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Coronavirus in NRW: Mehr als 16.300 Infizierte und 180 Tote in NRW

Düsseldorf -

Das Land NRW hat strenge Maßnahmen ergriffen, um die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen. Es gilt ein Kontakverbot  für mehr als zwei Personen, das öffentliche Leben ist zum Erliegen gekommen. Besonders Gastronomien, Einzelhandel und Kulturstätten spüren den Ausnahmezustand bereits deutlich.

Über die Internetseite land.nrw/corona sind alle Entscheidungen der NRW-Landesregierung, die Erlasse und ihre Hintergründe abrufbar. Wir informieren über die aktuellen Ereignisse hier im Newsblog.

Zahl der Todesfälle steigt um 32 an einem Tag

16.12 Uhr: In Nordrhein-Westfalen steigt die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen weiter an. Am Mittwochnachmittag (Stand: 16 Uhr) meldete das Gesundheitsministerium in Düsseldorf 16.344 Infizierte. Das ist eine Zunahme um 345 gegenüber dem Vormittag.

Prozentual ist das ein Anstieg um nur knapp 2,2 Prozent gegenüber dem Vormittag. Entscheidender ist allerdings der Vergleich zum gleichen Zeitpunkt des Vortags. Am Dienstag gab das Ministerium die Zahl der Infizierten nachmittags mit 15.251an. Das sind 1093 weniger als am Mittwochnachmittag. Der prozentuale Anstieg im Vergleich zum Dienstag beträgt etwa 7,3 Prozent.

Die Zahl der Todesfälle stieg auf 180 in NRW. Das sind 32 mehr als zur gleichen Zeit am Dienstag.

Erster Coronavirus-Fall in NRW-Gefängnis

11.51 Uhr: Erstmals ist ein Gefangener des Strafvollzugs in Nordrhein-Westfalen positiv auf das neue Coronavirus getestet worden. Es handele sich um einen Häftling des Offenen Vollzugs, der in der JVA Euskirchen eine Haftstrafe von mehr als vier Jahren wegen Finanzdelikten verbüße, sagte ein Sprecher des NRW-Justizvollzugsamtes in Düsseldorf am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur.

Der Mann mittleren Alters stehe nun in seiner Privatwohnung unter Quarantäne. Vier weitere Gefangene, zu denen er im Gefängnis Kontakt hatte, seien dort in einem Quarantäne-Bereich untergebracht worden.

Laschet beruft „Expertenrat Corona“ für Exit-Strategie

11.45 Uhr: Ein „Expertenrat Corona“ soll in Nordrhein-Westfalen bei der Bewältigung der Corona-Krise helfen. Jetzt müssten Maßstäbe erarbeitet werden, wie und wann es nach der Krise weitergehe, sagte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Mittwoch im Düsseldorfer Landtag an.

Dazu brauche es nicht nur Virologen, sondern auch Soziologen, Ethiker, Juristen und Experten aus vielen anderen Fachdisziplinen. Der Rat solle seine Arbeit noch diese Woche aufnehmen, kündigte Laschet an. Jetzt gehe es darum, heute schon über den Tag hinauszuschauen. 

„Das Ifo-Institut prognostiziert, dass jede zusätzliche Woche Shutdown (zu Deutsch: Stilllegung) ein Prozent des Bruttoinlandsprodukts kosten würde - also rund 35 Milliarden Euro“, sagte Laschet. „Im schlimmsten Fall sinkt die Wirtschaftsleistung um 20 Prozent. Eine solche tiefe Wirtschaftskrise hat Deutschland noch nie erlebt.“

Die Politik könne nicht Ende April einfach verkünden, aus den Beschränkungen auszusteigen und alles wieder zu öffnen, sagte Laschet. „Man muss nachvollziehen können, warum man das macht und was abgewogen wird.“ Dafür sei der Expertenrat nötig.

Zuerst hatte die „Welt“ über das Gremium berichtet. Nach Informationen der Zeitung sollen dem zwölfköpfigen Expertenrat unter anderem der Direktor des Bonner Instituts für Virologie, Hendrik Streeck, der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, Michael Hüther, und der frühere Richter am Bundesverfassungsgericht, Udo di Fabio, angehören. 

1000 Neuinfektionen und 23 Todesfälle in 24 Stunden

10.40 Uhr: 15.999 Menschen sind in Nordrhein-Westfalen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Das hat das Gesundheitsministerium am Mittwoch bekanntgegeben (Stand: 10 Uhr). Das ist ein Zuwachs von knapp 800 registrierten Fällen seit Dienstagnachmittag. Die Zahl der Todesfälle stieg um 20 – von 148 auf 168.

In einem Zeitraum von 24 Stunden betrug der Zuwachs von bestätigten Fällen rund 1000, die Zahl der Todesfälle stieg um 23.

NRW-Justiz plant Video-Prozesse in Corona-Krise

17.59 Uhr: Urteilen ohne anzustecken: Die Justiz plant in Düsseldorf Gerichtsprozesse als Videokonferenzen. In Zivilsachen sei dies grundsätzlich möglich, sagte Landgerichtssprecherin Elisabeth Stöve am Dienstag. Dazu hat das Gericht nun eine Videokonferenzanlage in einem Gerichtssaal fest installiert. Sie war bislang für Vernehmungen von Zeugen benutzt worden, die sich im Ausland befanden.

Durch die Corona-Krise waren fast alle Verhandlungen in Zivilprozessen ausgesetzt worden. Nur eilige Strafhaftsachen werden derzeit verhandelt. Mit dem Video-Gerichtssaal soll Bewegung in die derzeit brachliegenden Zivilverfahren zurückkehren. Die Zivilprozessordnung erlaube dies bereits seit 2013.

Armin Laschet und Jens Spahn gegen Masken-Pflicht in NRW

16.12 Uhr: Armin Laschet und Jens Spahn haben sich am Dienstagnachmittag gegen eine Maskenpflicht in NRW ausgesprochen. In der derzeitigen Situation sei dies noch nicht erforderlich, sagten sowohl der NRW-Innenminister als auch der Bundesgesundheitsminister. Spahn betonte jedoch, dass er zunehmend eine Bereitschaft in der Bevölkerung beobachte, freiwillig eine Atemschutzmaske zu tragen.

Mehr als 15.200 Infizierte in NRW – 148 Todesfälle

16.08 Uhr: 15.251 Menschen sind in Nordrhein-Westfalen mit dem Coronavirus infiziert. 148 Menschen sind in NRW bereits an dem Virus gestorben. Dies teilte das Landesgesundheitsministerium am Dienstagnachmitag mit. Im Vergleich zum Montag ist die Zahl der Neuinfektionen um etwas 800 gestiegen, ein ähnlicher Anstieg wie in den vergangenen Tagen.

Armin Laschet will Epidemiegesetz nur mit Opposition durchsetzen

15.25 Uhr: Armin Laschet will das für NRW geplante Epidemiegesetz nur gemeinsam mit der Opposition durchsetzen. Dies sagte der NRW-Ministerpräsident bei der Pressekonferenz am Dienstagnachmittag. Die NRW-SPD hatte massive Bedenken aufgrund der Eingriffe ins Grundgesetz geäußert. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Thomas Kutschaty sagte, dass die Sozialdemokraten diesem Entwurf nicht zustimmen wollten.

Armin Laschet kommt der Opposition nun entgegen: „Dazu hören wir natürlich die Positionen von SPD und Grünen. Hier brauchen wir eine einheitliche und parteiübergreifende Lösung“, so Laschet.

Bei der Pressekonferenz, bei der auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn anwesend war, hat Armin Laschet außerdem eine vorsichtig-positive Prognose abgegeben: 8,9 Tage dauere es aktuell bis sich die Zahl der Infektionen in NRW verdoppele. Dies sei besser als der Bundestrend, so Laschet. „Es gilt nun, diese Zeit weiter zu vergrößern.“

Zum Engpass der Atemschutzmasken in NRW sagte der Ministerpräsident, dass Bund und Länder an der Beschaffung weiterer Masken arbeiten würden. Auch die Produktion von Schutzmasken in Deutschland solle weiter geprüft und gestärkt werden.

Positiv sei außerdem, dass nun rund 200 Kliniken in NRW vernetzt seien. So solle ein flächendecker Austausch und Versorgung gewährleistet werden, so Laschet. „Mein besonderer Dank geht an alle Helferinnen und Helfern sowie die rund 400 Studierenden, die freiwillig an der Uniklinik in Düsseldorf aushelfen wollen“, so Laschet.

