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Corona-Skandal-Video aus Mallorca - FDP-Mann stocksauer: „Wenn ihr noch einen Rest Anstand besitzt ...“

Nach dem Skandal-Video von feiernden Mallorca-Touristen hagelt es Kritik. Gesundheitsminister Jens Spahn sowie FDP-Politiker Heiner Garg sind stocksauer.

Update 21.04 Uhr: Dass Skandal-Video von feiernden Touristen auf Mallorca sorgt weiter für Empörung. Nachdem sich am Vormittag Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) mahnend geäußert hatte (Update 11.03 Uhr), poltert nun ein FDP-Politiker.

Heiner Garg, Landesvoristzender der FDP Schleswig-Holstein, ist wenig begeistert von den Party-Aufnahmen. Auf Twitter schrieb der gebürtige Freiburger: „Seltsame Vorstellung von Vergnügen - erst die Menschen im Gastland und danach die Menschen im Heimatland zu gefährden. Wenn ihr noch einen Rest Anstand besitzt, begebt ihr euch umgehend freiwillig in Quarantäne.“ In einem weiteren Tweet sprach der FDP-Politiker von „Saufgelagen am Ballermann.“ 

Fehler in Corona-Krise: Journalist nimmt RKI-Präsident Wieler in die Zange

Udpate 11.23 Uhr: Ein Journalist will RKI-Präsident Lothar Wieler offenbar aus der Reserve locken. Auf die wiederholte Frage, ob es einen Fehler gebe, über den sich das RKI am meisten ärgere, sagt Wieler mehrmals: „Ich kann ihnen keinen nennen, über den ich mich am meisten ärgere.“

Wieler und Spahn zu Impfstoff-Forschung: „Sehr optimistisch

Update 11.14 Uhr: In Sachen Impfstoff gebe es durchaus Grund für Optimismus. Diesen erklärt Jens Spahn mit der großen Zahl an Freiwilligen, die sich impfen lassen wollten. Außerdem sei der Verbund von Menschen, Firmen und Wissenschaftlern, die sich beim Thema Impfstofdf zusammengeschlossen hätten, beeindruckend. In einigen Fällen sei man bereits in Phase 2 und 3 in der Impfstoff-Forschung angekommen. Der aktuelle Stand gebe Anlass zu Optimismus. 

Wieler ergänzt diesbezüglich „Ich bin sehr optimistisch, dass es Impfstoffe geben wird“. Wie gut die wirken und wie lange, müsse man abwarten, so Wieler. Auch die Nebenwirkungen, welche man bereit ist, in Kauf zu nehmen, müssten im Einzelfall geklärt werden. 

Coronavirus: Wieler erklärt Antiköpertest-Ergebnisse

Update 11.10 Uhr: Zum Thema Antikörpertest* erklärt Wieler, dass die Menge an Antikörpern manchmal zu gering seien, um mit den Tests nachgewiesen werden zu können. Das bedeute aber im Rückschluss nicht, dass diese Menschen keine Immunität hätten. „Das wissen wir nicht“, so RKI-Präsident Wieler. Es gebe aber noch eine zweite Immunantwort, in Form der sogenannten T-Zellen. Auch darüber sei ein Nachweis einer gewissen Immunität möglich.

Coronavirus: Sorgen wegen Menschenansammlungen und Partys

Update 11.03 Uhr: In Sachen Partys und Feiern will Jens Spahn nicht den Spielverderber geben aber warnt eindringlich: „Es ist einfach gerade nicht die Zeit dafür“, sagt der Minister. Menschenansammlungen am Ostseestrand machen ihn nicht nervös. Für privat organisierte Partys als Alternative zum nicht stattfindenden Oktoberfest könne er dagegen kein Verständnis aufbringen.

Auch draußen könne man sich allerdings vor allem ohne Tragen einer Maske infizieren, fügt Lothar Wieler hinzu. Die Gefahr sei zwar im Außenbereich geringer, aber dennoch vorhanden, so der RKI-Präsident.

Update 11.01 Uhr: Ob es Überlegungen gebe, die Medikamenten-Produktion wieder vermehrt zurück nach Deutschland und Europa zu holen, möchte ein Journalist von Jens Spahn wissen. Dem Minister zufolge gebe es auch Produktionen in Europa. Spahn verweist außerdem auf einen aktuellen Beschluss, dass Medikamente für Intensivstationen in Krankenhäusern für drei Wochen bevorratet werden sollen. Damit soll die Versorgung auch für den Fall wieder steigender Patientenzahlen gesichert werden.

Coronavirus in Urlaubs-Zeiten: Ballermann-Szene Zeichen von fehlender Abstimmung in EU?

