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Corona: Paris führt Maskenpflicht im Freien ein – Hinweise auf Impfstoff in diesem Jahr

Die Covid-19-Pandemie, oder auch Corona-Krise genannt, beschäftigt die Welt seit Anfang des Jahres. Wir halten Sie im Liveblog mit den wichtigsten internationalen, sowie nationalen News auf dem Laufenden.

FÜR DIESE LÄNDER GILT EINE REISEWARNUNG

EU-Gesundheitskommissarin: Hinweise auf Corona-Impfstoff für Ende 2020

15.39 Uhr: Nach Einschätzung von EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides könnte ein erster Impfstoff gegen Covid-19 bereits zum Jahresende zur Verfügung stehen. „Auch wenn Vorhersagen zum jetzigen Zeitpunkt noch riskant sind, haben wir doch gute Hinweise, dass der erste Impfstoff gegen Ende dieses oder Anfang nächsten Jahres verfügbar sein wird“, sagte Kyriakides dem „Handelsblatt“ (Online/Sonntag).

Der Impfstoff könne zwar nicht auf Anhieb alle Probleme lösen, sagte die EU-Kommissarin. Aber er werde es „schrittweise erlauben, zur Normalität zurückzukehren“, wenn eine „kritische Masse von Bürgern insbesondere in den Risikogruppen“ geimpft worden sei. Unter Wissenschaftlern ist unklar, wann ein Impfstoff zur Verfügung stehen könnte. Theoretisch könnte eine Entwicklung auch noch Jahre dauern oder sogar ganz scheitern.

Laut der Gesundheitskommissarin gebe es eine steigende Zahl kleinerer und größerer Corona-Ausbrüche in mehreren Mitgliedstaaten. Kyriakides appellierte an die EU-Staaten, die Infektionsherde „zügig lokal einzugrenzen mit Tests, Kontaktverfolgung und der sofortigen Isolation“ der Betroffenen. (dpa)

Paris führt Maskenpflicht im Freien ein

14.30 Uhr: Im Kampf gegen das Coronavirus führt nun auch die Hauptstadt Paris eine Maskenpflicht im Freien ein. Die Pflicht gilt von Montag an in besonders stark frequentierten Bereichen wie am Ufer der Seine oder in Einkaufsstraßen, teilte das Polizeipräsidium am Samstagabend mit. Experten warnen vor einer zweiten Welle der Corona-Pandemie. Frankreich ist mit etwa 30.000 Toten stark betroffen. In Städten wie Nizza oder Lille muss draußen in manchen Bereichen bereits eine Maske getragen werden.

Trump regiert durch: US-Präsident ordnet Corona-Hilfen einfach an

8.44 Uhr: Mehr Geld für Arbeitslose, weniger Zwangsräumungen zahlungsunfähiger Mieter und weniger Sozialversicherungsabgaben: Diese Teile eines Corona-Konjunkturpakets hat US-Präsident Donald Trump am Samstag (Ortszeit) per Verfügung angeordnet, einen Tag nachdem die Verhandlungen darüber im US-Kongress gescheitert waren. Es war allerdings so gut wie sicher, dass es schon bald Klagen gegen Trumps politischen Alleingang geben würde.
Nach Meinung von Kritikern stehen Teile seiner Verfügungen auf sehr dünnem Eis, denn alle Maßnahmen, die neue Finanzmittel erfordern, bedürfen der Zustimmung des US-Kongresses. Dort wären Trumps Republikaner aber auf einen Kompromiss mit den Demokraten angewiesen.

Trump will das Problem nun umgehen, indem er einfach bestehende Mittel umwidmet, zum Teil aus vorigen Konjunkturpaketen. „Wir haben viel Geld, das noch nicht ausgegeben wurde“, sagte Trump. Es war aber nicht sofort klar, wie viel die von Trump angekündigten Maßnahmen kosten würden und ob dafür tatsächlich genügend Mittel bereitstünden.

Die Vorsitzende des Repräsentantenhauses, die Demokratin Nancy Pelosi, sprach in einer ersten Reaktion von „bescheidenen Ankündigungen“ des Präsidenten. Trump verstehe „immer noch nicht die Ernsthaftigkeit oder die Dringlichkeit der Wirtschafts- und Gesundheitskrise, vor der Arbeiterfamilien stehen“, twitterte Pelosi. „Diese Entscheidungen bieten Familien keine richtige Hilfe“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung Pelosis und ihres Kollegen Chuck Schumer. Beide appellierten an die Republikaner, an den Verhandlungstisch zurückzukehren.

Mehr als 100.000 Corona-Tote in Brasilien

7.30 Uhr: Die Zahl der Todesopfer des Coronavirus ist in Brasilien auf mehr als 100 000 gestiegen. Das größte und bevölkerungsreichste Land Lateinamerikas überschritt diese Marke in der offiziellen Statistik des Gesundheitsministeriums am Samstag. Im Vergleich zum Vortag waren demnach 905 Todesfälle hinzugekommen, womit die Gesamtzahl seit Ausbruch der Pandemie auf 100.477 stieg. Es kamen zudem 49.970 Neuinfektionen hinzu - seit dem ersten bestätigten Fall in Brasilien Ende Februar steckten sich demnach 3.012.412 Menschen nachweislich mit dem Erreger Sars-CoV-2 an.

Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro steht wegen seines laxen Umgangs mit der Pandemie seit langem in der Kritik. Er bezeichnete die Lungenkrankheit Covid-19 immer wieder als „leichte Grippe“ und stemmte sich gegen Schutzmaßnahmen. „Bolsonaro weiß, dass die Wirtschaftskrise extrem werden wird, vor allem in Lateinamerika, dass viele Regierungen das nicht überleben werden“, sagt der deutsch-brasilianische Politikwissenschaftler Oliver Stuenkel von der Fundação Getulio Vargas in São Paulo der Deutschen Presse-Agentur. „Er brauchte einen Schuldigen.“ Das sind die Gouverneure, an die das oberste Gericht die Kompetenzen übertrug.

555 registrierte Neuinfektionen in Deutschland

6.00 Uhr:  Die Zahl der Corona-Infektionen in Deutschland ist nach mehreren Tagen wieder unter die Schwelle von 1000 Fällen gesunken. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 555 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich somit mindestens 215.891 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Sonntagmorgen im Internet meldete (Datenstand 9.8., 0.00 Uhr).

Die Zahl der Neuinfektionen liegt damit im Vergleich zu den Werten der Vortage etwa nur halb so hoch. Ein Grund dafür kann allerdings sein, dass an Wochenenden nicht alle Gesundheitsämter ihre Daten übermitteln. Am Samstag waren 1122 Neuinfektionen mit dem Coronavirus binnen 24 Stunden gemeldet worden. Auch am Freitag und Donnerstag lagen die Zahlen erstmals seit Anfang Mai wieder über der Schwelle von 1000 Fällen.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9196. Bis Sonntagmorgen hatten 196 800 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 8.8., 0.00 Uhr, in Deutschland bei 1,32 (Vortag: 1,16). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Dritter Tag in Folge mit mehr als 1000 Neuinfektionen in Deutschland

22.06 Uhr: Die Zahl der Corona-Infektionen in Deutschland liegt den dritten Tag in Folge über der Schwelle von 1000 neuen Fällen. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 1122 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich somit mindestens 215.336 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Samstagmorgen im Internet meldete (Datenstand 8.8., 0.00 Uhr).

Im Vergleich zum Freitag, an dem 1147 neue Fälle binnen 24 Stunden gemeldet wurden, ging die Zahl am Samstag etwas zurück. Am Donnerstag hatte die Zahl der Neuinfektionen mit 1045 Corona-Fällen erstmals wieder über der Schwelle von 1000 gelegen. Sie war zuletzt am 9. Mai überschritten worden. Danach war die Zahl in der Tendenz gesunken, seit Ende Juli steigen die Werte wieder.

Corona-Testpflicht an Flughäfen weitgehend reibungslos angelaufen

17.42 Uhr: Die seit Samstag geltende Corona-Testpflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten hat an vielen deutschen Flughäfen zunächst keine Probleme verursacht. Am größten deutschen Airport in Frankfurt ließen zahlreiche Rückkehrer am ersten Tag der Testpflicht Abstriche machen. Probleme sehen die Betreiber der Testzentren nicht.

„Das ist minimal mehr als in den vergangenen Tagen“, sagte Benedikt Hart, Leiter des vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) betriebenen Testzentrums am Flughafen, der Deutschen Presse-Agentur. „Die Leute haben Verständnis. Es gibt keine verärgerten Passagiere.“

Am Flughafen Hannover hatten sich vor dem Testzentrum der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) am Mittag längere Schlangen gebildet, wie eine Sprecherin des Landesverbands Niedersachsen/Bremen mitteilte. Man rechne für Samstag insgesamt mit über 1000 Tests. In den vergangenen Tagen habe das Zentrum, das bereits vor gut einer Woche für zunächst freiwillige Tests errichtet worden war, demnach im Schnitt 700 bis 900 Test verzeichnet.

Mehrere hundert Teilnehmer bei Demonstration gegen Corona-Maßnahmen in Stuttgart

15.15 Uhr: In Stuttgart haben am Samstag nach Angaben der Polizei mehrere hundert Menschen an einer Kundgebung gegen die Corona-Politik teilgenommen. Sie marschierten danach vom Marienplatz in der Innenstadt zu einer weiteren Kundgebung im Unteren Schlossgarten, wie eine Polizeisprecherin sagte. Die Demonstranten seien bemüht, die vorgeschriebenen Abstände einzuhalten, das funktioniere „im Großen und Ganzen recht gut“. Die Polizei sei bislang zufrieden. Angemeldet zur ersten Kundgebung unter dem Motto „Querdenken 711“ waren 500 Teilnehmer. Insgesamt sind bei weiteren Veranstaltungen unter dem Motto am Samstag in der baden-württembergischen Landeshauptstadt 1500 Teilnehmer angemeldet.

In Berlin waren am vergangenen Samstag etwa 20.000 Gegner der Corona-Politik zusammengekommen. Dort wurden die Corona-Auflagen bewusst missachtet, der Mindestabstand wurde nicht eingehalten. Neben Corona-Leugnern und Impfgegnern waren auch viele Teilnehmer mit eindeutig rechtsgerichteten Fahnen oder T-Shirts in der Menge. (afp)

Turkmenistan erlaubt WHO Coronavirus-Tests im Land

14.50 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) darf in Turkmenistan unabhängige Corona-Tests vornehmen. Präsident Gurbanguli Berdimuchamedow habe der Organisation dafür die Erlaubnis erteilt, erklärte die WHO am Freitag. Turkmenistan beteuert bis heute, keinen einzigen Corona-Infektionsfall zu haben. Die WHO hingegen warnte vor steigenden Fallzahlen von Lungenentzündungen in der ehemaligen Sowjetrepublik.

