehr schwierig.

In den Bussen, Bahnen und Fähren prüfen laut HVV täglich bis zu 750 Mitarbeiter die Einhaltung der Corona-Maßnahmen. Insgesamt seien so bisher etwa 850.000 Fahrgäste kontrolliert worden.

Niedersachsen mobilisiert Polizei für Corona-Kontrollen

9.45 Uhr: In Niedersachsen werden Polizeikräfte für die Überwachung der strengeren Corona-Regeln mobilisiert, die mit dem Teil-Lockdown von Montag an gelten. "Die Polizei wird sichtbar sein und gründlich kontrollieren - mögliche Straftaten und Ordnungswidrigkeiten werden dabei konsequent verfolgt", kündigte Innenminister Boris Pistorius (SPD) am Freitag in Hannover an. "Aktuell bereitet sich die Polizei im ganzen Land Niedersachsen darauf vor, die bereits jetzt umfangreichen und flächendeckenden Kontrollmaßnahmen noch einmal zu intensivieren."

Schwerpunkte der Kontrollen seien Orte und Einrichtungen, an denen es zuletzt regelmäßig Verstöße gegen die Corona-Verordnungen gab, sagte der Minister. Auch die Bereitschaftspolizei und Beamte etwa aus dem Ermittlungsbereich würden in die Kontrollmaßnahmen einbezogen. Erste Gaststätten in Niedersachsen wie die Dax Bierbörse in Hannover kündigten unterdessen bereits an, vor dem Teil-Lockdown am Montag noch einmal Freibier auszuschenken und ohne Sperrstunde zu öffnen. "Aus gegebenem Anlass müssen wir leider für den November schließen. Vorher lassen wir es aber noch mal so richtig krachen", hieß es auf der Homepage des Lokals.

Und das waren die Nachrichten von Freitag, 31. Oktober

Höchstwert: Schleswig-Holstein meldet 313 Neuinfektionen

20.51 Uhr: Die Zahl der neuen Corona-Fälle in Schleswig-Holstein hat sich am Freitag um 313 erhöht – so viele wie noch nie zuvor. Der bisherige Höchstwert lag bei 280 Corona-Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. Dieser wurde am Mittwoch gemeldet.

Die meisten Neuinfektionen registrierte der Landkreis Pinneberg (60). Es folgen Nordfriesland (52), Rendsburg-Eckernförde (32), Lübeck (31), Stormarn (28) und Segeberg (24). Insgesamt wurden landesweit seit Beginn der Pandemie 8.027 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. Seit gestern erlag ein Mensch in dem Bundesland dem Virus – die Zahl der Toten liegt nun bei 175. 5.500 Personen gelten inzwischen als genesen. 

Die Zahl der Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen liegt nach Angaben des RKI (Stand Freitag 0.00 Uhr) bei 46,15.

Chaos und Schlangen in Supermärkten: Hamburger hamstern wieder

19.47 Uhr: Die Rückkehr der Hamsterkäufe: Kurz vor Beginn des angekündigten „Teil-Lockdowns“ ab Montag in Hamburg reagieren viele Bürger im Supermarkt offenbar panisch. Wie im Frühjahr gab es am Freitagabend vielerorts leere Klo- und Haushaltspapier-Regale, endlose Schlangen an den Kassen und Einkaufswagen prall gefüllt mit Konserven, Mehl und Zucker.

7BD925E6-ABC3-4ABF-B273-459337A9E704

Von Toilettenpapier fehlt am Freitagabend jede Spur. So wie hier in einer Rewe-Filiale an der Max-Brauer-Allee.

Zwar ist zu berücksichtigen, dass die Geschäfte am Samstag wegen des Feiertags geschlossen haben. Dennoch: Das allein ist offenbar nicht der Grund für den Mega-Ansturm. Der plötzliche Schock über den Teil-Lockdown und die steigenden Corona-Zahlen in der Stadt scheinen viele Menschen stark verunsichert zu haben.

173 Corona-Neuinfektionen in MeckPomm – weiterer Landkreis Risikogebiet

18.06 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern sind laut Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) 173 weitere Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Damit stieg die Zahl der seit März registrierten Infektionen am Freitag auf mindestens 2791. Dies ist der bislang höchste an einem Tag gemeldete Wert. Am Donnerstag waren es noch 132 Fälle, am Mittwoch wurde der bisherige Höchstwert von 160 Fällen an einem Tag gemeldet.

Mit Vorpommern-Rügen hat laut Landesamt ein weiterer Landkreis die kritische Marke von 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen übersprungen. Das Lagus gab einen Wert von 52,5 an. Vorpommern-Greifswald und Ludwigslust-Parchim hatten die Marke von 50 bereits in dieser Woche überschritten. Der landesweite sogenannte Inzidenzwert liegt laut Lagus bei 43,4. In Vorpommern-Rügen wurden am Freitag mehr als 50 Mitarbeiter eines fleischverarbeitenden Betriebs positiv auf das Sars-CoV-2-Virus getestet.

In Mecklenburg-Vorpommern wurden seit Beginn der Corona-Pandemie 240 Covid-19-Patienten in Krankenhäusern behandelt, am Freitag kamen vier weitere hinzu. 1657 aller im Nordosten Infizierten gelten inzwischen als genesen. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit dem Virus Sars-CoV-2 starben, liegt bei 23, diese Zahl hat sich seit dem Vortag nicht erhöht.

Fegebank verteidigt Corona-Regeln: „Sind mitten in zweiter Welle“

17.39 Uhr: Hamburgs Zweite Bürgermeisterin, Katharina Fegebank (Grüne), hat den von Montag an auch in Hamburg geltenden Teil-Lockdown verteidigt. „Wir haben uns sehr eng an die Vorgaben des Ministerpräsidenten-Beschlusses gehalten, damit es uns auch wirklich gelingt, die Welle zu brechen und die Kontakte eines jedes Einzelnen auf ein Minimum zu reduzieren“, sagte Fegebank am Freitag bei der Landespressekonferenz in Hamburg. „Wir sind mitten in der zweiten Welle.“

Dabei sollten nicht die täglichen Fallzahlen beunruhigen, sondern die Dynamik des Geschehens und „dass wir auf dem besten Weg sind, dass unser Gesundheitssystem wieder in eine Überlastungssituation kommt und dass wir möglicherweise eine Überforderung unserer Intensivstationen haben“. Das gelte es nun abzuwenden und deswegen brauche es die harten Maßnahmen, unterstrich Fegebank.

Dass die Einschränkungen bitter und für viele „eine echte Zumutung“ seien, könne sie nachvollziehen. „Gemeinsamer Halloween-Umzug mit den Kindern oder das Laterne-Laufen mit anderen Erwachsenen oder anderen Kindern - das wird jetzt alles wegfallen müssen, weil wir in einer echt kritischen Lage sind.“ Hintergrund sei, dass mittlerweile nicht mehr nachvollzogen werden könne, wo einzelne Fälle auftreten, „weil sich das Virus teilweise lautlos und unbemerkt, also symptomlos, verbreitet“.

Sie hoffe deshalb, dass sich in den nächsten Wochen alle an die neuen Corona-Regeln halten, sagte die Grünen-Politikerin. „Das ist jetzt wirklich eine Aufgabe, wo wir es alle in der Hand haben, ob wir den Wellenbrecher hinkriegen oder eben nicht.“

Touristen müssen bis Montag raus aus Schleswig-Holstein

15.05 Uhr: Touristen müssen spätestens bis zum 2. November aus Schleswig-Holstein abreisen (hier geht's zum vollständigen Artikel). Für Urlauber auf den Nordsee-Inseln und Halligen gelte eine Frist bis zum 5. November wegen der Kapazitäten im Fährverkehr sowie den Autozügen, teilte die Landesregierung am Freitag in Kiel mit und verwies auf die jüngsten Bund-Länder-Beschlüsse für einen Teil-Lockdown im November.

