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Darüber freuen sich die meisten: Wenn wir DAS essen, werden wir alt

Köln -

Forscher wollen die ultimative Ernährungsformel für ein möglichst langes Leben gefunden haben. Diese präsentierte Andrew Mente vom Population Health Research Institute in Kanada kürzlich auf dem Europäischen Kardiologenkongress in München. Demnach sind Gemüse, Früchte, Nüsse, Hülsenfrüchte und Fisch förderlich für ein langes Leben – aber überraschenderweise auch Milchprodukte und nicht-verarbeitetes rotes Fleisch.

Besonders rotes Fleisch und frische Milch werden also rehabilitiert, galten sie lange Zeit doch als ungesund. Nun präsentierten die Forscher sie aber als integralen Teil einer herzgesunden und lebensverlängernden Ernährung.

Früchte, Gemüse, Fleisch und Milchprodukte

Andrew Mentes Ernährungstipps bauen auf dem „PURE Healthy Diet-Score“. Der PURE-Score soll die optimale Portionsmenge in Zahlen angeben. Schafft man in diesem Score die höchste Punktzahl 35, hat man die besten Chancen auf ein langes Leben. Mit diesen Lebensmitteln soll es gelingen:

Laut der Forscher sollte sich die tägliche Energiezufuhr zudem aus 54 Prozent Kohlenhydraten, 28 Prozent Fett und 18 Prozent Protein zusammensetzen.

Milch und rotes Fleisch doch gesund?

Bislang waren Fleisch- und Milchprodukte umstritten, wenn es um einen gesunden Lebensstil ging. Besonders von rotem Fleisch rieten Experten eher ab. Lebensmittel wie Butter und Käse standen im Verdacht, den Cholesterinspiegel in die Höhe zu treiben. Diese Studie behauptet nun das Gegenteil.

Abgeleitet haben Mente und seine Kollegen diese Ernährungsformel aus der größten Studie, die sich jemals mit dem menschlichen Essverhalten beschäftigte: die PURE-Studie. Rund 138.500 Teilnehmer im Alter von 35 bis 70 Jahren aus 21 Ländern wurden im Durchschnitt 7,4 Jahre von den Forschern begleitet und befragt. Neben der PURE-Studie nutzten sie die Zahlen aus drei weiteren großen Bevölkerungsstudien, die sich mit Herz-Kreislauf-Risiken beschäftigten, und die Annahmen bestätigten. Insgesamt verglichen sie die Daten von 218.000 Personen.

Lesen Sie hier: Kauen, trinken, Pausen – diese Fehler machen wir alle beim Essen.

Deutsche Gesellschaft für Ernährung sieht Studie kritisch 

Wer sich nun schon über die Aussicht auf ein saftiges Steak mit Milch gefreut hat, der sei gewarnt. Es gibt auch Kritiker der Studie und deren Schlussfolgerungen. So weist die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) auf methodische Mängel hin, die die Aussagekraft der Studie stark einschränken würden.

Die Experten der DGE beharren daher auf ihren eigenen Ernährungsempfehlungen: Gute Kost sollte ausgewogen sein, doch wichtiger als das Verhältnis der Nährstoffe sollte die Qualität der Nährstoffe sein: „Die Frage ist nicht nur einfach, ob mehr Fette und weniger Kohlenhydrate verzehrt werden sollen. Es geht in unserer westlichen Ernährung vielmehr um eine Verbesserung der Fett- und Kohlenhydratqualität.“

(sar)

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