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Coronavirus: Kanzlerin Merkel bittet um Geduld – Maßnahmen bis mindestens 20. April

Weltweit bemühen sich Regierungen, die Coronavirus-Pandemie einzudämmen. Die Zahl der Toten und Infizierten steigt täglich. Die Ereignisse im Newsblog. 

Fast 50.000 Corona-Nachweise und mehr als 300 Tote in Deutschland

12.15 Uhr: In Deutschland sind bis Samstagvormittag mehr als 48.800 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

Besonders hohe Zahlen haben Nordrhein-Westfalen mit mehr als 12.000 nachgewiesenen Fällen und 88 Toten sowie Bayern mit mindestens 10.180 Fällen und 60 Toten sowie Baden-Württemberg mit mehr als 9729 Fällen und 101 Toten. Gerechnet auf 100.000 Einwohner verzeichnet Hamburg mit einem Wert von 95,5 die meisten Infektionen.

Mehr als 316 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben. Zwei weitere Deutsche starben nach Auskunft des Robert Koch-Instituts während einer Reise in Ägypten.

Erster Todesfall in Mecklenburg-Vorpommern

11.55 Uhr: Erstmals ist in Mecklenburg-Vorpommern ein Mensch im Zusammenhang mit einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Es handle sich um einen 57-jährigen Mann aus dem Landkreis Ludwigslust-Parchim, der sich Anfang März im Skiurlaub in Österreich aufgehalten habe, teilte das Gesundheitsministerium am Samstag mit. 

Kanzlerin Angela Merkel bittet Menschen in Deutschland um Geduld

11.35 Uhr: Mit einer persönlichen Nachricht hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel aus der häuslichen Quarantäne gemeldet und die Menschen in Deutschland um Geduld in der Corona-Krise gebeten. Der Mensch sei „nun mal auf Kontakt und Nähe eingestellt, und darauf freue ich mich dann auch wieder“, sagte die CDU-Politikerin, die nach Kontakt zu einem infizierten Arzt derzeit zu Hause bleibt, in ihrem am Samstag veröffentlichten Wochenend-Podcast. Klar sei aber: „Niemand kann heute mit gutem Gewissen sagen, er wisse, wie lange diese schwere Zeit anhält.“ Noch gebe es keinen Grund, die Regeln zu lockern. „Ich muss Sie bitten, seien Sie geduldig.“

Meist veröffentlicht die Kanzlerin am Wochenende einen Video-Podcast – Einblick in ihre Berliner Wohnung gewährte sie aber nicht – und sprach ihre Botschaft diesmal am Telefon ein. Merkel grüßte alle, „die jetzt Wohnen und Homeoffice verbinden“, wie sie selbst. „Auch wenn es für viele nicht ganz einfach ist, Kinderbetreuung und Arbeit zu verbinden, so kann man von zu Hause doch viel Arbeit schaffen“, sagte sie, etwa über Telefon- und Videokonferenzen.

Ihr sei sehr bewusst, wie schwer die Kontakteinschränkungen seien. Fast alle hätten ihr Verhalten völlig umgestellt, die große Mehrheit vermeide unnötige Kontakte. „Danke, von ganzem Herzen danke“, sagte Merkel. Nur gemeinsam könnten die Menschen das Land durch eine Prüfung steuern, „wie sie sich niemand hätte vorstellen können“. Das Ziel müsse sein, die Zahl der Ansteckungen pro Tag zu senken, damit jeder Infizierte die bestmögliche Versorgung bekommen könne. 

Spanien ruft Militär zum Transport von Leichen

11.20 Uhr: Nach Italien wird auch im schwer von der Coronavirus-Pandemie betroffenen Spanien das Militär beim Transport der Leichen helfen. Dies teilte das Gesundheitsministerium am Samstag im Amtsblatt mit. Die Streitkräfte würden wegen der großen Zahl der Toten und des Fehlens verfügbarer Bestattungsinstitute während der Dauer des Alarmzustandes eingesetzt, hieß es. Wegen der vielen Todesopfer war zuletzt bereits die Eishalle in Madrid zum Leichenhaus umfunktioniert worden. Die Regierung hat den Alarmzustand und die strenge Ausgangssperre um weitere zwei Wochen bis zum 11. April verlängert. Spanien ist nach Italien das am schwersten von der Krise betroffene Land Europas.

EU-Kommission arbeitet an gemeinsamer Exit-Strategie

10.45 Uhr: Die Europäische Kommission arbeitet an einer gemeinsamen Exit-Strategie aller EU-Staaten zur schrittweisen Aufhebung der Ausgangsbeschränkungen in der Corona-Krise. Mit Experten prüfe sie, „wann wir nach und nach die Maßnahmen der „sozialen Distanz“ wieder lockern könnten“, sagte Kommissionschefin Ursula von der Leyen der Deutschen Presse-Agentur in Brüssel.

„Das Entscheidende ist: Das darf nicht zu früh passieren, weil sonst das Risiko ist, dass das Virus wieder aufflackert“, sagte von der Leyen. „Andererseits muss es so schnell wie möglich gehen, damit unsere Wirtschaft nicht unnötig weiter leidet. Wir vertrauen auf den Rat von Medizinern, aber auch von Wirtschaftsfachleuten, die sich mit Lieferketten auskennen.“

Einen Zeitrahmen könne heute aber niemand präzise vorhersagen. Das müsse man von Woche zu Woche neu prüfen. Noch sei man in der Feuerlösch-Phase, dann komme eine Wiederaufbauphase. „Erst danach werden wir wieder in der Normalität sein, sagte die Kommissionschefin. „Diese Krise hinterlässt tiefe Spuren und wird uns lange beschäftigen.“

Kanzleramtschef: Keine Lockerungen der Maßnahmen bis 20. April

9.05 Uhr: Kanzleramtschef Helge Braun hat klargestellt, dass es in der Corona-Pandemie vor dem 20. April keine Lockerungen der bestehenden Einschränkungen geben werde. „Wir reden jetzt bis zum 20. April nicht über irgendwelche Erleichterungen“, sagte der CDU-Politiker dem „Tagesspiegel“. „Bis dahin bleiben alle Maßnahmen bestehen.“

Ältere Menschen müssten noch deutlich länger als Jüngere mit Kontakteinschränkungen rechnen. „Eines ist allen Modellen gemein, egal, wie wir uns entscheiden: dass die älteren und vorerkrankten Menschen in unserer Gesellschaft wirksam vor einer Infektion geschützt werden müssen, bis es einen Impfstoff gibt“, so Braun.

Auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hält es für zu früh, um über eine Lockerung der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie zu sprechen. Das hatte sie am Donnerstag klargemacht. Wie Merkel sieht auch Braun als Messlatte für eine Trendwende und als Entscheidungsgrundlage für eine Lockerung der Einschränkungen die Entwicklung der Infektionsgeschwindigkeit. „Wenn wir es schaffen, die Infektionsgeschwindigkeit so zu verlangsamen, dass wir zehn, zwölf oder noch mehr Tage haben bis zu einer Verdopplung, dann wissen wir, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“ Zuletzt verdoppelten sich die Fallzahlen in etwa alle drei Tage. „Unmittelbar nach Ostern werden wir sagen können, wie es generell nach dem 20. April weitergeht.“

Er habe den Eindruck, dass sich die Bevölkerung vorbildlich an die Regeln halte. „Und deshalb bin ich überzeugt, dass wir in einigen Tagen ihren Erfolg sehen werden“, betonte Braun.

Braun will sich nach eigenen Angaben an einem wie in Südkorea praktizierten Mix aus Maßnahmen orientieren. „Die haben zum einen genau solche Kontaktbeschränkungen gemacht, wie wir das jetzt in Deutschland praktizieren. Sie haben darüber hinaus ein digitales Tracking verwendet, über das man quasi vollautomatisiert erfährt, falls man Kontakt zu Infizierten hatte.“ Daneben habe das Land einen sehr breiten Ansatz beim Testen.

Mit Blick auf das bessere Ausfindigmachen von Kontaktpersonen, zum Beispiel über eine spezielle Daten-App, betonte Braun, dass es sich mit dem Datenschutz vereinbaren lassen müsse. „Bei uns sähe sowas sicherlich ganz anders aus, als die Kontaktnachverfolgungs-App in China.“

Mehr als 100.000 bestätigte Infektionen in den USA

8. 35 Uhr: In den USA haben sich inzwischen mehr als hunderttausend Menschen mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt. Die Vereinigten Staaten überholten am Freitag China und Italien bei der Zahl der Infizierten und sind nun das Land mit den meisten Ansteckungen weltweit. Im Kampf gegen die Corona-Pandemie unterzeichnete US-Präsident Donald Trump das größte Rettungspaket der US-Geschichte und aktivierte nahezu zeitgleich ein Kriegswirtschaftsgesetz, um den Autobauer General Motors zur Produktion von Beatmungsgeräten zu zwingen.

Das Gesundheitsministerium könne aufgrund des „Defence Production Act“ nun von General Motors (GM) verlangen, Regierungsaufträge für Beatmungsgeräte „anzunehmen, auszuführen und ihnen Vorrang einzuräumen“, erklärte Trump. Der Autobauer habe bei diesem Thema „Zeit verschwendet“. Mit seinem Vorgehen wolle er „eine schnelle Produktion von Beatmungsgeräten sicherstellen, die Leben von US-Bürgern retten werden“. GM erklärte als Reaktion, mit dem Medizingeräte-Hersteller Ventec ohnehin schon seit mehr als einer Woche „rund um die Uhr“ an der Produktion von Beatmungsgeräten zu arbeiten.

Der „Defence Production Act“ wurde 1950 während des Koreakriegs beschlossen. Mit ihm kann die US-Regierung in Krisenzeiten Unternehmen verpflichten, bestimmte Aufträge anzunehmen. Trump hatte das Gesetz bereits vor zehn Tagen ins Gespräch gebracht, war vor einer tatsächlichen Anwendung zunächst aber zu

Luftwaffe fliegt an Covid-19 erkrankte Italiener nach Deutschland

​8 Uhr: Wegen der dramatischen Notlage norditalienischer Krankenhäuser in der Coronavirus-Krise fliegt die Luftwaffe Patienten nach Deutschland aus. Der Airbus A310 MedEvac, die fliegende Intensivstation der Bundeswehr, sollte am Samstag sechs schwer erkrankte Italiener in Intensivbehandlung von Bergamo nach Köln bringen. Die Maschine sei am Morgen in Köln gestartet, sagte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur.

„In Zeiten größter Not ist es selbstverständlich, dass wir unseren Freunden zur Seite stehen“, sagte Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) zu dem Einsatz. „Deshalb holen wir mit unserer fliegenden Intensivstation der Luftwaffe jetzt Schwerstkranke aus Italien zur Behandlung nach Deutschland. Das ist ein wichtiges Zeichen der Solidarität. Europa muss zusammenhalten.“

MedEvac

Blick in den Airbus A310 MedEvac, die fliegende Intensivstation der Bundeswehr.