Update 10.41 Uhr: Angesprochen auf die Vorkommnisse am Ballermann will ein Journalist von Jens Spahn wissen, warum keine schärferen Regeln auf europäischer Ebene ergriffen werden. Im Nachhinein hätte man früher die Einreise aus Drittstaaten beschränken können, räumt Spahn ein. Außerdem betont Jens Spahn, dass die Bilder vom Ballermann ein Verhalten zeigen, das nicht erlaubt gewesen sei. Es handle sich vermutlich um wenige Einzelfälle. Ein gemeinsames Verständnis in der EU gebe es diesbezüglich, er wolle das Thema aber auch erneut bei seinen europäischen Kollegen ansprechen.

Spahn will die EU souveräner bei Arzneimitteln und Schutzmasken machen 

Update 10.39 Uhr: Jens Spahn will sich in der Ratspräsidentschaft für mehr Unabhängigkeit der EU bei der Versorgung mit Arzneimitteln und Schutzausrüstung einsetzen. "Es sollte sich nicht in China entscheiden, ob wir ausreichend Schutzmasken oder Medikamente haben", sagte Spahn. "In dieser Krise haben wir Europäer erneut erfahren, dass wir zusammenstehen müssen, um Gefahren abzuwehren".

Es habe sich gezeigt, "dass wir souveräner werden müssen, um uns zu schützen". Außerdem will Spahn im Rahmen der Ratspräsidentschaft die EU-Krankheitsbekämpfungsbehörde (ECDC) stärken. Der Minister kündigte zudem an, dass er die Rolle Europas in der Weltgesundheitsorganisation (WHO) stärken wolle. Der angekündigte Austritt der USA sei ein "herber Rückschlag" für die Organisation. Es gehe aber auch darum, bei der Organisation notwendige Reformprozesse voranzutreiben.

Die aktuelle Coronavirus-Lage in Europa im Nachrichten-Ticker.

Coronavirus in Urlaubszeiten: Einschätzung der Gefahren in Flugzeugen

Update von 10.37 Uhr: Auch RKI-Präsident Wieler schätzt die Filterung in Flugzeugen und den Luftaustausch als hoch ein. Die Einhaltung der Abstandsregeln sei an Flughäfen ebenfalls wichtig, so Wieler.

Update vom 13. Juli 10.34 Uhr: Nun folgen Fragen der Journalisten. Zu Gefahren in Flugzeugen werde in den Maschinen ein starker Luftaustausch erreicht, so Spahn. Die Maskenpflicht sollte ihm zufolge stärker durchgesetzt werden.

Coronavirus: Ergebnisse der Befragung in Deutschland

Update 10.23 Uhr: Nun spricht Manfred Güllner Geschäftsführer des Forsa-Institus über eine repräsentative Befragung von 30.000 ausgewählte Bundesbürger. Im Juni, zum Zeitpunkt der Befragung, beschäftigten sich fast Dreiviertel der Bevölkerung weiter mit dem Coronavirus und informierten sich fast täglich über das aktuelle Infektionsgeschehen. 

Die Sorge über eine zweite Welle ist in der Bevölkerung hoch. Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Situation zeigen sich nur etwa 10 Prozent sehr besorgt über die finanziellen Folgen der Krise. 15 Prozent sagen, ihr Einkommen sei coronabedingt gesunken. Rund 40 Prozent hätten ihre Arbeit uneingeschränkt nachkommen können. Frauen dagegen waren zu rund 80 Prozent eingeschränkt in ihrer Erwerbstätigkeit, circa 40 Prozent mussten ihre Arbeit ganz aufgeben.

Doch auch positive Erlebnisse wie Entschleunigung, mehr Zeit für die Familie werden von den Befragten im Zusammenhang mit der Corona-Krise gemacht. Die Erfahrung hätten vor allem Beamte gemacht.

Rund 65 Prozent halten die ergriffenen Maßnahmen für richtig, 17 Prozent schätzen die Maßnahmen als zu streng ein. Die inzwischen eingeführten Lockerungen werden von einem Großteil der Bürgerinnen und Bürger (mehr als 80 Prozent) als richtig empfunden.

Update 10.21 Uhr: Eine - nicht repräsentative - Studie von Blutspendern erhärte laut Wieler den Verdacht, dass die Ausbreitung des Coronavirus in der Bevölkerung noch gering ist.