Bürgermeister Tschentscher will „echten Lockdown“ verhindern

14.30 Uhr: Bürgermeister Peter Tschentscher erklärte mit eindringlicher Stimme, dass es im November darum gehe, „alle vermeidbaren Freizeitkontakte zu unterbinden“. Und weiter: „Wir wollen die Welle brechen und einen echten Lockdown verhindern, auch, damit wir mit weniger Beschränkungen auf das Weihnachtsfest zugehen können.“ Auf die Frage, ob es Weihnachtsmärkte in der Stadt geben werde, sagte Tschentscher: „Die Wahrscheinlichkeit für normale Weihnachtsmärkte ist sehr, sehr gering.“ Vorstellbar sei eher, dass Weihnachtsstimmung auf den Straße durch „einzelne Situationen“ hergestellt werde.

Warum Friseure – anders als im Frühjahr – diesmal geöffnet bleiben dürfen, erklärt Tschentscher so: „Der Friseurbesuch gehört zur Körperhygiene dazu. Das unterscheidet ihn von anderen körpernahen Dienstleistungen wie sie etwa in Kosmetik- der Tattoostudios erbracht werden.“

Innensenator Grote kündigt bei Regelbruch Polizeieinsätze an

14.01 Uhr: Die Eindämmung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus' ist für Innensenator Andy Grote (SPD) nur möglich, wenn sich alle auch an die Corona-Regeln halten. „Deshalb werden wir die Einhaltung kontrollieren“, sagte der Senator am Freitag bei der Landespressekonferenz in Hamburg.

Die Beamten würden dabei mit Augenmaß und im privaten Bereich sensibel vorgehen. „Die Polizei geht nicht von Tür zu Tür und klopft und überprüft die Einhaltung der Eindämmungsverordnung. Aber wenn wir einen Anlass haben, einen Hinweis, dass da irgendwo eine wilde Party stattfindet, dann stehen wir da vor der Tür und das wird dann kein so freundlicher Kontakt“, sagte Grote weiter.

Neue Regeln für Hamburger Schulen

13.30 Uhr: Schulsenator Ties Rabe (SPD) erklärt auf der Landespressekonferenz des Hamburger Senats die neuen Regeln für die Schulen: Die Maskenpflicht im Unterricht gilt nun bereits ab Klasse fünf. Ausnahmen: Auf den Schulhöfen dürfen die Masken abgenommen werden, sofern sich nur ein Jahrgang dort aufhält und 1,5 Meter Abstand eingehalten werden kann. Im Musik- und Sportunterricht können die Masken ebenfalls abgelegt werden, dann allerdings mit einem Mindestabstand von 2,50 Meter.

Dazu bekommen alle Schulen 400 Euro pro Klassenzimmer. Von dem Geld solle etwa Plexiglasscheiben vor den Pulten oder CO2-Warner bezahlt werden. Ties Rabe bezeichnet es zudem als „Geschenk“, dass Kitas und Schulen geöffnet bleiben: „Dieses Geschenk wird auch finanziert von denen, die jetzt vom Lockdown betroffen sind.“ Er hoffe, „dass die Schulen mit diesem Geschenk verantwortungsvoll umgehen.“

Tschentscher, Fegebank und Leonhardt erklären Maßnahmen 

13.17 Uhr: Auf der Landespressekonferenz des Hamburger Senats äußerte sich Bürgermeister Peter Tschentscher zu den neuen Corona-Maßnahmen in der Hansestadt: „Hamburg hat die Beschlüsse der Ministerpräsidenten-Konferenz in großer Einmütigkeit übernommen.“ Es gelte, eine Überforderung des Gesundheitssystems zu vermeiden.

Die zweite Bürgermeisterin, Katharina Fegebank (Die Grünen), appellierte an die Bevölkerung: „Wir haben es alle in der Hand, ob wir den Wellenbrecher hinkriegen.“ Eine schlechte Nachricht hatte sie für viele Kinder: „Laternelaufen und Halloween wird ausfallen müssen, auch wenn das bitter ist. Die Einschränkung von Kontakten ist nun das alleroberste Gebot.“

Sozialsenatorin Melanie Leonhardt (SPD) ging auf den neuen Höchstwert mit 410 Neuinfektionen ein. Es gäbe 150 Covid-19-Patienten in stationärer Behandlung, davon 39 auf Intensivstationen. Sie gab ein klares Ziel aus: „Wir müssen der Entwicklung nun die Spitze nehmen.“

Aktuelle Zahlen: Wieder Hunderte Neuinfektionen in Hamburg

11.59 Uhr: In Hamburg wurden seit gestern 410 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Am Vortag gab es 390 neue Fälle. Die Gesamtzahl der Coronainfektionen liegt jetzt bei 13.356. Davon gelten 8800 Erkrankte als genesen. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg laut der Gesundheitsbehörde von 119,2 auf 121,8. 

In Hamburger Kliniken wurden am Freitag 150 an Covid-19 erkrankte Patienten behandelt. Auf Intensivstationen lagen 39 Menschen. Von diesen kommen 34 aus Hamburg. Die Zahl der Todesfälle liegt seit dem 2. Oktober gleichbleibend bei 241. Das RKI zählt für Hamburg 283 Tote.

Die Hamburger Gesundheitsbehörde lässt alle gestorbenen Corona-Patienten obduzieren. Das Institut für Rechtsmedizin zählt auf dieser Grundlage dann sämtliche Fälle, in denen jemand an Covid-19 gestorben ist. Das RKI zählt alle Personen, die im Zusammenhang mit einer Sars-CoV-2-Infektion gestorben sind.

1550 Corona-Neuinfektionen in Niedersachsen

11.40 Uhr: Die Zahl der bestätigten Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist am Freitag in Niedersachsen auf den Rekordwert von 1550 Fällen gestiegen. Am Vortag waren es 1364 bestätigte Fälle. Insgesamt wurden damit 35.445 Fälle registriert. Wie das niedersächsische Gesundheitsministerium am Freitag bekanntgab, gelten inzwischen 29 von 45 Landkreisen und kreisfreien Städten in Niedersachsen als Corona-Hotspots mit über 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Am Vortag waren es noch 24. Landesweit stieg der sogenannte Inzidenzwert auf 79,5, am höchsten lag der Wert im Landkreis Cloppenburg mit 244,9.

In niedersächsischen Kliniken werden den Angaben zufolge derzeit 621 mit dem Virus infizierte Patientinnen und Patienten behandelt. Davon liegen 479 Erwachsene auf Normalstationen, 134 Erwachsene benötigen intensivmedizinische Behandlung. Auf den Intensivstationen müssen 72 Erwachsene beatmet werden. Sieben Kinder werden auf einer Normalstation behandelt, ein Kind auf einer Intensivstation.