Das Flugzeug sollte am späten Mittag zurück in Köln sein. Die Patienten sollten zur Behandlung in zivile Krankenhäuser gebracht werden. Nach dpa-Informationen sollen jeweils zwei Erkrankte im Katholischen Klinikum Bochum sowie in den Uni-Kliniken Köln und Bonn weiterbehandelt werden.

Die Luftwaffe bezeichnet den MedEcav-Airbus als „wichtiges Glied in der Rettungskette zur medizinischen Evakuierung schwer und schwerst verletzter Personen über große Distanzen“. An Bord sind bis zu sechs Plätze für intensivmedizinische Behandlung. Zudem gibt es 38 weitere Liegeplätze, wobei für 16 Patienten eine verstärkte medizinische Überwachung mit Monitoren möglich ist. Damit können 44 Patienten liegend transportiert werden. Die medizinische Besatzung kann bis zu 25 Menschen zählen. Die Luftwaffe hält auf dem Flughafen Köln-Wahn immer einen MedEvac-Airbus in 24-Stunden-Bereitschaft.

Trump aktiviert Kriegswirtschaftsgesetz für Produktion von Beatmungsgeräten

US-Präsident Donald Trump hat in der Coronavirus-Krise ein Kriegswirtschaftsgesetz aktiviert, um den Autobauer General Motors zur Produktion von Beatmungsgeräten zu zwingen. General Motors (GM) habe „Zeit verschwendet“, erklärte Trump am Freitag. Er setze deswegen den sogenannten „Defence Production Act“ ein, mit dem Unternehmen zur Herstellung gewisser Güter verpflichtet werden können.

Mehr als 48.300 Infzierte in Deutschland am Freitag

In Deutschland sind bis Freitagnachmittag mehr als 48 300 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Besonders hohe Zahlen haben Nordrhein-Westfalen mit mehr als 12 000 nachgewiesenen Fällen und 88 Toten sowie Bayern mit mindestens 10 180 Fällen und 60 Toten sowie Baden-Württemberg mit mehr als 9729 Fällen und 101 Toten. Gerechnet auf 100 000 Einwohner verzeichnet Hamburg mit einem Wert von 95,5 die meisten Infektionen.

Italien meldet fast 1000 Tote an einem Tag

17.55 Uhr: Italien hat an einem Tag fast 1000 Tote im Zuge der Corona-Pandemie gemeldet und damit so viele wie an keinem Tag zuvor. Die Zahl stieg um 969 auf 9134, wie der Zivilschutz am Freitag in Rom mitteilte. Die Gesamtzahl der Infizierten stieg um fast 6000 auf 86 498. Damit liegt Italien weltweit etwa gleichauf mit den USA. Die Kurve der Neuinfektionen flachte sich aber nach Aussagen des obersten Gesundheitsinstituts etwas ab - sie hat allerdings noch nicht ihren Höhepunkt erreicht.

Die Totenzahl ist auch deshalb noch höher ausgefallen, weil darin 50 am Vortag nicht berechnete Fälle aus der Region Piemont enthalten sind. „Wir sind noch nicht auf dem Höhepunkt (der Kurve). Aber es gibt positive Anzeichen“, sagte der Präsident des nationalen Gesundheitsinstitutes (ISS), Silvio Brusaferro, in Rom. Seit dem 19./20. März gebe es eine leichte Abflachung der Kurve der neuen Ansteckungen - die Kurve falle aber noch nicht ab, „wir sind in einer Verlangsamung der Steigung“.  

Deutschland mit mehr als 47.000 Corona-Infizierten

17.38 Uhr: In Deutschland sind bis Freitagnachmittag mehr als 47.000 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

Besonders hohe Zahlen haben Nordrhein-Westfalen mit mehr als 12.000 nachgewiesenen Fällen und 88 Toten sowie Bayern mit mindestens 10.180 Fällen und Baden-Württemberg mit mehr als 8400 Fällen. Gerechnet auf 100.000 Einwohner verzeichnet Hamburg mit einem Wert von 95,5 die meisten Infektionen.

Mehr als 285 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben. Zwei weitere Deutsche starben nach Auskunft des Robert Koch-Instituts während einer Reise in Ägypten. 

Frankreich verlängert Ausgangsbeschränkungen

17.23 Uhr: In Frankreich sind die strengen Ausgangsbeschränkungen im Kampf gegen das Coronavirus um gut zwei Wochen verlängert worden. Die Französinnen und Franzosen müssten mindestens bis zum 15. April zu Hause bleiben, kündigte Frankreichs Premier Édouard Philippe nach einer Regierungssitzung unter Vorsitz von Präsident Emmanuel Macron am Freitag an. „Dieser Zeitraum kann verlängert werden, wenn die gesundheitliche Situation dies erfordert“, sagte Philippe.

Seit anderthalb Wochen gelten in Frankreich strenge Regeln, die Menschen dürfen das Haus nur verlassen, wenn es notwendig ist. Täglich ist außerdem eine Stunde Sport oder Gassigehen im Radius von einem Kilometer zur Wohnung erlaubt. Die Beschränkungen sollten ursprünglich 15 Tage bis Ende März gelten - allerdings zeichnete sich bereits ab, dass die Maßnahmen verlängert werden.

Reisewarnung: Bundesregierung will Entwicklung abwarten

17.16 Uhr: Die Bundesregierung will nicht vor dem 20. April entscheiden, was aus der bis Ende April befristeten Warnung vor touristischen Auslandsreisen wird. „Wir haben uns darauf verständigt, dass wir wie bei anderen Maßnahmen auch zunächst einmal abwarten, wie die weitere Entwicklung bis zum 20. April ist“, sagte Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) dem Südwestrundfunk. „Das gilt natürlich für die Entwicklung in Deutschland selbst. Aber das gilt auch für die Entwicklung in anderen Staaten.“

Man müsse dann beurteilen, wie die Situation in den einzelnen Ländern sei und wie sich der Flugverkehr entwickele. „Ich glaube, das sind Dinge, die werden wir erst in den kommenden Wochen beurteilen können - und dann auch eine Entscheidung treffen, wie es mit der Reisewarnung weitergeht.“

Argentinien riegelt Grenzen komplett ab

17 Uhr: Wegen der Corona-Krise riegelt Argentinien seine Grenzen komplett ab. Bis kommenden Mittwoch dürfen selbst argentinische Staatsbürger nicht mehr in ihr Heimatland einreisen, wie die Regierung in Buenos Aires am Freitag mitteilte. Vor knapp zwei Wochen hatte Argentinien bereits seine Grenzen für Ausländer geschlossen. Laut einem Bericht der Zeitung „La Nación“ wurden seitdem etwa 12 000 Argentinier aus dem Ausland mit Repatriierungsflügen heimgeholt. Weitere 10 000 sollen noch im Ausland gestrandet sein.

Bislang infizierten sich in Argentinien 590 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus. 14 Patienten starben. Seit einer Woche gelten weitreichende Ausgangsbeschränkungen. Bis zum 31. März dürfen die Menschen landesweit ihre Häuser und Wohnungen nicht mehr verlassen. Erlaubt sind nur Besorgungen in nahe gelegenen Lebensmittelgeschäften und Apotheken. Es wurde erwartet, dass die Ausgangsbeschränkungen noch weiter verlängert werden.  

Corona Klinik Frankreich

Ärzte sperren einen Bereich in einer Pariser Klinik für Corona-Infizierte ab.

Frankreich erwartet hohe Infektionszahlen am Wochenende

16.30 Uhr: Frankreich erwartet am Wochenende die bisher größte Zahl neuer Corona-Erkrankungen: Premierminister Edouard Philippe sprach am Freitag in Paris nach einem Krisentreffen der Regierung vor einer „extrem großen Welle, die “über Frankreich hinwegspült„. Neben den überlasteten Krankenhäusern in Ostfrankreich riefen auch die Pariser Kliniken um Hilfe.

Philippe sagte weiter, in den kommenden Tagen werde die Situation für die Krankenhäuser und die Bürger besonders schwierig werden. Er sprach von einer “Krise, die andauern wird, von einer Gesundheitslage, die sich nicht schnell verbessert„. Als sicher gilt, dass die Regierung die vorerst bis Dienstag befristete Ausgangssperre verlängert. Wann sie dies ankündigen will, ist aber noch offen.  

Paris schlägt Alarm

16.24 Uhr: Die Pariser Krankenhäuser forderten angesichts der vielen Notfälle Hilfe: Es müssten dringend Patienten in andere Regionen verlegt werden, “um für die Kranken von morgen oder übermorgen Platz zu schaffen„, sagte der leitende Arzt Bruno Riou von der öffentlichen Krankenhausgesellschaft Assistance Publique - Hôpitaux de Paris (AP-HP).

Der Pariser Großraum ist neben dem Osten Frankreichs das am stärksten betroffene Gebiet. Aus dem Krisengebiet im Elsass wurden sechs weitere Patienten in den Westen Frankreichs verlegt. Ein Militärflugzeug mit Kranken aus überfüllten Kliniken in Mülhausen und Colmar traf in Bordeaux ein. Zum Transport vo 

Run auf Tierheime in Südafrika

15.54 Uhr: Eine weitreichende dreiwöchige Ausgangssperre im Kampf gegen das Coronavirus hat in Südafrika zum Run auf Tierheime geführt. Da neben Joggingrunden auch Gassi-Gänge verboten sind, suchten viele Südafrikaner dort für ihre vierbeinigen Lieblinge ein Quartier.

Tierheim-Betreiberin Megan Wylie erklärte dem TV-Sender News 24, sie habe kaum 48 Stunden Zeit gehabt, um Notquartiere für 117 Hunde zu finden. „Wir wurden mit Emails quasi überflutet“, sagte sie. Die Ausgangssperre trat am Freitag in Kraft. Das Land meldete am gleichen Tag mehr als 1000 Infizierte - zwei davon sind gestorben. 

Bundeswehr setzt 15.000 Soldaten ein

15.26 Uhr: Zur Unterstützung von Ländern und Kommunen setzt die Bundeswehr in der Corona-Krise 15.000 Soldaten ein. Volle Einsatzbereitschaft solle in der kommenden Woche hergestellt sein, sagte Generalleutnant Martin Schelleis, der den Unterstützungseinsatz koordiniert und führt, am Freitag in einer telefonischen Pressekonferenz. Es werde vier regionale Führungsstäbe geben. Auf eventuelle Lageverschärfungen sei das Militär vorbereitet. Bis Freitagmorgen seien 200 Anträge auf Amtshilfe eingegangen, ein Plus von 15 Prozent gegenüber dem Vortag. Schelleis ist der Inspekteur der sogenannten Streitkräftebasis und damit Nationaler Territorialer Befehlshaber der Bundeswehr.

