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„Der geht mir so auf die Nerven“

Eine Woche ohne große neue Verschärfungen und schon gar ohne Lockerungen. Wirklich viel neu zu diskutieren gab es für die Gäste bei Maischberger nicht. Die Moderatorin hatte sich daher mit Elke Heidenreich diesmal literarische Unterstützung in die Sendung geholt. Von Maischberger zu einigen Politikern befragt, zog die Schriftstellerin dann vom Leder. Auch der SPD-Politiker Karl Lauterbach kam dabei in die Schusslinie. Diesem hatte vorher bereits Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki vorgeworfen, Angst bei den Menschen zu schüren.

Die Lockerungen der Kontaktbeschränkungen über die Weihnachtstage konnten in der Sendung weder die Kabarettistin Maren Kroymann, noch Jan Fleischhauer verstehen. Der Journalist berichtete in der Sendung davon, wie er wegen Corona nicht von seinem verstorbenen Vater Abschied nehmen konnte. Der ARD-Hauptstadtkorrespondent Oliver Köhr beklagte in der Sendung fehlende Erklärungen der Regierung zu ihren Entscheidungen.

Der lockerste Gast der Sendung

Den Höhepunkt erlebte die Sendung kurz vor Schluss mit Elke Heidenreich. Die Schriftstellerin gab den wohl unterhaltsamsten Gast ab, der es seit Beginn der Pandemie in eine Talkshow geschafft hatte. Erst plauderte Heidenreich mit Maischberger über Angela Merkels Kleiderstil – „Jacke mit drei Knöpfen. Großartig.“ Dann über zu kurze Kamelhaarmäntel bei Männern – „Alles spießig, was ich da sehe.“ – und Leggins bei Frauen – „Da gehört ein Röckchen drüber.“

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Schließlich zeigt die Moderatorin Bilder von mehreren Politikern und will Heidenreichs Meinung dazu wissen. Markus Söder? „Das ist ja der Leibhaftige“, sagt Heidenreich, „wenn der im Raum ist, ist bestimmt Schwefelgeruch.“ Und Olaf Scholz? „Eigentlich wie Angela Merkel, aber so langweilig. Ein bisschen mehr Pfeffer wäre doch auch schön, oder?“ Karl Lauterbach? „Geht mir so auf die Nerven“, befindet die Autorin und macht die Stimme des Bundestagsabgeordneten nach, „ich bin froh, dass ich nicht ihm diskutieren muss.“

Das Corona-Duell des Abends

Nicht davor verschont blieb Wolfgang Kubicki. „Er versteht ein bisschen mehr von Viren und ich ein bisschen mehr von Recht“, sagt der Bundestagsvizepräsident über Lauterbach. Kubicki beklagt zu viel Alarmismus. Er zieht einen Tweet des SPD-Politikers hervor, in dem dieser vor einem Jahr ohne Regelunterricht in Schulen gewarnt hatte. „Das war Lauterbach. Vierter Mai. Das ist dokumentiert“, zählt der FDP-Mann auf. Die in einer neuen Studie festgestellte sinkende Zuversicht der Deutschen habe auch damit zu tun, dass diesen dauern Angst gemacht werde.

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Lauterbach fühlt sich nicht verantwortlich: „Kaum jemand hat es so verstanden.“ Außerdem sei doch bis heute kein normaler Schulbetrieb möglich. „Damit habe ich Recht gehabt“, bilanziert der Bundestagsabgeordnete. Kubicki holt zum Gegenschlag aus: „Herr Lauterbach kann nicht seriös sagen, was im Februar nächsten Jahres sein wird.“ „Wir haben Gott sei Dank viel mehr gemacht als die FDP vorgeschlagen hat“, findet hingegen Lauterbach. Immerhin an einem Punkt gibt es Einigkeit. Beide wollen sich impfen lassen, sobald das möglich ist.

Die unbeantwortete Frage der Sendung

Warum werden Menschen in Alten- und Pflegeheimen nicht besser geschützt? „Ich finde, dass wir uns wirklich schlecht vorbereitet haben auf die jetzige Situation“, sagt Fleischhauer. Während die Inzidenzen bei Jüngeren nach unten gingen, würden diese bei den Älteren nach oben gehen. Dies würde „die Statistik verhageln“. „Wo ist eigentlich der Schnelltest, von dem Herr Drosten im Oktober gesagt hat, das sei der Gamechanger?“, fragt der Journalist.

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Die Wirkung der Tests bestätigte auch Lauterbach. Zwei Testungen pro Woche bei Personal und Bewohnern in Pflegeheimen würden die Sterblichkeit dort „wahrscheinlich dramatisch absenken“. Dies funktioniere bis jetzt jedoch noch nicht ausreichend. Warum, kann auch Lauterbach nicht sagen. Dass unter fehlenden Maßnahmen auch Angehörige der Bewohner leiden, wurde bei Fleischhauer deutlich. Der Journalist schilderte, wie er und sein Bruder sich wegen der Corona-Beschränkungen nicht mehr von ihrem Vater verabschieden konnten. Der war im Mai dieses Jahres verstorben.

Der Sinn der Weihnachtslockerungen

Über die Weihnachtsfeiertage werden die Kontaktbeschränkungen gelockert. Kroymann findet das falsch. „Arschbacken zusammenkneifen“, sagt die Kabarettistin, „lieber den Shutdown lassen.“ Früher wieder arbeiten zu können sei diesmal für viele Menschen wichtiger als Weihnachten. Auch Fleischhauer ist gegen die Lockerungen: „Diese Überhöhung des Weihnachtsfests leuchtet mir nicht ein.“ Markus Söder sage „mit Tremolo in der Stimme“, dass jeden Tag so viele Menschen sterben wie bei einem Flugzeugabsturz.

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Zu Weihnachten solle man sich dann eine schöne Zeit machen. „Das ist natürlich verrückt“, findet der Journalist. In Merkel komme mit der Länge ihrer Amtszeit „die Pfarrerstochter durch“. Fleischhauer leuchtet auch die Unterscheidung zwischen Weihnachten und Silvester nicht ein. „Silvester als heidnischer Brauch, das brauchen die Leute nicht“, witzelt Fleischhauer. Durch ihr Alter fehle Merkel mittlerweile das Verständnis für jüngere Menschen.

Der politische Dauerbrenner

Die Einigung bei der Frauenquote kam ein bisschen überraschend. Die Große Koalition hatte sich Ende November auf eine Quote in den Vorständen von börsenorientierten Unternehmen geeinigt. Ab drei Mitgliedern müssen 30 Prozent der Posten mit Frauen besetzt sein. Kroymann findet die Entscheidung richtig. „Ich habe mich immer an der negativen Besetzung des Wortes Quotenfrau gestört“, sagt die Kabarettistin.

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„Ich glaube nicht, dass die Gleichberechtigung in Deutschland vorangetrieben wird, weil es jetzt 300 mehr Millionärinnen gibt, die in Vorständen sitzen“, findet Fleischhauer. Für normale Menschen ändere sich dadurch nichts.

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Der Journalist Köhr glaubt, dass die möglichen Kanzlerkandidaten der Union in Zukunft um dieses Thema nicht mehr herumkommen werden. Dies sei eh „nicht mehr mehrheitsfähig“. „Die Unionsparteien haben festgestellt, dass es ohne junge Wählerinnen, denen dieses Thema auch wichtig ist, nicht geht“, findet Köhr.

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