Bislang 36 Corona-Infizierte in Seniorenwohnanlage in Großhansdorf

11.35 Uhr: In zwei Seniorenwohnanlagen in Großhansdorf im Kreis Stormarn hat es einen Corona-Ausbruch gegeben. Bis Donnerstagabend sei das Virus bei 36 Bewohnern und Mitarbeitern nachgewiesen worden, sagte ein Sprecher am Freitag. Eine 94 Jahre alte Bewohnerin ist den Angaben zufolge bislang im Zusammenhang mit dem Virus im Krankenhaus gestorben. Alle anderen Personen seien gesundheitlich stabil, niemand müsse stationär behandelt werden, heißt es auf der Internetseite des Betreibers. Am Montag sollen nach Angaben des Sprechers bei allen knapp 560 Bewohnern und 315 Mitarbeitenden PCR-Reihentests vorgenommen werden. Zuvor hatte das „Hamburger Abendblatt“ berichtet.

Covid-19-Ausbruch in fleischverarbeitendem Betrieb bei Grimmen

10.28 Uhr: In einem fleischverarbeitenden Betrieb bei Grimmen (Landkreis Vorpommern-Greifswald) sind 57 Mitarbeiter positiv auf Sars-CoV-2-Virus getestet worden. Wie der Landkreis am Freitag berichtete, konnte ein Mitarbeiter als Quelle des Ausbruchs identifiziert werden. Er war am vergangenen Wochenende aufgrund von Symptomen auf Covid-19 untersucht worden. Nach Bekanntwerden der Infektion in der Belegschaft habe Landrat Stefan Kerth (SPD) bereits am Montag eine Quarantäne-Anordnung für alle 118 Kontaktpersonen verhängt. Am Mittwoch seien dann alle Personen getestet worden.

Wie eine Sprecherin des Landkreises sagte, stammen viele der Mitarbeiter aus dem osteuropäischen Ausland. Das Gesundheitsamt habe für alle Haushaltsangehörigen der Kontaktpersonen Quarantäne ausgesprochen. Die Kinder und Jugendlichen dürften nicht mehr in die Schulen und Kitas

Corona auf UKE-Transplantationsstation – drei Mitarbeiter positiv

8.59 Uhr: Auf der Transplantationsstation des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) sind drei positive Corona-Fälle aus den Reihen der Mitarbeiter hinzu gekommen. Nachdem zuletzt drei von derzeit 23 Patienten der Station positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden waren, wurde die Viruslast auch bei den Mitarbeitern der Station und Kontaktpersonen der Patienten aus anderen UKE-Bereichen geprüft. „Bisher wurden zwei Stationsmitarbeitende aus der Pflege und eine Kontaktperson zu einem der Patienten aus einem Funktionsbereich positiv auf SARS-CoV-2 getestet“, teilte das UKE mit. Die drei betroffenen Patienten zeigten bislang nach wie vor keine Symptome, sagte eine UKE-Sprecherin am Freitag in Hamburg.

Die ersten Fälle auf der Station waren bekannt geworden, nachdem eine vor einer Woche entlassene Patientin positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Die Station ist seitdem bis auf Weiteres für Neuaufnahmen gesperrt, alle Patienten werden engmaschig überwacht.

Bereits zu Wochenbeginn hatte das UKE mindestens 14 infizierte Mitarbeiter aus verschiedenen Bereichen gemeldet. Sie sollen sich vermutlich im privaten Bereich angesteckt haben.

Kreis Pinneberg schließt nach Corona-Fällen Privatschule in Elmshorn

8.27 Uhr: Im Kreis Pinneberg ist nach mehreren positiven Corona-Tests eine Privatschule vorerst geschlossen worden. Es gebe ein diffuses Infektionsgeschehen, teilte der Kreis Pinneberg am Freitagmorgen mit. So seien unabhängig voneinander an der Leibniz-Privatschule Elmshorn fünf Menschen positiv getestet worden. Das Infektionsgeschehen sei derzeit nicht auf einzelne Klassen einzuschränken. Die rund 150 Lehrer der Einrichtung sollen am Samstag auf das Coronavirus getestet werden. Bis das Testergebnis – vermutlich am Montagnachmittag – vorliegt, bleibt die Schule den Angaben zufolge geschlossen.

Hamburger Senat berät über Umsetzung der neuen Corona-Beschränkungen

7.32 Uhr: Hamburgs rot-grüner Senat berät am Freitag (11 Uhr) in einer Sondersitzung über die konkrete Umsetzung der von Bund und Ländern vereinbarten harten Corona-Auflagen. So sollen von Montag an bis Ende des Monats alle Restaurants und Kneipen wieder schließen, genauso wie Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo- und Fitnessstudios und Kinos. Veranstaltungen werden gestrichen und Zuschauer in der Bundesliga wieder verboten. Offen bleiben sollen dagegen Schulen, Kindergärten, der Groß- und Einzelhandel und Friseurläden. Im Anschluss an die Sondersitzung wollen Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) und die zuständigen Senatoren nach Angaben der Pressestelle voraussichtlich gegen 13 Uhr die Öffentlichkeit informieren.

Das bei einer Videokonferenz von den Ministerpräsidenten der Länder und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch verabredete Kontaktverbot steht in Hamburg nicht mehr zur Debatte. Es gilt in der Hansestadt bereits seit Anfang der Woche. Danach dürfen sich im privaten Bereich, auf der Straße und in der Gastronomie nur noch maximal zehn Menschen aus zwei Haushalten treffen. Ausnahmen bei der Zahl der Haushalte gibt es nur für sogenannte Patchworkfamilien und für Kinder unter zwölf Jahren.

Das waren die Corona-News vom 29. Oktober

Miniatur Wunderland: „Wir unterstützen die Corona-Maßnahmen zu 100 Prozent“

21.30 Uhr: Die Betreiber des Miniatur Wunderlands in Hamburg unterstützen nach eigener Aussage die neuen Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie zu 100 Prozent. Sie hätten in ihren Kalkulationen ohnehin immer damit gerechnet, dass es weitere Maßnahmen oder einen Lockdown gebe, sagte Geschäftsführer Frederik Braun der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag. Das Miniatur Wunderland beträfen die Maßnahmen massiv, da es am Montag für vier Wochen schließen müsse. Aber die Politik habe „zu 100 Prozent richtig entschieden“.

Er sei ein absoluter Befürworter der Maßnahmen im Kampf gegen Corona. „Finanziell ist es doof, aber wir finden es großartig, dass die Regierung hilft.“
Das Miniatur Wunderland mit seiner riesigen Modelleisenbahn gehört zu den größten Publikumsmagneten in Hamburg. Seit der Wiedereröffnung im Mai konnten wegen der Corona-Abstandsregeln nur ein Viertel der Besucher wie sonst üblich die Modelleisenbahn besichtigen. In den Sommerferien 2019 waren es etwa an Spitzentagen rund 6000 Besucher am Tag. 

Schleswig-Holstein meldet 215 Neuinfektionen

21.24 Uhr: Die Zahl der neuen Corona-Fälle in Schleswig-Holstein hat sich am Donnerstag um 215 erhöht, am Mittwoch waren es 280 gewesen. Die meisten Neuinfektionen registrierte der Landkreis Pinneberg (36). Es folgen Nordfriesland (32), Segeberg (26), Herzogtum Lauenburg (24) und Stormarn (17). Seit gestern erlagen vier Menschen in dem Bundesland dem Virus.

132 Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern

19.40 Uhr: Nach den 148 gemeldeten Neuinfektionen am Mittwoch hat Mecklenburg-Vorpommern am Donnerstag 132 neue Corona-Fälle registriert. Insgesamt gibt es in dem Bundesland bislang 2618 Fälle.