Fast 15.000 Infizierte in NRW bestätigt – 145 Todesfälle

11.02 Uhr: 14.975 Menschen sind in NRW mit dem Coronavirus infiziert. Das bestätigte das Landesgesundheitsministerium am Dienstagvormittag. 145 Personen im Land sind bereits an dem Virus gestorben. Die neuen Zahlen vom Amt zeigen einen weiteren Anstieg der Infektion im Land: Rund 500 neue Infizierungen mit Covid19 sind von Montag auf Dienstag bekannt geworden. Die Zahl der Toten ist um 15 gestiegen. Der Zuwachs der bestätigten Neuinfizierten in NRW innerhalb von 24 Stunden hat sich im Vergleich zu den vorangegangenen Tagen noch einmal verlangsamt.

In Nordrhein-Westfalen hat Köln nun die meisten nachgewiesenen Corona-Infektionen und überholte somit den stark betroffenen Kreis Heinsberg. In der größten Stadt des Bundeslandes stieg die Zahl der positiv getesteten Menschen auf 1369. Einen Tag zuvor waren es 1290. Schon am Montag zählte die Millionenstadt mehr Fälle als Heinsberg. Die Zahl der Toten stieg in Köln um 2 auf 11. 

FDP-Politikerin besucht Enkelkinder am Fenster

09.34 Uhr: Enkelbesuch in Zeiten von Corona: Ein Foto der Düsseldorfer FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann und ihrem Mann zeigt, wie sie auf kleinen Stühlen am Bordstein hocken - während ihre Enkelkinder oben aus dem Fenster zu ihnen hinunter schauen. „Mit angemessenem Sicherheitsabstand konnte ich meine Enkel wenigstens kurz vor dem heimischen Fenster wiedersehen“, so Strack-Zimmermann zu dem auf ihrem Instagram-Account veröffentlichten Foto vom Wochenende. Es entstand vor dem Fenster der Wohnung ihrer Tochter und ihres Schwiegersohnes in Düsseldorf.

Marie-Agnes Strack-Zimmermann

Strack-Zimmermann/FDP/dpa

Foto:

Sie habe wegen der „bewegten letzten Wochen für die FDP“ und besondere der Corona-Krise und der Arbeit im Bundestag länger nicht mehr viel Zeit mit ihrer fünfjährigen Enkelin und ihrem zweijährigen Enkel verbringen können, sagte Strack-Zimmermann auf dpa-Anfrage. Strack-Zimmermanns Sohn Julius - der durch die Corona-Krise wochenlang in Argentinien festsaß - stieß nach erfolgreicher Rückkehr noch dazu. So kamen die drei vor das Fenster, „um zumindest mit Abstand endlich wieder einmal die Familie zu sehen“.

NRW stellt 500 000 Euro für Obdachlosenhilfe in Corona-Krise bereit

5.30 Uhr: Zur Versorgung Obdachloser in der Corona-Krise stellt das Land NRW 500 000 Euro bereit. Die freien Träger der Wohnungslosenhilfe könnten damit Menschen, die auf der Straße leben, mit dem Lebensnotwendigsten wie Lebensmitteln, Essensgutscheinen, Hygieneartikeln oder Kleidung versorgen, teilte das Sozialministerium mit.

Wohnungslose sind von der Corona-Pandemie besonders betroffen, weil ihnen ein Rückzugsraum fehlt. Tafeln, Essensausgaben und Beratungsstellen haben teilweise geschlossen oder arbeiten nur eingeschränkt. Dazu kommt, dass Obdachlose oft immungeschwächt sind und deshalb besonders anfällig für eine Infizierung.

Es sei grundsätzlich Aufgabe der Kommunen, wohnungslose Menschen zu versorgen und unterzubringen, hieß es aus dem Sozialministerium. „Wir wissen aber, dass in der Corona-Krise viele Hilfsangebote oftmals nur eingeschränkt geleistet werden können. Deshalb springen wir jetzt ein“, sagte Sozialminister Karl-Josef Laumann (CDU). Die Hilfen sollen in einem unbürokratischen Verfahren zügig bewilligt und über die freien Träger der Wohnungslosenhilfe an die Einrichtungen vor Ort ausgeschüttet werden.  

Düsseldorf verbietet Hamsterkäufe

22.03 Uhr: Nordrhein-Westfalens Landeshauptstadt geht mit einer neuen Vorgabe gegen Hamsterkäufe von Klopapier und Co. in den Supermärkten und Drogerien vor. In einer am Mittwoch erlassenen Allgemeinverfügung werden die Leiter von Einzelhandelsbetrieben aufgefordert, den aus solchen Hamsterkäufen resultierenden Gesundheitsgefährdungen durch eine Beschränkung auf haushaltsübliche Abgabemengen entgegenzuwirken, wie die Stadt Düsseldorf mitteilte.

Unter dem Punkt „Konkretisierung der Abgabemengen im Einzelhandel“ heißt es in der Verfügung zur Begründung: „Irrationale Erwägungen von Kundinnen und Kunden haben in Bezug auf bestimmte Produkte und Produktgruppen zu sogenannten Hamsterkäufen geführt, was wiederum einen geordneten und hygienisch beanstandungsfreien Betrieb der Handelseinrichtungen - insbesondere die Einhaltung der Schutzabstände der Kundinnen und Kunden untereinander - nachhaltig beeinträchtigt.“

Weniger häusliche Gewalt trotz Corona-Krise

19.22 Uhr: Entgegen den Erwartungen von Experten deuten erste Zahlen auf einen deutlichen Rückgang der häuslichen Gewalt in der Corona-Krise hin. Während im März vergangenen Jahres noch 3003 Polizeieinsätze wegen häuslicher Gewalt registriert wurden, waren es im Vergleichszeitraum dieses Jahres lediglich 2112 Einsätze. Das entspricht einem Rückgang um 30 Prozent.

Eine Sprecherin des NRW-Innenministeriums betonte allerdings, dass die Zahlen vorläufig seien. Oft werde ein Verfahren wegen häuslicher Gewalt zunächst als Körperverletzung geführt und erst später auch als häusliche Gewalt ausgewiesen. „Wir müssen davon ausgehen, dass die häusliche Gewalt zunehmen wird“, hatte etwa Claudia Fritsche von der Koordinierungsstelle der Landesarbeitsgemeinschaft Autonomer Frauenhäuser NRW gesagt.

Zahl der Infizierten steigt weniger stark

18.08 Uhr:  Die Anzahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen in Nordrhein-Westfalen hat sich zuletzt weniger stark erhöht. Am Montag (16.00 Uhr) vermeldete das NRW-Gesundheitsministerium 14 442 Infizierte. Einen Tag (11.30 Uhr) zuvor waren es 13 630 - also ein Anstieg von gut 800 neuen Fällen. Von Samstag auf Sonntag erhöhte sich die Zahl noch um etwa 890 und von Freitag auf Samstag sogar um gut 1200. Die Zahl der Toten stieg am Montag auf 130 - 20 Todesfälle kamen binnen eines Tages dazu.

Am Montag waren im besonders betroffenen Kreis Heinsberg 1265 nachgewiesene Erkrankungen und somit 19 mehr Fälle als am Tag zuvor. Zwei weitere Todesfälle forderte das Virus. Insgesamt starben bisher 33 Menschen im Kreis Heinsberg an der Lungenerkrankung. In Köln kamen am Montag 78 neue Infektionsfälle dazu. In der Domstadt gibt es nach diesem Stand 1290 Corona-Infektionen. Zudem wies die Statistik 9 Todesfälle am Montag für Köln aus - zwei mehr als am Tag zuvor.

Am Wochenende veröffentlicht das Gesundheitsministerium einmal am Tag um 11.30 Uhr die Fallzahlen und werktags zweimal - jeweils morgens und nachmittags. Die Landeszahlen basieren auf Meldungen aller 53 Kreise und kreisfreien Städte an das Gesundheitsministerium. Zwischenzeitlich können einzelne Kommunen aber auch schon selbst höhere Fallzahlen bekanntgegeben haben.

Laumann: NRW schützt sich mit Epidemiegesetz vor „Wild-West-Methoden“ 

17.23 Uhr: NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat die weitreichende Kompetenzen für Land und Behörden im Entwurf des NRW-Epidemiegesetzes verteidigt: „Wir befinden uns aktuell in der größten Herausforderung für das Gesundheitswesen in NRW. Und die derzeitige Lage zeigt: Wir müssen die richtigen Strukturen schaffen, um auf solche Situationen vorbereitet zu sein“, sagte Laumann dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Dienstag-Ausgabe).

