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Corona-Schutz: Studie könnte Masken-Irrtum klären - „Wer das behauptet, irrt gewaltig ...“

Eine neue Untersuchung zu Masken zeigt: Der Mundschutz ist selbst voller Keime für uns ungefährlich und hilft bei der Eindämmung der Corona-Pandemie.

Berlin - Wer in Deutschland einen Supermarkt, ein Lokal oder öffentliche Verkehrsmittel betritt, muss sie tragen - eine Maske. Momentan ist der Mund-Nasen-Schutz zum mitunter wichtigsten Alltags-Zubehör mutiert. Denn an vielen Orten ist er Pflicht. Die Masken sollen dabei helfen, die Corona-Pandemie einzudämmen, indem sie den Luftstrom beim Sprechen hemmen und infektiöse Partikel abfangen. Kritiker warnen jedoch immer wieder vor den Gefahren der Alltagsmasken. Auch das RKI sträubte sich lange gegen eine Empfehlung des Mundschutzes.

So bezeichnete sie Hendrik Streec k, Professor für Virologie an der Universität Bonn, sie erst kürzlich als „Nährboden für Bakterien und Pilze“. Zwar wirkten die Masken*, es sei aber sehr wichtig sie richtig zu verwenden, sagte er weiterhin im Interview mit Welt.de. Besonders das häufige Wiederverwenden ohne Waschen und unhygienische Aufbewahrung seien problematisch. Dem widerspricht ein Facharzt für Hygiene aus Berlin nun deutlich. 

Corona-Gefahr durch die Maske? Unsinn sagt der Experte

„Der Mund-Nasen-Schutz ist überhaupt kein Gesundheitsrisiko. Wer das behauptet, irrt gewaltig“, sagt Professor Dr. Klaus-Dieter Zastrow der Bild, die gemeinsam mit dem Hygiene-Institut Berlin eine Untersuchung von Keimen an Masken durchgeführt hatte. Hierfür wurden Masken von Passanten sowohl auf der Innen- als auch auf der Außenseite auf Keime getestet und die Ergebnisse anschließend ausgewertet. 

Im Ergebnis fiel die Untersuchung deutlich besser aus als gedacht. Im Wesentlichen seien drei Arten von Keimen entdeckt worden, das sei aber nicht überraschend. Es habe sich dabei um normale Hautkeime gehandelt, die jeder Mensch habe, so der Professor. Außerdem habe man Umweltkeime gefunden, die es zum Beispiel auch auf Gemüse gebe.

Masken-Pflicht gegen Corona: Notwendig und gefahrlos

Es machte im Übrigen keinen Unterschied für die Ergebnisse, um welche Art Maske es sich dabei handelte und wie lang sie bereits getragen worden war. Auch die Häufigkeit des Waschens und der Aufbewahrungsort spielten keine Rolle. Es bestehe also keine Gefahr, auch wenn man dieselbe Maske eine Weile verwende. Viele Experten empfehlen den eigenen Mund-Nasen-Schutz in der Corona*-Zeit täglich zu wechseln oder zu waschen. 

„Es ist Blödsinn, zum jetzigen Zeitpunkt über das Abschaffen der Masken-Pflicht zu diskutieren. Denn die letzten drei Monate haben gezeigt, dass die Maske der einzige und erfolgreiche Schutz ist“, resümiert Zastrow. Der Test habe zudem gezeigt, dass keine Gefahr von ihnen ausgehe. (mam) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa / Sven Braun

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