Germany

Das OB-Feuer brennt weiter

Die Erdinger CSU steht geschlossen hinter OB Max Gotz. Seine dritte Kandidatur ist mehr als aussichtsreich, meint Redaktionsleiter Hans Moritz in seinem Kommentar zum Wochenende.

Als die CSU Erding Max Gotz mit 100 Prozent erneut als OB-Kandidat nominiert hatte, meinte ein Mitglied scherzhaft, Martin Schulz sei auch einstimmig zum SPD-Bundesvorsitzenden gewählt worden und dann genauso tief abgestürzt. Nein, dieses Schicksal wird Gotz gewiss nicht blühen. In seiner Partei ist er die unangefochtene Nummer 1. Auch in der Bürgerschaft hat er kaum bekennende Gegner.

Obwohl seit elf Jahren im Amt, lässt Gotz keinerlei Müdigkeit erkennen. Das Feuer in ihm brennt unvermindert weiter. Er schiebt ein Projekt nach dem anderen an – und bringt sie mit dem Stadtrat dann auch zu Ende. Erinnert sei nur an die Umgestaltung des Kronthaler Weihers, des Stadtparks und der soeben begonnene Sportpark in den Geislinger Ängern.

Natürlich ist es bequemer, eine Stadt zu regieren, die jedes Jahr viele Millionen Euro einnimmt. Es ist leichter, ein Schwimmbad zu bauen, als den Menschen erklären zu müssen, dass man es wegen Finanznot schließen muss.

Doch das allein ist bei weitem nicht der alleinige Schlüssel zum Erfolg. Der beruht auch darauf, dass Gotz oft nicht im Rathaus anzutreffen ist. Selbst nach zwei Perioden ist er viel bei den Bürgern. Anliegerversammlungen etwa sind ein probates Mittel, um lokal begrenzte Probleme sanft und geräuschlos abzuräumen.

Hinzu kommt, dass Gotz’ Arena größer ist als das Stadtgebiet. In der Tat ist er bayernweit gut vernetzt. Nur deshalb ist es ihm gelungen, eine S-Bahn-Ringschluss-Planung zu bekommen, so wie es für die Stadt am verträglichsten ist. Das Gegenteil lässt sich in Dorfen beobachten, wo der Bahnausbau ein nicht enden wollendes Geplänkel ist.

Noch hat sich keine weitere Partei hinsichtlich eines Gegenkandidaten aus der Deckung gewagt. Man hört, bei den Freien Wählern soll noch einmal Petra Bauernfeind ran. Egal wer antritt, er wird sich schwer tun, sich als Gegenentwurf, als persönliche Alternative zu präsentieren.

Gotz ist immer wieder angekreidet worden, mit Kritikern ruppig umzugehen. Doch diese Attitüde hat er weitgehend abgelegt – weil er das auch gar nicht nötig hat.

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