Deshalb sei es wichtig, für die Zukunft ein noch schnelleres und konsequenteres Handeln zu ermöglichen. „In diesen Wochen, in denen wir vor allem auf dem Markt mit Schutzausrüstung zum Teil Wild-West-Methoden erleben, haben wir eines gelernt: Der Staat muss gegenüber den wenigen Unverantwortlichen auch durchgreifen können“, sagte Laumann der Zeitung. Maßnahmen wie die Beschlagnahmung von Material und Geräten seien  nur für den absoluten Ausnahmefall gedacht.

Der Ausnahmecharakter gelte  erst recht für die Möglichkeit, auch medizinisches und pflegerisches Personal als ultima ratio zum Dienst verpflichten können: „Ich hoffe und glaube, dass wir das nie brauchen werden, weil das Engagement gerade bei den Pflegekräften und Medizinern schon heute sehr, sehr groß ist. Aber im absoluten Notfall muss der Staat handlungsfähig sein.“

Weniger Verkehr in NRW wegen Coronavirus

14.30 Uhr: Das Coronavirus hat in Nordrhein-Westfalen zu einer beispiellosen Verkehrsberuhigung auf den Straßen geführt. 70 Prozent weniger Verkehr als im Vergleichszeitraum 2019 seien für das vorvergangene Wochenende 21./22. März verzeichnet worden, teilte die Verkehrszentrale des Landesbetriebs Straßen.NRW am Montag für die Autobahnen, Bundes- und Landstraßen mit.

Für das nun zurückliegende Wochenende – mit Kontaktsperre – dürften die Zahlen noch höher ausfallen. Von Montag bis Freitag der vergangenen Woche hat die Verkehrszentrale in den Ballungsräumen einen Rückgang des Verkehrs von bis zu 40 Prozent verzeichnet. Ausnahme: der Lkw-Verkehr. Hier wurde nur ein geringer Rückgang gemessen.

NRW-SPD gegen Epidemie-Gesetz

13.55 Uhr:  Die SPD im nordrhein-westfälischen Landtag lehnt das geplante Epidemie-Gesetz der Landesregierung ab und hält es in mehreren Punkten für verfassungswidrig. SPD-Fraktionschef Thomas Kutschaty sagte am Montag, dass das geplante Gesetz „massiv in Grundrechte“ eingreifen würde.

Zahl der Infizierten steigt weniger stark an

11.39 Uhr: Die Zahl der nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen ist in Nordrhein-Westfalen zuletzt weniger stark gestiegen. Das NRW-Gesundheitsministerium registrierte am Montag (Stand 10 Uhr) 14.219 Fälle und damit 589 mehr als am Sonntag (Stand 11.30 Uhr).

Am Samstag hatte das Ministerium 1221 weitere Infektionen gemeldet, am Sonntag waren es 886 mehr als am Vortag.

Im besonders betroffenen Kreis Heinsberg wurden am Montag 1258 Infektionen gezählt und damit 12 mehr als am Vortag. Ein Todesfall kam dazu – nun sind es 32 Corona-Tote im Kreis. In Köln stieg die Zahl der nachgewiesenen Infektionen von 1212 auf 1290. Zwei Todesfälle kamen dazu.

NRW meldet 125 Todesfälle

10.41 Uhr: Das NRW-Gesundheitsministerium hat am Montag 125 Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19 gemeldet (Stand 30. März, 10 Uhr). Das sind 15 Todesfälle mehr als noch am Sonntag.

NRW plant Epidemie-Gesetz

8.29 Uhr: Als Reaktion auf die aktuelle Corona-Pandemie und als Vorbereitung für weitere Krankheitswellen hat die Landesregierung einen außergewöhnlichen Gesetzentwurf vorgelegt. In dem Entwurf, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, wird unter anderem das Verpflichten von Ärzten thematisiert.

Außerdem sollen die Behörden berechtigt werden, medizinisches Material sicherzustellen. An Haupt- und Realschulen könnten die Abschlussprüfungen dieses Jahr laut dem Gesetzentwurf ausfallen. Mehr zu den wichtigsten Punkten des Gesetzentwurfs lesen Sie hier.

Weniger Corona-Neuinfektionen in NRW - nun 13 630 Fälle, 110 Tote

13.25 Uhr: Die Zahl der landesweit nachgewiesenen Corona-Neuinfektionen ist nach Angaben des NRW-Gesundheitsministeriums am Wochenende unter die 1000er-Schwelle gesunken: Sie stieg den Angaben zufolge von Samstag (11.30 Uhr) auf Sonntag (11.30 Uhr) auf 13 630. Das war ein Anstieg von 886 Fällen. In den Tagen zuvor waren je mehr als 1000 Fälle neu hinzugekommen. Allerdings lässt sich daraus noch kein Trend ablesen: Für die Bewertung der Corona-Lage sei die Fallzahlentwicklung über einen längeren Zeitraum relevant, hieß es am Sonntag etwa aus dem Brandenburger Gesundheitsministerium.

Die Zahl der Corona-Todesopfer stieg in NRW von 105 am Samstag auf 110 am Sonntag. Im besonders betroffenen Kreis Heinsberg stieg die Zahl der nachgewiesenen Infektionen von 1202 auf 1246. (dpa/lnw)

Laschet: Jetzt Maßstäbe für Rückkehr ins soziale Leben entwickeln

11.36 Uhr: Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat gefordert, schon jetzt über eine Strategie für eine künftige Lockerung der Einschränkungen in der Corona-Krise nachzudenken. „Der Satz, es sei zu früh, über eine Exit-Strategie nachzudenken, ist falsch“, schrieb Laschet in einem Gastbeitrag in der Zeitung „Welt am Sonntag“. „Jetzt ist die Zeit, Maßstäbe für die Rückkehr ins soziale und öffentliche Leben zu entwickeln, damit auch diese Entscheidung anhand transparenter Kriterien erfolgt.“

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte am Donnerstag gesagt, es sei im Augenblick „nicht der Zeitpunkt“, um über die Lockerung der im Kampf gegen das Coronavirus verhängten Maßnahmen zu sprechen. Laschet betonte am Samstagabend in der Sendung „ZDF spezial“, eines sei klar: „Man kann jetzt nicht über das Ende der Maßnahmen spekulieren.“ Ende April, nach Ostern sei der Zeitpunkt, wo das untersucht werden solle. „Und bis dahin muss sich jeder an die Regeln halten.“

Auch in dem Gastbeitrag betonte Laschet, es sei „keine Zeit der Entwarnung“. „Wir müssen die Kontaktminimierung wirksam durchsetzen, wir müssen gerade die besonders verletzlichen Gruppen besonders schützen, wir müssen mehr und schneller testen, wir müssen mehr Kapazitäten für die Intensivversorgung der Schwersterkrankten schaffen und unsere Forschungsanstrengungen weiter vorantreiben, um Behandlungsmethoden und Impfstoffe zu entwickeln. Er mahnte aber auch: „Wir müssen schon jetzt die Zeit in den Blick nehmen, in der die rigiden Maßnahmen erste Wirkung zeigen.“

Patienten aus Italien und Frankreich nach NRW gebracht

In Nordrhein-Westfalen werden zwei französische Corona-Patienten und sechs schwer kranke italienische Patienten behandelt: Wegen der dramatischen Notlage norditalienischer Krankenhäuser in der Coronavirus-Krise hat die Luftwaffe am Samstag sechs Patienten zur Behandlung nach Nordrhein-Westfalen gebracht. Eine Spezialmaschine mit sechs schwer erkrankten Corona-Patienten aus Italien an Bord landete nach Angaben der NRW-Staatskanzlei am frühen Nachmittag auf dem Flughafen Köln/Bonn. Zuvor waren den Angaben nach zwei Patienten aus dem französischen Metz in die Uni-Klinik Essen geflogen worden.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) dankte den Beteiligten für die europäische Solidarität: „Danke an unsere Kliniken in Essen, Bochum, Köln und Bonn, an alle Ärzte, Pfleger und Piloten für europäische Solidarität in schwieriger Zeit.“

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Ein Patient wird auf dem Flughafen Mülheim aus einem Hubschrauber transportiert.

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Der Airbus A310 MedEvac, die fliegende Intensivstation der Luftwaffe, hatte die Infizierten aus Bergamo ausgeflogen. Je zwei Patienten sollten nach der Ankunft in die Unikliniken Köln und Bonn sowie in das Katholische Klinikum Bochum gebracht werden, wie die NRW-Staatskanzlei mitgeteilt hatte. Die schwerkranken Menschen stammten aus den besonders betroffenen Regionen Lombardei und Piemont.

In den nächsten Tagen ist den Angaben nach die Aufnahme weiterer vier Patienten aus Italien und vier schwer an Covid-19 erkrankter Menschen aus Frankreich in NRW geplant. Ministerpräsident Armin Laschet hatte laut Mitteilung gesagt: „Mit der Aufnahme der Patienten wollen wir signalisieren: Ihr seid nicht allein.“ Auch andere Bundesländer nehmen Intensivpatienten aus den beiden von der Coronavirus-Krise stark betroffenen Ländern zur Behandlung auf.