Coronavirus: RKI-Präsident über weltweite Ausbreitung - Appell an Bevölkerung 

Update 10.17 Uhr: Nun ergreift auch RKI-Präsident Lothar Wieler das Wort. Weltweit breite sich das Virus weiter aus. Ihm zufolge würden in Ländern wie Israel, Indien, einigen Staaten der USA und vielen weiteren Ländern eingeführte Lockerungen aufgrund der steigenden Fallzahlen wieder zurücknehmen.

In Deutschland sei die aktuelle Situation dagegen erfreulich. Es gebe es weniger Ausbrüche in Alten- und Pflegeheimen. Die Zahl der Toten bewege sich stabil auf sehr niedrigem Niveau. Zudem seien die Gesundheitsämter derzeit nicht überfordert mit der Nachverfolgung der Fälle.

Die Testkapazität in Deutschland betrage laut Wieler derzeit rund 1,1 Millionen pro Woche.

Auch Lothar Wieler appelliert an die Bevölkerung, die bestehenden Regeln einzuhalten. Das Virus hätte nach wie vor eine enorme Dynamik. 

Nach Skandal-Video aus Mallorca: Spahn macht allen Urlaubern rigorose Ansage

Update 10.10 Uhr: Jens Spahn appelliert erneut an die Bevölkerung die geltenden Hygienevorschriften und Abstandsregeln einzuhalten. Der Gesundheitsminister hat die Bürger vor Nachlässigkeit im Umgang mit der Corona-Pandemie gewarnt und eindringlich aufgerufen, die Schutzmaßnahmen einzuhalten.

Das sei besonders auch im Urlaub wichtig. Er rief die Bevölkerung auf, wachsam zu bleiben und nicht übermütig zu werden. 

Gleichzeitig äußert sich der Gesundheitsminister sehr besorgt über Szenen, wie sie in Mallorca stattgefunden hätten. Dort feierten Touristen und missachteten zum großen Teil die Corona-Regeln (siehe Update 13. Juli 2020, 9.07 Uhr). Szenen wie diese seien eine enorme Gefahr für das weitere Infektionsgeschehen. „Wir müssen sehr aufpassen, dass der Ballermann nicht ein zweites Ischgl wird", sagte er. Spahn appelliert an die Vernunft der Bürger. Auch in Nizza gab es am Wochenende erschreckende Bilder zu beobachten. 

PK zur Corona-Lage: Jens Spahn bedankt sich bei Bevölkerung

Update vom 13. Juli 2020, 10.07 Uhr: Jens Spahn (CDU) bedankt sich zu Beginn der PK bei der Bevölkerung Deutschlands für die erbrachte Disziplin und Verantwortung. Nach wie vor seien die Infektionszahlen auf niedrigem Niveau. Die Zahl der Neuinfektionen weltweit dagegen seien hoch wie nie zu vor und auch in anderen Ländern steigen die Fallzahlen erneut an, so Spahn. Achtsamkeit sei deshalb nach wie vor gefragt - die Gefahr einer zweiten Corona-Welle bestünde weiter.

Update vom 13. Juli 2020, 10.00 Uhr: Bei der Bundespressekonferenz in Berlin treffen Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, RKI-Präsident Lothar Wieler und weitere Sprecher ein. Die PK beginnt.

Coronavirus: Jens Spahn äußert sich zu Infektions-Lage in der Urlaubszeit

Update vom 13. Juli 2020, 9.27 Uhr: Ganz langsam scheint die Tourismusbranche wieder in Gang zu kommen. Immer mehr Bundesbürger entscheiden sich nun doch für einen Urlaub in den Sommerferien, der in immer mehr Ländern möglich ist. Was bedeutet es für die weitere Eindämmung des Coronavirus, wenn Millionen Deutsche wieder ins In- und Ausland reisen? Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will um 10.00 Uhr in Berlin zur Situation in Urlaubszeiten Stellung nehmen. Auch der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, gibt dazu Einschätzungen ab.

Alle News über die aktuellen Entwicklungen in der Corona-Krise in Deutschland.

Corona-Urlaub 2020: Video von feiernden Mallorca-Urlaubern sorgt für Entsetzten

13. Juli 2020, 9.07 Uhr:  Indes sorgt ein Video von feiernden Mallorca-Touristen für Entsetzen: Hunderte deutsche Touristen sollen trotz Corona-Krise am Ballermann Party gemacht haben. Die Mallorca Zeitung hatte ein Video der Szene veröffentlicht. Auf der Insel herrscht nun Entsetzen. Derweil finden auch in Innsbruck Corona-Partys statt. Wir haben mit einem Teilnehmer einer illegalen Techno-Veranstaltung gesprochen. (va) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks. 

Eine neue Untersuchung zeigt: Selbst verkeimte Masken sind für den Träger ungefährlich. 

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa / Jens Kalaene

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