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Coronavirus: Polizei sprengt Hochzeit mit 400 Gästen - Mehr als 2500 Neuinfektionen in Deutschland

Coronavirus in Deutschland: Die Zahl der Neuinfektionen ist hoch. Die deutschen Universitätskliniken melden steigende Patientenzahlen auf den Intensivstationen.

Update vom 1. Oktober, 20.55 Uhr: Nach Informationen von Focus Online haben die Gesundheitsämter der Bundesländer beim RKI 2589 neue Corona-Infektionen gemeldet. Allein in Nordrhein-Westfalen gebe es demnach 758 neue Fälle. 16 weitere Todesfälle seien zu beklagen. Weil Bayern einen Todesfall gestrichen hat, liegt die Gesamtzahl nun bei 9476. Der Freistaat steht bei 2661 - trauriger Spitzenwert unter den Bundesländern. Erfreulich: Die bundesweite Reproduktionszahl ist weiter gesunken auf nun 0,9.

In Köln (36,4), Duisburg (36,9), Gelsenkirchen (40,7) und dem Oberbergischen Kreis (35,6) wurde der Grenzwert von 35 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner binnen einer Woche überschritten. Hier würden demnach Beschränkungen bei Feiern in Gaststätten und Zuschauerzahlen bei Fußballspielen greifen. Die beiden Hotspots Hamm (95,5) und Remscheid (59,5) liegen sogar über der zweiten Marke, dem Inzidenzwert von 50.

Coronavirus in Deutschland: Gibt es eine Änderung bei der Quarantäne-Pflicht?

Update vom 1. Oktober, 18.15 Uhr: Anscheinend will Innenminister Horst Seehofer eine deutliche Verkürzung der Quarantäne für Rückkehrer aus Corona-Risikogebieten auf den Weg bringen. Darüber berichtet das Nachrichtenportal ThePioneer, das sich auf einen Verordnungsentwurf des Innenministeriums bezieht. Es bleibt demnach bei der Quarantäne-Pflicht für Reiserückkehrer aus Regionen, die vom RKI als Corona-Risikogebiete eingestuft werden. Diese soll künftig grundsätzlich zehn Tage nach Einreise umfassen - vier Tage weniger als bislang. „Ab dem fünften Tag in Absonderung besteht die Möglichkeit, durch ein negatives Testergebnis die Absonderung zu beenden“, heißt es demnach in dem Entwurf. „Der Test darf frühestens am fünften Tag nach der Einreise durchgeführt werden.“

Betroffene sollen die zuständige Behörde allerdings unverzüglich informieren müssen, sollten sie binnen zehn Tagen nach Einreise für Corona typische Symptome wie Husten, Fieber, Schnupfen oder Geruchs- und Geschmacksverlust haben. Die Musterverordnung des Gesundheitsministers soll als Empfehlung für die Länder dienen. (Anm. d. Red.: In einer ersten Version waren fälschlicherweise Jens Spahn und das Gesundheitsministerium genannt worden)

Coronavirus in Deutschland: Polizei sprengt Hochzeit mit 400 Gästen

Erstmeldung vom 1. Oktober: München - Die Corona-Fälle in Deutschland ziehen an. Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Deutschland hat binnen weniger Tage die Schwelle von 2.500 überschritten. Binnen 24 Stunden haben die Gesundheitsämter nach Angaben des Robert-Koch-Institut* (RKI) 2.503 Corona-Infektionen gemeldet. Das waren 705 mehr als am Vortag. Zwölf Menschen starben.

Um die Corona-Pandemie zu bremsen, haben sich der Bund und die Bundesländer auf neue Corona-Regeln geeinigt, örtliche Maßnahmen, wie die Teilnehmerzahlen für private Feiern in öffentlichen oder angemieteten Räumen zu beschränken und Bußgelder bei falschen Angaben in Kontaktlisten einzuführen. Weiter gilt neben den Abstands- und Hygienebestimmungen im Handel und im Nahverkehr bundesweit eine Maskenpflicht.

Corona in Deutschland: Polizei löst Hochzeitsfeier mit 400 Gästen auf

Mit dem Coronavirus gehen jedoch viele ziemlich locker um. Gerade auf privaten Feiern sind Hygienevorschriften und Abstandsregeln zum Schutz vor einer Corona-Infektion offenbar schnell vergessen.