Hamburger Tourismusverband bezeichnet neuen Lockdown als „Katastrophe”

19.30 Uhr: „Der Lockdown Light ist für die Tourismuswirtschaft definitiv kein Lockdown Light sondern mehr eine Katastrophe“, sagte der Vorsitzende des Tourismusverbandes Hamburg, Wolfgang Raike am Donnerstag. In einer Erklärung des Verbands betonte Raike, die Maßnahmen seien aus gesundheitlichen Gründen unabwendbar, aber für den Tourismus hart. Es werde jetzt darauf angekommen, dass die zugesagten finanziellen Hilfen der Bundesregierung sehr schnell und unbürokratisch ausgezahlt würden. „Davon ist das Überleben vieler Betriebe im Tourismus abhängig. Viele sind auch jetzt schon am wirtschaftlichen Limit und werden sonst die nächsten Wochen nicht überstehen.“ 

Chef des Zeise-Kinos: Kino ist „nicht gesundheitsgefährdend“

18.07 Uhr: Zeise-Geschäftsführer Matthias Elwardt kann die Entscheidung für die erneute Schließung der Kinos nicht nachvollziehen. „Das bedeutet die zweite Schließung des sichersten Kulturortes der Welt“, sagte er am Donnerstag. „Kino ist durch seine Lüftungs- und Hygienekonzepte sicher.“ Allein die Luft im Kinosaal werde fünf- bis zehnmal in der Stunde ausgetauscht. Seines Wissens nach gebe es weltweit keinen einzigen bekannten Infektionsfall in einem Kino. Kinos seien nicht gesundheitsgefährdend, auch „wenn das gerade durch die Politik suggeriert wird“.

Wirtschaftliche Alternativen gebe es für die Kinos nicht. Die Erstattung von 70 oder 75 Prozent des Umsatzes im Vorjahresmonat helfe natürlich. „Sie helfen aber nicht bei einem halben Jahr Anlaufschwierigkeiten.“ Und so lange werde es wohl dauern, bis sich wieder ausreichend Zuschauer in die Kinos trauten. 

Dänemark: Reisebeschränkung gilt jetzt auch für Schleswig-Holstein

17.10 Uhr: Dänemark weitet seine Reisebeschränkungen nun auch auf Schleswig-Holstein aus. Das ging am Donnerstagnachmittag aus dem wöchentlich aktualisierten Reisemaßgaben des dänischen Außenministeriums hervor. Die Maßnahme bedeutet, dass den Dänen ab Samstag auch von nicht notwendigen Reisen nach Schleswig-Holstein abgeraten wird. Einwohner Schleswig-Holsteins können weiter nach Dänemark einreisen, müssen dafür aber einen triftigen Einreisegrund oder einen negativen Corona-Test vorweisen, der nicht älter als 72 Stunden sein darf.

Da die Arbeit als Einreisegrund gilt, werden Grenzpendler weiter ins Land gelassen. Grund für den Schritt ist, dass Schleswig-Holsteins Zahl der Corona-Neuinfektionen den dänischen Grenzwert von 30 wöchentlichen Infektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 14 Tagen überschritten hat. Dieser Wert liegt laut dänischen Angaben bei 31,1. Damit gilt nun ganz Deutschland als sogenanntes Quarantäneland.

Hamburger Verwaltungsgericht hebt Sperrstunde in Hamburg auf – für drei Betriebe

16.17 Uhr: Das Hamburger Verwaltungsgericht hat die Sperrstunde in der Gastronomie ab 23 Uhr für unrechtmäßig erklärt – allerdings nur für drei Betriebe. Die Betreiberin der drei Gaststätten hatte Klage eingereicht, dieser wurde stattgegeben. Mehr Informationen erhalten Sie hier.

Schulleiter: Maske im Unterricht ab nächster Woche auch in Hamburg

15.20 Uhr: In Hamburg müssen ab der nächsten Woche auch jüngere Schüler ab der fünften Klasse einen Mundschutz im Unterricht tragen. Eine entsprechende Information hat die Schulbehörde bereits an die Schulen verschickt, wie ein Schulleiter der MOPO bestätigte. Eine offizielle Verkündung erfolgt voraussichtlich erst am Freitag, wenn der Senat es beschlossen hat. Derzeit müssen in Hamburg nur Schüler der Oberstufen und Berufsschulen Mundschutz im Unterricht tragen. Auf Fluren, im Treppenhaus und auf dem Pausenhof gilt die Maskenpflicht bereits seit Wochen für alle Schüler der weiterführenden Schulen.

Touristen in Niedersachsen müssen Aufenthalt nicht abbrechen

14.55 Uhr: Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat angekündigt, dass Hotelgäste ihren Urlaub trotz der ab Montag geltenden Corona-Regeln nicht abbrechen müssen. „Die Gäste, die da sind, die können ihren Aufenthalt auch zu Ende haben“, antwortete Weil am Donnerstag beim Radiosender „ffn“ auf die Frage einer Hotelbetreiberin auf der Insel Norderney.

Dem Beschluss aus der Konferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Regierungschefs der Länder zufolge sollen ab Montag Übernachtungsangebote nur noch für notwendige und ausdrücklich nicht touristische Zwecke zur Verfügung gestellt werden. Das hatte für Unsicherheiten gesorgt, ob Urlauber die Ostfriesischen Inseln vorzeitig verlassen müssen, wie das beim Lockdown im März der Fall gewesen war.

Sport vor Einschränkungen – scharfe Kritik in Hamburg

14.20 Uhr: Vertreter des Breiten- und Amateursports in Deutschland haben mit zum Teil scharfer Kritik auf die bevorstehenden Corona-Beschränkungen reagiert. Der Präsident des Hamburger Fußball-Verbandes kritisierte, es sei „schwer vermittelbar, dass Kinder und Jugendliche in der Schule zusammensitzen und dann draußen an frischer Luft keinen Sport zusammen treiben dürfen.” Auch der Amateursport werde seinen Beitrag zur Eindämmung der Pandemie leisten müssen, der Sport auf dem Platz sei aber „nicht Treiber der Infektionen”, sagte Dirk Fischer.

Bund und Länder hatten sich bei dem Corona-Krisengespräch am Mittwoch auf vorübergehende massive Beschränkungen des öffentlichen Lebens ähnlich wie im Frühjahr verständigt. Der Amateursport soll demnach ab 2. November bis zum Monatsende komplett ruhen.

Trotz Corona: Zahl der Arbeitslosen in Hamburg sinkt

12.55 Uhr: Die Zahl der Arbeitslosen in Hamburg ist im Oktober trotz der Corona-Pandemie leicht gesunken. „In diesem Monat zählen wir insgesamt 84 131 Arbeitslose, ein Rückgang zum Vormonat um 1460 oder 1,7 Prozent“, erklärte der Chef der Hamburger Agentur für Arbeit, Sönke Fock, am Donnerstag. Im Vergleich zum Vorjahresmonat liege die Zahl der Arbeitslosen jedoch um 19.754 oder 30,7 Prozent über dem aktuellen Wert. Die Arbeitslosenquote sank den Angaben zufolge von September zu Oktober um 0,1 Punkte auf 7,9 Prozent, liegt aber 1,8 Punkte über der Arbeitslosenquote vom Oktober 2019.

Aktuelle Zahlen: Wieder Hunderte Neuinfektionen in Hamburg

11.51 Uhr: In Hamburg wurden seit gestern 390 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Am Vortag gab es 404 neue Fälle. Die Gesamtzahl der Coronainfektionen liegt jetzt bei 12.946. Davon gelten 8700 Erkrankte als Genesen. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg von 113,2 auf 119,2. Laut RKI liegt die Inzidenz für Hamburg bei 92,5.

