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Deutschland hat neuen Hotspot: Selbst Bundeswehr muss helfen - RKI-Chef mit Warnung für kommende Monate

In der Corona-Krise ist ein Grenzwert derzeit im Fokus: der 7-Tage-Inzidenz. In Nordrhein-Westfalen gelten derzeit Hamm und Remscheid als Hotspots.

Update vom 27. September, 17.20 Uhr: Trotz Hotspots und steigender Fallzahlen sei die aktuelle Corona-Lage in Deutschland derzeit unter Kontrolle, sagt Lothar Wieler Präsident des Robert-Koch-Instituts in einem Welt-Interview (hinter Bezahlschranke). Der RKI-Chef geht jedoch davon aus, dass sich diese Lage schon aufgrund der Jahreszeit ändern wird, die Fallzahlen steigen werden. Wenn sich die Lage ändert, würde das RKI auch wieder die Öffentlichkeit unterrichten, so Wieler. Dann würde es „Pressebriefings“ geben.

Corona in Deutschland: RKI-Chef erklärt, wo Ansteckungsrisiko am größten ist

Wo sich Menschen in Deutschland derzeit mit Corona anstecken, ist für RKI-Chef Lothar Wieler ziemlich eindeutig. „Die Menschen stecken sich derzeit hauptsächlich im privaten Umfeld an, also auf Partys, Hochzeitsfeiern, Beerdigungen, auch im Gottesdienst“, sagt Wieler im Welt-Gespräch. Der private Bereich spiele momentan die große Rolle.

In der Arbeit oder in einem Betrieb sei das Ansteckungsrisiko eher gering. Zwar habe es zwei spektakuläre Ausbrüche gegeben, aber nicht sehr viele. Die meisten Betriebe scheinen die Pandemie gut zu managen, sagt Wieler gegenüber der Welt. Auch in Geschäften gäbe es offenbar wenig Infektionen. Das Thema Corona in der Schulen dagegen müsse das RKI gut analysieren, sagt Wieler und verweist auf einige Ausbrüche.

Grenzwert überschritten - Bundeswehr muss in NRW helfen

Update vom 27. September, 15.30 Uhr: Remscheid (NRW) hat den kritischen 7-Tage-Inzidenz überschritten. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) liegt der Wert bei 72,1 (Datenstand 27. September, 0 Uhr) und damit weit über der Marke von 50. Die Bundeswehr schickt jetzt zehn Kräfte nach Remscheid, um dort bei Corona-Tests und Kontaktnachverfolgung zu helfen, teilte die Stadt mit. Aktuell gibt es 111 aktive Corona-Fälle. 386 Personen, davon drei Reiserückkehrer stehen nach Angaben der Stadt derzeit „als Verdachtsfälle“ unter häuslicher Quarantäne.

Zum Vergleich: In Hamm (NRW) liegt der 7-Tage-Inzidenz laut RKI (Datenstand 27. September, 0 Uhr) bei 97,1. Im Landkreis Dingolfing-Landau (Bayern) bei 61,3. Für München (Bayern) gibt das Institut in Berlin einen Wert von 40,2 an.

Update vom 27. September, 10.27 Uhr: Was in München kürzlich für Aufregung sorgte, die Ausweitung der Maskenpflicht, fordert der Städte- und Gemeindebund jetzt für ganz Deutschland. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes solle überall dort vorgeschrieben werden, „wo im öffentlichen Raum der Abstand nicht eingehalten werden kann - etwa bei Weihnachtsmärkten oder belebten Plätzen - und wo das Infektionsgeschehen die kritische Grenze von mehr als 50 Neuinfektionen pro Woche auf 100.000 Einwohner erreicht hat oder überschreitet“, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Maskenpflicht ausweiten? Vor Krisengipfel mit Merkel sind Kommunen bei der Frage einig

Kanzlerin Angela Merkel* (CDU) will kommenden Dienstag mit den Bundesländern über Maßnahmen gegen die weiter steigenden Corona-Infektionszahlen beraten. Zuvor hatte der Landkreistag bereits eine Obergrenze von weniger als 50 Menschen bei Privatfeiern gefordert (siehe Update vom 26. September, 10.55 Uhr).

Maskenpflicht ausweiten? Das Corona-Infektionsgeschehen alarmiert den Städte-und Gemeindebund.