Starker Anstieg bei Todesfällen

Die Zahl der landesweit nachgewiesenen Corona-Infektionen ist nach Angaben des NRW-Gesundheitsministeriums von Freitag (10 Uhr) auf Samstag (11.30 Uhr) auf gut 12 700 gestiegen. Das war ein Anstieg um 1200 Fälle. Den Angaben zufolge gab es einen starken Anstieg bei den Todesfällen: von 85 am Freitagmorgen auf 105 am Samstag. Im besonders betroffenen Kreis Heinsberg waren nach Ministeriumsangaben gut 1200 Menschen infiziert. Am Vortag (10 Uhr) waren es dort noch 1150 Menschen.

Menschen in NRW halten sich weitestgehend an Kontaktbeschränkung

14.23 Uhr: Obwohl schönstes Frühlingswetter am Samstag nach draußen gelockt hat, haben sich laut Polizei die meisten Menschen in Köln und Düsseldorf an die Kontaktbeschränkungen in der Corona-Krise gehalten. Am Rheinufer, in Parks und Grünanlagen seien viele allein oder zu zweit unterwegs gewesen, hieß es aus Köln. Hier musste die Polizei am Vormittag lediglich sechs Gäste einer Hochzeitsgesellschaft bitten, auseinander zu gehen. Den Feiernden seien die wegen der Corona-Pandemie geltenden Verhaltensregeln nicht bewusst gewesen, sagte ein Polizeisprecher. Die Gruppe habe sich aber schnell zerstreut und entfernt. (dpa)

Strafe wegen Verstoß gegen das Kontaktverbot

Mehr als zwei Menschen in einem Auto, angeblich von Hunger getrieben – bevor sie aber auch nur einen Bissen essen konnten, sind Fahrer und Beifahrer von der Polizei kräftig zur Kasse gebeten worden. Wegen Verstoßes gegen das Kontaktverbot mussten sie 200 Euro pro Person zahlen, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Bei der Polizeikontrolle sagten sie: „Wir kommen aus Recklinghausen und hatten Hunger!“

Das war für die Polizei kein Grund, gegen Corona-Regeln zu verstoßen – und kostete nach dem NRW-Bußgeldkatalog 200 Euro pro Person. „Teures Essen“, stellte die Polizei in ihrem Tweet nüchtern fest. Wie viele Menschen in dem besagten Auto saßen, konnte die Polizei nicht sagen. In der Nacht seien reichlich Fahrzeuge unterwegs gewesen, teilweise mit vier Personen besetzt, hatte die Polizei festgestellt.

Seit Montag gilt in NRW ein Kontaktverbot, nach dem sich nicht mehr als zwei Menschen gemeinsam im öffentlichen Raum versammeln dürfen. Ausgenommen davon sind Familien sowie in einem Haushalt lebende Personen. (dpa)

14 Patienten aus Italien und Frankreich werden in NRW behandelt

19.53 Uhr: In den kommenden Tagen sollen 14 Corona-Patienten aus Italien und Frankreich nach NRW gebracht werden. Mehrere Kliniken nehmen insgesamt zehn Patienten aus Italien und vier aus Frankreich auf, wie die NRW-Staatskanzlei am Freitagabend mitteilte. Die Infizierten aus Italien würden von der Luftwaffe ins Bundesland geflogen.

Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) sagte laut Mitteilung: „Gerade unsere Freunde in Italien brauchen in diesen Tagen unsere Solidarität. Mit der Aufnahme der Patienten wollen wir signalisieren: Ihr seid nicht allein.“ Die Aufnahme habe Laschet dem italienischen Botschafter in dieser Woche angeboten. Aus Frankreich habe die Landesregierung ein Hilfsgesuch erhalten.

Je zwei Patienten aus Italien sollten noch am Wochenende in die Unikliniken Köln und Bonn sowie das Katholische Klinikum Bochum gebracht werden. Je zwei weitere Patienten aus Italien sollen später in die Uniklinik Essen und in das Herz- und Diabeteszentrum NRW der Universitätsklinik der Ruhr-Universität Bochum in Bad Oeynhausen kommen. Die vier Patienten aus Frankreich würden alle nach Essen gebracht, hieß es.

Am Donnerstag hatte das Auswärtige Amt berichtet, dass verschiedene Bundesländer Zusagen zur Behandlung von 47 Intensivpatienten gegeben hatten - auch NRW. In anderen Bundesländern werden Intensivpatienten aus Frankreich und Italien bereits behandelt. Beide Länder sind von der Pandemie besonders betroffen.

NRW-Gesundheitsministerium meldet 1145 neue Infektionen

Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen ist in Nordrhein-Westfalen erneut deutlich gestiegen. Das Gesundheitsministerium zählte am Freitag 12 017 bestätigte Infektionen (Stand 16.30 Uhr) und damit 1145 Fälle mehr als am Donnerstagnachmittag (Stand 16:00). Die Zahl der Todesfälle stieg leicht auf 88 - am Donnerstag waren es noch 82 gewesen.

Von Mittwochnachmittag bis Donnerstagnachmittag waren 1186 Fälle dazugekommen. Am vergangenen Freitag hatte das Gesundheitsministerium mit knapp 1300 neu nachgewiesenen Infektionen den bisher stärksten Anstieg gemeldet. Am Montag und Dienstag waren jeweils 863 bestätigte Infektionen und am Mittwoch nur knapp 600 dazugekommen.

Die veröffentlichten Landeszahlen basieren auf Meldungen aller 53 Kreise und kreisfreien Städte an das Gesundheitsministerium. Zwischenzeitlich können einzelne Kommunen auch schon höhere Fallzahlen bekanntgegeben haben.

Städte kündigen harte Kontrollen am Wochenende an

15.45 Uhr: Viele Kommunen wollen am Wochenende mit verstärkten Kräften die Einhaltung des wegen der Corona-Krise verhängten Kontaktverbots kontrollieren. Auch angesichts des voraussichtlich schönen Wetters am Samstag wollen die städtischen Mitarbeiter ihre Aufmerksamkeit auf Spielplätze, Parks und besondere „Hotspots“ legen, an denen sich unter normalen Umständen gerne Gruppen treffen.

In Münster sind nach Angaben einer Stadt-Sprecherin alle Mitarbeiter des Ordnungsamtes an Bord und werden zusätzlich von einem privaten Sicherheitsdienst unterstützt. Dies gelte auch für den Wochenmarkt am Samstag. Die Streifen hätten unter anderem das Gebiet rund um den Aasee besonders im Blick.

In Oberhausen werden die Ordnungsdienst-Mitarbeiter in Schichten im gesamten Innenstadtbereich unterwegs sein. Auf Wochenmärkten kontrolliere zudem die Polizei.

Die rund 60 Außendienst-Mitarbeiter des Duisburger Ordnungsdienstes haben zurzeit Urlaubssperre. Bislang hätten sich die Bürger - bis auf wenige Ausnahmen - flächendeckend an die Auflagen gehalten, sagte ein Sprecher.
Auch in Aachen, Bonn und Köln wollen die Stadt-Bediensteten neben Parks, Spiel- und Bolzplätzen auch an anderen beliebten Treffpunkten Streife gehen. „Spaziergänge sind ja erlaubt - aber eben mit dem nötigen Abstand“, betonte ein Sprecher der Stadt Köln.

Kölner Forschungsinstitut: Coronakrise wird NRW mindestens 50 Milliarden Euro kosten

Die wirtschaftlichen Einbußen für NRW durch die Coronakrise könnten nach Berechnung eines Finanzwissenschaftlers bei mindestens 50 Milliarden Euro liegen. Das vom Landtag beschlossene Hilfspaket in Höhe von 25 Milliarden Euro sei „nicht zu hoch gegriffen“, sagte Michael Thöne vom Finanzwissenschaftlichen Forschungsinstitut an der Uni Köln der „WAZ“.

Das Münchener Ifo-Institut habe berechnet, dass die Corona-Krise Deutschland zwischen 255 und 729 Milliarden Euro kosten könne. „Bezogen auf NRW wären das mindestens 50 Milliarden Euro wirtschaftliche Einbuße“, sagte Thöne. „Möglich also, dass diesem Rettungsschirm weitere folgen.“

Mehr als 11.500 Infizierte in NRW – 85 Todesfälle

Nach Angaben des nordrhein-westfälischen Gesundheitsministeriums (Freitag 10 Uhr) ist die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen im Bundesland auf 11.523 gestiegen. 85 Menschen starben demnach an der von dem Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19. Der am stärksten betroffene Landkreis ist weiterhin der Kreis Heinsberg mit jetzt 1150 Infizierten und 29 Toten. Die Stadt Köln ist mit 1017 Infizierten und vier Todesfällen gemeinsam mit Aachen – 649 Infizierte, zehn Todesfälle – die am stärksten betroffene Stadt in NRW.