Gefragt sei vor allem Hilfe aus dem Sanitätswesen. Er nannte aber auch sichere Lagerflächen für medizinische Güter, Unterkünfte für die Polizei, Fachkompetenz für ein mobiles Krankenhaus, mobile Rettungsstationen und Teststationen.

Serbien: Mann verstößt gegen Quarantäne – 3 Jahre Haft

14.13 Uhr: Das Balkanland Serbien geht angesichts der Corona-Pandemie mit drakonischen Strafen gegen Quarantäne-Sünder vor. Ein Gericht in der ostserbischen Stadt Dimitrovgrad verurteilte am Freitag einen Mann wegen des Verstoßes gegen seine Quarantäneauflagen zu einer Haftstrafe von drei Jahren, wie die Webseite des staatlichen serbischen Fernsehens RTS am Freitag unter Berufung auf das Justizministerium berichtete.

Es ist das erste Urteil dieser Art, seitdem Serbien am 16. März wegen der Corona-Pandemie den Ausnahmezustand verhängt und das Strafrecht im Zusammenhang mit den Quarantänebestimmungen verschärft hatte.

Der Prozess wurde über eine Video-Schaltung abgewickelt, da sich der Angeklagte seit seiner Festnahme am 20. März in der 25 Kilometer entfernten Kleinstadt Pirot in Untersuchungshaft befand. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Bis zum Freitag waren in Serbien 458 Menschen nachweislich mit dem Virus infiziert, das die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen kann. Bislang wurden acht Tote gemeldet.

Markus Söder attackiert EU-Präsidentin Ursula von der Leyen

In der dramatischen Corona-Krise wirft Bayerns Ministerpräsident Markus Söder der EU-Kommission Untätigkeit vor und greift die Behörde unter Präsidentin Ursula von der Leyen scharf an. „Eigentlich wäre diese Krise jetzt die Stunde Europas und die Stunde der EU-Kommission. Aber es ist merkwürdig still in Brüssel“, sagte der CSU-Chef dem „Spiegel“. Von der Leyen selbst hatte zuletzt betont, was die EU-Kommission in der Krise bereits angestoßen habe, und die EU-Staaten für ihre Alleingänge kritisiert.

„Wir erleben gerade eine Entsolidarisierung in Europa, die den Geist der europäischen Idee massiv gefährdet“, sagte Söder. Man dürfe jetzt nicht nationalstaatlich denken, sondern müsse etwa Hilfstransporte nach Italien und Spanien europäisch organisieren. „Das gehört ganz oben auf die europäische Agenda, und da wäre die Kommission gefragt.“ Zugleich sei wichtig, dafür zu sorgen, dass der Grenzverkehr innerhalb Europas möglich bleibe. „Wir müssen derzeit alles bilateral lösen. Ohne die Bundeskanzlerin hätten wir echte Probleme.“

Zahl der Corona-Toten im Iran steigt auf fast 2400

13.28 Uhr: Im besonders stark von der Pandemie betroffenen Iran sind nach offiziellen Angaben binnen 24 Stunden 144 weitere Menschen am Coronavirus gestorben. Damit stieg die Zahl der Todesfälle auf insgesamt 2378, wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Freitag erklärte. 2926 Neuinfektionen wurden gemeldet. Insgesamt haben sich im Iran nach Behördenangaben mindestens 32.332 Menschen mit dem neuartigen Virus infiziert. Mehr als 11.100 von ihnen sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums inzwischen wieder gesund. Fast 2900 Menschen sind hingegen lebensbedrohlich erkrankt. 

Merkel bleibt weiter in Quarantäne

13.16 Uhr: Das Ende der häuslichen Quarantäne von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) ist vorerst offen. Die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer sagte am Freitag in Berlin, maßgeblich für ein Ende der Quarantäne seien die Empfehlungen der Experten und Ärzte sowie der Wissenschaftler des Robert-Koch-Institutes. Merkel werde in der kommenden Woche das Kabinett leiten - je nach dem, wie die Empfehlungen ausfielen telefonisch oder auch „persönlich, sollte die Quarantäne aufgehoben werden“.

Merkel hatte sich am vergangenen Sonntagabend in häusliche Quarantäne begeben. Sie war darüber unterrichtet worden, dass sie zwei Tage zuvor zu einem Arzt Kontakt hatte, der positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Der Mediziner hatte Merkel vorbeugend gegen Pneumokokken geimpft. Inzwischen fielen zwei Corona-Tests der Kanzlerin negativ aus.  

Lufthansa meldet Kurzarbeit an

13 Uhr: Die Lufthansa hat Kurzarbeit für tausende ihrer Mitarbeiter in Deutschland angemeldet. Geplant sei dies für rund 31 000 Beschäftigte der Bereiche Kabine, Boden und Cockpit, sagte ein Sprecher am Freitag in Frankfurt. Vereinbarungen gebe es bereits für die Flugbegleiter und das Bodenpersonal, während eine Lösung mit der Pilotengewerkschaft „Vereinigung Cockpit“ noch auf dem Weg sei. Die Kurzarbeit soll zunächst bis zum 31. August gelten. Zum Umfang der Maßnahmen für die einzelnen Beschäftigten machte der Sprecher keine Angaben. Zuvor hatte das Portal „Austrianaviation.net“ berichtet.

Wegen der geringen Nachfrage in der Corona-Krise fährt der Luftverkehrskonzern das Angebot seiner Fluggesellschaften europaweit immer weiter herunter. Lufthansa hat angekündigt, von den rund 760 Flugzeugen der Konzernflotte etwa 700 abzustellen und erst bei steigendem Bedarf wieder zu aktivieren.

Boris Johnson

Boris Johnson in seinem Regierungsbüro in der Londoner Downing Street.

Boris Johnson infiziert

12.25 Uhr: Der britische Premierminister Boris Johnson ist positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Der Regierungschef habe am Donnerstag „leichte Symptome“ entwickelt und sich daraufhin testen lassen, sagte ein Sprecher am Freitag in London. „Das Ergebnis ist positiv.“ In Großbritannien war die Zahl der Coronavirus-Infektionen in den vergangenen Tagen stark gestiegen. Am Donnerstag lag die Zahl der offiziell registrierten Fälle bei rund 11.700, knapp 580 Menschen starben.

Nach Johnson ist auch Gesundheitsminister Matt Hancock positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte Hancock am Freitag per Kurznachrichtendienst Twitter mit. Auch er habe nur milde Symptome, sagte der Minister in einer Videobotschaft. 

Zahl der Toten in Spanien kräftig angestiegen

12.20 Uhr: Im von der Corona-Krise besonders schwer betroffenen Spanien steigt die Zahl der infizierten Menschen und auch der Toten weiter kräftig an. In den letzten 24 Stunden seien knapp 8000 neue Infektionsfälle registriert worden, wodurch die Gesamtzahl auf gut 64.000 geklettert sei, teilte das Gesundheitsministerium am Freitag in seiner täglichen Bilanz mit. Die Zahl der Toten stieg unterdessen auf knapp 4900, nach rund 4300 am Donnerstag. Nach Italien ist Spanien weiterhin das Land in Europa, das vom neuen Virus Sars-CoV-2 am stärksten in Mitleidenschaft gezogen wird.

Umfassendes Hilfspaket gegen Corona-Krise beschlossen

11.23 Uhr: Der Bundesrat hat das umfassende Hilfspaket gegen die Corona-Krise beschlossen. Es enthält Maßnahmen zur Rettung von Arbeitsplätzen und Unternehmen, zur Unterstützung von Krankenhäusern sowie zur Sicherung von Lebensunterhalt und Wohnung der Bürger.

1500 Schutzmasken aus Hamburger Klinik gestohlen 

11.20 Uhr: Unbekannte Täter haben rund 1500 Schutzmasken aus einem Krankenhaus in Hamburg gestohlen. Die Polizei schätzte den Schaden auf 15 000 Euro, wie sie am Freitag mitteilte. Es hätten nur befugte Personen Zugang zu dem Masken-Depot gehabt, dies grenze den Verdächtigenkreis ein.

Die Masken wurden demnach im Zeitraum vom 20. bis 25. März in dem Krankenhaus im Hamburger Stadtteil Eilbek gestohlen. Das Landeskriminalamt hat den Fall übernommen. Zuvor hatte das „Hamburger Abendblatt“ berichtet. 

Präsident des Europaparlaments fordert Teilevakuierung der Flüchtlingslager auf griechischen Inseln

11 Uhr: Der Präsident des Europaparlaments, David Sassoli, hat ein sofortiges Ende des Flüchtlingselends auf den griechischen Inseln gefordert. „Wir müssen sofort anfangen, zumindest die Risikogruppen zu evakuieren, die verletzlichsten Menschen, das heißt Personen über 60, Kranke, Mütter und natürlich Kinder“, sagte der sozialdemokratische Politiker aus Italien dem „RedaktionsNetzwerk Deutschland“ (RND, Freitag).

Man müsse sich nur die Zahlen vor Augen führen, sagte Sassoli: „Von 42 000 Flüchtlingen auf den griechischen Inseln leben mehr als 20 000 im Lager Moria auf Lesbos, das nur Kapazitäten für maximal 3500 Menschen hat. Das ist ohnehin schon unerträglich, in Zeiten von Corona ist es ein epidemiologischer Albtraum.“ Sassoli forderte: „Wir dürfen keine Zeit verlieren, wenn wir eine humanitäre Katastrophe abwenden wollen.“

NRW verschiebt Abitur um drei Wochen

10.19 Uhr: Die 88 000 angehenden Abiturienten in Nordrhein-Westfalen bekommen mehr Zeit zur Vorbereitung auf die Abschlussprüfungen. Die Hauptprüfungen für das Abitur sollen erst am 12. Mai beginnen und damit drei Wochen später, teilte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Freitag in Düsseldorf mit. Die Schüler erhielten damit jetzt Planungssicherheit, damit sie sich bestmöglich auf ihre Prüfungen vorbereiten könnten. „Die Prüfungen werden selbstverständlich unter besonderer Berücksichtigung des Infektionsschutzes stattfinden. Die Gesundheit unserer Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler hat für uns oberste Priorität.“

Die Abiprüfungen an Gymnasien, Gesamtschulen, Weiterbildungskollegs und Waldorfschulen sowie an den Beruflichen Gymnasien der Berufskollegs beginnen laut dem Zeitplan am Dienstag, 12. Mai. Letzter Prüfungstermin sei Montag, der 25. Mai.

Bundesregierung plant offenbar massive Ausweitung der Tests

09.33 Uhr: Die Bundesregierung überlegt einem Medienbericht zufolge, das neuartige Coronavirus in Deutschland mit einer massiven Ausweitung der Tests einzudämmen. Wie die „Süddeutsche Zeitung“, der NDR und der WDR berichten, soll Südkorea dabei als Vorbild gelten. Dort wurde die Ausbreitung durch Massentests und Isolierung von Erkrankten stark verlangsamt.