Corona in Deutschland: Hamm weiterhin Infektions-Hotspot - Hochzeits-Veranstalter wird angefeindet

Update vom 27. September, 07.14 Uhr: Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am Sonntag erwartungsgemäß eine vergleichsweise niedrige Zahl an neuen Corona-Infektionen gemeldet. Binnen eines Tages hätten die Gesundheitsämter 1411 Fälle übermittelt, wie das RKI am Morgen bekannt gab. An Sonntagen wie auch an Montagen sind die gemeldeten Zahlen allerdings oft niedriger, weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI melden. Am Samstag war mit 2507 neuen Infektionen der höchste Wert seit April erreicht worden.

Der R-Wert lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Lagebericht vom Samstag bei 1,08 (Vortag: 0,91). Der Sieben-Tage-R-Wert lag bei 1,17 (Vortag: 1,24). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

Coronavirus in Deutschland: Gesundheitsämter melden fast 2000 neue Fälle

Update vom 26. September, 21.55 Uhr: Nach Informationen von Focus Online haben die Gesundheitsämter der Bundesländer 1977 weitere Corona-Fälle gemeldet. Dabei gilt jedoch zu beachten, dass Bremen, Mecklenburg-Vorpommer, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein keine neuen Zahlen weitergegeben haben. Allein Nordrhein-Westfalen komme auf 625 zusätzliche Infektionen.

Die Zahl der Todesfälle beläuft sich auf sieben. Der Inzidenzwert der vergangenen sieben Tage steht bei 13,4 Fällen pro 100.000 Einwohner. In Bayern, Berlin, Bremen und Hamburg liege dieser Wert sehr deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt, in Nordrhein-Westfalen deutlich und in Hessen leicht.

Corona-Hotspot: Ausbruch nach Hochzeit - Veranstalter kämpft gegen Anfeindungen

Update vom 26. September, 17.25 Uhr: Als Ausgangspunkt des Anstiegs der Infektionszahlen in Hamm gilt der Junggesellinnen-Abschied der Braut am 4. September. Bei Focus Online setzt sich der Veranstalter des Events zur Wehr: „In den sozialen Medien werde ich beschimpft und bedroht, weil ich angeblich die gesamte Stadt in den Lockdown getrieben haben soll. Dabei ist bei meiner Feier alles korrekt abgelaufen.“ Bei dem sogenannten „Hennafest“ in einer Veranstaltungshalle seien 46 Gäste dabei gewesen. Es habe ausgelegte Namenslisten gegeben, auf die Hygienevorschriften sei geachtet worden.

Nachdem sich herausgestellt hatte, dass zwei Anwesende bereits vor der Feier infiziert gewesen seien, seien die Kontaktlisten herausgegeben worden. Es habe dafür Lob vom Oberbürgermeister gegeben. Laut Focus Online sieht die Stadt das jedoch anders, ein Sprecher habe die mangelnde Kooperationsbereitschaft der Veranstalter kritisiert.

Der Organisator des Junggesellinnen-Abschieds reicht den Schwarzen Peter derweil weiter. „Das Coronavirus hat sich von der Hauptfeier in Dortmund aus verbreitet“, betont er. Dort seien eben viele Gäste aus Hamm zugegen gewesen. Er selbst habe „mit der Verbreitung nichts zu tun“. Allerdings sei ihm die ganze Entwicklung „unangenehm, weil unsere Branche wegen der Verbreitung des Virus am Pranger steht“.

Corona-Hotspot: Jüngste Neuinfektionen direkt auf die Großhochzeit zurückzuführen

Update vom 26. September, 15.45 Uhr: Nach tagelangen Höchstwerten sind die Fallzahlen in Hamm, NRW erstmals leicht gesunken. Samstag gab die Stadt die Zahl der in den vergangenen sieben Tagen Infizierten pro 100.000 Einwohner mit 95,5 an. Am Freitag waren es 99,9. Dennoch bleibt die Zahl damit hoch. Ob damit bereits ein Wendepunkt erreicht sei, werde sich außerdem erst in ein bis zwei Tagen sagen lassen, betonte ein Stadtsprecher. Laut dem Robert-Koch-Institut* ist Hamm die Stadt mit den bundesweit höchsten Infektionszahlen.

