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Demminer Tierschützer: „330 Katzen in drei Jahren kastriert”

Frauenpower beim Tierschutzverein Demmin: Auf der Jahreshauptversammlung trat der bisherige – komplett weibliche – Vorstand unter der Vorsitzenden Kerstin Lenz erneut an und wurde wiedergewählt. Dass dort das weibliche Geschlecht den Ton angibt, ist auch kein Wunder: Nur zwei Männer waren unter den 20 anwesenden Mitgliedern, einer von ihnen war zudem neu im Verein.

Laut Lenz funktioniert die Zusammenarbeit unter den Vorstandsmitgliedern gut, weil jede viel Fachkompetenz mitbringt. Da stellt sich die Frage, sind Frauen die besseren Tierschützer? „Frauen sind bei solchen Themen sensibler“, behauptet die wiedergewählte Vereinsvorsitzende. „Männer leisten bei uns eher die praktische Arbeit.“

„Großartige Leistung für einen Verein mit 75 Mitgliedern”

Der Tierschutzverein Demmin wurde 1994 gegründet. Kerstin Lenz (57) gehörte zu den Gründungsmitgliedern und sie wurde bereits bei der Gründung zur Vorsitzenden gewählt. Bislang habe sich niemand anderes gefunden, der die Hauptverantwortung übernehmen möchte. „Ein Vorstand wird für drei Jahre gewählt. Ich weiß nicht, ob ich mit 60 nach 29 Jahren als Vereinsvorsitzende dann noch einmal für das Amt antreten werde. Daher ist es wichtig, bereits jetzt jemand aufzubauen, der mein Nachfolger werden könnte“, mahnt Kerstin Lenz allerdings.

Geld ist mit einem Sitz im Vorstand des Tierschutzvereins nicht zu machen, aber trotzdem geht es um hohe Summen. Der Tierschutzverein nimmt Abgabetiere und Fundtiere auf, dazu kommen beschlagnahmte Tiere vom Veterinäramt. „Wir haben im vergangenen Jahr 200 Tiere aufgenommen, so viel wie noch nie. 52 Hunde und 148 Katzen haben über uns ein neues Zuhause gefunden. Das ist für einen Verein mit 75 Mitgliedern eine großartige Leistung“, so Lenz.

330 Katzen in den letzten drei Jahren kastriert

Zudem ließ der Verein im vergangenen Jahr 140 Katzen kastrieren. „330 Katzen waren es in den letzten drei Jahren. Wenn man davon ausgeht, dass ein Katzenpärchen im Jahr etwa zehn Junge bekommt und diese im Jahr darauf auch wieder Nachwuchs bekommen, dann haben wir in dieser Zeit über 10.000 Katzenjungen verhindert, die nicht mehr auf der Straße ums Überleben kämpfen müssen“, berichtet Kerstin Lenz.

Das Thema Kastration ist mittlerweile auch in der Politik angekommen. Die Landesregierung stellte dem Tierschutzverein 2019 eine Summe von 30.000 Euro für Kastrationen zur Verfügung, die auch in diesem Jahr erneut gezahlt wurde. Mit der gleichen Summe unterstützt der Deutsche Tierschutzbund, dem der Tierschutzverein Demmin angeschlossen ist, die Kastrationen. Doch diese Summen deckeln bei Weitem nicht die wirklichen Kosten, die durch ehrenamtliche Arbeit und Spenden ausgeglichen werden. Darunter auch Sachspenden, so stellt Kerstin Lenz ihr Grundstück dem Verein kostenlos zur Verfügung.

Am wichtigsten ist ihr jedoch: „Ich wünsche mir, dass die Menschen einmal so vernünftig werden, dass sie sich Tier nur dann zulegen, wenn sie diese auch halten können. Damit wir irgendwann keine Tierheime mehr benötigen“, sagt Kerstin Lenz.

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