Die WHO habe Berdimuchamedow während eines Telefongesprächs gesagt, dass die Organisation Proben im Land nehmen möchte. Diese sollten dann in Labors der WHO untersucht werden. „Der Präsident stimmte dem zu“, schrieb Hans Kluge, Europa-Direktor der WHO, auf Twitter. Zudem sei dem Staatschef gesagt worden, dass die WHO wegen der Fälle von Lungenentzündungen in Turkmenistan „ernsthaft besorgt“ ist. Eine WHO-Delegation hatte den zentralasiatischen Staat bereits im Juli besucht und den Behörden damals geraten, Maßnahmen zur Rückverfolgung von Kontakten zu ergreifen. Ob die WHO davon ausgeht, dass die Regierung in Turkmenistan Coronavirus-Fälle vertuscht, teilte die Organisation nicht mit. Mitte Juli riefen die Behörden erstmals zum Tragen von Schutzmasken auf - wegen der „hohen Staub-Konzentration in der Luft“.

Noch im Juni tat das turkmenische Außenministerium eine Corona-Warnung der US-Botschaft an seine Bürger als „Falschmeldung“ ab. In den Monaten zuvor hatte die Polizei Bürger vom Tragen der Schutzmasken abgehalten. Bei Großveranstaltungen der von Beobachtern als stark repressiv eingestuften Regierung war niemand mit Maske anzutreffen. (afp)

Teil-Reisewarnung für Bulgarien und Rumänien – Goldstrand betroffen

12.30 Uhr: Wegen eines deutlichen Anstiegs von Corona-Infektionen in Bulgarien und Rumänien warnt die Bundesregierung nun vor touristischen Reisen in mehrere Regionen der beiden EU-Länder. Dazu zählt auch die bulgarische Touristenhochburg Warna mit dem auch bei deutschen Urlaubern beliebten Urlaubsort Goldstrand. In Warna liegt auch einer der beiden wichtigsten Flughäfen an der bulgarischen Schwarzmeerküste.

Daneben sind in Bulgarien nach den Reisehinweisen des Auswärtigen Amts im Internet Blagoewgrad und Dobritsch betroffen, in Rumänien die Kreise Argeș, Bihor, Buzău, Neamt, Ialomita, Mehedinti und Timiş. Die wichtigsten rumänischen Urlaubsregionen in Siebenbürgen und am Schwarzen Meer sind von der Warnung ausgenommen. Die Regionen in Bulgarien und Rumänien wurden gleichzeitig vom Robert-Koch-Institut als Risikogebiete ausgewiesen. Urlauber, die aus solchen Gebieten zurückkehren, müssen sich seit Samstag auf Corona testen lassen.

Eine Reisewarnung ist kein Verbot, soll aber eine erhebliche abschreckende Wirkung haben. Allerdings hat sie auch eine positive Seite für Verbraucher: Sie ermöglicht es Reisenden, Buchungen kostenlos zu stornieren. (dpa)

Verhandlungen über neues Corona-Hilfspaket in den USA vorerst gescheitert

10.30 Uhr: Die Verhandlungen über ein neues Corona-Hilfspaket in den USA sind vorerst gescheitert. „Leider haben wir heute keine Fortschritte gemacht“, sagte Finanzminister Steven Mnuchin am Freitag nach Gesprächen mit führenden Vertretern der oppositionellen Demokraten. Präsident Donald Trump werde daher einzelne Maßnahmen am Wochenende per Dekret umsetzen. Dazu zählten unter anderem ein Zuschuss zum Arbeitslosengeld und der Schutz von Mietern vor Zwangsräumungen. Die Demokraten waren nach Angaben von Oppositionsführerin Nancy Pelosi mit einem Kompromissvorschlag in die Gespräche am Freitag gegangen. Demnach erklärten sie sich bereit, den Umfang des Hilfspakets von drei auf zwei Billionen Dollar zu senken. Doch das Weiße Haus, das ein Volumen von einer Billion Dollar fordert, habe diesen Vorschlag abgelehnt. Die Verhandlungen über ein neues Corona-Hilfspaket stecken seit mehr als zwei Wochen fest. Wegen der ausstehenden Einigung auf ein neues Programm war vergangene Woche ein wöchentlicher Zuschlag zum Arbeitslosengeld in Höhe von 600 Dollar ausgelaufen. Der Zuschuss in ein zentraler Streitpunkt in den Verhandlungen. Die Republikaner fordern eine Reduzierung auf 200 Dollar, während die Demokraten die bisherige Förderung beibehalten wollen.

215.336 Menschen in Deutschland mit dem Coronavirus infiziert

9.44 Uhr: Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin hat die Zahl der in Deutschland mit dem Coronavirus infizierten Menschen am Samstag mit 215.336 angegeben – ein Plus von 1122 seit dem Vortag. Die in der US-Stadt Baltimore ansässige Johns-Hopkins-Universität (JHU) meldete 216.325 Infizierte. Das RKI, das nur die elektronisch übermittelten Zahlen aus den Bundesländern berücksichtigt und seine Aufstellung einmal täglich aktualisiert, registrierte insgesamt 9195 Todesfälle und damit zwölf mehr als am Vortag. Die JHU zählte 9200 Tote. Die Zahl der Genesenen lag laut RKI bei etwa 196.400. (afp)

Ärzteverband: Masken im Unterricht machen „überhaupt keinen Sinn“

9.38 Uhr: Der Ärzteverband Marburger Bund hat eine Maskenpflicht im Schulunterricht - wie von Nordrhein-Westfalen vorgesehen - als sinnlos kritisiert. „Wenn alle auf ihren Plätzen sitzen und Abstand sichergestellt ist, macht das Tragen von Masken während der Unterrichtsstunden überhaupt keinen Sinn und wäre eine überflüssige Behinderung“, sagte die Bundesvorsitzende Susanne Johna im Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ/Samstag). „Sinnvoll ist die Maske dann, wenn es eng wird, etwa beim Verlassen der Klasse, vor dem Schulkiosk oder auf dem Pausenhof, wenn mehrere Klassen gleichzeitig Pause haben.“
Mehrere Länder haben eine Maskenpflicht an Schulen angekündigt - mit einer zumindest vorübergehenden Tragepflicht für weiterführende und berufsbildende Schulen steht NRW aber bislang alleine da. Der Vorstoß hatte eine bundesweite Debatte ausgelöst. (dpa)

Studenten in Brandenburg erhalten Corona-Hilfen von mehreren Seiten

8.10 Uhr: Viele Studenten in Brandenburg trifft die Corona-Krise besonders hart. Damit sie ihr Studium fortsetzen und ihren Lebensunterhalt weiter bestreiten können, erhalten sie von verschiedenen Seiten Unterstützung. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur. „Mehr als zwei Drittel der Studierenden arbeiten neben dem Studium – aber der Großteil ihrer Jobs und damit ihrer Einkünfte sind durch die Krise weggefallen“, sagte Eric Mülling, Sprecher im Potsdamer Wissenschaftsministerium. Insbesondere internationale Studierende, die häufig auf Nebenjobs zur Finanzierung ihres Lebensunterhaltes angewiesen sind, seien betroffen.

Dem Sprecher zufolge stelle der Bund 100 Millionen Euro für Zuschüsse an Studierende in akuten Notlagen bereit, die seit Mitte Juni über die Studierendenwerke beantragt werden könnten. „Die Antragszahlen bei den beiden Brandenburger Studentenwerken hierauf zeigen, dass der Bedarf groß ist“, sagte Mülling. Für den ersten Antragsmonat Juni seien bei den beiden Studentenwerken in Potsdam und Frankfurt (Oder) zusammen knapp 2000 Anträge eingegangen. Allerdings sei aufgrund festgelegter Kriterien nur rund die Hälfte davon positiv beschieden worden.

Um die Studierenden nicht alleine zu lassen, habe das Land Brandenburg die bewährten Härtefallfonds der Studentenwerke um eine halbe Million Euro aufgestockt. „Über die Härtefallfonds könnten Studenten Einmalzuschüssen von bis zu 300 Euro bekommen“, erklärte Mülling. Um auch Bafög-Empfänger zu entlasten, werde das Land zudem kurzfristig das Brandenburgische Hochschulgesetz ändern, um Studierenden unbürokratisch und einfach eine coronabedingte Verlängerung der individuellen Regelstudienzeit zu ermöglichen.

Zur Unterstützung finanziell in Not geratener Studierender gab es auch lokale Initiativen an einzelnen Hochschulstandorten, wie der Ministeriumssprecher berichtet. So etwa an der Universität Potsdam. Darüber hinaus habe der Partnerkreis für Industrie und Wirtschaft Jobangebote für diese Gruppe identifiziert, um die Schieflage abzufedern. Bei Zahlungsproblemen können Betroffene auch beim Studentenwerk Potsdam auf die Sachbearbeiter zugehen. „Man versucht dann, gemeinsam eine Lösung zu finden“, sagte Studentenwerkssprecherin Julia Sammler. (Mit Informationen der dpa)

Italien verlängert Corona-Maßnahmen bis 7. September

8 Uhr: Die italienische Regierung hat ihre Anti-Corona-Maßnahmen bis zum 7. September verlängert. Das Kabinett von Ministerpräsident Giuseppe Conte verabschiedete am Freitagabend ein Dekret, in dem unter anderem die Maskenpflicht in geschlossenen, öffentlichen Räumen und die Abstandsregeln weiter vorgeschrieben werden. Auch größere Menschenansammlungen bleiben verboten. Regierungschef Conte sprach von „ausgewogenen Maßnahmen, die der aktuellen Situation gerecht werden“. Italien, das im Frühjahr eines der am stärksten von der Corona-Pandemie heimgesuchten Länder war, habe sich dank der Maßnahmen gefangen. Man müsse aber wachsam bleiben, sagte Conte.

Die Regierung stimmte für weitere vorsichtige Lockerungen etwa im Tourismus, wo Kreuzfahrtschiffe ab dem 15. September wieder auslaufen dürfen. An Bord müssen strenge Hygiene-Regeln eingehalten werden. Von 1. September an dürfen Messen wieder öffnen - Aufbau und Organisation der Ausstellungen kann sogar ab sofort beginnen. Für den Tourismus und die Kultur wurden weitere drei Milliarden Euro bereitgestellt.

Darüber hinaus brachte die Ministerrunde weitere Finanzhilfen vor allem für die Wirtschaft und die Familien auf den Weg. Damit wuchs das Hilfspaket, das die Regierung seit Beginn der Krise im März bereitstellte, auf 100 Milliarden Euro an. Steueraufschübe für Selbstständige sowie ein Aktionsplan für den strukturschwachen Süden des Landes gehören zu den weiteren Maßnahmen. „Wir werden Italien nicht teilen, sondern bieten den benachteiligten Gegenden ebenso eine Hilfe zum Neustart an wie dem ganzen Land zusammen“, sagte Conte.