Die seit Freitag registrierten 16 Neuinfektionen stünden in direktem Zusammenhang mit der Großhochzeit mit mehreren Hundert Gästen und damit verbundenen weiteren Festen, so der Sprecher gegenüber der dpa. In Hamm gilt seit einigen Tagen für private Feiern mit 51 bis 150 Teilnehmern eine Genehmigungspflicht. Feiern mit 25 bis 50 Teilnehmern müssen angezeigt werden.

Corona-Hotspot: Entscheidender Wert bei fast 100! Landkreise fordern von Merkel Obergrenze für Partys

Update vom 26. September, 10.55 Uhr: Die Infektionslage in Hamm (siehe Update vom 25. September, 16.10 Uhr) alarmiert die Politik. „Wir sehen in Hamm, wozu eine rauschende Hochzeit mit 150 Gästen führen kann“, sagte Landkreistagspräsident Reinhard Sager (CDU*) mit Blick auf eine Großhochzeit in der NRW-Stadt der Neuen Osnabrücker Zeitung.

Der Deutsche Landkreistag fordert nun eine bundesweite Obergrenze von weniger als 50 Menschen bei Privatfeiern. „Ab 50 Teilnehmern wird es logistisch extrem schwierig, die Kontakte nachzuverfolgen, wenn ein Covid-Positiver unter der Gesellschaft war“, so Sager. Bislang gibt es keine einheitliche Teilnehmerbegrenzung für Privatfeiern, auf dem Treffen zwischen Bund und Ländern mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU)* kommende Woche müsse diese aber kommen.

Bundesweit alles einheitlich regeln will Sager dabei aber nicht. Der dezentrale Ansatz sei „ein Erfolgsmodell und muss beibehalten werden“, sagte er. „Wenn wir den Menschen im dünn besiedelten Mecklenburg-Vorpommern verbieten, in der Öffentlichkeit ein Bier zu trinken, weil in München alle Signale auf Rot stehen, würde das die Akzeptanz drastisch schwächen.“

Mehr zu den Corona-Maßnahmen-Verschärfungen in München im Video:

Coronavirus in Deutschland: 2153 Corona-Neuinfektionen registriert - Höchstwert seit April

Update vom 26. September, 8.55 Uhr: Die Zahl der Sars-CoV-2-Neuinfektionen in Deutschland hat einen Höchstwert seit April erreicht. Innerhalb eines Tages meldeten die Gesundheitsämter in Deutschland 2507 neue Fälle, wie das Robert Koch-Institut (RKI) bekannt gab. Am Freitag hatte die entsprechende Zahl bei 2153 gelegen.

Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Ende März/Anfang April bei mehr als 6000 gelegen. Die Zahl war dann in der Tendenz gesunken und im Juli wieder gestiegen. Im August lag die Zahl der Fälle einmal bei knapp über 2000 (2034). Die Zahl der erkannten Neuinfektionen ist auch davon abhängig, wie viele Menschen getestet werden. Auch an Schulen werden momentan beispielsweise flächendeckende Tests durchgeführt: 50.000 Schüler sind aktuell in Quarantäne*.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert*, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Lagebericht vom Freitag bei 0,91 (Vortag: 0,78). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas weniger als einen weiteren Menschen ansteckt.

Update vom 25. September 2020, 16.10 Uhr: Nachdem eine Hochzeit in Hamm in NRW für einen Massenausbruch des Virus gesorgt hatte, wurden nun auch 20 Personen nach einer Familienfeier in Bielefeld positiv auf das Coronavirus getestet. Wie die Stadt am Freitag erklärt, seien unter den Infizierten auch neun Schüler bzw. Schülerinnen, die fünf unterschiedliche Schulen besuchen würden. Das Gesundheitsamt werde nun über die nächsten Tage alle Kontaktpersonen der betroffenen Personen kontaktieren. Wie viele Personen sich dann in Quarantäne begeben müssen, ist noch nicht bekannt. Bei der Feier soll es sich um eine private Feier in privaten Räumen gehandelt haben.

Hamm entwickelte sich in den vergangenen Tagen zum neuen Hotspot in Deutschland.