Abitur in NRW wird um drei Wochen verschoben

9.58 Uhr: Die 88.000 angehenden Abiturienten in Nordrhein-Westfalen bekommen mehr Zeit zur Vorbereitung auf die Abschlussprüfungen. Die Hauptprüfungen für das Abitur sollen erst am 12. Mai beginnen und damit drei Wochen später, teilte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Freitag in Düsseldorf mit.

Die Schüler erhielten damit jetzt Planungssicherheit, damit sie sich bestmöglich auf ihre Prüfungen vorbereiten könnten. „Die Prüfungen werden selbstverständlich unter besonderer Berücksichtigung des Infektionsschutzes stattfinden. Die Gesundheit unserer Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler hat für uns oberste Priorität.“

Die Abiprüfungen an Gymnasien, Gesamtschulen, Weiterbildungskollegs und Waldorfschulen sowie an den Beruflichen Gymnasien der Berufskollegs beginnen laut dem Zeitplan am Dienstag, 12. Mai. Letzter Prüfungstermin sei Montag, der 25. Mai. Für Schülerinnen und Schüler, die den Haupttermin nicht wahrnehmen könnten, werde es im Anschluss einen zentralen Nachschreibetermin geben.

Durch einen stark verkürzten Korrekturzeitraum können die Abiturzeugnisse dann, wie vorgesehen, spätestens bis zum 27. Juni ausgegeben werden. Allerdings müsse auch der Brückentag nach Christi Himmelfahrt für die Prüfungen genutzt werden, hieß es weiter.

Auch die Termine der Abschlussprüfungen an anderen Schulformen und in anderen Jahrgangsstufen seien angepasst worden: Der Beginn der Zentralen Prüfungen in Klasse 10 in den Fächern Mathematik, Englisch und Deutsch an Haupt-, Real-, Sekundar- und Gesamtschulen sowie an bestehenden G9-Gymnasien, Weiterbildungskollegs und in den Schulversuchen Primus- und Gemeinschaftsschule wird demnach in diesem Schuljahr um fünf Tage verschoben. Die Prüfungen beginnen ebenfalls am 12. Mai. 

Laschet: Einschränkungen von Grundrechten müssen geprüft werden

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) wirbt dafür, die Einschränkungen von Grundrechten wegen der Corona-Epidemie auch wieder zu überprüfen. „Wir können nicht ein halbes oder dreiviertel Jahr mit einer solchen Art Notstandsgesetzgebung leben“, sagte Laschet am Donnerstagabend im Youtube-Livestream „Breaking LAB“. „Irgendwann wird man abwägen müssen, wann kommt man wieder ins normale Leben zurück.“

Das sei wichtig für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Zum jetzigen Zeitpunkt halte er aber das geltende Kontaktverbot für verhältnismäßig.

Die Hoffnung von Schülern, dass die Osterferien verlängert würden und womöglich direkt in die Sommerferien übergehen könnten, sei wohl nicht realistisch. „Wenn es wieder verantwortbar ist, werden die Schulen wieder geöffnet.“ Mitte April würden dazu die Daten zu der Epidemie zusammen mit dem Robert Koch-Institut ausgewertet.

Erster Patient in NRW erholt sich

Der lange Zeit ernste Zustand des ersten bestätigen Corona-Patienten in NRW hat sich deutlich gebessert. Der 47-Jährige aus Gangelt im Kreis Heinsberg müsse nicht mehr beatmet werden, teilte die Düsseldorfer Universitätsklinik am Donnerstag mit.

Dort war der 47-Jährige rund vor vier Wochen mit seiner Frau aufgenommen worden. Seine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus hatte nach Angaben der Ärzte einen sehr schweren Verlauf und war auf der Intensivstation behandelt worden.

„Er zeigt sich stabil verbessert und wird nun auf der Infektionsstation behandelt“, erklärte die Klinik. Seine Frau sei bereits vor einigen Tagen entlassen worden. Die Uniklinik Düsseldorf behandele derzeit aktuell 17 Patienten mit bestätigter Coronavirus-Infektion.

Stamp: Elternbeiträge für April werden ausgesetzt

NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP) spricht am Donnerstag in Düsseldorf von einem Signal, dass die Landesregierung in Zeiten geben will, „in denen wir sehr viel von den Familien und Eltern verlangen“. Im April müssen wegen der Coronakrise für die Kitas, die Tagespflege und den offenen Ganztag keine Gebühren bezahlt werden. Das hat das Land mit den kommunalen Spitzenverbänden verabredet. Die Kosten tragen Land und Kommunen jeweils zur Hälfte.

Man sei „unglaublich dankbar“, wie besonnen die Eltern und das Personal aller Einrichtungen zur Kinderbetreuung „mit der Situation umgehen“. Die Notbetreuung für Kinder in den sogenannten Schlüsselberufen werde sehr bewusst genutzt. Die Belegung der Kitas liegt bei 2,5 Prozent, bei der Tagespflege bei 4,5 Prozent. Man habe mit den Trägern vereinbart, auch am kommenden Wochenende eine Notbetreuung sicherzustellen. „Alle handeln derzeit vorbildlich“, sagte Stamp. Dieser Weg müsse konsequent fortgesetzt werden. „Keine Besuche der Großeltern, keine Fremdbetreuung in anderen Gruppen, keine Kindergeburtstage oder Treffen von anderen Kindern“, sagte der Minister. „Wir müssen noch eine Zeit lang Distanz halten. Je disziplinierter wir jetzt mit der Lage umgehen, desto schneller haben wir die Chance, Stück für Stück zur Normalität zurückkehren.“

Die Beiträge für die beiden letzten März-Wochen werden nicht zurückerstattet. „Für uns ist das ein wichtiges Signal, dass die Krise von allen getragen werden muss. Rückwirkend für den März können wir nicht leisten“, so Stamp. Er halte die getroffene Regelung für „sehr, sehr fair. Es wird nicht komplett ohne Opfer für jeden einzelnen gehen. Das haben wir immer gesagt.“

Stamp kritisierte die Äußerungen des Düsseldorfer Oberbürgermeisters Thomas Geisel (SPD), der einen Strategiewechsel bei der Pandemiebekämpfung gefordert hatte und nur die Risikogruppe der Älteren noch isolieren möchte. „Geisels Gedanken sind eine verfrühte Spekulation“, so Stamp. „Auch wir wollen den volkswirtschaftlichen Schaden so gering wie möglich halten.“ Die Infektionskurven in Deutschland seien aber immer noch „relativ ähnlich zu den Ländern, in denen die medizinische Katastrophe eingetreten ist.“ Deshalb müsse man die Vorschriften des erlassenen Kontaktverbots weiter „äußerst penibel einhalten“.

Reul: Fast 250 Verstöße gegen Maßnahmen in Corona-Krise

Streit um Toilettenpapier oder verbotenes Fitnesstraining in großer Gruppe: Die Behörden in NRW haben in den ersten Tagen seit Verhängung drastischer Corona-Maßnahmen fast 250 Verstöße gezählt. Der größte Teil davon seien Verstöße gegen das Kontaktverbot im öffentlichen Raum, sagte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) am Donnerstag in Düsseldorf.

Kostenlose Mietwagen für Klinikpersonal in Corona-Krise

Damit Krankenhausmitarbeiter ohne eigenes Auto in der Corona-Krise leichter zum Arbeitsplatz gelangen, können sie in NRW kostenlos einen Mietwagen nehmen. Das Angebot gelte für Klinik-Beschäftigte ab kommendem Mittwoch, wenn sie wegen der ausgedünnten Fahrpläne mit der Bahn kaum oder gar nicht mehr zur Arbeit kommen können, sagte NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) am Donnerstag. Für das vorerst bis zum 31. Mai befristete Sonderprogramm habe das Land eine Million Euro zur Verfügung gestellt.

Aachener klagt gegen Kontaktsperre in NRW

11.30 Uhr: Ein Mann aus Aachen klagt gegen das von der Landesregierung in Nordrhein-Westfalen wegen der Corona-Krise erlassene Kontaktverbot. Der Kläger wolle sich auch weiterhin mit seinen Freunden in der Öffentlichkeit treffen, sagte Gerichtssprecherin Gudrun Dahme am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage.