Der Ministerpräsident appellierte an die Italiener, sich weiter an den Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus zu beteiligen. „Wir dürfen nicht zurückfallen und unsere Bemühungen zunichte machen“, sagte er. „Ich verstehe die Jungen, die gerne in das Nachtleben zurückkehren würden, aber man muss sich verantwortungsvoll verhalten. Die Gesundheit eurer Liebsten steht auf dem Spiel.“

Anti-Corona-Demonstrationen finden am Wochenende in Dortmund und Stuttgart statt

20 Uhr: Am Wochenende wollen in Stuttgart und Dortmund hunderte Gegner der Corona-Politik auf die Straßen gehen. In Stuttgart soll am Samstag (12.00 Uhr) unter dem Motto „Querdenken 711“ eine Kundgebung stattfinden. Insgesamt sind bei mehreren ähnlichen Veranstaltungen in der baden-württembergischen Landeshauptstadt 1500 Teilnehmer angemeldet.

In Dortmund meldete die Organisation Querdenken 231 für Sonntag eine Demonstration unter dem Titel „Festival für Frieden und Freiheit - Wahrung unserer Grundrechte“ mit bis zu 1500 Teilnehmern an.  

New York macht im Herbst die Schulen wieder auf

19 Uhr: Wegen der stark gesunkenen Corona-Fallzahlen dürfen Schulen im US-Bundesstaat New York nach den Ferien wieder öffnen. Persönlicher Unterricht sei ab Herbst erlaubt, so lange Sicherheitsvorschriften eingehalten werden und der Anteil positiver Testergebnisse an allen Corona-Tests eines Tages nicht über fünf Prozent liegt, erklärte Gouverneur Andrew Cuomo am Freitag. Nun müssen die lokalen Behörden in dem Staat mit rund 19,5 Millionen Einwohnern entscheiden, ob der Unterricht tatsächlich wieder aufgenommen wird.

Der Bürgermeister der Millionenmetropole New York, Bill de Blasio, kündigte eine Schulöffnung an, solange die Grenze positiver Tests dort bei unter drei Prozent liege. New York City ist damit einer der wenigen Großräume in den USA, in denen ein regulärer Unterricht geplant ist, viele andere Schulbehörden haben bereits angekündigt, weiter virtuell zu lehren.

Litauens Präsident geht vorsorglich in Selbstisolation

18.12 Uhr: Litauens Staatspräsident Gitanas Nauseda hat sich vorsorglich in Selbstisolation begeben, nachdem ein Mitarbeiter der Präsidialkanzlei möglicherweise Kontakt mit einem Corona-Infizierten gehabt hatte.

Das Staatsoberhaupt des baltischen EU-Landes und der Mitarbeiterstab würden vorerst in Quarantäne bleiben, bis die notwendigen Untersuchungen abgeschlossen seien, sagte Nausedas Sprecher am Freitag in Vilnius der Nachrichtenagentur BNS.

Litauen mit seinen knapp drei Millionen Einwohnern verzeichnete bislang 2194 bestätigte Infektionen und 81 Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus. 

Französische Regierung ruft zu Einhaltung der Maskenpflicht auch bei Hitze auf

18 Uhr: Frankreichs Gesundheitsminister Olivier Véran hat an die Bevölkerung appelliert, die Corona-Schutzmaßnahmen trotz der derzeitigen Hitzewelle weiter einzuhalten. „Frankreich bleibt standhaft, die Franzosen müssen standhaft bleiben“, sagte er am Freitag insbesondere mit Blick auf die Maskenpflicht. „Das mutmaßliche Risiko einer Übertragung durch Aerosole rechtfertigt den Einsatz aller möglichen Mittel zur Bekämpfung des Virus.“

In Frankreich gilt für alle öffentlich zugänglichen Räume eine Maskenpflicht. Dutzende Städte schreiben einen Mund-Nasen-Schutz auch im Freien vor, unter anderem Nizza und Biarritz. Für neun der 101 Départements wurde am Freitag wegen der Hitze die Alarmstufe Rot ausgerufen, betroffen ist auch der Großraum Paris. Für 53 weitere Départements gilt die Stufe Orange.

Die Behörden warnten vor einem „Risiko der Übersterblichkeit“ im Zusammenhang mit der Ozonbelastung und der Corona-Pandemie. Es ist erst das dritte Mal, dass die Alarmstufe Rot verhängt wurde - zwei Mal war sie im Sommer 2019 ausgerufen worden. Die Behörden rechnen damit, dass die Hitzewelle mit Temperaturen um die 40 Grad noch bis mindestens Dienstag andauert.

Deutschland lässt Partner ohne Trauschein einreisen

17.45 Uhr: Die Bundesregierung hebt die Reisebeschränkungen für Paare ohne Trauschein auf. Ab kommender Woche können auch unverheiratete Partner aus Nicht-EU-Staaten wieder nach Deutschland einreisen. Das teilte das Innenministerium am Freitag in Berlin mit. Ressortchef Horst Seehofer (CSU) war zuletzt zunehmend unter Druck geraten, weil betroffene Paare bereits wochenlang eine Aufhebung der Reisebeschränkungen gefordert hatten. Viele von ihnen konnten sich aufgrund der Corona-Maßnahmen seit Monaten nicht mehr persönlich treffen.

Voraussetzung für die jetzt beschlossenen Einreiseerleichterungen ist nach Angaben des Ministeriums allerdings eine auf Dauer angelegte Partnerschaft. Diese soll etwa durch einen vorherigen gemeinsamen Wohnsitz im Ausland oder durch ein vorheriges persönliches Treffen in Deutschland nachgewiesen werden. 

London führt Quarantänepflicht für Reisende aus Belgien wieder ein

17.30 Uhr: Die britische Regierung hat für Reisende aus Belgien wieder eine Pflicht zur zweiwöchigen Selbstisolation verhängt. Das teilte das britische Außenministerium am Freitag mit. Die Regelung gilt von Samstag an in allen Teilen Großbritanniens. Grund dafür ist eine gestiegene Zahl von Infektionen in dem Benelux-Staat.

Für Luxemburg und Spanien war die Quarantänepflicht bereits Ende Juli wieder eingeführt worden. Spekuliert wurde, dass sie auch demnächst für Reisende aus Frankreich wieder gelten könnte. Das dürfte britische Urlauber besonders hart treffen, die Schätzungen zufolge zu Hunderttausenden in das Nachbarland gereist sind.

US-Arbeitslosenquote geht auf 10,2 Prozent zurück

15 Ubr: Die Arbeitslosigkeit in den USA geht inmitten der Coronavirus-Krise weiter zurück. Die Arbeitslosenquote sank im Juli im Vergleich zum Vormonat um knapp einen Punkt auf 10,2 Prozent, wie das US-Arbeitsministerium am Freitag mitteilte. Demnach wurden im vergangenen Monat 1,8 Millionen Menschen eingestellt. Trotzdem waren landesweit immer noch 16,3 Millionen Menschen arbeitslos. „Die Verbesserungen am Arbeitsmarkt spiegeln die anhaltende Wiederaufnahme der Wirtschaftsaktivität wider, die durch die Coronavirus-Pandemie – Covid-19 – und die Bemühungen zu ihrer Eindämmung begrenzt war“, erklärte die Behörde für Arbeitsmarktstatistik. Neueinstellungen gab es demnach unter anderem im Gastgewerbe, im Freizeitsektor, im Einzelhandel und im öffentlichen Dienst.

Die Arbeitslosenquote war im Frühjahr wegen der Coronavirus-Pandemie massiv auf 14,7 Prozent angestiegen. Im Mai sank sie dann auf 13,3 Prozent, im Juni auf 11,1 Prozent und nun auf 10,2 Prozent. Nach wie vor verlieren wegen der Corona-Krise aber Woche für Woche mehr als eine Million Menschen ihren Job. In der vergangenen Woche meldeten sich knapp 1,19 Menschen neu arbeitslos. Derweil stecken die Verhandlungen über ein neues Corona-Hilfspaket weiter fest. Weil die Republikaner von Präsident Donald Trump und die oppositionellen Demokraten sich nicht auf ein neues Paket einigen konnten, lief vergangene Woche ein wöchentlicher Zuschlag zum Arbeitslosengeld in Höhe von 600 Dollar aus.

Die Corona-Krise hat die USA weiter fest im Griff. Seit Beginn der Pandemie sind mehr als 4,88 Millionen Infektionsfälle bestätigt worden und mehr als 160.000 Menschen ums Leben gekommen. Zuletzt starben mehr als 2000 Menschen binnen 24 Stunden an den Folgen von Covid-19. Die Infektionszahlen waren in den USA zwischenzeitlich zurückgegangen, dann aber wieder deutlich angestiegen. Experten machen dafür eine vorschnelle Lockerung der Corona-Beschränkungen verantwortlich. US-Präsident Donald Trump drängt im Wahljahr 2020 auf eine rasche Rückkehr zur Normalität, um die Wirtschaft wieder anzuwerfen.

Schweiz sichert sich 4,5 Millionen Dosen möglichen Corona-Impfstoffs

13.40 Uhr: Die Schweiz hat sich den aussichtsreichen Corona-Impfstoff der US-Biotech-Firma Moderna für mehr als zwei Millionen Menschen gesichert. „Um der Schweiz einen frühen Zugang zum Impfstoff von Moderna zu gewährleisten, hat der Bund einen Vertrag über den Bezug von 4,5 Millionen Impfdosen abgeschlossen“, teilte die Schweizer Regierung am Freitag mit. Voraussetzung sei, dass der Impfstoff, der als einer der ersten weltweit klinisch getestet wird, eine Zulassung für die Schweiz erhalte. Pro Person seien dann voraussichtlich zwei Impfdosen nötig, wodurch 2,25 Millionen Menschen geimpft werden könnten.

Die Schweiz gehöre zu den ersten Ländern, die mit Moderna einen Vertrag abgeschlossen hätten, hieß es weiter. Auch mit weiteren Impfstoff-Unternehmen sei man im Gespräch. „Gleichzeitig unterstützt die Schweiz multilaterale Vorhaben zur gerechten Verteilung eines zukünftigen Impfstoffes.“ Insgesamt stehen in der Schweiz 300 Millionen Franken (etwa 278 Millionen Euro) für die Beschaffung eines Impfstoffs zur Verfügung.

Der genbasierte Impfstoff des Biotech-Herstellers Moderna ist in den USA aktuell in der heißen Phase seiner Erprobung: Ende Juli startete die klinische Phase-III-Studie mit 30.000 Probanden, in der überprüft wird, ob der Impfstoff tatsächlich vor einer Infektion schützt. In einem ähnlich fortgeschrittenen Stadium werden der WHO zufolge derzeit nur eine Handvoll weiterer Wirkstoffe erforscht. Ergebnisse werden gegen Ende des Jahres erwartet.