Eine Hochzeitsfeier mit 400 Gästen musste die Polizei in Bremen vorzeitig abbrechen. Ein Großteil der Feiernde habe die Abstandsregeln nicht eingehalten und keinen Mund-Nasen-Schutz getragen, teilte die Polizei am Mittwoch mit. In dem Lokal sei die erlaubte Obergrenze von 250 Personen deutlich überschritten worden. Nachdem der Veranstalter und Polizei mehrmals vergeblich versuchten auf das Verhalten der Gäste einzuwirken, wurde die Hochzeitsparty beendet. Verstöße wurden dokumentiert und mehrere Anzeigen, laut Polizei, angefertigt. Die Polizei war von einem Anrufer am späten Dienstagabend via Notruf verständigt worden. Die Corona-Lage in Bremen ist ernst. Die aktuelle 7-Tage-Inzidenz liegt bei 31,2, teilt das RKI am Donnerstag mit. Bremen als Bundesland verzeichnet damit den höchsten Wert und hat Berlin auf den zweiten Platz (7-Tage-Inzidenz: 29,4) verdrängt.

Corona in Deutschland: Illegale Partys und Familienfeiern - In Berlin grassiert das Virus

Der Leichtsinn im Umgang mit dem Coronavirus macht Berlin zu schaffen. Illegale Partys in Szenevierteln, aber auch Familienfeiern beschleunigen die Zahl der Corona-Infektionen. Besonders betroffen sind die Berliner Bezirke Friedrichshain-Kreuzberg, Mitte und Neukölln. Das Infektionsgeschehen bringt die Gesundheitsämter langsam an ihre Grenzen. Vor allem betroffen ist Friedrichshain-Kreuzberg. Beschränkungen für das öffentliche Leben dort gibt es derzeit nicht.

Aufgrund der Lage des Bezirks sei es auch schwer durchsetzbar. „Wären wir eine Kommune wie Garmisch-Partenkirchen, würden wir wohl ähnlich handeln“, sagte Knut Mildner-Spindler (SPD), Gesundheitsstadtrat von Friedrichshain-Kreuzberg, wie der Tagesspiegel berichtet. Garmisch-Partenkirchen* (Bayern) hatte nach einem Corona-Ausbruch Massentests angeordnet und weitreichende Einschränkungen verhängt. München* (Bayern) hatte auf rasant steigende Infektionszahlen mit Kontaktbeschränkungen und einer Maskenpflicht in der Innenstadt reagiert.

In Friedrichshain-Kreuzberg ist eine Debatte um die Hilfe der Bundeswehr in der Corona-Krise entbrannt. Der Berliner Bezirk (grün-linksalternativ geprägt) lehnt bisher den Einsatz von Soldatinnen und Soldaten im Gesundheitsamt kategorisch ab. Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer reagierte verwundert. Auch Bundesminister Jens Spahn reagierte mit Unverständnis. In anderen Bezirken unterstützt die Bundeswehr die Gesundheitsämter bei der Kontaktnachverfolgung. In Friedrichshain-Kreuzberg lag der Wert in den vergangenen Tagen immer knapp unter der Obergrenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen. Berlin-Mitte hat den Wert mit 56,7 bereits gerissen (Stand: 1. Oktober, 0 Uhr).

Corona: RKI meldet neue Fallzahlen

Corona-Lage - „noch nicht dramatisch“ - Unikliniken melden steigende Patientenzahlen

Die deutschen Universitätskliniken melden wieder steigende Patientenzahlen auf den Intensivstationen, berichtet die Nachrichtenagentur AFP. Die Situation sei „noch nicht dramatisch“, bedürfe aber einer „sehr ernsthaften Beobachtung“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Berliner Charité, Heyo Kroemer demnach in Berlin bei der Vorstellung von Forschungsprojekten der Universitätskliniken zu Covid-19.

In den vergangenen zwei Wochen habe sich laut Kroemer in der Charité die Zahl der beatmeten Patienten von sechs auf 17 erhöht. Es sei „extrem wichtig, dass wir jetzt am Ball bleiben“, sagte er mit Blick auf Corona-Schutzmaßnahmen wie Abstandsregeln oder das Tragen von Masken. Die Zahlen zeigten, dass die Pandemie noch lange nicht überstanden sei. Bundesweit müssen 355 Covid-19-Patienten intensivmedizinische behandelt werden. 195 davon werden, nach RKI-Angaben beatmet (Stand: 30. September) (ml)*Merkur.de und tz.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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