Das Oberverwaltungsgericht (OVG) in Münster müsse jetzt prüfen, ob die Rechtsverordnung der Landesregierung verhältnismäßig ist und ob es eine Rechtsgrundlage gibt. Der Kläger greift die Vorgabe an, dass Menschen sich in Gruppen mit mehr als zwei Personen nicht in der Öffentlichkeit treffen dürfen. Das OVG will in der nächsten Woche entscheiden. (dpa)

10.467 Infizierte in Nordrhein-Westfalen – 14 weitere Menschen in NRW gestorben

Das Gesundheitsministerium in Düsseldorf hat am Donnerstagvormittag die neuesten Fallzahlen herausgegeben. Demnach sind 10.467 Menschen in NRW mit dem Coronavirus infiziert, 75 Personen starben inzwischen an Covid-19. Damit sind 14 weitere Todesfälle in den letzten 24 Stunden dazu gekommen.

NRW-Schülervertretung will Abitur-Verschiebung

Die Landesschülervertretung Nordrhein-Westfalen spricht sich für eine Verschiebung des Abiturs aus. „Die Prüfungen jetzt zu schreiben, wie es in Hessen gemacht wird, halten wir für die ganz falsche Lösung“, sagte Sophie Halley vom Vorstand am Mittwoch. Die Abiturientin wünscht sich zeitnah eine einheitliche Lösung für ganz Deutschland. „Wir diskutieren untereinander viel darüber. Die meisten Schülerinnen und Schüler wünschen sich, dass das Zentralabitur in diesem Jahr ausgesetzt wird und stattdessen die Schulen die Prüfungen stellen“, so die 18-Jährige.

„Das ist natürlich eine große Belastung für die Lehrerinnen und Lehrer, deshalb sollte das Ministerium eine Auswahl an Prüfungen bereitstellen.“ Die Lehrkräfte könnten diese dann individuell je nach Unterrichtsstoff auswählen und bewerten.

Unikliniken wollen kleine Krankenhäuser in NRW unterstützen

Kleinere Krankenhäuser in NRW sollen bei der komplexen Versorgung von Corona-Patienten Unterstützung durch die Universitätskliniken Aachen und Münster bekommen. Die landesweit rund 200 Krankenhäuser der Grund- und Regelversorgung können Experten der Unikliniken in Videokonferenzen um Rat fragen, wie das NRW-Gesundheitsministerium und das Uniklinikum Aachen am Mittwoch mitteilten.

Der Höhepunkt des Infektionsgeschehens in NRW sei voraussichtlich von Mitte April bis Mitte Mai zu erwarten, sagte der Projektleiter Professor Gernot Marx vom Uniklinikum Aachen: „Wir rechnen mit einer exponentiell ansteigenden Anzahl von Covid-19-Erkrankten.“ Schwer kranke Patienten benötigten eine Maximalversorgung. Aber nur etwa die Hälfte der Intensivbetten befänden sich in den Unikliniken.

Bei schweren Krankheitsverläufen soll das Behandlungsniveau in jedem Krankenhaus im Land mit dem eines Maximalversorgers gleich sein, begründete das Ministerium den Schritt. Durch den Rückgriff auf das Wissen in den Unikliniken Aachen und Münster könne die Zahl der Intensivbetten mit angemessener medizinischer Expertise gesteigert werden, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) laut Mitteilung.

Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart: drei Viertel aller NRW-Unternehmen von Coronavirus betroffen

14.25 Uhr: Rund drei Viertel der Unternehmen in Nordrhein-Westfalen werden nach Schätzungen von der Corona-Krise stark oder sehr stark getroffen. Das sagte NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) am Mittwoch in Düsseldorf. „Wir steuern auf den stärksten Rückgang der Wirtschaftsleistung seit dem Zweiten Weltkrieg zu“, sagte er.

Betroffen seien die ganz großen Konzerne bis hin zu Kleinstunternehmen, Solo-Selbstständigen und Unternehmensgründern. „Die ganze Bandbreite der Wirtschaft ist betroffen.“​

Konferenz im Landtag: Umweltministerin Heinen-Esser kritisiert Hamsterkäufe scharf

12.14 Uhr: NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser hat bei der Pressekonferenz am Mittwochmittag Hamsterkäufe scharf kritisiert. „Wir haben keine Versorgungskrise, das bekommen wir jeden Tag am Runden Tisch gespiegelt“, so die Ministerin, „wenn es im Supermarkt mal zu Engpässen kommt, dann nur wegen Hamsterkäufen.“

Umweltminister NRW Ursula Heinen-Esser (1)

Ursula Heinen-Esser, Umweltministerin in NRW 

In der gemeinsamen Pressekonferenz mit der Verbraucherzentrale NRW warnt Heinen-Esser auch vor Betrügern, die in der Coronakrise Profit schlagen wollen. So seien vor allem sogenannte Phishing-Emails ein großes Problem. „Bitte reagieren Sie nicht auf diese Aufrufe per Mail etwa von vermeintlichen Banken“, so die Ministerin.

Die Verbraucherzentrale NRW hat für die Zeit der Coronakrise eine neue Hotline eingerichtet. Bürgerinnen und Bürger können sich telefonisch an die Verbraucherzentrale richten und Fragen stellen.

Auch bekannt wurde, welche Auswirkungen das Coronavirus auf das Justizsystem hat. NRW-Justizminister Peter Biesenbach stellte diverse Aspekte etwa für Gefängnisse und Gericht vor. Unter anderem sollen Häftlinge unter bestimmten Umständen freikommen. Ein erster Fall ist am Mittwoch bekanntgegeben worden.

9421 Infizierte in Nordrhein-Westfalen – sieben weitere Menschen gestorben

: Das Gesundheitsministerium in Düsseldorf hat am Mittwochvormittag die neuesten Fallzahlen herausgegeben. Demnach sind 9421 Menschen in NRW mit dem Coronavirus infiziert, 61 Personen starben inzwischen an Covid-19. Am Tag zuvor waren die Zahlen mit 9087 Infizierten und 54 Todesopfern angegeben worden. 

Regierung entscheidet über Abiturprüfungen

18.49 Uhr: Nordrhein-Westfalens Landesregierung will möglichst im Einvernehmen mit vielen Bundesländern bis Freitag über die Abiturprüfungen 2020 entscheiden. „Nordrhein-Westfalen ist auf verschiedene Szenarien vorbereitet und wird in dieser Woche noch einen Vorstoß unternehmen, mit möglichst vielen Ländern einen gemeinsamen Weg einzuschlagen“, sagte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) der „Aachener Zeitung“ (Mittwoch). „Sollte dies nicht möglich sein, wird Nordrhein-Westfalen unabhängig davon seine Entscheidungen treffen und diese am Freitag vorstellen“, heißt es in einer Erklärung Gebauers vom Dienstag, die auch der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Die bundesweite Einstellung des Unterrichts in allen Schulen infolge der Coronavirus-Ausbreitung sei unvermeidlich gewesen und stelle eine absolute Ausnahmesituation dar, erklärte Gebauer. Dies erfordere ein besonnenes und abgestimmtes Vorgehen aller Beteiligten. Die angehenden Abiturientinnen und Abiturienten hätten mit Blick auf ihren Schulabschluss ein Recht auf faire Bedingungen und transparente Entscheidungen. Sie betonte: „Ich kann den Wunsch nach einer raschen Entscheidung sehr gut nachvollziehen. Aber: Es braucht jetzt nicht die schnellstmögliche, sondern die bestmögliche Entscheidung.“

Noch in dieser Woche solle die Kultusministerkonferenz (KMK) nach Angaben des Ministeriums zu dem Thema beraten. Bei den Planungen würden selbstverständlich auch alle weiteren Abschlussprüfungen berücksichtigt, wie die etwa 60 000 dezentral organisierten Abitur-, FHR- und Berufsabschlussprüfungen nach Landesrecht an den Berufskollegs und die Zentralen Abschlussprüfungen der Klasse 10, hieß es ergänzend aus dem NRW-Schulministerium am Dienstag.

Die Elternverbände in Nordrhein-Westfalen hatten trotz Corona-Krise Klarheit für die Abi- und Abschlussprüfungen ihrer Kinder gefordert.

Mehr als 9000 Infektionen in NRW – 54 Personen gestorben

17.14 Uhr: Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen ist in Nordrhein-Westfalen auf 9087 gestiegen, gleichzeitig flacht die Kurve der Infizierten im Kreis Heinsberg leicht ab. Nach Angaben des Landes-Gesundheitsministerium sind im Vergleich zum Vortag (jeweils Stand 16.00 Uhr) 863 Fälle dazu gekommen. Die Zahl der dem Land bekannten Todesfälle stieg zum Vortag um 14 - auf 54.