Der Rechercheverbund bezieht sich auf ein vertrauliches Strategiepapier aus dem Bundesinnenministerium, aus dem hervorgehe, dass eine „größtmögliche Erhöhung der Testkapazitäten in Deutschland überfällig“ sei. Demzufolge sollen „sowohl Personen mit Eigenverdachtsfall als auch der gesamte Kreis der Kontaktpersonen von positiv getesteten Personen“ getestet werden.

US-Schauspieler Mark Blum an Corona gestorben

09.09 Uhr: Der New Yorker Film- und Theaterschauspieler Mark Blum ist mit 69 Jahren an den Folgen von Covid-19 gestorben. Seine Infektion mit dem neuen Coronavirus habe zu Komplikationen geführt, denen der Darsteller schließlich erlegen sei, teilte die Schauspielergewerkschaft Screen Actors Guild am Donnerstag (Ortszeit) mit.

Blum wurde mit Filmen wie „Desperately Seeking Susan“ und „Crocodile Dundee“ bekannt. Er spielte regelmäßig in dem New Yorker Off-Broadway-Theater „Playwright Horizons“, das auf Twitter der Trauer der Kollegen Ausdruck verlieh: „Danke für alles, was du für unser Theater gemacht hast, Mark“, heißt es. „Wir werden dich vermissen.“ Dazu veröffentlichte das New Yorker Haus einige Szenenbilder alter Bühnenstücke.

Lindner: Debatte über Lockerungen ein „positives Zeichen“

08.32 Uhr: FDP-Chef Christian Lindner hat die Debatte über Lockerungen der coronabedingten Einschränkungen begrüßt. Das sei ein „positives Zeichen“ für die Menschen im Land, sagte er am Freitag im Deutschlandfunk. Wann dafür der richtige Zeitpunkt sei, müssten aber die Gesundheitsexperten entscheiden. Dennoch sollte das staatliche Handeln auf die Frage gerichtet sein, wann es wieder ein normales Leben geben könne. Auf Dauer seien die Beschränkungen „untragbar“ auch für die wirtschaftliche Entwicklung im Land.

Auf die Frage, ob die Bundesregierung angesichts erster Insolvenzen ihre Strategie wechseln sollte, erwiderte Lindner: „Auch als Oppositionspolitiker sage ich nein.“ Dafür seien die Voraussetzungen noch nicht gegeben.

Das milliardenschwere Hilfspaket der Bundesregierung weist indes nach Lindners Ansicht Lücken auf. Der Mittelstand brauche schnellere Hilfen. Die könnten etwa die Finanzämter leisten, indem sie Steuervorauszahlungen zurücküberwiesen, sagte der FDP-Chef.

Krankenhausgesellschaft: „Keine italienischen Verhältnisse“

08.00 Uhr: Der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft geht davon aus, dass Deutschland in der Corona-Krise vorerst keine Situation wie in Italien droht. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir es zumindest für die nächsten zwei Wochen schaffen werden, italienische Verhältnisse zu vermeiden“, sagte Gerald Gaß dem ZDF-„Morgenmagazin“ am Freitag.

Allerdings müssten die Ausgangsbeschränkungen eingehalten werden, betonte er. „Wir müssen Anfang, Mitte nächster Woche sehen, dass sich die Kurve abflacht, damit die Zahl der Patienten nicht ins Unendliche wächst, denn dann ist auch ein so gutes System wie in Deutschland bei allem Engagement der Krankenhäuser überfordert.“

Gaß zufolge ist die Zahl der Beatmungsplätze in deutschen Krankenhäusern inzwischen von 20.000 auf rund 30.000 aufgestockt worden. „Wir gehen davon aus, dass in den kommenden Monaten die bestellten Geräte geliefert werden“, sagte er. Dies entspräche weiteren 1500 Geräten pro Monat. Für das medizinische Personal sei die aktuelle Lage eine „große Herausforderung“, sagte Gaß.

Europol sieht schnelle Zunahme von Corona-Verbrechen

07.55 Uhr:Europol sieht eine schnelle Zunahme von Verbrechen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Kriminelle und organisierte Banden hätten ihre Methoden sehr schnell angepasst und profitierten von der Krise, warnt die europäische Polizeibehörde in einem am Freitag in Den Haag veröffentlichten Bericht. Ermittler stellten demnach zunehmend Fälle von Cybercrime, Betrug, Diebstahl und Fälschungen fest.

Trump lobt Zusammenarbeit mit China

07.03 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping telefoniert und die gute Zusammenarbeit im Kampf gegen die Corona-Pandemie hervorgehoben.

„China ist schon weit vorangekommen und hat ein großes Verständnis des Virus entwickelt. Wir arbeiten eng zusammen. Großer Respekt!“, schrieb Trump auf Twitter.

In der zentralchinesischen Provinz Hubei war das neue Virus Sars-CoV-2 Ende vorigen Jahres zuerst aufgetreten. Inzwischen gibt es in China kaum noch Neuerkrankungen. In den USA hat deren Zahl zuletzt dagegen stark zugenommen.

Experten: USA haben die meisten Fälle weltweit

06.08 Uhr: Die Vereinigten Staaten haben nach Angaben von US-Experten inzwischen mehr bekannte Coronavirus-Infektionen als jedes andere Land. In den USA gab es bis Donnerstagnachmittag (Ortszeit) 82.400 bekannte Infektionen, in China rund 81.800 und etwa 80.600 in Italien, wie aus einer Übersicht der amerikanischen Johns-Hopkins-Universität hervorging. Weltweit gibt es nun mehr als eine halbe Million bestätigte Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2.

US-Präsident Donald Trump sagte vor Journalisten im Weißen Haus, die hohe Zahl bestätigter Infektionen in den USA liege daran, dass im Land so viele Tests durchgeführt würden. In anderen Ländern wie China wisse man zudem nicht, was die wirklichen Zahlen seien, sagte Trump. Experten gehen davon aus, dass es vielerorts wesentlich mehr Infektionen gibt, als bislang durch Tests bestätigt wurden.

China meldet erneut steigende Zahlen von „importierten Corona-Fällen“

05.21 Uhr: In China ist die Zahl „importierter Fälle“ mit dem Coronavirus erneut gestiegen. Wie die Pekinger Gesundheitskommission am Freitag mitteilte, wurden 55 weitere Erkrankungen bei Menschen nachgewiesen, die nach China eingereist sind. Insgesamt zählt China damit bereits knapp 600 solcher Fälle.

Aus Angst vor einer zweiten Infektionswelle hatte die Volksrepublik am Donnerstag angekündigt, Ausländer zunächst nicht mehr einreisen zu lassen. Bereits ausgestellte Visa seien vorübergehend nicht mehr gültig. Wie lange der Einreisestopp gelten soll, wurde nicht mitgeteilt. Der Schritt sei erforderlich, weil sich das Virus im Rest der Welt rasant ausbreite, hieß es in einer Mitteilung des Außenministeriums.

Ebenfalls angekündigt wurde eine starke Reduzierung der Flugverbindungen. Ab Sonntag soll jede chinesische Fluggesellschaften nur noch eine Verbindung pro Woche in jedes Land anbieten dürfen. Das gleiche gilt für ausländische Airlines, die nach China fliegen.

Wie aus den offiziellen Zahlen der Gesundheitskommission vom Freitag hervorging, gab es erneut keine lokalen Erkrankungen. In der zentralchinesischen Provinz Hubei, von wo das Virus Sars-CoV-2 sich ab Ende 2019 weltweit auszubreiten, starben jedoch weitere fünf Menschen.

Südkorea meldet leichten Rückgang der Neuinfektionen

05.05 Uhr: Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Südkorea ist wieder leicht zurückgegangen. Wie die Gesundheitsbehörden am Freitag mitteilten, kamen am Donnerstag 91 Fälle hinzu. Damit liegt die Zahl der täglich erfassten Fälle seit einigen Tagen um die Schwelle von 100. Bisher wurden in dem Land 9332 Menschen positiv auf den Sars-CoV-2-Erreger getestet. Es wurden 139 Todesfälle in Verbindung mit dem Virus gebracht.

Zwar stellte sich in Südkorea seit dem Höhepunkt Ende Februar mit über 900 Infektionsfällen innerhalb eines Tages ein deutlicher Abwärtstrend ein. Doch warnen die Behörden, dass sich die Zahl wegen einer Zunahme der „importierten“ Fälle und durch lokale Häufungen wieder schnell erhöhen könne. Am Donnerstag wurden nach 30 Fällen am Vortag bei weiteren 13 Personen das Virus festgestellt, die aus dem Ausland eingetroffen waren.

Heimreise von Passagieren eines deutschen Kreuzfahrtschiffs vor Australien gesichert

03.15 Uhr: Die Heimreise der wegen mehrerer Corona-Fälle vor Australien gestrandeten rund 830 Passagiere eines deutschen Kreuzfahrtschiffs ist gesichert. „Bis Ende des Wochenendes werden fast alle von ihnen in drei Flugzeugen nach Deutschland gebracht“, kündigte der australische Finanzminister Mathias Cormann am Freitag im Fernsehsender Sky News an. Die Kranken an Bord der „MS Artania“ des Bonner Reiseveranstalter Phoenix würden in Australien behandelt.

Fünf Passagiere und zwei Crewmitglieder an Bord des Schiffs waren am neuartigen Coronavirus erkrankt. Nach Bestätigung der Fälle hatte der Regierungschef des Bundesstaats Westaustralien, Mark McGowan, am Donnerstag gefordert, das Schiff solle die australischen Gewässer unverzüglich verlassen. Die meisten der 832 Passagiere sind Deutsche. An Bord sind daneben rund 500 Besatzungsmitglieder.

Lokale Medien berichteten, dass das Kreuzfahrtschiff nach einem medizinischen Notfall in Fremantle in der Nacht zu Freitag südlich von Perth habe anlegen dürfen. Zwei Passagiere seien in ein Krankenhaus gebracht worden. Der Notfall stehe in keinem Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung.

Hunde sollen für Erschnüffeln von Coronavirus trainiert werden

02.38 Uhr: In Großbritannien sollen Hunde dafür trainiert werden, mit ihrem extrem ausgeprägten Geruchssinn möglicherweise Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus zu erschnüffeln. Die Wohlfahrtsorganisation Medical Detection Dogs (etwa: Hunde in der medizinischen Diagnose) ging für dieses Projekt eine Partnerschaft mit Wissenschaftlern ein, wie sie am Freitag mitteilte. Den Plänen zufolge sollen die feinen Nasen der Vierbeiner innerhalb von sechs Wochen derart für den von Covid-19 - der vom Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit - ausgehenden Geruch sensibilisiert werden, dass sie zur Diagnose eingesetzt werden können.