In Hamburger Kliniken wurden am Donnerstag 148 an Covid-19 erkrankte Patienten behandelt. Auf Intensivstationen lagen 36 Menschen. Von diesen kommen 31 aus Hamburg. Die Zahl der Todesfälle liegt seit dem 2. Oktober gleichbleibend bei 241. Das RKI zählt für Hamburg 283 Tote.

Die Hamburger Gesundheitsbehörde lässt alle gestorbenen Corona-Patienten obduzieren. Das Institut für Rechtsmedizin zählt auf dieser Grundlage dann sämtliche Fälle, in denen jemand an Covid-19 gestorben ist. Das RKI zählt alle Personen, die im Zusammenhang mit einer Sars-CoV-2-Infektion gestorben sind.

Neuer Rekord: 1266 Neuinfektionen und sechs Tote in Niedersachsen

10.40 Uhr: In Niedersachsen nehmen die Neuinfektionen weiter rasant zu: Nach 1059 Registrierungen am Mittwoch meldete das Bundesland am Donnerstag 1266 neue Fälle – neuer Höchststand. 23.198 Menschen (+465) gelten als genesen. Die Zahl der Toten steigt um sechs weitere Fälle auf 741.

Die 7-Tagesinzidenz pro 100.000 Einwohner liegt in Niedersachsen derzeit bei 71,8. Mittlerweile 24 Landkreise und kreisfreie Städte haben Inzidenzwerte von über 50 und gelten als Hotspot. In Cloppenburg liegt dieser Wert sogar bei 224,4, gefolgt von Delmenhorst mit 221,8 und Vechta mit 218,5.

Hamburger Virologe Schmidt-Chanasit ist nicht überzeugt vom Teil-Lockdown 

8.52 Uhr: Der Hamburger Virologe Jonas Schmidt-Chanasit findet den beschlossenen Teil-Lockdown im November in mancher Hinsicht überzogen. Er und einige seiner Kollegen seien nicht gegen alle Maßnahmen, „aber bei bestimmten Maßnahmen stellt sich einfach die Frage der Verhältnismäßigkeit und ob sie auch zielgerichtet sind und das bezwecken, was wir eigentlich erreichen wollen - also eine Stabilisierung der Lage“, sagte der Virologe vom Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin am Mittwochabend in den ARD-„Tagesthemen“. 

So sei beispielsweise die Schließung der Hamburger Elbphilharmonie, deren Hygienekonzept er gut kenne, nicht zielführend. „Es ist aus meiner Sicht, aus virologischer Sicht, nahezu unvorstellbar, dass dort massenhaft Infektionen aufgetreten sind. Insofern stellt sich hier die Frage der Verhältnismäßigkeit, ob man so eine Einrichtung wirklich schließen sollte, wo eben Infektionen mit aller Wahrscheinlichkeit nicht aufgetreten sind.“ 

Der Virologe mahnte mit Blick auf die mittlerweile mangelnde Nachvollziehbarkeit der Infektionsketten vor Spekulationen. „Wir dürfen nicht spekulieren, dass diese Maßnahmen in Bereichen notwendig sind, wo wir gute Hygienekonzepte haben. Also spekulieren, dass dort massenhaft Infektionen aufgetreten sind.“ Stattdessen sollte auf Basis der Daten zielgerichtet gehandelt werden. Den richtigen Weg aus der Corona-Krise kenne derzeit keiner, „es gibt hier keine Blaupause“. Dennoch sei es wichtig, nun ein langfristiges Konzept zu entwickeln. Zudem müssten die Zielgruppen noch besser erreicht werden, bei denen die Infektionen stattgefunden haben. „Da kommen wir mit Verboten auch nicht weiter, das muss ganz klar sein.“

Intensivmedizin-Chef am UKE: Corona-Lage „absolut besorgniserregend“

7.10 Uhr: Die starke Zunahme der Corona-Infektionen ist nach Ansicht des Leiters der Intensivmedizin am UKE, Stefan Kluge (52), „absolut besorgniserregend“. „Wir müssen diesen Trend stoppen, die Politik muss handeln“, sagte der Klinikdirektor mit Blick auf die neuen Kontaktbeschränkungen. „Uns bleibt keine andere Wahl.“ Kluge warnte vor einer Überlastung der Krankenhäuser und Intensivstationen. In Berlin, Bayern und Nordrhein-Westfalen seien einige Kliniken schon gut mit Covid-19-Patienten belegt, andere Erkrankte würden bereits verdrängt. Eine Reihe von Krankenhaus-Mitarbeitern habe sich infiziert.

Ein Blick auf die derzeit nur langsam steigende Zahl der Todesopfer tauge nicht zur Einschätzung der aktuellen Lage. „Wir müssen auf die Zahl der Intensivpatienten gucken. Dann wissen wir, wohin die Reise geht“, sagte Kluge, der Facharzt für Innere Medizin und Lungenheilkunde ist. Derzeit gehe die Kurve steil nach oben. Es dauere im Schnitt zehn Tage, bis Patienten mit Symptomen auf die Intensivstation verlegt werden müssten. Die Aufenthaltsdauer auf der Intensivstation bei beatmeten Patienten beträgt nach Angaben von Kluge zwei bis drei Wochen, Todesfälle träten meistens erst im Verlauf auf. Das bedeute, dass sich die Zahl der Neuinfektionen erst mit einer Verzögerung von drei bis vier Wochen auf die Zahl der Todesfälle auswirke.

Von den Infizierten müssten etwa fünf Prozent im Krankenhaus behandelt werden, zwei Prozent auf der Intensivstation. Über 70-Jährige hätten ein Todesrisiko von über 50 Prozent. Das Durchschnittsalter der Verstorbenen in Deutschland liegt laut Kluge bei 79 Jahren.

Man könne vorhersehen, wie sich die Pandemie in den nächsten zwei bis drei Wochen entwickeln werde. „Darüber hinaus ist alles Kaffeesatzleserei.“ Wie die Lage im Dezember und Januar aussehen werde, lasse sich nicht seriös sagen. „Es hängt extrem davon ab, was die Politik entscheidet und wie sich die Menschen jetzt verhalten“, betonte der Leiter der Intensivmedizin am UKE.

Erster Landkreis in MV über kritischer Marke

6.26 Uhr: Die Corona-Zahlen stiegen in den vergangenen Tagen und Wochen auch im Nordosten deutlich an. Am Mittwoch erreichte der Landkreis Vorpommern-Greifswald als erster Kreis in Mecklenburg-Vorpommern die kritische Marke von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen.

Wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte, liegt der genaue Wert bei 52,8. Die sogenannte Corona-Ampel ist damit auf Rot gesprungen.

Als Konsequenz der jüngsten Entwicklung treten schon an diesem Donnerstag in Vorpommern-Greifswald deutlich schärfe Corona-Einschränkungen in Kraft. Das sieht eine Allgemeinverfügung vor, die der Landkreis veröffentlichte.

So dürfen sich nur noch maximal zehn Leute in Gaststätten und auch privat treffen. Im Freien dürfen diese zehn nur aus zwei Hausständen stammen. Dies gilt nach den Bund-Länder-Beratungen ohnehin bundesweit – jedoch erst von Montag an. Landrat Michael Sack (CDU) bat die Bewohner darum, „alles dafür zu tun, dass wir die Lage gemeinsam in den Griff bekommen“.