Im besonders betroffenen Kreis Heinsberg waren nach Angaben des Ministeriums am Dienstag 1043 Menschen (Stand 16.00 Uhr) mit dem Virus infiziert. Am Vortag waren es 1004. Die Zahl der Todesopfer stieg auf 25 (Vortag 24). Genesen waren 247 Menschen. Nach Berechnungen der Uniklinik Aachen ist die Ansteckungskurve im Kreis dennoch abgeflacht. Der Landrat des Kreises, Stephan Pusch (CDU), sagte dazu in einem Facebook-Video: „Die Maßnahmen, die wir ergreifen, wirken auch“. Das seien gute Nachrichten. Eine Lockerung der Einschränkungen sei aber nicht geplant.

Landtag beschließt beispielloses Rettungspaket

15.50 Uhr: Der nordrhein-westfälische Landtag hat am Dienstag einstimmig ein Hilfspaket in Höhe von 25 Milliarden Euro zur Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise beschlossen. Im Schnellverfahren stimmten alle fünf Fraktionen dem in der Landesgeschichte beispiellosen Rettungsschirm zu. 

NRW will ICEs auf belasteten Strecken für Nahverkehrskunden freigeben 

14.02 Uhr: Das reduzierte Angebot im Schienennahverkehr wegen der Corona-Pandemie hat vielerorts zu überfüllten S-Bahnen und Regionalexpress-Zügen in Nordrhein-Westfalen geführt. Deshalb setzt sich NRW für die Freigabe der ICE-Züge für Nahverkehrskunden auf besonders belasteten Strecken ein. Dann könnten Fahrgäste auch mit einem Nahverkehrsticket in diese Züge einsteigen, was bisher nicht erlaubt ist.

In einem Brief an den Vorstandschef der Deutschen Bahn, der der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf vorliegt, schrieb NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) am Dienstag: „Die vom Robert Koch-Institut und der Bundesregierung angeordneten Abstände können so nicht eingehalten werden. Abhilfe könnte auf einigen Linien eine Freigabe des Fernverkehrs schaffen.“

Die Bahn-Konzerntochter DB Fernverkehr habe sich bislang nicht in der Lage gesehen, dem Wunsch nach Freigabe des ICE-Verkehrs zu entsprechen, kritisierte Wüst in seinem Brief an Bahn-Vorstand Richard Lutz. Nun bitte er dringend um kurzfristige Prüfung für 14 Strecken - darunter auf der Rheinschiene Aachen, Bonn, Köln Düsseldorf sowie für Anbindungen zwischen dem Ruhrgebiet, Münster, Osnabrück und Ostwestfalen.

Wüst hatte in der vergangenen Woche angekündigt, dass der Schienennahverkehr in NRW als Folge der Corona-Krise bis Ende dieser Woche um 50 Prozent heruntergefahren werden müsse. „Aus Sicht des Landes wäre es wünschenswert gewesen, noch länger den Normalfahrplan zu fahren, um überfüllte Züge zu verhindern und damit das Infektionsrisiko zu minimieren“, schrieb Wüst. Dies sei jedoch wegen der Personalausfälle nicht möglich gewesen.

„So liegt beispielsweise der Krankenstand bei der DB Regio AG in Nordrhein-Westfalen aktuell bei rund 40 Prozent“, stellte der Minister fest. „In der Abwägung haben wir daher einem reduzierten Leistungsangebot zugestimmt, um weiterhin ein stabiles Angebot für die Pendler zur Verfügung zu haben.“ Der Schienennahverkehr müsse aber leistungsfähig bleiben - gerade auch, um „Schlüsselpersonen“ zu ihrer Arbeit zu befördern. (dpa/lnw)

Rund 8700 Corona-Infizierte in NRW - 45 Tote

12.46 Uhr: Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen ist in Nordrhein-Westfalen auf 8745 gestiegen, 45 Todesfälle sind bisher gemeldet. Diese Zahlen (Stand 10.00 Uhr) veröffentlichte das Landes-Gesundheitsministerium am Dienstagmorgen. Im Vergleich zum Stand 10.00 Uhr am Montag sind 734 Fälle dazu gekommen. Die Zahl der dem Land bekannten Todesfälle stieg zum Vortag um fünf - auf 45.

m besonders betroffenen Kreis Heinsberg waren nach Angaben des Kreises am Dienstag 1043 Menschen (Stand 12.30 Uhr) mit dem Virus infiziert. Am Vortag waren es 1004. Die Zahl der Todesopfer stieg auf 25 (Vortag 24). Genesen waren 247 Menschen. Nach Berechnungen der Uniklinik Aachen ist die Ansteckungskurve im Kreis abgeflacht.

Coronavirus-Infektionen melden inzwischen alle 53 Kreise und kreisfreien Städte in NRW. Das Ministerium betonte, die Entwicklung sei dynamisch. Die Zahlen basierten auf aktuellen behördlichen Meldungen, die das Landesministerium erhalten habe. Kommunen können inzwischen aber auch schon höhere Fallzahlen bekanntgegeben haben.

NRW nimmt Corona-Patienten aus Italien auf

10.56 Uhr: Nordrhein-Westfalen nimmt zehn Corona-Patienten aus dem besonders von dem Virus betroffenen Norditalien auf. Das sagte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Dienstag in einer Sondersitzung des Landtags. Die italienische Luftwaffe werde die Patienten nach NRW verlegen. „Das ist ein kleiner Tropfen“, sagte Laschet. „Aber wir wollen signalisieren: Ihr seid nicht allein.“ Jedes Leben, das man retten können, sei es wert.

NRW erarbeitet umfassenden Bußgeldkatalog

9.30 Uhr: Nordrhein-Westfalen hat einen Bußgeldkatalog für Verstöße gegen die landesweiten Corona-Regeln mit Strafen bis zu 5000 Euro erlassen. Im Wiederholungsfall werden sogar bis zu 25 000 Euro fällig. Der Erlass, der nach dpa-Informationen am Montagabend an die zuständigen Behörden geschickt wurde, liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.

Der Katalog enthält eine Übersicht, welche Verstöße als Straftaten und welche als Ordnungswidrigkeiten zu ahnden sind. Strafbar machen sich demnach beispielsweise Rückkehrer aus Risikogebieten, die vorsätzlich oder fahrlässig gegen Betretungsverbote verstoßen.

Bei Zusammenkünften von mehr als zwei Personen in der Öffentlichkeit, die nicht direkt verwandt sind, werden danach 200 Euro von jedem Beteiligten fällig. Verbotenes Picknicken kostet 250 Euro pro Teilnehmer. Der Verzehr von Außer-Haus-Speisen näher als 50 Meter am Restaurant oder Imbiss kostet 200 Euro. Zusätzliche Bußgelder seien möglich gegen Unternehmen, die von Verstößen profitieren. Teuer werden auch Hygieneverstöße oder Verstöße gegen das Besuchsverbot in Einrichtungen wie etwa Altenheimen. Die „Bild“-Zeitung hatte zunächst über den Entwurf des Erlasses berichtet.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) sagte zu den aktuellen Maßnahmen und dem Bußgeldkatalog: „Die Lage ist ernst. Es geht um Leben und Tod. Das strenge Kontaktverbot wird sicher helfen, das Ansteckungsrisiko schnell zu reduzieren. Die allermeisten Menschen halten sich zum Glück an die Regeln und zeigen sich solidarisch. Wir müssen nicht die Vernünftigen überwachen, sondern die Unvernünftigen bestrafen. Und zwar konsequent und hart. Die Signale müssen ankommen. Null Toleranz gilt auch gegenüber Rechtsbrechern im Kampf gegen das Corona-Virus."

Auch Innenminister Herbert Reul äußerte sich zu dem Bußgeldkatalog: „Das sind harte Strafen. Aber wer nicht hören will, muss eben zahlen oder wird aus dem Verkehr gezogen. Es geht hier schließlich nicht um eine Kleinigkeit, sondern um die Gesundheit und das Leben von Millionen Menschen.“

Der erste Tag mit Kontaktverbot: Leere Straßen und Plätze

17.00 Uhr: Leere Plätze, Straßen und Parks: Nach dem erlassenen Kontaktverbot in der Corona-Krise waren am Montag kaum noch Menschen in den sonst stark besuchten Innenstädten Nordrhein-Westfalens zu sehen. Wo Berufstätige normalerweise in die Bahnen strömen und Cafés bei strahlendem Himmel Besucher begrüßen, herrschte gähnende Leere, wie dpa-Reporter am ersten Tag der verschärften Einschränkungen des öffentlichen Lebens berichteten. Auch auf den Autobahnen und Straßen der Großstädte waren nur noch wenige unterwegs. Kein Vergleich zu den hunderte Kilometer langen Staus, die sich sonst an einem Montagmorgen bilden.