„Grundsätzlich sind wir uns sicher, dass Hunde Covid-19 entdecken könnten“, erklärte die Vorsitzende von Medical Detection Dogs, Claire Guest. Derzeit würden noch Methoden geprüft, wie der von Corona-Patienten ausgehende Geruch eingefangen werden könne, um ihn den Hundenasen zu präsentieren.

Hunde werden bereits zur Entdeckung anderer Krankheiten wie Krebs oder Diabetes eingesetzt. Medical Detection Dogs hat schon diverse derartige Trainingsprogramme für die Vierbeiner ausgeführt. d

Merkel: Debatte über Lockerung der Maßnahmen zu früh

0.11 Uhr: Kanzlerin Angela Merkel hält es für viel zu früh, über eine Lockerung der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie zu sprechen. Sie wolle „sehr klar sagen, dass im Augenblick nicht der Zeitpunkt ist, über die Lockerung dieser Maßnahmen zu sprechen“, sagte sie am Donnerstag in Berlin. Im Moment dauere es immer noch nur vier bis fünf Tage, bis sich die Zahl der Infizierten verdoppele. Diese Zeitspanne müsse sehr viel weiter gestreckt werden, „in Richtung von zehn Tagen“. Das Ziel der Maßnahmen sei es, dass das Gesundheitssystem nicht überlastet werde.

Die Inkubationszeit dauere mindestens fünf Tage und könne bis 14 Tage dauern, sagte Merkel. Nachdem die am vergangenen Sonntag beschlossenen Maßnahmen erst am Montag in weiten Teilen Deutschlands in Kraft getreten seien, sei man noch nicht in dem Bereich, in dem man sehen könne, ob sie wirkten. Sie müsse deshalb „die Menschen in Deutschland um Geduld bitten“, sagte die Kanzlerin und ergänzte: „Es war immer klar, dass wir erst dann, wenn wir Effekte sehen, darüber nachdenken können“, die Maßnahmen zurück zu fahren. Davon sei man leider „noch ein ganzes Stück entfernt“.

Bund und Länder wollen Testkapazität offenbar erhöhen

0.01 Uhr: In der Coronavirus-Krise streben Bund und Länder einem Medienbericht zufolge eine Ausweitung der Testkapazitäten für Infektionen mit dem Virus an. Die „Bild“-Zeitung (Freitag) berief sich auf das interne Beschlussprotokoll einer Telefonkonferenz zwischen Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) und den Chefs der Staatskanzleien der Länder vom Mittwoch. Darin heiße es: „Bund und Länder stimmen darüber ein, die Kapazitäten zur Testung auf das neue Corona-Virus deutlich zu erhöhen.“

Die jüngsten internationalen und heimischen Erfahrungen mit der Corona-Pandemie zeigten, dass die schnelle Verfügbarkeit von Testungen auf das Coronavirus wesentlich für die Eindämmung und schnelle Behandlung der Kranken sei. In dem Bericht heißt es weiter, die Ausweitung der Kapazitäten solle laut Beschluss durch eine „Hochdurchsatz-Methode“ aus der Pharma-Forschung oder durch die Nutzung von Laboren aus der Tiermedizin erreicht werden.

Wieder größerer Anstieg an Infektionen in Italien

22.30 Uhr: Nach einem leichten Rückgang bei den Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Italien sind die Zahlen wieder angestiegen. Insgesamt hatten sich bis Donnerstag nachweislich 80 539 Menschen infiziert, das sind 6153 mehr als am Vortag, wie der Zivilschutz mitteilte. Die Zahl der Toten stieg weiter stark: Bis Donnerstag waren es 8165, 662 mehr als am Vortag. Allerdings waren dabei etwa 50 Tote aus dem Piemont nicht mit eingerechnet. In den letzten Tagen waren die Neuinfektionen etwas niedriger gewesen, so dass die Hoffnung gewachsen war, dass die strikten Ausgangsbeschränkungen Wirkung zeigten.

Der Regionalpräsident der besonders betroffenen Region Lombardei, Attilio Fontana, sagte, die Zahlen seien «nicht gut» und würden ihm Sorge bereiten.

Die Stadt Bergamo, die in Italien am schwersten von der Corona-Pandemie betroffen ist, hat fast sieben Mal mehr Tote als normalerweise in einer Woche verzeichnet: Letzte Woche seien dort 313 Menschen gestorben, teilte die Kommune am Donnerstag mit. In den letzten zehn Jahren seien durchschnittlich 45 Tote pro Woche gezählt worden.

Jugendliche stirbt an Coronavirus in Frankreich

21.45 Uhr: Die Zahl der Todesfälle nach einer Infektion mit dem Coronavirus ist in Frankreich weiter stark gestiegen. Innerhalb von 24 Stunden habe es 365 neue Fälle gegeben, sagte Gesundheitsdirektor Jérôme Salomon am Donnerstag in Paris. Damit liege die Zahl nun bei 1696. 

Erstmals sei in Frankreich auch eine Jugendliche unter den Todesopfern - die 16-jährige Covid-19-Patientin sei in der Region Paris gestorben, so Salomon.
Den Angaben zufolge befinden sich derzeit 3375 Patientinnen und Patienten mit schweren Krankheitsverläufen auf Intensivstationen. Die Zahl der bestätigten Infektionen ist um rund 4000 Fälle auf 29 155 gestiegen.

Conte lehnt EU-Erklärung als unzureichend ab

Beim EU-Videogipfel hat Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte die vorher ausgehandelte gemeinsame Erklärung als unzureichend abgelehnt. Conte fordere „wirklich innovative und angemessene Finanzinstrumente“, um die Wirtschaftsfolgen der Corona-Krise zu bewältigen und das binnen zehn Tagen, hieß es am Donnerstagabend aus italienischen Regierungskreisen. Die fünf Präsidenten der EU-Institutionen sollten in der Frist einen gemeinsamen Vorschlag vorlegen.

Conte stellte den Angaben zufolge bei der Gipfelschalte klar, dass er keine Vergemeinschaftung öffentlicher Schulden wolle. Jedes Land verantworte seine eigenen Schulden selbst und werde dies auch weiter tun. Doch müsse Europa gemeinsam handeln und eine starke Antwort auf die Krise finden. Sonst könne man das den Bürgern nicht erklären. Der Videogipfel, an dem auch Bundeskanzlerin Angela Merkel teilnahm, zog sich am Abend mehr als zwei Stunden länger als geplant.

Deutschland nimmt 47 Corona-Patienten aus Italien auf

20.10 Uhr: Deutschland will weitere schwer erkrankte Corona-Patienten aus Italien aufnehmen. Das Auswärtige Amt berichtete am Donnerstagabend auf Twitter von Zusagen aus verschiedenen Bundesländern zur Behandlung von 47 Intensivpatienten. Außenminister Heiko Maas (SPD) schrieb dazu unter italienischer Flagge: «Wir stehen an der Seite unserer Freundinnen & Freunde.» Beteiligt sind unter anderem Kliniken in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Sachsen, Hessen und Berlin.

In anderen Bundesländern werden Intensivpatienten aus Frankreich und Italien bereits behandelt. Beide Länder sind von der Pandemie besonders betroffen. Thüringen kündigte an, ein Team der Universitätsklinik Jena zur Versorgung von Covid-19-Patienten nach Italien zu schicken. Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe: ««Solidarität ist das Gebot der Stunde.»

Zahnärzte bangen wegen Corona-Pandemie um Existenz 

17.54 Uhr: Zahnärzte in Deutschland machen sich in der Corona-Krise Sorgen wegen existenzbedrohender Einnahmeausfälle. Da nur dringende Behandlungen durchgeführt werden sollten, gebe es viel weniger zu tun, sagte der Pressebeauftragte des Freien Verbandes Deutscher Zahnärzte (FVDZ), Joachim Hüttmann, am Donnerstag. Ein großer Teil der Praxen habe Kurzarbeit angemeldet und/oder Teile der Belegschaft nach Hause geschickt. Für Praxen ohne ausreichende Rücklagen könne das existenzbedrohend sein.

China schließt alle Grenzen für Ausländer

17.12 Uhr: Aus Angst vor einer zweiten Corona-Infektionswelle will China den meisten Ausländern die Einreise ins Land verwehren. Die Maßnahme trete am Samstag in Kraft und gelte auch für Ausländer mit gültigen Visa beziehungsweise einer dauerhaften Aufenthaltsgenehmigung, erklärte am Donnerstag das Außenministerium in Peking. Es sprach zugleich von einem „vorläufigen“ Schritt, wie er auch von anderen Ländern vorgenommen worden sei. 

Frankreich bittet Bundeswehr wegen Corona-Krise um Hilfe

16.20 Uhr: Wegen der Corona-Krise hat Frankreich in Deutschland nach einem Bericht des „Spiegel“ um schnelle Hilfe der Bundeswehr ersucht. Die Regierung in Paris habe in den vergangenen Tagen über militärische und diplomatische Kanäle bei der Bundesregierung angefragt, ob die Bundeswehr wegen der Notlage im Nachbarland schnell aushelfen könne, berichtete das Nachrichtenmagazin am Donnerstag. Das Verteidigungsministerium in Berlin sagte dazu auf Anfrage, ein offizieller Antrag liege nicht vor.

Dringend benötigt würden laut dem französischen Ersuchen Helikopter zur Verlegung von Corona-Patienten aus besonders betroffenen Regionen in andere Landesteile, heißt es in dem Bericht. Zudem könnte die Bundeswehr bei der Versorgung von Covid-19-Patienten helfen, die derzeit das französische Gesundheitssystem an seine Kapazitätsgrenzen bringen - offenkundig sind also Plätze zur medizinischen Behandlung angefragt. Paris schwebe aber auch ein Einsatz von Einheiten der deutsch-französischen Brigade vor.

Deutsche Touristen stecken in Dubai fest

15 Uhr: Wegen der kurzfristigen Aussetzung aller Passagierflüge sitzen rund 200 Reisende - darunter auch mehrere Deutsche - seit Mittwochnacht am Flughafen Dubai fest. „Bei Abflug auf Bali hat man uns noch mitgeteilt, dass wir eingecheckt sind und auch unser Gepäck weiter nach Frankfurt geleitet wird“, erzählte Sabine Zweig aus Hamburg der Deutschen Presse-Agentur. „Als wir in Dubai ankamen, wurde uns gesagt, dass alle Flüge gestrichen sind. Es ist ein totales Chaos, alles wird dichtgemacht, das sind wirklich gefängnisähnliche Zustände.“

Die zivile Luftfahrtbehörde der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) hatte wegen der Eindämmung des Coronavirus Anfang der Woche kurzfristig die Aussetzung aller Passagierflüge in der Nacht von Dienstag zu Mittwoch beschlossen. Fünf Flugzeuge sollen nun aber von Abu Dhabi Genehmigungen bekommen, schrieb die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, auf Facebook. Details nannte sie nicht.