Corona in Deutschland: Situation in Hamm spitzt sich zu - Wert klettert auf 99,9

Update vom 25. September 2020, 15.30 Uhr: Mit einer aktuellen Sieben-Tage-Inzidenz von 95,5 führte Hamm am Freitagmorgen die Liste der Hotspots in Deutschland an. Doch die Zahl der in dem Landkreis mit dem Coronavirus infizierten Personen steigt weiter an. Während am Freitagmorgen rund 200 Personen positiv auf das Virus getestet waren und sich rund 2.500 Personen vorübergehend in Quarantäne begeben mussten, werden es nun immer mehr.

Wie die Stadt am Mittag erklärt, seien mittlerweile 207 Personen positiv auf Corona getestet worden. Das seien 23 Neuinfektionen mehr als noch am Vortag. Auch die Zahl der Quarantäne-Pflichtigen Personen steigt weiter an. 2681 Personen im Landkreis dürfen demnach aktuell nicht die eigenen vier Wände verlassen. Der Sieben-Tage-Wert klettert auf 99,9.

Coronavirus in Deutschland: 26 Infizierte in Fleischbetrieb - Rund 500 Pesonen werden nun getestet

Update vom 25. September 2020, 14.30 Uhr: Während der Kreis Hamm in NRW nach einer Hochzeit vor drei Wochen zum aktuellen Corona-Hotspot in Deutschland wurde, startet nun auch ein Massentest in Emsdetten im Kreis Steinfurt. 26 Mitarbeiter eines Fleischverarbeiters wurden bereits vor wenigen Tagen positiv auf das Virus getestet, nun sollen alle rund 300 Mitarbeiter getestet werden. Etwa 200 weitere Personen aus dem Umfeld der Mitarbeiter sollen laut n-tv ebenfalls getestet werden. Mit Ergebnissen wird frühestens am Samstag gerechnet.

Im Krankenhaus in Buchholz im Landkreis Harburg in Winsen soll sich außerdem Personal mit dem Coronavirus infiziert haben. Wie der TV-Sender weiter berichtet, wurden vier Beschäftige positiv auf das Virus getestet. Die Notfallversorgung in der Klinik sei dadurch nicht eingeschränkt, einige Operationen, die nicht dringend notwendig waren, sollen jedoch verschoben worden sein. Bei den infizierten Personen soll es sich um einen Arzt und drei Kontaktpersonen handeln. Außerdem soll es einen weiteren Verdachtsfall in der Klinik geben.

Corona in Deutschland: Gesundheitsminister Spahn ruft zu Urlaub im Inland auf

Update vom 25. September 2020, 10.30 Uhr: Das Coronavirus breitet sich auch zum Ende der Woche weiter stark in Deutschland aus. Wie das Robert-Koch-Institut am Freitag erklärte, wurden in den vergangenen 24 Stunden 2.153 Neuinfektionen deutschlandweit registriert. Den höchsten Anstieg verzeichnete dabei NRW mit rund 598 Neuinfektionen. Doch auch Bayern, 365 neue Infektionen, Baden-Württem­berg mit 252 Neuinfektionen und Berlin mit 238 Neuinfektionen melden weiter konstant hohe Zahlen.

Währenddessen mahnt Gesundheitsminister Jens Spahn erneut zu einem besonnenen Umgang mit dem Virus in der Urlaubszeit. Spahn erklärte gegenüber dem ZDF, dass es sich bereits in den vergangenen Monaten gezeigt habe, dass Reiserückkehrer das Virus nach Deutschland geschleppt hatten. „Ich finde, für Herbst-, Winter-, und Weihnachtsurlaub sollten wir daraus gemeinsam lernen“, so der Gesundheitsminister.

Die steigenden Infektionszahlen halten die Länder der EU in Atem. Gleichzeitig regt sich Widerstand gegen neue Corona-Maßnahmen. 

Corona-Hotspot Hamm: „Ausbruch hat uns überrollt!“ 2500 Personen in Quarantäne - empörende Details kommen ans Licht

Ursprungsartikel vom 25. September 2020: Hamm - Die Corona-Situation* in Hamm (NRW) spitzt sich immer weiter zu. Nachdem eine Hochzeit im Landkreis vor drei Wochen für einen Massenausbruch gesorgt hatte, scheint sich die Lage nun auch nicht durch bereits getroffene Maßnahmen* eindämmen zu lassen. Der für die Beurteilung wichtige 7-Tage-Wert kletterte am Donnerstag auf 95,5 infizierte Personen pro 100.000 Einwohner. Damit ist Hamm der aktuelle Hotspot Deutschlands.