Virologen: Corona-Gefahr an Schulen nicht unterschätzen

11.10 Uhr: Zum Schulstart haben mehrere namhafte Virologen vor dem Risiko von Corona-Infektionen unter Schülern gewarnt und Vorschläge für Vorsichtsmaßnahmen gemacht. „Fehlende Präventions- und Kontrollmaßnahmen könnten in kurzer Zeit zu Ausbrüchen führen, die dann erneute Schulschließungen erzwingen“, heißt es in einer Stellungnahme der Gesellschaft für Virologie, die am Freitag verschickt wurde. Hinter dem Papier stehen unter anderem Christian Drosten, Jonas Schmidt-Chanasit und Helmholtz-Forscherin Melanie Brinkmann.

„Wir warnen vor der Vorstellung, dass Kinder keine Rolle in der Pandemie und in der Übertragung spielen“, heißt es darin. Eine Unterschätzung der Übertragungsgefahren an Schulen wäre kontraproduktiv für das kindliche Wohlergehen und die Erholung der Wirtschaft.

Sie schlagen mehrere Maßnahmen vor, um die Übertragungsrisiken in den Schulen zu minimieren. Dazu gehört beispielsweise, die Klassengrößen abhängig von der Zahl der Neuinfektionen zu reduzieren. Zudem sollten aus virologischer Sicht feste Kleingruppen definiert werden mit möglichst geringer Durchmischung der Gruppen im Schulalltag. Sollte es gegen Jahresende zu einem kritischen Anstieg der Neuinfektionen kommen, und dabei auch Bildungseinrichtungen eine Rolle spielen, bringen die Virologen auch eine Ausdehnung der Weihnachtsferien ins Spiel, um die Zeiten mit höchster Infektionsaktivität zu verringern.

Zwei Schulen in Mecklenburg-Vorpommern wegen Corona geschlossen

10.55 Uhr: Zwei Schulen in Mecklenburg-Vorpommern sind wegen Corona geschlossen worden. Betroffen sind das Goethe-Gymnasium in Ludwigslust, wo eine Lehrerin positiv getestet worden ist und die Ostsee-Grundschule in Graal-Müritz, wie aus Mitteilungen der beiden Landkreise vom Freitag hervorgeht. An der Grundschule ist demnach ein Schüler infiziert.

Erneut mehr als 1000 neue Corona-Infektionen in Deutschland

06.05 Uhr: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 1147 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich somit mindestens 214.214 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Freitagmorgen im Internet meldete (Datenstand 7.8., 0.00 Uhr).

Die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland hat damit den höchsten Wert seit Anfang Mai erreicht. Bereits am Donnerstag lagen die Neuinfektionen mit 1045 Corona-Fällen erstmals wieder über der Schwelle von 1000. Sie war zuletzt am 7. Mai überschritten worden. Danach war die Zahl in der Tendenz gesunken, seit Ende Juli steigen die Werte wieder. Der Höhepunkt bei den neuen Ansteckungen wurde Anfang April mit mehr als 6000 erreicht.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9183. Bis Freitagmorgen hatten 195.900 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 6.8., 0.00 Uhr, in Deutschland bei 0,99 (Vortag: 0,9). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwa einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Forscher befürchten fast 300.000 Corona-Tote in den USA bis Dezember

5.02 Uhr: Bis Dezember könnten nach einem weithin beachteten Modell in den USA insgesamt fast 300.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus sterben. Das wären rund 140.000 Tote mehr als derzeit. Wenn 95 Prozent der Menschen in der Öffentlichkeit stets Masken trügen, könnte die Zahl der Opfer bis 1. Dezember mit rund 228.000 deutlich geringer ausfallen, erklärten die Forscher des Instituts IHME der Universität Washington in Seattle am Donnerstag.

Das Modell des Instituts befürchtet nun bis 1. Dezember 295.000 Tote. Vor der jüngsten starken Zunahme der Neuinfektionen in den USA hatte das Modell bis 1. November noch mit rund 230.000 Toten gerechnet.

„Wir erleben in den Vereinigten Staaten eine Achterbahnfahrt“, erklärte Institutsdirektor Christopher Murray. Sobald die Infektionen in einem Gebiet dramatisch ansteigen, tragen die Menschen Masken und befolgen die nötigen Vorsichtsmaßnahmen, sobald sich die Situation entspanne, verflüchtige sich aber auch die Vorsicht wieder, wie Murray kritisierte. „Das führt natürlich zu mehr Infektionen. Und der womöglich tödliche Kreislauf beginnt wieder von vorne“, sagte er.

Bislang sind in den USA fast 160.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Erreger Sars-CoV-2 gestorben, wie Daten der Universität Johns Hopkins zeigen. Landesweit gibt es inzwischen fast fünf Millionen bestätigte Corona-Infektionen. Seit Mitte Juni hat die Zahl der Neuinfektionen in den USA wieder deutlich zugenommen. Im Schnitt meldeten die Behörden zuletzt rund 60.000 Neuinfektionen pro Tag - vor allem in Bundesstaaten im Süden und Westen des Landes. Der Erreger Sars-CoV-2 kann die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen.

Mehr als eine Million verzeichnete Corona-Fälle in Afrika

1.51 Uhr: In Afrika gibt es inzwischen mehr als eine Million verzeichnete Fälle von Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus. Bis Donnerstagabend (MESZ) wurden auf dem Kontinent insgesamt 1.000.054 Ansteckungsfälle gezählt, wie eine auf Behördenangaben beruhende Statistik der Nachrichtenagentur AFP ergab.

Dennoch ist Afrika weiterhin deutlich weniger von der Pandemie betroffen als andere Kontinente. Nur in Ozeanien gibt es weniger erfasste Infektionsfälle. Die am schlimmsten von der Pandemie heimgesuchten Länder des afrikanischen Kontinents sind Südafrika, Ägypten und Nigeria. In Südafrika sind mehr als die Hälfte aller auf dem Kontinent verzeichneten Ansteckungsfälle aufgetreten. In dem Land gab es bis Donnerstagabend rund 538.000 Infektionen und etwa 9600 Todesopfer.

In der weltweiten Statistik der Infektionsfälle liegt Südafrika an fünfter Stelle hinter den USA, Brasilien, Indien und Russland. In Ägypten wurden bis Donnerstagabend rund 95.000 Ansteckungs- und 4630 Todesfälle gezählt, in Nigeria fast 45.000 Infektionen und 927 Todesopfer. Weltweit wurden laut der AFP-Statistik inzwischen insgesamt mehr als 19 Millionen Ansteckungsfälle registriert. Insgesamt rund 712.300 Todesopfer der Pandemie wurden demnach von den Behörden rund um den Globus gezählt.

Spahn: Gesundheitswesen kann mit 1000 Neuinfektionen am Tag umgehen

22.30 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat nach dem jüngsten Anstieg der Corona-Neuinfektionen klargemacht, dass er derzeit keine kritische Schwelle überschritten sieht. „Im Moment sind wir in jedem Fall noch in einer Größenordnung, mit der das Gesundheitswesen und der öffentliche Gesundheitsdienst umgehen kann“, sagte der CDU-Politiker am Donnerstag dem ZDF-„Heute Journal“. „Wenn wir uns jetzt stabilisieren auf einem bestimmten Niveau, dann können wir damit umgehen. Wenn die Zahlen weiter steigen, dann kommt es auf uns alle an, im Alltag aufeinander zu achten und eben weitere Maßnahmen tatsächlich auch nicht nötig zu machen.“

Zuletzt hatte das das Robert Koch-Institut (RKI) erstmals seit drei Monaten mehr als 1000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden registriert. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI demnach 1045 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages, wie es am frühen Donnerstagmorgen hieß.

Eltern befürchten Trennung von Kindern - Behörden dementieren

17.30 Uhr: In Baden-Württemberg und Hessen befürchten Eltern, dass ihre Kinder im Falle einer Corona-Infektion von ihnen getrennt werden könnten. Hintergrund ist unter anderem ein Fall in Bruchsal (Landkreis Karlsruhe). Nachdem dort an einer Grundschule eine Lehrerin positiv auf das Coronavirus getestet wurde, wurden im Juli zwei Klassen nach Hause geschickt - begleitet von einer Information der Stadt, in der bei Nichteinhaltung der „Isolation in sog. häuslicher Quarantäne“ mit einer zwangsweisen Unterbringung des Kindes in einer geschlossenen Einrichtung gedroht wird.

Die Stadt Bruchsal bestätigte am Donnerstag ein entsprechendes Behördenschreiben, betonte aber: „Wir sind nur das ausführende Ordnungsamt. Der Inhalt des Textes kam von der zuständigen Gesundheitsbehörde im Landratsamt.“ Die Karlsruher Behörde verteidigte auf Anfrage die aufgeführten Vorgaben, machte aber zugleich klar: „An eine Trennung des Kindes von den Eltern ist hier überhaupt nicht gedacht!“

Einen ähnlichen Vorgang gab es im Kreis Offenbach. Dieser hat Kritik an seinen Quarantäne-Vorgaben für Kinder mit einem Verdacht auf eine Corona-Infektion zurückgewiesen. Nach Medienberichten sollen Gesundheitsämter, darunter auch das im Kreis Offenbach, Eltern auffordern, Kinder mit einer Infektion getrennt von der Familie zu isolieren. Der Kreis wies dies am Donnerstag zurück und verwies auf eine Mitteilung von Ende Juli. 

Tunesien fordert Aufhebung der Reisewarnung

16 Uhr: Nach der teilweisen Aufhebung der Reisewarnung für die Türkei verlangt neben Ägypten nun auch Tunesien eine solche Entscheidung für seine Urlaubsgebiete. Der Geschäftsträger der tunesischen Botschaft in Berlin, Chiheb Chaouch, begründete die Forderung am Dienstag mit der „ausgezeichneten Bilanz“ seines Landes bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie.

„Wir hoffen daher, dass das Auswärtige Amt auch Tunesien in eine Liste von Ländern außerhalb der Europäischen Union und des Schengen-Raums einordnet, die ein sicheres Ziel für die deutschen Reisenden sind“, sagte er auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. „Wir hoffen, dass deutsche Touristen Tunesien besuchen werden.“

Am Dienstag hatte das Auswärtige Amt die seit Mitte März geltende Reisewarnung wegen der Corona-Pandemie erstmals für Regionen außerhalb Europas aufgehoben. Für vier Urlaubsgebiete im asiatischen Teil der Türkei gilt sie nun nicht mehr: Antalya, Izmir, Aydin und Mugla. Das hatte bereits den ägyptische Botschafter in Berlin, Khaled Galal Abdelhamid, dazu veranlasst, einen solchen Schritt auch für sein Land zu fordern. Nun folgt mit Tunesien ein weiteres nordafrikanisches Land mit dieser Forderung. 