Berichte über Corona-Fall in der Papst-Residenz

14 Uhr: Im Vatikan sorgen Berichte über einen Coronafall im Umfeld des Papstes für Aufregung. Mehrere italienische Medien schrieben am Donnerstag, in der Residenz von Papst Franziskus, in der Casa Santa Marta, sei ein Geistlicher positiv auf den Sars-CoV-2-Erreger getestet worden sei. Der Vatikan bestätigte die Berichte auf Anfrage zunächst nicht. Schon Anfang März hatte es die Pressestelle des Kirchenstaates abgelehnt, Berichte über einen angeblichen Virus-Test des 83-jährigen Kirchenoberhaupts genauer zu kommentieren. Dass sich der Vatikan in der Frage von Corona-Tests bisher restriktiver verhielt als viele Politiker und Königshäuser, sorgte bei Vatikan-Berichterstattern für Unmut.

Wie mehrere Zeitungen schrieben, sei ein Mitarbeiter des Staatssekretariats positiv auf das Coronavirus getestet worden. Sein Umfeld sei am Mittwoch informiert, Gesundheitsvorkehrungen seien getroffen worden. Dem Prälaten, der seit langem in Santa Marta wohne, gehe es gut. Papst Franziskus selbst hielt am Donnerstag wie derzeit üblich seine Video-Morgenmesse in der Kapelle der Residenz. Er schien bei guter Verfassung.

Anfang März, als der Papst nach eigenen Worten eine Erkältung hatte, war ebenfalls über einen Corona-Test in den Medien spekuliert worden. Vatikansprecher Matteo Bruni hatte der dpa damals vage erläutert, es gebe keinerlei Hinweise, die zu einer anderen Diagnose als zu der Erkältung führten.

Franziskus ist generell bei guter Gesundheit, er hat allerdings nur noch einen Lungenflügel. Der Vatikan hat viele Aktivitäten stark reduziert. Der Papst meidet in der Gesundheitskrise öffentliche Auftritte, empfängt aber Besucher.
Erst am Dienstagabend hatte Vatikansprecher Bruni mitgeteilt, dass es im Vatikan bisher vier Corona-Fälle geben habe.  

Virologe Christian Drosten fordert mehr Vernetzung

12.20 Uhr: Im Kampf gegen das neuartige Coronavirus sollen sich die deutschen Unikliniken zusammenschließen und eng über Diagnose- und Behandlungsverfahren sowie Patientendaten austauschen. Das ist das Ziel einer Initiative, die am Donnerstag von der Berliner Charité in Zusammenarbeit mit dem Bundesforschungsministerium gestartet wurde. Das Ministerium unterstütze den Aufbau des Netzwerks mit 150 Millionen Euro, wie Forschungsministerin Anja Karliczek (CDU) am Donnerstag in Berlin mitteilte.

Die Kliniken sollen demnach in einen Erfahrungsaustausch über ihre Maßnahmenpläne im Umgang mit der Pandemie treten. Zudem wird eine Zusammenstellung der Daten aller Covid-19-Patienten angestrebt, um einen Gesamtüberblick über Krankengeschichte und Konstitution der Patienten zu bekommen. Von der Datensammlung erhoffen sich die Initiatoren - der Charité-Vorstandsvorsitzende Heyo Kroemer und der Direktor der Virologie, Christian Drosten - Erkenntnisse für das Pandemiemanagement und die Impfstoff- und Therapieentwicklung.

Die Charité soll das Forschungsnetzwerk der Universitäten koordinieren. „Ich bin überzeugt: Dieses einmalige wissenschaftliche Projekt, dieses Zusammenwirken der Kräfte wird uns in der Behandlung und Erforschung von COVID-19 einen großen Schritt voranbringen“, sagte Karliczek. Ziel sei es, voneinander und miteinander zu lernen.

Mehr als 37.900 Nachweise in Deutschland

​10.48 Uhr: In Deutschland sind bislang mehr als 37 900 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Besonders hohe Zahlen haben Nordrhein-Westfalen mit mehr als 10 400 Fällen sowie Bayern und Baden-Württemberg mit jeweils mehr als 7200 Fällen. Gerechnet auf 100 000 Einwohner verzeichnet Hamburg mit 78,8 die meisten Infektionen.

Mindestens 215 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben. Zwei weitere Deutsche starben nach Auskunft des Robert Koch-Instituts während einer Reise in Ägypten.

Amazon schafft 350 neu Logistik-Jobs in Deutschland

9.14 Uhr: Amazon braucht in der Coronavirus-Krise mehrere hundert zusätzliche Mitarbeiter in Deutschland. Um der Nachfrage der Menschen gerecht zu werden, seien 350 zusätzliche Voll- und Teilzeitstellen in der Logistik geplant, bestätigte ein Amazon-Sprecher am Donnerstag. Die 350 neuen Stellen würden bundesweit geschaffen und die Zahl lasse sich nicht auf einzelne Standorte runterbrechen. Zuvor hatte die „Mitteldeutsche Zeitung“ über den Stellenaufbau berichtet.

In den USA hatte Amazon vor zehn Tagen die Schaffung von 100 000 Vollzeit- und Teilzeitstellen in Logistikzentren und dem Zusteller-Netzwerk angekündigt. Zudem wurde der Stundenlohn bis Ende April in den USA um zwei US-Dollar und in Euro-Ländern um zwei Euro angehoben. In Deutschland liegt er bei mindestens 11,10 Euro brutto. Für diese Lohnerhöhung veranschlagte Amazon damals 350 Millionen Dollar weltweit.
Seit dieser Woche werden in Deutschland wichtige Waren des täglichen Bedarfs nicht nur im Wareneingang der Amazon-Logistikzentren, sondern auch beim Versand an die Kunden priorisiert.

In Frankreich und Italien unterdessen nimmt Amazon gar keine Bestellungen mehr für einige Artikel an, die nicht für das tägliche Leben wichtig sind. Das hänge auch damit zusammen, dass die Mitarbeiter in den Verteilzentren mehr Abstand voneinander hielten, um die Ansteckungsgefahr zu verringern, hieß es am Wochenende. 

700 Prozent mehr Klopapier verkauft

7.08 Uhr: Hamsterkäufe haben den Absatz von Toilettenpapier im Februar und März massiv erhöht, wie der Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels (BVLH) mitteilt. Laut einem Sprecher hätten die Menschen Sorge, nicht genug Klopapier zu haben, falls man irgendwann nicht mehr das Haus verlassen dürfe. Während die einen bunkern, haben andere entsprechend zu wenig.

Sieben Covid-19-Fälle auf Kreuzfahrtschiff vor Australien

06.16 Uhr: An Bord eines vor Australien ankernden deutschen Kreuzfahrtschiffs sind mindestens sieben Menschen am Coronavirus erkrankt. Es handele sich hierbei um fünf Passagiere und zwei Crewmitglieder, teilte der Bonner Reiseveranstalter Phoenix am Mittwochabend mit.

Allen an Bord von „MS Artania“ gehe es aber gut, keine der infizierten Personen befinde sich in einem gesundheitlich kritischen Zustand. Alle Gäste sollten mit eigens gecharterten Flugzeugen voraussichtlich am Samstag aus Australien ausgeflogen werden. Das Schiff bietet laut Phoenix 510 Besatzungsmitgliedern und 1200 – meist deutschen – Passagieren Platz.

Der Regierungschef des Bundesstaats Westaustralien, Mark McGowan, sagte am Donnerstag, das Schiff solle die australischen Gewässer unverzüglich verlassen. „Sein Heimathafen ist eigentlich in Deutschland.“ Wenn die sieben Erkrankten zur Behandlung an Land kommen müssten, würden sie in eine Einrichtung beispielsweise der Verteidigungskräfte gebracht. Die australische Regierung und Deutschland könnten dann nach der Behandlung einen Rückflug absprechen.

Die Besatzung des Schiffs hatte die australischen Behörden um Hilfe gebeten, 25 Passagiere an Bord hätten Atembeschwerden. Daraufhin waren westaustralische Vertreter der Gesundheitsbehörde an Bord gegangen und hatten die Betroffenen untersucht.

Zahl der bestätigten Fälle steigt weltweit auf mehr als 450.000

Die Zahl der offiziell bestätigten Infektionsfälle mit dem neuartigen Coronavirus ist weltweit auf mehr als 450.000 gestiegen. Bis Mittwochabend infizierten sich mindestens 450.876 Menschen mit dem Erreger Sars-Cov-2, wie eine Zählung der Nachrichtenagentur AFP auf der Basis von Behördenangaben ergab. Die Zahl der Todesfälle stieg auf mindestens 20.647.

Das Coronavirus hat sich inzwischen auf 182 Länder rund um den Globus ausgebreitet. Die meisten Infektionen verzeichnet mit 81.218 offiziell gemeldeten Fällen weiterhin China, wo das Virus im vergangenen Dezember erstmals aufgetreten war. An zweiter Stelle steht Italien mit knapp 74.400 nachgewiesenen Infektionen und 7503 Toten. In Deutschland gibt es nach Angaben der in der US-Stadt Baltimore ansässigen Johns-Hopkins-Universität (JHU) fast 37.323 Coronavirus-Fälle und 206 Tote. Das Robert-Koch-Institut (RKI) verzeichnete am Mittwochmorgen 31.554 Infizierte und 149 Todesfälle.

In den meisten Ländern werden nur Menschen mit starken Symptomen auf das Coronavirus getestet. Die offiziell gemeldeten Infektionszahlen dürften daher nur einem Bruchteil der tatsächlichen Fälle entsprechen.

Rumänien will gesamte Bevölkerung in Ballungsräumen testen 

22.00 Uhr: In Rumänien soll die gesamte Bevölkerung der Hauptstadt Bukarest und anderer größerer Ballungsräume auf eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus getestet werden. Das kündigte Gesundheitsminister Victor Costache am Mittwochabend an. Mobile Teams sollten von Haus zu Haus gehen und den Bürgern Testmaterial abnehmen. Die Gesamtzahl der für die Test vorgesehenen Bürger stand zunächst nicht fest, weil die Regionen noch nicht genau definiert waren.

Vorbild sei dabei das Corona-Krisenmanagement in Südkorea, wo ebenfalls breit getestet worden sei, sagte der Minister weiter. Für die Aktion würden in Bukarest „mindestens zwei, maximal fünf Millionen“ Test-Sets gebraucht. Nächste Woche erwarte man den Import von etwa 180.000 Tests. Allein die Hauptstadt hat offiziell rund zwei Millionen Einwohner, inoffiziell wird die Zahl auf vier Millionen geschätzt. Der Sender „Digi24“ rechnete vor, dass für eine Untersuchung all dieser Menschen 2660 Tage oder mehr als sieben Jahre benötigt würden.