Auch in ganz Mecklenburg-Vorpommern wurde am Mittwoch laut Lagus mit 160 Neuinfektionen eine neue Höchstmarke erreicht. Die Gesamtzahl der registrierten Ansteckungen stieg damit auf 2486.

Das waren die News vom Mittwoch, 28.10.

Höchstwert: 280 Corona-Neuinfektionen in Schleswig-Holstein gemeldet 

23.31 Uhr: In Schleswig-Holstein sind am Mittwochabend 280 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden - so viele wie noch nie. Wie die Regierung am Abend veröffentlichte, haben sich seit Beginn der Pandemie somit 7499 Menschen nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt. 

Erst am Morgen hatte die Landesregierung mit 278 registrierten Fällen innerhalb von 24 Stunden vom Vortag einen Höchstwert bekannt gegeben. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg um 3 auf 170. Im Krankenhaus werden derzeit 76 Covid-19-Patienten behandelt. Rund 5400 Menschen in Schleswig-Holstein gelten nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) als genesen. 

Die Zahl der Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen liegt nach Angaben des RKI (Stand Mittwoch 0.00 Uhr) bei 41,8.

148 Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern

17.07 Uhr: Am Mittwoch sind in Mecklenburg-Vorpommern 148 neue Corona-Fälle gemeldet worden. Insgesamt wurden seit Beginn der Pandemie im Land 2.486 Infektionen registriert. Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LaGuS) hatte zunächst 160 Neuinfektionen gemeldet. Allerdings wurden dabei 12 Fälle berücksichtigt, die bereits am Dienstag nach einer Datenpanne durch die lokalen Gesundheitsämter nachgemeldet wurden. Damit waren es 130 neue Fälle am Vortag. Laut Robert Koch-Institut gelten 1.565 (+57) als genesen. Die Zahl der Todesfälle liegt weiterhin bei 22.

Regierungserklärung von Tschentscher für Hamburg

13.53 Uhr: Tschentscher ist sich sicher, dass Deutschland mit der nötigen Disziplin auch durch die zweite Welle der Pandemie gut hindurch kommen werde. Dabei spricht er mit ernster und dynamischer Stimme. „Wir tragen alle gemeinsam die Verantwortung, dass Hamburg gut durch die Krise kommt“, sagt Tschentscher zum Schluss. Aus der Sitzung der Bürgerschaft verabschiedet Tschentscher sich vorzeitig, um an den Gesprächen der Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten teilzunehmen. Alle weiteren neuen Informationen und Regelungen werden von Sozialsenatorin Melanie Leonhard im Laufe der Sitzung bekanntgegeben. Worum es sich beim Gipfel mit Merkel & Co. drehen wird, können Sie HIER nachlesen.

13.52 Uhr: Im nächsten Abschnitt seiner Erklärung lobt Tschentscher die Arbeit im UKE und berichtet über den Stand der Suche nach einem Impfstoff.

13.48 Uhr: Tschentscher will sich beim Gipfel, der parallel mit Kanzlerin Angela Merkel und den anderen Länderchefs stattfindet, dafür einsetzen, dass die Schulen, Spielplätze und Kitas geöffnet bleiben.Zusätzlich sollen in Hamburg künftig Schnelltests eingesetzt werden, um vor allem Bewohner und Angestellte von Alten- und Pflegeheimen zu schützen. Mit Schnelltests will die Stadt zudem die Verbreitung von Infektionen besser kontrollieren und die Labore zu entlasten.

13.44 Uhr: Der SPD-Bürgermeister sagt, dass sich Hamburg bisher gut in der Krise behauptet habe, aber auch hier die Zahlen stark ansteigen würden. Die Kontaktnachverfolgung sei eine sehr schwere Aufgabe, so Tschentscher. Er appelliert an alle Hamburger: „Wir müssen unsere lieb gewonnenen Gewohnheiten in Frage stellen. Und unser privates Leben stark einschränken. Es ist nicht die Zeit zu feiern. Wir werden die Menschen in ihrer Freizeit, im Privatleben und in der Gastronomie jetzt noch weiter einschränken.” Aber Kitas und Schulen würden weiterhin offen bleiben. Weil sie kaum gefährdet sind und weniger zum Infektionsgeschehen beitragen. Seine klare Botschaft: Hamburger, haltet euch an die Regeln, helft mit, damit die Pandemie wieder unter Kontrolle gebracht werden kann.

13.41 Uhr: Tschentscher berichtet zu Beginn seiner Erklärung über die dramatischen Zustände in Europa. Auch in Deutschland drohe eine Situation, wie sie beispielsweise in Marseille oder Prag existiert. Er mahnt an, dass wir dringend unsere Kontakte reduzieren müssen. „Wir müssen uns konsequent an die Regeln halten, auf die es ankommt!“, so Tschentscher und meint damit die AHA-Regeln. „Es kommt auf das Verhalten jedes Hamburgers an.“

13.30 Uhr: Gleich wird es von Bürgermeister Peter Tschentscher eine Regierungserklärung zu Beginn der heutigen Bürgerschaftssitzung geben. Hier gibt es dann live alle Infos. 

Über 1000 Neuinfektionen in Niedersachsen

12.21 Uhr: Auch in Niedersachsen haben die Neuinfektionen rasant zugenommen: Nach 733 Registrierungen am Dienstag meldete das Bundesland am Mittwoch 1059 neue Fälle – neuer Höchststand. Braunschweig, Emden und der Landkreis Hameln-Pyrmont haben nun einen Inzidenzwert von über 50 und gelten als Hotspot.

Sprunghafter Anstieg der Corona-Neuinfektionen in Hamburg

12.01 Uhr: Nach 300 gemeldeten Neuinfektionen am Dienstag ist die Zahl der neuregistrierten Corona-Fälle in Hamburg am Mittwoch sprunghaft auf 404 Fälle gestiegen. Der Inzidenzwert stieg von 102,5 auf 113,2. In der Hansestadt gibt es damit insgesamt 12.556 gemeldete Corona-Fälle, etwa 8500 gelten als geheilt. 149 Menschen liegen in Krankenhäusern, davon 34 auf der Intensivstation. Die Zahl der Todesfälle liegt weiterhin bei 241.

Maskenpflicht für Grundschüler in Schleswig-Holstein in manchen Regionen

10.25 Uhr: Seit heute müssen auch Grundschüler in Lübeck und in den Kreisen Pinneberg und Stormarn eine Maske im Unterricht tragen. Im Kreis Segeberg müssen Grundschüler von morgen an eine Maske auch in den Unterrichtsräumen aufsetzen. Die entsprechende Allgemeinverfügung werde derzeit erarbeitet, sagte eine Kreissprecherin laut NDR.

Schule im Norden: 93 Schüler und elf Lehrer in Quarantäne

8.45 Uhr: Nach dem positiven Covid-19-Befund bei einem Schulkind der 6. Klasse hat der Landkreis Nordwestmecklenburg für 93 Kinder und 11 Lehrkräfte einer Schule in Wismar Quarantäne angeordnet. Entsprechend dem vom Land vorgegebenen Plan sind davon alle Kinder der Klassenstufen 5 und 6 betroffen, teilte der Landkreis am Dienstag mit. Für die restlichen Klassenstufen könne der Unterricht weitergehen.

Wie üblich sollen zwei Runden Abstrichtests bei den Betroffenen mit einem Abstand von einigen Tagen erfolgen, deren Ergebnisse über das weitere Vorgehen entscheiden. Die ersten Abstriche sollen am Freitag in der Schule erfolgen.