Jens Spahn kündigt Pakt der Gesundheitsämter zum Monatswechsel an

14.14 Uhr: Die Pläne zur langfristigen Stärkung der Gesundheitsämter nehmen Gestalt an. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) kündigte am Donnerstag in Berlin an, dass der entsprechende „Pakt für den öffentlichen Gesundheitsdienst“, den die Koalition Anfang Juni in ihrem milliardenschweren Konjunkturpaket beschlossen hatte, zum Monatswechsel Ende August, Anfang September vorgestellt werden solle. Es fänden dazu regelmäßige Gespräche mit Ländern und kommunalen Spitzenverbänden statt.
Bei dem Vorhaben geht es nach Spahns Angaben um die personelle und digitale Ausstattung der Gesundheitsämter, um Aus- und Fortbildungsmöglichkeiten und auch um die Bezahlung, „weil es im Moment für Ärztinnen und Ärzte im öffentlichen Gesundheitsdienst im Schnitt deutlich geringere Verdienstmöglichkeiten gibt, als etwa in einem Krankenhaus oder in der Praxis“. Der Bund will dem Minister zufolge in den nächsten Jahren vier Milliarden Euro in den kommunalen Gesundheitsdienst investieren.

USA melden rund 53.000 Neuinfektionen mit Coronavirus

11.45 Uhr: In den USA sind vergleichsweise niedrige Zahlen bei den Corona-Neuinfektionen gemeldet worden - örtliche Behörden und Medien warnen allerdings vor möglichen Verzerrungen. Binnen 24 Stunden gab es etwa 52 800 bekannte Neuinfektionen und knapp 1400 Tote, wie aus Zahlen der Universität Johns Hopkins in Baltimore am Donnerstagmorgen (MESZ) hervorging.

Sieben Tage zuvor verzeichnete das Land mit seinen rund 330 Millionen Einwohnern noch rund 71 000 neue Fälle und rund 1400 Todesfälle.  Die Zahl der Neuinfektionen ist aus verschiedenen Gründen auch vom Wochentag abhängig, ein Vergleich mit dem Vortag ist deshalb meist wenig aussagekräftig.

In Kalifornien mit knapp 40 Millionen Einwohnern sei es aufgrund technischer Probleme wahrscheinlich, dass neue Fälle nicht erfasst worden seien, teilte das Gesundheitsministerium des Bundesstaats am Mittwoch (Ortszeit) mit. Die Zahl der Todesfälle sei davon nicht betroffen, da sie durch andere Systeme an die Behörden übermittelt werde.

Corona-Testpflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten gilt ab Samstag

11.11 Uhr: Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus müssen sich Einreisende aus internationalen Risikogebieten von diesem Samstag an bei der Rückkehr nach Deutschland testen lassen. Das ordnete Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) an, wie er am Donnerstag in Berlin mitteilte.

Welche Länder als Risikogebiete gelten, steht auf einer Liste des Robert-Koch-Instituts (RKI) - aus der EU sind derzeit Luxemburg und die die drei spanischen Regionen Aragón, Katalonien und Navarra auf der Liste. Zentrales Kriterium ist, in welchen Staaten oder Regionen es in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner gegeben hat.

Spahn sagte, mit der Testpflicht für Rückkehrer aus Gebieten mit hohen Fallzahlen wolle man „auf Nummer sicher“ gehen. „Mir ist sehr bewusst, dass das ein Eingriff in die Freiheit des Einzelnen ist.“ Es sei aber ein zumutbarer Eingriff. Wer aus solchen Risikogebieten kommt, muss sich bisher schon direkt für 14 Tage in häusliche Quarantäne begeben und beim Gesundheitsamt melden. Möglich ist auch, ein negatives Testergebnis vorzulegen, das höchstens 48 Stunden alt ist. 

Acht Covid19-Patienten sterben bei Feuer in Krankenhaus

10.49 Uhr: Bei einem Brand auf einer Intensivstation eines Krankenhauses in Indien sind mindestens acht Corona-Patienten gestorben. Feuerwehrleute hätten 41 weitere Patienten retten und in ein anderes Krankenhaus bringen können, sagte ein Polizeisprecher Reportern. Die verstorbenen Corona-Patienten seien erstickt, berichtete die Zeitung „Times of India“.

Einige Feuerwehrleute hätten laut örtlichen Medien nach dem Einsatz mit den Corona-Patienten in Quarantäne gemusst. Das Feuer in der westindischen Stat Ahmedabad brach mitten in der Nacht auf Donnerstag aus und wurde laut ersten Erkenntnissen von einem Kurzschluss ausgelöst, wie der stellvertretende Regierungschef des zuständigen Bundesstaates sagte. Indiens Premierminister Narendra Modi kondolierte den Familien der Opfer.

Private Riesen-Parties als Gefahr – Los Angeles dreht Regelverweigerern Wasser und Strom ab

8.02 Uhr: In der Promi- und Glamour-Stadt Los Angeles in den USA nehmen private Hausparties, die teilweise von Prominenten organisiert werden, zu. Bei den Feiern sollen sich vor allem junge Menschen ohne Sichehrheitsmaßnahmen und Schutz vor dem Coronavirus treffen, berichtet die „Los Angeles Times“.

Als Maßnahme gegen diese Events, die von Experten als eine Gefahrenquelle zur Ausbreitung des Virus angesehen werden, verschärft die Stadt nun ihre Vorgehensweise. So soll den Regelverweigerern künftig Strom und Wasser abgedreht werden und so ein schnelles Ende der Parties herbeigeführt werden. In den USA sind bereits mehr als 150.000 Menschen an Covid19 gestorben.  

RKI meldet 1045 neue Corona-Infektionen

7 Uhr: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 1045 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich somit mindestens 213.067 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Donnerstagmorgen im Internet meldete (Datenstand 6.8., 0.00 Uhr).

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9175. Bis Donnerstagmorgen hatten 195 200 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.
Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 5.8., 0.00 Uhr, in Deutschland bei 0,9 (Vortag: 1,02). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwa einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert mit Datenstand 5.8., 0.00 Uhr, bei 0,97 (Vortag: 0,99). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

Schülervertreter schlagen Notenbonus für Prüfungen vor

6.17 Uhr: Schülervertreter haben einen Notenbonus für den Fall von coronabedingtem Unterrichtsausfall ins Gespräch gebracht. „Sollte es zu Unterrichtsausfall kommen, wäre es eine mögliche Lösung, den betroffenen Schülern einen Nachteilsausgleich zu geben“, sagte Torben Krauß, Sprecher der Bundesschülerkonferenz, den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Donnerstag).

Es sei oft nicht möglich, kurzfristig die Prüfungsaufgaben zu ändern. „Lehrer sollten aber in solchen Fällen mehr Freiraum beim Korrigieren haben“, verlangte Krauß. Das neue Schuljahr werde definitiv kein normales Schuljahr werden. Schulen, Lehrer und Bildungspolitiker sollten zusammen mit Schülervertretern am Runden Tisch nach guten Lösungen für Unterricht in der Pandemie suchen.

Zugbegleiter fordern mehr Durchgriffsrechte bei Maskenpflicht

4.10 Uhr: Die Gewerkschaft Deutscher Lokführer verlangt mehr Kompetenzen für die Zugbegleiter, damit die Maskenpflicht in Zügen besser durchgesetzt werden kann. „Die Ausgangsposition für die Zugbegleiter ist schon dadurch schlecht, dass die Pflicht zum Tragen einer Maske nicht Teil der Beförderungsbedingungen ist“, sagte Gewerkschaftschef Claus Weselsky der „Süddeutschen Zeitung“ (Donnerstag). Aus unerfindlichen Gründen könne sich die Bahnspitze nicht dazu durchringen, dies zu ändern. Dadurch seien den Zugbegleitern „in letzter Instanz die Hände gebunden“.

Insgesamt registrierten die Zugbegleiter einen laxeren Umgang mit dem Mund-Nase-Schutz - neben „vielen vernünftigen Fahrgästen, die ihre Maske tragen“, sagte Weselsky. Die aber verlangten von den Zugbegleitern, die Maskenpflicht auch bei allen anderen durchzusetzen. „Unsere Leute geraten da gerade zwischen alle Fronten“, kritisierte der GDL-Vorsitzende. Letztlich wachse damit auch für die Zugbegleiter das Infektionsrisiko. „Ich sehe aber nicht, dass sich das Management da schützend vor die Mitarbeiter stellt.“

WHO-Experte: „Fragen Sie sich: Muss ich wirklich zu dieser Feier gehen?“

21.45 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat erneut junge Menschen ermahnt, „ihre Verantwortung“ im Kampf zur Eindämmung des Coronavirus zu übernehmen. Je mehr junge Menschen sich wieder in Gesellschaft begeben würden, desto mehr würden sie als Überträger agieren, sagte WHO-Notfallkoordinator Michael Ryan am Mittwoch in Genf.

„Die Jungen haben eine große Chance, die Übertragungen durch ihr Verhalten zu reduzieren“, sagte Ryan. An Orten, an denen während der Sommerferien junge Menschen in Bars, Nacht-Clubs oder Feiern im Freien zusammengekommen waren, hatte es zuletzt vermehrt Corona-Hotspots gegeben. „Sie können entscheiden, diese Dinge nicht zu tun“, sagte Ryan. Wenn die Zahl der Ansteckungen in der Öffentlichkeit steige, seien alle in Gefahr. „Fragen Sie sich: Muss ich wirklich zu dieser Feier gehen?“, sagte der irische Epidemiologe.

WHO-Corona-Expertin Maria Van Kerkhove wies auf Studien hin, die gezeigt hätten, dass nur ein kleiner Teil der Infizierten für die meisten Übertragungen verantwortlich sei. Etwa 80 Prozent der Ansteckungen seien auf 10 bis 20 Prozent der Infizierten zurückzuführen.

Auswärtiges Amt warnt vor Reisen in die belgische Provinz Antwerpen

20.30 Uhr: Wegen eines deutlichen Anstiegs von Corona-Fällen warnt das Auswärtige Amt vor touristischen Reisen in die belgische Region Antwerpen. „Vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in die Provinz Antwerpen wird aufgrund erneut hoher Infektionszahlen derzeit gewarnt“, teilte das Auswärtige Amt am Mittwoch auf seiner Internetseite mit.

Zuvor hatte die Provinzregierung von Antwerpen bereits selbst von Reisen in die Region abgeraten. Dort übersteigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen derzeit die Marke von 50 Fällen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Solche Regionen hat das Robert Koch-Institut zu Risikogebieten erklärt.

In der Provinz, die nicht direkt an Deutschland angrenzt, gibt es in Belgien die meisten bestätigten Corona-Fälle. Dort gelten eine besonders strenge Maskenpflicht, eine nächtliche Ausgangssperre und ein nächtliches Verkaufsverbot für Alkohol. An der Nordseeküste müssen sich Urlauber und Einheimische für Strandbesuche teils vorher anmelden.

