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Corona-Regeln im Fitnessstudio: Ungeimpfte müssen draußen bleiben - außer in einem Bundesland

Von: Jonas Raab

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Maske, Abstand, Impfung und negativer Test: In vielen Fitnessstudios in Deutschland gilt die 2Gplus-Regel.
Maske, Abstand, Impfung und negativer Test: In vielen Fitnessstudios in Deutschland gilt die 2Gplus-Regel. © AAP/imago

Um in Fitnessstudio trainieren zu dürfen, braucht man einen 2G- oder 2Gplus-Nachweis. Nur in einem Bundesland haben Ungeimpfte Zutritt. In Sachsen sind die Muckibuden dicht.

Berlin - Wer fit sein will, muss leiden – und vielerorts testen. Wie in allen anderen Lebensbereichen gelten auch in Fitnessstudios strenge Corona-Regeln. Ende August wurde für Sportstätten deutschlandweit die 3G-Regel (Geimpft, Genesen oder Getestet) eingeführt. Weil im Herbst das Infektionsgeschehen aber wieder an Fahrt aufgenommen hat, wurde sowohl auf Bundes- als auch auf Länderebene nachgebessert. So gelten seit 24. November 2021 bundesweit neue Corona-Regeln, die auf Grundlage des Hospitalisierungsindex greifen.

Am Donnerstag (2. Dezember) wollen Bund und Länder beim Corona-Gipfel neue Maßnahmen auf den Weg bringen. Ob sie auch Fitnessstudios betreffen, ist momentan nicht absehbar. Derzeit regeln die einzelnen Bundesländer die Fitnessstudiobesuche auf ziemlich unterschiedliche Weise. Ein Überblick:

In Bayern gilt für Fitnessstudios die 2Gplus-Regelung. Zutritt haben also nur Geimpfte oder Genesene, die sich zusätzlich testen lassen. PCR-Tests behalten 48 Stunden lang ihre Gültigkeit, PoC-Antigentests 24 Stunden lang. Selbsttest können auch vor Ort unter dem Vier-Augen-Prinzip vorgenommen werden. In Landkreisen oder Städten, in denen die Sieben-Tage-Inzidenz höher als 1000 ist, bleiben Sportstätten und damit auch Fitnessstudios geschlossen. Ministerpräsident Markus Söder pocht allerdings auf strengere Corona-Regeln in Bayern.

Auch in Mecklenburg-Vorpommern gilt in Fitnessstudio 2G plus, sobald Warnstufe 3 (erhöhtes Infektionsgeschehen) oder 4 (hohes Infektionsgeschehen) erreicht ist. In Niedersachsen gilt dasselbe, allerdings schon ab Warnstufe 2 des Landes (Sieben-Tage-Inzidenz über 100, Hospitalisierungs-Inzidenz 8 bis 11, Intensivbettenbelegung 10 bis 20 Prozent). Auch in Thüringen gilt seit dem 29. November in Fitnessstudios die 2Gplus-Regelung.

Die meisten Bundesländer gilt beim Fitnessstudio-Besuch momentan die 2G-Regel. In Baden-Württemberg, weil die Alarmstufe II greift. In Berlin gilt 2G in Sportanlagen auch ohne Warnstufe.

Auch in Bremen, Hamburg und Hessen haben nur Genesene oder Geimpfte Zugang. Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Rheinland-Pfalz und das Saarland komplettieren die Fitnessstudio-2G-Liste der Bundesländer.

Eigentlich hatte auch Sachsen ein 2G-Modell für Fitnessstudios vorgesehen. Weil die Infektionszahlen im Bundesland aber Mitte November drastisch angestiegen sind, wurde ein Teil-Lockdown verhängt. Seitdem haben Sporteinrichtungen für den Regelbetrieb geschlossen. Nur Rehasport und medizinisch notwendige Behandlungen sind weiterhin erlaubt.

Brandenburg hat die lockersten Zutrittsregeln für Fitnessstudios in ganz Deutschland. Zwar plant die hiesige Landesregierung derzeit, die Regeln insbesondere für Ungeimpfte deutlich zu verschärfen, doch nach wie vor gilt für Sporteinrichtungen das 3G-Modell. Nur bei Kontaktsportarten und dem Betrieb von Saunen greift die 2G-Regel. (jo)

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