Das waren die News vom Dienstag

Vor Bund-Länder-Konferenz: Hamburgs Finanzsenator mit deutlichem Appell

20.54 Uhr: Am Mittwoch will Kanzlerin Angela Merkel (CDU) gemeinsam mit den Ministerpräsidenten über weitere Corona-Maßnahmen beraten. Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) appellierte im Vorfeld für passende Hilfsangebote. „Wenn man ganze Branchen mit Maßnahmen belegt in den kommenden Wochen, soll der Bund bitte Regelungen, was die Hilfsmaßnahmen angeht gleich mitbeschließen“, so Dressel am Dienstag in der Landespressekonferenz. „Von der Bundesüberbrückungshilfe sind bisher insgesamt 1,2 Milliarden bewilligt wurden – von 25 Milliarden“, so der Finanzsenator.

Hamburger Corona-Schutzschirm wird fortgesetzt

19.47 Uhr: Drei Milliarden Euro nimmt die Stadt an Corona-Notkrediten auf, damit der Coronaschutzschirm auch im Jahr 2021 und 2022 noch aufgespannt bleiben kann. „Unsere Kreditprogramme enden nicht am 31.12., hier sind wir schon mit der IFB (Hamburgische Investitions- und Förderbank) im Gespräch“, sagte Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) in der Landespressekonferenz am Dienstag.

Bewährte Maßnahmen wie der Hamburger Wirtschaftsstabilisierungsfonds sollen fortgesetzt werden und beschlossene Maßnahmen des Bundes wie die Bundes-Überbrückungshilfe für Hamburg angepasst. Mit dem Corona Recovery Fonds sollen besonders kleine Mittelständler und Start-ups unterstützen soll. Zusätzlich soll es ab dem 1. Quartal 2021 einen Hamburger Digitalbonus geben, um die Coronakrise für einen Digitalisierungsschub zu nutzen.

Corona-Pandemie greift in Mecklenburg-Vorpommern weiter um sich

18.55 Uhr: Die Zahl der registrierten Infektionen mit dem Sars-CoV-2-Virus ist in Mecklenburg-Vorpommern innerhalb eines Tages um mindestens 118 auf nunmehr 2328 gestiegen. Schon am Freitag vergangener Woche war ein Tageswert von 118 erreicht worden. Die Sieben-Tage-Inzidenz, die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen, liegt nun landesweit bei 31,2, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) am Dienstag in Rostock mitteilte.

Nachdem das Landesamt seine Zahlen veröffentlicht hatte, kamen die Stadt Schwerin und der Landkreis Ludwigslust-Parchim noch mit Nachmeldungen, die jedoch nicht mehr in die landesweite Statistik Eingang fanden.

Diese Stadt im Norden ist fast weißer Fleck in der Corona-Pandemie

17.14 Uhr: Während die Corona-Infektionenszahlen bundesweit in den meisten Kommunen explodieren, bleiben sie im südniedersächsischen Landkreis Holzminden verschwindend gering. „Hauptsächlich liegt das daran, dass die Disziplin der Bürger groß ist“, sagte Landrat Michael Schünemann (parteilos) am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. „Es ist auch überschaubarer.“

Mit nur rund 70.000 Einwohnern gehört der Landkreis Holzminden zu den bevölkerungsärmsten bundesweit. Möglicherweise sei die soziale Kontrolle auf dem Land größer – man schaue, was die Nachbarn machen, erklärte Schünemann. Zudem sei das Gesundheitsamt seit dem Frühjahr viel unterwegs und berate. „Wenn, dann hatten wir nur Einzelfälle, die wir gleich isolieren konnten.“

Seit Beginn der Pandemie verzeichnete der Landkreis Holzminden nach Daten des Landesgesundheitsamtes insgesamt 147 Corona-Fälle. Die Sieben-Tages-Inzidenz lag am Dienstag bei 4,3 – und gehört damit bundesweit zu den niedrigsten Werten.

Hamburg: Neue Fördertöpfe für die Kultur

16.44 Uhr: Hamburgs Kultursenator Carsten Brosda (SPD) stellte am Dienstag weitere Fördertöpfe zur Unterstützung der Kultur vor. Für einen Gagenfond für Musikerinnen und Musiker sind 0,5 Millionen vorgesehen, weiterhin wird es eine Literaturförderung für kleine Verlage und Buchhandlungen geben (0,2 Millionen) und einen Ausfallfonds für die Film- und TV-Wirtschaft (5,2 Millionen).

Bestehende Fördertöpfe würden außerdem je nach Bedarf aufgestockt. In der Planung sind außerdem weitere Unterstützungen für die Musikwirtschaft, eine Förderung für Indoor-Konzerte sowie Programme für die Bildende Kunst und Kreativwirtschaft.

Weihnachtsmärkte in Hamburg: Absage immer wahrscheinlicher

16.01 Uhr: Muss nach dem Hamburger Winterdom jetzt auch der Weihnachtsmarkt abgesagt werden? Wirtschaftssenator Michael Westhagemann (parteilos) hält eine Absage der Weihnachtsmärkte in der Hansestadt für möglich. „Ehrlicherweise muss man im Moment sagen, bei dem Infektionsverlauf, den wir haben, werden wir vielleicht auch darum nicht umhinkommen“, sagte Westhagemann auf der Landespressekonferenz. Der Senat schaue sich die Entwicklung der Infektionen an, beachte aber auch das Vorgehen anderer Städte. Der Christkindlesmarkt in Nürnberg und die Weihnachtsmärkte in Lübeck seien bereits abgesagt worden.

Am Freitag werde der Senat wieder zu einer Sondersitzung zusammenkommen. Dabei werde es um die Beschlüsse der für Mittwoch geplanten Videokonferenz der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel gehen, aber auch um die Weihnachtsmärkte.

Hamburgs Kultursenator: „In der Elphi sind Sie sicherer als zuhause“

15.33 Uhr: Hamburgs Kultursenator Carsten Brosda (SPD) am Dienstag in Hamburg über den Schutz vor einer Corona-Ansteckung in den mit Hygienekonzepten ausgestatteten Konzert- und Opernhäusern der Stadt. „Man müsste fast sagen, wenn man sich die Ansteckungszahlen ansieht, gehen Sie in die Oper oder gehen Sie in die Elbphilharmonie, da sind Sie sicherer als zuhause“, sagte er.

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident kündigt harte Kontaktbeschränkungen an

13.24 Uhr: Angesichts der rasant steigenden Corona-Zahlen will Schleswig-Holstein generell harte Kontaktbeschränkungen ergreifen. Die Zahl 10 werde die Obergrenze für alle Bereiche auch im Freien in den nächsten drei Wochen sein, sagte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) am Dienstag in Kiel. Dies gelte auch für den Sport, so dass maximal 10 Personen in getrennten Kohorten noch trainieren dürfen. Der Spielbetrieb im Amateurfußball müsse pausieren. Diese Maßnahmen sollen am Freitag in einer Landesverordnung beschlossen werden.

Die Kontaktbeschränkungen würden unabhängig von den Ergebnissen gelten, die am Mittwoch bei der Video-Schalte der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) beschlossen werden, betonte Günther. Zugleich kündigte er an, dass die Maskenpflicht im Schulunterricht ab Klasse 5 um drei Wochen verlängert wird. Sie war nach den Herbstferien am 19. Oktober in Schleswig-Holstein zunächst für 14 Tage eingeführt werden.