Drosten: Bei zweiter Welle auf Infektionsgruppen konzentrieren

19.28 Uhr: Der Charité-Virologe Christian Drosten schlägt vor, sich nicht mehr auf einzelne Corona-Fälle, sondern auf Infektionsgruppen zu konzentrieren, sollte es in Deutschland zu einer zweiten Welle kommen. „Waren bisher die meisten Infektionsketten nachvollziehbar, können neue Fälle bald überall gleichzeitig auftreten“, schreibt Drosten in einem Beitrag für die Wochenzeitung „Zeit“. Dies könnte alle Landkreise und Altersgruppen betreffen. „Dann sind die personell schlecht ausgestatteten Gesundheitsämter endgültig damit überfordert, die Quarantäne jeder einzelnen Kontaktperson zu regeln“, so der Wissenschaftler.

Die Behörden sollten sich dann auf Gruppen konzentrieren, in denen sich viele Menschen mit dem Virus infiziert haben. Wenn sich ein Mitglied eines dieser sogenannten Cluster infiziert habe, könne auch eine Isolation von fünf Tagen ausreichen. Nötig sei eine entscheidende Strategieänderung: „eine Testung auf Infektiosität statt auf Infektion“. Eine niedrige Viruslast bedeute, dass ein Patient nicht mehr ansteckend sei.

Studie: Fast ein Drittel der Afghanen bereits mit Coronavirus infiziert

15.41 Uhr: In Afghanistan hat sich einer wissenschaftlichen Studie zufolge bereits fast ein Drittel der Bevölkerung mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt. Dies ergab eine von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) geförderte Antikörper-Untersuchung mit rund 9500 Teilnehmern im ganzen Land, wie Gesundheitsminister Ahmed Dschawad Osmani am Mittwoch in Kabul sagte. Demnach haben sich bislang rund 31,5 Prozent der Afghanen mit dem Virus infiziert, das entspricht etwa zehn Millionen Menschen.

Am höchsten ist die Infektionsrate in Kabul, wo den Schätzungen der Experten zufolge mehr als die Hälfte aller Einwohner mit dem Virus infiziert wurde. Da die Test-Kapazitäten in dem Land gering sind, wurden bisher nur rund 36.000 Infektionen nachgewiesen und rund 1200 Todesfälle gemeldet.

Streeck sieht derzeit keine zweite Corona-Welle

14.27 Uhr: Der Virologe Hendrik Streeck kann im Verlauf der Corona-Pandemie in Deutschland derzeit weder einen deutlichen Anstieg der Zahlen noch eine sogenannte zweite Welle erkennen. „Tatsächlich ist der Begriff „zweite Welle“ kein epidemiologischer Begriff, sondern er entstand während der Spanischen Grippe, die nach einem ersten Infektionsschub im Herbst mit voller Wucht wiederkehrte“, erläuterte der Bonner Wissenschaftler im Interview mit t-online.de.

„Ich finde daher den Begriff der „Dauerwelle“ passender. Die Infektionen verschwinden ja nicht, sondern wir werden lernen müssen, das Virus in unseren Alltag zu integrieren.“ Wie bei anderen Coronaviren auch werde man immer im Sommer einen Rückgang der Infektionen sehen, im Frühjahr, Herbst und Winter eine Zunahme. „Ich kann nicht erkennen, dass wir jetzt in einer zweiten Welle sind“, sagte Streeck. „Von einigen plötzlichen Ausreißern abgesehen gibt es gerade keinen deutlichen Anstieg, und einen Anstieg wie derzeit in Spanien sehe ich in Deutschland auch gerade nicht kommen.“

Minister: Rund 10 Millionen Infektionen in Afghanistan

13.59 Uhr: In Afghanistan haben sich laut Gesundheitsministerium bislang insgesamt schätzungsweise rund 10 Millionen Menschen mit dem neuen Coronavirus angesteckt. Landesweit hätten sich einer Hochrechnung zufolge damit seit Beginn des Ausbruchs 31,5 Prozent der mehr als 30 Millionen Einwohner mit Sars-Cov-2 infiziert, sagte Gesundheitsminister Ahmad Dschawad Osmani am Mittwoch in Kabul.

In der Hauptstadt Kabul ist die Infektionsrate laut Ministerium mit geschätzt mehr als 50 Prozent besonders hoch. Für die Hochrechnung wurden in den 34 Provinzen Afghanistans aus 5760 Familien jeweils ein junges und ein altes Familienmitglied per Zufallsverfahren ermittelt und getestet. Danach seien die Ergebnisse auf die Gesamtbevölkerung hochgerechnet worden. Das Verfahren der Studie sei international anerkannt, so Osmani.

In Afghanistan sind bislang nur knapp 37.000 Coronavirus-Infektionen durch Tests in den Krankenhäusern nachgewiesen worden. In dem Zusammenhang wurden insgesamt rund 90.000 Menschen getestet. Besonders viele Neuinfektionen wurden im April und Mai registriert, bis Anfang August sind diese Zahlen stark zurückgegangen.

Leichte Entspannung in Israel

12.30 Uhr: Die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist in Israel nach einem starken Anstieg zuletzt leicht zurückgegangen. Seit dem Rekordhoch von Dienstag vergangener Woche blieb die Zahl konstant unter dem Wert von 2000 Fällen. Diese galt zuletzt als Marke für schärfere Einschränkungen bis hin zu einem kompletten Lockdown.
Das Gesundheitsministerium des Landes teilte am Mittwoch mit, am Vortag seien 1700 Fälle gemeldet worden. Der Rekord liegt bei 2100 Fällen. Insgesamt wurden in Israel bislang 76 763 Infizierte registriert, als aktiv gelten derzeit 24 866 Fälle, davon sind 355 Menschen schwer erkrankt. 564 Corona-Infizierte starben bislang.

Einen ersten kleineren Anstieg der täglichen Neuinfektionen hatte es im März gegeben. Die Zahl ging jedoch im April stark zurück und lag Mitte Mai nur noch im zweistelligen Bereich. Nach raschen Lockerungen der Corona-Maßnahmen schnellten die Zahlen jedoch seit Ende Mai wieder in die Höhe. Einige Restriktionen wurden in den vergangenen Wochen wieder eingeführt. Zum Vergleich: Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten nach Angaben des Robert Koch-Instituts zuletzt 741 neue Infektionen innerhalb eines Tages. Deutschland hat etwa neunmal so viele Einwohner wie Israel.

Texaner kauft sich Luxussportwagen von Corona-Hilfen

11 Uhr: Ein Coronahilfen-Betrug kommt einen 29-Jährigen aus Texas teuer zu stehen: Weil er sich mit den staatlichen Hilfen unter anderem einen Lamborghini kaufte, wird der Mann des Betrugs beschuldigt. Am Dienstag sei der 29-Jährige festgenommen und in Untersuchungshaft gebracht worden, teilte das US-Justizministerium mit.

Den Angaben zufolge sicherte sich der Texaner im Rahmen des staatlichen Corona-Hilfsprogramms zwei Unternehmerkredite - angeblich, um Angestellte zu bezahlen. In Wahrheit beschäftigte der 29-Jährige allerdings gar keine Mitarbeiter - und gab insgesamt 1,6 Millionen Dollar (1,35 Millionen Euro) für sein eigenes Vergnügen aus. Neben dem Lamborghini für 200.000 Dollar habe er auch Immobilien und eine Rolex-Uhr gekauft, teilte das Justizministerium mit. Zudem habe er tausende Dollar in Strip-Clubs in Houston verprasst. 

Tausende Ärzte und Krankenpfleger in Südafrika mit Coronavirus infiziert

10.30 Uhr: Im schwer von der Corona-Pandemie betroffenen Südafrika haben sich auch tausende Ärzte und Krankenpfleger mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Mehr als 24.000 Mitarbeiter im Gesundheitswesen wurden bisher positiv auf den Erreger Sars-CoV-2 getestet, 181 von ihnen starben, wie Gesundheitsminister Zweli Mkwize am Mittwoch bei einer Pressekonferenz sagte.

Landesweit stieg die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen demnach auf mehr als 521.000. Die Corona-Fälle unter den Ärzten und Krankenpflegern entsprechen dem Minister zufolge fünf Prozent aller Infektionsfälle im Land. Damit stehe Südafrika im weltweiten Vergleich relativ gut da: International liegt die Rate der mit dem Coronavirus infizierten Ärzte und Krankenschwestern bei zehn Prozent.  

In Sachen Impfstoff gibt sich Spahn optimistisch

10 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ist optimistisch, dass es bei der Suche nach einem Corona-Impfstoff schnelle Erfolge geben könnte. Er sei zuversichtlich, dass es so schnell wie nie zuvor in der Menschheitsgeschichte einen Impfstoff geben könne, sagte der CDU-Politiker im „Morning Briefing“-Podcast (Mittwoch) des Journalisten Gabor Steingart. „Wir haben sehr vielversprechende Kandidaten, sehr vielversprechende Daten. Wenn das gelänge in den nächsten Monaten, wäre das tatsächlich die schnellste Impfstoffentwicklung der Menschheitsgeschichte.“

Abgeschlossene klinische Phasen werde es sicherlich in den nächsten sechs Monaten geben. Spahn zufolge finden zur Zeit bereits Studien in „Phase drei“ statt, in denen am Menschen und „im Alltagsinfektionsgeschehen“ getestet werde. Das geschieht seinen Angaben zufolge vor allem in anderen Ländern mit größerem Ausbruchsgeschehen, nicht in Deutschland. „Dass wir da Ergebnisse, Erkenntnisse, abgeschlossene klinische Studien haben, da bin ich sehr sicher. Wie die dann am Ende aussehen, das kann ich ihnen nicht sagen. Aber ich sag nochmal, Stand heute, 4.8., besteht Anlass für viel Optimismus.“ 

Gesundheitsminister Spahn verteidigt Maskenpflicht

9 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in bestimmten Bereichen in der Öffentlichkeit verteidigt. „Mich nervt das Maske-Tragen auch manchmal, aber es ist doch im Vergleich zu allen anderen Dingen, die wir erlebt haben im März, April ein echt milderes Mittel“, sagte der CDU-Politiker im „Morning Briefing“-Podcast (Montag) von Gabor Steingart.

Es sei besser, mit Maske in bestimmten Situationen Dinge möglich zu machen, als sie irgendwann gar nicht mehr möglich machen zu können, sagte er mit Blick auf Restaurantbesuche oder Einkäufe.

Zum Freiheitsargument von Masken-Gegnern sagte Spahn: „Freiheit kommt nie unendlich und ohne die Freiheit der anderen. Und hier geht es ja darum, die anderen im Geschäft, in der U-Bahn, in der Gastronomie, deren Freiheit zu schützen, nämlich deren körperliche Unversehrtheit.“  

Australien registriert Höchstwert bei Corona-Toten

7.15 Uhr: In Australien ist die höchste tägliche Zahl von Coronavirus-Todesopfern seit Beginn der Pandemie verzeichnet worden. Wie die Behörden im Bundesstaat Victoria am Mittwoch mitteilten, wurden dort binnen 24 Stunden weitere 15 Corona-Tote gezählt. Bislang war in ganz Australien an keinem Tag eine solch hohe Zahl neuer Todesopfer registriert worden.