Corona in Hamm in NRW: Lage spitzt sich immer weiter zu - Zahl der Infektionen steigt weiter an

Während sich der Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann über das Verhalten der Hochzeitsgesellschaft verärgert zeigt und bereits die Prüfung rechtlicher Schritte angekündigt hatte, spitzt sich die Situation in Hamm nun weiter zu. Mindestens 100 Personen wurden bereits direkt nach der Hochzeit positiv auf das Coronavirus* getestet, mittlerweile zählen laut focus.de rund 196 Personen im Landkreis als positiv getestet. Unter ihnen sind auch knapp 40 Kinder, wie die dpa bereits am Donnerstag berichtet hatte. Wie das Portal weiter berichtet, befinden sich aktuell 2.500 Personen in Quarantäne.

„Ich bin wütend über diesen Vorfall. Eine einzige Familie hat die ganze Stadt in diese Situation gebracht und setzt damit das Zusammenleben der unterschiedlichen landsmännischen Gruppen unter Stress“, macht der Oberbürgermeister gegenüber der WAZ seinem Unmut Luft. Wie das Portal weiter berichtet, sei der Auslöser ein Henna-Fest am Vorabend der Hochzeit gewesen sei. Dabei seien zwei Frauen infiziert gewesen, an dem Henna-Fest seien jedoch 44 weitere Frauen zu Gast gewesen. Am nächsten Tag fand dann die Großhochzeit mit rund 309 Teilnehmern statt.

Corona in Deutschland: Hochzeit sorgt für über 100 Infizierte - doch wie viele werden noch positiv getestet?

Laut Bild werde nun geprüft, wer zur Rechenschaft gezogen werden könne. Das könne unter anderem das Brautpaar oder auch den Betreiber der Lokalität betreffen. Gegenüber dem Portal bestätigt Oberbürgermeister Hunsteger-Petermann erneut: „Dieser Ausbruch hat uns überrollt und es macht mich auch wütend. Denn beim Henna-Fest sind die Mindestabstände garantiert nicht eingehalten worden." Gegenüber dem Spiegel erklärte er, dass die Nachverfolgung der Kontakte deshalb so schwierig sei, da die Hochzeit bereits vor drei Wochen gefeiert wurde.

Corona in Deutschland: Mitarbeiter versuchen offenbar vergeblich Kontakte nachzuprüfen

Doch ein weiterer Punkt, der die Nachverfolgung erschweren würde, sei die Unvollständigkeit der Kontaktlisten. Stadtsprecher Tom Herberg erklärte gegenüber dem Westfälischen Anzeiger: „Kontakt- und Anwesenheitslisten passten teilweise nicht zusammen“. Die Mitarbeiter der Behörde würden demnach auch wenig Hilfsbereitschaft der Betroffenen erfahren. Wie das Blatt weiter berichtet, soll von Seiten der Angehörigen sogar „massiv gemauert" werden.

Wie viele Personen durch die Hochzeit und das vorangegangene Fest insgesamt infiziert wurden, muss nun weiter geprüft werden. Als weitere Konsequenz verbietet die Stadt Hamm nun erste Familienfeiern. Nach einer Allgemeinverfügung der Stadt wurden bereits zwei Junggesellinnenabschiede und eine Verlobungsfeier untersagt worden. Demnach müssen private Feiern mit 51 bis 150 Teilnehmer genehmigt werden, Feiern mit 25 bis 50 Teilnehmer müssen gemeldet werden, wie rp-online berichtet. Demnach sollen bereits bis zum Donnerstag rund 70 Anträge bei der Stadt eingegangen sein. Doch was ist aktuell noch erlaubt, und was nicht? Diese Fragen werden in einer Übersicht von wa.de* beantwortet.

Um die Corona-Pandemie* endlich stoppen zu können, forschen Experten weltweit nach einem geeigneten Impfstoff*. Forscher in Großbritannien wollen aus diesem Grund rund 2.000 Personen absichtlich mit dem Virus infizieren. *Merkur.de und wa.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © Weronika Peneshko/dpa

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