Begonnen werden solle mit der Aktion in Bukarest, bestätigte die Bürgermeisterin der Hauptstadt, Gabriela Firea. Dabei wolle man schrittweise vorgehen. Zuerst würden Bürger aus der Risikogruppe an die Reihe kommen, wie über 65-Jährige und Menschen mit Vorerkrankungen.
In Rumänien sind bisher 14 Menschen nach einer Infektion mit dem Virus Sars-CoV-2 gestorben. Die Zahl der Infizierten stieg von Dienstag bis Mittwoch auf 906 seit Beginn der Pandemie. 86 sind inzwischen wieder gesund. 6016 Verdachtsfälle sind in Quarantäne und 100 199 in kontrollierter Isolation zu Hause, das heißt, sie müssen mit einem Amtsarzt Kontakt halten. Wenn jemand auf der Straße erwischt wird, wird die Isolationsfrist verlängert.

Finnland führt strenge Corona-Maßnahmen um Helsinki ein

21.55 Uhr: Die finnische Regierung geht mit verschärften Maßnahmen vor allem für die Region rund um die Hauptstadt Helsinki gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus vor. Die Bewegungsfreiheit zwischen der südlichen Landschaft Uusimaa rund um Helsinki und dem Rest Finnlands werde von diesem Freitag bis zum 19. April eingeschränkt, gab Ministerpräsidentin Sanna Marin am Mittwochabend auf einer Pressekonferenz bekannt. In der Zeit sei es verboten, nach Uusimaa hinein- oder aus der Landschaft herauszufahren. Ausnahmen gebe es unter anderem für Fahrten zur Arbeit. In Uusimaa wohnen mehr als 30 Prozent aller Finnen.

Die Einschränkung der Bewegungsfreiheit sei die einzige Möglichkeit zur Begrenzung der Corona-Ausbreitung, sagte Marin. Es wurde damit gerechnet, dass das Parlament die Maßnahme noch in der Nacht durchwinken wird.

Die geplante Schließung von Restaurants, Kneipen, Nachtclubs und Cafés für Kunden lasse sich dagegen bis zum Wochenende noch nicht umsetzen, sagte Marin. Sie appelliere aber an alle Inhaber dieser Lokale, bereits jetzt zu schließen. Die Regierungschefin hatte am Dienstag angekündigt, die Maßnahme solle nach der Prüfung im Parlament bis zum 31. Mai gelten.

Finnland war nach Frankreich und Deutschland das dritte EU-Land, in dem das Virus Sars-CoV-2 Ende Januar nachgewiesen worden war. Bis Mittwochnachmittag wurden 880 Infektionsfälle im Land nachgewiesen, darunter besonders viele in Uusimaa. Bisher gibt es landesweit drei Todesfälle aufgrund der Covid-19-Erkrankung.

Britisches Unterhaus verabschiedet Notstandsgesetz

20.30 Uhr: Das britische Parlament hat am Mittwoch ein Notstandsgesetz für die Bewältigung der Coronavirus-Pandemie verabschiedet. Das Gesetz verleiht der Regierung und den Behörden unter anderem Vollmachten, um die beschlossenen Ausgangsbeschränkungen und Schließungen von Geschäften und anderen Gebäuden notfalls mit Zwangsmaßnahmen durchzusetzen. Auch der Zugriff auf private Daten der Bürger wird durch das Gesetz erleichtert. Die Behörden erhalten auch das Recht, Infizierte zwangsweise in Quarantäne zu schicken. Das gilt auch bereits beim Verdacht auf eine Infektion.

Das Unterhaus sollte wegen der Coronavirus-Pandemie bereits am Mittwoch vorzeitig in die Osterpause gehen. Labour-Chef Jeremy Corbyn trat ein letztes Mal als Oppositionsführer auf. Der Altlinke hatte im vergangenen Dezember bereits seinen Rückzug von der Parteispitze angekündigt. Zuvor hatten die britischen Sozialdemokraten eine vernichtende Niederlage bei der Parlamentswahl gegen die Konservativen von Premierminister Boris Johnson einstecken müssen.  

Zweiter Corona-Test der Kanzlerin negativ

17.04 Uhr: Auch beim zweiten Test von Kanzlerin Angela Merkel auf das neuartige Coronavirus ist keine Infektion festgestellt worden. Das teilte ein Regierungssprecher am Mittwoch in Berlin mit. „Die Bundeskanzlerin arbeitet weiterhin aus der häuslichen Quarantäne und wird sich Anfang der kommenden Woche erneut testen lassen.“

Einreisestop für Saisonarbeiter ab 17 Uhr

16.24 Uhr:Das Bundesinnenministerium hat Einreisebeschränkungen angeordnet, die ab dem heutigen Nachmittag, 17 Uhr gelten. Saisonarbeiter aus Drittstaaten außerhalb der EU, beispielsweise Bulgarien und Rumänien, dürfen bis auf weiteres nicht mehr nach Deutschland einreisen. Die Landwirtschaft trifft das schwer, denn die Arbeitskraft fehlt auf den Feldern. Landwirtschaftsministerin Klöckner hatte zuletzt erwägt, Asylbewerber ohne Arbeitsgenehmigung für die Arbeit auf den Feldern einzusetzen – selbstverständlich freiwillig. Ein Portal zur Vermittlung von Erntehelfern fand bereits kurz nach dem Start ungeahnt viel Zulauf.

Abiturprüfungen sollen wie geplant stattfinden

: Die Abiturprüfungen sollen ungeachtet der Corona-Krise wie geplant stattfinden. Zum jetzigen Zeitpunkt sei eine Absage von Prüfungen nicht notwendig, erklärte die Kultusministerkonferenz (KMK) der Länder am Mittwoch nach einer Telefonkonferenz der Minister. Die Schüler könnten in diesem Schuljahr ihre Abschlüsse erwerben.

Union und SPD fordern steuerfreie Prämien für Mitarbeiter

14.13 Uhr: Union und SPD im Bundestag haben sich in der Corona-Krise für steuerfreie Prämienzahlungen an Beschäftigte ausgesprochen. Unions-Fraktionsvize Andreas Jung (CDU) sagte der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch: „Wir sollten besondere Leistungen in der Corona-Krise steuerlich unterstützen. Wenn ein Arbeitgeber seinen Mitarbeitern einen Bonus für ihren Einsatz bezahlt, sollte dieser von der Steuer frei gestellt werden.“

SPD-Fraktionsvize Achim Post sagte der dpa, es gehe darum, außerordentlichen Einsatz etwa von Krankenschwestern, Pflegern oder Kassiererinnen anzuerkennen und zusätzlich zu unterstützen. „Dafür gibt es meiner Einschätzung nach auch eine breite Unterstützung in den Koalitionsfraktionen“, sagte Post. „Diejenigen, die unser Gemeinwesen jetzt am Laufen halten, brauchen unsere volle Solidarität.

Mastercard hebt Limit für kontaktloses Zahlen

14.08 Uhr: Mastercard hat die Obergrenze für kontaktlose Zahlungen ohne Eingabe einer Pin-Nummer in der Coronavirus-Krise von 25 auf 50 Euro angehoben. Die Erhöhung gilt für Deutschland und weitere europäische Länder, wie Mastercard am Mittwoch mitteilte. Das höhere Limit soll dauerhaft bleiben, wie eine Sprecherin ergänzte. Aktuell würden 75 Prozent der Mastercard-Transaktionen in Europa kontaktlos durchgeführt. Viele Geschäfte ermutigen Kunden, auf diese Weise zu bezahlen, um eine potenzielle Virenübertragung über Bargeld oder die Bankkarte zu verhindern.

Italien: Bis zu fünf Jahre Haft für Quarantäne-Verstöße

13.52 Uhr: Die Regierung in Italien hat die Geldstrafen für Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkungen für alle Bürger wegen der Corona-Pandemie drastisch erhöht. Außerdem gab sie bekannt, dass wer positiv auf das Coronavirus getestet sei und sich vorsätzlich nicht an die Quarantäneauflage halte und die Wohnung verlasse, mit Gefängnis von einem bis zu fünf Jahren bestraft werden könne. Das stand in einem am Dienstagabend veröffentlichten Dekret der Regierung in Rom. Kurz zuvor hatte Ministerpräsident Giuseppe Conte höhere Geldstrafen von 400 bis 3000 Euro angekündigt für die Verletzung von Coronavirus-Regeln durch die Menschen. Bisher drohte den 60 Millionen Italienern bei Vergehen wie dem Verlassen des Hauses ohne triftigen Grund eine Strafe von 206 Euro, auch eine Haft von bis zu drei Monaten war möglich.

Italiens Polizei hat seit Einführung der Ausgangsverbote am 10. März mehr als zwei Millionen Menschen kontrolliert. Dabei habe es mehr als 100 000 Anzeigen wegen Verstößen gegeben, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa. Kontrolliert wurden zum Beispiel Menschen, die versuchen, aus dem stark von der Covid-19-Krankheit betroffenen Norden in Ferienhäuser und zu Familien in den Süden zu fahren. Das ist nicht erlaubt. Außerdem gehen Sportler joggen, oder Menschen besuchen Freunde. Man darf jedoch die Wohnung nur verlassen, wenn man zum Beispiel unbedingt zur Arbeit muss, zum Arzt oder zum Einkaufen.

Verteidigungsministerium: Bundeswehr hat keine Atemmasken verloren

12.58 Uhr: Das Verteidigungsministerium hat Berichte über eine Beteiligung der Bundeswehr am Verlust sechs Millionen bestellter Atemschutzmasken zurückgewiesen. „Es sind keine Masken abhanden gekommen aus dem Bestand der Bundeswehr“, sagte ein Sprecher am Mittwoch in der Bundespressekonferenz.

Zu Berichten, wonach das Material am Wochenende auf einem Flughafen in Kenia verschwunden sei, verwies er an die Generalzolldirektion. Diese habe das Material bestellt, in Zusammenarbeit mit dem Beschaffungsamt der Bundeswehr. Derzeit werde der Lieferweg nachverfolgt. „Da die Lieferung nicht erfolgt ist, ist auch keine Zahlung erfolgt“, sagte der Sprecher.

Ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums machte keine Angaben zur genauen Gesamtzahl der inzwischen bestellten Masken. „Der Markt ist extrem umkämpft“, sagte er. Allein am Dienstag und Mittwoch sei etwa eine Million Atemschutzmasken der Stufe FFP2 ausgeliefert worden. Die Verteilung sei dann Sache der Länder beziehungsweise die kassenärztlichen Vereinigungen.