Melbourne, die Hauptstadt von Victoria und zweitgrößte Stadt des Landes, hatte sich in den vergangenen Wochen zu einem Brennpunkt der Pandemie entwickelt. Täglich werden dort hunderte neue Infektionsfälle verzeichnet. Allein am Mittwoch waren es 725 neue Fälle. Die Ausbreitung des Virus konnte auch durch die seit fast einem Monat in Melbourne geltenden strikten Ausgangsbeschränkungen nicht gebremst werden. Besonders in Altenheimen der Stadt hat sich das Virus rasant verbreitet.  

Robert Koch-Institut meldet 741 neue Infektionen

6.45 Uhr: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 741 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich somit mindestens 212 022 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Mittwochmorgen im Internet meldete (Datenstand 5.8., 0.00 Uhr).

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9168. Bis Mittwochmorgen hatten 194 600 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 4.8., 0.00 Uhr, in Deutschland bei 1,02 (Vortag: 1,09). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwa einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert mit Datenstand 4.8., 0.00 Uhr, bei 0,99 (Vortag: 1,00). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

Gute Ergebnisse nach ersten Tests von Corona-Impfstoff

0.10 Uhr: Ein experimenteller Coronavirus-Impfstoff der US-Biotech-Firma Novavax hat nach Angaben des Herstellers bei ersten Tests ermutigende Ergebnisse gezeigt. In der ersten Phase der klinischen Tests hätten alle Probanden Antikörper gegen den Erreger Sars-CoV-2 entwickelt, erklärte das Unternehmen am Dienstag (Ortszeit). Bei den 131 Teilnehmern im Alter von 18 bis 59 Jahren habe es keine schweren Nebenwirkungen gegeben, hieß es weiter. Die Ergebnisse der in Australien durchgeführten Tests wurden jedoch noch nicht von unabhängigen Forschern geprüft und veröffentlicht.

Die ersten klinischen Tests mit wenigen Freiwilligen prüfen vor allem die Verträglichkeit eines Impfstoffs, dessen Wirksamkeit muss anschließend in wesentlich größeren Studien geprüft werden. Bislang ist noch nicht klar, ob und wie lange die Antikörper die Probanden tatsächlich vor einer Infektion mit dem Coronavirus schützen können.  

Konzerte in Frankreich ab Mitte August wieder möglich

21.11 Uhr: In Frankreich können unter bestimmten Bedingungen ab Mitte August wieder kulturelle Veranstaltungen mit mehr als 5000 Teilnehmern stattfinden. Ab dem 15. August dürften die zuständigen Präfekturen Veranstaltungen wie Konzerte und Festivals unter Einhaltung von Corona-Sicherheitsvorkehrungen wieder genehmigen, teilte das französische Kulturministerium am Dienstag mit.
Demnach müssten zwischen Sitzplätzen genügend Abstand gehalten werden und das Tragen einer Schutzmaske verpflichtend sein. Das Ministerium hatte bereits Ende Juli ein entsprechendes Dekret erlassen.
Ab dem 1. September können demnach Festivals, Konzerte und Shows mit mehr als 5000 Besuchern ohne spezielle Genehmigung der Präfektur stattfinden. Das Ministerium kündigte mehr Informationen dazu für die Woche des 24. August an. Ab September dürfen in Frankreich auch wieder Messen veranstaltet werden.

Maskenpflicht in den Niederlanden

18.22 Uhr: Als erste niederländische Städte führen Amsterdam und Rotterdam eine Maskenpflicht ein. An belebten Straßen, auf Plätzen und Märkten muss ab Mittwoch eine Gesichtsmaske getragen werden, teilten die Städte mit. Am Dienstag wurden in der Innenstadt von Amsterdam darunter auch im Rotlichtviertel gelbe Warnschilder aufgestellt. Wer sich nicht an die Auflage hält, dem droht eine Geldbuße von 95 Euro. Auch in überdachten Einkaufszentren und in Geschäften mit viel Kunden muss jeder ab 13 Jahre eine Maske tragen.

Die Städte reagieren damit auf die schnell steigenden Infektionszahlen. Vor allem in der Innenstadt von Amsterdam wird wegen der großen Zahl von Touristen der Sicherheitsabstand von 1,5 Metern oft nicht eingehalten. Landesweit sind Masken bisher nur im öffentlichen Nahverkehr Pflicht.
In der vergangenen Woche waren in den Niederlanden fast 2600 Neu-Infektionen gemeldet worden, das ist fast doppelt soviel wie in der Vorwoche.

Bundesregierung hebt Reisewarnung für Türkei teilweise auf

17.08 Uhr: Nach wochenlangem Zögern hat die Bundesregierung die Reisewarnung für die wichtigsten türkischen Urlaubsgebiete aufgehoben. Sie gilt seit Dienstag nicht mehr für die Provinzen Antalya, Izmir, Aydin und Mugla. Die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer begründete den Schritt mit der relativ niedrigen Zahl von Neuinfektionen in diesen Gebieten und dem „speziellen Tourismus- und Hygienekonzept“, das die türkische Regierung entwickelt hat. „Bei einer Verschlechterung der pandemischen Lage kann die Reisewarnung auch für die genannten vier Provinzen wieder eingeführt werden“, betonte sie aber.

Die Türkei ist neben Großbritannien damit erst das zweite größere Land außerhalb der Europäischen Union und des grenzkontrollfreien Schengen-Raums, für das die Reisewarnung teilweise aufgehoben wird. Der Schritt könnte nun Forderungen anderer Urlaubsländer wie Tunesien oder Ägypten nach sich ziehen, die ebenfalls auf Touristen aus Deutschland hoffen. Andere beliebte Urlaubsländer der Deutschen außerhalb Europas wie Thailand lassen Touristen noch gar nicht einreisen.

Kritische Fallzahlen in Hessen

15.10 Uhr: Die Infektionszahlen in der Stadt Offenbach rücken näher an die Grenze für weitere Verschärfungen der Corona-Maßnahmen. Am Dienstag stieg die Zahl der Neuinfektionen pro 100,000 Einwohner binnen sieben Tagen von 36 auf 39, wie das Hessische Sozialministerium mitteilte. Der Schwellenwert liegt bei 50. Der Rheingau-Taunus-Kreis folgt mit 22, gefolgt vom Odenwaldkreis und Wiesbaden mit je 20.

Nach einem starken Anstieg der Covid-19-Fälle am Wochenende hatte Offenbach bereits von sich aus einige Corona-Maßnahmen verschärft. Unter anderem wurde das Grillen und wurden Picknicks auf öffentlichen Flächen verboten. Unter dem Strich gab es Dienstag aber nur einen moderaten Anstieg der Infektionszahlen. Laut Stadt wurden im Vergleich zum Vortag fünf neue Fälle registriert. Am Wochenende war die Zahl auf den bisherigen Höchststand von 65 aktiv Erkrankten geklettert. Aktuell gibt es 64 akute Covid-19-Fälle in der Stadt.

Trump sorgt mit Äußerungen zu Corona-Statistiken für Kritik

14.42 Uhr: Mit einem Interview zum Verlauf der Corona-Pandemie in den Vereinigten Staaten hat US-Präsident Donald Trump neue Kritik auf sich gezogen. In dem Gespräch mit einem Reporter des Online-Portals Axios sagte Trump, die USA hätten in der Pandemie in zahlreichen Kategorien niedrigere Werte als Europa und der Rest der Welt. Zum Beweis zeigte er auf verschiedene Ausdrucke von Statistiken.

Der Journalist hielt entgegen, dass sich der Präsident auf den Anteil der Corona-Toten an der Zahl der in den USA gemeldeten Fälle beziehe anstatt den Bezug zur Gesamtbevölkerung herzustellen. „Das können Sie nicht machen“, widersprach Trump. „Sie müssen sich auf die Fälle beziehen.“ Zahlreiche Nutzer kommentierten im Kurzmitteilungsdienst Twitter am Dienstag, Trump versuche, die Zahlen herunterzuspielen. Der knapp drei Minuten lange Clip erzielte binnen weniger Stunden mehr als zehn Millionen Aufrufe.

In den USA mit rund 330 Millionen Einwohnern sind bislang mehr als 155.000 Menschen in Verbindung mit einer Coronavirus-Infektion gestorben, wie aus den Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervorgeht. Bislang gibt es rund 4,7 Millionen bestätigte Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 – in absoluten Zahlen mehr als in jedem anderen Land der Welt. Gemessen an der Gesamtbevölkerung schneiden Länder wie Italien, Spanien und Großbritannien schlechter ab.

Frankreichs Experten rechnen mit zweiter Welle

13 Uhr: Experten haben vor einem erneuten unkontrollierten Anstieg der Corona-Fallzahlen in Frankreich gewarnt. Die Lage könne „jederzeit kippen“, erklärte der Wissenschaftsrat, ein Beratergremium der französischen Regierung, in einer am Dienstag veröffentlichten Stellungnahme. Die Situation sei zwar derzeit „unter Kontrolle, aber fragil“.

Das Expertenteam unterstrich die Bedeutung von Abstands- und Hygieneregeln. „Die Bürger haben die kurzfristige Entwicklung der Epidemie zu großen Teilen selbst in der Hand“, heißt es in einer Stellungnahme des Rats, die der Regierung am 27. Juli zuging. Langfristig sei eine zweite Welle im Herbst oder Winter „sehr wahrscheinlich“.  

Corona-Ausbruch in Bayern: 166 Infizierte in Konservenfabrik

12.30 Uhr: Die Zahl der Corona-Infizierten im niederbayerischen Mamming steigt weiter an: 166 von 600 Mitarbeitern einer Konservenfabrik wurden positiv auf das Virus getestet. „Der gesamte Betrieb ist vorübergehend stillgelegt“, teilte das Landratsamt Dingolfing-Landau am Dienstag mit. Alle Beschäftigten befänden sich in Quarantäne, ebenso wie 130 Mitarbeiter an zwei weiteren Standorten des Betriebs.

Nach einer ersten Testung war am Wochenende bekannt geworden, dass sich 43 Beschäftigte der Fabrik mit dem Coronavirus angesteckt haben. Um sicherzugehen, dass nicht noch mehr Arbeiter betroffen sind, wurde eine erneute Testung angeordnet.

Der verarbeitende Betrieb liegt in der Nähe eines Gemüsehofes, wo zuvor bereits rund 230 Erntehelfer positiv getestet wurden. Die Behörden gehen daher davon aus, dass es zu einer Übertragung von Mitarbeitern des Agrarbetriebes zu Beschäftigten der Konservenfabrik gekommen ist.

Die Zahl der Infizierten könnte weiter steigen: Das Ergebnis der Kontrolluntersuchung von den 130 Mitarbeitern an den beiden weiteren Standorten der Konservenfabrik stehe noch aus, sagte eine Sprecherin des Landratsamtes auf Nachfrage.

