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Daniel Allavena sei Dank

Von: Patrick Hilmes

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SCR-Goalie Daniel Allavena pariert einen Schuss.
Kaum ein Vorbeikommen: Daniel Allavena sichert mit diversen Paraden dem SC Riessersee nach vier Niederlagen in Folge wieder einen Sieg. © ANDREAS MAYR

Der SC Riessersee hat nach vier Niederlagen in Serie wieder eine Partie der Eishockey-Oberliga Süd gewinnen können. Beim Triumph im Penaltyschießen über den Höchstadter EC war Goalie Daniel Allavena der Sieggarant.

Höchstadt – Die Partie der Eishockey-Oberliga Süd zwischen dem gastgebenden Höchstadter EC und dem SC Riessersee ist beendet. Es werden die besten Spieler des Duells gekürt. Von den Weiß-Blauen darf Bastian Eckl quasi das erste Türchen im Kalender öffnen und ein kleines Präsent entgegennehmen. Doch das ist nicht die richtige Wahl. Nicht falsch verstehen, der Förderlizenzspieler war einer der auffälligsten Akteure der Gäste, aber nicht der beste. Das war der Mann mit der Maske auf dem Kopf, Goalie Daniel Allavena. Von ihm dürften die Höchstadter schlecht träumen, dank ihm konnte der SCR einen 2:1-Sieg im Penaltyschießen bejubeln.

Beim SCR hatten die vier Niederlagen in Folge Spuren hinterlassen. Das wurde zu Beginn sichtbar. Unsicher, ungenau, uninspiriert. Bereits in dieser Phase durften sich die Riesserseer bei ihrem Goalie bedanken, dass sie nicht in Rückstand gerieten. Nach fünf Minuten weckte dann Michael Knaub mit einem zarten Schüsschen die Gäste auf. Sie fanden ins Spiel, ohne aber zu glänzen. Die Partie verflachte zusehends. Knaub war es dann auch gegen Ende des Drittels, der Höchstadt aufweckte. Unnötiges Foul, Strafzeit. Die Gastgeber rannten an, scheiterten aber ein ums andere Mal am SCR-Keeper. In dieser Hinsicht ein guter Abend für Knaub und Co., denn insgesamt drei unnötige Strafzeiten kassierten sie, blieben aber ohne Gegentor und polierten somit ihre magere Bilanz in Unterzahl etwas auf.

Zu Beginn des zweiten Drittels schnürten die Garmisch-Partenkirchner die Gastgeber in deren Drittel ein. Doch auch Höchstadt konnte sich auf seinen Schlussmann Philipp Schnierstein verlassen. Es folgte, wie es Alligators-Trainer Mikahil Nemirovsky bei der anschließenden Pressekonferenz so schön ausdrückte, „Chaos-Eishockey“. Beiden Teams gelang nur noch Stückwerk, immer wieder luden sie den Gegner mit teils haarsträubenden Fehlpässen zu Chancen ein. Doch ins Tor fand die Scheibe auf keiner Seite. Dennoch wusste die SCR-Defensive zu überzeugen, weil auch die Offensive bereits mit der Abwehrarbeit begann, störte früh den Höchstadter Spielaufbau. Doch auf der Gegenseite fehlte die zündende Idee.

So sah alles nach einem Spiel aus, das durch das erste Tor entschieden werden würde. Und das gelang dem SCR. Felix Linden brachte die Scheibe von der blauen Linie vors Tor, wo David Seidl ein kurzer Kontakt mit dem Schläger genügte, um den Puck ins Tor abzufälschen (48.). Doch die Führung hielt nicht. Ein verlorenes Duell an der Bande, ein Querpass auf Nikita Shatskiy, schon stand es 1:1. Erstmals war Allavena machtlos. Intensiv aber zugleich arm an Höhepunkten verlief auch die Verlängerung. Ein Schuss Höchstadt, ein Schuss SCR, ab ins Penaltyschießen.

Zunächst krallte sich Allavena den Schuss von Martin Vojcak und Christopher Chyzowski vernaschte auf der anderen Seite den Höchstadter Goalie. Im Gegenzug war es aber erneut Shatskiy, der ausglich. Fortan scheiterten auf Riesserseer Seite Tobias Kircher und Robin Soudek, sowie einer der Gastgeber. Dann durfte der Kapitän ran, und Florian Vollmer bewahrte die Nerven. Er chippte den Puck über die Schoner von Schnierstein in die Maschen. Die Wahl der Höchstadter für den nächsten Schützen war logisch. Wer sonst als Shatskiy sollte Allavena überwinden können? Doch der SCR-Goalie ließ sich nicht ein zweites Mal im Penaltyschießen vernaschen und sicherte den Gästen zwei wichtige Punkte. Entsprechendes Lob erhielten beide Goalies auch von Pat Cortina bei der Pressekonferenz. Zudem wünscht der SCR-Coach in der Regel dem Gegner viel Erfolg für die nächste Partie. „Doch diesmal kann ich das nicht sagen“, betonte Cortina lachend. Denn am morgigen Freitag treffen beide Teams in Garmisch-Partenkirchen bereits wieder aufeinander.

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