Afghanistan befürchtet mehr als 110.000 Corona-Tote

12.05 Uhr: In Afghanistan könnten nach Schätzungen des Gesundheitsministeriums schlimmstenfalls mehr als 110.000 Menschen an den Folgen des Coronavirus sterben. Die Zahl gehe auf eine Berechnung eines Worst-Case-Szenarios zurück, sagte Wahidullah Mayar, Sprecher des Ministeriums am Mittwoch während einer Pressekonferenz. Seit Wochen warnen Hilfsorganisationen vor dem Grenzverkehr im Westen Afghanistans, weil das Nachbarland Iran besonders schwer von der Corona-Pandemie betroffen ist.

Derzeit gibt es in Afghanistan 80 bestätigte Infektionen mit Sars-CoV-2, vier davon wurden bei Angehörigen der Nato-Streitkräfte festgestellt. Im Vergleich zum Vortag stiegen die Zahlen in der westlichen Provinz Herat sprunghaft an. Dort war am Dienstag wegen der Corona-Krise eine Ausgangssperre während des Tages angeordnet worden. Auch in zwei weiteren Provinzen an der Grenze zum Iran, in Farah und Nimrus, seien Ausgangssperren für die Tageszeit verhängt worden.

Spanien verzeichnet mehr Tote als China

11.57 Uhr: Die Zahl der Corona-Todesopfer in Spanien hat die Chinas überholt. Nach Angaben der Regierung in Madrid vom Mittwoch starben 3434 Menschen in Spanien an der durch das Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19. Binnen eines Tages seien weitere 738 Todesopfer hinzugekommen.

Prinz Charles an Covid-19 erkrankt

11.42 Uhr: Der britische Thronfolger Prinz Charles hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Der älteste Sohn von Königin Elizabeth II. sei positiv auf den Erreger getestet worden, teilte seine Londoner Residenz Clarence House am Mittwoch mit. Der 71-Jährige leidet demnach an leichten Symptomen der durch den Erreger ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19, ist aber ansonsten „wohlauf“.

Thailands König übernachtet in Hotel in Bayern

11.27 Uhr: Die Hotels sind wegen der Corona-Krise geschlossen - das Vier-Sterne-Haus „Grand Hotel Sonnenbichl“ in Garmisch-Partenkirchen ist trotzdem belegt: Thailands König Maha Vajiralongkorn hat sich dort offensichtlich inklusive Gefolge einquartiert - mit Sondergenehmigung.
„Das Hotel hat eine Ausnahmegenehmigung von uns bekommen“, sagte ein Sprecher des Landratsamtes Garmisch-Partenkirchen am Dienstag. „Bei den Gästen handelt es sich um eine einzige homogene Personengruppe, bei der keine Fluktuation vorliegt. Das Hotel ist für den normalen Beherbergungsbetrieb nicht zugänglich.“ Mehrere Medien hatten darüber berichtet.

Ob der 67 Jahre alte thailändische König, der regelmäßig viel Zeit in Bayern verbringt und unter anderem auch eine Villa in Tutzing am Starnberger See besitzt, tatsächlich eingezogen ist, konnte der Sprecher nicht sagen. „Wir gehen davon aus, dass er da ist.“ Die Ausnahme-Bestimmungen seien Hotel und König bekanntgemacht worden.

Hotels in Madrid öffnen für Krankenhauspersonal

11.23 Uhr: Im besonders heftig vom Coronavirus betroffenen Madrid haben mehrere Hotels ihre Zimmer für Krankenhauspersonal zur Verfügung gestellt. Klinikmitarbeiter, die entweder außerhalb der spanischen Hauptstadt leben, wegen ihrer Dienstzeiten nah am Krankenhaus sein müssen oder zu Hause mit gefährdeten Menschen wohnen, könnten sich in acht über Madrid verteilte Hotels von den Strapazen bei der Arbeit erholen, zitierten spanische Medien das Gesundheitsministerium der Region Madrid.

Die Regierung habe eine Liste mit 370 Hotels im Land erstellt, die im Kampf gegen das Virus genutzt werden sollen, berichtete die Nachrichtenagentur Europa Press. Im Rahmen der strikten Ausgangsbeschränkungen in Spanien hatte die Regierung in der vergangenen Woche die Schließung aller Hotels des Landes für den Tourismus angeordnet.

Mehrere Hotels werden bereits seit Tagen genutzt, um Hunderte Covid-19-Patienten aufzunehmen und Krankenhäuser der Millionenstadt zu entlasten. Die Region Madrid ist das Epizentrum der Krise in Spanien.

Mehr als 33.000 Corona-Nachweise in Deutschland

11.10 Uhr: In Deutschland sind bislang mehr als 33.200 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Besonders hohe Zahlen haben Nordrhein-Westfalen mit mehr als 9400 sowie Bayern mit mehr als 6300 und Baden-Württemberg mit mehr als 6000 Fällen. Mehr als 160 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben. Zwei weitere Deutsche starben nach Auskunft des Robert Koch-Instituts während einer Reise in Ägypten.

Israel verschärft Ausgangsbeschränkungen

8.58 Uhr: Israel hat wegen der Ausbreitung des Coronavirus die Ausgangsbeschränkungen im Land weiter verschärft. Die israelische Regierung beschloss nach Medienberichten in der Nacht zum Mittwoch weitere Notstandsmaßnahmen: Demnach sollen die Menschen sich grundsätzlich nur in einem Radius von bis zu 100 Metern von ihrem Zuhause bewegen. Ausnahmen gelten unter anderem für essenziell wichtige Arbeitsplätze, Einkäufe von Lebens- und Arzneimitteln sowie ärztliche Behandlungen. Banken und Tankstellen sollen geöffnet bleiben. Öffentliche Verkehrsmittel sollen jedoch stark eingeschränkt und sportliche Aktivitäten draußen verboten werden. Die neuen Anweisungen sollten am Mittwochabend in Kraft treten.

Die israelische Armee ist nach eigenen Angaben bereits darauf vorbereitet, die Polizei wenn nötig bei der Durchsetzung der Ausgangsbeschränkungen landesweit zu unterstützen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums ist das Virus Sars-CoV-2 mittlerweile bei 2030 Personen in Israel nachgewiesen worden, 58 sind wieder genesen. Fünf Menschen sind den Angaben zufolge nach einer Coronavirus-Infektion gestorben, darunter ein 88 Jahre alter Holocaust-Überlebender. Mehr als 63 000 Menschen befinden sich in häuslicher Quarantäne.

Bereits Tausende Hilfsanfragen bei der IHK

8.21 Uhr: Immer mehr Unternehmen in Not richten sich nach der Vereinbarung des riesigen Corona-Hilfspakets an die Industrie- und Handelskammern (IHK). Für Niedersachsen, das laut Bundeswirtschaftsministerium nun als eines der ersten Länder auch eigene Programme aufsetzt, spricht der Präsident des IHK-Verbunds, Gerhard Oppermann, von „mehreren tausend Anfragen“ allein in der vergangenen Woche. Es handele sich dabei um Betriebe, „die ganz schnell Liquiditätshilfen brauchen, um überleben zu können“.

Oppermann sagte, er sei dankbar, dass die Politik und staatliche Förderbanken wie die niedersächsische NBank „die dramatische Lage in der Wirtschaft verstanden haben“. Er betonte jedoch, dass die Anträge rasch und unkompliziert ablaufen müssten: „Wichtig ist jetzt eine Konzentration auf schlanke Prozesse.“ Nur in Niedersachsen, wo etwa die Messebranche von Corona-bedingten Absagen schwer getroffen ist, würden in den kommenden Tagen mehr als 100.000 Anträge erwartet.

USA einigen sich auf Billionen-Paket

6.45 Uhr: In den USA ist der Weg frei für das Konjunkturpaket zur Linderung der verheerenden wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Epidemie. Es soll laut der Nachrichtenagentur Bloomberg 2 Billionen Dollar umfassen. Die Parteien haben sich geeinigt, wie der führende Demokrat im Senat, Chuck Schumer, und der republikanische Mehrheitsführer, Mitch McConnell, in Washington am frühen Mittwochmorgen (Ortszeit) vor Journalisten mitteilten.

Teenager in den USA an Covid-19 gestorben

6.24 Uhr: In den USA sorgt der erste bekannt gewordene Todesfall eines minderjährigen Menschen durch den neuartigen Coronavirus für Alarm. Der verstorbene Teenager aus Lancaster nördlich von Los Angeles sei bei „guter Gesundheit“ gewesen, bevor er sich mit dem Virus infiziert habe, sagte am Dienstag der Bürgermeister von Los Angeles, Eric Garcetti. Zum Geschlecht und genauen Alter des oder der verstorbenen Minderjährigen machten die Behörden keine Angaben. Garcetti und andere Behördenvertreter appellierten an die jungen Menschen in Kalifornien, die geltenden Ausgangsbeschränkungen ernst zu nehmen. „Dies kann auch Euch treffen“, sagte Garcetti über das Coronavirus. Der Erreger mache „bei Alter, Ethnie oder Einkommensniveau keinen Unterschied“, sagte die oberste Gesundheitsbeamte von Los Angeles, Barbara Ferrer.

Kalifornien ist einer der am härtesten von der Pandemie getroffenen US-Bundesstaaten. Für den gesamten Westküstenstaat gilt seit vergangener Woche eine Ausgangssperre. Im Großraum der Millionenmetropole Los Angeles stieg die Zahl der Corona-Infizierten zuletzt deutlich an. Es gab dort bis Dienstag mindestens 662 bestätigte Fälle und elf Todesopfer der Pandemie. Wegen massenweisen Verstößen gegen die Ausgangssperre hatten die kalifornischen Behörden die Restriktionen zu Wochenbeginn verschärft. So wurden öffentliche Parkplätze an den Stränden und Parks geschlossen. Am Wochenende waren trotz der Verbote tausende Erholungssuchende an Strände wie jene von Malibu oder Santa Monica ausgeschwärmt.

Südkorea kämpft mit importierten Fällen

6.20 Uhr: Die Zahl der erfassten Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Südkorea ist angesichts zunehmender „importierter“ Fälle wieder gestiegen. Am Dienstag sei bei 100 Menschen der Sars- CoV-2-Erreger nachgewiesen worden, teilten die Gesundheitsbehörden am Mittwoch mit. Unter ihnen seien 34 Personen, die mit dem Flugzeug aus dem Ausland angekommen seien. Das war der bisher höchste Tagesanstieg. Die Gesamtzahl der in Südkorea gemeldeten Infektionen stieg auf 9137. Die Zahl der Todesfälle, die mit dem Virus in Verbindung gebracht werden, kletterte um sechs auf 126.

Es gebe ein „erhöhtes Risiko durch diejenigen, die aus den USA einreisen“, sagte Yoon Tae Ho von der Zentrale für das Katastrophen-Management. Die Mehrzahl seien Südkoreaner, die in den USA studierten oder dort arbeiteten und wieder zurückkehrten. (dpa, red, afp)

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