Niedersachsen sträubt sich gegen Maskenpflicht in Schulen

11.20 Uhr: Niedersachsen hält die von Nordrhein-Westfalen eingeführte Maskenpflicht auch während des Unterrichts an weiterführenden Schulen und Berufsschulen momentan für übertrieben. Das Land starte nach den Sommerferien an den Schulen einen eingeschränkten Regelbetrieb mit möglichst festen Lerngruppen, sagte Kultusstaatssekretärin Gaby Willamowius am Dienstag in Hannover. Angesichts der derzeit niedrigen Infektionszahlen in Niedersachsen sei das Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung während der gesamten Unterrichtszeit in einer solchen Lerngruppe nicht verhältnismäßig.

Am Montag hatte NRW-Bildungsministerin Yvonne Gebauer (FDP) angekündigt, dass Schüler an weiterführenden und berufsbildenden Schulen zunächst bis zum 31. August Masken sowohl im Gebäude als auch im Unterricht tragen müssen. Damit gibt das Bundesland in diesem Bereich die strengsten Regeln vor. 

Probleme mit Schulstart in den USA

11.17 Uhr: US-Präsident Donald Trump fordert die Öffnung von Schulen trotz der Corona-Pandemie. Am Dienstagmorgen schrieb er auf Twitter in Großbuchstaben: „Open the schools!“. In einigen US-Staaten hat das neue Schuljahr bereits begonnen. Doch das Virus macht vielen Einrichtungen einen Strich durch die Rechnung. In Indianapolis musste eine Schule wieder schließen, weil Lehrer positiv auf das Virus getestet wurden. Schüler einer anderen Schule in Indianapolis mussten in Quarantäne, weil wenige Stunden nach Schulstart bekannt geworden war, dass ein Schüler sich infiziert hatte. Ähnliches spielte sich an Schulen in Atlanta und in Mississippi ab.

Schulöffnungen sind in den USA ein umstrittener Punkt, der in den einzelnen Ländern unterschiedlich gehandhabt wird. So stemmte sich zum Beispiel der Gouverneur von Maryland gegen eine Anordnung des Gesundheitsamts, das Privatschulen vorgegeben hatte, das Schuljahr mit virtuellem Unterricht zu starten – eine Regelung, die in dem Bundesstaat auch für öffentliche Schulen gilt. In New Jersey gilt für alle Schüler in Gebäuden Maskenpflicht. In North Carolina sollen alle Schulen öffnen, doch Lehrer fordern Schüler dazu auf, zu Hause zu bleiben.

Australien erhöht Corona-Strafen drastisch

9.30 Uhr: Der australische Bundesstaat Victoria hat nach zahlreichen Verstößen gegen Quarantäne-Bestimmungen für Corona-Infizierte die Bußgelder drastisch erhöht. Es sei „absolut inakzeptabel“, dass bei Überprüfungen rund 800 Infizierte- und damit jeder Vierte - nicht zu Hause angetroffen wurde, sagte Daniel Andrews, der Regierungschef des Bundesstaates, am Dienstag.

In Victoria haben die Behörden in den vergangenen Wochen wieder deutlich mehr Neuinfektionen registriert. Corona-Infizierte, die zum zweiten Mal gegen die Quarantäne-Regeln verstoßen, müssen künftig mit Strafen von 5000 australischen Dollar (rund 3000 Euro) rechnen - bisher waren es 1652 australische Dollar.  

Strikte Ausgangsbeschränkungen auf den Philippinen 

8.15 Uhr: Wegen eines deutlichen Wiederanstiegs der Corona-Infektionsfälle gelten für Millionen Menschen auf den Philippinen seit Dienstag wieder strikte Ausgangsbeschränkungen. In der Hauptstadt Manila und vier angrenzenden Provinzen dürfen die Menschen ihre Häuser nach Vorgabe der Behörden nur noch für notwendige Einkäufe und Sport verlassen. Auch die meisten Geschäfte müssen schließen, Restaurants dürfen nur noch Essen zum Mitnehmen anbieten.

Mehr als 27 Millionen Menschen sind von der Regelung betroffen. Die Bevölkerung war nur rund 24 Stunden vor Inkrafttreten über die Auflagen informiert worden. Viele Menschen saßen deshalb am Dienstag in Manila fest und konnten nicht mehr in ihre Heimatstädte zurückkehren, nachdem der öffentliche Verkehr und alle Inlandsflüge eingestellt worden waren.  

Zweite Corona-Welle laut Ärzteverband schon lange da

7 Uhr: Die von vielen befürchtete zweite Corona-Welle hat Deutschland nach Einschätzung des Ärzteverbandes Marburger Bund bereits erfasst. „Wir befinden uns ja schon in einer zweiten, flachen Anstiegswelle“, sagte die Verbandsvorsitzende Susanne Johna der „Augsburger Allgemeinen“ (Dienstag).

Sie sei aber nicht vergleichbar mit den Zahlen von März und April. Dennoch steige die Zahl der Neuinfektionen. „Damit ist die Gefahr, dass wir die Erfolge, die wir bislang in Deutschland erzielt haben, in einer Kombination aus Verdrängung und Normalitätssehnsucht wieder verspielen“, warnte Johna.

Die Krankenhäuser seien auf eine zweite Welle vorbereitet, erläuterte die Verbandschefin. Anders als bei der ersten Welle sollen Krankenhausbetten diesmal nicht pauschal, sondern am Bedarf orientiert freigehalten werden. „Weil sich das Pandemiegeschehen langsam aufbaut, müssen wir für Covid-19-Patienten gestuft Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung stellen, also eine zeitliche Staffelung der Vorhaltung einführen“, sagte Johna. 

China feiert schon wieder Oktoberfest

6.30 Uhr: In China scheint die Corona-Pandemie weitestgehend unter Kontrolle. Davon profitiert nun auch die ostchinesische Stadt Qingdao, wo das größte Bierfest des Landes planmäßig begonnen hat. Bis zum 23. August wollen die Organisatoren wie in jedem Jahr Hunderttausende Besucher auf das Gelände in der ostchinesischen Provinz Shandong locken.

Die Veranstalter bezeichnen das Bierfest von Qingdao gerne als „Chinas Oktoberfest“. Allerdings sind die Besucherzahlen noch weit vom Münchner Original entfernt. Rund sechs Millionen Menschen strömen jährlich auf die Wiesn. In diesem Jahr wurde das Münchener Fest jedoch wegen des Coronavirus abgesagt. 

Italien: Zahl der Corona-Infizierten laut Studie deutlich höher

5.30 Uhr: Das Coronavirus könnte in Italien einer Studie zufolge sechs Mal stärker verbreitet sein als bekannt. Das Gesundheitsministerium und das Statistikamt Istat veröffentlichten am Montag eine Auswertung, nach der knapp 1,5 Millionen Menschen im Land Antikörper gegen das Virus entwickelt haben, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Das entspreche rund 2,5 Prozent der Bevölkerung. In Italien leben rund 60 Millionen Menschen.

Das Ergebnis der Studie basiert auf Tests bei 64 660 repräsentativ ausgewählten Menschen vom 15. Mai bis 15. Juli - die Ergebnisse seien bis 27. Juli eingegangen. Laut den Daten der US-Universität Johns Hopkins haben sich in Italien bislang gut 248 000 Menschen mit dem Virus infiziert, mehr als 35 000 Infizierte starben.

Der Studie zufolge gibt es jedoch große regionale Unterschiede, wie Ansa weiter berichtete. In der Lombardei wurde bei 7,5 Prozent der Menschen Antikörper festgestellt, in Süditalien bei weniger als einem Prozent.  

Robert Koch-Institut meldet knapp 900 neue Corona-Infektionen

5 Uhr: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 879 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich somit mindestens 211 281 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Dienstagmorgen im Internet meldete (Datenstand 4.8., 0.00 Uhr).

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9156. Bis Dienstagmorgen hatten 194 000 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 3.8., 0.00 Uhr, in Deutschland bei 1,09 (Vortag: 1,11). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwa einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Lage in den USA entspannt sich langsam

4 Uhr: In den USA ist die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus den zweiten Tag in Folge zurückgegangen. Innerhalb von 24 Stunden seien 46.321 neue Ansteckungen registriert worden, teilte am Montagabend die Johns-Hopkins-Universität mit. Zugleich habe es 532 weitere Todesfälle gegeben. In der vergangenen Woche waren an fünf Tagen hintereinander mehr als 60.000 neue Fälle registriert worden.

Am Sonntag sank die Zahl dann auf 47.508, nun ging sie nochmals leicht zurück. Insgesamt wurden in den USA mehr als 4,7 Millionen Ansteckungen mit dem neuartigen Coronavirus registriert, mehr als 155.000 Menschen starben. Dies sind weltweit mit Abstand die meisten Opfer.  

Südamerika beklagt mehr als 200.000 Corona-Tote

3 Uhr: Die Zahl der Corona-Infektionen in Südamerika und der Karibik ist in der Nacht zum Dienstag auf über fünf Millionen gestiegen. Dies geht aus einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP hervor, die sich auf offizielle Angaben von Regierungen und Behörden stützt. Demnach starben in der Region mehr als 202.000 Menschen an der durch das neuartige Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19.

Am schlimmsten betroffen in Südamerika und der Karibik bleibt weiter Brasilien. In dem Land mit seinen 210 Millionen Einwohnern steckten sich 2,75 Millionen Menschen mit dem Virus an, mehr als 94.000 von ihnen starben. Das ist weltweit die zweithöchste Opferzahl nach den USA mit mehr als 154.000 Todesfällen.  

Corona-App kommt in Kürze in fünf weiteren Sprachen

2 Uhr: Die deutsche Corona-Warn-App soll in Kürze in weiteren fünf Sprachen zur Verfügung stehen. „Die Versionen Arabisch, Polnisch, Bulgarisch, Rumänisch und Russisch sind derzeit in der Entwicklung“, sagte Digital-Staatsministerin Dorothee Bär (CSU) der „Rheinischen Post“ (Dienstag). Bisher gibt es die am 16. Juni in Deutschland gestartete App in Deutsch, Englisch und Türkisch. Die App soll helfen, die weitere Verbreitung des Virus zu unterbinden.

Deutschland habe mit bisher mehr als 16,4 Millionen Nutzern mehr Downloads als ganz Europa mit seinen verschiedenen Apps zusammen, sagte Bär. Die Corona-Warn-App sei inzwischen in den App-Stores aller EU-Länder sowie der Türkei, der Schweiz und von Norwegen und Großbritannien freigegeben.

Zu den bisherigen technischen Problemen sagte die CSU-Politikerin, bei so großen IT-Projekten werde es immer Nachbesserungen geben müssen. Es habe Beeinträchtigungen bei der Hintergrundaktualisierung der App gegeben. „Deshalb empfehlen wir, die App einmal täglich zu öffnen.“ Dadurch werde sichergestellt, dass alle Warnmeldungen angezeigt würden.  (afp/dpa/red)

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