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„Da sieht man mal rot“: FC-Zoff mit Leipzig – in den Katakomben ging es weiter

Köln -

Das sensationelle 2:1 des 1. FC Köln über RB Leipzig am Dienstagabend (20. April 2021) war ein lebenswichtiges Zeichen der Mannschaft von Friedhelm Funkel (67) im Abstiegskampf. Dafür mussten die Kölner bis an ihre Grenzen gehen – und manchmal auch darüber hinaus. Noch nach dem Abpfiff von Schiri Frank Willenborg (42) ging es auf dem Platz und in den Katakomben hoch her. 

1. FC Köln – RB Leipzig: Hitzige Wortgefechte nach Abpfiff

Die Partie war schon abgepfiffen, da kam es zur letzten Rudelbildung des Tages. Im Mittelpunkt: Rafael Czichos (30) und Amadou Haidara (23). Nach einem hitzigen Wortgefecht sahen beide Profis die Gelbe Karte. „Da ist das eine oder andere unschöne Wort gefallen“, sagte Kölns Abwehr-Routinier.

Was war passiert? Leipzig wollte den Ausgleich, Justin Kluivert (21) vergab zwei Riesen-Gelegenheiten. Nach der letzten Großchance in der Nachspielzeit rauschte Jannes Horn (24) noch in den Leipziger hinein. RB forderte einen Elfer! Sky-Experte Lothar Matthäus (60): „Ein klarer Tritt gegen Kluivert, das war eine Fehlentscheidung.“ Auch die Regel-Experten von „Collinas Erben“ tendierten zu einem Strafstoß.

Willenborg sah es anders, genau wie FC-Keeper Timo Horn (27): „Aus meiner Sicht kommt der Leipziger klar zum Abschluss, hat die hundertprozentige Torchance. Danach war natürlich der Kontakt da. Aber ich glaube nicht, dass man da noch auf Elfmeter entscheiden muss, wenn er vorher den Ball reinmachen kann.“

Rafael Czichos: „Emotionen gehören dazu“

Leipzigs Haidara war angesichts des ausgebliebenen Elfer-Pfiffs außer sich, Czichos schimpfte zurück – die Verwarnungen folgten. Der FC-Verteidiger später: „Da ist viel Hektik auf dem Platz in so einem wichtigen Spiel, da fällt auch mal ein Wort, was da nicht hingehört. Im Eifer des Gefechts sieht man da mal rot – aber ich hoffe, dass das jetzt vergessen ist. Wir brauchen die Punkte, da gehören Emotionen nun mal dazu.“

Zustimmung gab es von RB-Coach Julian Nagelsmann (33): „Für mich war das auch kein Elfmeter. Köln hat heute nicht Ringelpiez mit Anfassen gespielt – sie haben so gespielt, wie das in ihrer Situation notwendig ist. Das habe ich den Jungs auch gesagt.“

Schon vorher hatte es immer wieder emotionale Duelle gegeben. Die Leipziger hatten es mehrfach auf FC-Techniker Ondrej Duda (26) abgesehen, holten ihn rüde von den Beinen. Immer wieder gab es Rudelbildungen, der Slowake hatte am Ende sogar Tränen in den Augen.

FC-Keeper Timo Horn: „Für uns geht es um unheimlich viel“

Torhüter Horn: „Für uns geht es um unheimlich viel in diesen letzten fünf Partien. Wir wollen in der Liga bleiben, da kann es schon mal hektisch werden – das ist völlig normal in so einem Spiel. Für Leipzig war es sicherlich die letzte Chance, um Bayern noch mal ein bisschen zu kitzeln. Dementsprechend war Hektik drin, aber das gehört zum Fußball dazu.“

Luftkampf zwischen Timo Horn und Nordi Mukiele

Der starke FC-Keeper Timo Horn muss sich beim 2:1-Sieg am 20. April gegen Nordi Mukiele (RB Leipzig) durchsetzen.

Das sah auch Friedhelm Funkel so, der in der Schlussphase ebenfalls die Gelbe Karte wegen lautstarken Beschwerens kassiert hatte. Der FC-Trainer verteidigte das leidenschaftliche Auftreten seiner Mannschaft: „Ich erwarte sogar, dass wir so emotional auf dem Platz sind. Ohne Emotionalität kann man nicht seine volle Leistung abrufen. Was dann hinterher in den Katakomben passiert ist, oder wer wen angegriffen hat, weiß ich nicht.“

Dort soll es nach EXPRESS-Informationen weitergegangen sein, erst auf der Treppe Richtung Kabine trennte sich der aufgeheizt Pulk.

Bereits Mitte der zweiten Hälfte war Czichos' Unmut über Dayot Upamecano (22) nicht zu überhören gewesen. Dieser war Kumpel Dominick Drexler (30) auf den Fuß getreten und hatte Gelb gesehen. Doch Czichos war trotzdem außer sich und aufgrund der Geister-Atmosphäre konnte das auch jeder hören: „Das ist jetzt schon das zweite Mal, dass der so einen Konter unterbricht.“

Am Ende strahlte Rafa, nach Jonas Hectors (30) Auswechslung FC-Kapitän, aber übers ganze Gesicht: „Schön, dass ich mal nach dem Spiel hier sprechen und dabei lächeln kann.“

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