Zudem wird die Maskenpflicht auch auf die Grundschulen, also die Klassen 1 bis 4 ausgeweitet. Dies gelte aber nur in Regionen, in denen der Inzidenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen überschritten werde, erläuterte der Regierungschef. In Schleswig-Holstein sollen Veranstaltungen in den nächsten drei Wochen maximal mit 100 Personen stattfinden dürfen.

Schleswig-Holstein habe rechnerisch noch etwa zwölf Tage Vorsprung vor der durchschnittlichen Corona-Entwicklung in ganz Deutschland, sagte Günther. Man wolle verhindern, in zwölf Tagen so schwierig dazustehen wie andere Bundesländer. Es gelte, Schulen und Kitas offenzuhalten.

Neue Corona-Zahlen: Inzidenzwert in Hamburg jetzt über 100, Zahl der Klinik-Patienten steigt

11.58 Uhr: In Hamburg wurden seit gestern 300 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Am Vortag gab es 339 neue Fälle. Die Gesamtzahl der Coronainfektionen liegt jetzt bei 12.152. Davon gelten 8500 Erkrankte als Genesen.

Die Sieben-Tage-Inzidenz hat den Wert von 100 überschritten, sie liegt jetzt bei 102,5.

In Hamburger Kliniken wurden am Montag 140 an Covid-19 erkrankte Patienten behandelt, 35 mehr als vor dem Wochenende. Auf Intensivstationen lagen wie schon zuvor 30 Menschen. Von diesen kommen 24 aus Hamburg.

Die Zahl der Todesfälle liegt seit dem 2. Oktober gleichbleibend bei 241.Das RKI zählt für Hamburg seit vergangenem Donnerstag 283 Tote.

Die Hamburger Gesundheitsbehörde lässt alle gestorbenen Corona-Patienten obduzieren. Das Institut für Rechtsmedizin zählt auf dieser Grundlage dann sämtliche Fälle, in denen jemand an Covid-19 gestorben ist. Das RKI zählt alle Personen, die im Zusammenhang mit einer Sars-CoV-2-Infektion gestorben sind.

MeckPomm: Kita nach Corona-Fall geschlossen

10.11 Uhr: Wegen eines Corona-Falls in einer Kita in Herrnburg (Landkreis Nordwestmecklenburg) müssen 60 Kinder und neun Erzieher in Quarantäne. Wie der Landkreis am Dienstag mitteilte, soll die Quarantäne bis mindestens kommende Woche Mittwoch dauern.

Das infizierte Kind war demnach zuletzt am vergangenen Donnerstag in der Kita. Bei der Übermittlung des Ergebnisses gab es den Angaben zufolge zunächst Kommunikationsprobleme, da der Test in einem Labor im angrenzenden Lübeck genommen worden war, nicht im Landkreis selbst.

Erneut deutlicher Anstieg der Infektionszahlen in Niedersachsen

9.52 Uhr: In Niedersachsen sind am Dienstag 733 neue Corona-Fälle registriert worden, am Vortag waren es 495. Damit stieg die Gesamtzahl seit Beginn der Pandemie gemeldeten Infektionen auf 31.570. Davon gelten 22.308 Menschen inzwischen als genesen.

Die 7-Tagesinzidenz pro 100.000 Einwohner liegt in Niedersachsen derzeit bei 60,7.

In mehreren Landkreisen und kreisfreien Städten gibt es Inzidenzwerte von über 100: In Cloppenburg liegt die 7-Tage-Inzidenz bei 210,3, in Delmenhorst bei 232,1, im Kreis Grafschaft Bentheim bei 134,1, in Hldesheim bei 111,3, in Oldenburg bei 110,0, in Vechta bei 193 und in Verden bei 116,7.

Corona hat Einfluss auf Hochzeiten in Hamburg

9.14 Uhr: In Hamburg haben sich in diesem Jahr spürbar weniger Menschen das Ja-Wort gegeben als noch im vergangenen Jahr. Bis Mitte Oktober hatten sich in allen Bezirken 4054 Paare trauen lassen, wie ein Sprecher des Bezirksamtes Hamburg-Harburg sagte. Im Vorjahreszeitraum waren es rund 730 Trauungen mehr. "Es ist festzustellen, dass trotz der Corona-Pandemie der Wunsch zu heiraten weiterhin groß ist", so der Sprecher weiter. Die Pandemie habe aber sicherlich in einigen Fällen dazu geführt, dass Trauungen verschoben wurden oder erst gar nicht angemeldet wurden.

Die meisten Trauungen hat es im Bezirk Nord gegeben - 921 Heiratsurkunden wurden dort bis zum 12. Oktober ausgestellt. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 1065 Urkunden. Die wenigsten Eheschließungen wurden im Standesamt Harburg registriert. Dort ließen sich bis zum Herbst 375 Paare trauen (10/2019: 464).

Wie viele Ehen in diesem Jahr geschieden wurden, konnte der Sprecher dagegen nicht sagen. Diese Daten werden nicht bei den Standesämtern erfasst.

Erster Corona-Fall in der Bürgerschaft – Fraktionschef in Quarantäne

6.58 Uhr: Es gibt den ersten Corona-Fall in der Hamburgischen Bürgerschaft: Der CDU-Abgeordnete David Erkalp hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Fraktionschef Dennis Thering und Parlamentarischer Geschäftsführer Dennis Thering haben sich in freiwillige Quarantäne begeben haben.

Beide hätten mit dem betroffenen Kollegen unter Wahrung der Abstandsregeln in einem Raum gesessen, teilte die Fraktion mit. Die Erwiderungsrede auf die Regierungserklärung von Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) am Mittwoch in der Bürgerschaft werde deshalb Fraktionsvize Anke Frieling halten.

„Auch wenn wir uns (...) an alle Regeln von Abstand und Maske gehalten haben und uns keine amtliche Anordnung erreicht hat, gehen wir auf Nummer sicher“, erklärte Thering. Die private Selbstisolation diene vor allem dem Schutz aller anderen.

Er bedaure es sehr, nicht als Oppositionsführer auf Tschentschers Regierungserklärung antworten zu können. Denn „vieles funktioniert auch in unserer Stadt nicht mehr“. Die Kontaktnachverfolgung der Gesundheitsämter gelinge nur noch in unter 50 Prozent der Fälle, für die Schulen fehle weiter ein überzeugendes Hybrid- und Digitalkonzept. Außerdem würden die Corona-Regeln nicht ausreichend kontrolliert und an vielen Orten herrsche Regelungschaos.

Alle Ticker-Einträge, die vor dem 27. Oktober erschienen sind, finden Sie hier.

Football news:

Nepomnya gegen die Reduzierung der RPL auf 12 Klubs: Russland ist nicht bereit, eine große Anzahl von Fans zu opfern
Wolverhampton leiht willian Jose an Sociedad mit einer Ablösesumme
Mailand nah an der Miete Томори bei Chelsea mit Kaufoption für 20+ Mio Euro
Spartacus über Fans, die wegen der Schlägerei bei der Euro 2016: FEDUN persönlich half Ihnen finanziell
Lewandowski hat in der 1.Runde 22 Tore erzielt
Flick über die Bayern: Unser Ziel ist es, an der Spitze zu bleiben wir haben 39 Punkte und sind an Erster Stelle. Es war wichtig, nach zwei Niederlagen wieder auf den siegerpfad zurückzukehren, denn das wichtigste ist das Ergebnis. Alles andere werden wir analysieren, um das nächste mal noch besser zu spielen
Torwart Alcoyano hat 10 Saves im Spiel gegen Real. Die meisten in der Saison unter den Rivalen von Madrid