Neuer Inhalt

Fast wie ausgestorben: Die Königsallee in Düsseldorf.

Die Appelle von Politikern, Ärzten, Krankenschwestern und Pflegern, nach Möglichkeit zuhause zu bleiben, zeigen offenbar Wirkung: „Die Leute halten sich weitestgehend an die Vorgaben. Insgesamt kann man feststellen, dass die Leute von Tag zu Tag sensibler geworden sind in Hinblick auf die Vorkehrungen gegen das Coronavirus“, sagte ein Sprecher der Stadt Düsseldorf. In der Kölner Südstadt bestimmten am Montagmorgen Mitarbeiter der Müllabfuhr in orangefarbenen Jacken das menschenleere Straßenbild. Ab und zu waren Anwohner mit ihren Hunden unterwegs. Vielerorts saßen kaum noch Fahrgäste in den Bahnen. Die wenigen hielten mehrere Reihen Abstand.

Anhusten als Körperverletzung

14.42 Uhr: Gegen einen Mann im Münsterland wird wegen Körperverletzung ermittelt, nachdem er absichtlich einen Polizisten angehustet haben soll. Die Beamten waren in Greven im Einsatz, um eine sogenannte Corona-Party zu beenden. Der Mann, gegen den jetzt ermittelt wird, steht unter Quarantäne. 

Kommunen sollen Wohngeld schnell bewilligen

13.42 Uhr: Durch die Coranvirus-Krise in Finanznöte geratene Mieter sollen einfacher Wohngeld erhalten. Durch Kurzarbeit und Kündigungen werde es einen Anstieg der Wohngeldanträge geben, sagte Kommunalministerin Ina Scharrenbach (CDU) am Montag in Düsseldorf. Die Kommunen hätten Hinweise bekommen, wie die Prüfung und Bewilligung von Wohngeld schneller erfolgen könne. Eine zügige Bewilligung von Wohngeld sei auch nötig, damit auch die Energie- und Wasserversorger weiter bezahlt werden könnten.

Sie kenne derzeit landesweit keinen Vermieter, der in dieser Zeit eine Wohnung kündige. Das sei eine Frage der sozialen Verantwortung, sagte Scharrenbach. Etwa 60 Prozent der Vermieter seien Kleinvermieter, die die Einnahmen für ihre Altersversorgung oder das Abbezahlen eines Kredit benötigten. Deshalb müsse auch der Bund an diesem Punkt mitziehen.  (dpa)

Mehr als 4000 Beatmungsmöglichkeiten in NRW

13.15 Uhr: Das Land Nordrhein-Westfalen hat einen ersten Überblick, welche Beatmungskapazitäten den Kliniken in NRW derzeit zur Verfügung stehen. Nach Informationen von NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) gibt es in NRW 6148 Intensivbetten, davon 4223 mit Beatmung,. Die Kliniken seien nach eigenen Angaben "sehr schnell in der Lage, 2600 weitere Beatmungsplätze zu schaffen." Grundlage dieser Zahlen ist eine App, das Ministerium am Donnerstag geschaltet hat.

Zwei Drittel der NRW-Krankenhäuser haben bis Montag ihre Daten geliefert. Von den 8011 Infizierten in NRW befinden sich derzeit 443 in stationärer Behandlung. Davon liegen 146 in Intensivstationen, 121 davon mit Beatmungsunterstützung. Jeden neue Intensivplatz, der in NRW geschaffen wird, finanziert der Bund 50000 Euro. Weitere 50000 Euro schießt das Land für jeden Beatmungsplatz hinzu. Nicht jeder Beatmungsplatz müsse auf einer Intensivstation sein, die Zimmer müssten über ein Sauerstoffversorgung verfügen.

Landesregierung will Kommunalwahl nicht verschieben

12.51 Uhr: Die Landesregierung hat keine Pläne für eine Verschiebung der Kommunalwahl in Nordrhein-Westfalen. „Die Kommunalwahl am 13. September 2020 wird stattfinden“, sagte Kommunalministerin Ina Scharrenbach (CDU) am Montag in Düsseldorf. Die Parteien müssten ihre Wahlvorschläge bis zum 16. Juli bei den Wahlleitern einreichen. Deshalb gebe es noch Spielraum bei den Fristen. 

NRW-Kabinett beschließt 25 Milliarden Euro Rettungsschirm wegen Coronakrise

13.50 Uhr: Die schwarz-gelbe Landesregierung in Nordrhein-Westfalen hat am Sonntag 25 Milliarden Euro für einen Rettungsschirm für die NRW-Wirtschaft beschlossen. Das Kabinett von Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat nach Angaben der Staatskanzlei in einer außerordentlichen Sitzung die Mittel für die Bewältigung der Corona-Krise bewilligt.

„Wir befinden uns alle in einer wahrhaft außergewöhnlichen Extremsituation und sehen uns plötzlich Aufgaben und Problemen gegenüber, die wir uns vorher kaum vorstellen konnten. Mit unserem NRW-Rettungsschirm wollen wir den Zusammenbruch vieler Firmen vermeiden und viele Arbeitsplätze und ganze Erwerbsbiografien von Familien retten“, sagte Finanzminister Lutz Lienenkämper (CDU) laut Mitteilung am Mittag.

Am Dienstag soll sich der NRW-Landtag in einer Sondersitzung mit dem Gesetzespaket des Kabinetts und einem Nachtragshaushalt für 2020 befassen. Der Rettungsschirm sieht unter anderem einen erweiterten Bürgschaftsrahmen des Landes zur Wirtschaftsförderung auf 5 Milliarden Euro und Hilfen für Kleinstunternehmer und Selbstständige vor.

Über 6700 Corona-Infektionen - erneut deutlicher Anstieg

In Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen erneut deutlich gestiegen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums von Samstag (Stand 11.30 Uhr) gab es in NRW 6740 nachgewiesene Fälle. Das ist im bevölkerungsreichsten Bundesland ein Zuwachs von mehr als 1000 im Vergleich zum Vortag. Die Zahl der erfassten Todesfälle in NRW stieg um 6 auf 23.

Weiterhin meldet der Kreis Heinsberg die meisten Infektionen: Die Zahl erhöhte sich innerhalb von 24 Stunden leicht von 874 auf jetzt 916. In Köln gab es 629 Fälle, am Vortag waren es 521.

Coronavirus-Infektionen melden inzwischen alle 53 Kreise und kreisfreien Städte in NRW. Das Ministerium betonte, die Entwicklung sei dynamisch. Die Zahlen basierten auf aktuellen behördlichen Meldungen, die das Ministerium erhalte.

Fahrverbot für LKW aufgehoben

12.36 Uhr: In NRW wird ab sofort das Fahrverbot für Lkw an den Wochenenden aufgehoben. Das hat Verkehrsminister Hendrik Wüst am Freitag mitgeteilt. Die sei erforderlich, um die Lieferketten aufrechtzuerhalten. Frische-Transporte waren immer schon vom Sonntagsfahrverbot ausgenommen.

Gastronomie schließt im Regierungsbezirk Köln

14.23 Uhr: Nachdem das Land die Öffnung von Gastronomien auf den Zeitraum zwischen 6 und 15 Uhr beschränkt hat, haben sich die Oberbürgermeister der kreisfreien Städte und die Landräte im Regierungsbezirk Köln auf weitere Einschränkungen geeinigt. In Bonn wie auch im restlichen Kölner Regierungsbezirk bleiben Restaurants und Cafés ab heute auch im genannten Zeitraum geschlossen. Weiterhin wird es möglich sein, Essen zu bestellen oder abzuholen und dann zuhause zu verzehren. 

NRW gewährt besondere Steuererleichterungen für Unternehmen

13.29 Uhr: Nordrhein-Westfalen will bei Steuerstundungen wegen der Corona-Krise über die Maßnahmen des Bundes hinausgehen. Betroffene Unternehmen, die Fristverlängerungen für die Umsatzsteuer beantragen wollen, müssen dafür in NRW zunächst keine Sonderzahlungen mehr leisten. Das kündigte NRW-Finanzminister Lutz Lienenkämper (CDU) am Donnerstag in Düsseldorf an.

„Damit werden den Unternehmen Mittel im Umfang von mehr als vier Milliarden Euro sofort zur Verfügung gestellt“, erklärte Lienenkämper. Hierdurch würden für weite Teile der nordrhein-westfälischen Wirtschaft unmittelbare Liquiditätsverstärkungen in Milliardenhöhe erzielt.

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